27.11.2017 T-Systems verwaltet Betriebssysteme in Multi-Clouds

IBM Cloud kein Thema

Von: Berthold Wesseler

T-Systems lanciert für einen sicheren und stabilen Betrieb in Multi-Clouds das „Managed Cloud Operating System“ (MCOS). Es überwacht und verwaltet virtuelle Server auf mehreren, vom Kunden betriebenen Infrastrukturen gleichzeitig – vom klassischen Eigenbetrieb über Private Cloud, Hybrid Cloud bis zur Public Cloud. Dazu zählen die hauseigene Open Telekom Cloud, aber auch Microsoft Azure und Amazons „Elastic Compute Cloud“ (EC2). IBM Cloud ist aktuell mangels Nachfrage kein Thema.

Francois Fleutiaux, IT-Chef von T-Systems

Francois Fleutiaux, seit dem Sommer Geschäftsführer der IT-Abteilung von T-Systems: „Mit MCOS bieten wir unseren Kunden eine automatisierte Lösung, die sie im täglichen Betrieb erheblich entlastet.“

Die Cloud ist längst zu einem hochkomplexen Gebilde gewachsen. Viele Unternehmen haben ihre Anwendungen und Daten auf verschiedene Clouds verteilt. Was unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten durchaus sinnvoll ist, hat einen entscheidenden Nachteil: Komplexität und Aufwand für das Pflegen der Cloud-Infrastruktur steigen.

Deshalb haben Experten von T-Systems für den Betrieb virtueller Server mit verschiedenen Betriebssystemen, etwa Windows Server und Suse Linux Enterprise, sowie für deren regelmäßige Updates und Patches MCOS entwickelt. Diese zum Patent angemeldete Lösung funktioniert cloud-übergreifend – damit kann ein Kunde nicht nur die Telekom-Cloud und die Private-Cloud-Angebote von T-Systems managen, sondern auch seine Infrastruktur auf Basis von Microsoft Azure oder Amazon Web Services.

„Als Cloud-Integrator verfügen wir über das Know-how, verschiedene Cloud-Plattformen zu managen“, erklärte Francois Fleutiaux, seit dem Sommer Geschäftsführer der IT-Abteilung von T-Systems. „Mit MCOS bieten wir unseren Kunden eine automatisierte Lösung, die sie im täglichen Betrieb erheblich entlastet.“ Und zwar durch das standardisierte Managen von Cloud-Umgebungen, unabhängig von der jeweiligen Technologie des Anbieters. Für Anwender bedeutet dies, dass sie weniger Zeit und Personal aufwenden müssen, um die verschiedenen genutzten Systeme auf dem neuesten Stand zu halten.

Auf die Anfrage von DV-Dialog, warum man die IBM Cloud nicht unterstütze, erklärte ein Pressesprecher von T-Systems: „Unsere Produkt- und Service-Entwicklung richtet sich stark nach den Wünschen unserer Kunden – und im konkreten Fall haben wir keine echte Nachfrage nach Unterstützung der IBM Cloud. Sollte sich diese jedoch ergeben, wäre es grundsätzlich möglich, den Service entsprechend zu erweitern. Gegenwärtig ist dies jedoch nicht vorgesehen.“

Bildquelle: T-Systems

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