10.01.2018 Syncsort verstärkt die Position bei Datenverfügbarkeit für IBM i

Kauf von Trader’s perfekt

Von: Berthold Wesseler

Das US-Softwarehaus Syncsort baut mit der Akquisition des französischen Softwarehauses Trader’s sein Angebot für IBM-i-Anwender weiter aus, nachdem der Einstieg in diesen Markt erst im Sommer mit der Übernahme von Vision Solutions erfolgt war. Sowohl Vision als auch Trader‘s sind auf Hochverfügbarkeit spezialisiert und kommen aus der AS/400-Welt.

Bildquelle: Thorben Wengert / Pixelio.de

Syncsort positioniert sich mit weltweit über 6.000 Kunden als Experte für „Big Data auf Big Iron“, wobei mit dem „Eisen“ die Power-Systeme und Mainframes der IBM gemeint sind. In den IBM-i-Markt war Syncsort erst im August 2017 mit dem Kauf von Vision Solutions eingestiegen, hat diese Position aber seither mit dem Erwerb der Firmen Enforcive und Cilasoft (beide IT-Sicherheit) und jetzt Trader‘s ausgebaut. Die Übernahme des Pariser Softwarehauses ist bereits abgeschlossen; zu den finanziellen Details der Transaktion werden keine Angaben gemacht.

„Enterprises need to set the bar high to ensure availability of mission-critical data, systems and applications to minimize disruptions that impact business operations, increase costs and reduce customer satisfaction,” wird Syncsort-CEO Josh Rogers in der Pressemitteilung zitiert. „The addition of Trader’s extends our market-leading position in providing these capabilities for IBM i. It also expands our scale and global footprint, especially in EMEA, while advancing our ability to serve large to mid-size customers.“

Seit 1992 produziert und vertreibt Trader’s (Paris) die Quick-Software-Line. Inzwischen hat das Unternehmen sein eigenes internationales Distributionsnetzwerk aufgebaut: die QSL-Gruppe. Das sind IBM-Partner, die auf IBM Power Systems (IBM i) spezialisiert sind. QSL Northern Europe ist einer dieser Partner.

QSL Western Europe ist Teil der QSL-Gruppe und verantwortlich für die exklusive Distribution des Produktangebots der Quick-Software-Line im deutschsprachigen Europa.Bei QSL Western Europe sind qualifizierte Berater und technische Experten tätig. Sie bieten den IBM Business Partnern Second-Level-Support (rund um die Uhr). Darüber hinaus gibt es einen Pool von technischen Partnern, die mit dem Unternehmen verbunden sind.

Das Produktangebot, die QSL-Suite, besteht aus zwei Produktlinien: Dokumentenmanagementlösungen (für die effiziente und moderne Verarbeitung von Spooldateien und ihre Archivierung) sowie das Flaggschifflinie Quick/Edd, die Hochverfügbarkeits- und Datenreplikations-Software für IBM i.

„The message is clear“, sagte Jacob Flik, General Manager bei QSL, auf die Frage von DV-Dialog, was sich für QSL durch die Übernahme ändern werde. „For the moment nothing will change. And we are in contact with Syncsort – if we have news, we will share it with you.“ Die QSL-Gruppe besteht zurzeit aus mehr als zwanzig Partnern auf mehreren Kontinenten mit insgesamt 1.200 Hochverfügbarkeitskunden und 1.500 Kunden im Bereich der Dokumentenlösungen.

Die QSL-Produkte sind laut Flik gezielt auf die Praxis zugeschnitten: „Anregungen und Fragen unserer Anwender werden in praxisgerechte Software eingebracht“. Alleinstellungsmerkmal unter den Anbietern von Hochverfügbarkeitslösungen für IBM i ist eine eigene, Journal-basierte Methode zur Erfassung von Änderungen an den Daten. Während alle anderen Hersteller dafür heute das „remote journaling“ der IBM verwenden, hält Trader’s aus Performance-Gründen an der eigenen Technologie fest. Neben dem Flaggschiffprodukt Quick-EDD/HA bietet Traders weitere Lösungen für IBM i an: i Quick-CSi (Auditing), Quick-Smart Data (Datenerfassung), Quick-Anonymizer (Anonymisierung von Daten, Quick-Spool oder Quick-Archiv.

Bildquelle: Thorben Wengert / Pixelio.de

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