22.11.2017 Zebra: Nur fünf Prozent der Unternehmen wirklich vernetzt

Vernetzungspotenziale liegen brach

Zebra Technologies, ein weltweit aktiver Anbieter von Hardware und Software für Drucken, Markieren sowie Tracking und Tracing, hat heute die Ergebnisse seines ersten „Intelligent Enterprise Index“ vorgestellt. 48 Prozent der befragten Organisationen erzielten zwischen 50 und 75 von maximal 100 Punkten auf dem Index und sind damit auf einem guten Weg zum vernetzten Unternehmen. Nur fünf Prozent erreichten dagegen mehr als 75 Punkte.

Wenn Mitarbeiter die richtigen Daten zum richtigen Zeitpunkt bekommen, dann können sie bessere Entscheidungen treffen. Das wird allerdings schwer, wenn die Unternehmen nur schwach vernetzt sind.

Wenn Mitarbeiter die richtigen Daten zum richtigen Zeitpunkt bekommen, dann können sie bessere Entscheidungen treffen. Das wird allerdings schwer, wenn die Unternehmen nur schwach vernetzt sind.

Der Intelligent Enterprise Index ist eine umfassende Studie, die den Fortschritt von Organisationen hin zum vernetzten Unternehmen misst – anhand der Kriterien, die das vernetzte Unternehmen von heute definieren . Dazu zählt Zebra eine Vision und einen Umsetzungsplan für Internet-of-Things- bzw. IoT-Projekte sowie eine feste Methode zur Messung des Return on Investment (RoI) dieser Projekte. Insgesamt wurden 908 IT-Entscheidungsträger aus neun Märkten befragt, darunter die USA, Großbritannien, Frankeich, Deutschland, Mexiko, Brasilien, China, Indien sowie Australien und Neuseeland.

Das Fundament eines vernetzten Unternehmens bilden laut Zebra-Definition solche Lösungen, die Technologien wie Cloud-Computing, Mobilität und IoT integrieren, um automatisiert Informationen über Unternehmensgüter zu erfassen. Diese Betriebsdaten – etwa zu Zustand, Position oder Nutzung – werden analysiert und liefern handlungsrelevante Einblicke. Dem richtigen Mitarbeiter zur richtigen Zeit zur Verfügung gestellt, kann dieser auf Basis der Daten handeln und bessere Entscheidungen treffen.

IoT-Investitionen werden erhöht

42 Prozent der Unternehmen geben laut Index jährlich über eine Million Dollar für IoT aus, der Durchschnitt liegt bei 3,1 Millionen Dollar pro Jahr. 75 Prozent erwarten, dass sich in den nächsten ein bis zwei Jahren dieser Wert weiter erhöhen wird und 42 Prozent der Unternehmen glauben, dass die Ausgaben für IoT um 11 bis 20 Prozent steigen werden.

57 Prozent der Unternehmen haben eine Vision für den Einsatz von IoT in ihrem Unternehmen und arbeiten gegenwärtig an deren Umsetzung. Während gegenwärtig nur 36 Prozent unternehmensweit IoT nutzen, erwarten 62 Prozent der Befragten in der Zukunft eine Ausweitung auf das gesamte Unternehmen.

Kundenzufriedenheit treibt IoT

70 Prozent der befragten Unternehmen betonen, dass gegenwärtig Kundenzufriedenheit der wichtigste Grund ist, in IoT zu investieren. Für die Zukunft erwarten sie, dass Umsatzsteigerung (53 Prozent) und das Erschließen neuer Märkte (51 Prozent) die stärksten Treiber sein werden.

Wirtschaftlichkeit ist klarer Fokus, Kultur soll in den Vordergrund rücken: 77 Prozent der Unternehmen haben eine feste Methode, den RoI ihres IoT-Plans zu messen, während 71 Prozent die Änderungen in Betriebskultur und -prozessen angehen wollen, die für die Implementierung ihres IoT-Plans notwendig sind.

Mangel an konkreter Planung

Über 50 Prozent der Unternehmen erwarten Widerstand gegen die Umsetzung ihrer IoT-Projekte, haben aber noch keinen Plan, um damit umzugehen. Nur 21 Prozent erwarten Widerstand und sind auch mit einem Plan darauf vorbereitet.

Knapp 70 Prozent der Unternehmen versorgen ihre Mitarbeiter mehr als einmal täglich mit Informationen aus den IoT-Lösungen – zwei Drittel von ihnen in Echtzeit oder beinahe Echtzeit. Allerdings stellen nur 32 Prozent ihren Mitarbeitern daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen bereit. Die Daten werden entweder per E-Mail versendet (69 Prozent) oder als Rohdaten geliefert (62 Prozent).

Bildquelle: Zebra

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