09.11.2017 Neue Drucklösung: Jet Fusion 3D 4210

Mit HP auf dem Weg zur industriellen 3D-Fertigung

Mit der Ankündigung der neuen Drucklösung Jet Fusion 3D 4210 erweitert HP sein 3D-Druckerportfolio. Geschaffen für eine industrielle 3D-Fertigung soll die neue Lösung die Gesamtbetriebskosten verringern und gleichzeitig größere Produktionsvolumina erlauben.

Neue Drucklösung: Jet Fusion 3D 4210

Die neue 3D-Drucklösung von HP soll die Nachrüstung von Hardware und Firmware bestehender Systeme umfassen.

Die Rentabilitätsschwelle von Massen-3D-Fertigung erhöhe sich auf bis zu 110.000 Teile, wobei die Stückkosten bis zu 65 Prozent geringer ausfallen als bei anderen 3D-Druckmethoden, was sie zu den industrieweit niedrigsten mache. Bestehende Jet-Fusion-Kunden können das Drucklösungs-Upgrade ab sofort vorbestellen, Neukunden haben die Möglichkeit, das Jet-Fusion-System zu erwerben und dabei das 4210-System-Upgrade vorzubestellen, heißt es laut Anbieter.

„Die 3D-Systeme von Jet Fusion haben mittlerweile einen technologischen und wirtschaftlichen Wendepunkt erreicht, an dem man die Geschwindigkeit, Qualität und Skalierbarkeit erreicht hat, die zur Beschleunigung der digitalen industriellen Revolution im Fertigungsbereich nötig sind“, so Ramon Pastor, General Manager von Multi Jet Fusion innerhalb HPs 3D-Drucksparte. Die neue Lösung umfasse die Nachrüstung von Hardware und Firmware bestehender Systeme zur Verbesserung der generellen Systemeffizienz und der Ermöglichung des fortlaufenden Betriebs – einschließlich einer neuen Prozesskammer, die höhere Materialmengen verarbeiten kann. Kunden, welche die neue Drucklösung erwerben, profitieren zudem von unternehmensweiten Dienstleistungsverträgen sowie niedrigeren Preisen für die unternehmenseigenen technischen 3D-Druckmaterialien und Wirkstoffe.

HP kündigt zudem die Erweiterung seiner „Open Materials Platform“ durch die neuen Partner Dressler Group und Lubrizol sowie drei kommende, neue 3D-Druckmaterialien an: 3D High Reusability PA 11, 3D High Reusability PA 12 Glaskugelgefüllt sowie 3D High Reusability Polypropylen. Die neuen Materialien wurden im „Open Materials and Applications“-Labor des Anbieters entwickelt, sollen für breitere Einsatzmöglichkeiten der Multi-Jet-Fusion-Technologie sorgen und neue Formen großvolumiger Anwendungen erlauben.

Die neuen 3D-Druckmaterialien


3D High Reusability PA 11: Material zur Fertigung kostengünstiger, hochqualitativer Funktionsteile, die sich durch Stoßfestigkeit und Formbarkeit auszeichnen und sich beispielsweise für Prothesen, Einlagen, Sportartikel, Schnappverbindungen oder Scharniere eignen.

3D High Reusability PA 12 Glaskugelgefüllt: Material zur Fertigung kostengünstiger, qualitativ hochwertiger Funktionsteile, die sich durch Formstabilität und Wiederholbarkeit auszeichnen und ideal für Einsatzbereiche sind, die hohe Steifheit verlangen; z.B. Gehäuse, Formen und Werkzeug.

3D High Reusability Polypropylen: Widerstandsfähiges, kostengünstiges Material, das erhöhte Flexibilität bietet sowie chemische Widerstandsfähigkeit, geringes Gewicht und Wasserfestigkeit.

Die Neuzugänge im Materialpartner-Ökosystem


Dressler Group, ein Unternehmen im Bereich spezialisierter, chemotechnischer Mahl- und Raffinationsprodukte, gibt den Materialpartnern von HP bevorzugten Zugang zu seinen Lohnmal-Kapazitäten, was die Beseitigung einer entscheidenden Hürde bei der Entwicklung von 3D-Material ermöglichen soll. Dressler sei ein Partner bei der Entwicklung und Herstellung von Pulver für Multi-Jet-Fusion-3D-Drucker.

Lubrizol, ein Unternehmen der Berkshire-Hathaway-Holding und Spezialist bei der Produktion von Spezialchemikalien mit einem breiten Portfolio an themoplastischen Polyurethanen (TPU), schließt sich der Entwicklung innovativer Materialien an, die besonders auf die finale Teileproduktion mit Jet-Fusion-3D-Systemen zugeschnitten sind.

Bildquelle: HP

©2017 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH