24.10.2017 Standardisierung auf Siemens-Portfolio

Rehau Automotive startet in Richtung Industrie 4.0

Rehau Automotive, ein deutscher Automobilzulieferer und Polymerspezialist, ersetzt mit Software-Produkten von Siemens mehrere Altsysteme in den Bereichen Engineering, Fertigung und Qualitätsmanagement. Die Ziele >>

Rehau ist System- und Service-Anbieter u.a. für die Automobilbranche.l

Rehau liefert „Unlimited Polymer Solutions“ und ist System- und Service-Anbieter polymerbasierter Lösungen für die Bau- und Automobilbranche sowie für die Industrie.

Damit soll Rehau einer der ersten Automobilzulieferer sein, der ein unternehmensweites Manufacturing-Execution-System (MES) und Qualitätsmanagement-System (QMS) implementiert, das in ein Product-Lifecycle-Management-System (PLM) für Produkt- und Prozessdigitalisierung sowie Closed Loop Manufacturing integriert ist. Der Anwender wird alle bisherigen Lösungen in 15 Werken weltweit austauschen. Zum Einsatz kommt das komplette Manufacturing-Operations-Management-Portfolio (MOM) von Siemens. Ziel sei es, auch in der vierten industriellen Revolution, sprich Industrie 4.0, wettbewerbsfähig zu bleiben.

„Dies ist das Leuchtturmprojekt für uns und es ist einzigartig in unserer Unternehmensgeschichte“, so Helmut Ansorge, Mitglied der Rehau-Automotive-Geschäftsleitung. „In den letzten zehn Jahren haben wir für jeden Standort maßgeschneiderte, individuelle Lösungen entwickelt. Im Laufe der Zeit machte es uns die damit zusammenhängende Komplexität jedoch immer schwerer, weiter zu wachsen und unseren Wettbewerbsvorteil zu sichern. Die neue, integrierte Lösung ermöglicht es uns, alle Prozesse und Logistikabläufe zu verschlanken und zu standardisieren. So können wir über ein Netzwerk von 15 Werken hinweg qualitativ hochwertige Produkte entwickeln und liefern.“ Das integrierte Portfolio und die Branchenerfahrung von Siemens werden für den Anwender ein Unterscheidungsmerkmal sein, ist sich Ansorge sicher.

Der Anbieter hat für die integrierte Lösung bei Rehau ein spezielles Template erstellt, das auf dem gesamten MOM-Portfolio basiert, darunter die MES-Lösung Simatic IT UADM und die IBS QMS Professional Software. Zudem soll die Lösung Simatic IT Preactor APS, ein Planungs- und Scheduling-System für die Fertigung, sowie Simatic WinCC, eine Lösung für den Scada/HMI-Standard umfassen, die nahtlos mit dem Fertigungsbereich verknüpft ist. Die Lösung sei eng in die Teamcenter-Software des Anbieters sowie das beim Anwender implementierte ERP-System integriert. Dadurch werden alle Änderungen im Engineering sofort im Werk abgebildet. So lasse sich das Engineering über den Active Workspace Client für Teamcenter in das Abweichungsmanagement integrieren. Das spare Zeit und verbessere die Qualität, denn Ingenieure haben direkten und kontextualisierten Zugriff auf gemeldete Abweichungen und die As-built-Dokumentation.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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