28.11.2017 Automatisiert Daten sichern

Worauf es beim Backup ankommt

Von: Kathrin Zieblo

Worauf Unternehmen beim Erstellen einer Backup-Strategie achten sollten und welche Fehler es zu vermeiden gilt, erläutert Axel Schmidt, Senior PR Manager bei der Teamviewer GmbH, im Interview.

Axel Schmidt, Senior PR Manager bei der Teamviewer GmbH

„Server werden mittlerweile regelmäßig gesichert, doch Endpunkte wie PCs und Laptops hingegen häufig vernachlässigt", weiß Axel Schmidt, Senior PR Manager bei der Teamviewer GmbH.

IT-DIRECTOR: Herr Schmidt, vor welchen Herausforderungen stehen Unternehmen, wenn es um das Thema Backup geht und wie lassen sich diese meistern?
A. Schmidt:
Der Verlust von Daten oder von geistigem Eigentum – ganz egal, ob es durch Software-Fehler, einen Hardware-Ausfall, menschliches Versagen oder Fremdeinwirkung beispielsweise durch Hacker geschieht – ist oftmals nur schwer zu ersetzen und beeinträchtigt die Produktivität und Kontinuität des Unternehmens.

Gefragt sind also Lösungen, mit denen sich zuverlässig und sicher anhand individueller Richtlinien und idealerweise nach einem festgelegten Zeitplan ein effizientes und umfassendes Backup der relevanten Daten erstellen lässt. So ist sichergestellt, dass geschäftskritische Daten nicht nur immer und überall verfügbar, sondern im Ernstfall auch einfach wiederherstellbar sind.

IT-DIRECTOR: Welche typischen Fehler werden im Backup-Bereich häufig gemacht?
A. Schmidt:
Server werden mittlerweile regelmäßig gesichert, doch Endpunkte wie PCs und Laptops hingegen häufig vernachlässigt. Auch wenn Mitarbeiter dazu aufgefordert werden, ihre Daten zentral auf einem Server zu sichern, gibt es keine Garantie für die Einhaltung einer solchen Richtlinie. Dateien, die also lediglich lokal auf diesen Geräten gespeichert werden, sind mitunter besonders gefährdet.

IT-DIRECTOR: Inwieweit lässt sich ein Backup bereits automatisieren und wie wichtig ist es, die Funktionstüchtigkeit zu überprüfen – Stichwort Recovery-Test?
A. Schmidt:
Die automatische Sicherung von Datenträgern stellt heutzutage überwiegend kein Problem mehr dar – zusätzlich zu den festen Backup-Zyklen besteht oft die Möglichkeit, feste Zeitpunkte an bestimmten Tagen für ein Backup zu definieren.

Um Zeit und Bandbreite zu sparen, bietet unsere Lösung ITbrain Backup zum Beispiel eine automatische Deduplizierung an, d.h. es wird automatisch erkannt, welche Dateien seit dem letzten Backup verändert wurden – und es werden dann gegebenenfalls auch nur diese übertragen.

IT-DIRECTOR: Welche Aspekte sollten beim Erstellen von Backup-Konzepten berücksichtigt werden?
A. Schmidt:
In den allerseltensten Fällen ist es nötig, sämtliche Dateien eines Geräts zu sichern. Es sollte vorher festgelegt werden, welche Dateien gesichert und welche von einem Backup ausgeschlossen werden sollen. Unsere Lösung, ITbrain Backup, gibt Nutzern beispielsweise die Möglichkeit, individuelle Richtlinien zu erstellen und diese auf ganze PCs oder PC-Gruppen anzuwenden.

IT-DIRECTOR: Welche Bedeutung hat die Cloud für das Backup-Geschäft?
A. Schmidt:
Eine schnelle und stabile Internetverbindung vorausgesetzt, sind Clouds vor allem für diejenigen Unternehmen interessant, die keine Speichersysteme und -medien in ihrem eigenen Unternehmen bereitstellen können oder wollen.

IT-DIRECTOR: Wo liegen die Vorteile eines Cloud-Backups?
A. Schmidt:
Bei Cloud-Backups muss man sich keine Gedanken um die eigene Serverleistung machen, sondern kann von skalierbaren Cloud-Lösungen von professionellen Anbietern profitieren. Unsere eigene Lösung, ITbrain Backup, setzt beispielsweise auf die Amazon Web Services (AWS) Infrastruktur und profitiert von deren Sicherheit und Performance.

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