18.12.2017 Arbeitsplatz der Zukunft

Das bringt Arbeiten 4.0

Die Vorteile von Arbeiten 4.0 und die funktionalen Anforderungen an den „Arbeitsplatz der Zukunft", zählt Michael Collins von ASG Technologies im Interview auf.

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  • Michael Collins, ASG Technologies

    Michael Collins, Global Vice President Workspaces bei dem IT-Anbieter ASG Technologies

ITM: Herr Collins, wie kann man sich den Arbeitsplatz der Zukunft aus IT- und Geschäftsperspektive vorstellen?
Michael Collins:
Der Arbeitsplatz der Zukunft hilft Unternehmen, effizienter zu arbeiten, da sie technische Beschränkungen bei der Organisation der Arbeitsabläufe für Angestellte hinter sich lassen können.

Im Detail sieht das folgendermaßen aus: Mitarbeiter greifen online auf Daten, Inhalte, Anwendungen und ihren individuell eingerichteten digitalen Arbeitsplatz zu. Sie können sich mit persönlichen Zugangsdaten in das System einloggen und auf jedem Gerät arbeiten – über eine einzige URL. Die Vorteile für die Anwender: Mit nur einem Klick erhalten sie einen zentralen, sicheren Zugriff auf alle relevanten Informationen, die in der Cloud oder an anderer Stelle im Unternehmen gespeichert sind und für sie gerade relevant sind. Digitale Arbeitsplätze, die auf die Bedürfnisse jedes Mitarbeiters zugeschnitten sind, sorgen für produktiveres Arbeiten und mehr Zufriedenheit bei den Angestellten.

ITM: Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die IT-Infrastruktur in Unternehmen?
Collins:
Die Unternehmensverantwortlichen müssen für einen höheren Grad an Self-Service sorgen, d.h. den Anwendern bestimmte Funktionen anbieten, damit sie relevante Informationen schnell finden und verwenden können. Gleichzeitig müssen sie die Automatisierung vorantreiben. Die Infrastrukturen brauchen erweiterbare Architekturen für Remote-Services und die Erreichbarkeit der Anwender auf der ganzen Welt. Security- und Policy-Management beim Zugang zum Netzwerk und „Unmanaged Devices“ sind von zentraler Bedeutung. Unmanaged Devices sind Geräte, die zwar mit dem Netzwerk verbunden sind, aber nicht zentral konfiguriert, verwaltet oder überwacht werden.

ITM: Was sind die Vorteile solcher mobilen Arbeitsplätze?
Collins:
Als Erstes: Wirtschaftlichkeit. Wenn Angestellte ihre Aufgaben überall erledigen können, ist der Produktivität keine Grenze gesetzt. Unterm Strich sparen Unternehmen mit mobilen Arbeitsplätzen bares Geld. Gebäudekosten werden gesenkt und das Budget kann anderweitig verwendet werden: Beispielsweise dafür, die Angestellten mit besserer IT auszustatten. In diesem Zusammenhang lässt sich die Studie „Arbeitsplatz der Zukunft“ erwähnen, die dieses Jahr von IDG Research Services, ASG Technologies und weiteren Unternehmen durchgeführt wurde. 61 Prozent aller Arbeitnehmer bewerten den Arbeitsplatz der Zukunft positiv. Ein deutliches Signal, das immer mehr Unternehmen ernst nehmen und daran arbeiten, die Arbeitsbedingungen der Angestellten entsprechend zu gestalten. Außerdem ermöglicht der Workplace beispielsweise der HR-Abteilung, das Recruiting von Top-Talenten zu verbessern und ihnen einen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen, der auch den Anforderungen von Digital Natives entspricht.

ITM: Wie steht es um das Thema Sicherheit? Was können Unternehmen sensible Daten in der Cloud schützen?
Collins:
Zunächst gibt es Richtlinien beim Thema Cloud-Sicherheit und dazu Access Controll Software. Es existiert auch eine zentrale Lösung für den Zugriff auf alle Services, die auf SSO-Funktionalität (Single Sign On) basieren. Dazu gehören integrierte Verschlüsselung und Endpoint-Discovery. VPN oder erweiterte Controller für die Anwendungsbereitstellung werden unterstützt, sind aber nicht zwingend notwendig. Eine spezielle Sicherheitsmethode beim Arbeitsplatz der Zukunft besteht darin, den Zugriff auf bestimmte Inhalte zu beschränken, wenn die Anwender über Unmanaged Devices auf Daten zugreifen.

Bildquellen: Thinkstock/iStock, ASG Technologies

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