13.12.2017 Arbeitsplatz 4.0

Messtechniker Kistler optimiert Output-Landschaft

Kurze Wege, sichere Dokumente, optimierte Output-Prozesse: Die Schweizer Kistler Instrumente AG will gemeinsam mit Xerox den Arbeitsplatz 4.0 verwirklichen.

Zentrale der Kistler Instrumente AG

Bei Kistler widmen sich rund 1.700 Mitarbeiter an 58 Standorten weltweit der Entwicklung neuer Lösungen und bieten anwendungsspezifische Services vor Ort.

Die Kistler Instrumente AG in Winterthur hat Xerox mit der Optimierung ihrer Druckumgebung beauftragt. Die Schweizer sind bekannt für messtechnische Lösungen, die in der Motorenentwicklung und -überwachung, Fahrzeugtechnik, Kunststoff- und Metallverarbeitung sowie in der Montagetechnik zum Einsatz kommen. Das mittelständische Unternehmen liefert Sensoren, Elektronik, Software und bietet ergänzende Services. Seit der Gründung 1959 wächst die Gruppe und erzielte 2016 einen Umsatz von 358 Mio. Schweizer Franken.

Der Spezialist für dynamische Messtechnik setzt im Rahmen seines „Future State Design“-Konzepts 54 neue Geräte von Xerox ein, darunter verschiedene Multifunktionsgeräte und Drucker, um seine Dokumentenprozesse zu automatisieren. Dank der Implementierung der neuen Geräte konnte man den eigenen Gerätepark vereinheitlichen, die Papierprozesse vereinfachen und somit die Gesamtdruckkosten um 27 Prozent senken.

Einheitliche Output-Infrastruktur

Ursprünglich waren bei Kistler 25 unterschiedliche Modelle vier verschiedener Hersteller im Einsatz. Die Herausforderung war, basierend auf einer Ist-Analyse das Future-State-Design zu entwickeln, inklusive Konsolidierung der genutzten Geräte, Vereinheitlichung der Infrastruktur und Service aus einer Hand. Der Konzeptvorschlag von Xerox sah vor, zuerst gemeinsam eine neue „Print Policy“ zu erstellen und dann auf Basis der Etagenpläne das neue Infrastruktur- und Ausgabekonzept zu entwickeln. Das neue Konzept beinhaltet auch die Vereinfachung der Papierprozesse durch die Managed-Print-Services des Anbieters, die gleichzeitig die Produktivität der Mitarbeiter steigern sollte. Zudem musste das Projektteam beachten, dass es die alten Geräte durch die neuen austauscht, ohne den Firmenbetrieb zu stören.

Nach dem Assessment durch den Gerätehersteller entschied sich das Projektteam aus CIO Thomas Berther, Martin Cajoos, Head of IT User Support, und Christoph Winter, dem Teamleiter ICT Field Support CH/EU der Kistler Instrumente AG, die 76 Geräte vollständig zu demontieren, um sie dann Schritt für Schritt durch 54 Neugeräte zu ersetzen. „Die vereinheitlichte Infrastruktur auf Basis der Plattform eines Herstellers spart Kosten, macht das Leben der Mitarbeiter einfacher und reduziert die Aufwände in der IT-Administration“, erklärt Christoph Winter.

Produktionsdrucker für große Volumina

Darüber hinaus wurden Predictive-Maintenance-Lösungen wie umfassende Überwachungs-Tools eingeführt. Dadurch melden die Geräte Störungen, bevor der Nutzer diese bemerkt. Toner-Bestellungen finden automatisch statt. Während die Managed Print Services die IT-Abteilung von Kistler entlasten, bietet eine Follow-Me-Technologie zusätzlichen Service sowie Sicherheit und erlaubt die Kostenallokation bis auf Benutzerebene. Kombiniert mit der Druckmanagement-Software Nuance Equitrac Roaming Print soll sie ermöglichen, dass die Nutzer keinen Drucker auswählen müssen, sondern ihren Auftrag an eine virtuelle Warteschlange senden können. Die Druckaufträge können dann an dem Ort abgeholt werden, die dem Nutzer am besten passen. „So können die Mitarbeiter in der Nähe des eigenen Büros, auf dem Weg zum Meeting oder auch in einer anderen Niederlassung ihre Druckaufträge abholen“, berichtet Christoph Winter.

„Mit der neuen Infrastruktur können im Durchschnitt neun Mitarbeiter dasselbe Gerät nutzen, vorher waren es nur sechs“, fügt Winter hinzu. Um ihre Ausdrucke in Empfang zu nehmen, identifizieren sich die Nutzer mittels PIN oder der Firmenausweis-Karte. Zusätzlich konnte Kistler durch die Multifunktionsgeräte seine energieintensiven Arbeitsplatzdrucker durch umweltschonendere Geräte ersetzen und seinen Papierausstoß senken. Für großvolumige Aufträge wurde zudem ein Schwarzweiß-Produktionsdrucker in die Gesamtlösung integriert.

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