23.10.2017 Schritt für Schritt voran im E-Commerce

So optimiert Zumnorde seinen Webshop

Von: Frank Zimmermann

Bereits 2011 hat sich das Schuhhaus Zumnorde für den Einstieg in den E-Commerce entschieden. Seitdem werden fortlaufend kleine Optimierungen am Webshop vorgenommen, um Kosten zu reduzieren, Umsätze zu erhöhen und Prozesse zu verbessern.

Im Jahr 2011 stieg das Schuhhaus Zumnorde in den E-Commerce ein.

Im Jahr 2011 stieg das Schuhhaus Zumnorde in den E-Commerce ein.

Das Schuhhaus Zumnorde ist das, was man als traditionelles deutsches Familienunternehmen bezeichnen darf. Gegründet im Jahr 1887 von Heinrich Zumnorde im westfälischen Münster betreibt das Unternehmen heute neben dem Stammgeschäft am Münsteraner Prinzipalmarkt bundesweit 27 weitere stationäre Geschäfte. Im Jahr 2011 stieg das Schuhhaus in den E-Commerce ein. Federführend für die Online-Aktivitäten ist Thomas Zumnorde, der als Mitglied der Geschäftsführung mittlerweile die fünfte Generation an der Spitze des Schuhhändlers repräsentiert. Seit 2013 besteht eine Kooperation mit dem Beratungsunternehmen Shopmacher aus dem ebenfalls westfälischen Gescher. Bei der fortlaufenden Optimierung des Online-Vertriebs wird der Anbieterphilosophie, die kontinuierliche Shop-Verbesserung in überschaubaren und messbaren Schritten vorsieht, gefolgt.

Im September 2015 ist Zumnorde auf einen von Shopmacher aufgesetzten und kreierten Online-Shop umgestiegen. Dieser basiert auf Oxid-Software und ist mit einem Frontendlayer sowie einem Commerce Cockpit veredelt. Der Erfolg dieses Wechsels kam schnell und zählbar. Schon 2016 konnte der online erzielte Umsatz gegenüber den Vorjahren signifikant erhöht werden.

Eine zentrale Rolle hierbei spielte das Commerce Cockpit, eine SaaS-Lösung, die an die Basis-Shop-Software angedockt wird und es auf der Anwenderseite ermöglicht, große Teile der Shop-Plattform selber zu editieren, ohne tiefer gehende technische Kenntnisse haben zu müssen oder für jede Änderung die Agentur konsultieren zu müssen. Das betrifft nicht nur Bilder und Texte, sondern auch andere Bereiche des Shops insgesamt. Das Commerce Cockpit gewährleistet Flexibilität und Verwaltbarkeit der gesamten E-Commerce-Plattform. Diese Lösung kam und kommt dem Zumnorde-Team, das über Fach- und Expertenwissen bei Schuhen verfügt, bei der Content-Erstellung und dem heute bei Online-Shoppern gefragten Storytelling entgegen.

„Mit dem Commerce Cockpit hat uns der Anbieter praktisch vom Beifahrer- auf den Fahrersitz gesetzt“, sagt Thomas Zumnorde. „Unsere verschiedenen internen Teams können entlang unseres Marketingplans jederzeit und unkompliziert in Eigenregie Änderungen im Shop vornehmen, neuen Content erstellen, Kampagnen- und Sonderaktionen starten und vieles mehr. Das ist eine Funktion, die wir sehr schätzen und intensiv nutzen.“

Der Weg ist das Ziel


Eine E-Commerce-Plattform ist niemals wirklich fertig. Der Online-Handel ist eine  dynamische Branche und die Anforderungen an Webshops verändern sich permanent. Das gilt erst Recht im hart umkämpften Segment Mode- und Schuhhandel. Wer in diesem Marktumfeld als Shop-Betreiber Erfolg haben möchte, muss seine Plattform ständig anpassen und verbessern. Aus diesem Grund hat das Schuhhaus den Anbieter damit beauftragt, über das Jahr 2017 hinweg viele kleinere Optimierungen in Teilbereichen, in denen auf Basis von nachvollziehbaren Messergebnissen Verbesserungspotenzial identifiziert werden konnte, vorzunehmen.

Ausgangspunkt für Projekte zur Shop-Verbesserung sind stets nachprüfbare Messergebnisse. Denn wer misst, der weiß – wer nicht misst, der hofft nur. „Der strikt datengetriebene Ansatz gefällt uns“, sagt Thomas Zumnorde. „Auf Basis von Daten können wir verlässlich sehen, wo wir besser und kundennäher werden können und müssen und anschließend auch konkret nachprüfen, ob wir in den jeweiligen Bereichen tatsächlich besser geworden sind.“

Diesem Ansatz folgend wurden für das Jahr 2017 gemeinsam drei Fokusthemen identifiziert und auf die Agenda gesetzt: die Verbesserung der Shop-Performance insgesamt, die Optimierung der „Mobile usability“, die für die Google-Rankings große Bedeutung hat, sowie die weitere Dynamisierung und Personalisierung der Shop-Inhalte.

Mit kleinen Sprints zum Ziel


Zur Erreichung der Ziele werden den einzelnen Teilprojekten klare Entwicklerkontingente der Spezialisten aus Gescher zugeordnet. In diesem Jahr wurden zwanzig Entwicklertage pro Monat als angemessen und zielführend erachtet. Im Rahmen dieses Zeitkontingents werden in Sprints aktuell das mobile Frontend, Navigation und Checkout sowie die Benutzerfreundlichkeit optimiert. In den Bereichen Dynamisierung und Personalisierung werden z.B. die Hinterlegung von Schuhgrößen, bevorzugten Farben, Styles und Hobbies angelegt.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 10/2017. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

„Uns gefällt das Konzept der kontinuierlichen Optimierung in kleinen und nachprüfbaren Schritten“, sagt Thomas Zumnorde. „Für uns ist dabei wichtig, dass die Updates im Gegensatz zu umfangreichen Relaunches nicht große Teile unserer internen Ressourcen über lange Zeiträume binden und vor allem auf Anhieb beim Going-Live sofort problemlos funktionieren. Die Erfolge, die unser Unternehmen im E-Commerce mit dieser Philosophie hat, sprechen für sich.“


Schuhhaus Hch. Zumnorde GmbH & Co. KG

Branche: Schuhhandel
Gegründet: 5. April 1887
Hauptsitz: Münster, 27 stationäre Filialen plus Online-Shop
Mitarbeiter: ca. 1.000


Bildquelle: Thinkstock/iStock

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