29.11.2017 Problem mit Passwortschutz

Apple-Sicherheitslücke: Software-Update für Macs angekündigt

Apple will einen Fehler in seinem aktuellen Betriebssystem für Mac-Computer ausbessern, durch den der Passwortschutz ausgehebelt werden kann.

Logo des Elektronikherstellers Apple in New York. ((Foto: Mark Lennihan))

Schon kurz nach der Vorstellung des neusten Betriebssystems MacOS 10.13 High Sierra musste Apple eine Sicherheitslücke stopfen. ((Foto: Mark Lennihan))

Ein Computer-Experte aus der Türkei wies den Konzern am Dienstag per Twitter darauf hin, dass sich jeder mit einem sogenannten Root-Account für Änderungen am System in die Computer einloggen könne. Dazu reiche es an Rechnern mit dem MacOS-System «High Sierra» aus, den Benutzernamen «root» zu wählen, kein Passwort einzugeben und mehrfach den Login-Knopf zu drücken. Der Fehler soll die aktuelle MacOS-Version 10.13 («High Sierra») betreffen. Ältere Versionen des Betriebssystems seien nicht betroffen.

«Wir arbeiten an einem Software-Update, um das Problem anzugehen», erklärte Apple dazu in einer Stellungnahme.

In der Zwischenzeit empfahl der Konzern den Nutzern, ein Passwort für den Root-Account zu setzen. Über den Zugriff kann man Systemeinstellungen verändern - so könnte über ihn z.B. eine schützende Firewall deaktiviert werden.

Ein Fehler dieser Art ist für Apple besonders peinlich, denn der Konzern wirbt mit einem besonderen Augenmerk auf Datenschutz und Sicherheit auf seinen Geräten. Zunächst blieb unklar, wie es zu der Sicherheitslücke kommen konnte.

Schon kurz nach der Vorstellung des neusten Betriebssystems MacOS 10.13 High Sierra Ende September musste Apple eine Sicherheitslücke stopfen. Damals war es möglich, mit einer speziellen App den sogenannten Schlüsselbund von MacOS auszulesen. In dieser verschlüsselten Datei kann das Betriebssystem Passwörter für Websites und Zugangsdaten für Server ablegen.

dpa/ls

 

 

 

©2017 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH