30.11.2017 Klagen und Gegenklagen

Apple wirft Qualcomm ebenfalls Patentverletzungen vor

Apple legt in seinem festgefahrenen Streit mit dem Chipkonzern Qualcomm mit eigenen Vorwürfen von Patentverletzungen nach. Damit konterte der iPhone-Anbieter eine Qualcomm-Klage aus dem Juli, in der es um mehrere Patente ging, die einen effizienteren Stromverbrauch ermöglichen.

Qualcomm verdient das meiste Geld mit Lizenzen auf Patente für andere Technologien. ((Foto: Andrej Sokolow))

Qualcomm-Chips sorgen in vielen Smartphones für die Funkverbindung, die Firma verdient aber das meiste Geld mit Lizenzen auf Patente für andere Technologien. ((Foto: Andrej Sokolow))

Apple zählte nun acht eigene Patente zu Technologien für längere Batterielaufzeiten auf, die Qualcomm verletzte. Zugleich bestreitet Apple, dass die von Qualcomm ins Feld geführte Schutzrechte gültig seien.

Qualcomm-Chips sorgen in vielen Smartphones für die Funkverbindung, die Firma verdient aber das meiste Geld mit Lizenzen auf Patente für andere Technologien.

Mit Apple streiten sich die Kalifornier seit Januar vor Gericht. Zunächst klagte Apple mit dem Vorwurf, der Halbleiterspezialist verlange zu viel für Patentlizenzen, und forderte eine Milliarde Dollar, die Qualcomm zunächst zugesagt habe, dann aber zurückgehalten habe.

Der Chiphersteller antwortete mit einer Gegenklage und warf Apple u.a. vor, Tatsachen zu verfälschen und Regulierer in den USA und Asien zu Attacken angestachelt zu haben. Im Juli eskalierte Qualcomm den Streit mit weiteren US-Klagen mit dem Vorwurf der Verletzung von sechs Patenten nach und will auch die Einfuhr von iPhones mit Chips des Konkurrenten Intel in die USA verbieten lassen.

dpa/ls

 

 

 

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