08.01.2018 Actioncam-Spezialist gibt sich geschlagen

Gopro steigt aus Drohnengeschäft aus

Der Actioncam-Spezialist Gopro gibt sich nach gut einem Jahr im Drohnengeschäft geschlagen. Die Drohne „Karma“ habe in einem hart umkämpften Markt Probleme bei der Profitabilität gehabt, räumte die kalifornische Firma ein.

Gopro hatte mit dem Einstieg in den Drohnenmarkt große Hoffnungen auf eine Belebung seines Geschäfts verbunden. ((Foto: Patrick Seeger))

Gopro hatte mit dem Einstieg in den Drohnenmarkt große Hoffnungen auf eine Belebung seines Geschäfts verbunden. ((Foto: Patrick Seeger))

In dem Geschäft sind vor allem asiatische Anbieter wie DJI stark. Außerdem würden die schärferen Regeln für Drohnenflüge die die interessierte Zielgruppe in den kommenden Jahren voraussichtlich schrumpfen lassen, erklärte Gopro. Mit dem Ausstieg soll die weltweite Mitarbeiterzahl von 1.254 auf unter 1.000 sinken.

Gopro hatte mit dem Einstieg in den Drohnenmarkt große Hoffnungen auf eine Belebung seines Geschäfts verbunden, nachdem das anfängliche rasante Wachstum bei Action-Kameras für Sportler oder Abenteurer vorbei war.

Doch Gopro verpatzte den Marktstart und musste das mit Spannung erwartete Gerät nach nur zwei Wochen wegen Absturzgefahr zurückrufen. Als Problem wurde die Verriegelung des Batteriefachs ausgemacht – dadurch hätten sich in einigen Fällen die Akkus gelöst und die Stromzufuhr gekappt. Alle rund 2.500 verkauften Karma-Drohnen wurden zurückgerufen. Es dauerte rund drei Monate, bis das erneuerte Modell wieder in den Handel kam.

dpa/ls

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