02.01.2018 Verzicht auf soziale Netze, Handys und Co.

Mehr digitales Fasten im neuen Jahr

Auf gesunde Ernährung achten oder mehr Sport machen: So lauten häufig die Vorsätze, die sich die Deutschen fürs neue Jahr vornehmen. In Zeiten der zunehmenden Digitalisierung kommt nun auch digitales Fasten, neudeutsch „digital Detox“ hinzu, in dessen Rahmen man sich – zumindest zeitweise – von der Nutzung von Smartphone, Tablet und Co. verabschiedet.

Digitales Fasten sorgt für Entschleunigung

Beim digitalen Fasten entscheidet man sich bewusst für „analoge“ Aktivitäten und gegen die Nutzung von Mail, sozialen Netzwerken oder dem Internet.

Das Smartphone zuhause lassen, die Geräte für ein paar Stunden in den Flugmodus stellen oder sonntags nicht in die sozialen Netzwerke klicken: Die Absicht, zeitweise auf alle digitalen Medien zu verzichten, spaltet die Bundesbürger. Knapp vier von zehn Befragten (38 Prozent) haben kein Interesse am sogenannten „digitalen Detox“ und sind stattdessen „always on“. 44 Prozent sagen, sie haben den bewussten Verzicht auf alle digitalen Medien einmal ausprobiert – und sei es nur für ein paar Stunden. So lauten die Ergebnisse einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

„Viele suchen hin und wieder bewusst Abstand vom Digitalen, meist vergeblich“, erklärt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Jeder siebte Bundesbürger (15 Prozent) gibt an, schon einmal den Verzicht auf digitale Medien für einen gewissen Zeitraum versucht zu haben, ist aber daran gescheitert.

Bewusster Verzicht auf digitale Medien

Der Zeitraum, über den jemand auf Empfangs- und Sendepause geht, spielt dabei eine untergeordnete Rolle und variiert individuell sehr stark. Neun Prozent der Befragten sagen, dass sie regelmäßig für ein paar Stunden bewusst auf alle digitalen Medien verzichten. Jeder Fünfte (20 Prozent) war schon einmal über einen oder mehrere Tage nicht via E-Mail, soziale Netzwerke oder Handy erreichbar. Das hat die Altersgruppe der 50- bis 64-Jährigen (27 Prozent) mehr gereizt als die Jüngeren zwischen 14 und 29 Jahren (16 Prozent).

Desweiteren haben elf Prozent der Befragten die digitale Pause noch nicht ausprobiert, es sich aber für das kommende Jahr vorgenommen. „Das Smartphone nur einen Abend lang nicht in die Hand zu nehmen, ist für viele eine echte Herausforderung“, so Rohleder. „Eine allgemein gültige Verhaltensempfehlung gibt es nicht. Wie so oft geht es um die individuell richtige Balance.“

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