02.11.2017 Start-up Pace

Pace: Das Auto besser verstehen

Von: Lea Sommerhäuser

Mit dem Ziel, eine bezahlbare Connected-Car-Lösung für jedermann anzubieten, hat das Start-up Pace einen OBD2-Stecker für die Diagnoseschnittstelle im Auto entwickelt. Auf diese Weise lässt sich das Auto mit dem Smartphone verbinden, um beispielsweise Fahrzeugdaten einzusehen.

  • Das Gründerteam von Pace (v.l.n.r.): Philip Blatter, Dr. Martin Kern und Robin Schönbeck

    Die Gründer von Pace (v.l.n.r.): Philip Blatter, Dr. Martin Kern und Robin Schönbeck.

  • Pace

    Die neun Features der Start-up-Lösung sollen das Autofahren für den Nutzer stressfreier, sicherer und günstiger machen.

  • Pace Link

    Die Technologie funktioniert für fast alle Autos ab Baujahr 1996.

  • Pace

    Die Lösung eignet sich mitunter für Personen, die keine Zeit für das Führen eines händischen Fahrtenbuchs haben.

  • Pace

    Wo sonst die Werkstatt ihr Diagnose-gerät anschließt, wird einfach der kleine Pace Link platziert.

Die Gründungsidee

Martin Kern und Robin Schönbeck kennen sich seit der Uni, Philip Blatter designt schon seit Jahren multitalentierte Apps und komplexe Cloud-Systeme. Alle drei Gründer sind sehr autobegeistert und beschäftigen sich schon lange mit Innovationen rund ums Automobil. Die Idee zu Pace ist entstanden, weil die Drei sich eine bezahlbare Connected-Car-Lösung für jedermann wünschten. Nach dem Kickstarter-Erfolg hatte das Start-up über Nacht eine riesige Community aus „Betatestern“, die bei der Verbesserung der Services geholfen haben. Seit Mai 2017 ist Pace nun offiziell am Markt.

Der Mobility-Gedanke

Das Start-up macht nicht nur Autos zu Smart Cars, sondern kann auch Menschenleben retten. Mit seinem automatischen Notruf bildet Pace das Pendant zum 2018 Pflicht werdenden „eCall“. Die neun Features machen das Autofahren für den Nutzer stressfreier, sicherer und günstiger. Die Technologie funktioniert für fast alle Autos ab Baujahr 1996. Wo sonst die Werkstatt ihr Diagnosegerät anschließt (OBD2-Schnittstelle), wird einfach der kleine Pace Link (OBD2-Stecker) platziert und verbindet das Auto mit dem Smartphone. Was der Nutzer damit sonst noch kann: Live-Analyse der Fahrzeugdaten, Werkstattkosten sparen, Fahrtenbuch führen, Benzin sparen, Preise von Tankstellen vergleichen, sein Auto überall wiederfinden, Benzinkosten im Blick behalten und Staus rechtzeitig erkennen.

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Der Kundenstamm

In Europa sind noch 140 Millionen Fahrzeuge offline, aber OBD2-fähig. Die Community besteht derzeit aus Menschen, die ihr Auto besser verstehen möchten, sich einen sparsameren Fahrstil angewöhnen wollen, beruflich fahren, aber keine Zeit für das Führen eines händischen Fahrtenbuchs haben, oder Menschen, die sich und ihre Angehörigen durch den automatischen Notruf absichern möchten. Ein aktuelles Fallbeispiel aus der Community: Frank Seckler aus Darmstadt wusste dank der Start-up-Lösung, was mit seinem Auto nicht stimmt, rief in seiner Werkstatt an und bestellte ein Autoteil. So verbrachte sein Auto anstatt zwei bis drei Tage nur 20 Minuten in der Werkstatt und Seckler konnte so Geld und Zeit sparen.

Die Zukunftsvision

Die Lösung wird aktuell von ganz normalen Autofahrern gekauft, hat darüber hinaus aber Potential im B2B-Bereich: einerseits für Flottenkunden, andererseits für Werkstätten als Kundenbindungsinstrument und zur Ferndiagnose. Auch Kfz-Versicherungen werden die Lösung zur Entwicklung von Telematiktarifen nutzen können. Diese Anwendungen sind derzeit in der Entwicklung. Die Integration ist dann für den Endnutzer allerdings freiwillig – er muss keinerlei Daten an Versicherungen weitergeben, wenn er das nicht möchte.


Pace Telematics GmbH
Branche: IoT, Mobility, Smart Technology, Connected Car
Gründung: 2015
Gründer & Geschäftsführer: Dr. Martin Kern, Robin Schönbeck, Philip Blatter
Unternehmenssitz: Karlsruhe und Berlin
Mitarbeiterzahl: 25

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