30.11.2017 Intelligente IoT-Lösung

Raumfahrtkontrollzentrum macht Monitoring-Daten mobil

Das Raumfahrtkontrollzentrum (GSOC) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) vertraut auf Sphinx Open Online der In-integrierte Informationssysteme GmbH. Die Lösung soll den Zugang zum Monitor- und Control-System (M&C) mobil möglich machen.

Zu den Aufgaben des Raumfahrtkontrollzentrums zählen u.a. Satellitenmissionen für die Erdbeobachtung.

Die mobile App fürs Raumfahrtkontrollzentrum und die Datenübertragung wurden vom Dienstleister hochsicher konzipiert.

Mit dem M&C wird die Kommunikation mit den Satelliten gesteuert und es kommt für das interne Monitoring der Server- und Netzwerklandschaft (Netzwerk-Monitoring – Nemo) zum Einsatz. An 16 Standorten in Deutschland arbeiten insgesamt 8.000 Mitarbeiter für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Das deutsche Raumfahrtkontrollzentrum in Oberpfaffenhofen bei München gehört zum DLR-Raumflugbetrieb und -Astronautentraining, der zentralen Einrichtung für die Durchführung von Raumflugmissionen in Deutschland. Zu den Aufgaben zählen u.a. Satellitenmissionen für die Erdbeobachtung, Kommunikation und Aufklärung, bemannte Raumflüge und Erkundungsmissionen in das Planetensystem.

Um einen reibungslosen Missionsbetrieb zu gewährleisten, sind für die Projektingenieure der Missionen die das jeweilige Projekt betreffenden Teile der Monitoring-Informationen essenziell. Bereits vor über 20 Jahren wurde Sphinx Open der In-GmbH im GSOC als Visualisierungmodul für die internen Monitoring- und Kontrollsysteme der Satellitenbodenstation des Raumflugbetriebs erfolgreich eingesetzt und später durch eine eigene Software Nemo abgelöst. Um diese Informationen aufzubereiten und auch über mobile Endgeräte zugänglich zu machen, wurde eine Lösung gesucht und gefunden: Eine Verknüpfung von Nemo mit der IoT-Plattform Sphinx Open Online, zu der Sphinx Open im Laufe der Jahre weiterentwickelt wurde.

Hohe Effizienz und Sicherheit


Nemo liefert den Systemadministratoren des Kontrollzentrums für jegliche Weltraummission das „Big Picture“ der Serverlandschaft. Jede Einzelmission hat aber nur Anspruch auf ein Subset der sie betreffenden Informationen. Deshalb wird jede Satellitenmission in Sphinx Open Online als Projektgruppe eingerichtet. Im Einzelfall wird geklärt, welche Informationen von Nemo geliefert und wie diese aufbereitet werden. Aufgrund der hohen Sicherheitsrelevanz gilt: One Way – von innen nach außen. Das heißt, von einem Mobilgerät kann niemals ein Kommando nach innen gelangen. Die mobile App und die Datenübertragung wurden vom Dienstleister hochsicher konzipiert.

Neben den Projektmitarbeitern sollen auch die Administratoren vom selektiven Monitoring profitieren. Systemadministratoren und ein Anrufer, der ein IT-Problem darstellen möchte, würden selten dieselbe Sprache sprechen. Mit Kenntnis der Projektgruppe und einem schnellen Blick auf Sphinx Open Online finde der Systemadministrator nunmehr schneller den Kern des Problems. Genutzt werde das neue System von knapp 100 Mitarbeitern, darunter zehn Administratoren und rund 80 Mitarbeiter in den Projektgruppen.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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