05.01.2018 Indoor-Navigation

Wann schaffen Beacons den Durchbruch?

Von: Ina Schlücker

Warum die Beacon-Technologie hierzulande den Durchbruch noch nicht geschafft hat, erläutert Stefan Brehm von Gastrofix in einem kurzen Interview.

Stefan Brehm, Gastrofix

Stefan Brehm, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb bei der Gastrofix GmbH

Herr Brehm, welche Branchen setzen in Deutschland bereits erfolgreiche Beacon-Installationen zur Indoor-Navigation ein? Können Sie ein Beispiel aus der Praxis nennen?
Stefan Brehm:
Die Gastronomie setzt die Bluetooth-Technologie bereits ein, hierzulande bisher aber noch in sehr geringem Umfang. In der Schweiz ist man da schon wesentlich weiter: Der Anbieter Menu zum Beispiel ist ein vielversprechender Kandidat, um Beacons dort endgültig zu etablieren. Trotzdem: Weder in der Schweiz noch in Deutschland haben Beacons den richtigen Durchbruch schon geschafft.

Inwieweit eignen sich Beacons zur Anwendung in Innenräumen? Was macht sie prädestiniert dafür? Was klappt noch nicht so gut?
Brehm:
Informationen in Echtzeit, aufbereitet für eine relevante Zielgruppe, basierend auf deren Standort: Diese Details prädestinieren Beacons eigentlich geradezu für den Einsatz in Innenräumen. Einige Hemmnisse – hier wäre zuallererst die Datenschutzproblematik zu nennen – machen es der Technik jedoch schwer.

Welche Alternativen gibt es – über Beacons hinaus – noch für die Indoor-Navigation?
Brehm:
Insbesondere der Einstieg von Google mit „Indoor Maps“ hat dieses Thema neu befeuert. Hierbei positioniert das System den Nutzer via WLAN-Trilateration im Gebäude. Eine weitere Möglichkeit ist die Navigation über Ultraschall. Neben der Positionierung der Person im Gebäude kommt es aber auch darauf an, welche Inhalte sie gezeigt bekommt. Hier entstehen mit Virtual und Augmented Reality gerade ganz neue Möglichkeiten.

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