IBM feiert den robusten Allrounder für kaufmännische Aufgaben

25 Jahre AS/400

Das „Application System“ AS/400 wurde am 21. Juni 1988 weltweit vorgestellt. Diese Premiere feiert IBM heute in Form einer Presseinformation – und verweist darin auf das nächste große Betriebssystem-Release nach IBM i 7.2 für eine Serverplattform, deren Support auch über das Jahr 2025 hinaus geplant ist.

Laut IBM lief die Software auf der AS/400-B60 mit 5,3 CPW, einem der Topmodelle der 1988 eingeführten neuen Rechnerfamilie, mehr als doppelt so schnell wie noch auf dem Vorgänger System /38-600.

Die AS/400 ist von Anfang an als hochintegrierte Serverlinie für Unternehmen konzipiert worden, die mit möglichst wenig Verwaltungsaufwand eine Vielzahl kaufmännischer Aufgabenstellungen erledigen wollen. Sie hat sich laut IBM „bis heute hunderttausendfach verkauft und lebt in Form der IBM Power Systems zusammen mit der integrierten Betriebssystemplattform IBM i weiter“.

Die AS/400 wurde am 21. Juni 1988 als gemeinsame Weiterentwicklung der Midrange-Systeme System/36 und System/38 auf den Markt gebracht. Im Jahre 2000 wurde sie von IBM im Zuge der Einführung der eServer-Produktfamilien in iSeries umbenannt, im Jahr 2007 dann in System i. Die Verschmelzung mit der Unix-Serverfamilie System p führte zu den heutigen Power Systems.

Integration von Datenbank und Betriebssystem

„Die Produktfamilie steht für herausragende Kompatibilität, hohe Verbreitung bei mittelständischen und größeren Unternehmen und verhältnismäßig geringen Administrationsaufwand“, beschreibt IBM die Produktpositionierung. „Durch die Integration von Datenbank und Betriebssystem sowie von Haus aus vielen bereits vorinstallierten Funktionen hat die AS/400 bereits vor einem Vierteljahrhundert das Konzept der heute verbreiteten Appliances vorweggenommen.“ Die im April 2012 lancierte neue Serverfamilie der hochintegrierten Puresystems führe „den Gedanken der AS/400 in anderem Kontext plattformübergreifend weiter“.

„Für die meisten unserer Kunden ist Investitionsschutz ein zentrales Element ihrer IT-Investitionsstrategie“, weiß Ralf Dannemann, Direktor IBM Power System Deutschland. „Gekoppelt mit der Fähigkeit, sich immer wieder an neue Entwicklungen anzupassen, ist damit die Entscheidung für die AS/400-Plattform bis auf den heutigen Tag für diese Anwender ein Erfolgsrezept, das sich in vielfacher Weise amortisieren konnte.“

Power System i, die aktuelle Ausprägung der AS/400

Aktuelle Power Systems sind für modernste Aufgaben als Multiplattformsysteme gerüstet, etwa für den Betrieb von Linux und Unix (AIX), Lotus Domino, Java, für eine Vielzahl kaufmännischer und technischer Anwendungen und für den Einsatz als Webserver. Es gebe tausende betriebswirtschaftlicher Anwendungen eines breit aufgestellten ISV-Ökosystem für die Plattform IBM i. Die aktuellen Power Systems seien zudem hochskalierbar: Anwender können sie als relativ kleine Maschine bereits mit wenigen Benutzern betreiben, aber auch in sehr großen Dimensionen mit tausenden Benutzern. Für Aufgaben im Web- und Cloud-Umfeld sowie als Server für Analytik-, Big-Data- und Mobile-Aufgaben ist das System ebenfalls gerüstet.

Die Entwicklung der AS/400 im Projekt Projekt „Silverlake“ griff auf viele Vorüberlegungen zu modernen Computersystemen (beispielsweise der „Future Systems“ von IBM) zurück. Hauptverantwortlich war Frank G. Soltis, Chef-Entwickler bei IBM in Rochester und Professor für Computer Engineering an der Universität von Minnesota. Soltis entwickelte die fundamentalen Design-Konzepte des Systems, die noch immer weitgehend gültig sind.

Die heute noch gebräuchliche Maßeinheit "Commercial Processing Workload" (CPW) für die Leistungsfähigkeit der IBM-Rechnerfamilie wurde damals mit der Einheit "1 CPW" festgelegt auf die Leistung eines Einstiegsmodells AS/400 B10 mit 16 MB Hauptspeicher und 800 MB Festplattenspeicher. Es wurden Anwender simuliert, bis etwa 70 Prozent Prozessorauslastung erreicht wurden. Die Anzahl ihrer Transaktionen wurde mit "1 CPW" gleichgesetzt. Das kleinste Power-Modell 720 mit aktuellem Prozessor Power7+ und vier Prozessorkernen leistet heute bereits 28.400 CPW.

Aus Anlass des Jubiläums hat IBM wie gemeldet auch die IBM i 25th Anniversary Edition aufgelegt, die für die Power-Systeme 720 und 740 verfügbar ist. Die Anniversary Edition baut auf der IBM i Solution Editon für Power 720 und 740 auf und enthält zusätzlich Servicegutscheine für Anwender, eine No-charge-IBM i 7.1 Prozessorlizenz und erweiterte ISV-Unterstützung (Details).

Anpassungsfähigkeit der Architektur

Für Anwender in hohem Maß nützlich ist immer wieder die Anpassungsfähigkeit der Architektur der AS/400. IBM i habe damit gute Chancen, auch in Zukunft weiter erfolgreich zu sein, schreibt IBM – und zitiert Colin Parris, General Manager IBM Power Systems, aus seinem White Paper „IBM i - An executive guide to IBM’s strategy and roadmap for its integrated operating environment for Power Systems“: „You will find that our commitment to our IBM i clients, ISVs and business partners is solid and unchanged. We continue to make substantial investments in the future of IBM i as an important, strategic element in our IBM systems portfolio.“

Im ISV Advisory Council und mit der Common Large User Group berät die IBM über die künftige Entwicklung von IBM i. In seinem Blog berichtet Steve Will, der Chief Architect von IBM i, dass heute bereits an den beiden nächsten Major Releases nach dem für nächstes Jahr avisierten IBM i 7.2 gearbeitet wird – deren Support auch noch nach dem Jahr 2025 geplant ist.

Die Presseinformation der IBM zu "25 Jahre AS/400"

www-03.ibm.com/systems/power/software/i

Special "25 Jahre AS/400" von DV-Dialog

Bildquelle: IBM

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