Angebot für Händler: Neuer Fokus auf E-Commerce mit Geschäftskunden

B2B-Verkäufe auf Amazon

Mit Amazon Business hat der US-Konzern Anfang Dezember einen neuen Service für gewerbliche Kunden gestartet, der den Verkauf an Geschäftskunden auf der Handelsplattform amazon.de genauso einfach machen soll wie den Verkauf an Endkunden – und zwar europaweit.

  • Mit dem im April gestarteten Service FBA können Verkäufer ihre Produkte in den Logistikzentren des Internet-Konzerns lagern.

  • Dr. Markus Schöberl, Direktor Amazon Seller Services in Deutschland

Dazu bietet Amazon Business den Händlern nun Zugang zu einer Reihe neuer Funktionen wie das Angebot von Mengenrabatten und die Möglichkeit, Produkte und Preise exklusiv auf Geschäftskunden zuzuschneiden. Der neue Service steht sowohl deutschen als auch internationalen Verkäufern offen und umfasst optional auch die Nutzung der Versandlogistik von Amazon („Fulfillment by Amazon“, FBA).

Versand durch Amazon

Mit dem im April gestarteten Service FBA können Verkäufer ihre Produkte in den Logistikzentren des Internet-Konzerns lagern. Sobald eine Kundenbestellung eintrifft, übernimmt Amazon die Verpackung und den Versand – und stellt auch den Kundenservice für diese Produkte. Dank des europaweiten FBA-Programms erreichen Händler jeder Größe auch Kunden in anderen EU-Ländern. Verkäufer, die FBA nutzen, können Kunden ihre Produkte nicht nur mit kostenlosen Versand-Optionen anbieten, sie erhöhen zudem ihre Chance zur besseren Platzierung im Einkaufswagenfeld.

Händler können damit europaweit verkaufen und bezahlen lediglich die lokalen Versandgebühren des Amazon-Marketplaces, von dem aus die Bestellung aufgegeben wurde. Marc Isemann von „Faguru“, der Fahrrad- und Outdoor-Zubehör von der Nordsee-Insel Amrum aus vertreibt, sagt: „Das Verschicken von Ware klappt von Amrum natürlich nicht so reibungslos wie vom Festland aus. Dank Amazon erreiche ich von der Insel nun Kunden in ganz Europa, ohne Amrum verlassen zu müssen."

„100.000 Artikel in sechs Monaten – darunter Kleber, Bohrmaschinen, Hammer, Schutzbrillen, Schrauben und Zement“, berichtet Johannes Schlößer, Geschäftsführer von Schlösser Baustoffe, aus Meckenheim. „Mit dem FBA-Programm geht unser Bau-Equipment von Meckenheim an hunderte Handwerker und Baustellen in Frankreich, Spanien und sogar England."

Martin Müller, Geschäftsführer von Baustoffshop, Anbieter von Baumaterialien mit über 200 Standorten in Deutschland, sagt: „Gewerbekunden finden bei uns vor allem schwere Baustoffe – von palettenweise Gipskartonplatten bis zur LKW-Ladung an Mauersteinen. Amazon Business ermöglicht uns, die Reichweite unter Gewerbekunden zu erhöhen – und Features wie Mengenrabatte helfen uns zudem, gewerbliche Kunden zielgerichtet zu erreichen und ihnen Preisvorteile anzubieten.“

„Kauf auf Rechnung“

Eine weitere neue Funktion für Händler ist der „Kauf auf Rechnung“. Amazon kümmert sich sowohl um die Kreditrisiko-Einschätzung als auch um die Abrechnung und den Zahlungseinzug. Außerdem können Verkäufer ihre Produkte und Preise exklusiv auf Geschäftskunden zuschneiden und sich ab sofort für einen künftigen Umsatzsteuerservice registrieren, der die Anzeige von Netto-Preisen und Rechnungsstellung ermöglicht.

Amazon Business startete im April 2015 in den USA und bedient nach Firmenangaben mehr als 400.000 Unternehmen; inzwischen verkaufen demnach mehr als 45.000 Amazon-Händler darüber. Im ersten Jahr hat Amazon Business dort über eine Milliarde Dollar Umsatz gemacht – Amazon-Händler stehen dabei für mehr als die Hälfte der Bestellungen.

Neue Tools verhelfen zu mehr Exporten

Schon bisher hilft Amazon seinen Händlern bei der Internationalisierung – wenn auch schwerpunktmäßig im klassischen B2C-Geschäft. Die Export-Umsätze deutscher Händler auf Amazon Marketplace – das seien mehrere zehntausend – werden im Jahr 2016 wohl 2 Mrd. Euro übersteigen, heißt es in einer Presseinformation. Das sei eine Steigerung von über 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mehr als 60 Prozent der deutschen Amazon-Händler verkaufen an Kunden auf der ganzen Welt; die Zahl der deutschen Amazon-Händler, die an Kunden in Europa exportieren, sei im letzten Jahr um mehr als 20 Prozent gestiegen.

„Jeden Tag vergrößern deutsche Unternehmen ihre Reichweite, indem sie ihre Produkte auf der europäischen oder globalen Bühne anbieten“, sagt Dr. Markus Schöberl, Director Amazon Seller Services in Deutschland. „Mit wenigen Schritten öffnet sich das Tor zu Millionen potenziellen Kunden."

Dazu wurden auch Tools entwickelt, die deutschen Unternehmen dabei helfen, ihre Produkte im Ausland zu vertreiben: Neben weltweiten Liefer- und Vertriebslösungen etwa Hilfe bei Währungsangelegenheiten sind das auch Informationen zur Umsatzsteuer-Registrierung und die Übersetzung von Angeboten in andere Sprachen. So lassen sich Produkte weltweit auf elf Amazon-Webseiten in sieben Sprachen verkaufen – und auf diese Weise Kunden in nahezu jedem Winkel der Welt erreichen. „B2C-Kunden genießen Amazons große Auswahl, Komfort und die attraktiven Preise“, sagt Schöberl. „Mit Amazon Business gilt das nun auch für Geschäftskunden.“

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