Im Gespräch mit Manfred Lackner, Profi Engineering Systems AG

„Cloud Computing ist keine Entweder-oder-Entscheidung!“

Trends wie „Social Media“, „Content Analytics“ und Mobility sollen bei der Profi Engineering Systems AG für weiteres Wachstum sorgen, macht Manfred Lackner im Interview mit DV-Dialog deutlich. Im Infrastrukturbereich gehören Themen wie Serverkonsolidierung, Virtualisierung, Speicherkonzepte sowie Netzwerk und Sicherheit im Rechenzentrum zu den Kernkompetenzen. Lackner sieht in Cloud-Infrastrukturen eine Weiterentwicklung dieser Technologien, weil sie viele klassische RZ-Komponenten und -Funktionen stärker integrieren und automatisieren.

  • Lackner, der 2001 nach 17 Jahren bei IBM zum Unternehmen stieß und dort seither im Vorstand Vertrieb und Services verantwortet, will mit Qualität, Kundennähe und maßgeschneiderten Lösungen im Wettbewerb punkten.

  • „Die Cloud eignet sich bestens für neue Anwendungen, die schnell und standardisiert bereitgestellt werden sollen – heute vor allem für mobile Endgeräte." Manfred Lackner, Profi Engineering Systems AG

  • „Bei jeder individuellen Lösung ist also ‚Hand­arbeit‘ gefragt; das ist ohne Frage eine Einschränkung des Cloud Computing.“ Manfred Lackner, Profi Engineering Systems AG

  • „Die Cloud bietet nicht angeblich, sondern in der Tat viele Vorteile, etwa ein­fache Skalierbarkeit, schnelle Rollouts und nutzungsabhängige Kosten.“ Manfred Lackner, Profi Engineering Systems AG

Manfred Lackner beschreibt im Interview mit DV-Dialog die Profi AG als Cloud-Integrator, der schon bei der Konzeption von Cloud-Infrastrukturen eine individuelle Beratung anbiete. Diese analysiere die spezifischen Anforderungen, berücksichtige dabei die Geschäfts- und IT-Prozesse und gleiche das Konzept mit der IT-Umgebung ab. 

Herr Lackner, wie beurteilen Sie als Experte für IT-Infrastrukturen den Trend zum Cloud Computing? Welche Folgen hat diese Entwicklung für den Mittelstand?
Manfred Lackner:
Ich glaube nicht, dass mittelfristig alle Unternehmen komplett auf Cloud Computing setzen werden, zumal das keine Entweder-oder-Entscheidung ist. Mittelständler werden die Cloud für bestimmte Anwendungen nutzen, für die das Sinn macht – sei es aus wirtschaftlichen Gründen, sei es wegen der schnellen Implementierung oder weil die Flexibilität der Cloud-Services gebraucht wird. Für andere Anwendungen wird der Mittelstand weiter sein Rechenzentrum nutzen, weil er dessen Sicherheit, Verfügbarkeit und Performance selbst kontrolliert oder weil es entsprechende Cloud-Services gar nicht zu kaufen gibt.

Also gehört hybriden IT-Infrastrukturen die nahe Zukunft?
Lackner: 
Ja – und zwar hybrid im Sinne der Nutzung von privaten und öffentlichen Clouds, aber auch hybrid im Sinne des Zusammenspiels moderner Cloud-Services mit bewährten Anwendungssystemen, die weiterhin ganz klassisch im Rechenzentrum betrieben werden. Dabei darf man nicht vergessen: Die Nutzung von Cloud-Services steckt noch in den Kinderschuhen und wird nur langsam zunehmen.

Wie schnell nimmt denn die Cloud-Nutzung zu?
Lackner:
Bis 2016 verdoppeln sich die Investitionen in Cloud-Services in der Region EMEA einer Schätzung der Marktforschungsfirma Canalys zufolge gegenüber 2012, allerdings auf bescheidenem Niveau von drei auf sieben Prozent der Gesamtausgaben für Rechenzentren.

Diese Analyse halte ich für sehr realistisch. Demnach schrumpft bei den gesamten RZ-Ausgaben europäischer Unternehmen der Anteil der Investitionen in eigene Rechenzentren von 71 Prozent im Jahr 2012 auf 53 Prozent im Jahr 2016. Dieser Rückgang wird aber nicht in erster Linie von Cloud-Services kompensiert, sondern von „Managed Services“ und Outsourcing/Hosting-Lösungen. Deren Anteil an den Gesamtausgaben wächst von 12 bzw. 13 Prozent auf 19 respektive 21 Prozent und damit wesentlich schneller als das Cloud Computing. Mit Sicherheit liegt das auch daran, dass der IT-Chef wesentlich mehr Kontrolle über Equipment und Personal behält und auch Sicherheitsbedenken besser entkräften kann.

Deshalb positionieren wir Profi nicht nur als Cloud-Integrator, sondern haben in den letzten Jahren kräftig in den Ausbau unseres Portfolios an „Managed Services“ investiert. Damit können wir bestimmte Aufgaben in IT-Administration und -Betrieb für die Kunden übernehmen, beispielsweise für Urlaubsvertretungen oder Nachtschichten, zeitweise bei Arbeitsspitzen wie Systemumstellungen, aber auch in Form von „Outtasking“ komplett.

Abgesehen von Sicherheitsbedenken: Warum gibt es bei all den angeblichen Vorteilen der Cloud keinen Boom?
Lackner:
Die Cloud bietet nicht angeblich, sondern in der Tat viele Vorteile, etwa ein­fache Skalierbarkeit, schnelle Rollouts und nutzungsabhängige Kosten. Die Liste der Vorteile ließe sich deutlich verlängern.

Es gibt aber wie immer im Leben auch Nachteile. Für ein gravierendes Manko halte ich die Vertragsbedingungen; oft dauert es Monate, bis die Verträge geprüft und so gestaltet sind, dass ein Cloud-Service gebucht ist. Dann ist der Geschwindigkeitsvorteil schnell zunichte gemacht. Außerdem gibt es Fallstricke bei Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen. Einen CRM-User für das Unternehmen kurzfristig hinzubuchen oder spontan zu kündigen ist oft gar nicht so einfach.
Das wollen wir ändern und beteiligen uns deshalb an der Deutschen Börse Cloud Exchange. Über diesen Handelsplatz soll der Kauf eines Cloud-Service so einfach werden wie der Kauf einer Aktie.

Funktioniert eine Cloud-Börse?

Kann eine solche Cloud-Börse wirklich funktionieren?
Lackner:
Das klingt wie eine Utopie, doch die IBM-Tochter Softlayer hat es bereits vorgemacht. Dort müssen Sie keinen Vertrag unterzeichnen, sondern buchen einfach im Portal die Ressourcen, die Sie brauchen.

Genau so soll auch die Deutsche Börse Cloud Exchange funktionieren; dort muss man nur angeben, wie viel Rechnerleistung und Speicherplatz man will. Und im Sinne des Datenschutzes kann man auch bestimmen, in welchem Land diese Ressourcen bereitgestellt werden sollen.

Das klingt gut für mich als Privatmann. Doch will ein IT-Chef nicht mehr, vor allem Service-Level und rasche Hilfe bei Problemen?
Lackner:
Das sehen wir genauso. Deswegen entwickelt sich Profi ja auch vom Systemhaus weiter zum Cloud-Integrator. Denn die Cloud bietet ja im Endeffekt nur IT-Infrastruktur und eventuell spezifische Software-Angebote, die auf jeden Fall mit den übrigen IT-Systemen des Unternehmens zusammenwirken müssen.

Hier sehen wir unsere Aufgabe. Wir bringen die Anwendungen des Unternehmens auf die Cloud-Ressourcen, wir bauen die Schnittstellen zu den Rechenzentren und wir sorgen für einen reibungslosen Betrieb des Ganzen, also für die nötige Performance und Verfügbarkeit. Da sehen wir uns gut aufgestellt.

Was meinen Sie hier mit Betrieb?
Lackner:
Natürlich kümmern wir uns nicht um die Server- und Speicherressourcen in der Cloud; das macht ja der Provider in seinen Rechenzentren. Ich meine das effiziente Zusammenspiel von Cloud-Services, die ja von so unterschiedlichen Providern wie Amazon, Google, IBM, Microsoft oder Salesforce.com erbracht werden können. Und zwar das Zusammenspiel dieser verschiedenen Cloud-Services untereinander und mit vorhandenen Anwendungssystemen des Unternehmens, um diese Services überhaupt sinnvoll nutzbar zu machen.

Wir übernehmen auch das „Onboarding in die Cloud“, bringen also die nötigen Daten und Prozesse eines Unternehmens auf die Cloud-Ressourcen und sorgen auch für die erforder­liche Vernetzung. Dieses Onboarding erbringen wir nicht nur als Service für Unternehmen; mittlerweile arbeiten wir hier auch mit einem namhaften deutschen Provider zusammen, der mit unserer Hilfe seinen Kunden das Onboarding als Service anbieten kann.

Übernehmen Sie auch Umzüge zwischen Clouds oder ein Offboarding, falls der Kunde seine IT wieder „on premise“ betreiben will?
Lackner:
Das haben wir noch nicht gemacht, dazu ist das Cloud-Thema einfach noch zu neu. Vermutlich wird aber auch das kommen.

Kauft man die Cloud-Ressourcen an der Börse drei Monate später woanders neu, würde das ja automatisch einen Umzug bedeuten ...
Lackner:
Der wäre aber für den Kunden unproblematisch, denn das federt die Cloud-Managementsoftware des Herstellers Zimory ab. Das gestaltet den Zugriff auf die Cloud-Ressourcen transparent für die Kunden.

Was heißt das denn für AS/400-Anwender? Wenn von Cloud-Ressourcen die Rede ist, dann sind doch meistens implizit Intel- bzw. Windows- oder Linux-Ressourcen gemeint ...
Lackner:
Die meisten AS/400-Anwender brauchen solche Windows- oder Linux-Anwendungen – und wir bringen diese Cloud-Services mit der AS/400-Welt des Kunden zusammen.

Darüber hinaus gibt es spezialisierte Provider, die AS/400-Anwendungen in die Cloud bringen, in Deutschland beispielsweise einige City-Cloud-Partner der IBM. Und IBM hat ja bereits angekündigt, Power-Ressourcen in der Softlayer-Cloud anzubieten – sogar als „bare metal“

Grundsätzlich sehe ich die AS/400 aber auch anders positioniert. Sie war vor über 25 Jahren das allererste System, das man heute „converged“ nennen würde – und bildet damit das ideale Fundament für die Private Cloud. Diese Idee der Server-Appliance hat IBM zu den Pure Systems weiterentwickelt, auf denen sich auch IBM-i-Anwendungen betreiben lassen; das Thema hatten wir ja bereits im Interview vom Juni 2012 vertieft.

Die integrierte Datenbank, das ausgefeilte Systemmanagement, die gute Verfügbarkeit und die große Sicherheit der AS/400 überzeugen weiterhin; wir gewinnen auch heute immer noch Neukunden dafür, die wegen des überlegenen Betriebskonzeptes SAP auf IBM i einsetzen.

AS/400 und die Cloud

Wie sollten denn AS/400-Anwender die neuen Möglichkeiten der Cloud nutzen?
Lackner:
Als Sahnehäubchen, als Add-on zu ihren vorhandenen AS/400-Anwendungen. Es ergibt wenig Sinn, diese in die Cloud zu verlagern, weil sie ohnehin sehr kostengünstig, zuverlässig und sicher bereitstehen. Das macht auch auf anderen Plattformen meistens wenig Sinn; die Cloud wäre dann nur ein anderes Betriebsmodell. Das muss SAP ja gerade auch mit Hana erfahren – und hat deshalb ja auch bei den Lizenzmodellen schon mehrfach nachgebessert.

Die Cloud eignet sich bestens für neue Anwendungen, die schnell und standardisiert bereitgestellt werden sollen – heute vor allem für mobile Endgeräte. Das sind dann aber „Shared Services“, die für alle User gleich sind. Das macht Rollout und Betrieb so einfach, schränkt jedoch gleichzeitig die Brauchbarkeit von Cloud-Services ein. Bei jeder individuellen Lösung ist also „Handarbeit“ gefragt; das ist ohne Frage eine Einschränkung des Cloud Computing.

IBM i in der Cloud kann für traditionelle Softwareanbieter Sinn machen, die ihre bewährten Programme auf diesem Weg so bereitstellen können, dass der Kunde sich nicht um die spezielle Infrastruktur kümmern muss. Die Plattformfrage kann ja bei der Software-Auswahl „on premise“ durchaus ein k.-o.-Kriterium sein. Das würde bei einer SaaS-Lösung aus der Cloud wegfallen.

Was sind die Hauptaufgaben eines Cloud-Integrators?
Lackner:
Wie gesagt bringen wir Unternehmen in die Cloud und machen Private oder Public Clouds effizient nutzbar. Denn weil das Cloud Computing den Rollout neuer Anwendungen beschleunigt und einen hohen Automatisierungsgrad bietet, gibt es gute Gründe, es auch im eigenen Rechenzentrum zu nutzen.

Wir sprechen vom „Software-defined Data Center“, das eine spezifische Infrastruktur erfordert. In diesem Bereich haben wir uns als Infrastrukturanbieter breit aufgestellt, denn so etwas lässt sich in der Praxis nur selten ausschließlich mit IBM-Produkten realisieren.

„Software-defined Data Center“ heißt aber viel mehr als nur die Bereitstellung virtueller Server, Speicher und Netzwerke; wir richten darüber hinaus auch die entsprechende Administration der Cloud ein und bieten „Managed Services“ für ihren Betrieb. Wir verschaffen den Usern Zugang zu den Cloud-Ressourcen und- services, inklusive des Provisioning für neue User. Das muss ja in Private und Public Cloud gleichermaßen gewährleistet sein.

Sicherheit in der Cloud

Wie entkräften Sie Sicherheitsbedenken gegen die Auslagerung von IT-Systemen in die Cloud?
Lackner:
Diese Bedenken sind ja im Prinzip nichts Neues; sie gab es ja schon bei Outsourcing, Hosting und „Managed Services“. Diese Bedenken sind durch Snowdens Enthüllungen nur noch einmal manifestiert worden. Wobei man nicht übersehen sollte, dass die größte Gefahr von den eigenen Mitarbeitern des Unternehmens ausgeht. Sei es aus Unachtsamkeit, sei es aus Böswilligkeit.

Es gibt mittlerweile aber wirkungsvolle Werkzeuge wie z.B. Qradar, die ein ganzheitliches IT-Sicherheitskonzept unterstützen – sowohl in der Cloud als auch „on premise“. Denn es reicht ja nicht, einzelne Aufgaben wie Zugriffskon­trolle, Firewall oder Virenscanner konsequent wahrzunehmen.

Entscheidend ist das Fundament einer umfassenden Sicherheits-Policy, auf deren Basis die einzelnen Schutzmaßnahmen koordiniert werden. Dort wird z.B. definiert, welche Bereiche der IT wie zu schützen sind. Das hängt letztlich davon ab, wie wichtig diese Bereiche für das Unternehmen sind, wie interessant aber auch für andere und wie wahrscheinliche Angriffe sind.
BI-Systeme wie Qradar scannen dann – je nach Bedarf permanent oder in regelmäßigen Abständen – die Logfiles. Sie erkennen sicherheits­relevante Ereignisse und weisen die Adminis­tratoren darauf hin; teilweise lassen sich sogar in Echtzeit automatisch Gegenmaßnahmen einleiten. Damit könnte eine Bank z.B. auch erkennen, wenn sich ein Mitarbeiter Kundendaten auf eine „Steuer-CD“ brennt.

Wie positioniert sich Profi angesichts dieser Trends?
Lackner:
Nachdem wir uns bei Infrastruktur-themen bereits intensiv in den Bereichen „Managed Services“ und Cloud verstärkt hatten, haben wir auch unser Software-Angebot ausgebaut. Dabei konzentrieren wir uns auf die drei ­Themen „Content Analytics“, Mobile und „Social Business“, die wir mit IBM-Produkten abdecken.

Genau betrachtet pushen diese drei Themen zudem den Trend zum Cloud Computing. Mobile User greifen gern auf Cloud-Speicher wie iCloud oder Dropbox zurück, die Collaboration-Tools des „Social Business“ leben geradezu von den Internetkontakten über Portale, Wikis oder Blogs und im Bereich Analytics realisieren wir für Kunden sehr viele Anwendungen, in die auch unstrukturierte Daten aus dem Internet einfließen – etwa Kritiken von Produkten oder Services in sozialen Netzwerken oder empirische Daten für die Marktforschung.

Dabei beschleunigen wir den Rollout neuer Anwendungen durch vorkonfigurierte Appliances, wie z.B. die „Profi Search Appliance“. Die PSA beantwortet eine häufig wiederkehrende Frage vieler Mitarbeiter: Wo finde ich die Information, die ich benötige? Dazu sucht PSA unternehmensweit alle Datenquellen ab; über Authentifizierungssysteme wie Microsofts Active Directory oder Domino LDAP erhält der Administrator die Möglichkeit, die Zugriffsrechte der einzelnen Dokumente mit einzubinden. Somit sieht jeder Benutzer genau das, was für ihn freigegeben ist.

Die neue Rolle von Lenovo

Zum Schluss noch ein Blick auf Ihren wichtigsten Partner, denn bei der IBM ist ja auch viel in Bewegung. Ist Profi schon Lenovo-Partner geworden?
Lackner:
Noch nicht, aber das werden wir in jedem Fall nachholen. Ganz so überraschend kam der Verkauf der x86-Sparte ja nicht. Ich habe dazu auch schon etliche Gespräche geführt, u.a. auf der Partnerworld in Las Vegas mit Adalio Sanchez, dem noch verantwort­lichen IBM-Manager für System x und Pure Flex.

Ich habe ein sehr großes Vertrauen, dass Lenovo das Servergeschäft richtig anpacken wird – wie damals schon das von IBM übernommene PC-Geschäft. Das war 2005 ein 3-Mrd.-Dollar-Geschäft, auf Rang 4 oder 5 im Weltmarkt. Lenovo hat daraus ein 30 Mrd. Dollar Umsatz starkes Geschäft gemacht, das profitabel wächst – und das in einem schrumpfenden Markt. Auf diese Weise hat Lenovo im vergangenen Jahr sogar die Marktführung übernommen – und Player wie Dell oder HP überholt, die hier schwer zu kämpfen haben.

Woran liegt das?
Lackner:
Lenovo hat es geschafft, die Qualitätsstandards der IBM zu halten, beherrscht aber die Logistik des Volumengeschäftes wesentlich besser. Das wird auch beim Intel-Servergeschäft von Vorteil sein, zumal Lenovo im Zuge einer strategischen Partnerschaft auch Zugriff auf wesentliche Komponenten wie den Systems Director oder den Flex-Manager erhält.

Umgekehrt wird Lenovo bevorzugter Lieferant von x86-Servern der IBM, die diese auch in Speicherprodukte wie Storwize verbaut. Lenovo wird im Zuge eines OEM-Vertrages Storwize-Speicher herstellen und unter eigenem Markennamen vermarkten; das dürfte den Absatz speziell in China ankurbeln. Außerdem arbeiten beide Hersteller künftig bei Patches der IBM-Software für x86-Server zusammen. Für uns ändert sich wenig, da unsere Ansprechpartner bei IBM mit zu Lenovo wechseln.

Profi Engineering Systems AG

Die Profi Engineering Systems AG, vor 30 Jahren als Ein-Mann-Betrieb von Udo Hamm gegründet, will weiter rasant wachsen. Beschäftigt das Darmstädter Systemhaus heute gut 350 Mitarbeiter an 14 Standorten in Deutschland, sollen es in drei bis fünf Jahren über 500 sein. Gegründet hatte Hamm das Unternehmen 1984 nach der Promotion als Elektro­ingenieur an der TU Darmstadt mit seiner Software zur Berechnung elektromagnetischer Felder, die u.a. für die Entwicklung von Antiblockiersystemen in der Auto­branche gedacht war. Dieses „Programm for calculation of fields“ stand dann auch Pate bei der Namensgebung der Firma, die sich zum Systemhaus wandelte und schon 1986 IBM-Partner wurde. Heute zählt Profi zu den größten unabhängigen Systemhäusern Deutschlands, wobei das reine IT-Infrastrukturgeschäft noch etwa die Hälfte zum Gesamtumsatz beiträgt; 2012 lag der bei rund 130 Mio. Euro. Software, „Managed Services“ sowie das Geschäft mit der Cloud-Integration steuern mittlerweile die andere Hälfte bei. Weil diese Aufgaben personalintensiv sind, wurden in den letzten drei Jahren 150 Mitarbeiter eingestellt. Das Wachstum machte es nötig, dass die Profi AG in Darmstadt neben ihrer Zentrale an der Otto-Röhm-Straße einen weiteren Standort in der Gräfenhäuser Straße eröffnet hat.

www.profi-ag.de

 

 

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