Neues Comarch-RZ in Dresden eröffnet

Cloud-Services ausgebaut

Zur offiziellen Eröffnung des neu gebauten Comarch-Rechenzentrums in Dresden kam heute nicht nur Firmengründer Prof. Janusz Filipiak, sondern auch der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich, der von einem „der Höhepunkte in den polnischsächsischen Wirtschaftsbeziehungen der letzten Jahre“ sprach. Aus dem RZ, das bereits Anfang März den Betrieb aufnahm, können Comarchs Cloud-Produkte ebenso wie IT-Services bezogen werden.

Der Comarch-Neubau bietet Platz für Büros mit ca. 80 Mitarbeitern und für zwei Rechenzentren mit einer Nutzfläche von ca. 320 qm.

„Die DACH-Region ist für Comarch von größter Bedeutung, daher investieren wir hier stark in den Ausbau unserer Infrastruktur“, erklärte Christoph Kurpinski, Vorstandsvorsitzender der Comarch Software und Beratung AG, München. „Aus den beiden deutschen Rechenzentren bieten wir unsere erprobten Software-Lösungen für den Mittelstand für ERP, Financials, ECM und EDI im Virtual Private Cloud-Modell an. Neu ist, dass wir ebenfalls kostengünstige Public-Cloud-Services für kleine Unternehmen anbieten.“ Eine Finanzbuchhaltung allein, die Comarch Financials Cloud, können Unternehmen schon pro Benutzer für unter 40 Euro/Monat nutzen.

Comarch investierte nach eigenen Angaben rund 12 Mio. Euro in das neue Rechenzentrum, bereits das zweite RZ von Comarch in Deutschland und das fünfte im Gesamtkonzern. Auf einer Gesamtfläche von etwa 4.800 qm entstanden drei Gewerbeeinheiten: Büroflächen für ca. 80 Mitarbeiter und zwei Rechenzentren mit einer Nutzfläche von ca. 320 qm; jedes RZ biete Platz für ca. 60 Serverschränke und könne so etwa 800 Serversysteme fassen. Das Data Center Dresden entspreche dem Tier-3-Standard und sei eines der sichersten in Mitteldeutschland, heißt es. Es wurde zum Teil aus eigenen finanziellen Mitteln, aber auch mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert.

Es wurden zwei Trafos und Batterien installiert, damit die Computer die Kundendaten bei einem Stromausfall nicht „vergessen“. Diese USVs können das Rechenzentrum bis zu 15 Minuten lang mit Strom versorgen. Bis dahin springt ein neun Tonnen schwerer Diesel-Generator auf dem Dach des Neubaus an, der längere Stromausfälle überbrückt. Um die Server zu kühlen, helfen vier Wassertanks mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 24.000 Litern. Das Wasser wird von zwei Aggregaten mit einer Leistung mit einer Kühlleistung von je 550 kW durch das RZ gepumpt.

Mit dem Rechenzentrum per Brücke verbunden ist der neue Firmensitz: Eine für drei Millionen Euro sanierte Gründerzeitvilla, die nun moderne Büros beherbegt. Derzeit beschäftigt das Software-Unternehmen 47 Mitarbeiter in Dresden. Comarch wurde 1993 in Polen gegründet und ist heute ein weltweit tätiger Anbieter von IT-Lösungen mit Hauptsitz im polnischen Krakau und ca. 3.800 Mitarbeitern in 19 Ländern; 2012 lag der Jahresumsatz bei knapp 212 Mio. Euro. Comarch ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit rund 300 Mitarbeitern an 14 Standorten präsent.

www.comarch.de

Bildquelle: Comarch

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