"Software Hosted in Germany"

Clouds aus deutschen Rechenzentren

Nicht nur die Enthüllungen von Edward Snowden zur (Wirtschafts-)Spionage der Geheimdienste lässt 
IT-Chefs vor Cloud-Projekten zurückzucken, sondern auch die Rechtsprechung in den USA.

Es geht darum, wer die Information kontrolliert, nicht, wo sie liegt. So begründete kürzlich eine amerikanische Richterin ihre Entscheidung, den US-Konzern Microsoft zur Bereitstellung von Daten eines Verdächtigten zu verurteilen, die bei dessen irischer Tochter gespeichert sind. Hier will der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) gegensteuern, der auf der letzten Cebit das Siegel „Software Hosted in Germany“ angekündigt und Ende Juli die Regularien zur Vergabe verabschiedet hat. Mit über 1.000 IT-Unternehmen als Mitgliedern ist es der größte Fachverband für ausschließlich mittelständische Interessen in Deutschland.

Durch eine Selbstverpflichtung der Geschäftsführer der Anbieter von Cloud-Software sichern diese den Datenzugriff ausnahmslos nach deutschen Datenschutzbestimmungen verbindlich zu und garantieren den Standort der Daten in deutschen Rechenzentren. Eine unberechtigte Weitergabe von Software und von Daten an Dritte wird ausgeschlossen. „Auf dem Weltmarkt eröffnen sich vor dem Hintergrund der NSA-Diskussionen für ‚Software Hosted in Germany‘ enorme Chancen“, glaubt Martin Hubschneider, Vizepräsident des BITMi und Vorstandsvorsitzender des Karlsruher CRM-Spezialisten CAS Software AG. Die Kunden wünschten sich „beste Verfügbarkeit, Zukunftssicherheit und begründetes Vertrauen in den Datenschutz – gerade bei ihren sensiblen Unternehmensdaten im Internet“.

Mit dem Schwestersiegel „Software Made in Germany“ wurden bereits über 180 Softwarelösungen von über 120 Unternehmen ausgezeichnet.

©2020Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok