Interview mit Gerhard Knoch, Vice President und General Manager DACH, Infor

Einheitliche Cloud-Strategie eröffnet viele Optionen

Gerhard Knochs Credo im Interview: Cloud-Technologie biete auch für den Betrieb wichtiger ERP-Applikationen eine verheißungsvolle Zukunft. Auf dem Weg dorthin müssten den IT-Chefs aber realistische Handlungsoptionen aufgezeigen werden.

Gerhard Knoch, Infor, über die Cloud-Strategie seines Unternehmens

Kaum ein Anbieter betriebswirtschaftlicher Software kommt heute noch ohne ein Cloud-Angebot in seinem Produktportfolio aus. Und selbstverständlich will auch Infor, mit einem Umsatz von über 2,8 Mrd. Dollar und 73.000 Kunden weltweit ein Schwergewicht im Bereich Unternehmenssoftware, in der Cloud-Arena kräftig mitmischen. Mit der jetzt vorgestellten neuen Cloud-Strategie schreitet Infor auf diesem auch nach eigener Einschätzung noch langen Weg voran – und will seinen Kunden damit viele Handlungsoptionen für die Cloud-Adaption eröffnen.

Herr Knoch, es gibt ja mittlerweile keinen Anbieter von Unternehmenssoftware mehr, der sich das Thema Cloud nicht auf die Fahnen geschrieben hat. Ihr Unternehmen hat auf der diesjährigen Anwenderkonferenz Inforum sogar den Anspruch erhoben, die weltweit erste „Industry Cloud Company“ sein zu wollen. Was steckt dahinter?
Gerhard Knoch:
Dieser Anspruch leitet sich aus der erfolgreichen Umsetzung unserer grund-legenden Strategie ab, die wir seit etwa vier Jahren verfolgen. Die spiegelt sich in unserer aktuellen Produktlinie Infor 10x wider, die ja heute schon Cloud-Lösungen ermöglicht. Von hier aus gehen wir nun den konsequenten nächsten Schritt hin zur speziell für die Cloud entwickelten Technologieplattform Infor Xi und zu unseren industriespezifischen Cloud-Suites.

Können Sie die grundlegende Strategie kurz skizzieren?
Knoch:
Sie besteht aus drei Kernelementen: erstens aus der Entwicklung hoch spezialisierter Industry-Suites für Branchensubsegmente, dann einer auf offenen Standards gestützten Internetarchitektur für die Integration sowohl unserer eigenen Lösungen als auch der-jenigen von Drittanbietern, und schließlich auf der Ausrichtung der Benutzeroberflächen an den Bedürfnissen der tatsächlichen Anwender – und zwar auf den unterschiedlichsten Endgeräten.



Welche Idee steckt hinter Ihren Industry-Suites?
Knoch:
Damit bieten wir unseren Kunden standardisierte, integrierte Komplettlösungen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Was uns in den ersten Jahren nach unserer Gründung im Jahr 2002 häufig zum Vorwurf gemacht wurde, nämlich unsere Akquisitionspolitik mit zahlreichen ERP-Systemen und vielen anderen Lösungen aus den unterschiedlichsten Branchen, haben wir konsequent zum Vorteil unserer Kunden genutzt. Wenn Sie so wollen, können wir heute aus einem einmalig reichen Lösungsportfolio schöpfen, wenn es darum geht, unterschiedlichste Systeme zu integrierten und zu standardisierten Industry-Suites zusammenzusetzen.

Dahinter steckt einfach die Erkenntnis, dass ein einziger Standard für eine ganze Branche definitiv zu wenig ist. Wenn wir z. B. von der Branche Automotive sprechen, dann umfasst diese ganz unterschiedliche Segmente, wie etwa OEMs, Spezialfahrzeughersteller, Zulieferer, Aftermarket and Service Parts usw. Und jedes Segment hat ganz spezifische Anforderungen, die wir mit unseren Lösungen standardisiert abdecken wollen. Und wir vermeiden das Problem der letzten Meile, nämlich hohe Investitionen in das Customizing und die Integration von Standardsoftwarepaketen bei ihrer Einführung. Ein häufiger und übrigens berechtigter Vorwurf im Zusammenhang mit SAP oder Oracle.

Welche Branchen adressieren Sie?
Knoch:
Automobilindustrie, Luft- und Verteidigungsindustrie, die chemische Industrie, Groß- und Außenhandel, Instandhaltung und Reparatur, Modeindustrie, Nahrungs- und Genussmittel, industrielle Produktion, Gesundheitswesen, Hightech und Elektronik, Hotellerie, Maschinen- und Anlagenbau sowie die öffentliche Verwaltung.

Dabei spielt Ihre Middleware ION eine Schlüsselrolle?
Knoch:
Ja, das ist unser Middleware-Framework in Internetarchitektur – und die zentrale Drehscheibe für alles: für die Integration von Einzel-lösungen zu kompletten Industry-Suites, für Infor Analytics, um Benutzer je nach ihrem eigenen Bedarf in Echtzeit und kontextbezogen mit entscheidungsrelevanten Informationen zu versorgen, oder für Mingle, unsere Social--Collaboration-Lösung als Kommunikationsplattform für alle an einem Geschäftsprozess beteiligten Mitarbeiter.

Selbstverständlich ist ION auch von zentraler Bedeutung für die Integration der Endgeräte: In jedem Fall geht es darum, den tatsäch-lichen Anwendern einer betriebswirtschaftlichen Lösung den Komfort und die intuitive Bedienbarkeit zu bieten, die sie auch sonst aus ihrem alltäglichen Umgang mit dem Internet, mit Smartphones, Tablets und anderen Geräten gewohnt sind. Bei uns arbeitet die unternehmenseigene Designagentur Hook & Loop für dieses Ziel mit einer Mannschaft, die mittlerweile aus über 100 Designexperten besteht. Auf dem Inforum fiel der Satz, die Tyrannei der Super-User müsse beendet werde. Genau darum geht es beim Thema Usability.

Das alles ist der aktuelle Stand von Infor 10x, der ja bereits die Möglichkeit einschließt, einzelne Lösungen in die Cloud zu verlagern?
Knoch:
Richtig. Nur dass wir jetzt unsere Strategie konsequent ins Cloud-Business übertragen, ganz im Sinne unseres Anspruchs, „weltweit erste Industry Cloud Company“ zu sein. Es geht also nicht mehr wie bisher darum, einzelne Komponenten wie Individuallösungen, HR-, CRM- oder ERP-Pakete in die Cloud zu verlagern und so partiell von Cloud-Vorteilen in Sachen Kosten, Skalierbarkeit oder Flexibilität zu profitieren. Wir bringen jetzt, analog zu den Industry-Suites, industriespezifische, standardisierte Cloud-Suites auf den Markt.

Welche sind das?
Knoch:
Seit der Ankündigung im März dieses Jahres sind zunächst die Suites für die Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie sowie die Auto-mobilindustrie herausgebracht worden, es folgten die Cloud-Suites für Hotellerie, industrielle Produktion und das Gesundheitswesen, und ganz aktuell verfügbar gemacht haben wir die Cloud-Suites für die Branchen Mode sowie Nahrungs- und Genussmittel.
All diese Cloud-Suites umfassen entsprechend unserer Strategie sämtliche Einzellösungen, die ein Unternehmen der jeweiligen Branche typischerweise für seine Zwecke benötigt. Die Cloud-Suite für die Luft- und Rüstungsindustrie z. B. besteht aus insgesamt 15 Einzel-systemen, darunter Product Lifecycle Management, Supply Chain Planning, die gesamte Produktion, die Zusammenarbeit mit den Geschäftspartnern, Finanzmanagement oder After-Market-Services, um nur einige zu nennen.

Und um diese Cloud-Suites effektiv betreiben zu können, benötigen Sie die
neue Technologieplattform Infor Xi?
Knoch:
Ja, das ist unsere speziell für Cloud-Lösungen konzipierte Technologieplattform. Es gibt hier im wesentlichen drei Entwicklungsschwerpunkte. Zum einen Cloud-Technologien für den zuverlässigen und performanten Multi-mandantenbetrieb, um eine Cloud-Suite im Software-as-a-Service-Modell bereitstellen zu können. Dann werden unter dem Stichwort „Mobile-First-Design“ neu entwickelte Xi-Applikationen von vornherein für den Einsatz auf mobilen Geräten entwickelt, um dort Echtzeitdaten und Analysen noch besser zu präsentieren. Und mit unseren Dynamic Science Labs wollen wir, insbesondere im Big-Data-Umfeld, weitere Fortschritte in der Datenanalyse erzielen: exaktere Prognosen, frühzeitigere Problem-identifikation in den Prozessen und Generierung entsprechender Lösungsvorschläge.

Außerdem ist Infor mit Amazon eine strategische Partnerschaft weltweit eingegangen und setzt ganz auf die Cloud-Infrastruktur von Amazon Web Service (AWS). Warum?
Knoch:
Amazon ist der unbestrittene Marktführer in diesem Geschäft und bietet eine globale Infrastruktur mit bisher zehn Regionen und 25 physisch getrennten, unabhängigen Infrastrukturen. Das passt ideal zu unserem eigenen internationalen Geschäft. Und neu hinzugekommen ist vor einigen Wochen eine elfte Region, mit eigenem Rechenzentrum in Frankfurt. Das ist besonders für unsere deutschen Kunden eine gute Nachricht, die möglicherweise aus Datenschutzgründen oder Fragen der Rechtssicherheit bisher zumindest bei unternehmenskritischen Applikationen Bedenken gegen den Cloud-Betrieb hegten.

Hinzu kommt, dass es eine deutliche Aufgabenteilung zwischen unseren beiden Unternehmen gibt. Unser Fokus liegt klar auf dem Applikationsgeschäft, AWS konzentriert sich auf die Cloud-Infrastruktur. Unseren beiden Unternehmen gemeinsam ist dabei die hohe Schlagzahl in Sachen Innovation – AWS hat im laufenden Jahr gemeinsam mit Kunden und Partnern einige Hundert Weiterentwicklungen in seiner Cloud-Infrastruktur implementiert.

Und der Bezug der Leistungen wird nach einem Abomodell für die SaaS-Bereitstellung abgerechnet?
Knoch:
Genau, wobei ich hier gern noch den Hinweis von Martin Geier, dem Geschäftsführer von AWS Deutschland, während des Inforums aufnehme: Die Herkunft von AWS aus dem Retailgeschäft schlägt sich nicht nur in einem besonders ausgeprägten Servicegedanken nieder. In den vergangenen vier Jahren hat AWS die Preise für den Bezug von Services 42mal gesenkt.

Nun wird es darum gehen, dass Infors Cloud-Strategie auch akzeptiert und adaptiert wird. Selbst das aktuelle Infor 10x ist ja gerade erst seit anderthalb Jahre verfügbar – und bei weitem noch nicht überall im Einsatz. Wie nehmen Sie Ihre Kunden mit auf den Cloud-Weg, speziell diejenigen aus der System-i-Welt?
Knoch:
Infor 10x ist mittlerweile bei über
20 Prozent unserer Kunden angekommen, auch bezogen auf die System-i-Welt. Das ist für diesen kurzen Zeitraum sehr viel. Und wir investieren hohe Summen, um die unterschiedlichen Bestandssysteme kontinuierlich zu modernisieren, fachlich und technisch. Vor einiger Zeit haben wir etwa für das ERP-System Syteline das größte Release in seiner Produktgeschichte auf den Markt gebracht.
Um nur zwei Beispiele aus der System-i-Welt zu nennen:

Mit Xpert haben wir eine der fortschrittlichsten Lösungen für Zulieferer in der Automobilbranche im Portfolio. Für die neue Version Xpert 5 haben wir zum einen fachlich die Versandlogistik überarbeitet und fit gemacht für absehbar neue Anforderungen des Marktes. Außerdem liefern wir Xpert 5 jetzt zusammen mit ION aus, so dass die Kunden hier ganz neue Möglichkeiten einer applikationsübergreifenden Integration haben. Auch die Benutzeroberflächen wurden konsequent modernisiert: Statt durch eine Vielzahl von Bildschirmmasken zu navigieren, stehen jetzt alle benötigten Informationen übersichtlich sortiert auf einen Blick zur Verfügung.

Und unsere weltweit bedeutendste System-i-Lösung, XA für Einzelfertiger, haben wir komplett neu in Java geschrieben. Das neue XA 10x enthält in vollem Umfang die Funktionalität der aktuellen Infor-10x-Produktlinie, angefangen bei ION mit allen APIs und Business Object Documents für systemübergreifende, event-gesteuerte Workflows bis hin zu Infor Analytics und Mingle sowie dem neuen, HTML-gestützten SoHo-Benutzerinterface. XA ist damit eine vollwertige Lösung im Sinne der Produktgeneration 10x.



Was aber noch nicht bedeutet, dass die Kunden damit dann gleich eine wie auch immer geartete Cloud-Adaption vornehmen.
Knoch:
Vollkommen richtig. Und auch vollkommen verständlich. Vielleicht eine generelle Feststellung vorab: Wer den Markt führen will, und das will Infor, der muss ein ganzes Stück vorauslaufen, muss Orientierung geben und sagen können: Hier geht’s weiter, hier ist der Grund sicher. Und das können wir heute schon aufgrund unserer ersten Erfahrungen mit den Cloud-Suites und Infor Xi behaupten.
Die Adaption unserer Cloud-Strategie in der Unternehmensrealität ist aber in der Regel sehr komplex. Wir gehen hier von einigen Jahren für die Umsetzung aus. Denn zunächst einmal ist die Cloud einfach eine Technologie. Und die Frage für den Kunden ist: Wie kann mir eine Cloud bei der Umsetzung meiner Unternehmensstrategie nutzen?

Dabei geht es immer um zwei Ziele: Will ich die Profitabilität erhöhen? Will ich die Umsätze steigern? Wenn die Strategie „Erhöhung der Profitabilität“ lautet, könnte eine Cloud helfen, indem ich an Hardware-, Software- und Infrastrukturkosten spare. Will ich die Umsätze beispielsweise durch Internationalisierung meines Geschäfts erhöhen und gleichzeitig vermeiden, dass die Gewinne dabei durch zusätzliche IT-Kosten vor Ort wieder aufgefressen werden, könnte ich daran denken, mit Hilfe der Cloud genau um die Mitarbeiter zu skalieren, die ich tatsächlich vor Ort brauche. Um solche Fragen geht es in unserem UpgradeX-Programm.

Was genau steckt dahinter?
Knoch:
Das UpgradeX-Programm wurde zeitgleich mit der Ankündigung der 10x-Produktgeneration aus der Taufe gehoben. Es geht darum, gemeinsam mit den Kunden zu einer Beurteilung zu kommen, welcher Nutzen ihnen durch die 10x-Technologie entsteht – und das in Verbindung mit der Cloud.
Im Rahmen eines sechs- bis achtwöchigen Projekts beginnen wir zunächst mit einer Nutzen-Potenzial-Analyse. Wir beurteilen also zunächst die Ist-Situation und vergleichen diese mit Hilfe einer Benchmark-Datenbank. Dann können wir sagen: Branchentypisch gelten für die und die Prozesse die und die Kennzahlen. Durch Einsatz der neuesten Technologie könnten nun die und die Verbesserungen erzielt werden.

Außerdem stellen wir dem Kunden die Infor-10x-Produkte in einer Cloud-Beispielumgebung zur Verfügung. Wir migrieren einen Teil seiner Stammdaten, schulen einige seiner Anwender, die dann schon einmal damit arbeiten können. Am Ende hat er als Entscheidungshilfe eine Nutzen-Potenzial-Analyse und einen ersten Eindruck, wie die neue Umgebung ausschauen würde.

Unser Ziel ist es, dass die Kunden den Nutzen der 10x-Produktgeneration erkennen. Wie sie Technologie dann nutzen, ob on premise, also vor Ort in ihrer eigenen IT-Infrastruktur, oder in der Cloud oder auch in einem hybriden Modell, das ist selbstverständlich ihre Entscheidung. Wir möchten unseren Kunden aber die denkbaren Handlungsoptionen aufzeigen und eine Planungsgrundlage für die Zukunft schaffen.

Ein System-i-Kunde sagt z. B.: Mein XA- oder M3-System möchte ich auf jeden Fall weiterhin auf meinen eigenen bewährten System-i-Rechnern betreiben, aber im Zusammenhang mit dem Thema Industrie 4.0 muss ich jetzt zusätzlich das Anlagenmanagement mit einer EAM-Lösung angehen. Wäre es möglich, hierfür die entsprechenden Services aus einer Cloud beziehen? Antwort: Selbstverständlich.

Sie beschreiben hier die Optionen on-premise, Cloud oder Hybridmodell am Beispiel von 10x. Wie spielen jetzt Ihre Cloud-Suites da rein?
Knoch:
Die stellen jetzt eine weitere, die finale Option dar. In den eben beschriebenen Modellen haben Sie in der Regel nach wie vor mehr oder weniger starke individuelle Ausprägungen und auch mit der Konfiguration haben Sie noch recht viel zu tun. Seit diesem Frühjahr können Sie nun sagen: Ich will das alles nicht mehr, ich verlasse mich künftig auf den maximalen Standard mit allen industriespezifischen Einzellösungen für meine Branche in einer Suite. Und ich beziehe diese Software als Service komplett aus der Cloud. Das minimiert Ihre eigenen Aufwände und die Kosten natürlich nochmals.

In den USA will Infor zum Jahresende mit Partnern zunächst für XA, danach möglicherweise auch für System 21 und auch LX eine spezielle System-i-Cloud anbieten, die einige Monate später dann auch in der Region EMEA zur Verfügung stehen soll. Was steckt denn dahinter?
Knoch:
Wir müssen zugestehen, dass der direkte Betrieb von System-i-Lösungen in der AWS-Cloud-Infrastruktur aufgrund unterschiedlicher Rechnerarchitekturen so nicht möglich ist – auch wenn System-i-Kunden via ION sonst von allen anderen Cloud-Szenarien profitieren können. Da wir nun mit 14.000 System-i-Kunden weltweit der mit Abstand größte Softwarepartner für diese Gruppe sind, diese seit vielen, vielen Jahren sehr gut kennen und schätzen, wollen wir den entsprechenden Unternehmen auch eine Option für den Betrieb ihrer System-i-Kernapplikationen in der Cloud anbieten. Wir haben es hier allerdings auch mit einer überaus überzeugten und loyalen Technologie-Community zu tun. Ich bin selbst gespannt, wie dieses Angebot angenommen werden wird. XA läuft gleichermaßen, on premise und in der Cloud.

Wie hat sich das Geschäft im laufenden Jahr entwickelt? Was erwarten Sie für die Zukunft?
Knoch:
Im ersten Quartal unseres Geschäftsjahres 2015, das am 1. Juni 2014 begonnen hat, verzeichneten wir im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Wachstumsraten von über 20 Prozent. Das ist einerseits der Lizenzvermarktung für die aktuellen Releases von Infor 10x zu verdanken. Außerdem zeigt der SaaS-Bereich aus der Cloud eine fortlaufend hohe Dynamik. Die Zahl der SaaS-Abonnements hat sich im Vergleich zum Vorjahr im aktuellen Quartal mehr als verdoppelt, den größten Einzel-umsatz mit einem Kunden konnten wir im ersten Quartal dieses Jahres im Zusammenhang mit einer Cloud-Lösung tätigen.
Weltweit nutzen bereits 2.600 Kunden mit rund 25 Millionen Usern Cloud-gestützte Lösungen von uns. Diese Zahlen sprechen für sich. Und Marktuntersuchungen von Analysten gehen davon aus, dass Unternehmen zuneh-mend darüber nachdenken, nicht nur Lösungen wie HR oder CRM in einer Cloud zu betreiben, sondern auch ERP- und andere Kernapplikationen. Der geschätzte Markt-anteil dafür soll in den kommenden Jahren auf knapp 50 Prozent wachsen. Insofern liegen wir mit unserer Cloud-Strategie genau richtig und tun gut daran, recht-zeitig mit entsprechenden Lösungen auf den Markt zu kommen. 


Die geplante iCloud von Infor

 Auch AS/400-basierte ERP-Produkte will Infor künftig in der Cloud betreiben – allen voran den Klassiker XA. Dazu wird XA vollständig neu in Java entwickelt. Diese Java-Version wird sowohl für die traditionellen Installationen im RZ des Kunden als auch in der Cloud verwendet, so dass beide Varianten von Weiterentwicklungen profitieren.

Weil XA in der Cloud „single tenant“ betrieben wird (also separate Installationen für jeden Kunden), sind auch kundenspezifische Modifikationen kein Problem. Die IBM-i-Strategie soll ansonsten der Cloud-Strategie des Herstellers entsprechen – bis auf die Wahl des Hosting-Partners. Support und Managed Services werden in allen Fällen von Infor bereitgestellt – auch für das System i. 


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