WSW Software bringt Valeris auf den Markt

Frei konfigurierbares Low-Code-MES

Mit Valeris bringt die WSW Software GmbH, Gauting, ein neues Manufacturing-Execution-System (MES) auf den Markt, das sich nach dem Low-Code-Ansatz ohne spezielles IT-Wissen frei konfigurieren lässt. Der Anschluss an SAP-Systeme erfolgt über den SAP Connector for Microsoft .Net 3.0; andere Fremdsysteme (ERP, PPS, APS, LIMS o.a. ) werden über Datei-basierte Schnittstellen (txt, csv, xml) oder direkte Datenbankkommunikation angedockt.

  • Valeris bildet sämtliche Fertigungslinien und Arbeitsstationen als digitalen Zwilling ab und spiegelt so die Prozesse im Shopfloor und die Produktionslogik eins zu eins wider.

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Die neue Weblösung bildet laut Marketingleiterin Sonja Grondey sämtliche Fertigungslinien und Arbeitsstationen, egal ob bei einem Serien-, Lager-, Einzel- oder JIS-Fertiger, als digitalen Zwilling ab und spiegele damit die Prozesse im Shopfloor und die Produktionslogik eins zu eins wider. So entstehe „die notwendige Transparenz für ein lückenloses Tracking und Tracing in der Fertigung“.

Diese „Traceability“ ist in den Richtlinien des Produktsicherheitsgesetzes (ProdSG) und der „Good Manufacturing Practice“ (GMP) verankert, aber auch eine wichtige Voraussetzung, um Anfragen des Kunden jederzeit zufriedenstellend beantworten zu können.

Das neue MES ermöglicht zudem den Soll-Ist-Vergleich von Prozessparametern in Echtzeit sowie ein digitales Durchführen und Bestätigen von Prüfanweisungen. Fehlerhafte Produkte können so bereits direkt an der Linie identifiziert werden. Zudem greifen Prozess-Interlocking-Funktionen bei Unregelmäßigkeiten automatisch ein, und verriegeln, falls nötig, die Fertigung. Das frühzeitige Erkennen fehlerhafter Produkte und die Verriegelung erhöhen die Sicherheit der Fertigungsprozesse deutlich.

Zeitgemäße, intuitive Oberflächen

Bei all dem bietet Valeris laut Grondey „zeitgemäße, intuitive Oberflächen“, die alle Daten übersichtlich visualisieren und den Anwender dialoggestützt und sicher durch sämtliche Prozess- oder Konfigurationsschritte führen. „Prozess- und Produktionsparameter lassen sich dank des Low-Code-Modellierungsansatzes ohne zusätzliches IT-Know-how von den Fachanwendern in Eigenregie einfach und schnell konfigurieren, mit Soll-Werten bzw. historischen Daten abgleichen und mit der Prozesslogik oder dem Reporting verknüpfen“, so Grondey weiter. „Das entlastet die interne IT-Abteilung, der so mehr Raum für Kernaufgaben bleibt, und schont das IT-Budget, denn die Kosten für externe IT-Berater fallen ebenfalls weg.“

In absehbarer Zukunft soll es auch möglich werden, individuelle Werkerdialoge in Valeris passgenau selbst zu erstellen. Als weiteren Vorteil dieses MES nennt Grondey „die komfortabel zu konfigurierende Verwaltung der Benutzer, Rollen und Skill-Sets“ und ein frei zu konfigurierendes Reporting-Tool, um Ist-Prozessparameter aus dem Shopfloor umfassend auszuwerten und in individuellen Dashboards oder Reports darzustellen. Alarmfunktionen melden Abweichungen oder Störungen an Maschinen oder Arbeitsplätzen sofort, zum Beispiel an Industriewaagen, sodass die Wartung bzw. Instandhaltung umgehend und zielgerichtet veranlasst werden kann.

„Für eine direkte Anbindung an SAP verwenden wir in unseren Produkten den SAP Connector for Microsoft .Net 3.0“, schreibt Marketingleiterin Sonja Grondey auf Anfrage von DV-Dialog; dieser Konnektor werde auch in der Logistikplattform Lojistix bereits erfolgreich verwendet. Valeris lasse sich aber auch per Dateitransfer oder auch direkter Datenbankkommunikation mit einem bereits vorhandenen ERP-System oder einer JIS- und Logistikplattform verknüpfen. Man habe aber aktuell – außer zu SAP – keine standardisierten Schnittstellen zu anderen ERP-Systemen, weil „solche Schnittstellen oftmals kundenspezifischer Anpassungen bedürfen“. Dennoch sei im Projekt eine vertikale Vernetzung möglich, um aktuelle Shopfloor-Daten in den Datenfluss dieser IT-Systeme einzubinden.

Bildquelle: WSW Software, Getty Images / Istock

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