Zusammenarbeit mit Rackspace in der Open-Power-Foundation

Google baut Power9-Server Zaius

Vor zweieinhalb Jahren gehörte Google mit Nvidia und Tyan zu den vier Gründungsmitgliedern des Industriekonsortiums Open-Power-Foundation, mit dem IBM durch eine „offene Zusammenarbeit“ bei der Hardware-Entwicklung Optionen jenseits der Intel-Welt für Rechenzentren schaffen will. Jetzt hat Google mit Rackspace die gemeinsame Entwicklung einer Server-Architektur-Spezifikation auf Basis der 2017 erwarteten Power9-Prozessoren bekanntgegeben.

  • Eine Computeranimation des geplanten Zaius-Servers

  • Alpha-Version des Barreleye-Servers: Gehäusedeckel entfernt, das Laufwerk herausgezogen

Auf dem Open Power Summit, zu dem die mittlerweile mehr als 200 Mitglieder der im August 2013 gegründeten Open-Power-Foundation nach San José einluden, gab es von diversen Herstellern über 50 neue Infrastruktur- und Software-Produkte auf Basis des Designs für offene Server und Systeme zu sehen. Zu den Neuheiten, die sich zu den bisher 30 bekannten Open-Power-Lösungen gesellen, gehören zehn komplette Server, aber auch Boards, Einschubkarten und Akzeleratoren. Die Liste der Hersteller dieser Neuheiten ist lang; darunter sind OPF-Mitglieder wie Brocade, E4 Computer Engineering, Inventec, Inspur, Mellanox, Microsemi, NEC, Penguin Computing, Qlogic oder Stack Velocity.

Server-Architektur von Google und Rackspace

Ein Highlight unter all diesen Ankündigungen ist die gemeinsame Spezifikation einer Power9-Server-Architektur durch Google und Rackspace. Basis des neuen Servers mit dem Codenamen Zaius wird der künftige Power9-Chip in 14-nm-Technologie, der bis zu 24 Prozessorkerne beherbergt und im zweiten Halbjahr 2017 marktreif werden soll. (Benannt wird der neue Server nach Dr. Zaius, dem Wissenschaftsminister aus dem Film „Planet der Affen“.)

Server-Design für Open-Compute-Projekt

Google und Rackspace wollen außerdem eine offene Spezifikation solcher Server entwickeln, die den Vorgaben sowohl von Open Power als auch des Open-Compute-Projektes genügt – und diese Spezifikation dann dem Open-Compute-Projekt auch als Kandidaten für das Server-Design vorschlagen.

Außerdem will Rackspace mit dem Barreleye-Server (bisher noch im Entwicklungsstadium) das erste Open Power-/Open Compute-/Open-Stack-System der Branche schon in diesem Jahr in die eigenen Rechenzentren bringen. Und die US-Firma Mark III Systems will dieses Design auf Basis des aktuellen Power8-Prozessors kommerzialisieren, das Rackspace gemeinsam mit Broadcom, IBM, Ingrasys, Mellanox, Micron und Samsung entwickelt.

Weitere Neuerungen auf dem Summit waren die Genomics-Appliance Dragen von Edico Genome zur ultraschnellen Analyse des Erbgutes und zwölf neue Akzeleratoren auf Basis der CAPI-Schnittstelle von Herstellern wie Bittware, Mellanox und Xilinx, die In-Memory-Maschine GT75-BP012, ein kompakter Power8-Server von Tyan sowie ein HPC-Server der zweiten Generation, dessen Power8-Prozessoren über die High-Speed-Schnittstelle Nvlink auf Grafikbeschleuniger Tesla P100 von Nvidia zugreifen.

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