Erweiterung des Portfolios der Power Systems

IBM i geht bald auch in die Cloud

55 neue und verbesserte Server- und Speicherprodukte hat IBM am 19. Oktober vorgestellt – darunter Einstiegsmodelle für die Power Systems und Ergänzungen für IBM i.

Die Power-Familie mit schneller getakteten Prozessoren und doppelt soviel Speicher ausgestattet

Zu den neuen Lösungen gehören preislich attraktive Analytik-Systeme, automatisierte Werkzeuge für die Implementierung von Sicherheits- und Compliance-Standards und Starter-Lösungen für den Aufbau von Private Clouds. Aufhorchen lässt ein „Statement of Direction“ zum Support für das „IBM i image management“ durch das neu angekündigte „IBM Starter Kit for Cloud on Power“, mit dem sich dann auch AS/400-Anwendungen in der Cloud betreiben lassen werden. Den IBM-Usancen folgend ist mit einer formalen Produktankündigung im Laufe der nächsten zwölf Monate zu rechnen. Dazu kommen Storwize- und DS8000-Modelle für integrierte Speicherkonzepte sowie neue Mainframe-, Power- und Blade-Systeme für stärker virtualisierte Rechenzentren.

Sieben neue Power-Modelle

Neben den Erweiterungen der großen Power-Modelle 770 und 780 (jetzt mit dem Zusatz „Future“ versehen“) bietet IBM ab dem 21. Oktober zusätzlich zu den bisherigen Express-Modellen im Einstiegsbereich neue Modelle 710, 720 (Rack und Towermodell), 730 und 740 dank 32 GB DIMMs mit doppelter Hauptspeicherkapazität an. Außerdem ver­fügen diese neuen Modelle dank PCI Gen2-Adaptern über die doppelte I/O-Leistung; die systeminternen Platten wurden mit RAID10-Technik versehen, um die Ausfallsicherheit zu verbessern.

Mit den neuen „Enterprise Servern“ 770 und 780 ist neben der Verdopplung des Hauptspeichers auf 4 TB mit 64 GB DIMMs und höheren Taktraten des Prozessors nun wie beim Topmodell 795 auch „Hypervisor Mirroring“ möglich, um kritische Workloads besser abzusichern. In Kombination mit einem neuen 6-Core Chip und der Verdoppelung der Zahl der Sockets erhält die 780 im Vollausbau jetzt 96 Prozessorkerne (Cores). Alle sieben neuen Power-Systeme funktionerien mit IBM i 6.1 and 7.1, aber auch mit AIX 5.3, 6.1 und 7.1 sowie Linux (Red Hat und Suse).

Verbesserungen für IBM i

Auch für die Plattform IBM i, von Andreas Wodtke, dem seit 90 Tagen amtierenden Vice President Systems & Technology Group (STG) „Urahn aller Appliances“ genannt, gibt es eine Variante des neuen IBM Power7-basierten Smart Analytics Systems 7710, die Analytik- und Reportingservices schnell und zu  einem äußerst attraktiven Preis im Vergleich zu vorherigen Lösungen bieten. Entwickelt für eine Bereitstellung und Inbetriebnahme in wenigen Tagen, sollen sie mit einem breiten Werkzeugportfolio für BI-Reporting, Analysen, Dashboards, Data Mining, Cubing-Services und Text-Analytik die Implementierung einfacher gestalten.

„IBM i for Business Intelligence“ genannt, will IBM mit drei Varianten der Appliance – S, M, L – die Anschaffungskosten um bis zu 35 Prozent senken. Der Kunde kann mit dem Aufbau eines Berichtswesens starten und die Lösung dann zu einem Data Warehouse weiter entwickeln. Aufbauend auf Power 720 Express, bietet IBM i (einschließlich DB2 for i), Infosphere Change Data Capture, DB2 Web Query for i und Business-Analytics-Funktionen wie BI-Reporting, Analysen und Dashboards.

DB2 for i in puncto Performance und Sicherheit verbessert

Für IBM i gibt es darüber hinaus aber noch zahlreiche kleine Verbesserungen, nicht nur die bereits erwähnten BI-Appliances und die in Aussicht gestellten Lösungen für Cloud-Automation und -Selbstverwaltung von AS/400-Anwendungen. Unter der Überschrift „Bereitstellen wichtiger Geschäftsdaten“ wird einerseits die Datenbank DB2 for i in puncto Performance und Sicherheit verbessert, z.B. durch die vereinfachte Authentifizierung und Bereitstellung sicherer Datenbankverbindungen oder durch das asynchrone Verschieben der Datenbank-Tabellen und -Indizes auf den schnellen SSD-Speichern. Andererseits gibt es eine neue Standard-Edition von DB2 Web Query for i, die eine vollständige Abfrage- und Berichtslösung in einem einfacher als bisher zu bestellenden Gesamtpaket bündelt.

Ebenfalls neu sind der Rational Developer for Power Systems Software V8.0.3 und der Zend Server Community Edition with Zend DBi, der eine vollständige PHP-Laufzeitumgebung inklusive neuer Erweiterungen wie einem Toolkit für den Zugriff auf DB2 for i sowie der vollständigen Datenbank Zend DBI for IBM i als Nachfolger von MySQL.

Zu etlichen Verbesserungen bei PowerVM – beispielsweise können sich nun bis zu vier Systeme einen „Shared Storage Pool“ teilen – gibt es nun auch die neue Power Security and Compliance (PowerSC). Sie automatisiert den Schutz virtualisierter  AIX-Umgebungen auf Power Systems. Zentral verwaltetes Reporting für Compliance-Messungen und Audits soll die Kosten bei Cloud-Computing-Security senken. Kunden können damit automatisiert Sicherheitsprofile anwenden und Compliance-Reports erzeugen.

16Gbps-Fibre-Channel-SAN-Backbones und Switche

Ebenfalls neu ist eine Reihe von Netzprodukten im Hardware-, Software- und Appliancebereich, darunter 16Gbps-Fibre-Channel-SAN-Backbones und Switche für eine leichtere Migration hin zu private Clouds, der neue 1.28Tb/s schnelle 40GbE-Rackswitch G8316 zur Schaffung „flacher“ Netze für hohe Leistung und Einfachheit, der Openflow-fähige 10/40GbE RackSwitch G8264,  iFlow Director für Bladecenter-Appliances im Umfeld von Mobil- und Web 2.0-Anwendungen, und das neue IBM Networking Operating System.

Offizielle Pressemitteilung der IBM

Bildquelle: IBM

 

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