Auffrischung für die Power8-Server und IBM i

Neues Topmodell und Power E850 lanciert

IBM hat wie erwartet den 4-Socket-Midrangeserver Power E850 angekündigt, die Scale-Out-Maschinen am Low-End durch neue Prozessor-Optionen sowie mehr Speicher aufgemotzt und die Leistungsspitze am Highend deutlich nach oben verschoben. Außerdem gibt es den regelmäßigen „Technologie-Refresh“ (TR) für das Betriebssystem IBM i – und zwar in Form von IBM i 7.2 TR2 sowie 7.1 TR10.

Der neue Power8-Server E850 von vorne

Im Frühjahr wird bei IBM traditionell „gepowert“. Es ist die große Zeit der Announcements. Die Bühne dafür bilden Kundenveranstaltungen wie Ende April die Common-Konferenz in Anaheim (Technologie-Refresh und neue Scale-Out-Maschinen am Low-End), die Sapphire in Orlando (Hana auf Power) oder die Kundenkonferenz Edge in dieser Woche. Hier steht der neue 4-Sockel-Server E850 im Vordergrund, der sich mit bis zu 4 TB Hauptspeicher besonders für In-Memory- und Multi-Tenant-Workloads eignen soll. Er läuft mit den Betriebssystemen AIX und Linux, nicht aber mit IBM i. Wie schon die Modelle S824 und E870 wird auch der neue E850-Server in einer SAP Hana Solution Edition vermarktet.

Ebenfalls neu sind die beiden größeren Power8-Modelle E880 mit drei bzw. vier Serverkoten, die sich ab dem 5. Juni bis auf 192 (statt bisher 128) Cores skalieren lassen. Mit drei Knoten bietet ein E880-Server jetzt eine vergleichbare Performance wie das Power7-Topmodell 795, braucht dafür allerdings nur 128 statt 256 Cores. Als Vier-Knoten-Modell und voll ausgerüstet mit 192 Cores leistet ein E880-Server laut Hersteller sogar 39 Prozent mehr – stolze 2.069.000 CPW. Zum Vergleich: Das Einstiegsmodell S814 leistet 39.500 CPW.

Außerdem hebt IBM die Unterschiede bei Lizenzierung in hybriden Clouds auf und führt auch eine monatliche Laufzeit des Lizenzvertrages ein. Der Kunde kann so beispielsweise monatlich das Deployment-Modell des Websphere Application-Servers zwischen On-Premise, Public oder Private Cloud frei wechseln – und zwar nicht nur bei IBM- bzw. Softlayer-Cloud, sondern auch bei Clouds anderer Anbieter.

Mit IBM i 7.2 TR2 und 7.1 TR10 gibt es wieder zahlreiche Detailverbesserungen. Hervorzuheben ist die Unterstützung der aktuellen Java-Version 8 und die Einführung der Internet-Programmiersprache Python. Deren Entwurfsphilosophie betont Programmlesbarkeit, sodass Python-Code im Vergleich mit anderssprachigem Code teilweise deutlich kürzer ist und als einfach zu erlernen gilt. Dazu kommt eine umfangreiche Programmbibliothek, gerade in Bezug auf Webentwicklungen.

Mit IBM i 7.2 TR2 kommt außerdem die Anbindung des Flashsystems 900 – und zwar sowohl nativ als auch über den Virtuellen I/OS-Server VIOS. Bisher war für den Anschluss der schnellen Flash-Speicher noch ein SAN Volume Controller (SVC) erforderlich.

www.ibm.de

Bildquelle: IBM

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