Auch für IBM-i-Anwender gilt: Weniger ist mehr!

Konsequentes Code-Washing

Wer seine Kernanwendungen heute sinnvoll weiter nutzen und den Wert der darin liegenden Software-Assets nicht aufgeben will, kommt um die strukturierte Bereinigung dieser Systeme nicht herum. Dies schafft zugleich auch die Basis für die einfache und kostengünstige Implementierung der heute benötigen neuen Anwendungen, wie z.B. E-Commerce-Lösungen. Das spart Geld, geht schnell und führt zu performanten, sicheren und individuellen Lösungen.

Die Warenwirtschaftssysteme, die in den letzten 15 bis 20 Jahren auf IBM i in RPG oder Cobol implementiert wurden, sind ein zentraler IT-Baustein für die Erfolgsgeschichte vieler Mittelständler. Kein Wunder, denn diese Systeme konnten dank der sehr kompakten AS/400-Architektur maßgeschneidert, solide und schnell bereitgestellt werden. Und weil diese Anwendungen in der Regel von Fachpersonal (statt von reinen Software-Entwicklern) geschrieben wurden, wiesen sie von Beginn an eine hervorragende fachliche Passung auf.

„Wollknäuelartiger“ Ist-Zustand

Doch die anfangs klare Software-Architektur ist nach vielen Erweiterungen oft „aus den Fugen geraten“. Die Systeme befinden sich in einem „wollknäuelartigen“ Zustand: Komplexe 5250-Screens schrecken neue Anwender ab, verursachen Bedienfehler und unterstützen Prozesse heute nicht mehr optimal und zeitgemäß.

Anwender wie auch Kunden verlangen moderne Portal- und Webanwendungen auf Basis von Echtzeitdaten. Hinzu kommen Anforderungen der globalen Märkte, seien es Gesetzesvorgaben, Trends (wie aktuell die digitale Transformation) oder neue Lösungen im Bereich Online-Shopping oder E-Commerce. IT-Verantwortliche stellen sich daher aktuell drei entscheidende Fragen:

1. Wie erweitere ich meine bisher perfekt passenden Kernsysteme um neue Lösungen, wie z.B. ein CRM-System oder einen Online-Shop?
2. Welche Tools und Methoden führen zu flexiblen, aber auch nachhaltigen Lösungen?
3. Welche Vorbereitungen (technisch, personell und organisatorisch) sind notwendig?

Die Installation zusätzlicher Anwendungen, z.B. ein separates CRM-System oder ein eigener Onlineshop, führt dazu, dass wichtige Daten ­doppelt gehalten und gepflegt werden müssen. Fehler sind vorprogrammiert, die Weiterentwicklung verlangsamt sich.

Führen in die Sackgasse: „Screenscraper“

Eine Fortführung der bisherigen 5250-Entwicklung mit Umsetzung ins Web (Stichwort „Screenscraper“ bzw. 1:1-Migration ohne Mehrwerte) führt technologisch in die Sackgasse. Die bessere Alternative bietet das „Business-Framework“ Valence auf IBM i, das aus vier zentralen Komponenten besteht:

1. Über ein modernes, intuitiv bedienbares Portal greifen die Anwender auf alle Businessapplikationen zu. Dieses Portal ist für jeden Benutzer individuell konfigurierbar. Somit erhält jeder Mitarbeiter genau die Funktionen aus dem gesamten Anwendungskontext zur Verfügung gestellt, die er für seinen Aufgabenbereich benötigt.
2. Die Software-Entwicklung selbst findet in Ext JS statt. Das ist ein clientseitiges Javascript- bzw. Ajax-Framework für interaktive Web­anwendungen, das von der kalifornischen Firma Sencha angeboten wird. Der Programmierer wird durch intelligentes „Autocoding“ von manueller Codierarbeit entlastet und hat dennoch im Expertenmodus vollen Zugriff auf den nativen Sourcecode. Die Oberflächengestaltung findet in „Sencha Architect“ statt, dem Baukasten für plattformübergreifende HTML5-Apps auf stationären und mobilen Geräten.
3. Umfangreiche Administrationswerkzeuge machen Valence zu dem, was es ist: ein Framework speziell für Geschäftsanwendungen.
4. Der Servicebus verbindet die Front­end-Anwendungen mit den im Backend genutzten IBM-i-Datenbanken und -Programmen. Dadurch können sie bereits vorhandene Funktionen des Bestandssystems wiederverwenden – und die Daten werden über Anwendungsgrenzen hinweg zentral gehalten.

Doch das Tool ist nur das eine – die meisten Entwicklungsprojekte scheitern daran, dass es an einem methodischen Vorgehen mangelt, wenn neue Systeme auf Basis bewährter, aber strukturell komplexer Bestandssysteme implementiert werden sollen.

„Software Assessment“ für IBM i

Hier hat sich unser „Software Assessment“ für IBM i bewährt. Über ein maschinelles Analyseverfahren werden alle Besonderheiten im Bestandssystem zu Tage gefördert. Nur mit diesem Wissen kann die „Projektroadmap“ auch möglichst ressourcen­schonend aufgestellt werden.

Dabei gehört das Aufräumen im Alt­system zu den wichtigsten Vor­arbeiten. Unnötiger Ballast, wie z.B. toter Code oder nicht mehr benötig­te Menü-­Einträge gehören entfernt, bevor neue Funktionalität hinzuent­wickelt wird. Dieses sogenannte „Code-Washing“ sichert die kostengünstige Weiter­entwicklung und ermöglicht es auch, den Generationswechsel im Entwickler­team zu bewältigen.

Des Weiteren sind Trainings notwendig, um den für die Webentwicklung erforderlichen Skill im Team aufzubauen. Hierbei gilt es, sowohl erfahrene Businessentwickler „in die neue Welt“ mitzunehmen wie auch junge, Java- oder .Net-affine Kollegen mit den vielen Vorteilen der IBM-i-basierten Software-Entwicklung vertraut zu machen.

Denn keine andere Plattform bietet eine mit IBM i vergleichbare Sicherheit, Stabilität und Performance – und mit Valence lassen sich diese Vorteile ganz einfach ins Web bzw. in die Jackentasche der Anwender tragen.

www.pks.de

*Heidi Schmidt ist geschäftsführende Gesellschafterin der PKS Software GmbH

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