Fritz & Macziol mit erfolgreichstem 2. Halbjahr

Konsolidierung trotz „Familienaffären“

Nach einem schwächeren ersten Halbjahr verzeichnete das Ulmer Systemhaus Fritz & Macziol in den zweiten sechs Monaten des abgelaufenen Geschäftsjahrs 2013 das beste Halbjahr der Firmengeschichte. Am Ende steigerte die IT-Tochter des niederländischen Imtech-Konzerns den Gruppenumsatz um rund 9 Prozent auf 396 Mio. Euro. Die Skandale rund um die Mutter Imtech und die Schweizer Tochter konnten daran nichts ändern.

CEO Heribert Fritz erwartet für das laufende Geschäftsjahr eine weiterhin positive Entwicklung

Die Mitarbeiterzahl blieb mit knapp über 1.000 konstant. „Dieses Ergebnis zeigt, dass sich die Konsolidierung und Neudefinition verschiedener interner Abläufe und Strukturen ausgezahlt hat“, fasst CEO Heribert Fritz die Bilanz 2013 zusammen. Auch 2014 will er diesen Weg weitergehen und erwartet für das laufende Geschäftsjahr eine weiterhin positive Entwicklung, weil das Unternehmen in allen aktuellen Trendthemen, wie etwa Big Data, Cloud Computing oder Mobile bzw. Collaboration, bereits „sehr gut aufgestellt“ sei. Außerdem konnten im ersten Quartal bereits zahlreiche große Projekte gewonnen werden.

Das Geschäft in Deutschland war 2013 weiter der wichtigste Umsatzträger in der Gruppe. Durch die Integration der Reilinger Softwaretochter Stas wurde der Bereich Business Analytics auf inzwischen mehr als 60 Mitarbeiter ausgebaut. Das Thema Big Data war aber auch für andere Bereiche ein Wachstumsmotor, etwa bei den Themen Storage und Data Center. Auch die Integration der Neo Business Partners GmbH konnte abgeschlossen und der SAP-Bereich ganz neu formiert werden.

Die Tochter in Asien entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht mehr ganz so stürmisch wie in den vergangenen Jahren. Zur Fritz & Macziol (Schweiz) AG können wegen aktueller Entwicklungen im Moment keine Informationen veröffentlicht werden. In der Schweiz geht es um einen Bestechungsskandal, in den das inzwischen abberufene Management verwickelt. Die Bestechung von Beamten des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco), bei der wohl auch IBM sowie Fritz & Macziol selbst geschädigt wurden, wird derzeit noch untersucht.

Die Mutter Imtech sprach heute auf ihrer Bilanzpressekonferenz von einem „fragwürdigen Verhalten“. Sie ist ihrerseits selbst von schweren Management-Affären in Deutschland und Polen gebeutelt, die zu den 700 Mio. Euro Verlust des Konzerns im Jahr 2013 ebenso maßgeblich beigetragen wie zu dem Umsatzrückgang um 8 Prozent auf 5 Mrd. Euro. Hier müssen offenbar „mafiöse Strukturen“ bereinigt werden.

Die schlechte Imtech-Performance speziell in Deutschland und Osteuropa wird auch auf diese Affären zurückgeführt, von denen Fritz & Macziol nicht tangiert wurde. Die Unternehmensgruppe ist Top-Partner von IBM, Microsoft und SAP sowie EMC und Cisco mit den höchsten Zertifizierungen. Sie stellt den Kunden das komplette Spektrum der relevanten IT-Themen auf Basis neuester Technologien dieser sowie ergänzender Hersteller zur Verfügung. Als Teil des niederländischen Technologiekonzerns Imtech N.V. nutzt das System- und Beratungshaus innerhalb der Imtech ICT Division sowie als Kooperationspartner der anderen Divisionen dabei auch europäische Synergien. 

www.fum.de

Bildquelle: Fritz & Macziol

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