Management-Wechsel bei Vinci-Tochter Fritz & Macziol

Namensgeber Fritz scheidet aus

Heribert Fritz scheidet zum Jahresende völlig überraschend aus dem von ihm im Jahr 1987 gemeinsam mit Eberhard Macziol gegründeten Ulmer Systemhaus Fritz&Macziol aus. Die französische Konzernmutter Vinci hat deshalb neben dem 2014 auf die Chefetage zurückgekehrten Oliver Schallhorn den kaufmännischen Leiter Stephan Pawlowski zum zweiten Geschäftsführer ernannt; Pawlowski gehörte bisher schon dem im August 2011 eingerichteten Management-Board an. Oliver Couvigny, Geschäftsführer der F&M-Schwester Infoma, wurde befördert und übernimmt zusätzlich die Leitung des Bereiches „Public Sector“ von Vinci Energies Deutschland.

Knall auf Fall verlässt Firmengründer und Geschäftsführer Heribert Fritz das Ulmer Systemhaus Fritz&Macziol, seit Oktober 2014 eine Tochter des Mischkonzerns Vinci Energies.

Fritz & Macziol war lange eigenständig, ehe seine Gründer im Jahr 2006 den holländischen Baukonzern Imtech als „strategischen Investor“ an Bord holten. Damals blieben beide weiter als Geschäftsführer operativ aktiv. Ein Zerwürfnis zwischen den Gründern führte dann 2013 zum Ausscheiden von Macziol. Es folgten schwierige Zeiten angesichts der sich abzeichnenden Insolvenz des Imtech-Konzerns, der das Systemhaus im Oktober 2014 an den französischen Mischkonzern Vinci weiterverkaufte.

Heute gehört Fritz & Macziol zum Geschäftsbereich Vinci Energies in Deutschland, der in 250 Business Units rund 11.000 Mitarbeiter beschäftigt. Hier sind die Ulmer mit ihren 1.000 Mitarbeitern der neue Kern des sogenannten „ICT-Pôle“. Der beschäftigt in Deutschland mehr als 1.200 IT-Experten, auch bei den neuen F&M-Schwestern Crocodial IT Security GmbH und der Axians Networks & Solutions GmbH.

Vincis IT-Dachmarke ist Axians

Seit April 2015 bündelt Vinci weltweit alle ICT-Aktivitäten unter der Dachmarke Axians. „Nach der Übernahme der F&M Group durch Vinci Energies haben sich der Konzern und Heribert Fritz geeinigt, den Eingliederungsprozess gemeinsam zu gestalten, bis die Basis für eine erfolgreiche Arbeit innerhalb der Konzernstruktur geschaffen ist“, heißt es in der Presseinformation des französischen Konzerns zu dem überraschenden Ausscheiden von Fritz; hier wird das Systemhaus konsequent nur noch F&M genannt. Nach einem Jahr der Integration sehe man diesen Zeitpunkt nun gekommen und habe sich mit Fritz „einvernehmlich darauf geeinigt, die Führung der F&M Deutschland zum Jahresende neu zu ordnen“. Die Umfirmierung in Axians dürfte nach dem Ausscheiden des Gründers nur noch eine Frage der Zeit sein.

Im Zuge des Managementwechsels scheidet Fritz zum 31. Dezember natürlich nicht nur aus dem Management der F&M Group aus, sondern auch bei Vinci Energies Deutschland ICT. Der übergeordnete Management-Bereich VED ICT wird jetzt direkt von Dr. Reinhard Schlemmer, Managing Director der Vinci Energies Deutschland GmbH, geführt. „Ich bedanke mich bei Herrn Fritz für seine Pionierarbeit beim Aufbau der F&M Group und seine Unterstützung bei der Integration der F&M Group in die Konzernstruktur von Vinci Energies“, wird Schlemmer in der Presseinformation zitiert. „Für die Zukunft wünsche ich Herrn Fritz alles Gute.“

Infoma-Manager Couvigny befördert

Befördert wurde dagegen Oliver Couvigny, erfuhr DV-Dialog; er wird ab Januar zusätzlich auch die Leitung der Division Public Sector von Vinci Energies Deutschland ICT Pôle übernehmen. Gleichzeitig bleibt Couvigny gemeinsam mit Daniel Riss Geschäftsführer der Infoma Software Consulting GmbH.

Der langjährige Infoma-Manager Couvigny soll sich verstärkt um übergeordnete Themen kümmern und die Integration der gerade übernommen Firmen IKVS und Petersen Consulting vorantreiben. Ziel ist ein umfassendes Angebot für Städte, Gemeinden und Kreise sowie für kommunale Betriebe. Kommunen begegnen damit  den Herausforderungen der digitalen Transformation dank innovativer Lösungen für alle Aufgaben im Bereich kommunaler Finanzen und Steuerung aus einer Hand: Infoma bringt die Kompetenzen für das kommunale Finanzwesen ein, die IKVS GmbH für kommunale Steuerungssysteme und das Beratungsunternehmen Petersen + Co GmbH für Reformprozesse im Finanzwesen.

Über Vinci Energies

Diese Sparte der Vinci-Gruppe ist in 51 Ländern tätig, davon 30 außerhalb Europas. Mit 63.000 Mitarbeitern erwirtschaftete der Konzernbereich 2014 einen Umsatz von 9,3 Mrd. Euro. Vinci Energies ist mit einem Netzwerk von 1.500 Business-Units im Bereich Energie- und Telekominfrastrukturen, Industrie- und Gebäudetechnik aktiv und erzielte 2014 in Deutschland 2 Mrd. Euro Umsatz.

www.vinci-energies.de

www.fum.de

www.infoma.de

www.axians.de

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