Cemat 2018 zeitgleich mit der Industriemesse

Messedoppel in Hannover

Im kommenden Jahr wird die Intralogistikmesse Cemat vom 23. bis 27. April zeitgleich zur Industriemesse auf dem Messegelände in Hannover veranstaltet. Damit kehrt sie zu den Ursprüngen zurück, denn 1982 erblickte das „Centrum für Materialflusstechnik“ im Rahmen der Hannover Messe das Licht der Welt. Cemat und Hannover Messe sollen jeweils eigenständige Messen bleiben, betont der Veranstalter Deutsche Messe AG. Jede Eintrittskarte ist aber für beide Veranstaltungen gültig.

Dr. Jochen Köckler, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG, leitet das Vorstandsressort Industries, Energy & Logistics. Damit verantwortet er künftig zusätzlich zur Hannover Messe in Deutschland die weltweiten Industrie- und Energiemessen sowie die Cemat-Messen im In- und Ausland.

Die Cemat 2018 findet sich im Norden des Messegeländes. „Sie bildet gemeinsam mit der Hannover Messe ein starkes Doppel“, sagte Dr. Jochen Köckler, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Messe AG. „Dabei profitieren die Cemat-Aussteller unmittelbar von der großen Anzahl der Top-Entscheider aus der internationalen Industrie.“ Im Zusammenspiel mit der Hannover Messe solle die Cemat international an Bedeutung gewinnen und „Trendbarometer für die ganze Branche sein“.

Dank ihrer Positionierung als globale Leitmesse für die vernetzte Produktion hat die Hannover Messe laut Köckler „in den vergangenen Jahren deutlich an Attraktivität bei den Besuchern aus aller Welt gewonnen. In Hannover informieren sie sich über Innovationen sowie aktuelle Konzepte und Lösungen rund um das Thema Industrie 4.0.“

Synergien ausschöpfen

Synergien gibt es  vornehmlich in den Automations-Hallen – der Show der vernetzten, autonomen und sich selbst organisierenden Fertigung. Die Angliederung der Cemat an die Hannover Messe soll den Besuchern hier Informationen über alle neuen Technologien und Lösungen rund um Industrie 4.0 und Logistik 4.0 im globalen Kontext anbieten. „Dabei ist die Eigenständigkeit der Cemat mit dem eigenen Schwerpunkt Logistik 4.0 bedeutsam, um gezielt Logistiker anzusprechen. Ausdrücklich auch jene, die ihre Heimat nicht in der Industrie sehen“, erläutert Köckler.

Als eigenständige Messe findet die Cemat seit 2005 statt, anfänglich alle drei Jahre und seit 2014 im Zwei-Jahres-Turnus. 2016 endete sie am 3. Juni mit einem Aussteller- und Besucherrückgang, woraufhin das Konzept überarbeitet wurde. 975 Aussteller aus 44 Ländern zeigten an den vier Messetagen der Cemat 2016 ihr Produkt- und Serviceangebot; das waren so viele wie bei der Premiere 2005. Danach hatten sich immer mehr als 1.000 Aussteller beteiligt.

Rund 40.000 Besucher kamen 2016 an den erstmals nur noch vier Messetagen nach Hannover, zur Cemat 2014 kamen an fünf Tagen noch rund 48.000 Besucher. Zum Vergleich: Zur letzten Hannover Messe kamen 190.000 Besucher, davon jeder dritte aus dem Ausland sowie fast jeder zweite aus dem verarbeitenden Gewerbe.

Logistik-Konzepte im Cemat-Fokus

Im Mittelpunkt der Cemat-Präsentationen steht 2018 erneut das Thema Logistics IT. Der Ausstellungsbereich selber findet sich in der Halle 19/20, aber IT spielt auf nahezu allen Ständen eine bedeutende Rolle. „Die Digitalisierung der gesamten Supply Chain über Unternehmensgrenzen hinweg ist Voraussetzung für die Gestaltung autonomer und sich selbst steuernder Logistikketten. Zurzeit gibt es bereits viele einzelne technische Lösungen, wie Warehousemanagementsysteme, intelligente Behälter oder fahrerlose Transportsysteme. Wie diese Lösungen im Zusammenspiel funktionieren und welche Wettbewerbsvorteile sich daraus ergeben, erleben die Cemat-Besucher in Hannover“, sagt Köckler.

Die drei Pavillons unter dem Expodach beheimaten erneut die Flurförderzeughersteller. In den angrenzenden Hallen 25 und 26 werden ebenfalls Flurförderzeuge und Zubehör gezeigt – sowie erstmals Krane und Zubehör. Das Freigelände steht für die Cemat zur Verfügung. Insgesamt belegt die Messe eine Ausstellungsfläche von 110.000 Quadratmetern und ist damit laut Veranstalter die weltweit größte Messe für Intralogistik und Supply-Chain-Management.

Die Hersteller von Fördertechnik und Robotik sowie Anbieter von Produktionslogistiklösungen präsentieren sich in der Halle 21. In der angrenzenden Halle 24 geht es um die Themen Transportlogistik, Verpackungstechnik und Kennzeichnungstechnologien. „Das Verpackungsthema werden wir wieder eigenständig bearbeiten und weiter ausbauen, da es ein bedeutendes Thema für die Intralogistik ist“, erläutert Köckler. Industrie-4.0-Konzepte bedeuteten für die Verpackungsindustrie neue Chancen. Die Verpackung eines Produkts könne sehr individuell sein, aber auch selber über Intelligenz verfügen und Informationen über das Produkt bereithalten.

Ein erster Vorgeschmack in diesem Jahr

Bereits zur nächsten Hannover Messe werden Intralogistik-Anbieter ihre Kompetenz im Pavillon 32 demonstrieren. Rund 20 Cemat-Aussteller wollen zeigen, welchen Beitrag sie zur industriellen Wertschöpfungskette leisten können und wie leistungsfähig die Branche ist.

Neben den Ausstellerpräsentationen organisieren der Fachverband Fördertechnik und Intralogistik im „Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau“ (VDMA) und die Deutsche Messe AG gemeinsam ein Forum zu aktuellen Intralogistikthemen rund um die Produktion.

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