Neue Fibu für Semiramis

Das neue Rechnungswesen für die ERP-Software Semiramis, das Comarch erstmals auf der Cebit präsentiert hat, verfügt über Anwendungen für Finanz- und Anlagenbuchhaltung sowie Controlling.

Wiesmann-Sportwagen

Die Rechnungen für die Wiesmann-Sportwagen werden jetzt mit Seminaris erstellt.

Er kann laut Entwicklungschef Marcus Moormann anders als der Vorgänger Sharknex „vollständig in das ERP-System Semiramis integriert, aber auch in Verbindung mit beliebigen umgebenden Systemen eingesetzt werden“. Die Verbindung zu Fremdsystemen wird über Import- und Exportmöglichkeiten und den Business Integration Server (BIS) von Semiramis realisiert, so dass auch die Vermarktung als reine Fibu-Lösung für Fremdsysteme möglich ist.

Dank der Plattformunabhängigkeit der Java-Software ist der Einsatz auf der Plattform IBM i möglich; damit rückt auch eine Alternative für die Anwender von Schilling, SoftM Suite oder DKS in Sicht, wobei diese Produkte laut Moormann langfristig weiterentwickelt werden sollen.

Die Java-Technologie von Semiramis bildet die Basis für diese ehrgeizige Neuentwicklung, laut Comarchs Vertriebsleiter Jan Herold immerhin „das größte Entwicklungsprojekt seit der ursprünglichen Entwicklung des ERP-Systems“. Auf Basis der Add-on-Infrastruktur von Semiramis wurden die drei Rechnungswesen-Frameworks als Apps entwickelt und implementiert.

Dieser Ansatz verspricht laut Herold, „dass die Anwendungen des Finanzwesens unabhängig von den ERP-Anwendungen weiterentwickelt und ausgeliefert werden können“ – dass also eine Entkopplung der Release-Zyklen stattfindet. Außerdem können die Anwender die Finanzapplikationen schrittweise einführen; kurzfristig umzusetzende gesetzliche Änderungen lassen sich jederzeit – unabhängig vom Release-Stand des ERP-Systems – ausliefern.

Aufbauend auf der Grundfunktionalität von Semiramis besitzt das Rechnungswesen Merkmale wie Unicode, Zeitzonen- und Sprachenunabhängigkeit. Die Mehrmandantenfähigkeit zählt ebenso wie die parallele Rechnungslegung (nach verschiedenen Bilanzierungsstandards) zu den Basisfunktionen.

In die drei unter dem Codenamen Isar („Integrated Semiramis Accounting & Reporting“) entwickelten ­Frameworks für Fibu, Anlagenbuchhaltung und Controlling sind laut Herold alle Funktionen für Buchungen, Zahlungsverkehr und Melde­wesen umgesetzt, mit Cockpits für Übersichten und Berichte sowie mit Controlling-, Planungs- und Budgetierungsfunktionen.

Das neue Rechnungswesen wurde in die Grundfunktionalität von Semiramis eingebettet, die im Framework angelegt ist. So wurden die Stammdaten entsprechend der Strukturen des Semiramis-Partnerstamms (mit Rollenzuweisungen für die Partner wie Kunde, Lieferant, Verband, Mitarbeiter etc.) und der Multisite-Fähigkeit (zur Abbildung mehrerer Standorte) angelegt. Die Funktionen zur Pflege von Partnerstammdaten stehen nun auch für die speziellen Anforderungen des Rechnungswesens zur Verfügung.

Noch ist Isar als neues Produkt funktional nicht auf dem Stand der jahrelang gereiften Produkte SoftM Suite, DKS oder Schilling; beispielsweise werden Funktionen zur Konzernkonsolidierung ebenso in den nächsten Releases eingebaut wie die internationale Einsatzfähigkeit im Ausland.

Allerdings beweist Isar seine Praxistauglichkeit schon heute beim Dülmener Sportwagenhersteller Wiesmann, der am 15. Februar als erster von drei Isar-Pilotkunden das Semiramis-Rechnungswesen in Betrieb genommen hat. Bei der rund 100 Mitarbeiter starken Manufaktur für puristische Sportwagen kommen nun alle 18 Semiramis-Frameworks zum Einsatz.

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