IT-Konsortium „Zero Outage Industry Standard“ gegründet

„Null Fehler“ als IT-Prinzip

Gemeinsam wollen führende IT-Konzerne übergreifende Design-Prinzipien für Null-Fehler-Produkte definieren und einen Rahmen für sichere, zuverlässige und hochverfügbare IT-Lösungen und Services schaffen. Dafür gründeten sie jetzt den Verein „Zero Outage Industry Standard“ mit Sitz in London.

Die Service-Verfügbarkeit spielt im heutigen digitalen Zeitalter eine zentrale Rolle. Die Erwartungen an einen rund um die Uhr verfügbaren, zuverlässigen Zugriff erfordern, dass geschäftskritische Anwendungen auch im Zeitalter des Cloud Computing störungsfrei funktionieren.

Gründungsmitglieder sind Brocade, Cisco, Dell EMC, Hitachi Data Systems, Juniper Networks, Netapp, SAP, Suse und T-Systems. Sie wollen einen neuen Industriestandard schaffen, der die Qualität und Ausfallsicherheit von IT-Infrastrukturen verbessert. Die Vereinsgründung erfolgte auf Initiative der Telekom Geschäftskundensparte T-Systems, die ihr Zero-Outage-Programm vor fünf Jahren ins Leben gerufen hatte. Prominente Hersteller, wie etwa HPE, werden später dazustoßen, teilte die Deutsche Telekom auf Anfrage von DV-Dialog mit.

„Da die IT-Infrastruktur eines Unternehmens komplex verzahnte Technologien verschiedener Hersteller umfassen kann, gibt es dort häufig nicht aufeinander abgestimmte Service Level Agreements“, motiviert Stephan Kasulke, Vorstandsmitglied des Vereins „Zero Outage Industry Standard“ und SVP Quality bei T-Systems, diese Initiative. Dies könne zu Ausfällen und Sicherheitsproblemen führen. „Mit dem Verein 'Zero Outage Industry Standard' beabsichtigen führende Technologie- und Telekommunikationsunternehmen, eine branchenweite Diskussion anzustoßen und ein gemeinsames Qualitätsverständnis zu entwickeln“, so Kasulke weiter.

„Seit über vier Jahrzehnten verlassen sich SAP-Kunden bei ihren Kerngeschäftsprozessen auf die Hochverfügbarkeit von geschäftskritischen Systemen“, ergänzt SAP-Vorstand Bernd Leukert. „Heute erwarten sie eine Dienstverfügbarkeit von 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche, die auch das Internet der Dinge sowie Echtzeit-Anwendungen und die mobile Nutzung umfasst. Mit dem Verein ‚Zero Outage Industry Standard’ streben wir die Verbesserung aller IT-Fähigkeiten an, wobei Zero Outage unser oberstes Ziel ist.“

Der neue Standard definiert einheitliche Qualitätskriterien für die Themenfelder IT-Plattformen, Personal, Prozesse und Sicherheit, um Störungen zu minimieren, Verfügbarkeiten zu steigern, die Sicherheit zu gewährleisten, kosteneffizient zu arbeiten und die „Business Impact“ etwaiger Störungen zu minimieren.

Der neue Standard bringt u.a. abgestimmtes Release-Management und robuste Testzyklen für die IT-Plattformen, definierte herstellerübergreifende Prozesse im Incident-, Change- und Problem-Management sowie eine einheitliche Schulung und Zertifizierung der Mitarbeiter. Dazu kommen ein gemeinsames Sicherheitsverständnis sowie einheitliche Maßnahmen zum Schutz komplexer Produktions-Umgebungen vor Angriffen und Ausfällen.

Ist der Rahmen für den Industriestandard „Zero Outage“ erst einmal definiert, soll er sämtlichen Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Die gemeinsame Arbeit der Partner des Vereins hat bereits begonnen. Unternehmen, die Interesse an einer Mitarbeit haben, sind jedoch jederzeit willkommen.

Bildquelle: T-Systems

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