Rittal diagnostiziert Investitionsstau im RZ

Outsourcing? Nein danke!

Mittelständler halten das eigene Rechenzentrum für unverzichtbar, um ihre Wettbewerbsfähigkeit dauerhaft zu sichern und auszubauen, ermittelte Rittal in einer Befragung von rund 500 Managern.

Mit dem standardisierten Rechenzentrum Rimatrix S implementiert Rittal ein modulares Konzept, das den Anforderungen nach mehr Agilität und Skalierbarkeit gerecht werden soll.

Auffällig ist der direkte Zusammenhang zwischen RZ und Umsatzwachstum: Von den befragten Unternehmen, die letztes Jahr ein Umsatzwachstum schafften, betreiben 97 Prozent ihr eigenes RZ. Also ist es kein Wunder: 93 Prozent der IT-Manager halten ein eigenes RZ für wichtig oder sehr wichtig.

Nachholbedarf in Sachen „Green IT“ haben die Unternehmen insbesondere bei der Energieeffizienz, ermittelte der Anbieter von IT-Infrastrukturbausteinen in in der Studie, deren Ergebnisse hat einem aktuellen Whitepaper veröffentlicht wurden. 57 Prozent der Unternehmen gaben demnach eine „Power Usage Effectiveness“ von über 2,0 PUE an. Für jede Kilowattstunde Strom, die von den IT-Geräten verbraucht wird, werden dann nochmals über 1 kWh für die Kühlung und die weitere Gebäude- und Anlagentechnik verbraucht.

Der PUE-Wert setzt die im RZ verbrauchte Energie ins Verhältnis zur Energieaufnahme der Rechner: Je näher der PUE-Wert der Zahl 1 kommt, desto effizienter arbeitet das Rechenzentrum. Industrieweit gilt ein PUE-Wert von 1,4 als ausgezeichnet, während große IT-Dienstleister mit optimierten Anlagen auch Werte von 1,2 oder weniger erreichen.

Das RZ ist zu kalt

Die 500 befragten IT-Manager gaben an, ihr RZ im Durchschnitt mit 15,5 Grad Celsius zu betreiben – ein enormes Einsparpotenzial. Anstatt komplette Räume zu kühlen, ist es laut Bernd Hanstein, Hauptabteilungsleiter Produktmanagement IT bei Rittal, viel effizienter, mit direkter Kühlung im Rack oder in einzelnen Gängen zu arbeiten. Dadurch sei eine höhere Gesamttemperatur im Raum zulässig – und die Kosten für die Kühlung sinken

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Bisherige Redundanzkonzepte sind oft veraltet und nicht zuverlässig genug, um das heute erforderliche Maß an Verfügbarkeit zu gewährleisten. 24 Prozent der befragten IT-Administratoren nannten redundante Infrastrukturen als wichtigsten Bereich, der modernisiert werden muss. Insgesamt schätzen nur 46 Prozent die Zukunftsfähigkeit der eigenen IT mit sehr hoch ein. Allerdings ist die überwiegende Mehrzahl (79 Prozent) der Ansicht, dass keine der abgefragten Herausforderungen unlösbar sei.

6,9 Jahre, das Durchschnittsalter des RZ

Für ihre Rechenzentren meldeten die befragten Teilnehmer ein Durchschnittsalter von 6,9 Jahren. Bei diesem Alter erschwert sich bereits der Einsatz moderner IT-Systeme, da sie eine höhere Energiedichte haben und hochverfügbar sein müssen.

Auch haben sich die Energieeffizienz der IT-Systeme sowie die Kühlkonzepte für Racks und Serverräume in den letzten Jahren teilweise erheblich weiterentwickelt. Daraus entsteht Modernisierungsbedarf, mahnt Hanstein, „um am Markt Schritt zu halten. Die Frage ist, ob modernisiert oder neu gebaut werden soll. Potenzial sieht er auch in adaptiven Kühlkonzepten. Die damit verbundene Kostensenkung könnten IT-Leiter zur Flexibilisierung ihrer Angebote ausspielen.

www.rittal.de

Bildquelle: Rittal

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