IBM bringt auch neue Tools für Private Clouds

Power-Infusion für die Softlayer-Cloud

Heute kündigte IBM wie schon länger erwartet offiziell an, dass die 2013 erworbene Tochter Softlayer künftig auch die Power Systems in ihre Cloud-Infrastruktur integrieren wird. Zeitgleich wurde ein „Platform Computing Cloud Service“ vorgestellt, die Unternehmen beim Aufbau von Hybrid- und Private-Cloud-Umgebungen helfen soll.

Softlayer-CEO Lance Crosby Mitte Januar im Cloud-Rechenzentrum Dallas

Beginnend mit dem kommenden Quartal soll Softlayer erste Watson-Services auf Power-Basis anbieten; Angebote im Bereich der Optimierung von Daten- und Analytik-Leistung sollen folgen. Als erste Angebote sind geplant:

- Watson-Lösungen inklusive Discovery Advisor, Engagement Advisor und der Entwicklungcloud. Das ist ein Plattform-as-a-Service, der die Technologie, Tools, SDKs und APIs enthält, die Drittparteien benötigen, um kognitive Anwendungen zu entwerfen, zu entwickeln und einzusetzen

- als „Software as a Service“ gibt es eine Reihe von Datendiensten auf Power-Systemen, inklusive DB2 BLU mit Beschleunigungs- und Analytik-Lösungen aus der Cognos-Familie

- Als „Infrastructure as a Service“ werden auch Bare-Metal-Power-System als On-Demand-Infrastruktur-Plattform angeboten.

Außerdem startete IBM unter dem Codenamen Blue Mix ein neues PaaS-Angebot für Software-Entwickler und kündigte die Absicht an, das gesamte Middleware-Portfolio (inklusive Websphere) über die Cloud-Infrastruktur von Softlayer zur Verfügung zu stellen. Die neue Entwicklungsumgebung Blue Mix steht Interessenten ab sofort zur Verfügung; mit ihr will IBM eine Brücke zwischen transaktionsorientierten Geschäftsanwendungen im Backend und Web-basierten Front-End-Lösungen schlagen.

Erfassung und Auswertung großer Datenmengen

Mit den Power-Servern will Softlayer Kunden bei der Erfassung und Auswertung großer Datenmengen helfen. Zusätzlich vereinfacht der neue Platform Computing Cloud Service die Verwaltung von Hybrid-Cloud-Implementierungen und erleichtert für Benutzer den Übergang in die Cloud-Welt. So können IT-Chefs beispielsweise Lastspitzen unkompliziert über die Softlayer-Cloud abfedern und müssen sich keine Performance-Sorgen mehr machen.

Diese Ankündigung folgt weniger als ein Jahr nach der Übernahme von Softlayer durch IBM, die am 4. Juni 2013 angekündigt worden war. Kurz nachdem Übernahme abgeschlossen war, kamen die IBM- und Softlayer-Entwicklungsteams zusammen, um für die Softlayer-Umgebung optimierte Power Systems zu entwickeln und zu testen.

„Unmittelbar nachdem unsere Entwicklungsteams begannen, Power Systems in der Softlayer-Umgebung zu testen, wurde uns der Wettbewerbsvorteil von Power klar", wird Softlayer-CEO Lance Crosby in der Presseinformation zitiert. Leistung und Effizienz der Power Systems seien ein „echter Game-Changer - insbesondere, wenn es um den Aufbau moderner, anpassungsfähiger Cloud-Umgebungen geht, die für die die nächste Stufe von Big Data vorbereitet sind. Damit werden Dienstleistungen möglich, die unsere Kunden bisher nicht für machbar gehalten haben.“

www.ibm.com/systems/de/power/

Bildquelle: IBM

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