Xerabit unterstützt Autohandelsgruppe Avag bei Migration auf IBM-x-Server

Rollout von 95 Servern

Mit 139 Standorten ist die Avag Holding eine der führenden unabhängigen Automobilhandelsgruppen Deutschlands. Zentrale IT-Services für alle Autohäuser werden durch das Rechenzentrum in der Augsburger Zentrale erbracht. Die Domaincontroller und File- sowie Proxyserver werden jedoch individuell in jeder Filiale betrieben. Mit Unterstützung des Systemhauses Xerabit hat die Holding jetzt die dortigen Server durch eine Virtualisierung auf das System x von IBM konsolidiert.

In den meisten Autohäusern kommen die Tower-Server aus der x3400-Serie von IBM zum Einsatz

Als Manager IT-Systems bei Avag betreut Michael Roth mit seinem Team von Augsburg aus die IT-Infrastruktur aller Standorte. Schnelle Reaktionszeiten sind für ihn von großer Bedeutung, etwa wenn es gilt, die unternehmensweiten ERP-Systeme an neue Vorgaben der Autohersteller anzupassen oder ein neu übernommenes Autohaus an Avags IT-Architekturen und -Standards anzupassen. „Wenn die Konfiguration der lokalen Rechner durch den lokalen IT-Beauftragten des Autohauses passt, kann ein Haus samt Filialen in einem guten halben Tag angeschlossen werden“, erklärt Mario Borowka, in Roths Abteilung zuständig für RZ und Infrastruktur.

„Dass wir mit unserer schlanken Struktur so schnell reagieren können, verdankt sich einem hohen Maß an Standardisierung und Konsolidierung“, erklärt Roth. Ein wesentlicher Schritt in dieser Richtung sei 2008 die Errichtung eines neuen RZ in Augsburg gewesen, der aktuelle Austausch von teilweise über fünf Jahre alten lokalen Servern in 95 Filialen ein weiterer Meilenstein.

Hardwareserver auf virtuelle Maschinen gebracht

„Indem wir die Hardwareserver auf virtuelle Maschinen migrieren, vereinheitlichen wir die Plattformen an den einzelnen Standorten“, erläutert Mario Borowka. „Das erlaubt uns nicht nur ein schnelleres Arbeiten bei der Remote-Administration, sondern macht die Systeme auch zukunfts­sicherer.“ Denn mit Inbetriebnahme der neuen IBM-Server erfolgt der Wechsel von 32-Bit- auf 64-Bit-Software und vom Betriebssystem Windows Server 2003 auf Windows Server 2008 R2. Diese Konfiguration, die nach Planung der Avag mindestens fünf Jahre in Betrieb bleiben soll, bildet die Grundlage für eine spätere Umstellung der Client-Rechner auf Windows 7.

Die Virtualisierung macht das Unternehmen zudem Hardware-unabhängig. „Wenn sich die Rechner in ein paar Jahren als nicht mehr leistungsfähig genug erweisen, können wir einfach eine neuere Maschine unter die virtualisierte Umgebung setzen, ohne dass sich an unserer Architektur etwas ändert“, so Borowka. Zudem werde es sehr leicht, durch Duplizierung der virtualisierten Umgebung auf einen weiteren Server Redundanz zu schaffen.

Ein Grund für die Wahl von IBM als Serverlieferant war denn auch, dass sich mit den x-Servern alle Funktionen, die in den Autohäusern bislang auf mehrere physikalische Server verteilt waren, auf jeweils einem einzigen Gerät zusammenführen lassen. In vielen Häusern ist dies der x3400-M3-Tower. An den anderen Standorten mit Racks sowie im Avag-RZ kommt der funktionsgleiche Rack-Server x3550 M3 zum Einsatz.

„IBM-Server wurden uns von mehreren Systemhäusern vorgeschlagen, die sich an unserer Ausschreibung beteiligt haben“, erinnert sich Michael Roth. Angesichts der minimalen Preisunterschiede gab letztlich die von Xerabit angebotene logistische Unterstützung den Ausschlag für diesen Anbieter. Als „Zünglein an der Waage“, so Roth, kam hinzu, dass Jürgen Günther, der bei Xerabit das Projekt betreut, die IT-Architektur der Avag bereits von früheren Projekten her kannte. Das vermeide Reibungsverluste und biete eine zusätzliche Fall-back-Option für den Kunden, weil Günther bei zeitlichen Engpässen kurzfristige Unterstützung leisten könne, ohne dass langwierige Einweisungen erforderlich seien, so Roth.

Die Migration der Daten

Weil 95 Autohäuser nicht auf einen Schlag angebunden werden können, wurde der Rollout der neuen Server in zwei Phasen unterteilt. In der ersten Phase wurden von April bis Ende Juli 2012 die 40 Standorte mit den ältesten Systemen beliefert. In der von Juli bis Oktober 2012 dauernden zweiten Phase wurden dann die restlichen 55 Standorte versorgt.
„Der Flaschenhals bei dem Projekt ist die Migration der Daten von den Altservern. Je nach Standort kann man da ganz unterschiedliche Bedingungen vorfinden, so dass nicht immer absehbar ist, wie lange die Umstellung im Einzelfall dauert“, weiß Borowka. Um den Zeitplan einzuhalten, sei ein Maximum an Standardisierung im Vorfeld sowie eine verzögerungsfreie Lieferung der Hardware von entscheidender Bedeutung gewesen.

Aufgrund der Erfahrung aus vielen Projekten mit IBM-Hardware konnte Xerabit einen Distributor auswählen, der für kurze Lieferzeiten bekannt ist – wichtig nicht nur für den ersten Rollout, sondern auch in Zukunft, wenn die Avag zur Einbindung neuer Autohäuser zusätzliche Server benötigt.

Um das Auspacken und Zusammenbauen Dutzender Einzelteile vor Ort zu vermeiden, bestellte Xerabit die Server „configured to order“ (CTO). Das heißt: Die Geräte werden von IBM bereits mit der vom Kunden spezifizierten Anzahl an Festplatten usw. gefertigt und in einem einzigen Karton an den Distributor verschickt. Im nächsten Schritt richtete der Distributor auf diesen Geräten die von Borowka in Zusammenarbeit mit Günther entworfene Architektur ein, in der jeder Server mit vier virtuellen Maschinen versehen wird. Hostnamen, IP-Adressen, IP-Adressen-Management und RAID für alle Server wurden von der Avag vorgegeben.

Die ersten Maschinen wurden zum Start des Rollouts am 10. April 2012 von Günther, Borowka und seinem Kollegen Tobias Schreiber beim Distributor vorkonfiguriert, um dessen Mitarbeiter einzuarbeiten. Die fertig „betankten“ Server wurden dann direkt vom Distributor an die einzelnen Autohäuser geschickt. „Ziel war es, dass der IT-Beauftragte vor Ort den Rechner nur einstecken und online bringen muss, damit das IT-Team in der Avag-Zentrale gleich mit der Einrichtung und Datenmigration beginnen kann“, so Günther. Das Konzept sei aufgegangen, da bei keinem der 95 Server nennenswerte Nachbesserungen an der vom Distributor eingerichteten Vorkonfiguration notwendig wurden. 

www.avag.eu

www.xerabit.de

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