Touren für gemeinsame Kunden der Töchter Weber, Rigips und Isover gebündelt

Saint-Gobain optimiert die Logistik

Der französische Industriekonzern Saint-Gobain hat die Logistik der Tochterfirmen Isover, Rigips und Saint-Gobain Weber in Deutschland neu strukturiert und damit die Zahl der Kundenanfahrten bei gleich bleibender Lieferfrequenz drastisch reduziert. Sämtliche Touren mit gemeinsamen Anlieferstellen werden jetzt vom AS/400-Anwender Saint-Gobain Weber zentral mit dem Transportmanagement- und Telematiksystem Opheo geplant und abgerechnet.

Weber, Rigips und Isover – drei Tochterfirmen von Saint-Gobain – beliefern Kunden jetzt gemeinsam. Dahinter steckt das Transportmanagementsystem Opheo.

Die von der Initions AG entwickelte Lösung war zuvor bereits bei Saint-Gobain Weber im Einsatz und wurde für das Projekt um weitere Funktionen ergänzt. Das Ergebnis: Eine deutliche Entlastung an Be- und Entladerampen sowie ein reduzierter CO2-Ausstoß. Außerdem führt das unter dem Namen „Lead“ durchgeführte Optimierungs-Projekt bei Isover, Rigips und Saint-Gobain Weber sowie den gemeinsamen Kunden zu großen Entlastungen.

Ein Auftrag, eine Lieferung, eine Rechnung

„Wir haben die Zahl der Rampenkontakte sowie die Auslastung der Lkw und damit auch den CO2-Ausstoß spürbar optimiert", fasst Thomas Muschalla zusammen, der bei der Saint-Gobain Weber GmbH den Bereich Logistik verantwortet. Zusätzlich profitieren die Kunden von einem zentralen Ansprechpartner für die bei einem der drei Lieferanten getätigten Bestellungen. „Mit dem Prinzip ‚ein Auftrag, eine Lieferung, eine Rechnung’ bietet Saint-Gobain jetzt einen deutlichen Kundenvorteil“, so Muschalla.

Lead wird für die Belieferung von Heimwerker-Märkten angewendet. Darüber hinaus werden in einigen Regionen auch die Lieferungen an Baustellen und den Baustofffachhandel von Isover und Weber damit disponiert. Rund 180 Lkw von Spediteuren sind täglich im Einsatz, die dafür mit der Telematiklösung Opheo Mobile ausgerüstet wurden. Dieses System sorgt für ein durchgehendes Auftragsmanagement, die Kommunikation zwischen Fahrern und Disposition sowie die zuverlässige Ortung der gesamten Flotte.

Schnittstellen zu drei Warenwirtschaftssystemen

Lediglich Komplettladungen und Touren ohne Kunden-Überschneidungen werden bei Isover, Rigips und Saint-Gobain Weber jetzt noch unabhängig disponiert. Zu den besonderen Herausforderungen des Projekts zählten die zu schaffenden Schnittstellen zwischen Opheo und den drei Warenwirtschaftssystemen sowie die Integration der völlig verschiedenen Tarifmodelle.

Während Saint-Gobain Weber im ERP-Bereich mit einer AS/400-Lösung arbeitet, setzen Isover und Rigips auf SAP-LE. Die in den jeweiligen Systemen erfassten Aufträge erhalten bei Kundenüberschneidungen eine Kennzeichnung und werden automatisch zu Opheo übertragen. Dort stehen die Aufträge für die gemeinsame Tourenbildung und Abrechnung zur Verfügung. Schließlich übernimmt Opheo nicht nur die Disposition, sondern auch die automatische Abrechnung mit den beteiligten Spediteuren.

Im Rahmen des Lead-Projektes hatten sich alle drei Töchter um die zentrale Logistik beworben. Den Zuschlag erhielt Saint-Gobain Weber aufgrund seines damals schon eingesetzten Transportmanagementsystems. „Alleine Opheo konnte die hohen Anforderungen an das Projekt erfüllen“, erinnert sich Muschalla, der bereits seit 2008 mit Opheo arbeitet. Seither befinde man sich gemeinsam mit dem Hersteller in einem ständigen Verbesserungs-Prozess.

Saint-Gobain Weber ist ein international tätiges Unternehmen der Baustoffindustrie, das derzeit mit Marken wie Sekurit, Isover, Rigips, Raab Karcher und Weber in 52 Ländern Europas sowie in Südamerika, Afrika und Asien präsent ist. Das in Servon bei Paris beheimatete Unternehmen bietet über 800 Produkte und Systeme aus den Bereichen Fassade und Wand, Boden, Fliese und Bautenschutz und erzielt mit ca. 10.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von über 2,3 Mrd. Euro.

Bildquelle: SG Weber

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