Neues Ziel für 2017: Über 3 Mrd. Euro Cloud-Umsatz

SAP investiert in Cloud-Offensive

SAP, Europas mit Abstand größter Softwarehersteller, konnte auch 2013 bei Umsatz und Gewinn weiter zulegen. Die geplanten Investitionen in einen „kundenorientierten Weg in die Cloud“ kosten allerdings zunächst einmal Marge, denn für 2017 strebt SAP satte 3,0 Mrd. bis 3,5 Mrd. Euro Cloud-Umsatz an. 2013 lag der Umsatz aus Cloud-Subskriptionen und -Support währungsbereinigt erst bei 787 Mio. Euro; 2014 will man bereits an der Milliardengrenze kratzen und 2015 diesen Umsatz glatt verdoppeln.

Die beiden SAP-Vorstandssprecher Bill McDermott (links) und Jim Hagemann Snabe (hier bei der Hauptversammlung 2010) wollen den Ausbau des Cloud-Geschäfts weiter beschleunigen, „indem wir unseren Kunden die Wahl lassen“.

„Wir sind stärker gewachsen als der Markt, haben unsere Marge gesteigert und gleichzeitig in Innovationen und die Cloud investiert“, sagten die Vorstandssprecher Bill McDermott und Jim Hagemann Snabe. Sie wollen den Ausbau des Cloud-Geschäfts weiter beschleunigen, „indem wir unseren Kunden die Wahl lassen“ und ihnen den „Einsatz neuer Technologien wesentlich erleichtern“. Ingesamt schaffte SAP 2013 ein Umsatzwachstum von vier Prozent auf 16,9 Mrd. Euro; währungsbereinigt lag das Wachstum sogar bei acht Prozent. Der starke Euro und Probleme in Asien machten der SAP aber zu schaffen; sonst wäre man schneller gewachsen.

Das Geschäft mit Software und Cloud-Subskriptionen wuchs um sechs Prozent auf 5,28 Mrd. Euro; währungsbereinigt hätte das Plus sogar elf Prozent betragen. Beim Betriebsergebnis legte SAP um zehn Prozent auf 4,48 Mrd. Euro zu, beim Gewinn nach Steuern sogar um 18 Prozent auf 3,33 Mrd. Euro. Allerdings schrumpfte der Software-Umsatz im 4. Quartal um zwei Prozent auf gut 1,9 Mrd. Euro

Die abgegrenzten Umsätze auf Cloud-Subskriptionen und -Support lagen nach Firmenangaben zum 31. Dezember 2013 bei 447 Mio. Euro (+ 25 Prozent im Jahresvergleich), der Auftragsbestand sogar bei rund 1,2 Mrd. Euro (+ 50 Prozent im Jahresvergleich). Die auf das Jahr hochgerechneten Erlöse im Cloud-Bereich übertreffen demnach 1,06 Mrd. Euro (Annual Cloud Revenue Run Rate), die Anzahl der Abonnenten für das gesamte Cloud-Anwendungs-Portfolio schon 35 Millionen.

Die nunmehr über 3.000 Hana-Kunden investierten 633 Mio. Euro in Hana-Software. Die Zahl von 800 Kunden für die SAP Business Suite powered by Hana zum Jahresende 2013 hätten die eigenen Erwartungen in der kurzen Zeit seit der Markteinführung im Mai 2013 übertroffen. Hana als einheitliche Plattform für das gesamte Lösungsportfolio, sowohl On-Premise als auch in der Cloud, soll den Kunden eine Vereinfachung ihrer IT-Systeme ermöglichen.

Durch die Kombination „des stabilen, hochprofitablen Kerngeschäfts mit dem schnell wachsenden Cloudgeschäft“ will SAP weiter zulegen und auch die Marge verbessern. Bis 2015 sind nach wie vor eine Erhöhung des Gesamtumsatzes auf mindestens 20 Mrd. Euro und ein Gesamtumsatz im Cloud-Geschäft einschließlich cloud-bezogener Beratungsleistungen von rund 2 Mrd. Euro geplant. Statt wie bisher geplant im Jahr 2015 soll die operative Marge nun aber erst 2017 bei 35 Prozent liegen. 2013 lag der Wert - Währungseffekte und andere Faktoren herausgerechnet - bei 32,6 Prozent.

Für 2017 strebt SAP jetzt mindestens 22 Mrd. Euro Gesamtumsatz an – und einen Gesamtumsatz im Cloud-Geschäft von 3,0 Mrd. bis 3,5 Mrd. Euro. Das schnell wachsende Cloudgeschäft und weiter ansteigende Wartungsumsätze sollen in Zukunft den Anteil des besser vorhersehbaren, wiederkehrenden Umsatzes erhöhen. Für diese Cloud-Offensive nimmt SAP die zwischenzeitlich niedrigere Marge in Kauf.

www.sap.de

Bildquelle: SAP AG

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