Neue Storage-Lösungen von IBM

Speicherriese fürs Archiv

Am 9. Mai hat IBM neue Bandspeicher sowie Archivierungs- und Deduplizierungstechnologien für sehr große Datenmengen angekündigt.

IBM-Bandbibliothek TS3500

Eine IBM-Bandbibliothek TS3500 mit TS1140-Laufwerken kann bis zu 900 Petabyte speichern.

Verwaltet werden die Bandbibliotheken durch ein neues Filesystem mit bis zu 2,7 Exabyte (also 2,7 Milliarden Gigabyte) Kapazität. Diese Datenmenge entspricht einem Stapel an je einen Zentimeter dicken Büchern, der zehn Millionen Kilometer hoch wäre. Neu ist auch die IBM-Bandbibliothek TS3500. Sie basiert auf einer innovativen Shuttle-Technologie, die als mechanische Einrichtung bis zu 15 Geräte zu einer einzigen Hoch­kapazitätsbibliothek verbindet. Das soll eine hochverfügbare Verwaltung zu geringen Kosten erlauben.

Eine TS3500 bietet laut IBM-Sprecher Hans-Jürgen Rehm bis zu 80 Prozent mehr Kapazität als eine vergleichbare Oracle/Storagetek-Bibliothek und besitzt somit die derzeit größte Kapazität in der Branche. Zum Vergleich: Eine Oracle SL8500 Tape Library mit nativen T10000c-Laufwerken bietet 500 Petabyte ­Kapazität, die TS3500 mit nativen TS1140-Laufwerken 900 PB bei op­timal ausgenutzter Cartridge-Kapazität.

Außerdem hat IBM ein Filesystem für IBM-Libraries angekündigt. Mit der Linear Tape File System Library Edition (LTFS LE) soll die Verwaltung von Bandbibliotheken, umfangreichen Archivdaten und digitalen Assets vereinfacht werden. Das neue Filesystem basiert auf der fünften Generation des LTO-Bandspeicherformats; mit dieser Technik können Daten im Bandarchiv am PC genau wie auf einem USB-Stick angesteuert werden.

Ebenfalls neu sind Erweiterungen beim IBM-Massenspeicher Sonas (Scale-Out NAS), der nun auf mehr als 14 Petabyte geclusterten Speicher ausgebaut werden kann und laut Rehm doppelt so viel Durchsatz wie sein Vorgänger sowie kürzere Antwortzeiten bietet. Dank eingebauter Anti-Viren-Lösungen können archivierte Daten gescannt und betroffene Dateien isoliert oder gelöscht werden.

Außerdem verbessert IBM die vorkonfigurierte Archivlösung Information Archive for eMail, Files and eDiscovery. Aufgrund vorintegrierter Hardware, Software und Services können die Installations- und Implementierungskosten eines Speicherarchivs im Vergleich zum Aufbau einer Lösung aus Einzelkomponenten laut Rehm um bis zu 70 Prozent reduziert werden, so dass ein Archiv schon innerhalb weniger Tage einsetzbar sei.

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