Epicor übernimmt AS/400-Experten Solarsoft

Stoßrichtung ERP in der Cloud

Mit dem Kauf von Solarsoft Business Systems will ERP-Hersteller Epicor seine Position in vertikalen Schlüsselmärkten stärken, das Lösungsportfolio erweitern und neue Optionen für Cloud Computing und Managed Services bieten.

Pervez Qureshi, Präsident und CEO von Epicor: „Die Akquisition macht im Hinblick auf die Unternehmenskultur und auch aus technologischer Sicht Sinn!“

Die Epicor Software Corporation, ERP-Spezialist für Fertigungs- und Handels-unternehmen, kündigte heute die Vereinbarung zur Übernahme des Privat-unternehmens Solarsoft Business Systems von an. Verkäufer ist der Eigen-tümer des ERP-Herstellers, die Investmentgesellschaft Marlin Equity Partners.

„Die Akquisition macht im Hinblick auf die Unternehmenskultur und auch aus technologischer Sicht Sinn“, sagte Pervez Qureshi, Präsident und CEO von Epicor. Der Solarsoft-Kauf ist Epicors erst große Akquisition, seit der Investor Apax Partners durch die Fusion mit Activant im Frühjahr 2011 ein knapp 900 Mio. Dollar Jahresumsatz starkes neues Schwergewicht in der globalen ERP-Branche formiert hat. Die Übernahme soll innerhalb von 45 Tagen vollzogen sein.

Solarsoft ist spezialisiert auf Enterprise Resource Planning (ERP) für den Mittelstand sowie Managementsysteme für Fertigung und Handel. Die Wurzeln des Unternehmens, das derzeit mit 450 Mitarbeitern fast 2.000 Kunden in 16 Zeitzonen bedient und rund 90 Mio. Dollar Jahresumsatz erzielt, reichen zurück bis in das Jahr 1986. Der Firmenname wurde im November 2007 geprägt, nach der Fusion der kanadischen CMS Software Inc. mit der britischen Firma XKO Software. Flaggschiffprodukt ist die ERP-Software iVP, die für Fertigungsunternehmen, Handel und Großhandel konzipiert ist und auf der Plattform IBM i läuft.

Die Übernahme soll Epicors Angebot im Markt der Unternehmenslösungen für diskrete Fertigung und Handel sowie für Großhandel-Managementlösungen erweitern, speziell in vertikalen Schlüsselindustrien wie Holz und Baustoffe, Automobil oder Druck und Verpackung. Epicor erwähnt hier in der Presseinformation explizit die Manufacturing Execution Systems (MES) von Solarsoft sowie auch seine Steuerungslösungen, die weitreichende Möglichkeiten der Messung, Überwachung und Optimierung von Produktions- und Fertigungsprozessen bieten.

Die erhöhte Reichweite und Bandbreite des fusionierten Unternehmens soll neue Märkte erschließen und Cross-Selling Möglichkeiten schaffen, insbesondere in den Bereichen MES, Prozessfertigung, Automotive sowie Druck und Verpackung. Die Investitionen in Rechenzentren sollen die Möglichkeiten zur Bereitstellung von Cloud-basiertem Solarsoft und Epicor ERP erweitern, ebenso wie Modelle für Software-as-a-Service, Hosting und Managed Services.

Mit den Kompetenzen von Solarsoft in der Prozessfertigung will Epicor Initiativen in regulierten Branchen wie der Getränke- und Lebensmittelindustrie, der Pharmazeutischen Industrie sowie auch im Gesundheitswesen vorantreiben, heißt es. Zudem verfüge Solarsoft über Expertisen und Ressourcen für die Bereitstellung der eigenen wie auch der Epicor ERP-Lösungen in der Cloud, als Software-as-a-Service (SaaS)-Modell, als Hosting-Lösung oder als Managed Services.

„Zusammen haben wir über 22.000 Kunden und unsere gemeinsamen Umsätze erreichen jährlich eine Milliarde US-Dollar“, kommentiert Shawn McMorran, CEO von Solarsoft, die Übernahme. „Damit werden wir Teil eines der größten Anbieter für Unternehmenssoftware weltweit.“ Neben dem Hauptsitz in den USA sowie der deutschen Niederlassung in Frankfurt am Main ist Epicor mit mehr als 60 Filialen und Büros rund um den Globus vertreten.

www.apax.com
www.epicor.de
www.marlinequity.com
www.solarsoft.com

Bildquelle: Epicor

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