Kommentar von Gunter Thiel, Country-Manager DACH & Benelux bei D-Link

Viele Chancen durch 5G-Campus-Netze

Die Bundesnetzagentur hat am 21. November 2019 das Antragsverfahren für lokale 5G-Funkanwendungen gestartet. Für lokale Netze steht hier der Frequenzbereich von 3.700 bis 3.800 MHz bereit.

Gunter Thiel, D-Link

Gunter Thiel ist Country-Manager DACH & Benelux beim taiwanesichen Hersteller D-Link.

Die Frequenzen können insbesondere für Industrie 4.0, aber auch die Land- und Forstwirtschaft eingesetzt werden. Eine Antragsberechtigung kann sich aus dem Eigentum an dem Grundstück oder aus einem sonstigen Nutzungsrecht (z. B. Miete, Pacht) bzw. entsprechender Beauftragung ergeben.

Daraus ergeben sich Chancen vor dem Hintergrund, dass der zu langsame Breitbandausbau und Mobilfunklöcher die Industrie verständlicherweise frustriert haben. Lokale 5G-Campus-Netze bieten vielen Unternehmen jetzt aber die Möglichkeit, dieses Problem selbst in die Hand zu nehmen und vielfältige Chancen zu nutzen: Sie sind so unabhängiger und haben die Möglichkeit, neue Produkte oder Dienstleistungen schneller auf den Markt zu bringen.

Kleinere Firmen können produktiver und wettbewerbsfähiger werden. Vor allem anspruchsvolle Industrie-4.0-Anwendungen sind damit realisierbar. Denn 5G ermöglicht die Vernet­zung aller Geräte auf dem Firmen­gelände, auch wenn diese an schwer erreich­baren Stellen oder in Bewegung sind.

Allerdings wird 5G wie 3G und 4G zuvor nicht jedes Gebäude ausreichend durchdringen können. Auch gibt es Anwendungsfälle, wo ein lokales 5G-Campus-Netz nicht wirtschaftlich wäre. Hier schafft jedoch WLAN – perspektivisch vor allem Wi-Fi 6 mit seinen spezifischen Stärken bei Kapazität, Kosten, Bandbreite und einer sicheren Übertragung – Abhilfe.

Bildquelle: D-Link

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