Für deutsche Unternehmen ist Voice-over-IP nur eine Inhouse-Lösung

Vor- und Nachteile der IP-Telefonie

Deutsche Unternehmen sehen ein großes Potential für IP-Telefonie - aber nur im internen Einsatz. Das ergab die Online-Studie „Wie beliebt ist Telekommunikation auf IP-Basis?“ von Ferrari Electronic unter 568 Fachleuten vom Mai 2012. Den Umstieg auf IP-Kommunikation haben 63 Prozent entweder bereits abgeschlossen, führen ihn durch oder evaluieren ihn derzeit.

Stephan Leschke, Vorstand der Berliner Ferrari Electronic AG: „Kein Migrationsprojekt wie das nächste!“

Die Studie zeichnet ein deutliches Bild der Bedenken gegen die kostensparende Alternative VoIP. Sie legt aber auch offen, welche Strategien technische Entscheider wählen, um die Vorteile von VoIP dennoch zu nutzen: Vereinfachte Infrastruktur (85 Prozent) und Administration (83 Prozent) sowie die Integration der Telefonie in andere Dienste und Prozesse (82 Prozent) nennen die Befragten als Hauptgründe für einen Umstieg auf VoIP.

Eine deutliche Mehrheit (59 Prozent) glaubt zwar, innerhalb von zwei Jahren Voice-over-IP (VoIP) in der innerbetrieblichen Kommunikation einzusetzen. Doch nur 39 Prozent wollen die Anbindung nach außen über VoIP. Aktuell sind 84 Prozent aller Firmen in Deutschland per ISDN oder analog an das Telefonnetz angeschlossen. Der Hauptgrund für die Skepsis gegenüber VoIP: 72 Prozent der ITK-Experten befürchten Ausfallzeiten ihrer Telefonie.  Um sich gegen Ausfälle abzusichern, setzen sie deshalb auf Gateways, die in diesem Fall automatisch auf andere Dienste umleiten, oder auf redundante IP-Telefonanlagen.

„Unternehmen suchen gezielt nach Wegen, VoIP einzusetzen, schrecken aber bislang noch vor den vermeintlichen Problemen zurück“, kommentiert Stephan Leschke, Vorstand von Ferrari Electronic, die Ergebnisse. „Viele Entscheider haben noch gute Erinnerungen an die Zeiten, als die IT nicht so zuverlässig war wie heute.“ Außerdem böten ISDN-Anlagen viele Zusatzfunktionen neben der Telefonie, allen voran natürlich das Fax. Dabei lassen sich die vorhandenen Endgeräte nicht so ohne weiteres an das IP-Netz anbinden, etwa bei der Zeiterfassung, der Störungsmeldung (z.B. in Fahrstühlen), bei Brandmeldeanlagen oder bei der Steuerung von Warnsignalen, Hupen und ähnlichem.

„ISDN war lange Zeit ein Standard, und natürlich wurden alle möglichen Arten von Signalen so übertragen“, ruft Leschke in Erinnerung. „ISDN war kostengünstig und erprobt, sozusagen eine Urform von Unified Communications. Bei der Umstellung auf IP-Kommunikation stellen diese Anwendungen in der Regel kein großes Problem dar. Sie müssen aber immer berücksichtigt werden, und deswegen ist auch kein Migrationsprojekt wie das nächste.“

www.ferrari-electronic.de

Opens external link in new windowDie vollständige Studie „Wie beliebt ist Telekommunikation auf IP-Basis?“ als PDF

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