Wolfgang Dorst, Bitkom-Bereichsleiter Industrial Internet:

Vorbereitung auf die Ära „Industrie 4.0“

Die Digitalisierung bestehender Produkt- und Serviceangebote wird entscheidend für den Unternehmenserfolg. Dazu werden sich viele Unternehmen zusätzliche IT- bzw. Digitalisierungs-Kompetenzen in den Bereichen Produkt-, Smart-Factory- und Business-Support-IT aufbauen.

Ganz wesentlich ist die Wandlung zu einer agilen Organisationsform – zu einer Organisation, die flexibel und schnell agieren kann und nicht durch Silogrenzen oder „Fürstentümer“ ausgebremst wird. Eine erste organisatorische Maßnahme kann die Einführung eines „Chief Digital Officers“ sein, was in der Praxis bisher noch eher selten vorkommt.


Zusätzlich zum Aufbau interner Kompetenzen wird schon oft die Zusammenarbeit mit Partnern angegangen. Das bedeutet zum einen Kooperationen mit Unternehmen, die ein größeres IT-Know-how besitzen, und zum anderen, dass die eigenen IT-Systeme generell auf Kooperationen ausgelegt sein müssen. Zunehmend zu beobachten ist auch der Wissensaustausch zwischen Wettbewerbern, bis hin zu gemeinsamen Entwicklungen und Projekten. Märkte für IT-Lösungen werden größer – und neue Märkte für produktionsnähere IT-Lösungen entstehen. Um eine spezifische Analyse wird allerdings kein Unternehmen der Digitalwirtschaft herumkommen. Die Fragen

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Auf welche weiteren Branchen kann ich meine Kompetenzen anwenden?
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Welche zusätzlichen Ansprechpartner in meinen Kundenunternehmen können in Zukunft wichtig werden?
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Wie kann ich mein Produktportfolio erweitern, um produzierende Unternehmen und Dienstleister bei ihrer Digitalisierung zu unterstützen?

gilt es zu beantworten. Vor allem aber gilt es keine abwartende Haltung einzunehmen, sondern die Chancen aktiv zu nutzen.

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