DV-Dialog https://www.it-zoom.de/dv-dialog/news/ DV-Dialog – Fachzeitung für IBM Business Systems, System i, AS 400 de ©2019 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH Thu, 22 Aug 2019 22:48:49 +0200 Thu, 22 Aug 2019 22:48:49 +0200 TYPO3 EXT:news news-23773 Thu, 22 Aug 2019 15:33:28 +0200 Stöckert neuer CEO der Technogroup http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/stoeckert-neuer-ceo-der-technogroup-23773/ Klaus Stöckert ist neuer CEO und Vorsitzender der Geschäftsführung von Technogroup. Er folgt bei dem Hochheimer Anbieter Third-Party Maintenance (TPM) auf Dr. Ralf Dingeldein, der Technogroup seit Juli 2017 leitete, das Unternehmen aber jetzt verlassen hat. Der Beirat bedankt sich bei Dr. Dingeldein für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Klaus Stöckert hat viele Jahre als Manager und CEO an der Schnittstelle zwischen der Informations- und Telekommunikationstechnologie sowie dem Vertrieb gearbeitet, zum Beispiel als CEO von Unify Deutschland (ehemals Siemens Enterprise Telecommunications). Der IT- und Digitalisierungsexperte soll nun die Marktpräsenz des Hochheimer Drittwartungsanbieters ausbauen.

„Im Zuge der digitalen Transformation werden nicht nur Daten, sondern auch IT-Infrastrukturen und Rechenzentrum-Services immer wichtiger“, wird Stöckert in der Pressemitteilung zitiert. Dank dieser Entwicklung will er „unsere Position als Marktführer für Third Party Maintenance (TPM) in der D/A/CH-Region weiter ausbauen“.

Gegründet 1990, ist Technogroup heute ein breit aufgestellter Multivendor-Dienstleister für Rechenzentren. Rund 4.700 Kunden greifen laut Stöckert auf das Servicenetz zurück, hinter dem ca. 290 Mitarbeiter stehen. Anfang 2019 war das mit der Übernahme des Wartungsanbieters CPU Service auf Polen ausgeweitet worden.

Erst im November 2017 hatte britische Private Equity-Gesellschaft Vitruvian Partners gemeinsam mit den Geschäftsführern Dr. Ralf Dingeldein und Alfried Netzband die Technogroup IT-Service GmbH den Gründungsgesellschaftern sowie dem 2013 eingestiegenen Investor Caldec abgekauft. Inzwischen gehört das Unternehmen komplett dem Investor.

Auch das Geschäftsjahr 2018 hatten die Hochheimer mit einem Umsatzplus abgeschlossen – und den Umsatz um rund sieben Prozent auf ca. 37 Mio. Euro gesteigert. Aktuell besteht die Geschäftsführung aus CEO Klaus Stöckert, dem langjährigen Technikchef Alfried Netzband und Arnd Krämer, der im vergangenen als neuer Finanzchef gemeinsam mit Vertriebsgeschäftsführer Alexander Bernecker ins Unternehmen kam. Bernecker hat das Unternehmen allerdings bereits wieder verlassen.

Bildquelle: Technogroup

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Berthold Wesseler DV-Dialog Leute
news-23767 Thu, 22 Aug 2019 13:20:26 +0200 Blackline erweitert regionale Präsenz http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/blackline-erweitert-regionale-praesenz-23767/ Das amerikanische Softwarehaus Blackline will mit Ralph Weiss in der neu geschaffenen Rolle des „Vice President DACH“ die Geschäfte hierzulande ankurbeln – und die Beziehungen zu Kunden und Partnern in der Region vertiefen. Der US-Anbieter mit Tochter in Frankfurt hatte Ende 2018 eine Resellervereinbarung mit SAP geschlossen; die Walldorfer verkaufen seither die Cloud-Lösungen von Blackline als „Solution Extensions“ weiter. Ralph Weiss kommt von Winshuttle, einem Plattformanbieter für SAP-gestütztes Datenmanagement, und berichtet an den im Sommer 2018 angetretenen Vertriebs-Chef Mark Woodham am Hauptsitz in Los Angeles. Weiss bringt mehr als zwanzig Jahre Erfahrung mit; zuvor war er mehr als ein Jahrzehnt als Vertriebsleiter für Unternehmenslösungen bei Adobe, wo er maßgeblich am Aufbau einer gemeinsamen Go-To-Market-Strategie mit SAP beteiligt war.

Blackline, 2001 gegründet, bietet Cloud-basierte Software für Automatisierung im Finanz- und Rechnungswesen sowie für „Continuous Accounting“; die soll Unternehmen helfen, den „Financial Close“ zu optimieren, also die Aufstellung, Prüfung und Veröffentlichung von Monats, Quartals- und Jahresabschlüssen. Das erfolgt, indem manuelle, fehleranfällige Buchhaltungsprozesse durch kontrollierte, sichere und durchgängige Automatismen ersetzt werden.

Auch die Automatisierung, Zentralisierung und Rationalisierung von Intercompany Accounting-Prozessen und anderen wichtigen F&A-Prozessen wird unterstützt, sagt Weiss. Man wolle veraltete Prozesse durch ein Continuous-Accounting-Modell ablösen, in dem die Periodenabschlussaufgaben in das Tagesgeschäft eingebettet sind.

Langjährige Geschäftsbeziehung zu SAP

Ende 2018 hatte Blackline die langjährige Geschäftsbeziehung zu SAP vertieft und eine Reseller-Vereinbarung abgeschlossen. Damit darf die SAP die Software als sogenannte „Solution Extension“ (Solex) an Unternehmen weltweit verkaufen und nimmt sie in ihre Preisliste auf, so dass die SAP-Verkäufer sie weltweit mit den gleichen Prozessen, Verträgen, Incentives und zu den Konditionen des restlichen SAP-Portfolios verkaufen können. SAP wird auch den Kundensupport übernehmen.

Laut Weiss ist man der einziger Solex-Anbieter für den Financial-Close-Prozess. „Basierend auf dem erfolgreichen Abschluss der Solex-Vereinbarung mit SAP haben wir große Ambitionen für die DACH-Region und den Rest Europas“, sagte Woodhams, zumal mehrere hundert Unternehmen die Lösungen zusätzlich zu SAP einsetzen.

Wie Woodhams betont, ist Blackline aber ERP-unabhängig und lässt sich über SAP hinaus in mehr als 30 verschiedene ERP-Systeme integrieren. Auf der Homepage explizit genannt ist neben dem Rechnungswesen auf der AS/400 und Eigenentwicklungen der Kunden auch ERP-Systeme von von Herstellern wie Epicor, Infor, Jack Henry, Microsoft, Oracle / JD Edwards, QAD und Scala. Mit all diesen Quellsystemen könnten die Rules-Automation-Engines und Analytics-Lösungen von Blackline auf eine Vielzahl operativer Prozesse im Finanz- und Rechnungswesen angewendet werden. Weltweit betreue man bereits mehr als 2.800 Unternehmen als Kunden.

Bildquelle: Blackline Systems GmbH

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Berthold Wesseler DV-Dialog FIBU REWE Controlling
news-23760 Wed, 21 Aug 2019 19:46:04 +0200 Neuer Chef für Opensuse http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/neuer-chef-fuer-opensuse-23760/ Nach fünf Jahren als Vorsitzender des Opensuse-Vorstands trat Richard Brown am 19. August mit sofortiger Wirkung zurück. Seine Nachfolge trat Dr. Gerald Pfeifer an, der beim Nürnberger Linux-Haus Suse Linux GmbH die Position des technischen Leiters (CTO EMEA) bekleidet. Pfeifer wird diese Aufgabe parallel zu seiner CTO-Rolle übernehmen. Opensuse (ehemals Suse Linux) ist die für Privatkunden und Entwickler gedachte, kostenlose Variante des Open-Source-Betriebssystems von Suse, während sich die kostenpflichtigen Produkte rund um den „Suse Linux Enterprise Server“ (kurz SLES) und den „Suse Linux Enterprise Desktop“ (SLED) an Unternehmen richten.

Die Nürnberger nahmen die Gelegenheit des Führungswechsels wahr, um das Commitment für ihre kostenfreie Distribution zu bekräftigen, das – zuletzt wegen des Eigentümerwechsels im vergangenen Sommer – immer wieder in Frage gestellt worden war. Jetzt heißt es in der Pressemitteilung: „Suse ist dem Open-Suse-Entwicklungsmodell zutiefst verpflichtet, als Sponsor und Unterstützer des Projekts. Durch diese Partnerschaft ist eine einzigartige und intensive Zusammenarbeit entstanden, die sich unter anderem auch in Projekten wie dem Open-Build-Service oder Open QA manifestiert. Die Zusammenarbeit hat ihre Wurzeln im Linux-Bereich. Sie hat sich in den letzten Jahren stets ausgeweitet und eine wachsende Zahl von neuen Infrastruktur Software-Standards und Open Source-Innovation hervorgebracht. Als das weltweit größte unabhängige Open Source-Softwareunternehmen wird Suse seine Unterstützung für Open Suse weiterführen.“

Thomas Di Giacomo, Suse President of Engineering, Product and Innovation sagt: „Ich bin hocherfreut, Gerald als Vorsitzenden des Open-Suse-Board ankündigen zu können. Er verfügt über zwei Jahrzehnte Erfahrung und Engagement in verschiedenen Open-Source-Communities, kombiniert mit einem tiefgreifenden Verständnis von Suse infolge seiner leitenden Positionen im Unternehmen über die Jahre. Gerald ist perfekt geeignet, um mit dem Open-Suse-Board zu arbeiten, es zu unterstützen und gemeinsam die Community und ihre wachsenden Projekte zu fördern. Ich bedanke mich bei Richard Brown, der als scheidender Vorsitzender des Open-Suse-Boards großartige Arbeit geleistet hat und freue mich darauf, weiterhin bei Suse mit ihm zusammen zu arbeiten. Auch in der Zukunft wird Suse einen klaren Fokus auf die Zusammenarbeit mit Open Suse legen und so Werte für unser gemeinsames Ökosystem schaffen und, mit der Unterstützung unseres Investors EQT, unsere Geschäftsentwicklung und die Communities weiterentwickeln.“

In seinem persönlichen Scheiben nennt Richard Brown verschiedene Gründe für seinen Rücktritt von dem Amt, das er seit Juli 2014 inne hatte. Er will wieder mehr als Entwickler arbeiten und auch wieder ein Privatleben führen, was durch die Vorstandsarbeit stark eingeschränkt war. Doch auch nach seinem Rücktritt bleibt er Suse treu und arbeitet weiter im Future-Technologie-Team. Seine Entscheidung habe auch nichts mit den Plänen zu tun, Open Suse in eine Stiftung zu überführen. Er unterstütze diesen Plan vielmehr voll und ganz. Die Übergabe an Pfeifer werde „in enger Zusammenarbeit“ erfolgen.

Mit Hilfe von Pfeifer, der auch weiterhin als CTO in der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika, den Dialog mit Kunden, Partnern und Open-Source-Communities weltweit verantwortet, soll das Board auch künftig Input, Steuerung und Unterstützung für das Open-Suse-Projekt liefern. Die Open-Suse-Community habe viel zu den Linux-Distributionen beigetragen, sagte Pfeifer. Und weiter: „Ich freue mich auf weitere Entwicklungen und Tools der Open-Suse-Community, im Bereich Linux und darüber hinaus.“ Open Suse stehe „ganz vorne im historischen Wandel, in dem sich Open Source-Software als entscheidender Faktor in der Strategie von erfolgreichen Unternehmen findet.“

Bildquelle: Suse Linux GmbH

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Berthold Wesseler DV-Dialog Leute
news-23721 Mon, 19 Aug 2019 21:42:00 +0200 Die Wyse-Familie 5470 http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/die-wyse-familie-5470-23721/ Bei seinen beiden neuen Thin-Clients – dem Wyse 5470 All-in-One und dem mobilen Wyse 5470 – betont der Hersteller Dell Technologies die Fortschritte bei der Datensicherheit – auch beim Cloud Computing. Denn die virtuellen Arbeitsbereiche der User erhalten entsprechende Sicherheits- und Unified-Management-Features, die über eine nicht öffentliche API innerhalb des Betriebssystems Wyse ThinOS verfügen. Beide Geräte können über die Ericom-Emulation auch auf 5250-Bildschirme zugreifen. Der neue Thin-Client Wyse 5470 mit 14-Zoll-wurde für mobile Mitarbeiter konzipiert: Ob vom Schreibtisch, aus dem Meeting oder von unterwegs – sie wollen schnell, einfach und ohne Bedenken auf all ihre Applikationen zugreifen. Beim Zugriff auf Cloud-Anwendungen und virtuelle Arbeitsplätze haben sie nun die Wahl zwischen Dells eigenem Client-Betriebssystem ThinOS, dem gehärteten Wyse Thin Linux oder Windows 10 IoT Enterprise mit zusätzlichen Security-Features von Dell. Das Gerät bietet:

  • HD- oder Full-HD-14-Zoll-Bildschirm mit Touchscreen-Option
  • Unterstützung für zwei externe 4K-Displays für noch mehr Produktivität am Arbeitsplatz
  • Unterstützung für Unified Communications mit der Wireless-AC 9650 Card von Intel mit integrierten Bluetooth-Funktionen und optionaler HD-Frontkamera für Videokonferenzen und
  • eine optionale USB-C Dell Dockingstation mit einer Datenübertragung von bis zu 10 Gbit/s.

Mehr Produktivität für Cloud-User

Mehr Produktivität für Cloud-User verspricht Dell mit dem Thin-Client Wyse 5470 All-in-One als Lösung für Verkaufs- oder Geschäftsräume – und zwar dank des neuen Designs mit einem großen 23,8 Zoll-Bildschirm und mit der Unterstützung für ein externes 4K-Display. Durch seine kleinen Ausmaße eignet er sich zudem für Mitarbeiter, die in Außenstellen oder im Home Office arbeiten und von dort sicher und ohne Bedenken auf die Cloud zugreifen wollen. Vorinstalliert ist wahlweise ThinOS oder Windows 10 IoT Enterprise, ebenfalls mit Dells Sicherheitsfeatures . Beide Varianten können sofort mit konventionellen VDI- und Cloud-basierten virtuellen Desktops, Apps und Cloud-Services verbunden werden.

Darüber hinaus verfügt das neue All-in-One-Gerät über einen eingebauten Unifed-Communication-Support. Es unterstützt zudem eine breite Palette von Peripheriegeräten, entweder über den Display-Port, sechs USB-Ports sowie RJ-45- und optional Bluetooth5.0-Schnittstelle. Zudem gibt es Optionen für fixe oder bewegliche Standfüße.

Das mobile Modell Wyse 5470 ist seit Anfang August ab einem Startpreis von 529 Euro bestellbar, das Modell Wyse 5470 All-in-One jetzt auch ab 689 Euro.

Bildquelle: Dell Technologies

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Berthold Wesseler DV-Dialog Infrastruktur
news-23720 Mon, 19 Aug 2019 19:24:50 +0200 SAP-Expertise zugekauft http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/sap-expertise-zugekauft-23720/ Als 23. Unternehmen oder Unternehmensteil seit dem Börsengang 2006 erwarb das Systemhaus Datagroup jetzt Teile des insolventen Ulmer IBM-Partners IT-Informatik. Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Nach der Übernahme von UBL (und dem Ausbau der IBM-Kompetenz) baut man mit dieser Übernahme auch die Man-Power im Bereich SAP aus – auf 500 Experten. Rund drei Monate, nachdem IT-Informatik am 13. Mai beim Amtsgericht Ulm den Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens in Eigenverwaltung gestellt hatte, wechselten rückwirkend zum 1. August die wesentlichen Vermögenswerte den Besitzer. Übernommen wurden auch die Mitarbeiter der IT-Informatik GmbH sowie der beiden Firmentöchter Mercoline GmbH in Berlin (erst im Sommer 2018 zugekauft) und IT-Informatik Digitalización Industrial 4.0 in Barcelona. Rund 300 Arbeitsplätze an den drei Standorten bleiben so erhalten, freute sich Martin Mucha von der Stuttgarter Kanzlei Grub Brugger, der die Sanierung als Generalbevollmächtigter begleitet hatte.

Firmengründer Günter Nägele nicht mehr an Bord

Allerdings muss man anmerken, dass bei der 1987 gegründeten IT Informatik zuletzt schon 100 Arbeitsplätze verloren gegangen waren. In dem zuletzt veröffentlichten Jahresabschluss für das Jahr 2017 war nur noch von rund 30 Mio. Euro Umsatz die Rede. Das war aber schon ein Rückgang um neun Prozent; Firmengründer und Geschäftsführer Günter Nägele musste am 31.Januar 2019 gehen. Sanierungsexperte Christoph Deinhard leitete als neuer Geschäftsführer die Sanierung ein.

Das Systemhaus IT Informatik ist in den Bereichen SAP-Beratung, Cloud-Infrastruktur, Industrie 4.0 und Software-Entwicklung aktiv, insbesondere für Kunden aus dem Mittelstand. Die Datagroup ist mit bundesweit mehr als 2.200 Beschäftigten und voraussichtlich über 300 Mio. Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2018/2019 (vor dieser Akquisition) einer der großen deutschen IT-Dienstleister und hatte erst im Frühjahr mit der Übernahme von UBL die Kompetenz im Bereich IBM-Infrastrukturen ausgebaut; UBL erwirtschaftete 2018 mit über 70 Mitarbeitern mehr als 20 Mio. Euro Jahresumsatz.

„Mit der Übernahme durch die Datagroup haben die übernommenen Mitarbeiter und Kunden wieder eine langfristige und nachhaltige Perspektive unter dem Dach eines strategisch hervorragend aufgestellten IT-Dienstleisters“, sagte Mucha; allerdings könnten weitere Sanierungsmaßnahmen folgen, auch wenn Datagroup-CEO Max Schaber erklärte: „Die Mitarbeiter, die wir neu an Bord haben, passen mit ihren Kompetenzen sehr gut zu unserem bestehenden Leistungsportfolio. Auch unsere regionale Abdeckung können wir an den Standorten Berlin und Ulm weiter verbessern.“

„Mit der Akquisition bekommen wir dringend benötigte Mitarbeiter mit SAP- sowie Entwicklungs-Know-How“, wird auch Andreas Baresel, Chief Production Officer der Datagroup, in der Pressemitteilung zitiert. „Wir sehen eine deutlich gesteigerte Nachfrage unserer Kunden im Bereich Digitalisierung und Industrie 4.0“, ergänzt COO Dirk Peters. „Die Migrationswelle von SAP R/3 nach S/4 Hana zieht ebenfalls stark an. Gleiches gilt für die Investitionsbereitschaft unserer Kunden in Cloud-Computing sowie in Sachen Mobilisierung und Automatisierung von Geschäftsaktivitäten.“ Man sehe sich nach der Übernahme mit nun über 500 SAP-Experten als einen der führenden Anbieter von SAP-Betriebsservices in Deutschland.

Reibungslose UBL-Übernahme

Update: Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2018/2019 meldete die Datagroup kurz nach Bekanntwerden der jüngsten Akquisition einen zweistelligen Umsatz- und Ergebnisanstieg – wegen der erstmaligen Konsolidierung von UBL und der guten Auftragseingang. Der Umsatz stieg um 12,8 Prozent auf 224,7 Mio. Euro (i.Vj. 199,2 Mio.), das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sogar um 20,2 Prozent auf 16,0 Mio. Euro (i.Vj. 13,3 Mio.). Die Anfang April übernommene UBL Informationssysteme GmbH wird seit April konsolidiert und trug somit im dritten Quartal erstmals zu Umsatz und Ergebnis bei. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs über 2.500.

Neben dem erhöhten Umsatz steuert die UBL positiv zur Ebitda-Entwicklung bei. „Durch unsere ausgiebige Erfahrung und die eingespielten Prozesse für die Übernahme neuer Einheiten läuft das Zusammengehen mit UBL bislang reibungslos“, betont Baresel. Durch die Übernahme der UBL erhöhen sich die Abschreibungen aus der Nutzung langlebiger Wirtschaftsgüter aktuell um rund 1,0 Mio. Euro je Quartal.

Auch im dritten Quartal wurden Neuabschlüsse langfristiger Dienstleistungsverträge getätigt, etwa über eine Laufzeit von fünf Jahren mit der Messe München. Die zu erstellenden Leistungen aus dem Service-Portfolio reichen von der Bereitstellung und dem Betrieb der gesamten Server-Infrastruktur, dem Application Management der anspruchsvollen IT-Umgebung bis zum gesamten End User Service. Insgesamt werden rund 1.000 IT-Arbeitsplätze betreut. Das Auftragsvolumen über die gesamte Vertragslaufzeit liegt im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Zu Beginn des dritten Quartals hat die Gesellschaft auch das günstige Zinsniveau genutzt und die Unternehmensfinanzierung mittels Schuldscheindarlehen fortgeschrieben. „Durch die Aufnahme von insgesamt 69 Mio. Euro über sieben Jahre sichert sich Datagroup ein hohes Maß an Planungssicherheit und finanzieller Stabilität zu günstigsten Konditionen“, heißt es aus Pliezhausen. Und weiter: „Mit den liquiden Mitteln wurden die finanziellen Spielräume für weiteres organisches und anorganisches Wachstum erweitert. [,,,] Die Rückführung der Darlehen soll wie gewohnt aus dem starken Cashflow erfolgen.

Während die Schuldscheindarlehen bestehende Finanzierungen fortschrieben, stieg die Nettoverschuldung von 12,1 Mio. Euro auf 39,5 Mio. bzw. 66,9 Mio. Euro (inkl. IFRS 15 und 16) an. Ursächlich dafür waren in etwa zu gleichen Teilen die drei folgenden Faktoren: die Finanzierung der UBL-Übernahme, die geänderte Bilanzierung von Leasingverhältnissen auf Basis von IFRS 15 und16 sowie die Vorfinanzierung von Hardware und Dienstleistungen im Rahmen des NRW.Bank-Auftrags.

Bildquelle: Datagroup

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Unternehmen Berthold Wesseler DV-Dialog
news-23713 Mon, 19 Aug 2019 12:10:22 +0200 Digitalisierung im Personalwesen http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/digitalisierung-im-personalwesen-23713/ Papierlose Belegflüsse, vollautomatisierte Freigabeprozesse und eine revisionssichere Archivierung vereinfachen und beschleunigen den Umgang mit personenbezogenen Belegen – angefangen von der ersten Bewerbung bis zum Ausscheiden eines Mitarbeiters. Darüber hinaus lassen sich auf diesem Weg die jeweils geltenden Aufbewahrungsfristen mit einer Spanne von wenigen Monaten bis zu 30 Jahren korrekt einhalten. Bewerbungsunterlagen, Lohnabrechnungen, Reise- und Fortbildungs­kosten, Überstunden, Krank­meldungen und Urlaube, betriebliche Altersvorsorgen etc. – die Belegvielfalt je Mitarbeiter ist hoch. Entsprechend sind viele Abläufe im Personalmanagement von zeitintensiven Routineaufgaben geprägt.

Die Aufbewahrungsfristen im Blick behalten

Darüber hinaus gilt es, die unterschiedlichen Aufbewahrungsfristen im Blick zu behalten: Für Bewerbungsunter­lagen sind ab Ende der Ausschreibung drei Monate angesetzt. Bei Personalakten gelten im Arbeitsrecht drei und für etwaige Lohnsteuer-Außenprüfungen sechs Jahre. Zehn Jahre lautet das Minimum für Gehaltsunterlagen, die zur Gewinnermittlung von Betrieben genutzt werden. Aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht gelten gleich mehrere unterschiedliche Fristen: fünf Jahre für Lohnnachweise über Arbeitsstunden und das an den Arbeitnehmer gezahlte Entgelt, sechs für Unterlagen zur betrieblichen Altersvorsorge und sogar bis zu 30 Jahre, wenn letztere erst nach diesem Zeitraum in Anspruch genommen werden.

Unterstützung bei allen Personal­prozessen und Fristen bieten Dokumentenmanagement-Systeme wie Ldox – „Living Documents“ der eks Informatik. Die digitale Ldox.Akte erlaubt Personalverantwortlichen die strukturierte Darstellung logisch verbundener Dokumente. Auf einen Blick stehen somit beispielsweise alle mit einer Bewerbung verbundenen Belege, wie das Anschreiben und die Reisekostenabrechnung des Bewerbers, zur Verfügung.
Automatisierte Workflow-Mechanismen mittels Ldox.Route übernehmen dann die Weiterleitung an die Verantwortlichen in der Fachabteilung sowie Lohnbuchhaltung. Diese und alle weiteren Unterlagen lassen sich zudem später bei Bedarf per Mausklick in die Personalakte integrieren und mit Hinweisen zu den Aufbewahrungspflichten archivieren. Eine komfortable Suchfunktion erleichtert spätere Recherchen. Die Ldox-Lösungen sind dabei für die Dokumentenmanagement-Systeme Comarch ECM iS und Kendox Infoshare optimiert.
Bildquelle: Thinkstock / iStock

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DV-Dialog HR Personal
news-23712 Mon, 19 Aug 2019 11:14:21 +0200 Value Balancing Alliance gestartet http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/value-balancing-alliance-gestartet-23712/ Der Chemiekonzern BASF und die südkoreanische SK Group haben mit der „Value Balancing Alliance“ eine branchenübergreifende Allianz ins Leben gerufen, die ein Modell zur Messung von Wertbeiträgen für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft entwickelt und erprobt. Zu den Gründungsmitgliedern dieser gemeinnützigen Organisation mit Sitz in in Frankfurt gehören auch Bosch, Deutsche Bank, Lafarge Holcim, Novartis, Philip Morris und SAP. Die acht Mitglieder starke neue Allianz wird unterstützt von den Wirtschaftsprüfern Deloitte, EY, KPMG, PwC, der OECD, führenden Universitäten wie der Oxford University und der Harvard Business School und auch von Interessenvertretern aus Regierung, Zivilgesellschaft und Normungsorganisationen unterstützt. Gemeinsam wollen sie die Frage beantworten: Welche Beiträge leisten Unternehmen für die Gesellschaft – in ökologischer, menschlicher, sozialer und finanzieller Hinsicht? Und wie sind diese Beiträge messbar und vergleichbar?

Die neu gegründete „Value Balancing Alliance e.V.“ mit Sitz in Frankfurt am Main, die heute mit ihrer Arbeit beginnt, soll erklärtermaßen einen Standard definieren, der diese Wertbeiträge monetär sichtbar machen soll. „Es geht darum, den Blickwinkel auf die Unternehmensleistung zu erweitern“, sagt Saori Dubourg, Mitglied des BASF-Vorstands. „Mit einem ganzheitlichen Werteverständnis möchten wir in der Bilanzierung umfassend die Auswirkungen auf die Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft berücksichtigen.“

Erklärtes Ziel ist es laut Christian Heller, dem von BASF abgeordneten CEO der Value Balancing Alliance e.V., innerhalb von drei Jahren ein Modell für die Berechnung dieser vieldimensionalen Wertschaffung zu entwickeln, dieses in der Anwendung zu testen und die Veröffentlichungs- und Berichtspflichten entsprechend weiterzuentwickeln. „Wir wollen in der Allianz die von den Unternehmen aktuell genutzten unterschiedlichen Ansätze standardisieren und damit die Ergebnisse vergleichbar machen“, erläutert Heller. „Auf diese Weise können wir den echten Wertbeitrag von Unternehmen für die Gesellschaft transparent machen!“

Value-to-Society“

BASF setzt laut Dubourg beispielsweise bereits seit 2013 das Programm „Value-to-Society“ um. Zusammen mit externen Experten habe man diesen Ansatz erarbeitet, um die ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen der Geschäftstätigkeit entlang der Wertschöpfungskette monetär zu bewerten. Dann werden diese Ergebnisse mit Netzwerken und Initiativen geteilt, wie etwa dem „World Business Council for Sustainable Development“ (WBCSD), der „Natural Capital Coalition“, dem „Impact Valuation Roundtable“ oder dem „Embankment Project for Inclusive Capitalism“. Daneben bringt sich BASF in entsprechende Standardisierungsprozesse innerhalb der „International Organization for Standardization“ (ISO) ein.

Angesichts der globalen Erwärmung, der Verknappung natürlicher Ressourcen und der zunehmenden Unsicherheiten in der Öffentlichkeit wird immer deutlicher, dass Unternehmen überdenken müssen, wie sie ihren Erfolg messen, so Heller. Um ein nachhaltiges Geschäft zu fördern und ein gutes Wachstum zu erzielen, müssten die heutigen Rechnungsführungssysteme geändert werden.

Zum Selbstverständnis der Gründungsmitglieder heißt es in der Presseinformation: „Als Unternehmen tragen wir entscheidend zur nachhaltigen Wertschöpfung bei. Um einen langfristigen Wert für die Gesellschaft zu schaffen und zu schützen, bemühen wir uns, das menschliche Wohlergehen zum Maßstab für den Erfolg zu machen. Wir müssen die finanziellen, ökologischen und sozialen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit berücksichtigen und die positiven und negativen Werttreiber auf der Grundlage eines Konzepts der Folgenabschätzung überdenken. Um dieses Denken in unserer Rechnungswesen zu integrieren, ist außerdem eine gemeinsame Metrik für verschiedene Kapitalformen erforderlich.“

Um die Art und Weise zu verändern, „wie wir Geschäfte tätigen“, ist laut Heller die kooperative Kraft aller Akteure in unserem Geschäftsumfeld erforderlich. Jetzt haben sich acht Unternehmen verpflichtet, „integriertes Denken, Entscheidungsfindung, Zielsetzung und Offenlegung zu stärken“. Außerdem will die Allianz ihre Arbeit der Öffentlichkeit zugänglich machen und auf eine breite Akzeptanz bei anderen Unternehmen abzielen.

Bildquelle: Value Balancing Alliance

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Berthold Wesseler DV-Dialog Unternehmen
news-23703 Sun, 18 Aug 2019 19:42:02 +0200 Raus aus dem Anwendungs-Stau http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/raus-aus-dem-anwendungs-stau-23703/ Mit Outsystems 11 baut die Frankfurter Outsystems Germany GmbH auf ihre ersten Low-Code-­Plattform für Web- und mobile Apps auf und bietet bereits seit dem vergangenen Herbst neue, erweiterte Funktionen, mit denen sich Legacy-Systeme modernisieren und große Anwendungsportfolios ersetzen lassen. „Das Problem der Altlasten ist riesig“, weiß CEO und Firmengründer Paulo Rosado. „Siebzig Prozent der IT-­Budgets werden für die Wartung ­großer Portfolios älterer Apps auf­gewendet, einschließlich veralteter Systeme und spröder, überangepasster ERP- und CRM-Systeme. Diese massive technische Verschuldung ist ein Hindernis für geschäftliche Innovationen und öffnet die Tür für Störungen durch agilere Wettbewerber!“

Technische Schulden, ein Hindernis für Innovationen

Zu den traditionellen Optionen für den Umgang mit „technischen Schulden“ und Anwendungs-Stau gehören Operationen am offenen Herzen der Anwendungs-Pakete oder der Start mehrjähriger kundenspezifischer Entwicklungsprojekte, die die Codebasis noch komplexer machen. Beide Optio­nen hält Rosado für zu langsam, zu teuer und mit hohem Risiko verbunden. Außerdem zwingen sie IT-Verantwortliche dazu, Kompromisse zwischen Kontrolle, Geschwindigkeit und Einfachheit einzugehen. Er will diese Probleme mit sechs neuen Funktionen beseitigen, die auf einer Low-Code-Plattform noch nie verfügbar waren:

  1. Moderne Microservices-Architektur plus Impact-Analyse sorgen für stabile „Builds“, selbst bei sehr großen App-Portfolios. Das erspart Stunden bei der Behebung von Problemen mit komplexen Apps und großen Systemen. Eine eingehende Analyse ganzer Systeme vor der Veröffentlichung liefert Vorwarnungen, damit die Builds ohne Fehler sind. Die Teams werden agiler; schnell und skalierbar erstellen und ändern sie wiederverwendbare Dienste und Anwendungen.
  2. „Out-of-the-Box“-Monitoring liefert Echtzeit-Einblicke in große Portfolios miteinander verbundener Apps und Services. Das heißt: Die Entwickler können quasi „den Puls eines gesamten App-Portfolios“ ­messen und potenzielle Problemzonen identifizieren, bevor diese sich auf den Zustand angrenzender Systeme auswirken – und zwar einschließlich externer Legacy-Systeme.
  3. Teamfunktionen für „Continuous Delivery“ helfen bei der Verwaltung der Arbeitsergebnisse selbst von mehreren hundert Entwicklern, die auf derselben Plattform arbeiten – mithilfe eines Berechtigungsmodells, das sich auf alle Apps und Dienste erstreckt und festlegt, wer Services erstellen und verwalten sowie wer diese nutzen kann. Teams, die parallel arbeiten, können sich auf Basis der resultierenden „Bereitstellungsströme“ für jeden Geschäftsbereich strukturieren.
  4. Containerunterstützung standardisiert den Betrieb und verbessert die Portabilität. Apps und Services werden für diverse Container-as-a-Service- und Plattform-as-a-Service-Anbieter generiert – einschließlich Amazon ECS, Azure Container Service, Pivot PAS und lokaler Docker-Container.
  5. Ein neues User-Interface-Framework ohne spezielle Designressourcen sorgt für die Bereitstellung von Apps mit konsistenten, modernen Benutzeroberflächen. Das neue UI-Framework erleichtert die Bereitstellung skalierbarer Bedienoberflächen über mehrere Bereitstellungsströme hinweg und gewährleistet die Konsistenz von Marke und „User Experience“.
  6. Neue Sicherheitsfunktionen schützen ganze App-Portfolios von der Entwicklung bis zur Bereitstellung und Betrieb. Automatische Risikobewertungen, differenzierte Zugriffs­kontrollen und Aktivitätsüberwachung ergänzen die manuellen Prozesse und sorgen für die Transparenz und Sorgfalt, die für große Anwendungsportfolios zwingend notwendig ist.

Bildquelle: Taras Shypka/Unsplash

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Berthold Wesseler DV-Dialog Software-Entwicklung
news-23702 Sun, 18 Aug 2019 18:53:41 +0200 „Digitale Integration ist keine Zauberei!“ http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/digitale-integration-ist-keine-zauberei-23702/ Die Zauberworte für die Automatisierung der „Purchase to Pay“-Prozesse im Supply-Chain-Management (SCM) lauten Digitalisierung und Integration. Im Interview mit DV-Dialog erläutert Dieter Ackermann, Geschäftsführer der DAConsulting GmbH, welche Rolle diese Zauberworte spielen und wie die damit gemeinten Ziele erreicht werden können. Zur Digitalisierung und Integration der Geschäftsprozesse hat DAConsulting eine Anwendungsreihe entwickelt, die nicht nur die „Purchase to Pay“-Prozesse in Web- und Workflow-basierter Form vollständig und ­integriert abbildet; die Produkte werden unter der Überschrift „Business-Process-Automation“ (BPA) vermarktet.

Herr Ackermann, was genau verstehen Sie unter „Purchase to Pay“ im Supply-Chain-Management“?
Dieter Ackermann
: Über den Umfang der „Purchase to Pay“-Strecke im SCM kann es durchaus verschiedene Definitionen geben.

Bei „Pay“ ist es relativ einfach, damit ist die Zahlung in der Finanzbuchhaltung gemeint, welcher der Prüfungs- und Genehmigungsprozess für die Rechnungen vorausgeht. Wenn ich aber den Begriff „Purchase“ als Beschaffung definiere, bleibt offen wo der Prozess beginnt. In der Regel ist der Beschaffungsprozess eine Funktion der ERP-Systeme und beginnt mit der Bestellung. Diese kann veranlasst sein aus der automatischen Disposition der Produktionsplanungs-Systeme oder durch Einzelbestellungen für „non productive materials“ oder kurz NPMs, für Investitionsgüter oder für Dienstleistungen. Doch davor haben die Einkäufer viel zu tun.

Das heißt: Sie setzen bei der Automation der „Purchase to Pay“-Prozesse früher auf?
Ackermann
: In der Tat. Vor jeder Bestellung gibt es einen sehr wesentlichen Prozess, welcher mögliche Alternativen in Qualität, Preis und Konditionen eines Bedarfes beschafft, transparent macht und in der Entscheidung mündet, bei wem ich bestelle. Damit meine ich die Anfragen und Angebote, ein in der Regel manuell erheblich aufwändiger Prozess mit einem hohen Aufkommen an Dokumenten und Daten und deren Aufbereitung als Entscheidungs­grundlage.

Wie können Unternehmen diese komplette Strecke „Purchase to Pay“ im Supply Chain Management optimal abbilden?
Ackermann
: Die Zauberworte heißen Digitalisierung und Integration mit dem Ziel der Automation. Es macht wenig Sinn, für die Teilprozesse jeweils eigene Organisationsverfahren und dedizierte IT-Lösungen zu nutzen.

In dem Moment stoße ich sofort auf Redundanzen, Verfahrens-, System- und Medienbrüche sowie auf isolierte Daten. Im besten Falle gelingt es, mit Interfaces gewisse Durchgängigkeiten oder mit Excel-Sheets etwas Transparenz und Dokumentation zu erzielen, was aber keine wirkliche Integration ersetzen kann. Von Automation ganz zu schweigen.

Wie sollte die dazu nötige Digitalisierung und Integration konkret aussehen?
Ackermann
: Bei uns beginnt die Automation ganz vorne in der Prozesskette – mit dem Modul für das Anfrage- und Angebotsmanagement. Dieses Modul speist sich aus den Bezugsquellen und bietet via Web-Formular eine strukturierte Anfrage an potentielle Lieferanten zur Abgabe von Angeboten, wobei diese dann ihre Preise und Konditionen per Web-Formular ebenfalls digital kommunizieren.

Sowohl die Anfragen als auch die sich darauf beziehenden Daten der Angebote fließen in ein Informations- und Analyse-Tool ein, welches alle Informationen als transparente Entscheidungsgrundlage darstellt und dokumentiert. Die damit generierten Daten sind übrigens auch die Basis für Statistiken und Lieferantenbewertungen hinsichtlich Anfragen und Angebote.

Ihre Kunden müssen also ihre Geschäftspartner davon überzeugen, mit dem Web-Tool von DAConsulting ihre Angebote zu platzieren. Welchen Nutzen haben diese davon?
Ackermann
: Auch für sie vereinfacht sich der Prozess: Das Produzieren von schriftlichen Angeboten per Post, E-Mail oder Fax und deren umständliches Handling entfällt, und sie können eine strukturierte Form der Angebotserstellung nutzen. Zum Beispiel sind die Angebote für den weiteren Gebrauch reproduzierbar und leicht zu modifizieren. Auch die Auftragsbestätigung ist damit von dem Lieferanten zu erstellen und im Einkauf wesentlich einfacher zu prüfen. Eben Digitalisierung und Integration.

Es geht dabei im Wesentlichen um die Numerik der Angebote – also um Mengen, Preise und Termine. Schriftliche Ergänzungen, Prospekte etc. werden als PDF-Dokumente mitgeliefert und – ich darf hier auf unser integriertes DMS verweisen – zusammen mit den Angebotsdaten in einem definierten „Einkaufsordner“ abgelegt, auf den jeder Mitarbeiter – Autorisierung vorausgesetzt – Zugriff hat.

Wie geht es im Prozess weiter?
Ackermann
: Die Daten der präferierten Angebote können nun als Grundlage einer Bestellung genutzt werden bzw. gehen als Kontrakte in die ERP-­Systeme ein. In der Regel muss allerdings jeder Bedarf – ausgenommen der automatischen Dispositions- und Beschaffungsprozesse der ERP-Systeme – vor Erteilung einer Bestellung geprüft und genehmigt werden. Dies erfolgt zumeist in Form einer Bedarfsanforderung, im Allgemeinen BANF genannt.

Dieses Verfahren ist ebenfalls in unsere Anwendung integriert. In einem Web-basierten Workflow-Prozess wird der Bedarf von dem ‚Anforderer‘ in Inhalt und Kosten formuliert und an die Prüfungs- und Genehmigungsinstanzen adressiert, wobei der Workflow über die unterschiedlichsten Kriterien wie etwa Wert, Materialgruppen, Beschaffungstypen oder andere Kriterien gesteuert werden kann. Die Daten der präferierten Angebote können dabei automatisch in die BANF übernommen werden. Das ist realisierte digitale Integration. Eine Besonderheit dabei ist, dass die Bewertung der BANF bei Prüfung und Genehmigung einer Budgetierung auf Basis der Bedarfsanforderungen unterliegt, womit eine präventive Kostenkontrolle möglich ist.

Was meinen Sie damit?
Ackermann
: Eine genehmigte BANF löst eine Bestellung mit den nachfolgenden Rechnungen aus. Das heißt: Ein Budget-Controlling ist nur auf Basis der Ist-Werte, also der ein­gegangenen Rechnungen, möglich, was für ein Beschaffungs-Controlling viel zu spät ist. Wird aber auf Basis der beantragten Ausgaben – eben der BANF – ein Budget hinterlegt, kann sehr zeitnah entschieden werden, ob der Bedarf genehmigt oder – z.B. bei ­Budget-Überschreitung – abgelehnt wird. Das ist in der Tat eine präventive Kosten- bzw. Ausgabenvermeidung.

Wie funktioniert nun die Bestellung?
Ackermann
: Hier bietet unsere Anwendung ein eigenes Bestellmodul, in das alle Daten der genehmigten BANF eingehen. Alternativ können auch die Bestellmodule der Kunden ERP-Systems genutzt werden, wobei die BANF-Daten automatisch dorthin übergeben werden, wie es zum Beispiel unser Interface zu Infor XPPS/Xpert ermöglicht.

Und dann?
Ackermann
: Als nächster Schritt in der Prozesskette folgt die Bearbeitung der Eingangsrechnungen mit der Herausforderung, die notwendigen Informationen in einem OCR-basierten Data-Capturing-Prozess aus den eingehenden „analogen Papierdokumenten“ bzw. aus den als PDF via E-Mail-Anhang eingehenden Dokumenten zu extrahieren.

Die extrahierten Meta-Daten der Dokumente werden durch unser System auf Basis hinterlegter Stamm­daten verifiziert und dann um weitere ableitbare Informationen, wie zum Beispiel hinterlegte Kontierungen, ergänzt. Zielsetzung ist die Gewinnung von Daten, mit welchen eine Referenz zu den relevanten Bestellungen und Wareneingängen in den ERP-Systemen hergestellt werden kann.

Herr Ackermann, vielen Dank für das Interview!

Bildquelle: Getty Images, DAConsulting

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Berthold Wesseler DV-Dialog ERP
news-23697 Fri, 16 Aug 2019 14:06:48 +0200 Mit AR-Brille ans Steuer http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/mit-ar-brille-ans-steuer-23697/ Erweiterte Realität soll Staplerfahrern den Durchblick bringen: Künftig sollen sie am Steuer eine AR-Brille tragen, mit der sie quasi „durch Hindernisse hindurchsehen“ können. Zusätzlich können im Sichtfeld wichtige Informationen und Warnhinweise eingeblendet werden. An der virtuellen Sichtverbesserung arbeiten Wissenschaftler des Instituts für Integrierte Produktion Hannover (IPH) und des Instituts für Transport- und Automatisierungstechnik (ITA) der Leibniz Universität Hannover gemeinsam mit drei großen Gabelstapler-Herstellern und weiteren Industrieunternehmen – und zwar im Forschungsprojekt „Virtuelle Sichtverbesserung und intuitive Interaktion durch Erweiterte Realität an Flurförderzeugen“. Am Projekt beteiligt sind auch ein Logistikzentrum, ein Hersteller von Stapler-Bauteilen, ein AR-Dienstleister und ein Dienstleister aus dem Bereich Mikroelektronik.

Der Grund liegt auf der Hand: am Steuer eines Gabelstaplers ist es nicht einfach, den Überblick zu behalten: Der Hubmast, das Fahrzeugdach und die Ladung versperren die Sicht. Schon heute helfen Kameras dem Fahrer, den Überblick zu behalten: Ähnlich wie die Rückfahrkamera im PKW erfassen sie Bereiche, die sich nicht einsehen lassen. Doch je mehr der Fahrer auf Bildschirme im Inneren der Kabine schaut, desto größer wird die Gefahr, dass er Hindernisse oder Personen direkt vor dem Fahrzeug übersieht.

Forscher aus Hannover arbeiten deshalb an einem neuen Konzept der „virtuellen Sichtverbesserung": In Zukunft sollen Staplerfahrer am Steuer eine AR-Brille tragen. So müssen sie den Blick nicht von der Fahrbahn abwenden und profitieren trotzdem von den Kamerabildern.

Durch Hindernisse hindurchsehen

AR steht für „Augmented Reality“ beziehungsweise „Erweiterte Realität“. Das bedeutet, dass der Träger einer AR-Brille sowohl die reale Umgebung sieht als auch zusätzliche Informationen, die eingeblendet werden. Im Falle des Staplerfahrers wird sein reales Sichtfeld vom Kamerabild überlagert. Schaut er beispielsweise direkt nach vorn, sieht er den Hubmast und die Ladung sowie gleichzeitig das Bild der Frontkamera. Legt er den Rückwärtsgang ein und schaut über die Schulter, sieht er das Bild der Rückfahrkamera und gleichzeitig sein reales Sichtfeld. Egal, in welche Richtung er schaut: Es wirkt so, als könne er durch Hindernisse hindurchsehen.

Forscher aus Wissenschaft und Industrie arbeiten in dem Projekt „Visier" eng zusammen. In den kommenden zwei Jahren müssen sie gemeinsam einige Herausforderungen lösen: Zunächst müssen sie geeignete Orte finden, um Kameras am Gabelstapler zu installieren und einen virtuellen Rundumblick zu ermöglichen – dafür sind die Wissenschaftler am ITA hauptverantwortlich. Sie kümmern sich zudem um den Algorithmus der Bildüberlagerung: Alle Hindernisse, die die Sicht einschränken, sollen von Kamerabildern überlagert werden.

Kontextbasierte Informationsanzeige

Die Wissenschaftler am IPH beschäftigen sich mit der sogenannten „kontextbasierten Informationsanzeige“, also mit der Frage, welche zusätzlichen Informationen der Staplerfahrer zu welchem Zeitpunkt benötigt und wie diese in seinem Sichtfeld eingeblendet werden können.

Denkbar ist beispielsweise, Auftragsdaten anzuzeigen, damit der Staplerfahrer auf ausgedruckte Listen verzichten kann. Auch Warnhinweise könnten eingeblendet werden – etwa ein niedriger Ladezustand des Staplers oder ein gesperrter Weg.

Um den Fahrer nicht zu überfordern und möglicherweise die Verkehrssicherheit zu gefährden, untersuchen die Wissenschaftler am IPH, in welchem Szenario welche Information wirklich benötigt wird. Zudem entwickeln sie eine Gestensteuerung, sodass der Fahrer intuitiv mit der AR-Brille interagieren kann: Mit einfachen Handbewegungen soll er Hinweise ausblenden können – etwa, wenn er eine Warnung zur Kenntnis genommen hat – oder Zusatzinformationen wie beispielsweise Auftragsdaten einblenden können.

Unternehmen, die sich für die virtuelle Sichtverbesserung interessieren, können sich noch am Forschungsprojekt beteiligen. Das Kick-Off-Treffen findet am 27. August im IPH statt, ein Einstieg ins Projekt ist aber auch später noch möglich. Finanziert wird das Forschungsprojekt mit Fördergeld des Bundeswirtschaftsministeriums.

Über das IPH

Das Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) gemeinnützige GmbH forscht und entwickelt auf dem Gebiet der Produktionstechnik. Gegründet 1988 aus der Leibniz Universität Hannover heraus, bietet das IPH Forschung und Entwicklung, Beratung und Qualifizierung rund um die Themen Prozesstechnik, Produktionsautomatisierung, Logistik und XXL-Produkte. Das Unternehmen hat seinen Sitz im Wissenschaftspark Marienwerder und beschäftigt aktuell ca. 70 Menschen, etwa 30 davon als wissenschaftliches Personal.

Bildquelle: IPH

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DV-Dialog Lager und Logistik
news-23694 Fri, 16 Aug 2019 11:29:21 +0200 ERP-System füttert KI http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/erp-system-fuettert-ki-23694/ Im Rahmen der „Digitalisierungsoffensive“ von Thyssenkrupp Materials Services bildet das neue ERP-System „Desca“ den Motor: Denn die Daten, die nun aus allen Bereichen der Wertschöpfungskette darin zusammenlaufen, sind das Futter für „Alfred“, das Anfang 2019 eingeführte, selbstentwickelte KI-System des Werkstoffhändlers. Zudem kommuniziert Desca mit „Toii“, der IIoT-Plattform des Unternehmens, über die sämtliche Anlagen weltweit miteinander vernetzt werden. Desca steht für „Digital Extended Supply Chain Accelerator“ und „ist ein wichtiger Baustein in der strategischen Weiterentwicklung der Handelsparte“, heißt es in der Pressemitteilung. Mit dem Ansatz „Materials as a Service“ will der größte Werkstoffhändler der westlichen Welt nicht nur den Zugang zu globalen Versorgungsmärkten gewährleisten, sondern auch eigenes Prozesswissen in Form von maßgeschneiderten Supply-Chain-Lösungen an seine Kunden weitergeben.

Materials as a Service

Das neue ERP-System basiert auf SAP Hana. „Es wurde auf Basis des SAP-Standards um spezifische Anforderungen für unser Geschäft weiterentwickelt – wie beispielsweise dynamische Prozesse in der Metallverarbeitung“, erklärte Pressesprecherin Katharina Nordmeyer auf Anfrage von DV-Dialog. „Die Logiken hinter den Anforderungen sind in Satellitensystemen integriert, die über moderne Webtechnologie mit Desca vernetzt sind.“

„Die smarte Vernetzung von Daten ist der Schlüssel zu mehr Effizienz und Kundenservice. Mithilfe unseres neuen ERP-Systems schaffen wir dafür die technologische Voraussetzung“, erklärte Patrick Marous, CEO von Thyssenkrupp Aerospace. Anders als herkömmliche ERP-Systeme ermögliche Desca eine flexible Integration von Daten aus verschiedenen internen und externen Quellen. So liessen sich beispielsweise Auftragsinformationen mit den Bearbeitungsdaten aus dem vernetzten Maschinenpark abgleichen und künftig auch in Echtzeit abrufen, sogar per App.

Das ist laut Marous insbesondere für Branchen mit hohen Anforderungen an eine flexible Supply Chain interessant, so zum Beispiel für die Luftfahrtindustrie. Den ersten Praxiseinsatz absolvierte Desca deswegen in ausgewählten Thyssenkrupp Aerospace Niederlassungen in Nordamerika. Dort wurde die Software bereits im letzten Jahr erstmals in Betrieb genommen – und ist inzwischen in den nordamerikanischen Standorten von Thyssenkrupp Aerospace implementiert. Schrittweise wird Desca nun zunächst bei Aerospace und dann auch auf weitere Einheiten von Materials Services ausgerollt.

Es geht laut Marous im Kern darum, sämtliche Prozesse entlang der Wertschöpfungskette möglichst „intelligent und agil zu steuern“. Materiallieferungen, Kundenbestellungen, Auftragsbearbeitungen, Transportlogistik – als digitaler Beschleuniger könne das neue ERP-System „auch Millionen von Datensätzen innerhalb von Sekunden verarbeiten und weiterleiten“. Davon profitieren vor allem die Kunden: Mit Desca verkürzt Materials Services die Durchlaufzeiten von Aufträgen, optimiert die Lagerlogistik und ebnet den Weg für neuartige Supply-Chain-Services.

Vorreiterrolle in der Luftfahrtindustrie

„Wir sehen großes Wachstumspotenzial in dem Bereich der Supply-Chain-Services“, so Klaus Keysberg, CEO von Materials Services. „Industrie-4.0-Umgebungen wie Desca ermöglichen uns, die Komplexität in globalen Produktionsverbünden erheblich zu reduzieren. Hier setzen wir an und unterstützen unsere Kunden dabei, sich ganz auf ihr Kerngeschäft zu fokussieren.“

Marous sieht sich in einer Vorreiterrolle, da man als einer der ersten großen Anwender in der Luftfahrtindustrie auf die neueste SAP-Umgebung umstelle: „Die erste Phase hat gezeigt, dass wir damit unsere Kernkompetenz, das smarte Supply-Chain-Management, entscheidend stärken.“ Visualisierungen zeigten relevante Daten auf einen Blick über ein Dashboard an. „Wir wissen daher, was wir in den nächsten Stunden zu tun haben“, so Marous weiter. Und es ist laut Pressesprecherin Nordmeyer „durchaus denkbar, Desca als Teil einer integrierten Supply-Chain-Lösung auch Kunden anzubieten.“

Bildquelle: Thyssenkrupp Materials Services

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Berthold Wesseler DV-Dialog ERP
news-23676 Thu, 15 Aug 2019 09:05:56 +0200 Der Weckruf des demographischen Wandels http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/der-weckruf-des-demographischen-wandels-23676/ Deutschlands IT-Systeme altern im Gleichklang mit der IT-Belegschaft. Zweistellige Umsatzeinbußen durch fehlende Leistungserbringer, strukturelle Überlastung der IT-Abteilungen durch Arbeitsverdichtung sowie ein starker altersbedingter Abfluss von relevantem Wissen sind spürbare Symptome dieses Problems. Das war auch bei der Bahn-Tochter TFG Transfracht der Fall, die dem entschlossen durch die Modernisierung ihrer IT entgegentritt. Der Wissensaufbau und -austausch sowie seine Dokumentation brauchen langfristige Lösungen – konsequent betrieben eine große Herausforderung in unserer schnelllebigen Zeit. Da stellt sich sofort die Frage: was hilft hier und jetzt? Dieser Frage hat sich Anfang 2018, nach erfolgreichem Turnaround des operativen Geschäftes, auch ­Kerstin Corvers, Geschäftsführerin von TFG Transfracht, stellen müssen.

Bei der mittelständischen Tochter der DB Cargo AG plante man mit 187 Mitarbeitern und externen Beratern bis Jahresende rund 950.000 TEUs (Twenty-foot Equivalent Units) ­zwischen den deutschen Seehäfen und dem Hinterland zu bewegen – und das mit Unterstützung einer Windows-Server-2003-basierten Citrix-Infrastruktur, einem völlig veralteten Groupwise-System für E-Mail und Collaboration, einem über die Jahre gewachsenen IBM-i-basierten Auftragsabwicklungssystem und einer FlexES-basierten Abrechnung, die noch mit einem Pentium-Prozessor aus der Ära der Jahrtausendwende arbeitete.

In die Jahre gekommene IT-Landschaft

Zu aller Leid gab es noch ein konzernweites IBM-Notes-System, das identische Aufgaben wie Groupwise wahrnahm. Redundanzen, Inkon­sistenzen sowie schleppende System­performance behinderten immer wieder die Produktivität der Mitarbeiter.

Das war historisch bedingt: Zu der Zeit, als die TFG noch 50-prozentige Tochter­gesellschaft der Hamburger Hafen und Logistik AG war, wurde die gesamte E-Mail-Kommunikation sowie die Fileablage über Novells Groupwise abgehandelt. Eine Migration auf den DB-Konzernstandard Notes hatte man zur Hälfte vollzogen, jedoch mangels Akzeptanz bei den wichtigen Gruppenbriefkästen ausgesetzt.

Zwischenzeitlich hatte der DB-Konzern Office 365 dann zum neuen Bürokommunikationsstandard ernannt, sodass die Notes-Migration endgültig auf Eis gelegt wurde und eine Vereinheitlichung der beiden Legacy-Systeme auf diesen Evergreen-Ansatz von Microsoft notwendig wurde.

Die TFG hatte bereits 2013 erste Moder­nisierungsprojekte gestartet und seit 2016 große Anstrengungen übernommen, um ihre Systeme zu verbessern (siehe DV-Dialog 56/2017, Seite 4/5). So wurde ein digitales Dokumentationssystem eingeführt, eine Online-Buchungsplattformen geschaffen und das Auftragsmanagement um moderne webbasierte Automatisierungen ergänzt. Doch die grundlegende Erneuerung der IT-Landschaft stand noch aus.

Teures Erbe

Niedergeschlagen hatte sich dieses Erbe der Vergangenheit leider auch sichtbar in den IT-Kosten. Rund 50 Prozent des jährlichen IT-Budgets verschlang bisher allein der „as is“-Betrieb des Backends. Berücksichtigt man noch die Ausgaben für die ­Client-Infrastruktur, laufende Wartungen sowie essenzielle Dienstleistungen externer Partner, so blieb kaum Geld für Weiterentwicklungen oder neue Services übrig.

Dies vertrug sich nicht mit der Konzernstrategie, die einen konsequenten Weg in die Cloud und die Nutzung von Software-as-a-Service vorgab. Der gordische Knoten musste durchtrennt werden, um finanzielle Mittel für die Zukunft freizusetzen. Die Frage war: Wie, ohne das laufende Geschäft zu behindern und damit den erfolgreichen Turnaround zunichte zu machen?

Infrastruktur aus der Cloud

Nach der Evaluierung der operativen Schmerzpunkte war das Ziel, folgenden Dreiklang zu erzielen:

  1. Infrastruktur: Die Abhängigkeit des Backend-Betriebs von einzelnen Leuten sowie die dafür anfallenden hohen Betriebskosten musste durch Umstellung auf eine moderne Basis – am besten Cloud-basiert – eliminiert werden.
  2. Software-as-a-Service: End-of-Life-Systeme wie der EDI-Konverter, über den ca. 75 Prozent der Aufträge liefen, die HR-Systeme für Gehaltsabrechnung, Zeitwirtschaft und Reisekosten oder das auf einem veralteten Microsoft-SQL-Server basierende „Data Warehouse“ mussten auf neue Plattformen „hochgehoben“ werden – am besten als Software-as-a-Service. Zudem sollten diese Systeme bezüglich Monitoring für die Fachabteilungen in Form von Self-Services zugänglicher und handhabbarer sein als klassische Serversysteme.
  3. Office 365: Redundanzen zu Konzern­­standards sollten endgültig beseitigt werden. Konkret hatten Groupwise und IBM Notes dem modernen Office 365 mit Exchange Online zu weichen; außerdem sollten die Novell-Fileserver durch One Drive und Sharepoint ersetzt zu werden. Hier stand eine automati­sierte Datenmigration von On-Premise in die Cloud an.

Als Zeithorizont setzte sich die TFG zusammen mit DB Systel, dem internen IT-Dienstleister der Deutschen Bahn, eine Projektdauer von ca. sieben Monaten, was einem Projektende zum Jahreswechsel 2018/19 entsprach. Die Projektleitung und -steuerung waren in der TFG-IT angesiedelt und jeweils um kompetente Partner ergänzt; DB Systel unterstützte bei der Ausschreibung und Auswahl geeigneter Dienst­leister als Partner mit technischem Know-how.

Der „richtige“ Cloud-Infrastruktur-Partner gesucht

Wichtigste Maßnahme war die Auswahl eines Infrastrukturbetreibers für die Kernsysteme der TFG: Ordermanagement, Abrechnung, Zugverwaltung sowie die Schnittstellen zu Kunden und DB-Systemen (wie z.B. SAP) mussten reibungslos 24x7 funktionieren und bei Bedarf skalierbar sein. Ordermanagement und Abrechnung waren über 30 Jahre gewachsene Eigenentwicklungen in RPG, Java­script sowie Natural/Adabas und liefen unter IBM i sowie Red Hat Enterprise Linux mit db2. Eine 1:1-Migration zu AWS oder Azure mangels entsprechen­der Services schied nach einer techni­schen Prüfung vorerst aus.

Als Spezialdienstleister mit einschlägiger Erfahrung im Betrieb kritischer Geschäftsanwendungen unter IBM i, Linux und Windows-Server wurde nach mehrmonatigen Auswahlprozess WS Datenservice aus Deggingen (mit georedundanten Rechenzentren in Karlsruhe, Wien und Zürich) enga­giert. WS überzeugte u.a. durch ein auf die komplexe Ausgangssituation der TFG abgestimmtes Migrationsvorgehen, das gleichzeitig eine Optimierung der Systeme beim Cut-Over vorsah – eine Ausnahme unter den wenigen Spezialanbietern, die nur 1:1-Migrationen mit anschließender Optimierung anboten.

Optimierung der Systeme beim Cut-Over

So sollte beim Go-Live z.B. das Novell-System gänz­lich durch eine Windows-basierte Active-Directory und Fileserver-­Topologie ersetzt werden. Außerdem galt es, den Hypervisor sowie das zugrundeliegende ­Citrix auf den neuesten Stand zu bringen, das IBM-System i von einer fehleranfälligen Softwarespiegelung auf eine performante Hardwarespiegelung umzustellen sowie die einzelnen Kernanwendungen – sofern noch nicht geschehen – auf ein State-of-the-art-Staging in Entwicklung, Qua­litätssicherung und Produktion logisch vorzubereiten. Das geschah alles am Migrationswochenende quasi „on the fly“, ohne dass entsprechende Änderungen im Rechenzentrum durchgeführt werden konnten.

WS sollte durch den langjährigen TFG-Partner PKS flankiert werden, der bereits seit mehreren Jahren bei der schrittweisen Erneuerung der Kern­anwendungen Ordermanagement sowie Abrechnung mitwirkte und Kompetenzen beim Wechsel in der Softwareentwicklung von ­Legacy-Systemen zu State-of-the-Art-Technologien mitbrachte.

Wo ist Software-as-a-Service angebracht?

Außerdem musste die TFG über mehrere geschäftsnotwendige Rand­systeme entscheiden. So war der EDI-­Konverter Trade Xpress des ­Herstellers ­Generix, über den mehr als drei Viertel aller Kundenaufträge und der Rechnungsversand liefen, überholt und musste dringend erneuert werden. Hier entschied sich die TFG mit dem langjährigen Entwicklungspartner Inposia Solutions für eine neue SaaS-Lösung des Anbieters Generix.

Analog ging man bei den HR-­Systemen vor. Auch diese wurden in einer separa­ten Projektgruppe auf eine SaaS-Lösung des Herstellers P&I migriert und gleichzeitig mit einem neuen führenden HR-Stammdatensystems der DB Cargo verbunden.

Beim „Data-Warehouse“ gestaltete sich die Situation diffiziler. Hier bestand der Wunsch des Finanzbereichs, auf eine Web-basierte Clientlösung zu wechseln mit einem hohen Grad an Self-Service, um Analysen noch individueller und effizienter durchführen zu können. Dafür musste jedoch das DWH-Backend erneuert werden.

Man entschied sich, dies nach dem Cut-Over zu WS Datenservice zu machen und wählte dafür eine innovative Lösung des Partners Initions – DWH-as-a-Service. Initions würde das DWH nach Snowflake in Azure migrieren und die Datenmodellierung als Service-Leistung erbringen. Bei WS würde dann nur mehr ein Connector-Dienst verbleiben, welcher die notwendigen Rohdaten aus den Kernsystemen an Snowflake liefern würde. Als Client sollte PowerBI zum Einsatz kommen, welches aus jedem Webbrowser und über Excel-Add-in sehr flexibel genutzt werden könnte.

Zusammengefasst reduzierte die TFG den Betriebsaufwand bei WS Datenservice auf die Kernsysteme Ordermanagement, Abrechnung sowie Zuginformationssystem und verlagerte den Betrieb sowie die Wartung der Randsysteme als Software-as-a-Service in die Cloud bzw. zu den Software-­Herstellern.

Wohin mit der Bürokommunikation?

Für die Migration von Notes auf Exchange Online vertraute die TFG auf das Standardprozedere der DB Systel unter Nutzung des Microsoft Fasttrack-Centers. Zur Übertragung der Groupwise-Postfächer kam Quest zum Einsatz – gepaart mit dem Stellar-­Converter für die Übernahme der Groupwise-Archive. Die persön­lichen Files sowie die Gruppenlaufwerke unter Notes bzw. Groupwise wurden per Drag & Drop nach dem vorherigen Rollout von Office365 nach One Drive bzw. Sharepoint kopiert – aus Datenschutzgründen von jedem Mitarbeiter bzw. dem Gruppenlaufwerksverantwortlichen selbst.

Insgesamt dauerte diese Modernisierung fünf Monate, wenn man die Zeit für die Anbieterauswahl sowie eine anderthalb Monate währende Verzögerung durch einen Krisenfall außerhalb der TFG (Storage-Ausfall) nicht Betracht zieht. Rückblickend haben sich aber einige Aktivitäten als entscheidend und gut investierte Zeit herausgestellt:

  • Mehrmalige Probedurchführung der Übertragung aller relevanten Server­instanzen vom bestehenden Rechen­zentrum in Berlin ins neue Rechenzentrum nach Karlsruhe inklusive Messung der Sicherungs- und Wiederherstellungszeiten. Letzteres war wichtig, um die Migration an einem Wochenende durchzuführen, damit der Produktionsbetrieb unterbrechungsfrei erfolgen konnte und Kunden sowie Mitarbeiter nicht von der Migration beeinträchtigt wurden.
  • Berücksichtigung der individuellen infrastrukturellen Voraussetzungen aller TFG-Standorte beim Rollout der Office365-Software; im Bedarfsfall wurden parallel die Endgeräte gegen leistungsfähigere Geräte ­ausgetauscht und Internetleitungen auf Glasfaser umgestellt, sodass dem höheren Bandbreitenbedarf von One Drive und Sharepoint Rechnung getragen wurde (z.B. permanente Synchronisation bzw. Online-Zeiten).
  • Minutiöse Planung der Einzelmaßnahmen aller Beteiligten am Migrationswochenende in Form eines chronologischen Drehbuchs, das am Migrationswochenende in einer ­Permanent-WebEx Schritt für Schritt orchestriert und nachgehalten wurde.
  • Regelmäßige „Jour fixes“ je Arbeits­paket/System bereits mehrere Monate im Vorfeld, um die erfolgreiche Durchführung aller Vorbereitungsmaßnahmen für die Migration sicherzustellen und eingespielte Teams am Migrations­wochenende zu haben, von denen jeder seine Aufgaben kennt.
  • Die richtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Partner für dieses substanzielle Change-Projekt zu gewinnen erwies sich im Nachhinein als die wichtigste Maßnahme. Dies betraf nicht nur die internen Leistungs- und Know-how-Träger, sondern auch die Dienstleister sowie den zukünftigen Hosting-Partner. Neben zahlreichen technischen und wirtschaftlichen ­Kriterien war auch eine gesunde Portion Menschenkenntnis notwendig, um den unbedingten Erfolgswillen der Schlüsselpersonen und ihr unnach­giebiges Engagement zu beurteilen und punktuell zu prüfen.

Das Migrationswochenende

Das Migrationswochenende verlief strukturiert, wenn auch arbeits­intensiv. Wie erwartet, jedoch nicht vollends absehbar, mussten kleinere Schwierigkeiten ad-hoc gelöst werden. So wurde das Sicherungsband der IBM i gewaltsam aus dem plötzlich defekten LTO-Wechsler beim Restore ge­rettet, um nicht auf das Eintreffen der Ersatzsicherung warten zu müssen.

Wäre die Verzögerung durch weitere Probleme vergrößert worden, wäre der Cut-Over am Sonntagmittag gefährdet gewesen. So aber konnte die TFG-Geschäftsführung nach Prüfung und Diskussion aller Ergebnisse planmäßig am Sonntagmittag des 31. März die Entscheidung für den Cut-Over treffen. Nach Umschalten des DNS-Servers liefen die ersten zwischengespeicherten Kunden­aufträge ein – und die Abrechnungsjobs konnten wieder loslaufen. Die Migration war vollzogen.

Wie geht es weiter?

Die erste Aprilwoche nach dem Cut-Over war geprägt von einer kurzen Hypercare-Phase: Benutzeraccounts zurücksetzen, Zugriffe erweitern bzw. anpassen, die Performance aller Systeme im Zusammenspiel überwachen und die zeitliche Abstimmung aufeinander validieren. Vieles lief in der neuen Umgebung deutlich schneller. So wurde die Verarbeitungsdauer der Abrechnung um 60 Prozent redu­ziert – und Performance-Störungen in der Auftragsverwaltung gibt es gar nicht mehr.

Neben der Modernisierung des Archivsystems, der Einführung einer Web-Application-Firewall sowie der Erneuerung des Entfernungswerkes des Partners Städlter Logistik wurden seither weitere neue Kernprodukte implementiert; ebenso erfolgte die Aufnahme des Containerverkehrs vom slowenischen Hafen Koper aus in das deutschsprachige Hinterland.

Mit der Rundumerneuerung der Infrastruktur gelang der erste ent­scheidende Schritt Richtung Anwen­dungsmodernisierung. Ohne flexible Infrastruktur ist es bei über Jahrzehnte gewachsenen Anwendungen nahezu unmöglich, diese schritt­weise umzubauen, um nicht durch einen Big-Bang das Kerngeschäft und damit die Kundenzufriedenheit zu gefährden.

Klar ist für TFG-Geschäftsführerin Kerstin Corvers bereits heute, dass die intensive und während der Migration erfolgreich erprobte Zusammenarbeit aus Fachbereichen, IT-Team und Partner­firmen fortgesetzt und erweitert wird. Letztlich sei der Erfolg bei IT-Projekten „das Ergebnis kreativer, kompetenter und fleißiger Menschen, die miteinander harmonieren.“

Über TFG Transfracht

Mit ihrem flächendeckenden Netzwerk Albatros Express verbindet die TFG Transfracht im containerisierten Seehafenhinterlandverkehr täglich die Seehäfen Hamburg, Bremerhaven, Wilhelmshaven und Koper (Slowenien) mit über 15.000 Orten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Unternehmen der Deutschen Bahn AG bewegte im Jahr 2018 ein Transportvolumen von rund 950.000 TEUs (Twenty-foot Equivalent Units).

Bildquelle: TFG Transfracht

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DV-Dialog Infrastruktur
news-23655 Wed, 14 Aug 2019 09:12:08 +0200 Lösungen jenseits des Mainframe http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/loesungen-jenseits-des-mainframe-23655/ Die Geschäfte der Berliner Beta Systems Software AG laufen gut. Auch deshalb hat die Investmentgesellschaft Deutsche Balaton, der Beta Systems gehört, der Ausweitung des Geschäftes auf den Bereich Archivierung und Dokumentenmanagement jenseits des Mainframe zugestimmt. Die Übernahme des DMS-Anbieters Habel/Akzentum ist abgeschlossen, eine Übernahme der Easy Software AG durch den Investor wird angestrebt. Der Vorstand von Beta Systems hat die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2018/19 erhöht. Der Konzernumsatz soll zwischen 48,0 Mio. und 52,0 Mio. Euro (vormals zwischen 46,5 Mio. und 49,5 Mio. Euro) erreichen, das Konzernbetriebsergebnis (Ebit, Ergebnis vor Zinsen und Steuern) zwischen 6,0 Mio. und 8,5 Mio.Euro erreichen. Das letzte Geschäftsjahr wurde mit 45,9 Mio. Euro und einem Ebit von 3,8 Mio. Euro abgeschlossen.

Außerdem wurde die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an der Habel/Akzentum-Gruppe bekannt gegeben; der Kaufpreis beläuft sich nach Firmenangaben unter Berücksichtigung der übernommenen Zahlungsmittel auf etwas mehr als 10 Mio. Euro, also leicht über dem Jahresumsatz von zuletzt ca. 9,5 Mio. Euro und einem operativen Ebitda (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von ca. 1,1 Mio. Euro. Etwa 100 Mitarbeiter betreuen rund 2.600 Kunden mit Schwerpunkt in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Neue Tochter Proxess Holding gegründet

Die Gruppe wird als eigenständiges Unternehmen innerhalb der Beta Systems-Gruppe geführt werden. Für diese Übernahme gründete Beta die Proxess Holding als neue Tochter. Weil sich im Rahmen der Transaktion auch Teile der Veräußerer rückbeteiligt haben, hält Beta Systems nun 85 Prozent der Anteile an Proxess; so heißt übrigens auch das Archivsystem der Firma Akzentum, die erst im November von Habel gekauft worden war. Habel selbst war im Jahr 2016 vom Firmengründer Fritz Habel an die Investmentgesellschaft Elvaston verkauft worden, der auch Akzentum gehörte. Die Produkte Habel DMS und Proxess DMS bieten Lösungen im Bereich der Archivierung, Belegerkennung und Workflows für mittelständische Kunden.

Proxess ist eine Windows-basierte DMS-Lösung für Unternehmen aus Möbelhandel, Technischem Handel und SHK-Handel – und bietet auch Schnittstellen zu ERP-Systemen auf IBM i, wie z.B. Cogito, Infor M3, Moeve oder SAP. Auch das Archiv von Habel verfügt über IBM-i-Schnittstellen, u.a. zu Software-Systemen wie Portolan, Trend SWM, Infor oder SAP. Beta Systems beschäftigt mit der Übernahme der Habel-Gruppe weltweit mehr als 450 Mitarbeiter und erwirtschaftet 60 Mio. Euro Umsatz. Übrigens gehört Beta Systems der Deutsche Balaton AG aus Heidelberg, die gerade auch eine feindliche Übernahme des DMS-Pioniers Easy Software plant.

Bildquelle: skeeze/Pixabay

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Berthold Wesseler DV-Dialog DMS und ECM
news-23627 Wed, 14 Aug 2019 08:12:00 +0200 Gangbare Wege in die digitale Arbeitswelt http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/gangbare-wege-in-die-digitale-arbeitswelt-23627/ Die Veda GmbH bietet seit über 40 Jahren HR-Software und -Services, die Unternehmen im Personalmanagement unterstützen. Natürlich wurde das Software-Angebot im Laufe der Jahre kon­tinuierlich modernisiert, erweitert und aktuellen Anforderungen des Marktes angepaßt. Darüber sprachen wir mit Geschäftsführer Dr. Ralf Gräßler. Auch Politprominenz erwartet die Zukunft Personal Europe, die Fachmesse rund um die Arbeitswelt, zu ihrem zwanzigjährigen Jubiläum: Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales, eröffnet die dreitägige Messe am Dienstag, 17. September, um 10 Uhr in der Koelnmesse. Anschließend nimmt er an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Arbeiten in der digitalen Zukunft“ teil.

Denn ein Hauptthema der Messe wird die digitale Transformation in der Arbeitswelt sein. Welche Veränderungen hat sie bereits ausgelöst – und welche weiteren Entwicklungen werden das Arbeiten in der digitalen Zukunft prägen? Zu dieser Fragestellung haben IBM und die Gewerkschaft Verdi eine Studie gefördert, deren Ergebnisse im Rahmen der Podiumsdiskussion besprochen werden. Norbert Janzen, als Personalchef Mitglied der Geschäftsführer bei IBM Deutschland, Lothar Schröder, Mitglied des Verdi-Bundesvorstands sowie Vertreter der untersuchten Unternehmen erörtern dabei mit Minister Heil, welche Chancen und Herausforderungen sich daraus für Politik und Wirtschaft ergeben. Die Diskussion findet ab 10:15 Uhr auf der Keynote Stage in Halle 2.1 statt.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2019. 
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Die Arbeitswelt adressieren auch die Keynotes: Neben Marion Rövekamp (Personal­chefin bei EWE) und Sebastian Kolberg („Vice President“ für Change-Management und digitale Transformation bei Bayer) werden auch Dr. Jens Stief (Geschäftsführer bei Xing) und Kerstin Rücker (Direktorin HR & Organisationsentwicklung bei Eckes-­Granini) Vorträge halten. Dazu ­gesellen sich Focus-Chefkorrespondent Daniel Goffart, der die Thesen seines Buches „Das Ende der Mittelschicht“ auf die Gestaltung der Arbeitswelt projiziert, und die Solo-Weltumseglerin Laura Dekker.

Erwartet werden wieder über 18.000 Messebesucher und mehr als 770 Aussteller aus dem Bereich HR. Dazu gehört die Veda GmbH aus Alsdorf, die bereits seit 1977 aktiv ist. „Wir beschäftigen uns sehr intensiv mit neuen Themen wie Arbeiten 4.0, Agilität und Collaboration, ohne dabei das Kerngeschäft der Lohn- und Gehaltsabrechnung aus den Augen zu verlieren“, erklärt Geschäftsführer Dr. Ralf Gräßler.

Im Interview mit DV-Dialog führt er aus, wie sich die Digitalisierung auf Kern­aufgaben der Personalabteilung auswirkt, wie z. B. Recruiting oder Talentmanagement. Dabei kündigte er weitere Verbesserungen in der Unterstützung der Personaler an, etwa beim Handling von Arbeits­verhältnissen. „Zudem stellen wir unser neues Onboarding-Plugin für Veda Horizon vor und zeigen erste Anwendungsszenarien für Spracherkennung via Smartphone“, so Gräßler. „Unser neuer Messestand ist im Übrigen auch so gestaltet, dass Collaboration und Transparenz in der Kommunikation erlebbar werden.“

Die Veda GmbH aus Alsdorf bietet seit über 40 Jahren HR-Software und -Services, die Unternehmen im Personalmanagement unterstützen. Natürlich wurde das Software-Angebot im Laufe der Jahre kon­tinuierlich modernisiert, erweitert und aktuellen Anforderungen des Marktes angepaßt.

Im Februar 2016 kam folgerichtig mit Veda ­Horizon eine völlig neu entwickelte kollaborative HR-Software auf den Markt (siehe DV-Dialog 4/2016, Seite 9), die wahlweise „on-­premise“ im Rechenzentrum des Kunden (auch auf dem Power-System i) oder aber in der Cloud installiert werden kann. Horizon deckt als moderne Personal­managementsoftware strategische Aufgaben wie Talentmanagement/Personalentwicklung und Weiterbildung ab, aber auch operative Themen wie Entgeltabrechnung, Zeiterfassung oder Recruiting.

Herr Dr. Gräßler, demographischer Wandel, Fachkräftemangel, Digitalisierung – das Personal- und insbesondere auch das Talent-Management im Unternehmen ist geprägt von gravierenden Veränderungen durch langfristige Entwicklungen. Worauf kommt es aus Ihrer Sicht an, die aktuellen Herausforderungen zu meistern und gleichzeitig die HR-Abteilung nachhaltig richtig zu positionieren?
Dr. Ralf Gräßler: In vielen HR-Abteilungen besteht nach wie vor das Selbstverständnis, dass gute Personalarbeit aus Administration und Überwachung der Einhaltung gesetzlicher Rahmen­bedingungen besteht. In zunehmend mehr Branchen werden jedoch die Auswirkungen von Fachkräftemangel, Innovationsdruck und Digitalisierungsnotwendigkeit spürbar.
Häufig geht es dann um nicht weniger als die Transformation eines Unternehmens in Bezug auf Kultur, Prozesse und Struktur. Für die HR-Abteilung gibt es eine große Chance dies zu gestalten, da diese Veränderung über alle Ebenen und Abteilungen im Unternehmen begleitet werden muss. D.h. für HR geht es um mehr als ein bißchen „Business Partner“ zu spielen. Es geht vielmehr darum, einen messbaren Wertschöpfungsbeitrag für das Unternehmen zu liefern.

Welche Rolle spielt dabei die effektive Unterstützung durch eine moderne HR-Software?
Dr. Gräßler
: Moderne HR-Software ist ein wesentlicher Treiber die Unternehmen dahingehend zu unterstützen, innovativer und agiler zu werden. Zudem ist es dringend erforderlich, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern adäquate Technologien bereitstellen, wo doch heute jeder auf seinem Tablet oder Smartphone die intuitiv­sten Apps im privaten Umfeld nutzt.

Woran erkenne ich eine moderne HR-Software? Was unterscheidet diese von einer traditionellen Lösung für das Personalwesen?
Dr. Gräßler
: Traditionelle Software für das Personalwesen folgt häufig dem transaktionalen Ansatz – möglichst standardisierte Prozesse, die zentral gesteuert und mit Informationen gespeist werden. Moderne HR-Software folgt mehr einem Plattformgedanken, bei dem Informationen und Prozesse flexibel sind und stark dezentral – also von Führungskräften und Mitarbeitern – genutzt und gesteuert werden.
Kommunikation in diesen modernen ­Systemen erfolgt eher über Collaboration und fördert damit die Vernetzung in Unternehmen. Damit gibt es nicht wie früher nur „Power-­Nutzer“ aus der Personalabteilung, sondern auch viele Gelegen­heitsanwender, die eine maximal in­tuitiv zu bedienende Software erwarten. Hierzu zählt natürlich auch die Nutzung auf mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets.

Wie wichtig ist heute noch der Integrationsgedanke – oder gewinnt der Best-of-Breed-Ansatz wieder an Bedeutung?
Dr. Gräßler
: Heutzutage kommt es darauf an, sehr schnell die optimale Software-Unterstützung zu einem akuten Bedarf zu erhalten. Das wird durch Best-of-Breed-Lösungen ermöglicht – sofern diese über moderne Schnittstellen wie etwa „Rest“ verfügen.
Die vermeintlich „integrierten“ Systeme haben den Nachteil, dass sie allein aufgrund unterschiedlicher „Technology Lifecycles“ immer ein schwaches Glied in der Kette haben, was nicht mehr den aktuellen Ansprüchen hinsichtlich Funktionalität oder Technologie entspricht. Warum sonst haben die großen ERP-Anbieter in den letzten Jahren die wesentlichen Innovationen durch Zukäufe fremder Software geschaffen – der Kauf von Successfactors durch SAP im HR-Bereich macht es mehr als deutlich. Natürlich darf Best-of-Breed nicht zu kleinteilig werden – eine Integration eines HR-Systems in ein ERP-System bringt jedoch keinerlei Mehrwert.

Sollten die verschiedenen HR-Aufgaben – Lohn & Gehalt, Personaldisposition und Workforce-Management, Recruiting, Aus- und Weiterbildung oder auch Talent-Management – eher von optimierten Speziallösungen oder eher von einer hochintegrierten HR-Lösung aus einem Guss unterstützt werden?
Dr. Gräßler
: Das hängt von den Anforderungen ab. Natürlich bietet eine integrierte HR-Software für bestimmte Prozesse Vorteile – sie ist aber in Teilbereichen der Best-of-Breed-Lösung unter­legen. Ein Spezialist für Recruiting-Software wird immer einen größeren Funktionsumfang bieten als der HR-Generalist. Ob diese Funktionen jedoch benötigt werden, ist zu prüfen.
Wir haben unsere Plattform Horizon so offen entwickelt, dass wir problemlos andere HR-Systeme wie etwa eine Datev-Payroll oder ein D.vinci-Recruiting-System einbinden – das sichert einen durchgehenden Daten- und Informationsfluss und reibungslose Prozesse. Natürlich ist der Integrationsgrad mit unseren eigenen Lösungen für Payroll und Zeitwirtschaft noch etwas höher – aber ob dies ein Investment rechtfertigt um
z. B. ein gut laufendes Lohnsystem zu ersetzen, ist kritisch zu hinterfragen. Häufig versprechen sich Anwender von integrierten ­Systemen eine Lösung ohne Schnittstellen – ob das aber in der Praxis tatsächlich der Fall ist, sollte auch bei integrierten Systemen geprüft werden.

Können Sie uns das am Beispiel Recruiting bitte einmal näher erläutern?
Dr. Gräßler
: Nehmen wir den ­Recruiting-Prozess – der Personalbedarf wird in der Regel aus den Fachbereichen gemeldet. Dies geschieht bei uns innerhalb von Horizon, der HR-Plattform, auf die alle Mitarbeiter, Führungskräfte und die Personalabteilung Zugriff haben.
Dieser Bedarf fließt direkt ins D.vinci-­Recruiting-System, das Aufgaben wie Stellen­veröffentlichung in „Social Media“, Bewerber­handling, Matching etc. unterstützt. Bewerbungen – sowohl intern als auch extern – sind in Horizon sichtbar, damit Teams und Abteilungen sich für die Gespräche mit Kandidaten vorbereiten können; sie können auch Bewertungen abgeben und kollaborativ eine Einladung oder Absage erteilen.
Kommt es zur Einstellung, werden die Bewerberdaten an das (Veda-)Lohnsystem übergeben; das Onboarding wiederum findet in Horizon statt, wo beispielsweise das zentrale Collaboration-System für die Kommunikation genutzt wird. Also alles in allem ein flüssiger Prozess mit Best-of-Breed-Anwendungen.

Trends wie die Digitalisierung und neue Technologien wie KI oder Blockchain wirken sich sowohl auf die Zukunft unseres Arbeitslebens als auch auf die Fähigkeiten aus, die die Personalabteilung bei Mitarbeitern suchen und fördern muss. Was heißt das für das Recruiting, aber auch für das Talent-Management?
Dr. Gräßler
: Wir müssen aufpassen, dass wir nicht einem völligen Technologiesierungswahn erliegen. Ich glaube bei aller Digitalisierung an eine Art Renaissance der realen menschlichen Beziehung untereinander. Das gilt es auch den Mitarbeitern zu vermitteln, die zu Recht ­Unsicherheit verspüren.
KI wird seitens der Softwareanbieter zunehmend Einzug halten, wobei es bei den meisten mittelständischen Unternehmen schon daran scheitert, dass die Datenbasis für KI viel zu klein ist. Den Rest erledigt der Datenschutz.
Der Hype ist speziell für HR zu groß. Wenn es um hilfreiche Unterstützung geht, etwa bei der Suche eines Mitarbeiters nach Entwicklungschancen, dann macht KI Sinn. Aber das ist schon fast nicht mehr KI. Auch im Recruiting wird KI überschätzt – wir reden in Deutschland zukünftig über einen Mangel an Talenten. Da ist eher menschliche Kreativität und Querdenken gefragt und weniger Algorithmus-Akrobatik.

Unsere Leser haben mit einem ganz spezifischen Fachkräfte-Mangel zu kämpfen, weil die Programmierer und Systemadministratoren aus den Zeiten der AS/400 allmählich in Rente gehen. Haben Sie hier Tipps aus der Praxis, weil Veda ja auch selbst betroffen ist?
Dr. Gräßler
: Outsourcing von Aktivitäten, die nicht zu den Kernprozessen der Wertschöpfung gehören, ist ein Ansatz dem Fachkräftemangel zu begegnen. Die Nutzung von Managed-Services, Offshore-Development oder Payroll-Outsourcing sind nur einige Beispiele hierfür. Desweiteren machen wir gute Erfahrung mit der Ausbildung und anschließenden Übernahme junger Nachwuchs­talente. Aber auch die vorhandenen Fachkräfte sollten mit geeigneten Weiterbildungsmaßnahmen gefordert und gefördert werden.

Wie wichtig ist heute noch die Wahl der „richtigen“ Plattform für eine HR-Lösung?
Dr. Gräßler
: Hier wird aktuell viel philosophiert – am Ende muss die Plattform zur Strategie des Unternehmens passen. Technologisch ist alles machbar, wobei ich glaube, dass sich nicht zuletzt aufgrund der Vorteile bei Einsatzgeschwindigkeit und Flexibilität der Cloud-Ansatz auch bei HR stärker durchsetzen wird. Immer vorausgesetzt, die DSGVO-Konformität ist gegeben.

Laut Weltwirtschaftsforum gehören künftig Problemlösungsfähigkeiten, kritisches Denken, kognitive Flexibilität und Führungsqualitäten zu den wichtigsten Kompetenzen. Heißt das im Umkehrschluss: technische Skills werden künftig zweitrangig sein?
Dr. Gräßler
: Generell verkürzt sich die Halbwertszeit von Wissen immer weiter, d.h. es kommt mehr auf die Fähigkeit an, sich Wissen zu „beschaffen“, als dieses zu horten oder mitzubringen. Technologisches Verständnis ist in Zeiten der Digitalisierung unabdingbar, aber ich bin davon überzeugt, dass es mehr auf „analoge“ Kompetenzen wie Empathie, Kreativität und vernetztes Denken und Handeln ankommt.

Wenn soziale Fähigkeiten und aktives Lernen an Wert gewinnen, weil Maschinen dies nicht so leicht reproduzieren können, wird sich auch das Talent-Management ändern müssen. Worauf kommt es an, wenn Kompetenzen wie etwa Kreativität, emotionale Intelligenz, Zusammenarbeit oder Kommunikation in der Belegschaft nachhaltig gefördert werden sollen?
Dr. Gräßler:
Führungskräfteentwicklung ist hier der Dreh- und Angelpunkt. Denn es ist eine Illusion zu glauben, dass die genannten Kompetenzen mal eben von HR „entwickelt“ werden können. Es geht um einen Wandel im Mindset, der bei vielen Firmen nicht ohne Austausch von Führungskräften funktionieren wird.
Die HR-Abteilung übernimmt dabei die Rolle eines strategisch relevanten Coaching-Partners mit tiefer Methoden-Kompetenz. Die eigentlichen Träger des Talent-Managements aber sind die Führungskräfte und die Mitarbeiter selbst.

Wie kann modernes Talent-Management dazu beitragen, dass sich ein Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber im globalen „War for Talents“ positionieren kann?
Dr. Gräßler
: Authentizität ist in meinen Augen der entscheidende Faktor eines modernen Talent-Managements. Alle reden von ­Employer-Branding – aber was nützt die beste Kampagne und der tollste Social-Media-­Auftritt, wenn bereits beim Onboarding der neuen Talente der Bruch zur realen Unternehmenswelt stattfindet. Daher sollte sich modernes Talent-Management am wichtigsten Kunden ausrichten – „Employees first“ sagen wir – und primär auf dessen Bedürfnisse eingehen.

Ihre HR-Lösungen werden Sie ja Mitte September auf der Zukunft Personal in Köln präsentieren. Welche Akzente wollen Sie dort setzen – und welche Neuerungen bzw. Verbesserungen dürfen wir erwarten?
Dr. Gräßler
: Es wird weitere Verbesserungen in der Unterstützung der Personaler geben, beispielsweise im Handling von Arbeitsverhältnissen. Zudem stellen wir unser neues ­Onboarding-Plugin für Horizon vor und zeigen erste Anwendungsszenarien für Spracherkennung via Smartphone. Unser neuer Messestand ist im Übrigen so gestaltet, dass Collaboration und Transparenz in der Kommunikation erlebbar werden.

Stichwort Kommunikation: Können Sie bitte kurz ein solches Anwendungsszenario für die Spracherkennung im Personalbereich skizzieren?
Dr. Gräßler
: Auch hier greifen wir wieder die gewohnte „Usability“ aus dem privaten Bereich auf. Viele von uns kommunizieren ja bereits zunehmend über Sprachassistenzsysteme – sei es im Auto bei der Navigation oder zu Hause mit Alexa oder Siri.
Daher greifen wir dies im Business-Kontext auf, indem wir beispielsweise einen Urlaubs­antrag mit „Hello Veda Horizon“ starten und den gewünschten Urlaub auf dem Smartphone via Sprachdialogsystem beantragen. Oder Horizon fragen, wer im Team als nächstes Geburtstag hat. Wir sind davon überzeugt, dass im Bereich dieser „Conversational User Interfaces“ – kurz CUIs – in den nächsten Jahren auch im Business-Kontext viel passieren wird.

Wie wollen Sie mit Horizon das Handling der Arbeitsverhältnisse verbessern?
Dr. Gräßler
: Das Handling von Arbeitsverhältnissen bildet sozusagen den operativen Gegenpol zu den Sprachassistenz-Features – ist aber insbesondere für den Personaler mit gewaltigem Mehrwert versehen. Mit Horizon sind wir in der Lage, sämtliche Informationen, die das oder die Arbeitsverhältnisse von Mitarbeitern betreffen, so zu verwalten, dass beispielsweise Arbeitsverträge automatisch generiert werden oder Führungskräfte auf Informationen wie Vergütungsbestandteile, Urlaubsregelungen oder Jobhistorie zugreifen können.
Auch der Mitarbeiter hat jederzeit Zugriff auf seine bisherigen und aktuellen Daten – und natürlich auch auf seine Arbeitsverträge im ­System. Für uns ist das manchmal ein herausfordernder Spagat, sowohl die heutigen HR-Pflichtaufgaben als auch die innovativen Zukunftsthemen mit unserer Software abzudecken. Aber in der Komfortzone stehen zu bleiben, das entspricht nicht unserer Philosophie bei Veda.

Fotos: Rainer Holz

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Berthold Wesseler DV-Dialog HR Personal
news-23653 Tue, 13 Aug 2019 18:21:07 +0200 Schaeffler will S/4 Hana einführen http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/schaeffler-will-s4-hana-einfuehren-23653/ Die Schaeffler AG hat heute eine „strategische Partnerschaft“ mit SAP geschlossen, um so als global tätiger Automobil- und Industriezulieferer „die Weiterentwicklung der IT-Anwendungssysteme und damit die digitale Transformation“ voranzutreiben. Der Fokus der Partnerschaft liegt auf laufenden und künftigen Projekten zur Einführung von SAP-Produkten und deren Integration in die IT-Gesamtarchitektur, in der S/4 Hana ein wesentlicher Bestandteil werden soll. Der Schaeffler-Konzern aus Herzogenaurach will seine IT-Infrastruktur modernisieren und dazu SAP-Lösungen wie zum Beispiel S/4 Hana oder Success Factors einführen. Das soll die Geschäftsprozesse nachhaltig optimieren und damit die digitale Transformation voranbringen.

„Die Bereiche E-Mobilität, Industrie 4.0 und Digitalisierung sind Kernbestandteile unserer Unternehmensstrategie“, erklärte Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG. Durch die jetzt begründete Partnerschaft mit SAP könne man diese Strategie weiter konsequent umsetzen. „Im Rahmen der Partnerschaft profitieren wir vor allem von der Expertise und hohen Innovationskraft von SAP. Dies wird es uns ermöglichen, unsere Prozesse effizienter zu gestalten und so noch besser auf die Bedürfnisse unserer Kunden einzugehen.“

IT-Projekte zur digitalen Transformation

Als Großkonzern sichert Schaeffler sich ab, um bei den notwendigen, aber durchaus auch riskanten IT-Projekten zur digitalen Transformation des Unternehmens keinen Schiffbruch zu erleiden. Nach der im Oktober 2016 vereinbarten „mehrjährigen strategischen Partnerschaft“ mit IBM folgt jetzt eine ergänzende Kooperation mit SAP als weiterem „Global Player“ der IT-Branche, die ebenfalls als strategisch tituliert wird. Stand die damalige Partnerschaft mit IBM unter der Überschrift „Aufbruch in ein neues industrielles Zeitalter“, geht es jetzt erklärtermaßen um die „Weiterentwicklung der IT-Systeme und digitale Transformation als wichtige Effizienzhebel“.

„Wir haben immer gesagt, dass wir gegebenenfalls mehrere strategische Partnerschaften aufsetzen, die dann jeweils bestimmte Schwerpunkte haben“, erklärte Dr. Axel Lüdeke, Leiter Wirtschafts- und Finanzkommunikation & Öffentlichkeitsarbeit bei Schaeffler auf Anfrage von DV-Dialog. „Hier gibt es keine Konflikte.“

„Auf diesem Wege sollen die Effektivität und Effizienz im Unternehmen gesteigert werden, um die IT-Landschaft auf die Zukunft auszurichten“, heißt es in der Presseinformation zu der neuen Partnerschaft. „Darüber hinaus soll im Rahmen der Partnerschaft ein möglichst frühzeitiger Austausch zu Strategien und Entwicklungen und damit ein möglichst standardkonformer Einsatz von SAP-Lösungen und IT-Innovationen sichergestellt werden.“ Ziel sei auch der „frühzeitige Austausch zu SAP-Innovationen“.

Gemeinsames Verständnis entwickeln

Die strategische Partnerschaft erstreckt sich nach Firmenangaben in beiden Unternehmen auf unterschiedliche Bereiche und Ebenen, „um so sicherzustellen, dass ein umfassendes gemeinsames Verständnis von Strategien, Prozessen und Lösungen entwickelt wird“. Aufbauend auf einem engen strategischen Austausch des Top-Managements sollen die wichtigsten Handlungsfelder identifiziert und adressiert werden. Außerdem sollen „Schnittmengen in der Technologie-Roadmap beider Unternehmen“ gefunden werden.

Laut Dr. Daniel Holz, Geschäftsführer der SAP Deutschland, soll im Rahmen dieser Partnerschaft „durch einen kontinuierlichen Austausch zur Strategie und den Entwicklungen“ ein möglichst standardnaher SAP-Einsatz erreicht werden. Die Partnerschaft solle den dafür notwendigen Rahmen schaffen; ausgewählte Initiativen sollen „mit beiderseits hoher Priorität begleitet“ werden.

Bereits 2011 hatte Schaeffler entschieden, die noch vorhandenen „Altsysteme“ in ein zentrales SAP-System zu migrieren. Im Rahmen des globalen Rollout-Programms sollten viele der Non-SAP-Systeme im Konzern abgelöst werden. Zusätzlich sollten mehrere bestehende SAP-Systeme in einem zentralen SAP-System und einem Mandanten mit einheitlichen Prozessen konsolidiert werden. Eine Herkulesaufgabe – die jetzt Richtung S/4 Hana weitergeht.

Bildquelle: Schaeffler AG

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Berthold Wesseler DV-Dialog ERP
news-23647 Tue, 13 Aug 2019 15:01:00 +0200 KI-Systeme werden gesprächiger http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/ki-systeme-werden-gespraechiger-23647/ Der GPU-Hersteller Nvidia gab heute Durchbrüche im Bereich des Sprachverständnisses durch KI-Systeme bekannt. Damit soll es für Unternehmen künftig möglich werden, in der Kommunikation mit Kunden auch eine Echtzeit-Gesprächs-KI zu verwenden. Die Durchbrüche: Das KI-Modell BERT-Large wurde erstmals in weniger als einer Stunde trainiert, die Dauer für eine Schlussfolgerung (Inferenz) des KI-Systems mit 2,2 Millisekunden deutlich unter die kritische Marke von 10 Millisekunden gedrückt und das bisher größte KI-Modell für die Spracherkennung mit 8,3 Mrd. Parametern erfolgreich trainiert. „Unsere KI-Plattform ist die erste, die eines der fortschrittlichsten KI-Sprachmodelle - BERT - in weniger als einer Stunde trainiertund eine vollständige KI-Inferenz in etwas mehr als 2 Millisekunden erstellt“, meldete Bryan Catanzaro, Chef der angewandten Deep-Learning-Forschung bei Nvidia stolz in einer eigens anberaumten Telefonkonferenz mit Journalisten. „Dieses Leistungsniveau ermöglicht es Entwicklern, modernste Technologien Spracherkennung für umfangreiche Anwendungen zu nutzen, die sie Hunderten von Millionen Verbrauchern weltweit zur Verfügung stellen können.“ Die Rede ist beispielsweise von Chatbots in CRM-Systemen. Man komme dem Ziel „einer wirklich gesprächigen KI näher“.

Zu den frühen Anwendern der Leistungsverbesserungen zählen Microsoft und einige Startups, die die Plattform von Nvidia nutzen, um intuitive, schnell reagierende sprachbasierte Dienste für ihre Kunden zu entwickeln, wie etwa für die Suchmaschine Bing. Bislang war es für Chatbots, intelligente persönliche Assistenten und Suchmaschinen jedoch äußerst schwierig, mit einem wirklich Verständnis der Sprache zu arbeiten, da dafür extrem große KI-Modelle notwendig sind, die bisher nicht in Echtzeit schlussfolgern konnten.

Laut Catanzaro wurde dieses Problem jetzt aus dem Weg geräumt, indem Nvidias KI-Plattform wichtige Optimierungen erhielt, die jetzt die Geschwindigkeitsrekorde beim KI-Training und als auch bei den Inferenzen (Schlussfolgerungen) ermöglichten.

Außerdem ist das bislang weltweit größte Sprachmodell entwickelt worden, das erfolgreich trainiert werden konnte – auch wenn diese Training immer noch Wochen dauert. Dieses Modell basiert auf Transformers, dem für die „Bidirektionale Encoder-Darstellungen von Transformern“ (BERT) verwendeten Technologiebaustein, und einer wachsenden Anzahl anderer KI-Modelle für die Spracherkennung. Dieses benutzerdefinierte Modell mit 8,3 Mrd. Parametern ist laut Catanzaro 24-mal so groß wie BERT-Large; Nvidias Implementierung von BERT ist übrigens eine optimierte Version des beliebten Hugging Face-Repos.

Highspeed bei Training und Inferenz

Das Ausführen von BERT-Large – eines der weltweit fortschrittlichsten KI-Sprachmodelle – durch einen DGX Superpod unter Verwendung von 92 DGX-2-Systemen mit insgesamt 1.472 V100-GPUs verkürzte die typische Trainingszeit für BERT-Large von mehreren Tagen auf nur noch 53 Minuten. Darüber hinaus gelang es den Entwicklern laut Catanzaro, BERT-Large innerhalb von 2,8 Tagen auf einem einzigen DGX-2-System zu schulen, was er als Beweis für die Skalierbarkeit der GPUs für Konversations-KI anführte.

Man habe es geschafft, so Catanzaro weiter, mit T4-GPUs, auf denen die Inferenz-Bibliothek TensorRT ausgeführt wird, in nur 2,2 Millisekunden eine Inferenz auf den „Stanford Question Answering Dataset“ (SQuAD) auf BERT-Basis durchzuführen. Damit dauerte die Schlussfolgerung des trainierten KI-Systems deutlich weniger als die 10 Millisekunden, die für viele Echtzeitanwendungen kritisch sind.

Microsoft nutzt die neue Nvidia-Technologie bereits auf der Azure KI-Plattform für Bing, um BERT auszuführen und genauere Suchergebnisse zu erzielen. In enger Zusammenarbeit mit Nvidia habe die Ableitung des beliebten natürlichen Sprachmodells BERT mithilfe von GPUs weiter optimiert, die Teil der Azure-KI-Infrastruktur sind, sagte Rangan Majumder, Group Program Manager bei Microsoft Bing. Dies habe zu der größten Verbesserung der Suchqualität im letzten Jahr geführt. „Mit Azure und den Nvidia-GPUs konnten wir die Latenz halbieren und den Durchsatz bei Inferenzen verfünffachen, verglichen mit einer CPU-basierten Plattform,“ zieht Majumder zufrieden eine Zwischenbilanz.

Training und Antwortzeiten deutlich verkürzt

Auch Startups aus dem Inception-Programm des GPU-Herstellers nutzen dessen KI-Plattform, darunter Clinc, Passage AI und Recordsure. Sie entwickeln damit KI-Dienste für Banken, Automobilhersteller, Einzelhändler, Gesundheitsdienstleister sowie Reise- und Hotelunternehmen. Clinc beispielsweise hat bereits GPU-fähige Konversations-KI für mehr als 30 Millionen Menschen weltweit verfügbar gemacht. Zu den Kunden zählen Autohersteller, Gesundheitsorganisationen und Finanzinstitute wie Barclays, USAA und die größte türkische Bank, Isbank – ein langjähiger AS/400-Anwender.

Allen Verbesserungen bei der Gesprächs-KI zum Trotz wird es laut Bryan Catanzaro noch auf lange Sicht notwendig bleiben, dass Menschen die Sprachaufzeichnungen mithören, um Spracherkennungssysteme wie Alexa oder Siri zu verbessern. Denn das Training der KI-Systeme und die Verbesserung der verwendeten Modelle werde ebenso wie die Auswahl der optimalen Trainingsdaten auf Dauer eine Aufgabe von KI-Experten und Data Scientists bleiben.

Folgende Software-Optimierungen für Gesprächs-KI stellt Nvidia ab sofort für Entwickler bereit:

• Github BERT-Trainingscode mit PyTorch

• NGC-Modellskripte und Check-Points für TensorFlow

TensorRT-optimiertes BERT-Beispiel auf GitHub

Schnellerer Transformer: C ++-API, TensorRT-Plugin und TensorFlow OP

MXNet Gluon-NLP mit AMP-Unterstützung für BERT (Training und Inferenz)

• Tensor-optimiertes BERT-Modell: Jupyter notebook on AI Hub

Megatron-LM: PyTorch-Code zum Trainieren massiver Transformer-Modelle.

Nvidia ist übrigens auch Partner der IBM, die die GPU Tesla V100 als Accelerator in ihren Power-Systemen verbaut. Außerdem ist Nvidia Gründungsmitglied der Open Power Foundation.

Bildquelle: Nvidia

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DV-Dialog IT-Markt Berthold Wesseler
news-23638 Mon, 12 Aug 2019 14:58:50 +0200 Reverse-Recruiting kontra Fachkräftemangel http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/reverse-recruiting-kontra-fachkraeftemangel-23638/ Die meisten Mittelständler in Deutschland benennen den Fachkräftemangel als ihr größtes Problem. Der Trend ist besorgniserregend: 107 Tage dauerte es 2018 im Durchschnitt, bis eine offene Stelle besetzt werden konnte. Die Folgen für Firmen sind Umsatzeinbußen, schwindende Innovations­kraft und gestresste Personaler. Man muss das Problem jedoch von zwei Seiten beleuchten: Viele Mittelständler reagieren auf aktuelle Trends zu langsam und wenden veraltete Methoden an. Sie veröffentlichen Stellenanzeigen und warten dann darauf, dass sich jemand meldet. Mag sein, dass diese Art des Recruiting vor zehn Jahren noch funktionierte. Heute ist sie jedoch, speziell für die Mangelberufe, nicht länger erfolgversprechend.

Aufgrund der guten Joblage sind viele Arbeitnehmer in der angenehmen Position, sich ihren Arbeitgeber aussuchen zu können. Das lässt auch die Ansprüche steigen. Viele Mittelständler sind zwar „Hidden Champions“ unter den Arbeitgebern und bieten ihren Mitarbeitern ein besonders gutes Arbeitsklima und viele Weiterbildungs­optionen. Um das jedoch zu vermitteln, müssen Unternehmen mit den Kandidaten sprechen.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2019. 
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Doch der Weg dorthin ist oft lang. Das Konzept des Reverse-Recruiting kann ihn abkürzen. Dabei bewerben sich die Firmen bei den Kandidaten. Das funktioniert auf unserer Plattform automatisiert: Mit bestimmten Matching-Algorithmen werden Fachkräfte herausgefiltert und vorgeschlagen, die hinsichtlich der Anforderungen, Wünsche und Bedürfnisse genau zur Stelle passen. So müssen sich Personaler nicht durch unzählige Profile klicken.

Signalisieren beide Parteien Interesse, ist ein Match gefunden. Dann treten Unternehmen und Kandidat sofort über einen Direktchat in den Dialog.

Bildquelle: Instaffo

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DV-Dialog HR Personal
news-23631 Sun, 11 Aug 2019 18:50:56 +0200 Broadcom wird softer http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/broadcom-wird-softer-23631/ Nach zähen Verhandlungen mit Symantec nahm der Chiphersteller Broadcom Abstand von einer vollständigen Akquisition des Herstellers von Sicherheitssoftware wie Norton, kauft aber dessen Geschäft mit Unternehmenskunden für 10,7 Mrd. Dollar in bar. Symantec kommt schon seit langen Jahren auf keinen grünen Zweig mehr; 2016 wurde bereits Veritas, der 2004 übernommene Hersteller von Speichermanagement-Software, wieder verkauft. Jetzt wird die Enterprise-Sparte von Symantec versilbert; sie soll künftig Broadcoms Software-Geschäft verstärken, das im November 2018 mit dem Kauf von CA Technologies für 18,9 Mrd. Dollar begründet wurde. Allerdings muss der Deal zwischen Broadcom und Symantec noch von den Aufsichtsbehörden genehmigt werden.

CA steuert 3,5 Mrd. Dollar zu Broadcoms Jahresumsatz bei, Symantecs Enterprise-Sparte hat im letzten Geschäftsjahr rund die Hälfte der ingesamt 5 Mrd. Dollar Umsatz erwirtschaftet. Nachdem US-Präsident Trump im März 2018 Broadcom die feindliche Übernahme des Chipherstellers Qualcomm für 117 Mrd. Dollar aus Gründen der nationalen Sicherheit untersagt hatte, verlegte das Unternehmen seinen Sitz von Singapur nach Kalifornien.

Broadcom ist ein 1991 gegründetes Halbleiterunternehmen mit Sitz in San José, das 2015 von dem in Singapur angesiedelten Konkurrenten Avago Technologies aufgekauft wurde, der dann aber den Namen Broadcom übernahm. Avago wiederum war ein Spin-off von Agilent, dem 1999 ausgegründeten Halbleiter-Produktbereich von Hewlett-Packard.

Bildquelle: Rawpixel / Pixabay

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Berthold Wesseler DV-Dialog Unternehmen
news-23630 Sun, 11 Aug 2019 17:47:17 +0200 Helpsystems bringt Jams V7.1 http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/helpsystems-bringt-jams-v71-23630/ Helpsystems will mit der neuen Version 7.1 seiner plattformübergreifenden Job-Scheduling- und Workload-Automatisierungs-Suite Jams den IT-Abteilungen neue Funktionen bieten, mit denen sie Transparenz und Effizienz ihrer geplanten Batch-Jobs verbessern kann, um die Batch-Prozesse einfacher zu verwalten und ihre Abwicklung zuverlässiger zu machen. „Wir freuen uns sehr, die innovativen Funktionen im Rahmen unserer neuesten Produktversion bekannt zu geben“, sagte Scott McCausland, General Manager für den Bereich „Workload Automation“ bei Helpsystems. „Sie beweisen, dass wir kontinuierlich in die Jams-Suite investiert haben. Jams V7.1 bietet Unternehmen die Transparenz, die sie für alle geplanten Batch-Jobs benötigen, und versetzt sie in die Lage, die Ausführung kritischer Prozesse kontinuierlich zu verbessern.“ Helpsystems hatte Jams erst mit der Übernahme des Softwarehauses MVP Ende 2018 erworben – und ja bereits die beiden Scheduler Automate (Windows-basiert) und Robot (nativ auf IBM i) im Portfolio.

Beispielsweise wird mit Jams V7.1 das Erstellen und Modifizieren von Batch-Jobs für die Systemadministratoren vereinfacht – und die Überwachung kritischer Jobs verbessert. Die neue Version erlaubt auch eine stärkere Verschlüsselung und aktualisiert die Integration für Software und Plattformen, z.B. von z/OS, Informatica und Slack. Jams V7.1 enthält auch eine Integration von Go Anywhere.

Jams basiert auf einem .Net-Framework, steuert aber Batch-Jobs nicht nur auf Windows-Systemen, sondern über Agenten auch auf Betriebssystemen wie Unix/Linux, IBM i oder OpenVMS – und das nach Firmenangaben bei über 1.000 Kunden weltweit.

Bildquelle: Gerd Altmann / Pixabay

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Berthold Wesseler DV-Dialog Netz- und Systemmanagement
news-23629 Sun, 11 Aug 2019 13:07:05 +0200 Neuer Look für 5250-Oberflächen http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/neuer-look-fuer-5250-oberflaechen-23629/ Fresche Solutions hat die neue Version 8.2 des Tools Presto für die Modernisierung von „Green Screen“-Anwendungen auf den Markt gebracht. GUI-fizierung und Screen Scraping sind nichts Neues. So ist es kein Wunder, dass Fresche bereits die Version 8.2 des Tools Presto herausbringt.

Als Neuerungen hebt das 400 Mitarbeiter starke kanadische Softwarehaus, des weltweit mehr als 22.000 Midrange-Anwender zu seinen Kunden zählt zusätzliche Produktivitäts-Features hervor, wie z.B. Reports zum User-Verhalten, „Heatmaps“ (dank der Integration des Tools Newlook Insights) und neue Wege, um schnell Anpassungen der Benutzeroberfläche zu ergänzen und zu ändern.

In Deutschland ist Fresche über Partner wie Axsos, Taskforce IT oder Vogelbusch vertreten.

Bildquelle: Fresche Solutions, Gerd Altmann/Pixabay

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Berthold Wesseler DV-Dialog Software-Entwicklung
news-23626 Fri, 09 Aug 2019 18:43:42 +0200 Max Ertl: „Ändern soll sich gar nichts!“ http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/max-ertl-aendern-soll-sich-gar-nichts-23626/ Ricoh hat mittlerweile den Abschluss der am 2. Juli angekündigten Übernahme von Docuware bekanntgegeben. Es scheint also alles zügig und wie geplant zu laufen. Über die Details der Verkaufsgespräche und die neuen Ziele sprachen wir mit Geschäftsführer Max Ertl. Ricohs Europa-Chef David Mills will nach dieser Akquisition seinen Kunden „noch mehr Gestaltungsspielraum“ geben und zusätzliche Kompetenzen anbieten. Die Akquisition sei Teil der Ricoh-Strategie, das Lösungsangebot für die Digitalisierung des Arbeitsplatzes auszubauen. Docuware werde als Tochterfirma mit den bisherigen Geschäftsführern Dr. Michael Berger und Max Ertl auftreten. Darüber hinaus setze sich Ricoh für das Wachstum und den Ausbau von Docuware über alle aktuellen und zukünftigen Vertriebskanäle hinweg ein.

1988 in Germering (Deutschland) als Docunet gegründet, wurde das Softwarehaus im Jahr 2000 in Docuware umbenannt und agiert heute mit den beiden Firmenzentralen in Germering und New Windsor (New York, USA) sowie Niederlassungen in Spanien, Frankreich und Großbritannien. Die On-Premise und in der Cloud nutzbare ECM-Software wird über ein Netzwerk von rund 600 Partnern verkauft, dem Ricoh auch bisher schon angehörte. Partner wie Steigauf haben Schnittstellen zur Plattform IBM i geschaffen, die bei vielen Kunden im Einsatz sind.

Der neue Eigentümer – auch Partner und Kunde von Docuware

Ricoh, bereits seit Jahren Docuware-Partner, vertreibt die ECM-Software nicht nur, sondern setzt sie auch selbst ein. Ricoh hatte 2007 die Druckersparte Infoprint von IBM übernommen und betreut seither auch viele IBM-Kunden. Docuware lässt sich über die Ricoh-Smart-Integration bereits jetzt mit den neuen Multifunktionssystemen der IM-C-Serie verbinden. Kunden können dadurch Dokumente einfach und sicher digitalisieren und direkt in einen Workflow einspielen.

Bisher inhabergeführt, waren an Docuware außer den beiden Firmengründern Jürgen Biffar und Thomas Schneck auch zwei strategische Investoren mit jeweils rund 20 Prozent an dem Unternehmen beteiligt: Der langjährige Partner Nemetschek Software und die Bank Morgan Stanley. Als Biffar und Schneck im Oktober ihren Rückzug aus der Geschäftsführung ankündigten und diese zu Jahresbeginn an die langjährigen Manager Berger und Ertl übergaben, war auch direkt klar, dass sie ihr Unternehmen verkaufen würden. Über die Details der Verkaufsgespräche und die neuen Ziele sprachen wir mit Geschäftsführer Max Ertl, der wie auch Berger persönlich in die Verkaufsverhandlungen involviert war.

Herr Ertl, haben sich die Wellen nach der Übernahmemeldung schon wieder gelegt? Oder herrscht immer noch Aufregung?

Max Ertl: Es gab gar keine hohen Wellen, weil wir das Thema ja schon seit dem vergangenen Herbst sehr offensiv kommuniziert haben. Deshalb waren unsere Mitarbeiter und Partner über die Übernahmeverhandlungen informiert. Die Übernahme kam also nicht überraschend. Die einzige News war der Name des Käufers.

Natürlich erzeugt der Eigentümerwechsel, wie jede Veränderung, auch Unsicherheit. Natürlich gibt es noch ungeklärte Details. Und natürlich kennt man viele Horror-Stories über gescheiterte Übernahmen. Diese Unsicherheit haben wir aber durch offene Kommunikation und eine klare Strategie bei den Verkaufsverhandlungen so klein wie möglich gehalten.

Wie zu hören war, gab es ja viele Interessenten. Demzufolge können die Firmengründer ja sicherlich mit dem Verkaufserlös zufrieden sein und ihren Lebensabend komfortabel gestalten, oder?

Ertl: Den Kaufpreis wollen wir nicht kommunizieren. Aber sie können sicher sein, dass alle beteiligten Parteien damit sehr zufrieden sind.

War der Verkaufspreis das ausschlaggebende Argument für den Verkauf an Ricoh?

Ertl: Ausschlaggebend für die Wahl des Käufers war, dass die bisherigen Eigentümer den Erhalt des Unternehmens und die Fortführung der in den letzten Jahren erarbeiteten Strategie sicherstellen wollten. Das wurde auch mit Ricoh so vereinbart. Es sind also weder Reorganisationen noch Änderungen unserer erfolgreichen Produkt- und Vertriebsstrategie zu erwarten.

Wie konnten die Firmengründer die übrigen Aktionäre – Nemetschek (22,4 Prozent) und Morgan Stanley (20 Prozent) – davon überzeugen?

Ertl: Nemetschek und Morgan Stanley mussten gar nicht überzeugt werden, denn beide fanden unsere Idee genial, so dass Ricoh nun hundertprozentiger Eigentümer von Docuware ist. Nemetschek war ja übrigens nicht nur am Unternehmen beteiligt, sondern verkauft ja auch unsere Produkte – und das wird sich nicht ändern.

Haben Sie nicht die Befürchtungen, das Docuware in den Strudel der regelmäßigen Umstrukturierungen bei Ricoh mit hineingerissen werden könnte? Das war ja in der Vergangenheit für die Ricoh-Mitarbeiter und Partner alles andere als einfach...

Ertl: Sie werden verstehen, dass ich zu Ricoh-Interna nichts sagen kann.

Was gibt Ihnen denn die Sicherheit, das Docuware von Reorganisationen bei Ricoh nicht betroffen sein wird?

Ertl: Wir sind eine eigenständige Tochter – und es gibt auch keinen Plan, das in den nächsten Jahren zu ändern. Klar: Eine absolute Sicherheit gibt es nicht. Aber das ist unabhängig vom Eigentümer. Wenn wir bei Docuware erfolgreich weiterarbeiten, ist alles gut. Sollten wir unsere Ziele nicht erreichen, werden wir darauf reagieren müssen. Aber das versteht sich von selbst und hat überhaupt nichts mit dem neuen Eigentümer zu tun.

Wird Ricoh zusätzliche Ressourcen – z.B. Entwickler oder Geld – für die Entwicklung der Docuware-Produkte bereitstellen?

Ertl: Wir haben die Zusage, dass wir unseren Business-Plan wie gedacht umsetzen können. Wenn wir Chancen sehen, mehr zu schaffen als bisher aus eigener Kraft möglich war, werden wir einen neuen Business-Plan erstellen. Es gibt durchaus die Bereitschaft bei Ricoh, dann in diese Projekte zu investieren, falls das Sinn macht. Allerdings gibt es hier noch keine konkreten Vorhaben; dafür ist es einfach noch zu früh.

Was ändert sich dann – außer den Eigentumsverhältnissen?

Ertl: Nichts – weder für unsere Kunden noch für unsere Partner und Belegschaft! Einzig und allein für zwei Docuware-Mitarbeiter ändert sich etwas: Für Dr. Berger und mich. Wir beide bekommen neue Chefs. Für alle anderen ändert sich gar nichts.

Herr Ertl, vielen Dank für das Interview!

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Berthold Wesseler DV-Dialog DMS und ECM
news-23628 Fri, 09 Aug 2019 13:09:00 +0200 Der 3. IBM Innovation Day http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/der-3-ibm-innovation-day-23628/ Der IT-Großhändler Tech Data Deutschland lädt nach dem großen Zuspruch erneut IBM-Partner zu der Neuauflage der Innovation Days ein, die am 16. September in Mainz stattfinden wird. Das für den Partner IBM zuständige Vertriebs- und Business-Development-Team der Tech Data lädt IBM-Partner sowie Software-Häuser, Managed-Service- und Cloud-Service-Provider zu ihrem Event ein, das bereits zum dritten Mal stattfinden wird. Resultierend aus dem Feedback der Teilnehmer der beiden ersten Veranstaltungen wird das diesmal eintägige Event zentral in der Mainzer Bel Étage stattfinden – und mittags beginnen.

Innovative Technologien rund um Software-Produkte und Channel-Ökosysteme dominieren laut Pressesprecherin Antje Bremer die Agenda der Veranstaltung. Wie sie betont, sind die behandelten Themen Cloud, Analytics, Security, AI und IoT auch für Partner mit Hardware-Schwerpunkten interessant.

Die Teilnehmer erwartet auf der Veranstaltung u.a. eine Keynote des Futuristen Christoph Burkhardt. Er will in seinem Vortrag zeigen, wie man „smarte“ Technologien auch „smart“ einsetzen kann – und was KI konkret für Geschäftsmodelle bedeuten kann.

In verschiedenen Partnervorträgen werden anschließend konkrete Use-Cases behandelt, in denen die Teilnehmer erleben, wie beispielsweise eine schnelle Umsetzung von Security-Anforderungen mit eines „Security Operations Center“ (SOC) als Managed-Security-Service realisierbar ist oder welche Möglichkeiten einer effizienten Nutzung der Daten sich zur Überwachung, Prognose und Optimierung im Bereich IoT anbieten. Am Beispiel des Frischwarenhandels wird exemplarisch beleuchtet, welche Kosten- und Zeitersparnis durch die Digitalisierung von Prozessen möglich ist.

Michael Görner, Director der Business-Unit „IBM“ bei Tech Data, positioniert die Veranstaltung so: „In Zeiten von extrem schnellen technologischen Entwicklungen, vollkommen neuen Geschäftsmodellen und einer Öffnung des Partnerverhaltens Richtung Ökosystemen und Communites besteht ein konkreter Bedarf nach komprimierter Information und dem Austausch mit Businesspartnern. Diesem folgen wir mit unserem bewährten Konzept der ‚Innovation Days‘.“

Die Gäste haben laut Görner auf der Veranstaltung sowie im Rahmen des Abendprogramms die Chance, die Spezialisten der einzelnen Themenschwerpunkte sowie das Angebot weiterer Mehrwerte und Services, die Tech Data ihnen in dem Kontext bieten kann, kennenzulernen. Die Veranstaltung ist für Tech-Data-Partner kostenfrei, doch die Anzahl der Teilnehmer ist limitiert. Die Anmeldefrist läuft bis 31. August. Mehr Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung erhalten interessierte Fachhändler hier.

Bildquelle: Tech Data

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Berthold Wesseler DV-Dialog Betriebssystem IBM i
news-23614 Thu, 08 Aug 2019 14:57:06 +0200 Aktienrückkauf durch Otris http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/aktienrueckkauf-durch-otris-23614/ Die Gründer und Mitarbeiter der Otris Software AG haben 183.920 Aktien (45,98 Prozent des Grundkapitals) für knapp 9,2 Mio. Euro vom Partner Easy Software vollständig zurückgekauft. Zur gleichen Zeit wurde ein Partnervertrag geschlossen, der in den kommenden fünf Jahren eine weiterhin enge Zusammenarbeit von Easy mit dem Spezialisten für softwarebasiertes Daten- und Dokumenten-Management sicherstellt. Die restlichen 54 Prozent und damit Mehrheit der Aktien befanden sich schon bisher in den Händen der Otris-Gründer und Mitarbeiter. Bereits seit dem Jahr 2003 nutzt Easy den Anwendungsgenerator „Janus“ des Dortmunder Software-Herstellers Otris und dessen webbasierte DMS-Lösung „Easy Documents“, die heute bei über 2.000 Easy-Kunden im Einsatz ist. Hier scheint aber ein Wechsel ins Haus zu stehen, denn mit der Leipziger Apinauten GmbH aus Leipzig hat Easy Ende 2018 einen bedeutenden Technologiezukauf getätigt. Deren Plattform Apiomat bietet Zugang zu neuen Kundensegmenten im Cloud-Geschäft, mit Funktionen wie „Rapid Prototyping“ (Low-Code-Development), adaptive Integration (Daten- & API-Management), Multi-Experience (entkoppelte Frontends) sowie Analytics, die sich natürlich auch für die Entwicklung der geplanten ECM-Plattform Easy One nutzen lassen.

Unter der Überschrift „Definierte Vertragskonditionen schaffen Rechtssicherheit und Wachstumspotentiale“ heißt es in der Presseinformation, dass der neue Vertrag den Vertrieb der Otris-Software durch Easy „auf eine neue langfristige Grundlage stellt“. Man habe sich „langfristig und zu attraktiven Konditionen“ die Nutzung der Otris-Technologie zur Einbindung in die eigene Content-Services-Plattform gesichert.

Mit der finanziellen Beteiligung war im Jahr 2010 die Partnerschaft untermauert worden. Dieter Weißhaar (54), dessen Vertrag als Vorstandsvorsitzender der Easy Software AG am 4. August nach der Veröffentlichung der Halbjahresbilanz bis zum 31. Juli 2024 vorzeitig verlängert wurde, spricht jetzt von Freude darüber, „die bisher vertrauensvolle Zusammenarbeit“ mit dem „strategischen Partner in den kommenden Jahren zu intensivieren“. Die „zukunftsgerichtete und langfristige Gestaltung“ des Partnervertrags fördere den weiteren Technologieaustausch und schaffe „für beide Partner Rechtssicherheit zum Ausbau des Geschäfts“. Man habe sich „gemeinsam entschieden, unsere Minderheitsbeteiligung an der Otris Software AG zu lösen, damit beide Partner ihre Wachstumsziele künftig forcieren können.“

„Für die Gründer und Mitarbeiter der Otris Software AG ist es ein bedeutender Schritt die Gesellschaftsanteile vollständig zu übernehmen, was die hohe Identifikation mit dem Unternehmen unterstreicht. Wir freuen uns nun, mit Easy als starkem Partner, weiter in die Zukunft zu gehen“, Dr. Frank Hofmann, Vorstand der Otris Software AG. Vorstandskollege Dr. Christoph Niemann ergänzt: „Otris ist mit über 100 Mitarbeitern, einem Gruppenumsatz von 14 Mio. Euro und einer über dem Branchendurchschnitt liegenden Rendite ein grundsolides Unternehmen. So fiel uns dieser bedeutende Schritt am Ende leicht.“

Ein bedeutender Schritt

Beide Firmengründer sind zuversichtlich, auf Basis der eigenen Technologie-Plattformen Janus und Documents das Kerngeschäft ausbauen zu können. Beide Plattformen seien tausendfach bewährt und auf Microsoft- und Linux-Betriebssystemen sowohl On-Premises als auch in der Cloud lauffähig. Das Angebot für die Fachbereiche Einkauf, Recht und Compliance in den Unternehmen der Otris-Kunden werde sukzessive um weitere Bausteine ergänzt. Die gewonnene Unabhängigkeit soll „für weitere strategische Allianzen genutzt werden“, heißt es aus Dortmund.

Angeboten werden die Produkte Otris Contract für das Vertragsmanagement, Otris Corporate für das Beteiligungsmanagement, Otris Compliance für das Richtlinienmanagement sowie Otris Privacy für das Datenschutzmanagement. Komplettiert wird dieses Angebot durch Otris Dossier, eine digitale Aktenlösung mit Facheditionen für die Bereiche Legal, HR, Markenverwaltung und Projektmanagement.

Bildquelle: Otris Software AG

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DV-Dialog DMS und ECM
news-23611 Thu, 08 Aug 2019 10:44:39 +0200 Lieferkette trotz SAP-Upgrades unterbrechungsfrei http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/lieferkette-trotz-sap-upgrades-unterbrechungsfrei-23611/ Elemica, Betreiber eines cloudbasierten digitalen Versorgungsnetzes für die Prozessindustrie, kündigte eine versionsunabhängige SAP-Interoperabilität mit dem aktuellen ERP-System S/4 Hana und dem Vorgängerprodukt ERP Central Component (ECC) auf Basis von Netweaver an. Dies soll für einen flüssigen Datenaustausch innerhalb der Lieferkette sorgen – selbst im Falle von SAP-Upgrades. Der Dienstleister Elemica, im Jahr 1999 von Lanxess und sieben weiteren Investoren aus der chemischen Industrie zur Vernetzung von Warenwirtschafts-Systemen gegründet, verspricht den Kunden damit auch weniger Zeit- und Arbeitsaufwand, falls sie selbst oder ihre Kunden und Handelspartner auf die neue Software S/4 Hana migrieren.

„Wir freuen uns, die Interoperabilität von Elemica und SAP S/4 Hana für die Integration der Handelspartner in die Lieferkette unserer Kunden bekanntgeben zu können“, erklärte Arun Samuga, Chief Technolgy Officer bei Elemica. Damit setzte man „eine lange Historie transparenter SAP-Integrationen für die Produkte fort, die unsere Kunden über ihre Lieferketten kaufen, verkaufen, bewegen und liefern – jeweils in Zusammenarbeit mit ihren Klienten, Lieferanten und Logistikdienstleistern.“

Jährlich bewegen die Kunden über das im Jahr 2000 gegründete Netzwerk Handelsgüter im Wert von 500 Mrd. Dollar. Die neue Interoperabilität vereinfacht laut Samuga den Datenaustausch von SAP-Systemen mit dem eigenen „Digital Supply Network“. Unterstützt werde dies durch eine universell einsetzbare Technologie zum Management von Geschäftsdokumenten, die von Handelspartnern gemeinsam genutzt wird: der patentierte Ansatz mit dem „Universal Business Document“ (UBD). Dank dieser Technologie sei es nicht länger erforderlich, eine ergänzende Software zu installieren und sich darüber mit S/4 Hana oder ECC zu verbinden.

S/4 Hana und ECC sind in der Lage, verschiedene Formate von Transaktionsdokumenten über das Digital Supply Network auszutauschen. Diese Verbindung beschleunigt die Projektabwicklung enorm. Mit dem UBD-Ansatz verbunden sind auch Schnittstellen zu unterschiedlichen Systemen, über die Handelspartner in das Digital Supply Network eingebunden werden. Die direkte Anbindung an die Kundensoftware ermöglicht unterbrechungsfreie Upgrades im Lieferkettennetzwerk.

Elemicas Präsident Rich Katz verspricht, die digitale Transformation „durch die Einführung reibungsloser Geschäftsprozesse mit allen Netzwerkpartnern und externen Datenquellen“ zu beschleunigen. Dies helfe auch neue Geschäftsmodelle zu etablieren, Betriebskosten zu senken und neues Betriebskapital freizusetzen.

Bildquelle: Elemica, iStock.com/Funtap

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DV-Dialog Logistik ERP
news-23610 Thu, 08 Aug 2019 09:31:13 +0200 Enterprise-Search mit Notes-Anschluss http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/enterprise-search-mit-notes-anschluss-23610/ Die Regionalträger Westfalen, Nord, Rheinland, Mitteldeutschland und Braunschweig-Hannover der Deutschen Rentenversicherung haben eine Enterprise-Search-Lösung eingeführt. Bereitgestellt wird die Suchanwendung von der Deutsche Rentenversicherung Nord Ost West Informationstechnik GmbH (Now IT). Der IT-Provider der fünf Regionalträger löste damit eine ältere und stark limitierte Unternehmenssuchmaschine ab, die von den Mitarbeitern kaum noch genutzt wurde. „Die Lösung bringt vielfältige Funktionen mit – und ihr Anbieter verfügte bereits über umfangreiche Erfahrungen aus Großprojekten“, sagt Matthias Schöppe, zuständiger Projektleiter bei Now IT. „Die neue Suche wird sehr gut angenommen.“

Auskunft zu Rentenkonten

Zum Einsatz kommt die Software iFinder5 elastic von Intrafind; stellt den Mitarbeiter am Arbeitsplatz alle nötigen Informationen, Dokumente und Rechtsvorschriften aus den unterschiedlichsten Datenquellen in einer einzigen zentralen Suchoberfläche zur Verfügung. So können die Mitarbeiter der fünf Regionalträger Auskunftsanfragen von Versicherten zu ihren Rentenkonten schneller bearbeiten. Zu den angebundenen Quellen zählen Datei-Systeme, Intranet-Lösungen, IBM-Notes-Datenbanken, weitere Datenbankanwendungen und die Social-Collaboration-Plattform IBM Connections.

Die Suchanwendung kann als Webanwendung im Browser oder als integrierte Suche über das Windows-Startmenü genutzt werden. Durch kombinierbare Filter haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, die Treffer für ihre Suchen schnell und intuitiv einzugrenzen und durch individuelle Suchprofile zu personalisieren. Zudem können sie die gefundenen Dokumente direkt aus den Trefferlisten heraus öffnen und bei Bedarf bearbeiten.

Das Sicherheitskonzept von iFinder gewährleistet, dass jeder Mitarbeiter ausschließlich Dokumente angezeigt bekommt, für die er auch eine Berechtigung hat. Weil sich mit der eingebauten Rechte- und Rollensystematik auch Suchprofile für bestimmte Nutzer und Nutzergruppen einrichten liessen, konnten die Zugriffsmöglichkeiten der Mitarbeiter jenseits ihrer Active-Directory-Rechte feinjustiert werden.

Durch seine Mandantenfähigkeit sorgt die Suchanwendung zudem dafür, dass jeder Regionalträger nur auf Dokumente zugreifen kann, die für seine Region relevant sind. Gleichzeitig ist sichergestellt, dass Inhalte wie Gesetzestexte oder Telefonbücher, die von allen fünf Trägern benötigt werden, auch für alle von ihnen auffindbar sind.

Über die Now IT GmbH

Die Deutsche Rentenversicherung regelt als Körperschaft des öffentlichen Rechts die Rentenzahlungen. Sie untergliedert sich in insgesamt in 16 verschiedene Träger, die jeweils für eine bestimmte Region zuständig sind. Für die Träger aus den Regionen Nord, Ost und West wird die gesamte IT von einem zentralen Dienstleister betreut: der Deutschen Rentenversicherung Nord Ost West Informationstechnik GmbH – kurz: Now IT GmbH. Now IT stellt alle IT-Services von der Entwicklung über Bereitstellung und Betrieb bis zu Qualitätssicherung, Service und Support in einer gesicherten Umgebung zur Verfügung und sorgt für eine wirtschaftliche und serviceorientierte IT-Unterstützung.

Bildquelle: Adobestock

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DV-Dialog DMS und ECM