DV-Dialog https://www.it-zoom.de/dv-dialog/news/ DV-Dialog – Fachzeitung für IBM Business Systems, System i, AS 400 de ©2019 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH Tue, 19 Feb 2019 17:00:08 +0100 Tue, 19 Feb 2019 17:00:08 +0100 TYPO3 EXT:news news-22080 Mon, 18 Feb 2019 21:47:42 +0100 Angedockt an Watson http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/angedockt-an-watson-22080/ Mendix kündigte jetzt Erweiterungen für ihre Low-Code-Tools in der IBM Cloud an, die laut Produktmanager Erno Rorive vollständig Cloud-nativ und integriert mit den Cloud-Services der IBM arbeitet. Zuvor hatte Mendix im Januar den IT-Konzern als strategischen Wiederverkäufer gewonnen. Rorive stellte in einem Vortrag auf der Konferenz Think 2019 die neukonzipierte, native Cloud-Architektur von Mendix vor, die jetzt auch die Kubernetes-Containerisierung im IBM-Ökosystem unterstützt. Neben Schnittstellen zu Legacy-Systemen (beispielsweise über Flat-File) gibt auch Zugriffsmöglichkeiten auf die Funktionen von Watson.

Erklärtes Ziel der Allianz mit IBM ist, dass Mendix dem Enterprise-Cloud-Markt nicht nur die Drag6Drop-Entwicklung von Low-Code-Anwendungen ermöglichen will, sondern auch KI der größtmöglichen Anzahl an Nutzern zugänglich machen will, um vertikale Branchenlösungen zu verbesserm. Zu den Plattformerweiterungen von Mendix für die IBM Cloud-Infrastruktur zählen:

  • Erweiterter Zugriff auf IBM Cloud-Services: Die Integration von Low-Code-Entwicklung und Roll-out mit den KI-Funktionen von Watson soll es Unternehmenskunden ermöglichen, mit KI-fähigen Diensten zu experimentieren.
  • Kubernetes-Unterstützung: Die integrierte Unterstützung der Containerorchestrierung in Produktionsqualität ist nun laut Rorive Teil der Cloud-Architektur von Mendix. Die native Kubernetes-Unterstützung verbessere die Verwaltung und interoperable Bereitstellung in öffentlichen, privaten und hybriden Clouds, was kostspielige IT-Overheads eliminiere. Dies erleichtere auch die Migration von Legacy-Systemen und die Entwicklung neuer, mikroservice-basierter Cloud-Features.
  • Single Sign-on Onboarding: Die überarbeitete Plattformintegration vereinheitlicht die Nutzerfahrung für alle Mendix-Anwendungen mit One-Click- sowie Out-of-the-Box-Bereitstellung für das gesamte Drittanbieter-Portfolio der IBM Cloud. Diese Erweiterung ermöglicht es Unternehmenskunden, geschäftskritische Anwendungen in einem einzigen IBM-zentrierten Dashboard zu bedienen und zu überwachen, ohne dass zusätzliche Anmeldungen und Passwörter erforderlich sind.
  • Integrierte Rechnungsstellung mit IBM Cloud: Die kürzlich optimierte Finanzplattform erstellt Einzelrechnungen für jeden bei IBM gekauften Cloud-Dienst. Seit der Aufnahme der Mendix-Plattform in das IBM-Cloud-Portfolio können Kunden zügig die Entwicklung unternehmensfertiger Low-Code-Applikationen mit Mendix erproben.

„Die Integration der Abrechnungsplattform wird neue Nutzer ermutigen, die einen einfachen Weg suchen, die neuesten Produkte auszuprobieren“, glaubt Roriver. „Unternehmen können mit Low-Code-Entwicklung freier experimentieren und ihre Applikationslandschaft erweitern und gehen dabei ein geringeres finanzielles Risiko ein als üblich.“

Nach derAkquisition durch Siemens für 730 Mio. Dollar im Oktober 2018 festigt Mendix damit seine Position im Markt für Low-Code-Lösungen und eröffnet sich neue Marktchancen, wobei die Marke „Mendix“ und das Management unter dem Siemens-Modell des „freedom to operate“ bestehen bleiben.

Für das Jahr 2018 meldete Mendix 142 Neukunden, darunter Verizon, Ingersoll Rand, Zurich und andere große globale Unternehmen, nationale Institutionen und Regierungsbehörden. Zu Umsatz und Gewinn bzw. Verlust im vergangenen Jahr macht die neue Siemens-Tochter keine Angaben. Allerdings hat Mendix eine nahtlose Entwicklererfahrung in der SAP Cloud eingeführt, indem Single-Sign-On und Identitätspropagierung für SAP-On-Premise- und Cloud-Services-Anwender implementiert wurden.

Außerdem hat das Unternehmen im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben 224 neue Mitarbeiter eingestellt – und damit die Belegschaft fast verdoppelt. Um dieses Wachstum zu unterstützen, zog Mendix im November um und verlagerte seinen Hauptsitz in Boston in das Viertel Seaport. Die neue Firmenzentrale ist mit knapp 2.800 m² Fläche fünfmal größer als bisher und als interaktive „Tech Hub“-Umgebung konzipiert. Außerdem wurde ein neues Büro in Frankfurt am Main eröffnet, als Basis für die Expansion auf dem DACH-Markt und die Kommunikation mit Siemens.

Einen Konnektor zur Mindsphere-Cloud von Siemens hat Mendix bisher aber noch nicht zu bieten. Allerdings streben die Münchener langfristig eine ganze Suite an Softwarelösungen auf der Basis von Mendix und Mindsphere an.

Bildquelle: Thinkstock/Istock, Mendix

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DV-Dialog Software-Entwicklung
news-22079 Mon, 18 Feb 2019 17:08:21 +0100 „Charter of Trust“ gewinnt neue Mitglieder http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/charter-of-trust-gewinnt-neue-mitglieder-22079/ Die in der Allianz „Charter of Trust“ zusammengeschlossenen Partner wollen Cyber-Sicherheit in ihren globalen Lieferketten etablieren. Das wurde jetzt auf der der Münchner Sicherheitskonferenz ebenso deutlich wie die Ziele für 2019: künftig nur noch Produkte mit vorab implementierter Cyber-Sicherheit nutzen und mehr in Aus- und Weiterbildung bei IT-Sicherheit investieren. Im Februar 2018 hatten Siemens und acht Partner aus der Industrie auf der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) eine gemeinsame Charta für mehr Cyber-Sicherheit ins Leben gerufen. Ein Jahr nach Unterzeichnung hat sich die Zahl der Mitglieder dieser „Charter of Trust“ auf 16 verdoppelt. Zum Dokument verpflichten sich Stand heute neben Siemens und MSC die Unternehmen Airbus, Allianz, Atos, Cisco, Daimler, Dell, Deutsche Telekom, Enel, IBM, NXP, SGS und Tüv Süd.

Erstmals treten nun mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und dem National Cryptologic Center (CCN) aus Spanien zwei Regierungsbehörden der Charter bei. Zudem wird die Technische Universität Graz Mitglied der Initiative. Die TU Graz ist seit Langem in der Cybersicherheits-Forschung engagiert und war Anfang 2018 in die Aufdeckung IT-Sicherheits-Lücken „Meltdown“ und „Spektre“ massgeblich involviert. Diese neuen Mitglieder werden dabei als assoziierte Partner aufgenommen - das ist ein neues Format, mit dem sich die Charter nun auch für Regierungsstellen, Universitäten und Forschungseinrichtungen öffnet. Ein Vorteil für solche Organisationen ist, dass sie mit den Partnern der „Charter of Trust“ an konkreten Projekten zusammenarbeiten können, ohne Vollmitglied mit allen Rechten und Pflichten werden zu müssen.

Cyber-Sicherheit als grundlegende Aufgabe

„Im Zeitalter des Internet ist Cyber-Sicherheit eine grundlegende Aufgabe. Die Charter of Trust ist ein erster sehr wichtiger Schritt“, sagte Siemens-Chef Joe Kaeset auf dem MSC. „Wir sind offen für weitere Partner. Cyber-Sicherheit ist das Schlüsselelement für eine erfolgreiche Digitalwirtschaft und für den Schutz kritischer Infrastrukturen. Wir hoffen, dass die Charter zu einer lebhaften öffentlichen Diskussion zum Thema Cyber-Sicherheit führt - und künftig zu verbindlichen Standards und Regeln.“

Im Oktober 2018 haben die Partner zudem grundsätzliche Anforderungen für die Cyber-Sicherheit digitaler Lieferketten erarbeitet. Diese Anforderungen betreffen technische Merkmale und organisatorische Maßnahmen, die für Produkte und Dienstleistungen und ebenso für die entsprechende IT-Infrastruktur relevant sind.

Zu den Anforderungen gehören etwa der Schutz von Daten über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg oder Mindestanforderungen für die Ausbildung von Mitarbeitern im Bereich IT-Sicherheit. Die Mitglieder der Charter planen, diese Aufgaben in ihren eigenen globalen Lieferketten einzuführen und dabei die Lieferanten einzubinden. Die Lieferkette gilt als der schwächste Punkt im Cybersecurity-Ökosystem von Unternehmen: 60 Prozent der Cyber-Attacken lassen sich im Ursprung auf Teile der Lieferketten zurückverfolgen und kleine Unternehmen sind laut Accenture Strategy für 92 Prozent der Cyber-Vorfälle verantwortlich.

Nach Erkenntnissen des „Centers for Strategic and International Studies“ richteten Cyber-Angriffe im Jahr 2018 einen weltweiten Schaden von mehr 500 Mrd. Euro an. Und die Bedrohungen nehmen in einer digitalisierten Welt ständig zu: Laut Gartner waren im Jahr 2017 rund 8,4 Mrd. vernetzte Geräte in Gebrauch - das sind 31 Prozent mehr als 2016. Bis 2020 sollen es bereits 20,4 Mrd. Geräte sein. Auch deshalb verpflichtet Siemens Lieferanten künftig zu verbindlichen Anforderungen für Cyber-Sicherheit.

Mindestanforderungen für neue Lieferanten

Neue Lieferanten von Siemens müssen verbindliche Mindestanforderungen für Cyber-Sicherheit erfüllen. Diese Anforderungen werden seit dem 15. Februar 2019 schrittweise eingeführt – und dabei als eigene Klausel in allen neuen Verträgen weltweit verankert und verbindlich gemacht.

Von den Regeln betroffen sind vorrangig Lieferanten sicherheitskritischer Komponenten – dazu zählt Siemens z.B. Software, Prozessoren oder elektronische Bauteile für bestimmte Steuerungseinheiten. Bisherige Lieferanten sollen die Anforderungen nach und nach umsetzen, wenn diese nicht bereits erfüllt sind. Zu den Anforderungen gehört etwa, dass Lieferanten spezielle Normen, Prozesse und Methoden in ihre Produkte oder Dienstleistungen einbauen müssen.

Software-Schwachstellen und bösartige Codes verhindern

Das Ziel: Software-Schwachstellen und bösartige Codes verhindern – bei sich selbst und damit in Folge auch in Siemens-Produkten. Ebenso müssen sich die Lieferanten künftig um regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen, Tests und Korrekturen kümmern. Diese Anforderungen macht Siemens auch für sich selbst verpflichtend.

„Damit können wir das Risiko von Sicherheitsvorfällen ganzheitlich entlang der Wertschöpfungskette reduzieren und unseren Kunden höhere Cyber-Sicherheit bieten", sagt Roland Busch, Vorstandsmitglied und „Chief Technology Officer“ von Siemens. „Wenn alle Partnerunternehmen mit ihrem globalen Gewicht und ihren Lieferanten diese Maßnahmen umsetzen, können wir große Effekte erzielen und die digitale Welt sicherer machen.“

Im Herbst 2018 hat Siemens auch intern seine Fähigkeiten gegen Hacker-Angriffe weiter gestärkt und seine Cyber-Organisation neu aufgestellt. Die neue Einheit funktioniert als weltweites Netzwerk und vereint vormals getrennte Bereiche miteinander.

Dabei geht Siemens das Thema Cyber-Sicherheit ganzheitlich an: In der neuen Organisation werden nicht nur Hacker-Angriffe aufgeklärt, analysiert und abgewehrt, sondern auch neue Cybersecurity-Services entwickelt und zusammen mit den Siemens-Geschäftseinheiten auf den Markt gebracht.

Schneller und flexibler auf Angriffe reagieren

Ziel ist es, noch schneller und flexibler auf Angriffe reagieren zu können. Zudem hat das Unternehmen in jeder Region und Division sein Netzwerk aus Cybersecurity-Verantwortlichen gestärkt, die an Natalia Oropeza, Chief Cybersecurity Officer von Siemens, berichten.

Siemens ist seit rund 30 Jahren auf dem Feld der Cyber-Sicherheit aktiv – das erste Team wurde bereits im Jahr 1986 aufgestellt. Derzeit arbeiten bei Siemens weltweit rund 1.275 Experten, die sich ausschließlich mit Fragen der Cyber-Sicherheit beschäftigen. Hinzu kommen Mitarbeiter in den Geschäftsbereichen und Regionen, die ebenfalls zum Thema beitragen.

Update: Als erstes asiatisches Unternehmen wird Mitsubishi Heavy Industries der Charter betreten. Eine Absichtserklärung für den Beitritt zur „Charter of Trust“ wurde am 19. Februar in Tokio unterzeichnet; bis Ende September 2019 soll MHI demnach offizielles Mitglied werden.

Mitsubishi: Beitritt bis September 2019

„Cyber-Sicherheit macht nicht vor Grenzen halt“, sagte Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender von Siemens. „Wir freuen uns daher, dass Mitsubishi Heavy Industries als erstes asiatisches Unternehmen der Charter beitritt und dazu beiträgt, die digitale Welt sicherer und vertrauenswürdiger zu machen. Damit wird unsere Initiative noch globaler.“

Bildquelle: Siemens

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DV-Dialog Sicherheit
news-22077 Mon, 18 Feb 2019 11:34:37 +0100 Die Arbeitsumgebung optimiert http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/die-arbeitsumgebung-optimiert-22077/ In Zusammenarbeit mit dem IT-Systemhaus Aluxo und dem Dortmunder CRM-Anbieter Merkarion schafft die Rhönsprudel-Gruppe eine effizientere Arbeitsumgebung für den Vertriebsaußendienst und reduziert zugleich den Aufwand für Beschaffung, Einrichtung und Support der verwendeten Außendienst-Hardware. Die Vertriebsmannschaft der Rhönsprudel-Gruppe arbeitet seit Jahren mit dem CRM-System Profit System aus Dortmund. Bisher geschah das bei dem traditionsreichen Familienunternehmen mit über 600 Mitarbeitern an den drei Standorten Ebersburg-Weyhers, Bad Liebenwerda und Berlin auf unterschiedlichsten Endgeräten, die über die IT-Abteilung eigens beschafft und mit hohem personellem Aufwand eingerichtet und gewartet wurden.

Folglich sorgte ein Hardwareausfall für hohen Aufwand im Innendienst, um die Ausfallzeiten im Außendienst so gering wie möglich zu halten, da neben der Einrichtung der Windows- und Office-Umgebung auch das ProfitSystem-Installationspaket samt Offline-Datenbank und SSL-Zertifikaten erzeugt und transferiert werden musste. Zudem erwiesen sich die eingesetzten Notebooks bei der Arbeit am POS als unhandlich, sodass der Mehrwert der mobilen CRM-Lösung nicht effektiv genutzt werden konnte.

Ganzheitliche Lösung gefragt

Im Zuge der geplanten Erneuerung der Außendienst-Hardware suchte man daher nach einer ganzheitlichen Lösung. Diese sollte neben einem geeigneten Endgerät für die Arbeit am POS auch den Aufwand für Einrichtung, Austausch und Erstbestückung mit der individuellen Profit-System-Umgebung reduzieren.

Die Aluxo IT GmbH aus Heidelberg bot mit seinem Surface-as-a-Service Angebot das passaende Paket. Dieses beinhaltet hochwertige Hardware von Microsoft inklusive Vor-Ort-Austausch rund um die Uhr zu einem festen monatlichen Preis pro Arbeitsplatz. In der Zusammenarbeit mit Rhönsprudel wurden alle ausgewählten Geräte mit Windows-Autopilot vollautomatisiert vorkonfiguriert und direkt von Aluxo an die einzelnen Außendienstmitarbeiter geliefert.

Eigens für dieses Projekt entwickelte das Team von Merkarion einen Automatisierungs-Prozess, der es erlaubte auf allen Clients eine CRM-Basisinstallation über Windows Autopilot einzurichten. Um diese Installation für den jeweiligen Außendienstmitarbeiter zu personalisieren, wurde nun im Backoffice eine sogenannte „Erstbestückung“ erzeugt, welche neben der Offline-Datenbank auch die nötigen SSL-Zertifikate für den Datenaustausch beinhaltete.

Personalisierung der CRM-Umgebung

Sobald das Paket bereitstand, erhielt der Außendienst automatisch eine Mail mit seinem Installations-Key. Das vorinstallierte CRM-System rief damit die nötigen Daten ab und führte die Personalisierung der CRM-Umgebung durch. Ein weiteres Eingreifen durch das Backoffice oder den Anwender war nicht mehr erforderlich.

„Durch diese Automatisierung entfällt nun die manuelle Einrichtung durch das Backoffice vollständig. Dies ist eine große Verbesserung unserer Arbeitsprozesse und eine Entlastung für die IT und das Kunden-Service-Team“, so Gerrit ten Hoorn, Leiter Vertriebsinnendienst bei MineralBrunnen RhönSprudel. „Zudem verringert das Surface-as-a-Service-Modell von Aluxo dank Schutzbrief die Ausfallzeiten samt Wiederbeschaffungskosten bei Schäden oder Verlust. Im Außendienst genießen die Surface-Tablets zudem eine deutlich höhere Akzeptanz und kommen durch das handliche Format nun auch direkt am POS zum Einsatz.“

Bildquelle: Rhönsprudel-Gruppe

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DV-Dialog CRM
news-22070 Sun, 17 Feb 2019 12:05:05 +0100 Java und IBM i http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/java-und-ibm-i-22070/ Oracle hat zu Jahresbeginn sein Lizenzmodell für die Programmiersprache Java geändert. Eine Konsequenz ist, dass jeder, der längere Zeit die gleiche Java-Version von Oracle nutzen möchte, für ein Update der Laufzeitumgebung Java SE in der Version 8 Lizenzgebühren zahlen muss. Dieses brachiale Vorgehen des Softwarekonzerns wirft viele Fragen auf; Lizenzexperten sprechen gar von einem „Schock“ für die IT-Chefs und einem neuen Audit-Risiko, denn der US-Konzern Oracle ist für einen knallharten Kurs bei der Prüfung der Lizenzkonformität seiner Kunden bekannt. Vorab eine gute Nachricht: Serverseitig sind Unternehmen, die Java unter IBM i ausführen, von diesem fragwürdigen Oracle-Gebaren absolut nicht betroffen. Der Grund ist einfach: IBM hat eine eigene Java-Version, die seit zehn Jahren mit IBM i ausgeliefert wird. Daher fallen für die Verwendung dieses Java unter IBM i weder zusätzliche Kosten an noch sind zusätzliche (Support-)Verträge erforderlich. Java unter IBM i wird über das JV1-Produkt bereitgestellt; die Unterstützung ist Teil der normalen Software-Wartungsvereinbarung (SWMA) von IBM.

Für weite Teile der übrigen IT-Welt hat dieser Schritt von Oracle gravierende Konsequenzen: Entweder muss auf Dauer eine ältere Java-Version genutzt werden (wie Apple es macht) oder auf andere Laufzeitumgebung als eine des Java-Eigentümers Oracle umgestellt werden – oder der IT-Chef beisst in den sauren Apfel und zahlt zähneknirschend die jetzt fälligen Lizenzgebühren für die populäre Programmiersprache, die bisher immer frei verfügbar und von der Java-Community supported war. Viele Anwendungen und Verfahren beruhen auf der in den 1990er Jahren von Sun Microsystems als freie und quelloffene Technologie entwickelten Software basieren.

Kostenlose Oracle-Alternative

Auch hier gibt es eine gute, aber auch zwei schlechte Nachrichten: Mit der Laufzeitumgebung OpenJDK gibt es eine kostenlose Oracle-Alternative aus der Open-Source-Welt, die absolut praxistauglich und weit verbreitet im Einsatz ist. Die erste schlechte Nachricht ist, dass die Umstellung von Oracles JDK auf OpenJDK mit Aufwand verbunden ist. Die zweite schlechte Nachricht ist, dass viele Softwarehersteller bei ihren auf bisher ja kostenlosen Oracles JDK aufsetzen, so dass der Kunde jetzt erstmals Lizenzgebühren an Oracle zahlen muss, falls dieser Hersteller das nicht ändert.

Sind IT-Chefs weiter auf Patches und Bugfixes von Oracle für Fehlerkorrekturen und Sicherheitslücken angewiesen, werden sie künftig Geld für die kostenpflichtige Subskription von Oracle in die Hand nehmen müssen – Support durch die Community gibt es nicht mehr, weil Oracle nun Lizenz (früher kostenlos) und Support zusammengefasst hat.

Java auf den Clients

„Derzeit spüren wir eine große Verunsicherung im Markt, da den meisten Unternehmen völlig unklar ist, was auf Sie zukommt“, berichtet Christian Grave, Geschäftsführer der Prolicense GmbH und Experte für die Oracle-Lizenzierung. Denn wer „nur“ weiß auf welchem Rechner im eigenen Unternehmen Java in welcher Version ausgeführt wird, sei längst noch nicht aus dem Schneider. Vielmehr müsse darüber hinaus ermittelt werden, wer dann für die Lizenzierung zuständig ist, denn das ist nicht immer nur das eigene Unternehmen. Fehlt an dieser Stelle die Transparenz, läuft der IT-Chef Gefahr zu viel zu bezahlen.

Das gilt auch für IBM-i-Anwender, die in der Praxis zwei verschiedene Java-Umgebungen verwenden, denn zu dem serverseitigen Java unter IBM i kommt in der Regel noch Java auf Desktops oder Laptops hinzu. Java auf dem Smartphone ist kein Problem, denn Apple verwendet ganz bewusst die nicht betroffene alte Java-Version 6, während Google bei Android (und auch dem Browser Chrome ganz auf Java verzichtet – nicht zuletzt deshalb, weil man wegen Java seit 2010 von Oracle wegen Patentstreitigkeiten vor Gericht gezerrt werden; derzeit läuft dieses Verfahren vor dem Supreme Court, dem höchsten Gericht der USA.

Kein Problem: Java auf dem Smartphone

Wird Java auf Desktops oder Laptops verwendet, muss der IT-Chef die Java-Anforderungen der verwendeten Tools bzw. Anwendungen verstehen. Fast jeder IBM-i-Anwender setzt für den Hostzugriff die „Access Client Solutions“ (ACS) oder einen Terminalemulator ein; hier wird in der Regel Java in der Schnittstelle verwendet.

IBM beispielsweise unterstützt mit ACS Java 8 oder höher, könnte also von Oracles Umstellung betroffen sein. Es gibt aber unterschiedliche Optionen für die Konfiguration; eine Option besteht darin, ACS an einem Netzwerkspeicher so auszuführen, das IBM Java in dasselbe Verzeichnis wie die ACS-Laufzeitumgebung gestellt wird. ACS verwendet diese IBM-Java-Umgebung, so dass an Oracle keine Gebühren gezahlt werden müssen.

Populär ist auch die Software-Entwicklungsumgebung Rational Developer for i (RDi), die mit der Eclipse-Version von Java arbeitet. Da auch dies IBM Java ist, sind weder zusätzliche Produkte noch Wartungsverträge von Oracle erforderlich.

Viele andere Desktopanwendungen oder Tools nutzen aber Oracle Java – oft Java 8. Dann wäre es fahrlässig, auf die neuesten Updates und Sicherheitspatches zu verzichten, so dass der Abschluss eines Servicevertrag mit Oracle oder ein Wechsel der Laufzeitumgebung nötig wird. Wer derzeit die neueste Java-Version 11 verwenden kann, für den bleiben Service und Support unverändert.

Amazon beispielsweise hat deshalb jetzt Corretto 8 für AWS und andere Plattformen offiziell freigegeben. Corretto 8 ist ein Ersatz für OpenJDK 8 und soll Unterstützung bis mindestens 2023 erhalten. OpenJDK – eine Java-Laufzeitumgebung, die von der Open Source Community erstellt wird – ist ebenso eine weitere Alternative zu Oracles Java wie von IBM erstellte Eclipse-Version von Java, die auf OpenJDK basiert.

Die PCS GmbH hat bereits reagiert

Ein Hersteller, der bereits auf Oracles Lizenzänderung reagiert hat, ist die auch bei IBM-i-Anwendern mit ihren Produkten für Zeiterfassung und Zutrittskontrolle bekannte Münchener PCS GmbH. Sie nutzt Java in einigen Software-Produkten, unter anderem bei Dexicon Enterprise sowie bei Intus Com. Für den Betrieb dieser Software ist daher eine Java-Laufzeitumgebung notwendig, wobei bis Anfang 2018 ausschließlich Oracles Installationspaket für Windows-Rechner verwendet wurde.

Damit PCS-Kunden beim Einsatz der PCS-Software von Oracles Java-Lizenzmodell unabhängig werden, ist es jetzt mit den neuen Versionen der in Java programmierten Software möglich, die nun ebenfalls mitgelieferte OpenJDK-Bibliothek zu nutzen, auf deren Basis PCS nun die Laufzeitumgebung erstellt und alle bereitgestellten Funktionen entwickelt. Im Zusammenhang mit Java haben die PCS-Kunden daher folgende Handlungsoptionen:

  • Für die Software Dexicon Enterprise in der Version 5.0 gibt es einen Patch, nach dessen Installation es möglich ist, OpenJDK als Laufzeitumgebung auszuwählen.
  • Für Dexicon 4.5 wird ein Patch veröffentlicht, so dass auch in dieser Version die kostenfreie OpenJDK genutzt werden kann.
  • Nutzer früherer Dexicon-Versionen sollten entweder eine Java-Lizenz erwerben oder einen Umstieg auf die aktuelle Version erwägen.
  • Für die Terminalsoftware Intus Com soll die nächste Version das OpenJDK beinhalten.
  • Für die Software Intus Remote Conf gibt es ein Update mit OpenJDK.

Künftig will PCS sowohl Dexicon Enterprise als auch jede andere Software, die in Java erstellt wurde, zusätzlich auch mit OpenJDK ausliefern.

Bildquelle: Prolicence GmbH, PCS

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DV-Dialog Berthold Wesseler Software-Entwicklung
news-22069 Fri, 15 Feb 2019 18:03:38 +0100 Neuer Investor für Valantic http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/neuer-investor-fuer-valantic-22069/ Die Investmentgesellschaft Deutsche Private Equity (DPE) plant den Erwerb von 74,86 Prozent der Anteile an der Valantic GmbH, um damit die Kontrolle des Münchener IT-Dienstleisters zu übernehmen. Weitere Details sind uns noch nicht bekannt. Verkäuferin ist die Münchener Auctus Capital Partners AG. Am Anfang der Valantic-Historie standen 2012 die beiden Unternehmen Realtime und Dabero; Dabero wurde von Valantic-CEO Dr. Holger von Daniels gegründet und vom Finanzinvestor Auctus bereits in der ersten Wachstumsphase begleitet. Cedros kam 2013 im nächsten Schritt dazu – und dann recht schnell weitere Unternehmen wie Movento.

Heute ist Valantic ein Firmenverbund, der sich das Ziel gesetzt hat, durch die Verbindung von IT-Gesellschaften eine führende IT-Gruppe im deutschsprachigen Raum und künftig auch in Europa aufzubauen. Neben Auctus und künftig DPE ist auch CEO von Daniels gemeinsam mit dem Management mit mehr als 25 Prozent am Unternehmen beteiligt; das soll erklärtermaßen auch so bleiben.

Die Gruppengesellschaften – jetzt „Competence Center“ genannt – werden dabei so ausgewählt, dass sie von der gemeinsamen Größe profitieren können: Leistungsbreite, gemeinsamer Kundenzugang, Know-How und Management Synergien, bessere Finanzierungskonditionen und Zugang zu IT-Experten. Vor dem Zusammenschluss eines potentiellen Kandidaten mit Valantic steht ein aufwendiger Evaluationsprozess, den weniger als eine von hundert Firmen besteht.

Die schnell wachsende Valantic GmbH, die seit 2017 unter diesem Namen firmiert, positioniert sich als „Lotse für die Digitale Transformation“. War 2013 noch von 160 Beschäftigten die Rede, betreuen heute nach Firmenangaben über 800 Solutions-Berater und Entwickler mehr als 1.000 Kunden. In den Firmenverbund aufgenommen wurden in der Zwischenzeit Firmen wie Icubic, Movento, Novem, Wassermann und zuletzt Intargia und im Dezember 2018 die österreichische Digital-Agentur elements.at New Media Solutions GmbH.

Im DACH-Raum an 16 Standorten und international an vier Standorten vertreten, erwirtschaftet Valantic rund 120 Mio. Euro Jahresumsatz. Das Leistungsspektrum umfasst heute die drei Bereiche SAP, Digitalisierung und „Financial Services Automation“ (FSA); in allen drei Bereichen bieten man sowohl Consulting und Solutions als auch eigene Softwareprodukte an.

DPE wurde 2007 gegründet und hat sich seitdem an 24 Unternehmen beteiligt, die 53 Folgeinvestitionen getätigt haben und heute knapp 7.500 Mitarbeiter beschäftigen. DPE verwaltet ein Gesamtvermögen von rund 1,2 Mrd. Euro. Zum Portfolio gehört seit kurzem auch das Systemhaus BE-Terna, das mit einem Team von mehr als 500 Beratungs-, Entwicklungs- und IT-Experten an zwölf Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktuell rund 1.000 Kunden mit Installationen in über 30 Ländern betreut. Der Jahresumsatz des Unternehmens wird mit 70 Mio. Euro beziffert. Eine Fusion mit Valantic ist nach unseren Informationen nicht angedacht.

Bildquelle: Thinkstock/Istock

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DV-Dialog IT-Dienstleistung / Outsourcing Berthold Wesseler
news-22043 Wed, 13 Feb 2019 23:00:11 +0100 HR-Integration gefragter denn je http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/hr-integration-gefragter-denn-je-22043/ Welcher Mittelständler wünscht sich nicht eine HR-Software, die administrative Routinearbeiten automatisiert und den Personalern so neuen Freiraum schafft. Gefragt sind hier integrierte Lösungen, die verschiedene Aufgabenbereiche integrieren – von Lohn & Gehalt über Personalwirtschaft, -politik, -betreuung und -führung bis hin zu Recruitment und Controlling. Herr Steyns, wie schätzen Sie die Situation in den Firmen ein? Gibt es überhaupt integrierte Lösungen?

Lothar Steyns: Vorweg eines: Ja, es gibt Lösungen – aber sie sind dünn gesät!

In den letzten Jahren ist jedem Unternehmer klar aufgezeigt worden, dass eine neue Ära im Personalwesen begonnen hat. Der Fachkräftemangel, der demografische Wandel, die Personalentwicklungsanforderungen, das geänderte Werteverhalten neuer bzw. jüngerer Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen – all dies sind typische HR-Baustellen, für die es schnell Lösungen zu finden gilt. Erschwerend kommt hinzu, dass gute Personaler ebenso rar sind wie integrierte HR-Software. Die vorhandenen Personaler haben keine Zeit mehr, unterschiedliche Systeme zu pflegen und dafür Sorge zu tragen, dass diese Systeme miteinander kommunizieren.

Dies haben die Unternehmer klar erkannt und stellen ihre heutige HR-Landschaft auf den Prüfstand. Dabei sollte das Hauptaugenmerk daraufgelegt werden, klar festzustellen, welche Arbeiten zur Kernkompetenz gehören.

Nach unseren Erfahrungen gehört z.B. die Entgeltabrechnung meistens nicht mehr dazu; dies kann ein externer Dienstleister in den meisten Fällen schneller, besser und kostengünstiger. Auf den Prüfstand gehört oft auch die Personalbeschaffung: Wie gestaltet sich das Recruitment? Ansprechend und flexibel genug, um potenzielle Bewerber und Bewerberinnen auf das Unternehmen aufmerksam zu machen? Ein anderes heißes Eisen ist das Thema Personalentwicklung und Mitarbeiterbindung: Wie professionell wird hier agiert? Es gibt noch viele weitere Punkte, die es zu hinterfragen gilt.

Klar, das sind Aufgaben. Aber wie sieht es mit Lösungen aus?

Steyns: In den letzten Jahren haben sich einige wenige Softwareanbietern zu wirklichen ganzheitlichen Lösungsanbieter entwickelt. Sie verkaufen nicht nur Software, sondern analysieren zuerst die Prozesse, erstellen ein Ablaufkonzept, stimmen die Bereiche und Prozesse aufeinander ab und bieten dann eine individuelle Kundenlösung an. Ich nenne es den „HR-Maßanzug“, wegen der sauber aufeinander abgestimmten Prozesslösungen. Um dies zu realisieren, sollten aber zwei Dinge unbedingt beachtet werden:

1) Die Unternehmer benötigen Berater, die das notwendige Know-how mitbringen, aber dies nicht nur in der Theorie, sondern aus praktischen Umstellungen bei Kunden.

2) Basis sollte eine ganzheitliche Software sein, die alle HR-Prozesse softwaretechnisch unterstützt, dabei aber auf eine breite Basis von Standardprozessen zurückgreift und flexibel parametrierbar ist.

HR-Maßanzug hört sich teuer an. Muss man diesen Maßanzug kaufen?

Steyns: Man kann ihn auch mieten, denn wir bieten über unserer HR-Outsourcing, natürlich im eigenen Rechenzentrum innerhalb Deutschlands gehostet, eine gesamtheitliche HR-Lösung an. Und zwar Auslagerung von Teilprozessen, dem „Application Service Providing“ (ASP) über das „Business Service Providing“ (BSP) bis hin zur kompletten Abwicklung aller HR-Prozesse, dem „Full Service Providing“ (FSP). Outsourcing hilft nicht nur den Personalern, sondern auch jeder IT-Abteilung, denn es erleichtert die Administration der Hard- und Software spürbar. Ausgehend von der Entgeltabrechnung über Personalzeitwirtschaft und -management bis hin zum Recruitment, sind ja bereits im Standard alle Lösungen prozessual miteinander verknüpft und abgestimmt, d. h. alle administrativen Arbeiten sind auf ein Minimum beschränkt. Eigene Serverkapazitäten für den HR-Betrieb sind nicht mehr notwendig.

Wenn Sie einen Interessenten überzeugt haben: Was konkret sind die einzelnen Schritte des Umstiegs in der Praxis?

Steyns: Nach der Auftragsvergabe beginnen wir mit der Migration der Mitarbeiterdaten. Wir migrieren sie in unsere Lösung, prüfen sie auf Plausibilität und Vollständigkeit. Dann stellen wir die Daten allen notwendigen Bereichen zur Verfügung.

Mit der in unserem Personalmanagement integrierten Organigramm-Lösung erstellen wir automatisch Organigramme nach den unterschiedlichsten Kriterien – ob bezogen auf Kostenstellen oder aus disziplinarischer Sicht. Diese Organigramme helfen in erster Linie dabei, einen schnellen Überblick darüber zu gewinnen, wo welche Mitarbeiter mit welchen Skills und Qualifikationen sitzen. Wir erkennen umgehend unbesetzte Stellen und wo Mitarbeiter Qualifikationen fehlen bzw. diese verbessert werden müssen.

Daraus können direkte Maßnahmen wie Schulungen, Weiterbildungen etc. angestoßen werden. Sollte eine Neubesetzung erforderlich sein, übergeben wir die Stellenanforderung direkt an das Recruitment. Dort erfolgt vom Genehmigungsprozess für die neue Stelle, über die Ausschreibung der Stelle auf der Homepage oder auf diversen anderen Plattformen, die Abwicklung des gesamten Bewerbungsprozesses; schnell, professionell und mit einer eindeutigen Botschaft an die Bewerber/innen, dass es sich hier um ein innovatives Unternehmen handelt.

Nach erfolgreichem Bewerbungsprozess wird die Vertragserstellung ebenso systemseitig unterstützt wie die Übergabe der Daten ins Personalmanagement, so dass Maßnahmen für den Onboarding-Prozesses, die Schulung und die Mitarbeiterbetreuung automatisch angestoßen werden. Über ein Selfservice-Portal erhält jeder Beschäftigte auf Wunsch die Entgeltabrechnung; er oder sie kann sich darüber aber auch zu Seminaren anmelden oder mit der Personalabteilung kommunizieren.

Aus Sicht des Managements ist es wichtig, schnell und einfach – quasi auf Knopfdruck – die benötigten Personaldaten angezeigt bzw. ausgewertet zu bekommen. Wir bieten Führungskräften in einem angepassten Dashboard alle Informationen, vom Status der Bewerbungsvorgänge, über Ein- und Austritten, über geplante Personalentwicklungsmaßnahmen oder Schulungen und deren Kosten bei den Beschäftigten. Im persönlichen „Workcenter“ sehen sowohl die Beschäftigten als auch die Führungskräfte ihre anstehenden Aufgaben – vom Urlaubsantrag bis zum Mitarbeitergespräch. Und all das tagesaktuell und auf Wunsch grafisch aufbereitet.

Wir sprachen über das Outsourcing. Ist der Inhouse-Einsatz von HR-Software tot?

Steyns: Nein, dies kann man nicht pauschal sagen, aber 90% unserer Neukunden entscheiden sich für die Outsourcing-Variante. Selbstverständlich bieten wir allen Interessenten auch weiterhin zu attraktiven Konditionen die klassische Inhouse-Lösung an. Aber wenn sich nicht nur bei uns, sondern insgesamt im Markt mehr als drei Viertel der HR-Neukunden für Outsourcing entscheiden, ist dies mehr als ein Trend, sondern eine eindeutige Entwicklung.

Herr Steyns, vielen Dank für das Interview!

Bildquelle: Matthias Swierkowski / Summit IT Consult

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DV-Dialog HR Personal
news-22042 Wed, 13 Feb 2019 19:50:28 +0100 IBM i wandert in die Public Cloud http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/ibm-i-wandert-in-die-public-cloud-22042/ Lange hat es gedauert – bald könnte es soweit sein: IBM bringt die beiden Betriebssystem-Klassiker „IBM i“ und AIX in die Public Cloud – und zwar gemeinsam mit dem aktuellen Power9-Prozessor. Bisher waren in der IBM Cloud nur Power8-Maschinen zu buchen – und das auch nur mit dem Betriebssystem Ubuntu. Das ist noch weit entfernt von einem produktiven Betrieb im Mittelstand; beispielsweise ist Power8 mit Ubuntu nicht für SAP zertifiziert. Um in der heutigen Hybrid- und Multi-Cloud-Wirklichkeit endlich bei Mittelstandskunden Fuß zu fassen, will IBM ihren Kunden mit IBM-i- und AIX-Servern einen direkten Weg in die Cloud anbieten. Noch liegt dieser Weg weitgehend im Nebel, denn wann genau und zu welchem Preis IBM i mit den zugehörigen Software-Produkten und entsprechenden Speichermöglichkeiten in der Cloud auch deutschen Kunden angeboten wird, ist noch nicht genau bekannt. Nur soviel: Die Power9-Plattform wird in diesem Frühjahr mit dem neuen „Power Systems Virtual Server in der IBM Cloud“ verfügbar – und zwar, wie es bei IBM heißt, „in ausgewählten IBM Cloud-Rechenzentren“.

Noch gibt viele Fragen dazu, wie dies alles verpackt und unter dem umständlichen Namen verkauft werden soll. Die Ankündigung folgt jedenfalls der IBM-Erkenntnis, dass ein durchschnittliches Unternehmen heute mit mehr als fünf Clouds arbeitet, aus denen über 1.000 Cloud- und SaaS-Anwendungen und über 20 Datenquellen genutzt werden.

Aus der AS/400-Zeit in die Cloud

Gerade Mittelständler, die sich seit den Tagen der AS/400 auf IBM-Rechner verlassen, wollen nicht das Risiko eingehen, all ihre Daten in die Public Cloud zu geben. Andererseits wollen auch sie moderne Cloud-Lösungen nutzen, weshalb IBM nun mit dem neuen Angebot einen modernen Weg in die Cloud ebnen will, auf dem Unternehmen ihre bewährten Anwendungen und ihre lokale IT-Infrastruktur mit neuen Public- und „Virtual Private“-Clouds kombinieren können.

Aktuelle AIX- und IBM-i-Kunden der IBM können den „Power Systems Virtual Server in der IBM Cloud“ für eine Reihe von Workload-Szenarien nutzen, etwa Notfallwiederherstellung, Entwicklungs- / Testumgebungen oder der Verlagerung von Teilen der IT-Infrastruktur in die Cloud. Da die Infrastruktur-Layer identisch ist, können Systemadministratoren, die heute AIX- oder IBM-i-Systeme vor Ort betreiben, die gewohnten Tools, Workflows und Add-ons auch in der Cloud verwenden. Mit IBM i in der Cloud können diese Kunden neue regionale Märkte erreichen, indem sie die weltweite Präsenz der Cloud-Rechenzentren von IBM nutzen. Außerdem können sie ihre Kernanwendungen in der Cloud ohne Unterbrechung für Migrationen oder Umstellungen skalieren.

Workloads – wo, wann und wie gewünscht

Der „Virtual Server für Power Systems in der Cloud“ soll den Kunden so neue Optionen für Upgrades und Erweiterungen bringen - sowohl lokal „On Premise“ als auch außerhalb. Sie wählen einfach das Betriebssystem und steuern ihre stündlichen oder monatlichen Abrechnungsoptionen. IBM Cloud verwaltet dabei das Setup und die Betriebssystembereitstellung. Wie jede andere IaaS-Komponente aus der IBM Cloud lassen sich so auch Power-i-Systeme mit „as-a-service“-Abrechnung bereitstellen. Der Kunde kann dabei ein System mit bis zu 160 Power9-Cores, bis zu 64 GB RAM und wahlweise AIX oder IBM i als Betriebssystem konfigurieren – mit einem „Fibre Attached“-Speichersystem Storewize V7000.

An der uneingeschränkten IaaS-Leistung von Power9-basierten virtuellen Servern mit V100-GPUs Nvidia unter dem Betriebssystem Linux, etwa für Machine Learning und künstliche Intelligenz-Workloads, wird noch gearbeitet. In den kommenden Monaten sollen sie laut IBM zur Verfügung stehen, damit die Kunden auch rechenintensive KI-Workloads schnell, skalierbar und bedarfsgerecht in Cloud verarbeiten können.

In den kommenden Monaten will IBM außerdem weitere Cloud-Angebote auf Basis von GPU-beschleunigten Power9-Servern verfügbar machen. Begonnen hatte IBM die Einführung der Power9-Plattform in der IBM Cloud bereits im vergangenen Jahr, Power AI und SAP Hana auf Power.

Erste Pilotkunden testen bereits

Die ersten Power-Systeme, die in der IBM Cloud mit IBM i und AIX bereitgestellt wurden, sind zunächst für ausgewählte Pilotkunden gedacht, um die APIs für die Steuerungsebene zu testen, die auf der PowerVC-Implementierung von Open Stack basiert.

Derzeit läuft der Alpha- und Betatest; voraussichtlich noch März ist die allgemeine Verfügbarkeit in den USA geplant; das RZ Frankfurt soll im 2. Quartal nachziehen, danach soll die Expansion in weitere Länder folgen. Noch nicht klar ist, welche Betriebssystemversionen in der Cloud unterstützt werden; vermutlich sind das die aktuellen Releases IBM i 7.2- und 7.3 sowie AIX 7.1 und 7.2.

Linux kommt auch

Linux wird in der Ankündigung nicht erwähnt; weil aber im März auch SAP-Hana-Workloads auf dem „Power Systems Virtual Server in der IBM Cloud“ laufen soll, muss der auch mit Linux laufen, weil die In-Memory-Datenbank Hana nicht von AIX oder IBM i unterstützt werden. Man darf gespannt sein, ob IBM nur die Linux-Variante der neuen Tochter Red Hat auf Power9 in der Cloud anbieten wird – oder auch die beiden anderen für Power zertifizierten Linux-Distributionen Suse und Ubuntu.

Die Alpha- und Betatests werden auf einer Reihe von S922-Scale-Out- und älteren E880-Skale-Up-Maschinen (mit Power8-Prozessor) durchgeführt. Die Preise sind offenbar noch nicht festgelegt. Auf drei Jahre gerechnet, könnte die Ausführung der Cloud-Instanz mit IBM i nach dem aktuellen Stand der Überlegungen aber etwa 30 bis 40 Prozent mehr kosten als der Kauf ähnlich konfigurierter Hard- und Software.

Berechnet wird bei dem Cloud-Angebot natürlich, dass IBM die Power-Systeme verwaltet und für das RZ, die Stromversorgung, die Kühlung, die Sicherheit, Patch-Updates sowie die Installation aufkommt. Fest steht aber schon, dass die Preise für die virtuellen Maschinen, den Hauptspeicher, den externen Speicher, das Betriebssystem und die Datenbank pro Stunde abgerechnet werden.

Bildquelle: Thinkstock / Istock

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DV-Dialog Berthold Wesseler Betriebssystem IBM i
news-22031 Wed, 13 Feb 2019 11:07:35 +0100 Managed-Services entlasten die IT-Profis http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/managed-services-entlasten-die-it-profis-22031/ Szenen aus dem betrieblichen Alltag: In der IT mehren sich morgens die Anrufe, dass Services im Netzwerk nicht mehr funktionieren, der Mailserver lahmt, „irgendetwas nicht stimmt“. Nach gefühlt zehn Meldungen nimmt sich ein Admin des Problems an. Er probiert Standardlösungen, scheitert und macht sich dann mit einer Checkliste auf den Weg, die Ursache zu finden. Irgendwann am Nachmittag kommt die Rundmail, dass alle Probleme behoben sind. Die Arbeit kann weiter gehen. In der Zwischenzeit ist viel Kaffee konsumiert und im Sparmodus gearbeitet worden – was soll man machen, ohne funktionierende IT? Und wo Mitarbeiter vielleicht noch mit halber Kraft weiterarbeiten können, könnten Maschinen und Dienste gar komplett ausfallen. Die Folgen variieren von genervten Mitarbeitern bis hin zu kostspieligen Ausfällen in der Produktion.

Warum aber sollte man erst bei Auftreten eines Fehlers manuell prüfen? Warum nicht das ganze System vollständig automatisiert und kontinuierlich auf korrekte Funktion checken? Diese Alternative verspricht höhere Performance und Verfügbarkeit, da man auf Fehlerquellen bereits aufmerksam wird, bevor sie tatsächlich zu Fehlern führen.

Managed Monitoring“

Die Wilsch IT-Services GmbH aus Grünwald setzt genau an dieser Stelle an – und nutzt dazu bei ihren Kunden auf das Software-Tool Check_MK. Für Manager ist damit zum Beispiel die Visualisierung beliebiger Abhängigkeiten und Infrastrukturen möglich, der IT-Administrator wird sich über schlanke, datenbanklose Datenhaltung oder auch den vorhandenen Quellcode freuen.

Das Monitoring-Tool überwacht die gesamte Infrastruktur – von Routern und Load-Balancern über die komplette Serverlandschaft bis hin zu jedem einzelnen Laufwerk oder Lüfter eines SAN-Systems. Jedes Gerät, das eine IP-Adresse hat, kann überwacht werden.

Die Messdaten liefern sogenannte „Agenten“. Diese Monitoring-Clients stehen für so ziemlich jedes gängige Betriebssystem zur Verfügung, sammeln die Daten lokal und schicken sie dann an einen Monitoring-Server im Wilsch-Rechenzentrum, entweder nach München oder nach Karlsruhe.

Der Server muss also nicht ständig aktiv bei den überwachten Geräten anfragen, was der Performance sehr zu Gute kommt. Dank hunderter Erweiterungen für spezielle Endgeräte lassen sich mit den Agenten auch exotischere Aspekte wie der Speicherverbrauch einer SAP-Hana-Instanz oder die Temperatur einer Hewlett-Packard-Kühleinheit überwachen. Können keine Clients installiert werden, überwacht Check_MK das System immer noch – über SNMP, Ping, FTP-Anfragen, DNS, weitere Protokolle und eigene Skripte. Die Wilsch IT-Services GmbH bietet auch eine Integration der IBM Power Plattform samt Software Services für IBM i bzw. OS/400 an.

Regelbasierte Konfiguration

Die vielleicht größten Pluspunkte dieser Monitoring-Lösung sind die einfache Einrichtung und die regelbasierte Konfiguration. Um das zu ermöglichen, erkennt die Software per Scan automatisch alle Netzwerkgeräte, kann diese dem Monitoring hinzufügen und dank sinnvoll vorgegebener Grenzwerte auf Anhieb nützlich überwachen.

Außerdem ist die komplette Konfiguration des Monitoring regelbasiert: Angenommen, Festplatten von Speichersystemen sollen eine Warnung verschicken, sobald sie zu 80 Prozent belegt sind. Dann genügt es, diese Regel einmalig anzulegen und dann allen Speichern zuzuordnen. Die Identifikation solcher Systeme ist beispielsweise über Ordnerhierarchien oder Tags möglich.

Monitoring für Profis

Monitoring-Profis finden die Highlights aber in den Details. Füt IT-Manager gibt es z.B. anpassbare Ansichten. Der „Tactical Overview“ zeigt auf einen Blick die Anzahl aktuell überwachter Geräte und Dienste sowie die Menge (ungelöster) Probleme. Performance-Daten können über konfigurierbare Graphen in Echtzeit angezeigt werden, beispielsweise um aktuelle CPU-Auslastungen zu beobachten. Letztlich können komplett eigene Dashboards für unterschiedlichste Zielgruppen angelegt werden.

Noch umfangreicher sind die Möglichkeiten im Bereich „Business Intelligence“. Das BI-Modul passt sich automatisch der sich wandelnden Infrastruktur an und kann komplexe, logische Abhängigkeiten hierarchisch abbilden. Soll beispielsweise eine Warnmeldung verschickt werden, sobald zwei von drei redundant laufenden Webservern voraussichtlich in zwei Tagen weniger als 20 Prozent Speicherplatz frei haben, ist das kein Problem, denn das Monitoring-Tool kann solche Prognosen auf Basis vergangener Entwicklungen erstellen. Ebenso kann es mögliche Ursachen für langsame Services via Ampelsystem anzeigen – und erspart so, falls gut aufgesetzt, hunderte Stunden bei der Ursachensuche.

Generell kann das Monitoring-Tool individuelle Gegebenheiten eines Unternehmens sehr gut abbilden, etwa komplett auf bestimmte Service- und Arbeitszeiten oder auf einzelne Nutzergruppen beschränkt werden. Damit müssen sich IT-Mitarbeiter nur zu relevanten Zeiten und nur mit für sie relevanten Meldungen befassen. Das automatische Öffnen und Schließen von Tickets fällt in diesem Zusammenhang schon beinahe unter Kleinigkeiten.

Natürlich lässt sich auch messen und über umfangreiches, anpassbares Reporting dokumentieren, wie gut die gesamte IT läuft. Service-Level-Agreements können über einen eigenständigen Bereich für externe Kunden oder innerbetriebliche Vereinbarungen bis auf den letzten CPU-Takt genau definiert und mit entsprechenden Warnungen, Meldungen und Reporting versehen werden.

Monitoring als Managed-Service

Monitoring-Tools gibt es einige am Markt. Aber welcher IT-Chef hat genug Personal, um diese Tools zu implementieren, zu pflegen und upzudaten? Und dann muss die Überwachung auch noch regelmäßig geprüft werden. Daher bietet die Wilsch IT-Services GmbH das Monitoring auch als Managed-Service aus der Cloud an. Kunden haben keinerlei Aufwand und können sich sicher sein, dass im Ernstfall schnell geholfen wird – und das ohne große Kosten. So gibt es z.B. eine Serverüberwachung bereits ab fünf Euro im Monat.

Übrigens: Das Monitoring skaliert erfahrungsgemäß sehr gut, kann verteilt aufgesetzt werden und selbst riesige Infrastrukturen dank automatischer Netzwerkkarten übersichtlich visualisieren – ein nicht zu unterschätzendes „Gimmick“.

Bildquelle: Wilsch, Thinkstock / Istock

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DV-Dialog Netz- und Systemmanagement
news-22011 Mon, 11 Feb 2019 17:09:33 +0100 Hannover Messe mit Cebit inside http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/hannover-messe-mit-cebit-inside-22011/ Digitalisierung, lernende Maschinen sowie die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter: Das sind die Schwerpunkte der Hannover Messe, die vom 1. bis zum 5. April ihre Tore öffnet. Rund 6.500 Aussteller werden auf der Industrieschau erwartet. Die findet erstmals seit 1986 ohne eine parallele Computermesse statt, nachdem die damals ausgegliederte Cebit im November Knall auf Fall abgeschafft wurde. Folgerichtig wird die Hannover Messe digitaler als zuletzt: Global Player wie Amazon, IBM, Microsoft oder SAP sind vor Ort. Das Motto der Industrieschau lautet in diesem Jahr „Integrated Industry - Industrial Intelligence“, um den Trend zur „Industrie 4.0“ aufzugreifen.

Dabei geht es um das Zusammenspiel von Automatisierungs- und Energietechnik, Intralogistik, IT-Plattformen und die zunehmende Bedeutung des maschinellen Lernens. Der Mensch nutzt künftig künstliche Intelligenz, damit Maschinen und Fabriken sich selber steuern. Dabei geht es nicht nur um Prozessoptimierung oder Energieeffizienz, sondern auch um Schnittstellen, Protokolle und Sicherheit.

Zur industriellen Transformation gehören aber mehr als nur vernetzte und intelligente Produktionsanlagen und Produkte. Eine ebenso große Rolle spielen aber auch neue Geschäftsmodelle, die vorhandene Marktstrukturen zum Teil radikal verändern. „Es geht zum einen um die Frage, welche IoT-Lösung Mensch, Maschine und Prozesse am besten vernetzt“, sagt Arno Reich, Geschäftsbereichsleiter der Hannover Messe, „aber zum anderen auch ganz grundlegend darum, wer das ideale Betriebssystem für die Industrie 4.0 bieten kann.“

Businessplattformen – Infrastrukturen für neue Geschäftsmodelle

An solchen „Plattformen“ führt offenbar kein Weg vorbei. Was im Consumer-Bereich längst etabliert ist, entwickelt sich für die produzierende Industrie mit etwas Verzögerung. Doch es steht außer Frage, dass die Plattformökonomie für den Maschinen- und Anlagenbau eine große Rolle spielt – für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und digitaler Services. Wie das funktionieren kann, soll die Messe demonstrieren.

Wie sehr dabei die Bereiche IT und Automation immer weiter zusammenwachsen, zeigt sich unter anderem an den mittlerweile zahlreichen Kooperationen zwischen Automatisierungs- und Softwareexperten, beispielsweise die Adamos-Allianz oder an der vom ZVEI gegründeten Arbeitsgemeinschaft „5G Alliance for Connected Industries and Automation“.

Im Hinblick auf die Digitalisierung sind neue Software- und IT-Entwicklungen für Firmen im verarbeitenden Gewerbe besonders entscheidend. Genau darum geht es in den Hallen 5 bis 8 auf der Messee im Bereich der „Digital Factory“. Zu den Top-Themen zählen neben KI und Plattformökonomie auch hybride Clouds, Augmented- und Virtual-Reality, 5G, Blockchain, Digital Twin sowie ERP- und MES-Systeme. Bisher dabei sind neben den bereits genannten IT-Firmen mehr als 600 Aussteller in diesem Bereich, darunter Atos, Dassault Systems, Huawei, Konica Minolta, Oracle, Siemens und die Software AG.

Außer den Exponaten der „Digital Factory“ gibt es auch Konferenzen und Foren. Im Bereich „Digital Factory“ können Besucher an drei täglichen Foren teilnehmen – Forum Industrie 4.0, CAE Forum und Forum Industrial Security. Außerdem gibt es zwei eintägige Veranstaltungen: das „Additive Manufacturing Symposium“ am 2. April und die internationale MES Tagung am 4. April. Dazu gesellen sich zwei neue Sonderveranstaltungen: der Industrial Pioneers Summit am 2. April im Convention Center und die tägliche 5G-Arena in Halle 16. Der Summit beschäftigt sich mit der Frage, „Was kommt nach Industrie 4.0“; die Arena gilt als Test für den kommenden 5G-Mobilfunkstandard.

Industrial Security“ gefragt

Die zunehmende Digitalisierung macht die Industriebetriebe aber auch angreifbarer. Unternehmen sollten daher alles tun, um es internen und externen Hackern möglichst schwerzumachen – und zwar schon bevor es zu spät ist. „Industrial Security“ sollte daher in der Industrie 4.0 von Anfang an berücksichtigt werden: Der überlegte Umgang mit externen Schnittstellen an den Computern und der Einsatz von Verschlüsselung gehören ebenso dazu wie ein vernünftiges Zugriffsmanagement oder ein Logging und Monitoring der Zugriffe auf besonders sensitive Datenbestände.

Die Hannover Messe widmet sich deshalb auch 2019 wieder mit einem eigenen Bereich in Halle 6 der Sicherheitsthematik. Noch immer sieht Hubertus von Monschaw, Global Director Digital Factory im Team der Messemacher, hier eine Diskrepanz: Zuerst komme in der Praxis oft die Digitalisierung – und dann erst als Reaktion darauf der Blick auf die Security. Doch in Zeiten von Industrie 4.0 sei ein Umdenken erforderlich.

„Ohne Security kann die Digitalisierung nicht funktionieren“, sagt von Monschaw. „Es geht eben nicht nur um Datensicherheit, sondern um die Absicherung der gesamten vernetzten Produktion und damit der zugrundeliegenden IT-Infrastruktur.“ Darauf mache auch der aktuelle Leitfaden des VDMA zum Thema Industrie 4.0 Security aufmerksam: Um im digitalen Zeitalter Maschinen und Anlagen über den gesamten Lebenszyklus sicher betreiben zu können, reicht es nicht aus, Security-Funktionalitäten hinzuzufügen. Stattdessen muss Security von vornherein in der Produktentwicklung seitens der Maschinen- und Anlagenbauer berücksichtigt werden.

Datenschätze heben

Indem Maschinen, Produkte und Prozesse digital miteinander verknüpft werden, lassen sich Datenschätze heben und neue digitale Geschäftsmodelle entwickeln. Dafür jedoch ist Sicherheit im Austausch und bei der Verarbeitung von Daten gefragt. „Die zunehmende Vernetzung bei Industrie 4.0 sowie die Nutzung der Chancen der Digitalisierung benötigen ‚Security‘ – und zwar in jedem vernetzten Sensor, Aktor, Gerät oder jeder Maschine“, sagt Oliver Winzenried, Vorstand der Wibu-Systems AG. „Im Gegensatz zur IT-Sicherheit im Büroumfeld hat Industrial Security höhere Anforderungen an Verfügbarkeit und Echtzeitfähigkeit. Offene internationale Standards sind notwendig, beispielsweise OPC UA mit TSN, um globalen Einsatz und Interoperabilität der Produkte möglich zu machen. Dies ist insbesondere für mittelständische Hersteller elementar. Aus- und Weiterbildung gehören genauso zu Industrial Security wie die Geräte mit ‚Security by Default‘.“

Cloudbasierte Echtzeit-Vernetzung

Ein Aspekt der Sicherheit ist auch die Geschwindigkeit, mit der Fehler oder Störungen im Sicherheitssystem entdeckt werden. „Die cloudbasierte Echtzeit-Vernetzung von industriellen Anlagen, Systemen und Maschinen erfordert einen zuverlässigen Datenfluss von und zu der jeweiligen operativen Umgebung“, sagt Andrey Suvorov, zuständig für „Critical Infrastructure Protection“ bei Kaspersky Lab. Gemeinsam präsentieren die Teams von Kaspersky und Aprotech ein „Industrial Gateway“ mit Secure-by-Design-Architektur sowie die Mind-App zur Schwachstellenerkennung. „Damit lassen sich auch bei umfangreichen IoT-Infrastrukturen Schwachstellen in Echtzeit visualisieren“, verspricht Suvorov.

Ein anderes Stichwort, das in Zusammenhang mit Industrial Security an Bedeutung gewinnt, ist Blockchain – vor allem mit Blick auf zwei Aspekte: die Datenintegrität und das Daten- oder auch Geräte-Ownership. „Die Blockchain sichert eingangs oder über den ‚Life Cycle‘ hinweg wiederkehrend Referenzdatensätze, die periodisch oder im Verdachtsfall auf Veränderungen geprüft werden“, erläutert Björn Obermeier, Blockchain Lead bei Accenture. „Dank ihrer Dezentralität bietet die Blockchain außerdem eine geringere Angriffsfläche für Attacken. Eine unveränderbare digitale Identität sowohl von Geräten als auch deren Besitzern schafft zusätzliche Sicherheit. Denn bei Streitigkeiten oder Vorfällen rund um das Thema ‚Ownership/Authorship‘ gibt es keinen Interpretationsspielraum. Die Blockchain ist nicht nur etwas für den Shopfloor von morgen, sondern auch den von heute.“

Der Ausstellungsbereich Industrial Security wird ergänzt durch ein Forum, in dem sich Experten aus Wirtschaft und Industrie über Themen wie „Security by Design“, IT-Sicherheit und Recht, Zertifizierung und Zulassung in der Digitalisierung, Virtualisierung und Cloud Computing, 5G-Technologie, Blockchain/Distributed-Ledger-Technologie oder auch Cyber-Angriffe informieren können. Dabei geht es um Lösungsansätze genauso wie um Best-Practice-Beispiele.

Bildquelle: Deutsche Messe AG

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DV-Dialog Industrie 4.0 / MES
news-22008 Mon, 11 Feb 2019 13:17:41 +0100 Dachmarke Modula für Oxaion http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/dachmarke-modula-fuer-oxaion-22008/ Unter der Dachmarke Modula vereint die Investmentgesellschaft Alpina Partners ab sofort vier ihrer Softwarehäuser aus den Bereichen ERP, MES und CAQ. Konkret sind das die Firmen Cimdata (Westheim), Logis (Andernach), Oxaion (Ettlingen) und Syncos (Schwelm). Gemeinsam erreichten die vier Firmen mit 260 Mitarbeitern an zwölf Standorten in Deutschland und Österreich im vergangenen Jahr einen Umsatz von 30 Mio. Euro. Die Zahl der Kunden wird mit über 1.100 beziffert, mit mehr als 45.000 Anwendern in 35 Ländern. Mit gebündelter Expertise soll Modula mittelständische Produktionsunternehmen bei der Umsetzung ihrer digitalen Transformation unterstützen. Firmensitz ist die Oxaion-Zentrale an der Pforzheimer Straße 128 in Ettlingen.

„Modula unterscheidet nicht zwischen Ressourcenplanung (ERP) sowie Fertigungs- und Qualitätsmanagement (MES) im Shopfloor, sondern liefert eine umfassende Plattform vom Bedarfsverursacher bis zur Rückmeldung in Produktion oder Versand“, erklärt Volker Schinkel, Oxaion-Chef und Geschäftsführer bei Modula. Dahinter stünden Lösungen von vier mittelständischen Softwareanbietern, die – integrativ vereint unter einer gemeinsamen Oberfläche – eine hohe technologische Durchgängigkeit bis hinunter in den Shopfloor garantieren sollen.

Vision: Digitale Transformation

Inwieweit die Integration der unterschiedlichen Lösungen unter der gemeinsamen Oberfläche bereits umgesetzt ist, soll auf der Hannover Messe Industrie 2019 zu sehen sein, wo der ERP-Anbieter Oxaion und MES-Experte Syncos das erste Mal gemeinsam im Namen von Modula auftreten. Fachbesucher sollen die Möglichkeit erhalten, sich am Messestand A23 in Halle 7 über Ziele und Möglichkeiten von Modula genauer zu informieren. Zudem stehen Experten für Fragen rund um das Thema „Digitalisierung im Produktionsumfeld“ bereit.

Schinkel nennt Modula einen „Systemintegrator Plus“, der „neben einer modernen, ganzheitlichen Unternehmenssteuerung mit eigenen Lösungen auch die passende IT-Strategie“ liefert, mit der Unternehmen die Herausforderungen des digitalen Wandels im Sinne ihrer Unternehmensziele meistern können.

„Die Wettbewerbsvorteile aus digitaler Transformation gehören in den Mittelstand“, ist Schinkel überzeugt. „Wir bringen die Kompetenz, die Erfahrung, die Technologie mit – und vielleicht das Wichtigste: Ein Konzept, die digitale Transformation mittelstandsgerecht zu verwirklichen.“

Alles aus einer Hand

Schinkels erklärtes Ziel ist nicht nur wettbewerbsfähig zu bleiben, sondern im Wettbewerbsumfeld auch neue Maßstäbe zu setzen. Diesbezüglich stehe Modula für Innovation, Effizienz und Zukunftssicherheit – nicht nur als Systemlieferant, sondern auch als „zukunftssicherer Businesspartner mit stabilem wirtschaftlichem Hintergrund“.

Modula heißt laut Schinkel auch: „Ein Budget, eine Verantwortlichkeit, ein durchgängiger Support – sowie sämtliche Vorteile moderner IT-Prozesse und Infrastrukturen aus einer Hand.“ Alles aus einer Hand bedeute auch, eine integrative Plattform für alle Anwendungen und somit keine Schnittstellenproblematiken mehr.

Gruppenlösung für Serienfertiger

Als Gruppenlösung richtet sich Modula vornehmlich an Mittelständler aus der produzierenden Industrie. Mit Hilfe des integrierten MES (mit MDE, BDE) und CAQ soll dem Kunden eine hohe Prozessqualität ermöglicht werden, u.a. durch Ressourcenplanung, Produktionsmanagement, Qualitätsmanagement und -sicherung.

„Wir richten uns an alle Fertigungsunternehmen, denen wir eine voll validierungsfähige, hoch automatisierte Unternehmenslösung garantieren“, so Marcel Schober, CTO bei Oxaion Geschäftsführer Produkt und Technologie bei Modula. Außerdem werde es eine mobile Plattformarchitektur für alle Mitglieder von Modula geben. „Gemeinsam haben wir mehr Ressourcen und ein weitaus höheres Entwicklungsbudget, sodass wir zukünftig auf Technologietrends viel schneller reagieren können. Wir werden potentielle Weiterentwicklungen zusammen angehen und dabei auch im engen Dialog mit unseren Anwendern stehen.“

Unter dem Dach von Modula finden sich aber nicht alle Softwarehäuser aus dem Alpina-Portfolio. Es fehlen zum Beispiel der bereits 2016 erworbene MES-Spezialist Gefasoft oder der erst Anfang Januar übernommene SCM- und APS-Experte Orsoft. Damit bleibt noch unklar, wie Modula in Alpinas Partnernetzwerk German Edge passt; mit Cimdata gibt es ja bereits einen solchen Experten unter dem neuen Markendach. Der Grundstein für den zweiten Verbund German Edge wurde übrigens im Dezember 2016 mit der Beteiligung an Gefasoft sowie im Juli 2017 mit dem mehrheitlichen Erwerb des MES-Spezialisten New Solutions gelegt.

Bildquelle: Oxaion

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Unternehmen DV-Dialog Berthold Wesseler
news-22002 Mon, 11 Feb 2019 10:33:57 +0100 Neues Noris-RZ in Hof http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/neues-noris-rz-in-hof-22002/ Mit dem Kauf eines Rechenzentrums in Hof expandiert die Noris Network AG weiter. Der in Süddeutschland aktive RZ-Betreiber bietet künftig seine Housing- und IT-Dienstleistungen auch vom ehemaligen Areal der Schmidt Bank an. „Der bisherige Eigentümer will sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren und bezieht zukünftig IT-Services“ von den Nürnbergern, heißt es in der Pressemitteilung; das Systemhaus der Schmidt Bank war 2002 von Accenture übernommen worden und hatte als Accenture-Tochter IT-Services für die später von der Commerzbank geretteten Privatbank sowie vier andere Finanzinstitute erbracht.

Der 3.000 m2 große Gebäudekomplex in Hof besteht aus dem RZ sowie Technik- und Büroflächen. Die notwendigen Modernisierungs- und Anpassungsarbeiten sollten noch im 1 Quartal abgeschlossen werden, so dass der IT-Betrieb am neuen Standort bereits laufen sollte; eine redundante Netzanbindung zu den weiteren RZ-Standorten Nürnberg und Frankfurt ist verfügbar.

Besonderes Highlight des Standorts ist nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden Ingo Kraupa neben der für ein Banken-RZ typischen Sicherheitstechnik die Aufteilung des IT-Bereichs in einzelne Compartments: „Viele unserer Kunden wünschen sich ihr eigenes zertifiziertes Rechenzentrum – es sollte aber erschwinglich sein!“

 

 

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Berthold Wesseler DV-Dialog Rechenzentrum / Server
news-22000 Fri, 08 Feb 2019 18:04:17 +0100 Raus aus dem Teufelskreis http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/raus-aus-dem-teufelskreis-22000/ Mittelständler müssen agil sein. Dazu brauchen sie moderne Anwendungssysteme – performant, flexibel anpassbar, leicht mit anderen Anwendungen zu integrieren und einfach zu bedienen. Genauso wichtig ist eine schlagkräftige IT-Mannschaft, die genau dafür sorgt. Modernisierung klingt zwar simpel, ist aber ein echter Spagat für die IT-Chefs, denn Unternehmen mit Tradition stehen vor der Herausforderung, die Stärken ihrer bewährten Systeme mit innovativen Konzepten und Technologien in Einklang zu bringen. Gleichzeitig stecken ihre IT-Abteilungen mitten im Generations­wechsel – und müssen für den Know-how-Transfer von erfahrenen Experten auf motivierte Nachwuchskräfte sorgen.

Vor diesem Hintergrund ist es kein Wunder, dass die Nachfrage nach Tools und Services für die Anwendungsmodernisierung boomt. Die US-Firma „Research For Markets“ schätzt, dass sich der Weltmarkt für „Application Modernization Services“ von 10,4 Mrd. Dollar im Jahr 2017 bis Ende 2023 auf 25,6 Mrd. Dollar weit mehr als verdoppeln soll.

Die jährliche Wachstumsrate von 16,3 Prozent lockt neben kleinen Spezialunternehmen auch viele bedeutende Hersteller und IT-Dienstleister an, neben IBM und Partner HCL auch Firmen wie Accenture, Atos, Capgemini, Cognizant, DXC, Fujitsu, Microsoft, Tech Mahindra oder TCS. Dabei ist der Markt stark segmentiert – nicht nur regional und nach Branchen – sondern auch nach den verwendeten Programmiersprachen. Neben RPG- und Cobol-Programmen werden auch PL/1-, Assembler- und zunehmend auch Java- und C-Anwendungen modernisiert.

Dazu kommen Anwendungen in Sprachen der 4. Generation, wie Adabas, Lansa, Synon, Power Builder oder Delphi. Außerdem kann der Modernisierungs-Markt auch aufgeteilt werden in die Segmente Emulation/Bedienoberfläche, Übersetzung/Umwandlung in andere Programmiersprachen, Transformation der Datenhaltung, Extraktion von Geschäftslogik und Migration auf andere Betriebsplattformen.

Laut Research For Markets war das Thema „User Experience“ bzw. Emulation 2017 noch das wichtigste Marktsegment, das etwa 45,43 Prozent des weltweiten Gesamt­volumens ausmachte. Perspektivisch gewinnt die Extraktion von Geschäftsregeln jedoch stark an Bedeutung.

Zum Einsatz kommen dabei heute oft Microservices, die stark an die Ansätze der „Objektorientierten Programmierung“ erinnern, die vor 20 Jahren en vogue waren. IBM-Stichwort: SAA. Ziel war es, wie bei Lego-Spielzeug sozusagen einen Vorrat mit Funktions- und Datenbausteinen bereitzustellen, mit dem sich dann schnell und einfach neue Anwendungen zusammenstecken lassen.Dazu befragten wir Heidi Schmidt und Roland Zurawka, die beiden geschäftsführenden Gesellschafter der PKS Software GmbH.

Frau Schmidt, vor zwei Jahren haben wir uns über das „IBM-i-Paradoxon“ unterhalten. Hat sich seither etwas daran geändert?
Heidi Schmidt: Auf jeden Fall. Das Paradoxon ist zwar noch dasselbe, aber die Umgebungsparameter haben dazu geführt, dass sich IBM-i-Anwender mit ihren individuell entwickelten Anwendungen heute mehr denn je in einem gefährlichen Teufelskreis wiederfinden:
Die Kernsysteme sind seit zwanzig Jahren oder länger im Einsatz und sollten eigentlich schon längst abgelöst sein. Doch viele Vorhaben sind gescheitert, nach wie vor treiben IBM-i-Systeme die geschäftskritischen Prozesse in den Unternehmen. Doch die Verrentung der ehemaligen Knowhow-Träger in Kombination mit dem Bedarf der digitalen Transformation verschärft den Handlungsdruck, erhöht das Betriebsrisiko und wird zur strategischen wie auch operativen Notwendigkeit.

Täuscht mein Eindruck oder hat die „Legacy-Modernisierung“ – einst ein eher unbeliebtes Schmuddelthema – mittlerweile die notwendige „Management-Attention“ gewonnen?
Schmidt: Absolut! Glaubte man bis vor ein paar Jahren auf Management-Ebene noch, dass die IT das Problem schon lösen wird, ist man mittlerweile zur Erkenntnis gekommen, dass das Thema „Legacy-Modernisierung“ nicht nur die Entwicklungsteams, sondern insbesondere auch die Fachbereiche sowie auch die Führungsebene betrifft – und dass nur alle drei genannten Teams gemeinsam die unabdingbare Transformation bewältigen können.

Roland Zurawka: Dies zeigt auch eine ­aktuelle IDG-Studie zum Thema „Legacy-Modernisierung“. Dem zufolge sehen 91,1 Prozent der Firmen die Modernisierung, Migration oder Transformation ihrer Bestandssysteme als Grundvoraussetzung für die digitale Transformation überhaupt. Dabei geht es den Unternehmen primär um die Aspekte Sicherheit und Verbesserung der Geschäftsprozesse.

Schmidt: Jedoch ist man nicht einmal bei jedem vierten Unternehmen, nämlich nur bei 23,4 Prozent, mit den bisherigen Ergebnissen der Bemühungen zufrieden. Mir scheint es so, als ob die letzten 24 Monate bei dem Begriff „Digitale Transformation“ in vielen Unternehmen das Wort „Digital“ im Fokus stand. Man hat aber nun realisiert, dass die „Transformation“, also die Überführung der heutigen Prozesse und der Anwendungen, in denen diese sich manifestieren, nur dann gelingt, wenn man sich mit den heute in Produktion befindlichen Systemen auseinandersetzt und den Transformationsprozess von dort beginnend startet.

Umstieg auf Standardsoftware, Neuentwicklung, Einstellung weiterer Mitarbeiter oder Outsourcing der Pflege oder Managed-Services dafür: Welche Option empfiehlt sich denn für das Management, wenn es eine Überalterung wichtiger Anwendungssysteme feststellt?
Schmidt: Hier gibt es keinen Königsweg, der für alle Unternehmen gleichermaßen zu empfehlen ist. Jede Organisation hat ihre Besonderheiten, sozusagen ihre eigene DNA, die sich insbesondere in der Individualsoftware zeigt. Um seinen eigenen Weg zu finden, ist es empfehlenswert, mit einer Bestandsaufnahme zu starten. Diese hat in der Regel vier Komponenten:
1) Rückbetrachtung zur bisherigen Modernisierungserfahrung (Was wurde schon gemacht? Wo kann auf Erfahrungen im eigenen Hause zurückgegriffen werden? Was lässt sich daraus ableiten für das weitere Vorgehen?)
2) Technische Analysen der Sourcen, Re-Dokumentation des Bestandssystems und Komplexitäts­vermessung. Hier geht es darum, das Wissen über den Ist-Zustand zu materialisieren und Transparenz zu schaffen. Häufig steckt viel Wissen nur in Köpfen ein paar weniger erfahrener Mitarbeiter. Hier gilt es anzusetzen und diese „Kopfmonopole“ aufzulösen, um wirklich zu verstehen, wie „der Laden heute läuft“. Im Rahmen eines Software-Assessments kann man hier z.B. mit dem Code-Analyse-Werkzeug eXplain innerhalb weniger Wochen selbst umfangreiche Systeme so gut verstehen, dass die Grundlage für das weitere Vorgehen, egal in welche Richtung, geschaffen ist. Ein ganz zentraler Aspekt ist hierbei die Identifikation von totem Code: häufig finden wir bis zu 35 Prozent und mehr an Programmbestandteilen, die gar nicht mehr genutzt werden!
3) Neben dem technischen Durchblick sind vor allem die fachliche Strukturierung und eine Transparenz für die heute gelebten Prozesse unabdingbar; insbesondere ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Fachbereich notwendig. An dieser Stelle ist es für viele Teams auch neu, dass sich Entwickler und Fachbereichsmitarbeiter auf Augenhöhe begegnen. Auch die fachliche Strukturierung kann toolgestützt mit eXplain erfolgen, sodass technische Implementierung und fachliche Strukturierung „übereinandergelegt“ werden können. Dadurch entstehen Bilder, die sicherstellen, dass Entwickler und Fachbereich sich auch wirklich verstehen und nicht aneinander vorbeireden.
4) Weitere relevante Aspekte betreffen die Entwicklungsprozesse sowie den Skill-Fit im Entwicklerteam. Dabei geht es darum, zu erfassen, wo heute Potentiale liegen – und auch Chancen für das Vorhaben (die vom Management so geliebten Quick-Wins).

Zurawka: Erst wer sich diesen Überblick verschafft hat, kann die relevanten Modernisierungs­ziele für das Vorhaben ableiten. Dabei ist es wichtig, diese an der Unternehmensstrategie abzuleiten, denn daran muss sich alles orientieren. Modernisierung, Migration, Ablösung oder Neuentwicklung der IT sind ja kein Selbstzweck, sondern strategische Vorhaben, die das Unternehmen in seiner Gesamtheit betreffen.
Mancher Kunde möchte gleich loslegen, ohne genau zu wissen, von welchem Ausgangspunkt er startet. Davon raten wir dringend ab. Warum? Dazu verwende ich gern ein kleines Beispiel aus dem Alltag: wenn Sie nach Rom in den Urlaub fahren wollen, ist es für die Reiseplanung (Kosten, Transportmittel, beste Reisezeit, Proviant usw.) absolut unabdingbar zu wissen, von welchem Ort aus Sie starten. Genauso verhält es sich mit der Legacy-Modernisierung: wenn nicht klar ist, wo sich das Unternehmen, die betroffenen Anwendungen sowie die Anwender aktuell genau befinden, ist jede Reiseplanung hinfällig. Das Ziel wird nur über Umwege, mit hohen Abweichungen von der Planung erreicht werden. Dazu jedoch sind die IT-Systeme viel zu kritisch, als dass man einfach mal so drauflos entwickeln kann.

Inwieweit ist die Modernisierung der Legacy-IT ein akutes Thema, das schnell gelöst werden muss? Oder erfolgt die Modernisierung eher mittelfristig? Oder sogar langfristig und strategisch angelegt?
Schmidt
: „Schnell lösen“ ist relativ. Sicherlich kann innerhalb von zwölf Monaten viel erreicht werden – abhängig eben vom Ausgangszustand. Aber das Thema muss in aller Regel schon als Programm aufgesetzt werden, das in mehrere Teilprojekte unterteilt wird und mit der Methodik „Scrum for Legacy“ auch agil umgesetzt werden.

Können aktuelle IT-Trends wie Dev-Ops oder Cloud Computing bei der Modernisierung helfen? Welche Trends sind hier besonders nützlich?
Schmidt
: Im Bereich Dev-Ops komme ich bei der Legacy-Modernisierung ganz automatisch an: die Realität sieht leider oft noch so aus, dass weder die Kommunikation noch die Workflows zwischen „Dev“ und „Ops“ rund laufen. Das ist häufig gar nicht so sehr ein technisches Problem, als vielmehr ein kommunikatives, denn Fachbereich und Entwicklung haben es über Jahre gelernt, eher aneinander vorbeizureden. Für den Fachbereich ist häufig nicht transparent, was die Entwicklung tut; das führt dort zu Unzufriedenheit und Ablehnung. Also startet das Modernisierungsprojekt in der Regel am besten mit der Einführung eines Anforderungsmanagements, das für alle Beteiligten transparent macht, wie mit Störungen sowie mit neuen Anforderungen umgegangen wird und wo diese jeweils im Bearbeitungs- und Realisierungsprozess stehen. Cloud Computing steht unserem Erleben nach noch am Anfang. Klar, viele IBM-i-Anwender lagern aktuell ihre Hardware und den System­betrieb zu Infrastruktur-Partnern aus. Das ist aber noch eher das klassische „Outsourcing“. „Computing“ in der Cloud, im Sinne der Nutzung von Programmen dort, sehen wir bisher selten. Da sind doch die „einfachen“ Herausforderungen, die oben beschrieben sind, häufig noch zu dringlich. Und eine Anwendung einfach nur „as-is“ in die Cloud zu verschieben (was sicher möglich ist), löst die wahren Probleme überhaupt nicht.

Sind altbewährte Programmiersprachen wie wie RPG für solche Modernisierungsansätze überhaupt tauglich – oder müssten die Neuerungen nicht in anderen Sprachen wie Java, C/C++ oder Ruby erfolgen?
Zurawka
: Die häufig sehr leidenschaftlich geführte Diskussion darüber, welche Programmier­sprache denn nun „die einzig Richtige“ ist, ist ziemlicher Quatsch und lenkt nur von den wirklichen Problemen ab. Sowohl FreeRPG als auch Java oder .Net sind valide Programmiersprachen. Als Entwickler muss man in der Lage sein, die richtige Technologie und Sprache zu wählen, die für die jeweilige Anforderung die einfachste und stabilste Lösung verspricht. Dazu muss ich als Entwickler natürlich auch die Vor- und Nachteile, die jede Sprache nun einmal hat, kennen. Das scheitert bei IBM-i-Entwicklern oft daran, dass sie sich 15 oder 20 Jahre ausschließlich mit RPG beschäftigt haben – und dort oft nicht einmal weggekommen sind von RPG III oder IV. Hier sollte also nicht dogmatisch der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben werden, sondern im Entwicklerteam offen über die passende Programmiersprache diskutiert und problembezogen entschieden werden.
Auch hier lohnt sich eine Moderation und Input von außen, vor allem dann, wenn die Fronten bereits so verhärtet erscheinen, dass ein konstruktiver Dialog kaum noch möglich erscheint.

Microservices sind eine aktuelle Antwort der Software-Ingenieure, wenn es heute um die Modularisierung monolithischer Anwendungssysteme und ihre Einbettung in firmenübergreifende IT-Infrastrukturen geht. Taugt der Ansatz „Microservices“, der Vorteile wie Agilität, Flexibilität und Skalierbarkeit verspricht, auch für die Modernisierung bewährter RPG-Anwendungen?
Zurawka
: Ja, das würde ich schon sagen. Wobei ich gleich ergänze, dass der der Ansatz ja nichts Neues ist: Microservices sind ein Architekturmuster, bei dem komplexe Software aus unabhängigen Prozessen komponiert wird, die über sprachunabhängige Programmierschnittstellen miteinander kommunizieren. Alle Dienste sind weitgehend entkoppelt und erledigen jeweils kleine Aufgaben. So ermöglichen sie einen modularen Aufbau von Anwendungssoftware.
Es ist also ein altes Konzept, das eben bisher oft noch nicht angewandt wurde. Nun geht es erneut darum, sich diesen Prinzipien zu nähern, denn natürlich finden wir in Legacy-Systemen auf IBM i noch viele monolithische Architekturen, die aufgebrochen werden müssen, um dann wieder agil und flexibel weiterzuentwickeln zu können. Denn das ist ja einer der wichtigsten Vorteile, die Unternehmer von ihrer Individualsoftware erwarten: dass die Entwickler rasch und architektonisch sicher Erweiterungen implementieren und das vorhandene System verbessern. Somit ist das also ein absolutes „Muss“ für alle, die ihre Eigenentwicklung fortführen möchten.
Aber auch bei einer Ablösung kommt man darum nicht ganz herum, denn für den Übergangszeitraum werden ja in jedem Fall Alt- und Neu-System parallel betrieben. Auch hierzu ist eine modulare Struktur hilfreich – und muss für den Übergang zumindest rudimentär geschaffen werden.

Sowohl die Entwicklung als auch der Betrieb von Microservice-Architekturen kann sehr schnell sehr komplex werden. Gibt es Tricks und Kniffe, diese Komplexität zu beherrschen?
Schmidt
: „Zaubertricks“ gibt es da eben nicht – nur gute Lösungen am Markt, auch von IBM, die das API-Management unterstützen. Auf jeden Fall bleibt das für die Anwender eine Herausforderung, da es hier ja eigentlich um Wissensmanagement im Unternehmen geht. Das ist bisher für viele oft schon eine große Herausforderung, thematisiert durch das IBM-i-Paradoxon um das Kopfwissen der erfahrenen Entwickler – und das wird nun beim API-Aspekt erneut eine Anforderung.

Moderne Technologien in der Software-Entwicklung, aber auch das gute alte RPG gelten als komplex, etwas obskur und nicht einfach zu erlernen. Wie kann man diese Welten so zusammenbringen, dass ein Projektteam in beiden Welten zu Hause ist und die Modernisierung zuverlässig und effizient vorantreiben kann?
Schmidt
: Es gibt nicht wirklich „gute und schlechte Technologien“ oder „moderne und alte“ – aus unserer Erfahrung heraus hat ja meist jede Technologie, jedes Verfahren und jedes Konzept seine Stärken und Schwächen. Und ein einzelner Entwickler oder Architekt kann sich in aller Regel nur mit einer bestimmten Menge davon beschäftigen und diese beherrschen.
Daher ist es heute unabdingbar, dass Software-Entwicklung in Teams stattfindet – mit Knowhow-Trägern verschiedener Schwerpunkte, die kommunikations- und diskussionsfähig sind. Hier liegt oft noch der Hase im Pfeffer: bei der Kommunikation hapert es nämlich leider oft noch gewaltig. Viele scheitern an den un­bewussten Irrtümern über Kommunikation.

Ist das ein Grund, warum PKS mittlerweile mehr ist als nur ein Tool-Anbieter?
Zurawka
: Absolut! Wir nutzen zum Beispiel das „Limbische Kommunikationsmodell“  in unseren Projekten, mit großem Erfolg. Und deshalb bieten wir inzwischen auch LKM-Kurse an.

Muss PKS nicht auch näher am Kunden sein? Von Ravensburg aus lassen sich doch vermutlich nicht all die kniffligen Probleme beim Kunden remote lösen?
Zurawka
: Da haben Sie absolut recht. Aktuell reisen unsere Mitarbeiter von Ravensburg aus durch die gesamte DACH-Region, um die Kunden vor Ort in kritischen Phasen zu begleiten. Damit wir zukünftig noch näher und schneller vor Ort sein können und auch die Reisezeiten für unsere Mitarbeiter reduzieren können, eröffnen wir in Laufe des Jahres auch eine Geschäftsstelle in Frankfurt.

Herzlichen Dank für das Interview!

Bildquelle: Dieter Kölbl

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Berthold Wesseler DV-Dialog Software-Entwicklung
news-21999 Fri, 08 Feb 2019 16:29:39 +0100 Gravierender IT-Ausfall bei Wells Fargo http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/gravierender-it-ausfall-bei-wells-fargo-21999/ Anfang Februar kämpfte die US-Großbank Wells Fargo gleich mehrfach lange mit IT-Problemen, die zum Ausfall von Online- und Mobile-Banking, Geldautomaten und den meisten anderen Dienstleistungen führten. Die größten Probleme gab es am 7. Februar nach einer Stromabschaltung. Diese IT-Probleme traten auf als nach einer routinemässigen Wartung im RZ Rauch entdeckt wurde. Danach wurde – vielleicht irrtümlich – auch noch die Feuerlöschanlage im RZ aktiviert. Warum aber der Ausfall eines einzigen Rechenzentrums in Shoreview (Minnesota) die gesamte Bank stundenlang gravierend beeinträchtigen und praktisch lahmlegen konnte, ist überraschend und wirft dringliche Fragen nach den Backup- und Disaster-Recovery-Konzepten auf.

Bildquelle: Wells Fargo

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Berthold Wesseler DV-Dialog Rechenzentrum / Server
news-21997 Fri, 08 Feb 2019 13:53:56 +0100 HCL unterstützt Domino auf IBM i http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/hcl-unterstuetzt-domino-auf-ibm-i-21997/ Nach dem Release IBM Notes and Domino 10.0.1 am 18. Dezember haben IBM und der künftige Eigentümer HCL Technologies jetzt das Domino 10.0.1 Language Pack 1 veröffentlicht. Es bietet nicht nur die Unterstützung u.a. für Deutsch und etliche Bugfixes, sondern vor allem auch für das IBM-System i. Dank HCL geht die Entwicklung von Lotus Notes endlich wieder zügig voran – und das auch noch pünktlich. Für die Midrange-Welt besonders interessant ist die ab sofort verfügbare Unterstützung von IBM i (Link auf das offizielle Announcement) sowohl für Domino 10.0.1 als auch für Traveler 10.0.1.1 – und zwar für die Betriebssystem-Versionen IBM i 7.2 oder 7.3. Hier ein Überblick über die Neuerungen in Domino 10.0.1 für IBM i).

Das Language Pack 1 ist verfügbar für Domino 10.0.1, Notes 10.0.1, Domino Designer 10.0.1 und den Xwork Server 10.0.1. Enthalten sind die Sprachen Deutsch, Japanisch, Französisch, Chinesisch, Spanisch, brasilianisches Portugiesisch, Italienisch und Koreanisch.

Übrigens: Noch für dieses Jahr ist das Release von Domini V11 angekündigt. Man darf gespannt sein, ob das ebenfalls pünktlich geschieht. Noch ist der Verkauf der Lotus-Sparte ja nicht in trockenen Tüchern, denn es fehlt dem Käufer HCL America Inc, der US-Tochter des indischen IT-Konzerns, noch die Zustimmung der Regulatoren zu dem Kauf der Lotus-Produktfamilie und anderer IBM-Softwareprodukte. Auf jeden Fall hat HCL als Entwicklungspartner der IBM bereits weite Teile des ehemaligen Collaboration-Entwicklungsteams übernommen und zusätzlich schon mehrere hundert Entwickler eingestellt – alles in den USA, in der Nähe von Boston, wo Lotus Development zu Hause war.

Update: Die deutsche Version von Notes and Domino 10.0.1 ist doch noch nicht verfügbar, weil IBM die Client-Setups wegen großer Probleme mit Strg-Tastenkombinationen wieder zurückgezogen hat (Shortcut Key issue impacting Notes 10.0.1 Windows Client - German, French, Spanish, & Italian Language releases).

Bildquelle: Thinkstock / Istock

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Berthold Wesseler DV-Dialog Unified Communication + Collaboration
news-21994 Fri, 08 Feb 2019 10:13:37 +0100 Active Logistics wird Partner des BGL http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/active-logistics-wird-partner-des-bgl-21994/ Als Partner des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) bietet der IT-Dienstleister Active Logistics aus Herdecke allen Verbandsmitgliedern seine Software wie z.B. das cloud-basierte Transportmanagement-System (TMS) ab sofort vergünstigt an. Von der Partnerschaft profitieren beide Seiten: Der Verband kann als Servicedienstleister seinen Mitgliedern ein modernes TMS zum Vorzugspreis anbieten. Und der Softwarehersteller präsentiert sein Produkt Active Road auf der Plattform des BGL exakt der Zielgruppe, für die es entwickelt wurde, denn die Anwendung ist genau auf die Bedürfnisse von kleineren Transportunternehmen und Speditionen mit einer geringen Anzahl von IT-Arbeitsplätzen und Fahrzeugen zugeschnitten.

Alle wesentlichen Arbeitsabläufe

Für diese Zielgruppe haben die Software-Entwickler alle wesentlichen Arbeitsabläufe abgebildet - von der Auftragserfassung über die Disposition bis hin zur Abrechnung. Das TMS läuft laut BDL-Sprecher Martin Bulheller gut geschützt im eigenen Rechenzentrum von Active Logistics. Damit sei „sowohl die Verfügbarkeit der Software als auch die Sicherheit der erfassten Daten jederzeit gewährleistet“.

„Außerdem unterstützen wir unsere Kunden bei einer zukunftsorientierten und agilen Gestaltung ihrer Organisation sowie ihrer Geschäftsprozesse“, erklärte Michael Otto, Geschäftsführer der Active Logistics Herdecke GmbH. „Wir begleiten sie bei der Optimierung, fokussiert auf ihre unternehmensspezifischen Bedürfnisse.“

Active Logistics entwickelt seit über 15 Jahren an vier Standorten mit 230 Mitarbeitern Lösungen für die komplexesten Aufgabenstellungen bei rund 400 Kunden mit zirka 25.000 Anwendern. Mit den nach ISO 27001 zertifizierten Rechenzentren sieht Otto das Unternehmen in der Lage, vielfältige EDI-Services und effiziente IT-Komplettlösungen für Unternehmen aus der Logistikbranche sowie der produzierenden Industrie anzubieten. Die Lösungen umfassen alle Bereiche der Supply Chain und sämtliche Verkehrsträger.

IBM-i-Hosting mit Tradition

Darüber hinaus betreibt Active Logistics im hessischen Niederaula eines der europaweit größten Rechenzentren für die Transport- und Logistikbranche, das schon lange auch IBM-i-Hosting anbietet. Dabei steht IBM i für zuverlässige Architektur, Sicherheit und Hochverfügbarkeit, während Active Logistics die Experten beisteuert, die von Anfang an mit diesem System gearbeitet haben und für Qualität garantieren können.

In diesem redundanten, gespiegelten RZ werden auch alle Anwendungen betrieben. Dazu gehören u.a. Transportmanagement- und Lagersysteme, Software für Buchhaltung, CRM, Rechnungswesen sowie Lösungen für Business Intelligence, Archivierung, Zollabwicklung, Compliance-Prüfung, Clearing, Track & Trace und die EDI-Cloud (Enterprise Application Integration, automatisierte Rechnungsverarbeitung mit Zugferd). 20 Mitarbeiter sind in den Bereichen Systembetrieb, Überwachung, Sicherheit, Archivierung und Datenbanken für mehr als 300 aktive Kundenfirmen tätig.

Bildquelle: Pixabay, Active Logistics

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Berthold Wesseler DV-Dialog IT-Dienstleistung / Outsourcing
news-21978 Wed, 06 Feb 2019 19:19:32 +0100 Backup-Arbeiten leicht gemacht http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/backup-arbeiten-leicht-gemacht-21978/ Arcserve, ein weltweit aktiver US-Anbieter von Datenschutzlösungen, hat die dritte Generation seiner Appliance-Familie 9000 vorgestellt. Das ist eine dezidiert für Disaster-Recovery und Anwendungsverfügbarkeit entworfene Hardware mit vorinstallierter Software, die als All-in-One-Appliance On-Appliance- und Offsite-Backup sowie Disaster Recovery unter einen Hut bringen soll und laut Hersteller in weniger als fünfzehn Minuten eingerichtet werden kann. Mit Unterstützung der Arcserve-Software für Unified-Data-Protection kombiniert die UDP 9000 Flash-beschleunigte Speicherung, Deduplikation, WAN-optimierte Replikation und eine robuste Server-Verarbeitung. Die Sicherung der Datenkopien kann auf physikalischen und virtuellen Systemen direkt auf der Appliance, aber auch in der Private- oder Public-Cloud erfolgen. Neben der Arcserve Cloud werden auch Public Clouds wie Amazon AWS, Microsoft Azure, Eucalyptus und Rackspace unterstützt.

Mit einem Backup-Client auf dem Power-System können auch Kopien von AS/400-bzw. IBM-i-Daten erstellt werden. Über die Appliance sind auch Echtzeit-Replikationen mit automatischem oder manuellem Failover bzw. Failback möglich. Damit werden unternehmenskritische Systeme, Anwendungen und Daten geschützt.

Die neuen Arcserve-Appliances bieten die Integration von On-Appliance- und Cloud-basierter Datenwiederherstellung. Für ausreichend Performance sorgen bis zu 20 Prozessorkerne und 768 GB RAM in der Appliance. Außerdem wurde die effektive Kapazität gegenüber dem Vorgängermodell auf bis zu 504 Terabyte Daten verdoppelt; die Verwaltung von bis zu 6 Petabyte ist über eine einzige Schnittstelle möglich. Der Hersteller sorgt zudem mit 12 GBit/s schnellen RAID-Karten (mit 2 GB NV-Cache und redundanten Hot-Swap-Netzteilen) für Leistung – und für Zuverlässigkeit durch Hardware-Support vor Ort in nur vier Stunden.

Laut Phil Goodwin, Research Director bei IDC, wird es immer wichtiger, „die Kosten und die Komplexität der Datenwiederherstellung unter Kontrolle zu halten. Wir beobachten, wie mehr Unternehmen hybride Sicherungsumgebungen bevorzugen, um die Kosten besser zu verwalten und die nahtlose Wiederherstellung zu ermöglichen.“ Appliance-gestütztes Backup vereinfache die Datenwiederherstellung und nutze die Ressourcen der IT-Infrastruktur besser aus.

Auch Arcserve-Manager Oussama El-Hilali sieht eine wachsende Nachfrage nach einer effizienteren, mehrstufigen Datensicherheit, was die neue Appliance dadurch erlaube, dass Unternehmen Sicherungen von virtuellen Maschinen direkt auf die Appliance überspielen können. „Dennoch gibt es Fälle, in denen eine Datenwiederherstellung direkt aus der Appliance nicht möglich ist“, verweist El-Hilali auf Beispiele, in denen ein RZ Opfer eines Wasserschadens, Feuers oder anderer Naturkatastrophen wurde. „Für solche Szenarien erlaubt unsere Appliance auch die Wiederherstellung von Anwendungen auf virtuellen Maschinen aus der Cloud heraus.“

Die neuen Appliances der dritten Generationen sind ab sofort bei allen Arcserve-Distributoren im deutschsprachigen Raum erhältlich: Also (Deutschland, Österreich), TIM (Deutschland, Schweiz, Österreich), Arrow ECS (Deutschland) sowie Ingram Micro (Schweiz) verfügbar. Die UDP-Editionen werden, mit Ausnahme der UDP-Workstation, nach den CPU-Sockets der zu sichernden Systeme lizenziert. Alternativ ist auch eine Terabyte-Lizenzierung der zu sichernden Daten erhältlich. Bei der UDP-Workstation-Edition wird pro zu sichernder Workstation eine Lizenz benötigt.

Bildquelle: Arcserve

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DV-Dialog Backup
news-21970 Wed, 06 Feb 2019 13:31:55 +0100 Das „Steeb“ soll verschwinden http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/das-steeb-soll-verschwinden-21970/ In den vergangenen Jahren hat die All for One Steeb AG viele Firmenkäufe getätigt. „Um nunmehr als Gruppe mit einem integrierten Portfolio besser im Markt wahrgenommen zu werden, sollte auch die bisherige Firmierung der Gesellschaft angepasst werden“, heißt es in der Einladung zur Hauptversammlung der Aktionäre am 13. März, die über eine Umfirmierung in „All for One Group AG“ entscheiden soll. Im Rahmen der im vergangenen Jahr gestarteten „Strategieoffensive 2022“ (Einmalkosten: 0,6 Mio. Euro) ist für den SAP-Partner auch ein „neuer Markenauftritt mit verbesserter Wahrnehmung als Gruppe“ vorgesehen, zu der die vorgeschlagene Umfirmierung beitragen soll. Dazu soll außerdem die gesamte Organisation auf neue Wachstumsziele ausgerichtet werden, so dass die Durchdringung der Stammkundenbasis per „Cross Selling“ verstärkt wird .

Der Neukundenvertrieb erfolgt künftig in spezialisierten „Market Units“ , wobei der Kundenfokus in Richtung gehobener Mittelstand erweitert werden soll. Außerdem ist der Auf- und Ausbau gruppenweiter Shared- und Corporate-Services vorgesehen. Neue Wachstumsthemen werden dann in eigenen (ERP-unabhängigen) „Market Units “ adressiert – wie „IT-Security“, „IoT & Machine Learning“, „New Work“, „LOB-Cloud“, „Own IP“, „Application Services“ und „Support “.

Ob die Aktionäre dafür eine Umfirmierung und den Abschied von der Steeb-Vergangenheit im Namen goutieren, wird die Hauptversammlung entscheiden. Notwendig erscheint das nicht. Und wie integriert das zugekaufte Portfolio wirklich ist, zeigt sich dann in der Praxis beim Kunden. Marketing kann diese Integration auch vortäuschen.

Cloud-Transformation nimmt Fahrt auf

„Über SAP S/4 Hana hinaus wollen wir in den stark nachgefragten Wachstumsfeldern wie ‚New Work‘ oder ‚Cybersecurity & Compliance‘, aber auch mit eigener IP unsere Kunden weiter durchdringen und unseren Marktzugang verstärkt in Richtung gehobener Mittelstand erweitern“, sagte Finanzvorstand Stefan Land. „Bis 2022/23 sollen unser Umsatz auf 550 Mio. bis 600 Mio. Euro und die EBIT-Marge auf über 7 Prozents steigen.“

„Die Cloud-Transformation nimmt weiter Fahrt auf“, hieß dann auch heute bei Vorlage der ungeprüften Ergebnisse für den Zeitraum vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2018. Zwar seien die Einmalumsätze aus dem Verkauf von Softwarelizenzen gegenüber dem Rekordniveau des Vorjahres erwartungsgemäß um 23 Prozent auf 16,5 Mio. Euro zurückgegangen, doch im Gegenzug die Umsätze mit Cloud-Services und -Support um 25 Prozent auf 16,8 Mio. Euro gesteigert. Die wiederkehrenden Erlöse (plus 14 Prozent auf 42,0 Mio. Euro) enthalten zudem die Umsätze mit Software-Support (plus 8 Prozent auf 25,3 Mio. Euro). Der Anteil der wiederkehrenden Erlöse am Gesamtumsatz stieg somit auf 45 Prozent (4. Quartal 2017: 40 Prozent), die Gesamterlöse wuchsen rein organisch um insgesamt 3 Prozent auf 94,2 Mio. Euro.

Transformation sei aber nicht nur etwas für die Kunden, so Land weiter – „auch unsere eigene schreitet zügig voran. Ein bedeutender Move ist beispielsweise der integrierte Marktauftritt der Gruppe unter einer neuen Markenarchitektur und einem vollumfassenden Leistungsangebot zur Transformation und Weiterentwicklung unserer Kunden.“

Strategieoffensive kostet Millionen

Im Übergangsjahr 2018/19 rechnet Land „aufgrund der forcierten Transformation von Einmalumsätzen mit Softwarelizenzen hin zu wiederkehrenden Cloud-Umsätzen“ mit einem Gesamtumsatz im Bereich von 345 Mio. bis 355 Mio. Euro. Wie er bereits bei der Vorlage der Jahresbilanz erklärte, investiere man „bewusst und gezielt in unsere Strategieoffensive und rechnen für 2018/19 auf EBIT-Ebene einmalig mit Sonderbelastungen im mittleren einstelligen Millionenbereich.“

Als Generalunternehmer betreut das Unternehmen heute mit über 1.700 Mitarbeitern mehr als 2.000 Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz - vorwiegend SAP-Anwender aus der mittelständischen Fertigungs- und Konsumgüterindustrie. Die Firmengeschichte reicht bis auf die im Jahre 1959 die aus dem gegründeteIT-Tochter des Schweizer Amag-Konzerns zurück, die Wettingener AC-Automation Center AG (später AC-Service GmbH) zurück. Eine zweite Wurzel ist die All for One Midmarket Solutions & Services GmbH, die 2006 im Zuge der Neuausrichtung der AC-Gruppe zu einem SAP Komplettdienstleister für den Mittelstand übernommen worden war. Am 1. Dezember 2011 hatte das dann All for One Midmarket AG genannte Unternehmen die SAP-Tochter Steeb Anwendungssysteme GmbH übernommen und sich im März 2012 in All for One Steeb umbenannt – und seither viele weitere IT-Firmen übernommen.

Bildquelle: All for One Steeb AG

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Berthold Wesseler DV-Dialog Unternehmen
news-21960 Tue, 05 Feb 2019 20:27:06 +0100 Insourcing bei Pro Sieben Sat.1 http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/insourcing-bei-pro-sieben-sat1-21960/ Nach reibungslosem Providerwechsel im Outsourcing und störungsfreiem Betrieb seit mehr als einem halben Jahr setzt Pro Sieben Sat.1 Produktion auch bei der Optimierung auf die Zusammenarbeit mit IS4IT. Dieses unabhängige IT-Unternehmen optimiert mit seinen Managed-Services und über 300 Mitarbeitern im Background den Betrieb der Unix- und Linux-Plattformen. Nach langjährigem IT-Full-Outsourcing entschied sich Pro Sieben Sat.1 zu einem radikalen Schnitt. Man wollte auf ein flexibles Multi-Provider-Modell in Kombination mit internen Service-Einheiten setzen, um bisherige Defizite zu adressieren.

Zum einen strebte man ein flexibleres Vertragswerk mit kürzeren Laufzeiten und änderbaren Mengengerüsten an, zum anderen sollte die Qualität in Bezug auf Verfügbarkeit, Ausfallzeiten und Reaktionszeiten deutlich gesteigert werden. Bereits wenige Monate nach dem Umstieg wurde deutlich, dass diese Ziele durch die Transition erreicht wurden.

„Diese Transition war nach zehn Jahren Full-Outsourcing unserer Rechenzentrums-IT eine große Herausforderung. Es ist der technischen Expertise der IS4IT zu verdanken, dass dieser Übergang bis auf Kleinigkeiten völlig reibungslos und ohne jegliche Auswirkungen auf unsere businesskritischen Geschäftsanwendungen verlaufen ist“, fasst Bernd Biehler, CTO der Pro Sieben Sat.1 Produktion die Projekterfahrungen zusammen.

Ambitionierte Transition

In einem umfangreichen Auswahlverfahren mit elf Anbietern auf der Short-List entschied man sich für den Anbieter aus Oberhaching, der den konkreten Vorstellungen am besten entsprach. Ein Provider aus der Region D-A-CH sollte die Zusammenarbeit erleichtern, bei einem mittelständischen Anbieter wollte man als Kunde auf Augenhöhe agieren. Darüber hinaus erwartete Biehler eine große technische Kompetenz.

Nach gut sechs Monaten Laufzeit steht fest: Diese Entscheidung war richtig, meint Bernd Biehler: „Die rund 20 IS4IT-Service-Mitarbeiter haben die Ziele für das Paket „Data Center Managed Service“ umfassend erreicht. In knapp acht Monaten waren sämtliche Systeme übernommen – und das, obwohl die Projektverantwortlichen anfangs durchaus zeitliche Risiken bei der Umsetzung sahen.“

Zunächst wurde die Management-Infrastruktur der IS4IT aufgesetzt, parallel dazu erfolgte eine View-Analyse, um die Qualität der Systeme besser abschätzen zu können. „Diese Vorbereitung mündete Ende Februar 2018 in einem detaillierten und mit allen Betroffenen abgestimmten Transitionsplan, der tagesgenau festlegte, wann welche Komponente übernommen wird. Nur so ließ sich der äußerst anspruchsvolle Endtermin einhalten“, erläutert Marek Chroust, als Projektleiter der IS4IT verantwortlich für das Transitionsprojekt.

Anfang März 2018 startete die Übernahme der nicht produktiven Systeme. Zu diesem Zeitpunkt begann für das Service-Team die Systembetreuung, die sich täglich um vier bis fünf Systeme erweiterte, ohne dass es zu nennenswerten Problemen gekommen wäre. Anfang April kamen die Produktionssysteme an die Reihe. Auch hier war kein ungeplanter Ausfall zu verzeichnen: Die gesamte Transition der RZ-Systeme verlief für Pro Sieben Sat.1 weitgehend störungsfrei; auch das Tagesgeschäft verläuft seit dem Wechsel des Providers weitestgehend störungsfrei. Neben Betrieb, Wartung und Pflege ist IS4IT für die Störungsbehebung und Problemlösung im Rahmen des 2nd und 3rd-Level-Supports zuständig. Das Systemhaus überwacht die Systeme, die Qualität und Performance, sorgt für das Patch-Management sowie Backup und Restore von Systemen, Datenbanken und Anwendungen.

Transformation und laufende Optimierung

Da die bisherigen Systeme in der Transition ohne große Änderungen übernommen wurden, kommt es nach wie vor zu sporadischen Problemen im Tagesbetrieb. Ein Transformationsprojekt zur nachhaltigen Lösung dieser Themen läuft jedoch inzwischen auf Hochtouren. Hier arbeiten ein weiteres Mal die Spezialisten von IS4IT mit IT-Mitarbeitern von Pro Sieben Sat.1 Seite an Seite.

Auch bei der Weiterentwicklung der Plattformen, der Automatisierung sowie der Standardisierung unterstützt das IS4IT-Team Pro Sieben Sat.1 Produktion. „Die Übernahme der alten Systeme war der erste Schritt“, zieht Biehler ein erstes Fazit. „Nach der Transition kommt die Transformation. Dabei arbeiten wir eng mit IS4IT zusammen. Deren Techniker wissen, was sie tun!“

Bildquelle: Pro Sieben Sat.1

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DV-Dialog Outsourcing
news-21959 Tue, 05 Feb 2019 17:40:41 +0100 Drohendes SAP-Fiasko in der Schweiz http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/drohendes-sap-fiasko-in-der-schweiz-21959/ Superb ist anders: „Superb23“, ein riesiges Projekt zur Migration aller SAP-Systeme der Schweizer Bundesverwaltung auf S/4 Hana, scheint bereits in der Anfangsphase völlig aus dem Ruder zu laufen. Wurden vor der Verabschiedung „Strategie ERP-IKT 2023“ durch den Bundesrat noch im April 2018 die Gesamtkosten für Superb23 bis 2025 auf rund 665 Mio. Franken (knapp 583 Mio. Euro) taxiert, hat Finanzminister Ueli Maurer laut Schweizer Tagblatt jetzt üble Neuigkeiten zu verdauen: Das Projekt soll nun nämlich 930 Mio. Franken (gut 815 Mio. Euro) verschlingen, also rund 40 Prozent mehr als noch vor neun Monaten veranschlagt. Dementis gibt es nicht, nur Relativierungen – die genannten Kosten seien lediglich „Grobschätzungen“.

Das offizielle Wording der Behörden lautet: „Der Bundesrat hat zu diesem Thema lediglich eine erste Diskussion geführt und keinen Entscheid getroffen.“ Mit dem Schlüsselprojekt „Superb23“ sollen die ERP-Strategie 2023 für die Supportprozesse der gesamten Bundesverwaltung (zivil und militärisch) erstellt, ein Programm zur Strategieumsetzung geplant sowie ein Finanzierungskonzept erarbeitet werden. Im Kern geht es darum, die bisherigen SAP- und Non-SAP-Lösungen für Finanz- und Personalwesen, Beschaffung und Logistik auf S/4 Hana zu migrieren und zu zentralisieren. Die endgültige Botschaft zur Modernisierung der Supportprozesse soll dem Bundesrat im März zur Entscheidung vorgelegt werden.

Dezentrale IT-Lösungen vor dem Aus?

Bisher hatten die Behörden eigene dezentrale IT-Lösungen im Einsatz, von denen sie sich Flexibilität und Eigenständigkeit versprachen. Nach derZentralisierung in das Finanzministerium sieht das anders aus. Allerdings wollen die Schweizer, falls Superb23 irgendeinmal laufen sollte, pro Jahr 150 Mio. Franken Kosten einsparen: Das hieße: Superb23 würde sich innerhalb von gut sechs Jahren amortisieren. Doch auch das dürfte nur eine Grobschätzung sein.

Viele Politiker sehen in Superb23 bereits ein Fass ohne Boden, denn die Projektplaner haben viel Vertrauen verspielt. Außerdem hat die Schweiz schlechte Erfahrungen mit großen IT-Projekten: Insieme der Steuerverwaltung (ESTV) verschlang rund 120 Mio Franken, bis es 2012 gestoppt wurde. Und auch das – mittlerweile erfolgreich abgeschlossene – Nachfolgeprojekt Fiscal-IT kostete statt der geplanten 85 Mio. insgesamt knapp 120 Mio. Franken.

Doch nicht nur Behörden tun sich schwer mit SAP und/oder dem neuen Produkt S/4 Hana. Erst jüngst hatte die Umstellung von SC/400 darauf bei Haribo massive Probleme ausgelöst – und Lidl hatte im ambitionierten Projekt Elwis eine halbe Milliarde Euro versenkt. Der Otto-Konzern kippte im Jahr 2012 eine SAP-Einführung mit dem Namen „Passion for Performance“, drei Jahre später erlebte die Deutsche Bank mit dem SAP-Projekt „Magellan“ ihre „digitale Pleite“. Im gleichen Jahr verfehlte die Deutsche Post wegen einer gescheiterten SAP-Einführung („New Forwarding Environment“) sogar die Gewinnziele. Damals war die Rede vom Computer-Chaos des Post-Chefs Frank Appel.

Bildquelle: Pixabay

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Berthold Wesseler DV-Dialog ERP Startseite it-zoom
news-21951 Tue, 05 Feb 2019 11:26:55 +0100 Sycor bleibt eigenständig http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/sycor-bleibt-eigenstaendig-21951/ Die Göttinger IT-Tochter Sycor wird von der Mutter Ottobock nicht wie geplant in ein Joint-Venture mit dem Münchener Systemhaus Allgeier eingebracht. Die seit November laufenden Fusionsgespräche sind jedenfalls beendet worden. Die Münchener Allgeier SE hatte am 8. November einen „Letter of Intent“ mit der Otto Bock Holding GmbH, Duderstadt, für einen Zusammenschluss der Allgeier Enterprise Services AG mit der Sycor GmbH unter einer neuen Holdinggesellschaft unterzeichnet. Im Rahmen der Gespräche über eine „strategische Road-Map“ bis zu einem Börsengang der neuen Holding wurden aber unterschiedliche Auffassungen über die Organisation und Unternehmensführung der Holding, über das Branding der fusionierten Unternehmen und über das Ziel eines Börsengangs deutlich. „Daher sind die Beteiligten heute übereingekommen, die Fusionsgespräche zu beenden“, heißt es in der Presseinformation von Ottobock. „Der geplante Zusammenschluss wird nicht stattfinden“, doppelt man bei Allgeier nach.

Ursprüngliches Ziel war ein Zusammenschluss der jeweiligen SAP- und Microsoft-Bereiche von Sycor und der Allgeier Enterprise Service AG (AES). Entstehen sollte eine neue Holding in der Rechtsform einer SE. Der Name des neuen Unternehmens sollte den Markennamen Sycor enthalten, die SE ihren Sitz in Göttingen haben. Mittelfristig sollte die neue Holding an die Börse gehen. Diese Pläne wurden nun ad acta gelegt.

Fusion geplatzt, Börsengang angestrebt

„Sycor beendet hiermit seine Partnersuche“, heißt es von Ottobock. Man sei nun überzeugt, das strategischen Ziel, einer der führenden Full Service-Anbieter für SAP- und Microsoft-Services im wachsenden IT-Beratungsmarkt zu werden, mit vollem Commitment der Ottobock Holding zu erreichen, die zu 100 Prozent der Unternehmerfamilie Näder gehört.

Die enge partnerschaftliche Zusammenarbeit von Sycor mit dem Medizintechnikunternehmen werde intensiviert, heißt es. Und weiter: „Sycor wird sich weiter aktiv an der Konsolidierung des Marktes beteiligen und dafür von der Mutter entsprechend finanziell ausgestattet werden. Das mittelfristige Ziel eines Börsengangs wird aufrechterhalten.“ Dazu wird Sycor noch im Lauf des Jahres in eine Europäische Aktiengesellschaft (SE) und damit börsenfähige Rechtsform umgewandelt.

Bildquelle: Sycor

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Berthold Wesseler DV-Dialog Unternehmen
news-21940 Mon, 04 Feb 2019 18:03:23 +0100 Ultimate Software verlässt das Börsenparkett http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/ultimate-software-verlaesst-das-boersenparkett-21940/ Die börsennotierte US-Firma Ultimate Software soll für knapp elf Mrd. Dollar (rund 9,6 Mrd. Euro) an eine Investorengruppe um Hellman & Friedman Capital Partners verkauft werden. Geboten sind 331,50 Dollar in bar je Ultimate-Aktie, ein Aufschlag von 19 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag. Der Verwaltungsrat von Ultimate Software hat dem Angebot bereits zugestimmt; allerdings haben die Aktionäre noch 50 Tage Zeit für die Suche nach einer besseren Offerte. Das 1990 gegründete Unternehmen Ultimate Software, ein rasant wachsender Hersteller von cloud-basierter Software für das Personalmanagement, betreut mit derzeit 5.144 Beschäftigten über 5.600 Kunden mit Mitarbeitern in 180 Ländern. Für 2018 meldete Ultimate Software mehr als 1,1 Mrd. Dollar Umsatz; 2017 war bei einem Umsatz von 941 Mio. Dollar ein Reingewinn von 23 Mio. Dollar ausgewiesen worden.

Die Kunden, darunter Sony Music, Subway, Yamaha und Nikon, finden sich überwiegend in den USA, Kanada, Großbritannien und Singapur. Mit der HCM-Suite Ultipro, die sich mit unterschiedlichen HR-Informationssystemen integrieren lässt, werden Personaldaten von insgesamt mehr als 48 Mio. Personen verwaltet. In Deutschland ist Ultimate Software über die Stuttgarter Tochter der französischen Firma Peopledoc vertreten, die erst im vergangenen Jahr für 300 Mio. Dollar übernommen worden war.

Zu den Kaufinteressenten gehörten neben Hellman & Friedman die Investoren Blackstone, GIC und JMI Equity sowie der Pensionsfonds „Canada Pension Plan Investment Board“ (CPPIB); die Investoren wollen das Unternehmen nach Abschluss der Übernahme von der Börse nehmen. Ultimate-CEO Scott Scherr soll ebenso im Amt bleiben wie das bisherige Management-Team. Die Transaktion soll, vorbehaltlich der Genehmigung der Aktionäre und der Kartellbehörden, bis Mitte des Jahres abgeschlossen werden.

Peopledoc, 2007 von Jonathan Benhamou und Clément Buyse gegründet und ebenfalls ein Anbieter cloud-basierter Personalmanagementsoftware, hat seinen Hauptsitz in Paris und brachte mehr als 265 Beschäftigte und über 1.000 Kunden mit über 4 Mio. Endbenutzern in das fusionierte Unternehmen ein; unter den Kunden sind Unternehmen wie Avis Budget, Club Med, Go Daddy, HSBC, Nestlé und Yves Rocher.

Zusätzlich zu der HR-Service-Delivery-Plattform von Peopledoc plant Ultimate neue mitarbeiterfokussierte Funktionen über ein Mitarbeiter-Online-Portal inklusive HR-Case-Management und Employee File Management anzubieten. Darüber hinaus haben Ultimate-Kunden jetzt die Möglichkeit, die HR-Service-Delivery-Plattform von Peopledoc integriert in der HCM-Suite Ultipro einzusetzen.

Die Ultimate-Produkte werden zurzeit hierzulande nicht vermarktet; geplant ist es, ab Herbst 2019 mit Perception ein erstes Produkt aus dem Ultipro-Portfolio auch in Deutschland anzubieten.

Bildquelle: Ultimate Software

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Berthold Wesseler DV-Dialog HR Personal
news-21934 Mon, 04 Feb 2019 08:35:00 +0100 Rückzieher beim IBM-Deal mit T-Systems http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/rueckzieher-beim-ibm-deal-mit-t-systems-21934/ Das Fusionskontrollverfahren B7-205/18, in dem das Bundeskartellamt den geplanten Er­werb von Ver­mö­gens­wer­ten der T-Sys­tems In­ter­na­tio­nal GmbH durch IBM Deutsch­land prüfte, ist am 30. Januar durch eine Rücknahme des Antrags beendet worden. Vermutlich kommt also der spektakuläre Mainframe-Deal nicht zustande. Jedenfalls nicht so, wie er ursprünglich angedacht war. Kurz vor den Silversterfeierlichkeiten wurde beim Kartellamt das Fusionskontrollverfahren B7-205/18 eröffnet. Nachdem das Kartellamt die im Projekt Match geplante Übernahme des Mainframe-Betriebs der Telekom-Tochter durch IBM für 860 Mio. Euro einen Monat lang geprüft hatte, wurde der Antrag vergangene Woche zurückgenommen.

Das ist u.a. dann häufig der Fall, wenn das Kartellamt während der Prüfung so schwere Bedenken äußert, dass die Beteiligten keine Chance mehr auf eine Genehmigung sehen. Das könnte auch hier der Fall sein, denn für das Outsourcing des Mainframe-Betriebs gibt es außer IBM und T-Systems kaum noch valide Anbieter in Deutschland. Die Beteiligten waren am Wochenende nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Update: Heute, am 8. Februar, erreichte uns folgendes Statement der Deutschen Telekom zu dem Vorgang: „Das Kartellamt hat um weitere Informationen gebeten. Diese werden schnellstmöglich mit einem neuen Antrag eingereicht.“

Bildquelle: Pixabay

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DV-Dialog Outsourcing Berthold Wesseler
news-21931 Fri, 01 Feb 2019 15:05:27 +0100 Ersatz für individuelle TMS-Software http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/ersatz-fuer-individuelle-tms-software-21931/ Die österreichische Spedition Resch, auf internationale Möbeltransporte spezialisiert, hat das seit AS/400-Zeiten eigens entwickelte Transportmanagementsystem (TMS) durch Disponent go von Weber Data Service abgelöst – und damit die eigenen Prozesse fast durchgängig digitalisiert. Gut organisiert, sauber und einheitlich: Diesen Eindruck vermitteln Fuhrpark und Gebäude der auf Möbeltransporte spezialisierten Resch GmbH. Am Wochenende präsentiert sich hier eine weiße Actros-Flotte vor der makellosen Fassade des Umschlaglagers mit daran angeschlossenen Büroräumen.

Aber auch bei näherem Hinsehen ist die österreichische Spedition sehr gut aufgestellt: Die Prozesse des inhabergeführten Unternehmens sind fast durchgehend digitalisiert, denn seit 2016 arbeitet man hier mit dem Transportmanagementsystem Disponent go von Weber Data Service.

Tipp vom Partnerspediteur

Die Resch GmbH hat sich auf den Umschlag und den Transport von Neumöbeln spezialisiert. Das im Jahr 2000 durch Karl Resch und Harald Hebesberger gegründete Unternehmen beschäftigt 25 Mitarbeiter und fungiert als Empfangs- und Verteilerspediteur für Österreich und angrenzende Länder. Der eigene Fuhrpark umfasst zehn Gliederzüge mit Wechselkoffer und einem Transporter für Kurierfahrten. Am Firmensitz im oberösterreichischen Oberwang betreibt die Resch GmbH ein Umschlaglager mit einer Fläche von 2.500 Quadratmetern.

„Der Tipp mit Weber Data Service kam damals von einem Partnerspediteur, der mit der Lösung gute Erfahrungen gemacht hat“, erinnert sich Hebesberger. „2015 waren wir auf der Suche nach einer zukunftssicheren und ausbaufähigen Lösung für unser Transportmanagement, die sich flexibel an unsere Bedürfnisse anpassen lässt.“ Bis dato arbeitete man mit einer individuell programmierten AS/400-Lösung, die sich kaum noch an die aktuellen Anforderungen anpassen ließ.

Hebesberger und sein Team wussten sehr genau, welche Eigenschaften das neue IT-System mitbringen musste. Das selbst erstellte Pflichtenheft wurde mit drei Angeboten verschiedener Softwarehäuser verglichen, wobei sich Disponent go als eindeutiger Favorit herausstellte. Weber Data Service konnte eine überzeugende Komplettlösung zu einem fairen Preis anbieten, die sich mit geringem Aufwand an die speziellen Bedürfnisse der Resch GmbH anpassen ließ.

Täglicher Zeitgewinn

Im Rahmen des Projekts wurden unter anderem Datenkonverter bzw. Schnittstellen zu den IT-Systemen der größten Partnerspeditionen und weiterer Auftraggeber erstellt, so dass jetzt 70 Prozent der wöchentlich rund 1.000 Sendungen vollautomatisch per DFÜ an Disponent go übertragen werden.

„Auf diese Weise ersparen wir uns den größten Teil der manuellen Erfassung, was einem täglichen Zeitgewinn von mehreren Stunden entspricht“, erklärt Hebesberger. Für die übrigen 20 bis 30 Prozent der Aufträge generiert das TMS die mit Barcode versehenen Lieferscheine, nachdem die entsprechenden Daten manuell im System erfasst wurden.

Ein weiterer wesentlicher Einspareffekt ergibt sich durch die automatische Zuordnung der eingehenden Aufträge nach Postleitzahlgebieten sowie die Anzeige von Tonnage und Volumen pro Relation. „Wir können einzelne oder alle Aufträge von einer oder mehreren Relationen markieren und uns diese auf einer Landkarte anzeigen lassen“, sagt Firmenchef Hebesberger. Per Mausview lassen sich die Details zu einzelnen Aufträgen direkt auf der Karte abrufen. Auch die prozentuale Auslastung der jeweiligen Lkw wird übersichtlich angezeigt, wobei man die Wahl zwischen der Auslastung nach Stellplätzen oder Gewicht hat.

„An der Ergonomie und Benutzerführung merkt man, dass bei Weber Data Service fast ausschließlich Programmierer mit logistischem Fachwissen und Erfahrung aus der Disposition arbeiten“, stellt Hebesberger fest. Dieser Vorteil habe sich bei Resch in Form einer sehr kurzen Einarbeitungszeit der Mitarbeiter innerhalb weniger Tage ausgezahlt.

Alle denkbaren Tarife

Sobald die Fahrer von ihren bis zu dreitägigen Touren zurückkehren, werden die Ablieferbelege eingescannt und dabei in Disponent go automatisch den jeweiligen Touren zugeordnet. Sobald alle Ablieferbelege einer Tour komplett vorliegen, startet die Software die Fakturierung. Dabei kann sie mit weiteren Stärken auftrumpfen, denn mit der bewährten Speditionssoftware lassen sich alle denkbaren Tarifspielarten darstellen und hinterlegen.

Die Ablieferbelege können aber auch unabhängig von der Fakturierung jederzeit aufgerufen werden. Für ein schnelles Auffinden sorgt das integrierte Modul „E-Akte“. Damit können Anwender auf sämtliche Dokumente zugreifen, die zuvor mit dem TMS oder einem anderen System elektronisch bearbeitet wurden.

Jedes als relevant eingestufte Papier kann gescannt und einem oder mehreren Datensätzen in Disponent go zugeordnet werden. Alle elektronisch abgelegten Belege, Lieferscheine, Palettenscheine, Lieferquittungen, Wiegezettel oder Transportaufträge können anschließend schnell wieder aufgefunden werden.

Automatisch begrenzt

Während die E-Akte zum Standardumfang der TMS-Software zählt, musste sie für den automatisierten Versand der elektronischen Rechnungen erweitert werden. Die für Resch programmierte Sonderlösung kann das Datenvolumen der ausgehenden E-Mails automatisch begrenzen.

„Angesichts der bis zu 30 Ablieferbelege pro Tour würden viele Rechnungen das maximale Datenvolumen vom acht Megabyte übersteigen“, erklärt Hebesberger. Jetzt erkenne die Lösung, wenn ein zusätzlicher Anhang die Datengrenze überschreitet – und generiert automatisch eine zweite oder dritte Mail mit einer entsprechend markierten Betreffzeile.

Fazit: Insgesamt sorgt das TMS-System bei Resch für eine erhebliche Zeitersparnis, wobei dieser Effekt in Zukunft noch weiter ausgebaut werden soll. Potenzial bieten zum Beispiel ergänzende App-Lösungen, mit denen sich unter anderem die Fahrer-Kommunikation vereinfachen ließe. „Wir denken derzeit darüber nach, wie wir mit Hilfe der Apps unsere Prozesse noch weiter digitalisieren können“, sagt Hebesberger.

Bildquelle: Resch GmbH Internationale Möbeltransporte

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DV-Dialog Logistik
news-21915 Thu, 31 Jan 2019 11:13:22 +0100 Docuware meldet Cloud-Erfolge http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/docuware-meldet-cloud-erfolge-21915/ Anfang 2019 hatten sich mehr als 2.000 Docuware-Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen für das Software as a Service (SaaS)-Modell entschieden. Damit wuchs die Zahl der Unternehmen, die sich für Docuware Cloud entschieden haben, im Jahr 2018 um 53 Prozent. Dr. Michael Berger, der seit Anfang dieses Jahres als Geschäftsführer die Geschicke des Unternehmens lenkt, legte mit der Einführung des Web Clients vor elf Jahren den Grundstein für ein echtes Cloud-System. Inzwischen haben mehr als 100.000 Anwender Docuware Cloud lizenziert, ein Plus von 100 Prozent gegenüber 2017. Die Anzahl der dort abgelegten Dokumente wuchs im vergangenen Jahr um 124 Prozent auf 112 Mio. Dateien.

Insgesamt ist die Cloud-Lösung mittlerweile in 158 Ländern im Einsatz. Es gibt Implementierungen mit vier, aber auch mit weit über 1.000 Anwendern, die in der Cloud von der einfachen Archivierung bis hin zum anspruchsvollen Management abteilungsübergreifender Geschäftsprozesse unterschiedlichste Aufgaben erledigen. Zwischen 2016 und 2018 stieg die User-Zahl pro Kunde um 37 Prozent, die Zahl der archivierten Dokumente pro Kunde sogar um 126 Prozent.

Unternehmen, die Docuware Cloud einsetzen, verteilen sich über Nord- und Südamerika (42 Prozent) sowie die Regionen DACH (27 Prozent) und EMEA / RoW (31 Prozent). Im Jahr 2018 entschied sich wie schon im Jahr zuvor fast die Hälfte aller Neukunden für das SaaS-Modell im Vergleich zur On-Premises-Lösung.

Erfolge mit dem Cloud Partner-Programm

Zum Erfolg in der Cloud beigetragen haben zwei neue Programme, die Docuware im Jahr 2018 gestartet hat. Zum einen konnten über das neue Cloud Partner-Programm in Deutschland zahlreiche neue Partner gewonnen werden, die sich ausschließlich auf den Vertrieb der Cloud-Technologie des Unternehmens konzentrieren. Zum anderen stieß die Einführung der Kinetic Solutions bei den etablierten Partnern und Kunden des Unternehmens auf großes Interesse. Durch diese vorkonfigurierten Cloud-Lösungen – momentan verfügbar für Rechnungsverarbeitung und Personalmanagement – lässt sich die Implementierungszeit auf wenige Stunden verkürzen. In diesem Jahr wird DocuWare sein Cloud Partner-Programm auch in den USA anbieten und weitere Cloud-basierte vorkonfigurierte Lösungen auf den Markt bringen.

Auf den eingangs erwähnten Web-Client, der im März 2008 auf den Markt kam, folgte bereits im Jahr 2012 die erste SaaS-basierte Public-Cloud-Lösung des Unternehmens unter dem Namen Docuware Online. Heute heißt sie Docuware Cloud und verfügt laut Geschäftsführer Max Ertl „über den vollständigen Funktionsumfang der etablierten On-Premises-Lösung“. Um den Kunden „weltweit höchste Verfügbarkeit, Datensicherheit und Skalierbarkeit zu bieten“, komme als Plattform dafür Microsoft Azure zum Einsatz.

 

Bildquelle: Lea Sommerhäuser, Docuware

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DV-Dialog Cloud
news-21887 Mon, 28 Jan 2019 19:16:13 +0100 Cloud-Projekt bei Trelleborg http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/cloud-projekt-bei-trelleborg-21887/ Trelleborg AB, der aus einer Gummifabrik entstandene schwedische Kunststoff-Konzern, will durch die weltweite Einführung der SAP Sales Cloud für länderübergreifende Transparenz sorgen. Größte Herausforderung im Projekt war es, über 50 Non-SAP-Systeme, u.a. Lösungen auf der AS/400 wie J.D. Edwards, mit unterschiedlichsten Release-Ständen in die Sales- und die ebenfalls eingeführte Service-Cloud zu integrieren. Außerdem wird die Marketing-Cloud mit SAP C/4 Hana genutzt. Eine globale Produkt- und Kundendatenbank, mit der weltweit knapp 1.500 Beschäftigte einheitlich arbeiten, war lange ein Wunschtraum der Manager von Trelleborg Sealing Solutions (TSS). Nach mehreren vergeblichen Anläufen mit gekauften On-premises-CRM-Systemen und später auch Eigenentwicklungen setzt der Hersteller von Präzisionsdichtungen, Lagern und Polymer-Formteilen nun auf die SAP Sales Cloud. Die Entscheidung fiel nach einem Proof of Concept, den die CRM-Experten der Maihiro GmbH, Ismaning, durchführten.

Die Konzerntochter TSS zählt über 5.800 Beschäftigte in weltweit 28 Produktionsstätten und neun Forschungs- und Entwicklungszentren in Europa, Amerika und Asien. Das frühere On-premises-CRM-System war zwar global im Einsatz, vermochte jedoch nicht, die Vertriebsprozesse zu harmonisieren bzw. zu standardisieren. Die einzelnen Bereiche hatten – obwohl sie global zusammenarbeiten – keine gemeinsame Systembasis, um sich über globale Kunden auszutauschen. Angebote wurden aus unterschiedlichen Applikationen heraus erzeugt, insgesamt fehlte eine länderübergreifende Transparenz.

Prozesse im Vertrieb weltweit harmonisiert

Nachdem TSS-Eigenentwicklungen keine Besserung brachten, fiel die Entscheidung für eine Cloud-Software, die weltweit ausgerollt werden sollte. Mit der SAP Sales Cloud ist Trelleborg Sealing Solutions nun in der Lage, seine Prozesse im Vertrieb weltweit zu harmonisieren, Presales und Marketing enger in das Lead-Management zu integrieren und die bereichsübergreifende Kooperation zu fördern.

Ergebnis ist ein deutlich besseres Verständnis der Kundenbedürfnisse. Der Projektpartner Maihiro verband die Sales Cloud mit den bei TSS bestehenden Lösungen, u.a. mit einem Preisfindungstool. Dies ermöglicht einheitliche Angebotsprozesse inklusive Pricing in einem einzigen System. Integriert wurde ferner ein externes Workflow-Tool zur einfachen Kundenanlage und -änderung.

Größte Herausforderung im Projekt war es, über 50 Non-SAP-Systeme, u.a. Lösungen auf der AS/400 bzw. IBM Power i, mit unterschiedlichsten Release-Ständen in die neue Cloud-Lösung zu integrieren. Themen wie eine nicht harmonisierte Stammdaten-Struktur (Produkt- und Kundendaten), das fehlende zentrale User Management und ein unklares Dateneigentum („no clear data ownership“) galt es im Zuge des Projekts zu lösen.

Mindset“ für kundenorientiertes Denken

Nach Abschluss des Rollouts haben inzwischen knapp 1.500 Beschäftigte Zugriff auf eine globale Produkt- und Kundendatenbank. Maihiro war für TSS nicht nur CRM-Implementierungspartner, sondern arbeitete auch an der neuen CRM-Strategie mit. Diese nutzt nicht nur dem Vertrieb, sondern dient als „Mindset“ für ein kundenorientiertes Denken abteilungsübergreifend im gesamten Unternehmen.

„Erstmals können wir Lead-Quellen für eine strategische Marketingplanung auswerten und die Anzahl an Leads pro Quelle als konkreten KPI generieren“, zieht Florian Bischof, Projektleiter der CRM-Einführung bei TSS. Auch den Anteil der Leads, umgewandelt in Interessenten, Opportunities und Angebote, können wir detailliert messen.”

Im Rahmen einer weiterführenden IT-Strategie wurde ferner ein Datenmodell entwickelt, das zum künftigen S/4-Hana-System passt. Es wurden außerdem TSS-Prozessspezifika an die standardisierte SAP Sales Cloud adaptiert; auch unter Einsatz eigener Maihiro-Add-ons; dazu zählt z.B. die Groupware-Integration Maiconnect.

Bildquelle: Trelleborg

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Berthold Wesseler DV-Dialog CRM