DV-Dialog https://www.it-zoom.de/dv-dialog/news/ DV-Dialog – Fachzeitung für IBM Business Systems, System i, AS 400 de ©2019 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH Mon, 21 Oct 2019 17:25:17 +0200 Mon, 21 Oct 2019 17:25:17 +0200 TYPO3 EXT:news news-24218 Sat, 19 Oct 2019 17:20:02 +0200 iPaaS der nächsten Generation http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/ipaas-der-naechsten-generation-24218/ Mit Oneio hat die iTSM Group einen neuen Partner gefunden, dessen Technologie die Integration neuer Anwendungen, Lieferanten und Dienstleister in das IT-Servicemanagement von Unternehmen erheblich vereinfacht. Als Cloud-basierter Integration-Hub ermöglicht Oneio Serviceintegrationen – ohne Code schreiben oder sich auf fragile API-Verbindungen verlassen zu müssen. Oneio bietet viele Standardkonnektoren zu Servicenow, SAP, IBM, CA, BMC, Microsoft, Salesforce, Jira, HP, Ivanti, USU und viele andere; die Integration und Verwaltung externer Dienstleister wie Atos, Fujitsu, Accenture, IBM oder CGI ist ebenfalls über standardisierte Schnittstellen möglich. So können auch die Kosten für die API-Entwicklung eingespart werden.

„Die Integration von Anwendungen und Daten sowie externer Dienstleister sind heute große Herausforderungen für das IT-Service-Management“, sagt Siegfried Riedel, CEO der iTSM Group. „In der Regel sind es nicht die Kosten für die Entwicklung von Schnittstellen, die schmerzen, sondern der daraus resultierende Zeitverlust bei der Bereitstellung neuer Dienste. Ob Cloud oder On-Premise - ein hohes Maß an Agilität ist heute unerlässlich, um einen Wettbewerbsvorteil zu erreichen, auszubauen oder einfach nur zu erhalten.“

„Wenn man von A nach B will, kann man ein Entwicklerteam einstellen und ein Auto konstruieren, oder man kann ein Taxi rufen“, ergänzt Juha Berghäll, CEO der finnischen Firma Oneio Cloud Oy. „Wir sind sozusagen das IT-Service-Management-Taxi und freuen uns, mit der iTSM Group einen kompetenten und erfahrenen Chauffeur für die DACH-Region und die Niederlande gefunden zu haben.“

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Berthold Wesseler DV-Dialog Servicemanagement und Helpdesk
news-24192 Thu, 17 Oct 2019 15:43:51 +0200 Praktikable Alternativen gefragt http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/praktikable-alternativen-gefragt-24192/ Wenn Mitarbeiter mit Kunden oder Kollegen Whatsapp benutzen, dann ist das spätestens seit Inkrafttreten der DSGVO ein Problem. Viele Unternehmen gehen mit ihrer digitalen Kommunikation zu sorglos um, warnt Sascha Wellershoff, Vorstand der Virtual Solution AG in München – und erklärt, was eine sichere Whatsapp-Alternative auszeichnet. Für Mitarbeiter ist Whatsapp ein bequemes und nützliches Tool: Besonders wenn es um zeitkritische Projekte oder Abstimmungen geht, wird dank schneller, direkter Kommunikation einfacher. Deshalb wird Whatsapp gerne auch in Unternehmen genutzt, die genau deshalb vor Herausforderungen stehen: Datenschutz, Datensicherheit und der Schutz vor Schadsoftware spielen gerade auf mobilen Geräten eine wichtige Rolle für die Sicherheit von Firmen- und Kundendaten.

Aus rechtlicher Sicht ist Whatsapp äußerst problematisch: Der Messenger liest die Adressbücher der Mitarbeiter inklusive E-Mail-Kontakten und Telefonnummern von Kollegen, Kunden und Partnern aus und gibt diese Daten an die Konzernmutter Facebook weiter. Darüber hinaus erfasst der Dienst Metadaten von den Usern, mit deren Hilfe persönliche Benutzerprofile erstellt werden können.

Beides ist im Rahmen der DSGVO strikt verboten: Die europäische Datenschutzrichtlinie schreibt vor, dass personenbezogene Daten nicht einfach ohne Zustimmung verarbeitet und weitergegeben werden dürfen; eine Einwilligung der betroffenen Personen dürfte allerdings in den seltensten Fällen vorliegen.

Bei Verstößen drohen empfindliche Sanktionen – die Haftung erstreckt sich dabei nicht nur auf firmeninterne, abgesicherte IT-Strukturen, sondern gilt übergreifend. Es ist daher völlig unverständlich, warum Unternehmen wegen Whatsapp einen Gesetzesbruch und damit hohe Strafzahlungen riskieren. Eine schnelle, benutzerfreundliche Kommunikation in Unternehmen ist wichtig – und durch eine sichere Messenger-Lösung mit folgenden Eigenschaften auch möglich, ohne mit der DSGVO in Konflikt zu geraten:

  • Durchgängige Verschlüsselung: Die Daten sollten nicht nur über den kompletten Transportweg verschlüsselt werden (End-to-End), sondern auch lokal auf dem Endgerät, sodass der Anbieter keinen Zugriff hat.

  • Anonymität beim Chatten: Die Kontakte im Adressbuch werden nicht im Klartext an den Anbieter übermittelt oder gespeichert. Genauso wenig darf der Anbieter die Nutzer tracken oder Profile erstellen.

  • Höchste Konformität: Ein deutscher Anbieter agiert unter deutscher Rechtsprechung und unterliegt dem strengen deutschen Datenschutz. Das bedeutet keine Speicherung von personenbezogenen Daten außerhalb der EU und Betrieb nur in ISO-zertifizierten Rechenzentren in Deutschland.

  • Mehr Features: Neben dem Versenden von Nachrichten können auch Dateien, Bilder, Videos, Sprachnachrichten sowie Standorte geteilt werden. Zudem sollten Nachrichten zeitversetzt versendet, Messages mit hoher Priorität versehen und Abwesenheitsnotizen automatisiert verschickt werden können. Selbstzerstörung von Nachrichten erhöhen nochmal die Datensicherheit.

  • Gleiches Image: Der Messenger sollte auch vom Desktop oder dem Notebook aus genutzt werden können.

Unternehmen und vor allem ihre Mitarbeiter müssen also keineswegs auf die nützlichen Funktionen eines Messengers verzichten. Nur ist eine datenhungrige Lösung wie Whatsapp mit einem Mutterkonzern in den USA keine gute Wahl.

Bildquelle: Virtual Solution AG / Privat

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DV-Dialog Unified Communication + Collaboration
news-24186 Thu, 17 Oct 2019 12:38:35 +0200 Prozesse visualisieren zum Nulltarif http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/prozesse-visualisieren-zum-nulltarif-24186/ Die Ricoh-Tochter Docuware, ein Anbieter von Dokumenten-Management und Workflow-Software aus Germering bei München, stellt mit dem „Process Planner“ ein webbasiertes Tool vor, mit dem sich Prozessdiagramme sehr einfach erstellen lassen. Es ist kostenlos und erfordert laut Geschäftsführer Dr. Michael Berger keine Vorkenntnisse. Wenn es um die gute Planung und Darstellung von Arbeitsabläufen geht, kann deren Visualisierung deutlich helfen. Diese Erfahrung hat Docuware in Tausenden von Implementierungen seiner Dokumentenmanagement- und Workflow-Software gemacht. „Wir haben eines der einfachsten Tools entwickelt, mit dem sich Geschäftsprozesse als Diagramme darstellen lassen,“ sagt Geschäftsführer Berger. „Es gibt keine Hemmschwelle, das Tool ist selbsterklärend. Jeder kann sofort damit arbeiten.“

Dank Drag&Drop-Funktionen lassen sich mit dem Process Planner beliebige Prozesse, wie beispielsweise das Onboarding eines neuen Mitarbeiters oder das Erstellen eines Verkaufsangebots, als Flussdiagramme abbilden. Mehrere Personen können dann in Echtzeit an diesen Diagrammen arbeiten – einfach und überall via Browser.

Ebenso ist es möglich, die Diagramme als PDF- oder PNG-Dokument abzuspeichern. Das Tool setzt dazu keinerlei Kenntnisse über Workflow-Standards oder Erfahrungen mit Diagrammlösungen voraus. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen, die nicht über die personellen oder finanziellen Ressourcen für komplexe Diagramm-Software verfügen, bekommen damit laut Berger ein nützliches Werkzeug an die Hand. Die Erstellung von Diagrammen zur Erläuterung des Informationsflusses sei der erste Schritt, um Kernprozesse wirklich zu verstehen und dann auch optimieren zu können.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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DV-Dialog Business Process Management
news-24178 Wed, 16 Oct 2019 18:41:05 +0200 Ferndiagnose per Smart-Control http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/ferndiagnose-per-smart-control-24178/ Unter dem Namen Smart-Control bietet Hörmann eine internetbasierte Fernüberwachung von Schnelllauftoren an. Damit ermöglicht der Hersteller von Türen und Toren deutliche Einsparungen bei den Betriebskosten und geht einen großen Schritt in Richtung Industrie 4.0. Im Einsatz sind SAP und eine IT-Landschaft mit über 120 LPARs auf Power8-Systemen, davon ca. 80 Prozent mit IBM i (OS/400) sowie die Enterprise Storage-Architektur mit IBM/EMC-Geräten wie DS8000, V7000 oder Vmax 950. Mit der neuen IoT-Lösung – IoT steht kurz für „Internet of Things“ – schafft der langjährige AS/400-Anwender Hörmann die Basis für Ferndiagnosen, eine präventive Instandhaltung, technische Analysen sowie einen optimierten Kundendienst bei Störungen. Über die „Cloud der Dinge“, die IoT-Cloudplattform der Deutschen Telekom, werden die Schnelllauftore mit dem Internet vernetzt.

Diese Vernetzung ermöglicht die permanente Überwachung der Schnelllauftore, um unerwartete Störungen an der Toranalage zu vermeiden. Mithilfe des Smart-Control-Systems kann der Zeitpunkt für den Austausch von Verschleißteilen frühzeitig erkannt werden, wodurch Stillstandzeiten der Toranlage verhindert werden können. Eine gesetzlich vorgeschriebene, regelmäßige Wartung ist jedoch auch nach einer präventiven Instanthaltung nach wie vor erforderlich.

Vereinfachte Fehlersuche bei Störungen

Smart-Control vereinfacht auch die Fehlersuche bei Störungen deutlich. Fehlercodes werden automatisch von der Torsteuerung an das Webportal gesendet und per Ferndiagnose analysiert. Mit diesen Informationen kann die Reparatur vor Ort gezielt unterstützt werden: Der Techniker kann schon bei der ersten Anfahrt zum Kunden die passenden Werkzeuge und Ersatzteile mitnehmen, wodurch eine zweite Anfahrt häufig vermieden werden kann.

Aus Sicherheitsgründen ist ein direkter Eingriff in die Torsteuerung über das Portal nicht möglich. Sämtliche Aktivitäten, die von der Hörmann-Serviceabteilung über die Cloud angestoßen werden, müssen manuell vom Betreiber am Tor bestätigt werden. Somit erfordert jede Änderung die ausdrückliche Einwilligung des Besitzers.

Die Feldtests mit mehr als 600 Toren in ganz Deutschland hatten gezeigt, dass Hörmann so den Kundendienst spürbar entlastet. „Wir verzeichnen weniger Noteinsätze und weniger doppelte Anfahrten zum Kunden“, sagt Rüdiger Bierhenke, Verkaufsleiter Industrietorsysteme, Verladetechnik und Zufahrtskontrollsysteme bei Hörmann. „Durch die gestiegene Effizienz in der Wartung amortisieren sich die Kosten für das System durchschnittlich schon mit dem zweiten Serviceeinsatz.“

In den schnelllaufenden Spiraltoren und den Speed-Sectionaltoren gehört Smart-Control bereits zum serienmäßigen Lieferumfang. Zukünftig soll Smart-Control auch für weitere Hörmann Industrietore verfügbar sein.

Bildquelle: Hörmann

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DV-Dialog Cloud
news-24171 Wed, 16 Oct 2019 16:04:13 +0200 Ein globales Werk http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/ein-globales-werk-24171/ Global agierende Unternehmen, die wie die Sihl-Gruppe nicht organisch, sondern über Merger & Akquisitionen gewachsen sind, müssen ihre ERP-Systeme nicht vereinheitlichen, um die Prozesse zwischen den einzelnen Standorten zu optimieren. Eine organisatorische Herausforderung ist die mehrstufige Produktion an den drei Standorten in Europa und USA mit unterschiedlichen Rezepturen, die in vielen langen Stücklisten hinterlegt sind. Ein neuer Bedarf an Endprodukten löst folglich viele Bedarfe in der Beschaffung und vorgelagerten Produktion aus – und dies werksübergreifend.

Eigenständige IT-Systeme

Bisher agierten die Standorte weitestgehend eigenständig – und pflegten im Grunde nur Kunden/Lieferantenbeziehungen, die einzig und allein über das Bestellwesen via ERP-System gehandhabt wurden. Es gab über die Standorte hinweg folglich wenig Trans­parenz bei den globalen Beständen.

Zwar konnten über das jeweilige ERP-System am Standort die Bestände aggregiert werden. Es bestand aber nicht die Möglichkeit, eine Transparenz bezüglich der Fertig- und Halbfabri­kate sowie Chemikalien herzustellen. Auch deshalb wurde die Produktion einzelner Artikel vergleichsweise unkontrolliert und eher nach Augenmaß und Bauchgefühl zurück- oder hochgefahren, weil genaue Bestandsinformationen und exakte Planbedarfe fehlten.

Für eine einheitliche ERP-Lösung hätte man allerdings zwei von drei Systemen aufgeben müssen. Das hätte immense Change-Management-Prozesse ausgelöst und Standorte über Monate oder gar Jahre stark belastet. Entschieden hat man sich deshalb für den Einsatz der Supply-Chain-Management-Systems Diskover SCO der SCT GmbH, das an alle drei ERP-Lösungen andockt, um die Planungs- und Dispositionsmethoden zu vereinheitlichen. Das geht deutlich schneller, kostet nicht so viel und liefert zudem auch noch exaktere Daten. Nun wird der gesamte Bedarf mit Diskover auf Basis einer täglich aktualisierten Bedarfsprognostik global disponiert – und dann gehen die Planbedarfe wieder an die ERP-Systeme zurück.

Über die Sihl-Gruppe

Sihl ist ein international aktiver Hersteller von Medien für den weltweit schnell wachsenden Digital-Druck-Markt – vom Fotopapier über Tapeten und Kunstdruckmedien bis hin zu Tickets, Etiketten und Verpackungen. Dazu kommen innovative, prozessunterstützende Dienstleistungen; hieran arbeiten täglich weltweit über 450 Mitarbeiter an den Hauptstandorten in Bern, Düren und Fiskeville bei Boston/USA. 2018 erzielte Sihl 125 Mio. Euro Umsatz und lieferte über 60.000 Sendungen an über 1.000 Kunden weltweit.

Bildquelle: Sihl

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DV-Dialog ERP
news-24170 Wed, 16 Oct 2019 15:27:56 +0200 Software-Roboter für die Generation Z http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/software-roboter-fuer-die-generation-z-24170/ Beim Einsatz von Robotic Process Automation in deutschen Firmen gilt: je größer, desto RPA. Im Kampf um Nachwuchskräfte sollten aber auch Mittelständler nicht auf die Hilfe von Software-Robotern verzichten. Denn RPA ist in Deutschland längst angekommen: Die Hälfte aller Firmen hat bereits erste Pilotprojekte angedacht oder um­gesetzt. Im Mittelstand nutzt aber nicht einmal jede sechste Firma RPA, so das Ergebnis einer aktuellen Studie.

Damit lassen die Mittelständler eine große Chancen links liegen: Sie verzichten auf wertvolle Hilfe im „War for Talents“. Im Kampf um die begehrten Nachwuchskräfte sind sie gegenüber den „Global Playern“ erst einmal im Nachteil. Es ist ja kein Geheimnis, dass viele junge Menschen vor allem in bekannten Konzernen ihre Traumarbeitgeber sehen.

Mit Hilfe von RPA können Mittelständler diesen natürlichen Wettbewerbsnachteil ausgleichen, indem sie sich als moderner und attraktiver Arbeitgeber präsentieren. Gerade jüngere Berufseinsteiger, die Angehörigen der Generation Z, sind es als sogenannte „Digital Natives“ gewohnt, sich bei der Organisation ihres Privatlebens von digitalen Helferlein unterstützen zu lassen. Dasselbe erwarten sie sich deshalb auch von ihrem Arbeitsplatz.

Zudem ist die Generation Z bekannt für ihre Aversion gegen Tätigkeiten, die ihr sinnlos erscheinen. Denkt sie an ihr Berufsleben, wünscht sie sich vor allem kreative Aufgaben. Mit RPA können Unternehmen ihnen die Aussicht geben, von den bürotypischen simplen, immer wiederkehrenden und nervtötenden Routinetätigkeiten verschont zu bleiben. Stattdessen winken Arbeitsplätze, an denen man sich verstärkt auf anspruchsvolle Aufgaben konzentrieren kann, die echten Hirnschmalz erfordern. Das kann am Ende durchaus das Zünglein an der Waage sein.

Bildquelle: UiPath GmbH

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DV-Dialog Business Process Management
news-24168 Wed, 16 Oct 2019 15:09:05 +0200 Helpsystems findet neue Miteigentümer http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/helpsystems-findet-neue-miteigentuemer-24168/ Das beschleunigte Wachstum von Helpsystems überzeugte die strategischen Investoren TA Associates und Charlesbank Capital Partners, sich an dem amerikanischen Anbieter von Software für Systemmanagement, Sicherheit und Analytics zu beteiligen. Diese beiden Firmen gesellen sich damit zu den bisherigen Investoren – HGGC, Geschäftsleitung und Mitarbeiter – hinzu. Über die Höhe der Beteiligung wurde ebenso wenig bekannt wie über andere finanzielle Bedingungen der Transaktion. Helpsystems wurde 1982 von Dick Jacobson gegründet, ist seit dem Launch der AS/400 sechs Jahre später im AS/400-Markt verwurzelt, aber auch schon lange plattformübergreifend aktiv, und seit vielen Jahren – auch dank zahlreicher Firmenübernahmen – auf Wachstumskurs. Zusammen mit HGGC, dem seit 2018 engagierten Mehrheitsaktionär, wollen die beiden neuen Investoren das Wachstum des global aktiven Anbieters von Cybersicherheits-, Automatisierungs- und Business-Intelligence-Software unterstützen.

„Heute hat Helpsystems einen wichtigen Meilenstein erreicht“, sagte Kate Bolseth, die im Juli als Chief Executive Officer von Helpsystems Chris Heim abgelöst hatte. Heim, der Ende 2014 Janet Dryer abgelöst hatte, fungiert nun als „Executive Chairman“. Außerdem beförderte Helpsystems den langjährigen Manager Jim Cassens, zuletzt „Executive Vice President“ für M&A und das internationale Geschäft, zum Präsidenten – hat also eine neu formierte Führungsspitze.

Neue Führungsspitze formiert

CEO Bolseth sieht die beiden „langfristig denkenden und angesehenen Wachstumsinvestoren, die unser Geschäftsmodell beide vollumfänglich unterstützen“, als eine „wirklich einzigartige Gelegenheit“ an. Sie ist fest davon überzeugt, dass so das Wachstum beschleunigt wird und die Investoren helfen können, in weitere Märkte vorzustoßen und sich bietende Chancen wahrzunehmen.

Über die genauen Beteiligungsverhältnisse ist nichts bekannt, außer dass HGGC im vergangenen Jahr als Mehrheitseigner eingestiegen war. Damals behielten aber die Alteigentümer - H.I.G. Capital, Split Rock Partners, Führungskräfte und Mitarbeiter – Anteile. Im Zuge dieses Deals vom März 2018 kam auch Pamplona Capital Management als weiterer Minderheitsaktionär an Bord.

Mit dem Einstieg von TA Associates und Charlesbank Capital Partners ändern sich nach dem Verkauf von durch Jacobson im Jahr 2005 für seinerzeit 40 Mio. Dollar die Eigentumsverhältnisse bei Helpsystems schon zum sechste Mal gravierend. Immer wieder war das Ziel, durch den Ausbau der Produktpalette und der globalen Präsenz das Wachstum des Unternehmens weiter zu beschleunigen. Heute werden nach Firmenangaben rund 17.000 Unternehmenskunden von knapp 800 Mitarbeitern und vielen Partnern betreut.

Weiteres Wachstum angestrebt

„Helpsystems hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt und ein erhebliches Wachstum erlebt. Das Cybersicherheitsgeschäft hat sich stark ausgeweitet und die führende Cross-Plattform und die Produkte für Automatisierung und sichere Datenübertragung wurden verbessert“, erklärte Harry D. Taylor, Managing Director bei TA Associates, der gemeinsam seinem Kollegen, Senior Vice President Michael M. Libert, künftig dem Board of Directors von Helpsystems angehören wird. „Wir freuen uns sehr über die Chance, in dieses großartige Unternehmen […] zu investieren“, so Hiren V. Mankodi, Managing Director bei Charlesbank Capital Partners und ebenfalls künftiges Mitglied des Board of Directors. „Helpsystems ist gut für fortgesetztes Wachstum aufgestellt und wir freuen uns darauf, diese Dynamik und sein breit gefächertes Angebot an IT-Produkten und -Lösungen für seinen wachsenden Kundenstamm weiter auszubauen.“

„Unsere Partnerschaft mit HGGC hat uns geholfen, innovativ zu denken und unseren Kunden einen breiter angelegten und stärkeren Lösungssatz bereitzustellen“, wird auch Präsident Cassens in der Presseinformation zitiert. „Die Größe unseres Unternehmen hat sich alle paar Jahre verdoppelt – und wir sind davon überzeugt, dass es zusätzlich große Chancen gibt, unser Portfolio für die mehr als 17.000 Kunden weiter zu verbreitern. Mit diesen zusätzlichen Investitionen von TA und Charlesbank wollen wir unsere bekannte Tradition fortsetzen, genau auf unsere Kunden zu hören und ihnen außergewöhnliche Software bereitzustellen, die für sie […] maßgeschneidert ist und ihnen außerdem bei der Bewältigung komplexer Herausforderungen hilft.“

„Wir sind sehr zufrieden mit unserer Investition in Helpsystems und wir freuen uns, dass TA und Charlesbank nun hinzukommen, denn das Team von Helpsystems bringt einen sehr wirksamen Ansatz zur Automatisierung, Optimierung und Sicherung von Systemen auf den Markt, auf die Firmen sich tagtäglich verlassen können“, vermerkte John Block, Partner bei HGGC. Die Transaktion werde voraussichtlich schon im November 2019 abgeschlossen, vorbehaltlich der üblichen aufsichtsrechtlichen Zustimmungen und Abschlussbedingungen.

Bildquelle: Helpsystems

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Berthold Wesseler DV-Dialog Betriebssystem IBM i
news-24151 Mon, 14 Oct 2019 12:55:38 +0200 HCL, die neue Heimat für IBM Notes http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/hcl-die-neue-heimat-fuer-ibm-notes-24151/ Der IT-Konzern HCL hat zum 1. Juli etliche Software-­Produkte rund um Lotus Notes, wie es ursprünglich hieß, von IBM erworben. Die Rede ist nun nicht mehr von IBM Collaboration Solutions, sondern von den HCL Digital Solutions. Nachdem der indische HCL-Konzern Ende Juni die Produktfamilie rund um Lotus Notes, wie die ­Software ursprünglich hieß, von IBM erworben hat, sind Anfang September auch viele deutsche IBM-Mitarbeiter aus diesem Bereich im ­Rahmen eines Betriebsübergang zu HCL gegangen. Allen voran ging ihr Chef Dr. Thomas ­Zeizel, der seit dem 1. September als „Associate Vice President & Head of HCL Software D-A-CH“ diesen neuen Geschäftsbereich des weltweit tätigen IT-­Konzerns in Deutschland, Österreich und der Schweiz leitet. Mit ihm sprachen wir da­rüber, was sich damit für die Kunden und Partner ändert – und was so wie gewohnt bleiben soll.

Denn mit dem Übergang haben die Lösungen rund um Notes, Domino, Sametime und Connections nach langem Hin und Her endlich eine neue Heimat gefunden. Der neu gegründete Software-Bereich hat da­rüber hinaus noch die Produkte DX/Portal, Commerce, Appscan, Unica, Verse und Bigfix übernommen. Alle werden ausnahmslos weiterentwickelt.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 9-10/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Auch in Deutschland ist der Betriebsübergang umgesetzt. Seit dem 1. September gibt es hierzulande den Bereich HCL Software, so dass Kunden und Partner wieder aus­sagefähige Ansprechpartner haben – laut Zeizel, Leiter dieses Bereiches, in der Regel sogar „diejenigen Personen, die sie auch bisher betreut haben, denn fast alle haben den Betriebsübergang akzeptiert“. Da HCL wachsen wolle, müsse auch das Team wachsen; folglich gebe es ab sofort offene Stellen. Außerdem seien in Deutschland praktisch alle relevanten Partner unter Vertrag; weltweit sind es über 1.600.

Im Gespräch mit DV-Dialog macht Zeizel deutlich: Künftig wird es keine nervigen Software-Audits und keine teuren Re-Instatements mehr geben. Stattdessen setzt HCL auf ein neues Lizenzmodell, das auf wirkliche Nutzung abhebt, einen stark vereinfachten Produktkatalog und besseren Support. Man wolle im Markt deutlich stärker präsent sein als die IBM bisher. Und Zeizel verspricht: Kunden sollen zufrieden sein!

Aber was ist das alles ohne Produkte mit überzeugender Roadmap, die mehr ist als nur Powerpoint. „Es muss geliefert werden“, betont Zeizel. „Wir bei HCL haben das verstanden. Wir haben nicht 1,8 Mrd. Dollar ausgegeben, um das Portfolio abzuwickeln, sondern wir sind hier, um uns dauerhaft am Markt zu etablieren!“ Dass man verstanden habe, sei schon bei der Entwicklungspartnerschaft mit IBM bei Notes und Domino V10 unter Beweis gestellt worden. Jetzt komme im 4. Quartal die nächste Version der gesamten Collaboration Produktpalette auf den Markt – wie von nun an immer einmal im Jahr, mit Feature-Packs zwischendrin, typischerweise einmal im Quartal.

Auch bei der Anwendungsentwicklung tut sich vieles. Es geht laut Zeizel darum, drei Gruppen von Anwendungsentwicklern effektiver zu unterstützen: profes­sio­nelle Entwickler, einfache Nutzer aus den Fachabteilungen, die wenig von Programmierung kennen und gestandene Notes-Entwickler, die ihre Anwendungen modern halten möchten.

Herr Dr. Zeizel, wer oder was ist HCL?
Dr. Thomas Zeizel
: HCL ist vermutlich das unbekannteste Multi-Milliarden-Dollar IT-Unternehmen, das momentan in Deutschland aktiv ist. Gegründet vor über 40 Jahren von Shiv Nadar in Indien, ist aus dem Start-up ein rasant wachsendes, globales Unternehmen mit mehr als 8,6 Mrd. Dollar Jahresumsatz geworden. Vor anderthalb Jahren beschäftigte HCL noch 125.000 Menschen, heute sind es bereits über 140.000 in insgesamt 44 Ländern dieser Welt.

HCL ist also definitiv ein „Global Player“ – und die am 1. Juli formierte HCL Software Group vom Start weg Nummer 20 im globalen ­Software-Geschäft. HCL ist aber schon lange im Software- und Service-Geschäft tätig. So bieten wir etwa Anwendungs­entwicklung und -modernisierung an, aber auch „Application Maintenance“ – inklusive Services wie „Business Assurance“ und Testing. Dabei kann es um eigenentwickelte Lösungen der Kunden gehen, aber auch um Standard­software von SAP, Microsoft oder Oracle.

HCL arbeitet darüber hinaus mit vielen anderen Herstellern zusammen und liefert denen Software zu. Zum Beispiel ist bereits seit 1996 eine enge Zusammenarbeit mit Cisco, in deren Rahmen in Chennai das erste Offshore-Entwicklungszentrum errichtet wurde. Waren dort anfangs 30 Ingenieure beschäftigt, ist das heute mit über 1.100 Mitarbeitern die größte Entwicklungsstätte für Cisco außerhalb der USA. Auch mit dem langjährigen Partner IBM gibt es mehrere „Intellectual Property“-Agreements, z.B. beim „Rapid Application Development“ im Rational-Umfeld oder bei Informix. Das heißt auch: Wir verfügen über mehr als genügend Know-how, um die Entwicklung unserer eigenen Software wirtschaftlich zu voranzutreiben.

Deshalb kam vor einigen Jahren die Idee auf, dass HCL auch eigene Software-Produkte, etwa im Bereich Collaboration, anbieten könnte. Die Frage war: Wie kommt man dazu? Geschieht das durch eine Eigenentwicklung von Null an, dauert das Jahre. Um Zeit zu sparen, hat sich HCL am Markt nach guten Produkten umgeschaut, die nicht mehr unbedingt im Fokus ihrer Hersteller standen. Die Idee war, eine solche Software zu kaufen, um dann auf dieser Basis ein ­eigenes ­Software-Portfolio zu entwickeln und die ­Produkte dann zu neuer Blüte zu führen.

Fündig geworden ist HCL bekanntermaßen bei der IBM, die Notes und Domino schon seit Jahren „stiefmütterlich“ behandelte...
Zeizel
: So kann man das ausdrücken! Ich weiß, wovon ich rede, denn ich habe die letzten fünfeinhalb Jahre bei IBM Deutschland diesen Bereich geleitet. Die Investitionen, die wir uns alle gewünscht hätten, hat es leider nicht ­gegeben. Das hat auch HCL gesehen – und dann beim langjährigen Partner einfach angefragt, ob er nicht diese Produkte verkaufen möchte…

Der Zeitpunkt war vermutlich günstig, weil IBM ja parallel stolze 34 Mrd. Dollar in die Übernahme von Red Hat investiert hat, die ja refinanziert werden müssen.
Zeizel
: Mag sein. Vielleicht war es aber auch ganz einfach nur so, dass man bei IBM die strategischen Schwerpunkte verschoben hat, wie es in dem seit über 100 Jahren erfolgreichen Konzern immer mal wieder passiert. Der Verkauf an den langjährigen Partner HCL war dann nur eine willkommene Chance, sich mit Anstand aus diesem Geschäft zurückzuziehen und dafür auch noch gutes Geld zu bekommen. Die ­Gespräche hierzu begannen im August 2018 und am Nikolaus­tag wurde der Verkauf angekündigt. Seit dem 1. Juli ist er vollzogen, nachdem alle Behörden zugestimmt hatten.

HCL hat 1,8 Mrd. Dollar in den Erwerb u.a. der IBM Collaboration Solutions investiert, nicht um sie abzuwickeln, sondern um damit Wachstum zu erzielen. Investiert wurde auf fundiertem Hintergrund, denn man kennt die Produkte bei HCL aus dem Effeff. Schon seit Oktober 2017 wurde ja die Entwicklung von Notes und Domino im Auftrag der IBM vorangetrieben. Jetzt haben wir für diese und weitere Produkte den Software-Bereich neu gegründet.

Wie groß ist die neue HCL Software Group?
Zeizel
:  Hier sind weltweit bereits mehr als 2.000 Collaboration-Experten aktiv. In der Region ­D-A-CH sind wir zurzeit zwar nur knapp 30 Mitarbeiter. Das liegt aber im Wesentlichen daran, dass der Vertrag nicht an allen Stellen einen Übergang der Mitarbeiter vorsah.

Deshalb stellen wir jetzt kräftig neue Mitarbeiter und Mitarbei­terinnen ein. Und das nicht nur hierzulande, sondern weltweit. So bauen wir zum Beispiel gerade ein neues „Development Center“ in Manila auf, um nach dem Prinzip 24x7/Follow-the-Sun Software entwickeln zu können. Allein in Manila suchen wir momentan über 300 IT-Fachkräfte. Die notwendigen Investitionen sind langfristig geplant – und entsprechende Budgets vorhanden.

Sowohl unser Top-Management als auch unsere Entwicklungszentrale sind übrigens in Chelmsford bei Boston an der Ostküste der USA angesiedelt – ganz in der Nähe des Ortes, an dem Mitch Kapor 1982 Lotus Development gegründet hatte. Wir unterhalten weitere Entwicklungslabore in Austin/Texas, sowie an der Westküste der USA und es gibt auch Entwickler in Deutschland. Dabei geht es nicht nur um die Collaboration-Produkte Notes, Domino, Connections, Sametime und Verse, sondern um alle Produkte, die wir von IBM übernommen haben. Also werden dort auch DX/Portal, Commerce, Appscan, Unica und Bigfix weiter entwickeln. Und für all diese genannten Produkte bin ich im deutschsprachigen Raum verantwortlich.

Wird denn das Produktportfolio weiter wachsen, etwa durch Zukäufe?
Zeizel
: Zu etwaigen Zukäufen möchte ich nichts sagen – das werden Sie und Ihre Leser sicher verstehen. Sagen kann ich nur soviel: Das wird sicher nicht das Ende der Fahnenstange sein, was wir an Software-Produkten anbieten.

Der Kauf von Notes & Co. ist jedenfalls ein smarter Deal, würde ich sagen – weil HCL nicht nur die Produkte und das geistige Eigentum erworben hat, sondern auch die Kunden. Weltweit sind das immerhin allein für Notes und Domino mehr als 40.000 Unternehmen.

Kann man Kunden kaufen? Vor allem auch solche, die nicht mehr aktiv die Nutzung der Produkte vorantreiben?
Zeizel
: Das ist ein juristisches Thema. Wir sind ja für jeden Kunden der Rechtsnachfolger der IBM in seinem Lizenz- und Wartungsvertrag. Damit sind diese ehemaligen IBM-Kunden nun HCL-Kunden. Das Gros dieser Kunden goutiert diesen Wechsel auch.

Warum?
Zeizel
: Weil die Kunden sehen, dass HCL ­massiv in die Produkte investiert. Und die Produkte sind alles andere als veraltet. Ich weiß, wovon ich rede, denn HCL ist ein großer Service-­Partner von Microsoft mit einem signifikanten jähr­lichen Umsatzvolumen in diesem Bereich. Und ich arbeite an meinem Schreibtisch nicht nur mit Notes, sondern auch mit Outlook. Da sehe ich als User keine nennenswerten Klassenunterschiede in der Bedienbarkeit oder in der Funktionalität. In beiden Welten wird letztlich nur mit Wasser gekocht.

HCL investiert momentan ganz massiv in das User-Interface, um Defizite, die man Notes nachsagt, endgültig vom Tisch zu wischen. Wir wollen bei allen Kunden wieder Begeisterung und Engagement für unsere Produkte wecken. Daran arbeiten wir intensiv. Und wir erweitern unser Marketing, denn den Kunden soll bewusst werden, was wir alles für sie entwickelt haben – und was noch kommen soll.

Für letzteres gibt es verlässliche und langfristige Roadmaps. Und es wird pünktlich geliefert, wie wir mit dem Launch von Domino V10 im vergangenen Oktober unter Beweis gestellt haben. Diese Roadmaps teilen wir ebenso mit den ­Kunden wie unsere Ideen, in welche Richtung die Entwicklung langfristig laufen könnte und wo wir die Akzente setzen wollen.

Umgekehrt haben wir auch schon ein Portal eingerichtet, über das Kunden Verbesserungen und Produktideen vorschlagen und miteinander diskutieren können. Das sind nur zwei Beispiele dafür, dass wir jetzt viel enger mit den Kunden zusammenarbeiten als bisher.

Welche Ziele hat HCL Software in Deutschland? Es gilt ja, den neuen Schwung und die vielen Ideen zu nutzen, die jetzt umgesetzt werden sollen...
Zeizel
: Erstmal fangen wir ja nicht bei Null an, sondern können auf das bisherige IBM-Geschäft aufbauen. Die Mitarbeiter und Partner sind ja an Bord geblieben und neu vitalisiert. Wir intensivieren den Kontakt zu unseren Kunden, informieren sie und besuchen sie nach Möglichkeit auch. Unsere Kunden sollten – außer durch Verbesserungen – von dem Eigentümerwechsel nichts bemerken, weil der Dank intensiver Vorbereitung weitgehend nahtlos geklappt hat. Zudem sind wir jetzt flexibler und haben mehr Freiheiten als früher. Außerdem gibt es bei uns ein eigenes Renewal-Team, das „schlafende“ Kunden wieder aktivieren soll.

Was meinen Sie damit?
Zeizel
: Ich meine Kunden, die z. B. Notes und Domino noch nutzen, sich aber in letzter Zeit den Wartungsvertrag gespart haben. Unser Nahziel ist es, unsere bisherigen Kunden von unserer Strategie und den neuen Produkt-Roadmaps zu überzeugen, so dass sie unser Portfolios intensivier nutzen als bisher. Es gibt nach dem Übergang überhaupt keinen Grund mehr den Produkten, die jetzt mit viel Neuem kommen, den Rücken zuzukehren. Ganz im Gegenteil! Dabei müssen wir allerdings immer wieder gegen falsche Gerüchte und Unwahrheiten ankämpfen, die im Markt scheinbar gezielt gestreut werden. Wir dagegen wollen als ehrliche und faire Partner unserer Kunden wahrgenommen werden.

Warum haben aktive Notes- und Domino-Anwender keinen Wartungsvertrag mehr?
Zeizel
: Weil das zwei sehr stabile Produkte sind, weil die Wartung Geld kostet und weil die Kunden bei IBM die entsprechende Gegenleistung in Form von Weiterentwicklung vermisst hatten. Das konnten wir in der kurzen Zeit seit Ende 2017 für Notes und Domino bereits ändern. Aktuell können wir  63 Prozent mehr Kunden von Abschluss eines Wartungsvertrages überzeugen, als in den zurückliegenden IBM-Zeiten. Diese Kunden sagen: „Die Roadmap überzeugt, es lohnt sich hier wieder zu investieren – ich steige wieder ein.“ Darum werden wir uns in den kommenden Quartalen besonders intensiv kümmern.

Gibt es außer der Roadmap noch Argumente?
Zeizel
: Ja. Wir liefern. Die Kunden sollten sich unser aktuelles Angebot und unsere Pläne möglichst einmal intensiv anschauen – wobei wir auch gern helfen, auch vor Ort bei den Kunden. Vor allen Dingen dann, wenn sie sich schon länger nicht mehr damit beschäftigt haben. Schon heute kann man ja den Applikations-Server Domino nicht nur mit Lotusscript programmieren, sondern seit der Version 10 auch mit Javascript; das eröffnet eine neue Perspektive auf dem Arbeitsmarkt für Software-Entwickler, denn auch die jungen können nun Domino aktiv auch für Neuentwicklungen nutzen.

Der Domino-Server, der weiterhin in punkto Zuverlässigkeit und Sicherheit überzeugt, kann heute also auch von ganz „normalen“ Hochschulabsolventen programmiert und verwaltet werden - spezielles „Lotus“-Know-how ist nicht mehr erforderlich. Wobei wir natürlich kompatibel bleiben, Lotusscript weiter unterstützen und damit sicherstellen, dass Millionen Domino-Anwendungen nicht teuer migriert werden müssen, sondern über vergleichsweise einfache Modernisierungen weiterhin einen großen Mehrwert für ihre Unternehmen liefern. Und das ist nur ein Beispiel von vielen.

Was auch wichtig ist: Uns freut es natürlich, wenn Kunden wieder einen Wartungsvertrag unterschreiben. Sie müssen daher auch keine Wartungsgebühren nachzahlen, wie es bei IBM in Form der „Re-Instatements“ üblich war. Und selbstredend muss der Kunde die Lizenzen auch kein zweites Mal erwerben, wie manch anderer Herstellern es fordert, sondern kann einfach die Wartung zu normalen Konditionen wieder aufnehmen. Dieses Angebot gilt vorerst für zwei Jahre, gerechnet ab dem 1. Juli 2019.

Welche neuen Optionen bietet HCL denjenigen Kunden an, die eine funktionierende Notes/Domino-Infrastruktur betreiben, diese aber modernisieren oder erweitern wollen?
Zeizel
: Nach der im vergangenen Oktober lancierten Version 10 von Notes und Domino, die HCL ja bereits für IBM entwickelt hatte, kommt jetzt im November die neue Version 11.

Fokussierte V10 mit Features wie den Selbstheilungsfunktionen, der neuen Domino Query Language und dem Appdev-Pack vor allem auf den Server und auf die Anwendungsentwicklung, geht es bei V11 in erster Linie um das Front-End. Zu den wichtigsten Neuerungen werden Veränderungen an der Bedienoberfläche zählen, die aber nur erste Schritte in Richtung einer modernen „User Experience“ sind.

Im nächsten Jahr wird es einen Thin-Client für Mails und Apps geben, der im Browser läuft, aber mit der Nomad-Technologie, mit der man heute bereits mit Domino-Anwendungen unverändert auf iPads arbeiten kann. Mit V11 wird Nomad auch für iPhones und Android kommen.

Zu Domino V11 wird etwas später auch ein neuer, Browser-basierter „Low Code“-Builder kommen – Codename Leap. Das erweitert die Anwendungsentwicklungsmöglichkeiten von Domino sozusagen „nach unten“ – also dorthin, wo Notes mal begonnen hatte, jetzt allerdings im Browser.

Zur Version 12, die für 2020 geplant ist und an der wir schon arbeiten, ist zu sagen, dass wir insbesondere an einer stärkeren Verzahnung arbeiten – nicht nur von Notes und Domino, sondern von all unserer Software. Dabei schlagen wir grundsätzlich andere Wege als IBM ein, denn wir wollen wirklich offene Produkte anbieten, die unsere Kunden möglichst einfach auch in ihren IT-Infrastrukturen nutzen können. Darüber reden wir zurzeit mit allen wichtigen Anbietern, von Microsoft über Google und Salesforce bis hin zu einer SAP, um unsere Software zukünftig viel tiefer in deren Produkte zu integrieren.

Wie hält es denn HCL mit der Cloud? Ist „on prem“ noch ein Thema für Sie?
Zeizel
: Ja, absolut! Hier sehen wir ein sehr großes Differenzierungspotential. Wir bieten das komplette Spektrum an: von on prem über Partner-geführte Cloud-Lösungen bis zu eigenen Cloud-Angeboten – und das wird auch so bleiben. Wir zwingen niemanden in die Cloud! Hierzu arbeiten wir aktuell an weiteren Ankündigungen.

Wurde die Preisgestaltung für die Software-Lizenzen geändert?
Zeizel
: Da gab es einige Verwirrung im Markt, denn an manchen Stellen war von einer massiven Preiserhöhung die Rede. Das stimmt absolut nicht – ganz im Gegenteil: Wir haben nicht die geringste Absicht, unsere Preise zu erhöhen.

Was stimmt ist einzig und allein, dass wir bei Renewal-Kunden den zuletzt gezahlten Preis zugrunde legen und dann einen Inflationsausgleich aufschlagen. Das halte ich für fair – auch mit Blick auf unseren Verzicht auf ein Re-Instatement. Bei bestehenden Verträgen oder bei Neulizenzen bewegen wir uns exakt im gewohnten Rahmen. Alles andere würde auch keinen Sinn machen, denn damit würden wir uns vermutlich aus dem Markt kegeln.

Was ich zum Thema Lizenzen noch anfügen möchte: Bei IBM gab es zuletzt signifikanten Wildwuchs unterschiedlichster Lizenzvarianten. Hier streben wir nun eine deutliche Reduktion, also viel mehr Klarheit, an. Nach diesem „Ausmisten“, wenn ich das mal so flapsig sagen darf, wird es viel einfacher werden, sich aus unserem Angebot zu bedienen.

Geplant ist auch, dass wir voll und ganz auf Compliance-Audits bei Kunden verzichten ­wollen – also ganz anders agieren als es bei vielen ­Software-Herstellern gang und gäbe ist. Wir wollen das Thema vielmehr softwareseitig abfangen, sodass der Kunde sehr einfach jederzeit erkennen kann, wo er über- oder unterlizenziert ist.

Herr Dr. Zeizel, vielen Dank für das Interview!

Bildquelle: HCL Technologies, Dr. Peter Schütt

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Berthold Wesseler DV-Dialog Unified Communication + Collaboration
news-24150 Mon, 14 Oct 2019 12:00:06 +0200 Portolan EVM folgt auf MAS90 http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/portolan-evm-folgt-auf-mas90-24150/ Die G. Staehle GmbH, ein Hersteller von Aerosoldosen und Reinigungsmaschinen, hat in nur drei Monaten die Rechnungswesen-Software MAS90 durch Portolan EVM abgelöst – und damit die alte „Green Screen“-Lösung durch eine Anwendung mit moderner und funktioneller Oberfläche. Das 1899 als Dosen- und Plakatfabrik in Bad Cannstatt gegründete Familienunternehmen G. Staehle ist langjähriger Anwender der ERP-Lösung Xpert des US-Konzerns Infor (früher XPPS von Rembold + Holzer). In den Bereichen Finanzbuchhaltung, Anlagenbuchhaltung und Controlling kam ergänzend der auf IBM i basierende Green-Screen-Klassiker MAS90 im Einsatz, der zu Jahresbeginn durch Portolan EVM erfolgreich abgelöst wurde.

Neben den Annehmlichkeiten einer grafischen Oberfläche mit diversen Exportfunktionen (z. B. Excel) war auch die funktionale Tiefe und Breite der Portolan Anwendung sowie die vorhandene hohe Integrationstiefe zu Xpert ausschlaggebend für die Ablösung der MAS90-Buchhaltung.

Produktivstart drei Monate nach Projektbeginn

Nur drei Monate nach Projektbeginn konnte die Finanzbuchhaltung zum 1. Januar 2019 in den Produktivbetrieb gehen. In diesem Zeitraum wurden:

  • die zu migrierenden Daten vorbereitet und überarbeitet
  • Eingangs- und Ausgangsrechnungen aus Infor parametrisiert
  • Debitoren und Kreditoren wurden hierbei mit den neuen Standardprogrammen von Portolan integriert
  • die standardisierte Lohn- und Gehaltsschnittstelle von Infoniqa implementiert
  • das Reporting eingerichtet
  • Kostenstellen und Kostenträger definiert.

Die Schulung der Mitarbeiter erfolgte hierbei in abgestimmten Workshops basierend auf einem eigenen Datenbestand. Außerdem wurde auch die Anlagenbuchhaltung erfolgter Testierung des Jahresabschlusses 2018 zum 1. Januar 2019 übernommen. Ein weiterer Ausbau/Automatisierung von Prozessen in diesem Zusammenhang ist hierbei schon berücksichtigt worden: die Interaktion von Projektabrechnung und Anlagenbuchhaltung – Stichwort „aktivierte Eigenleistung“.

Weitere Potenziale

Für Staehle sieht der kaufmännische Leiter Philipp Betz weitere Potenziale, die mit Portolan genutzt werden können; ein kontinuierlicher Ausbau bzw. eine Automatisierung von bisher manuellen Arbeiten kann ohne zusätzliche weitere Drittsoftware gewährleistet werden. Angedacht sind zzum Beispiel die Buchung der Kontoauszüge (CAMT, MT940), der Versand von Geschäftsbriefen per Mail, Bereitstellung User-basiertem Berichtwesen auf Tablet/Browser und ein integriertes Liquiditätsmanagement.

„Die Anwendung bietet zukünftig viele Möglichkeiten, um die Abläufe noch effizienter zu gestalten und die Transparenz weiter zu erhöhen“, zieht Betz eine erste Zwischenbilanz, zufrieden sowohl mit dem Funktionssspektrum der neuen Anwendung als auch mit ihrer Flexibilität und der „Nutzerfreundlichkeit beim täglichen Arbeiten“. Auch die Umsetzungsgeschwindigkeit des Projektteams der Heilbronner Portolan Commerce Solutions GmbH in der kurzen Einführungszeit habe überzeugt.

Bildquelle: G. Staehle GmbH

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Berthold Wesseler DV-Dialog FIBU REWE Controlling
news-24142 Fri, 11 Oct 2019 14:59:09 +0200 WMD erhält Zuwachs aus der Branche http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/wmd-erhaelt-zuwachs-aus-der-branche-24142/ Mit Richard Luckow und Andreas Matthias Röhl sind seit September zwei erfahrene ECM-Spezialisten für den weiteren Geschäftsausbau an Bord des Softwareherstellers aus Ahrensburg. Luckow kam von Easy, Röhl von Top Image Systems. Mit der deutlichen Erweiterung ihres xSuite-Portfolios vergrößert die WMD Group ihr Angebot für Bestands- und Neukunden – und trägt dem jetzt durch den Zugewinn zweier Vertriebsprofis Rechnung. Richard Luckow und Andreas Matthias Röhl sollen das WMD-Geschäft im deutschen Markt künftig weiter voranbringen; beide wurden im September eingestellt.

Luckow, der auch Expertise speziell im Bereich der ECM-Integration in ERP-Systeme wie z.B. SAP, Microsoft Dynamics oder IFS einbringt, soll neben seiner Tätigkeit als Key-Account-Manager eine neue Niederlassung in Frankfurt/Main aufbauen und diese leiten, mit Verantwortung für Rhein-Main und Baden-Württemberg. Er arbeitet seit 25 Jahren im Vertrieb, davon die letzten 20 Jahre im ECM-Markt. Zuletzt war er Geschäftsführer für Vertrieb und Consulting bei Easy Software Deutschland.

Röhl verstärkt das Vertriebsteam am Standort Dortmund und soll als Senior-Key-Account-Manager vor allem Neukunden überzeugen. Er blickt auf langjährige Erfahrung im In- und Ausland zurück und ist spezialisiert auf den Vertrieb von DMS- und Workflow-Lösungen, insbesondere im Umfeld SAP-integrierter Procure-2-Pay-Anwendungen. Bei Top Image Systems in Köln war er zuvor seit 2013 „Sales Director SAP Solutions“. Frühere Stationen waren I.R.I.S. Product and Technologies (Standort London) sowie Kofax Deutschland.

WMD wurde 1994 gegründet, beschäftigt heute 190 Menschen und bietet mit seiner Informationsmanagement-Plattform xSuite ganzheitliche Lösungen in den Bereichen digitale Posteingangsverarbeitung, workflowgestützte Rechnungs-, Bestell- und Auftragsbearbeitung, Akten- und Vertragsmanagement sowie Archivierung an. Betreut werden nach eigenen Angaben über 1.100 Installationen, davon mehr als 700 im Bereich SAP. Das Softwarehaus ist in Europa, Asien und den USA aktiv und erwirtschaftete 2018 mehr als 31 Mio. Euro Gesamtumsatz.

Bildquelle: WMD Group GmbH

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Berthold Wesseler DV-Dialog Leute
news-24141 Fri, 11 Oct 2019 14:14:27 +0200 Firmengründer Heyde wird Aufsichtsrat http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/firmengruender-heyde-wird-aufsichtsrat-24141/ Ab sofort verstärkt Maximilian Brandl (Foto) den Vorstand der Salt Solutions AG. Zusätzlich soll er ab dem 1. April 2020 die Rolle des CEO bei dem Würzburger SCM-Projekthaus übernehmen, während der derzeitige CEO, Firmengründer Dieter Heyde (72), zu diesem Termin in den Aufsichtsrat wechselt. Brandl war zuvor als Managing Director für Rittal Software Systems bei der Friedhelm Loh Group tätig. Dort leitete er als CEO für Eplan und Cideo die Vertriebs-, Marketing-, Beratungs-, Schulungs- und Softwareentwicklungsstrategie mit den Schwerpunkten Industrie 4.0, Internet of Things, Cloud und Digitalisierung. Zuvor war der Physiker bei SAP Deutschland als Mitglied der Geschäftsleitung und bei Boston Consulting Group als Senior Manager mit verschiedenen Führungsaufgaben betraut.

Brandl soll Strategie und Angebotspalette der Logistikexperten für die Digitalisierung der gesamten „Supply Chain“, entwickeln die Würzburger doch maßgeschneiderte Lösungen zur Optimierung der Wertschöpfungsketten für Unternehmen aus Industrie und Handel. „Mit Maximilian Brandl haben wir einen Experten für uns gewinnen können, der in allen relevanten Bereichen substanzielle Erfahrungen gesammelt hat“, sagte Firmengründer Dieter Heyde. „Wir schlagen ein neues Kapitel auf und freuen uns auf die Arbeit mit ihm, auf seine Ideen und sein Know-how, von dem unsere Kunden und auch unser Unternehmen selbst in hohem Maße profitieren werden.“

Wechselvolle Geschichte

Bereits Anfang 2017 hatte Heyde mit Umfirmierung der GmbH zur AG entscheidende Weichen gestellt, um die langfristige Eigenständigkeit des Unternehmens zu sichern. Dazu hat er die wirtschaftliche Verantwortung für das Unternehmen direkt mit den handelnden Personen verknüpft – sprich: die Aktien bleiben in den Händen des operativen Managements. „Wir haben den Grundsatz, dass alle Aktien im Führungskreis bleiben, fest in der Satzung verankert. Damit senden wir ein starkes Signal an unsere Mitarbeiter, Kunden und Partner, die sich nach der Rechtsformänderung wie gewohnt auf unser Versprechen ‚Wir kümmern uns‘ verlassen können“, so Heyde damals. Und er schloss einen Verkauf von Anteilen an andere Unternehmen, Investoren oder Personen außerhalb des Unternehmens aus.

Dieter Heyde hatte bereits 1971 die Unternehmensberatung Heyde AG mit Hauptsitz in Bad Nauheim gegründet, die zu den Highflyern des Neuen Marktes gehörte und im Jahr 2000 weltweit etwa 1.800 Mitarbeiter beschäftigte, dann aber 2002 Insolvenz anmeldete und in der Firma Inconso aufging, die heute zum Körber-Konzern gehört. Heyde gründete dann seine neue Firma Salt Solutions, die vergangenes Jahr 63,3 Mio. Euro Umsatz erzielte und aktuell über 600 Mitarbeiter an den Standorten Dresden, München, Stuttgart und Würzburg beschäftigt. Zu den Kunden gehören Lufthansa, Daimler, BMW, Coca-Cola, Otto Group, Würth sowie viele „Hidden Champions“, darunter auch etliche Midrange-Anwender wie etwa Knauf.

Bildquelle: Salt Solutions AG

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Berthold Wesseler DV-Dialog Leute
news-24140 Fri, 11 Oct 2019 11:12:56 +0200 SAP künftig ohne Bill McDermott http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/sap-kuenftig-ohne-bill-mcdermott-24140/ Urplötzlich gab SAP heute morgen – direkt nach Verkündung der guten Quartalsergebnisse – den Rücktritt des Amerikaners William Richard „Bill“ McDermott (geb. 1961) als CEO bekannt. Er hatte das Amt vor fast zehn Jahren angetreten – am 8. Februar 2010 gemeinsam mit Co-CEO Jim Hagemann Snabe. Jetzt folgt auf ihn mit den Vorstandsmitgliedern Jennifer Morgan und Christian Klein wieder eine Doppelspitze. SAP gab heute bekannt, dass McDermott „seinen Vertrag nicht verlängern“ wird und als CEO zurücktritt. Nach dem ruhmlosen Abgang seines Vorgängers Léo Apotheker war eine Doppelspitze die favorisierte Form der Führungsorganisation in Walldorf. Jetzt ist sie das wieder, nachdem Snabe nach einigen Unruhen 2014 in den Aufsichtsrat weggelobt worden war – auch wenn die Presseinformation unter der Überschrift „Verjüngtes Führungsteam stellt Weichen für die Zukunft“ nicht mit Lob für den alten CEO spart. Allerdings wird er in der heutigen Presseinformation zu den Quartalsergebnissen noch mit den Worten zitiert: „Die SAP setzt ihren Wachstumskurs mit voller Kraft fort. Unsere eindrucksvolle Umsatz- und Ergebnisentwicklung erfüllen mich mit Stolz. Vor uns liegt eine fantastische Zukunft!“

Ein neues Kapitel

Diese Zukunft findet nun ohne ihn statt. Einen Grund für den Rücktritt McDermotts, dessen Vertrag noch bis 2021 lief, nannte SAP bisher nicht, so dass spekuliert werden darf. Seit 2002 im Unternehmen, soll McDermott noch bis Ende des Jahres als „Berater“ im Unternehmen bleiben. „Jetzt ist der Moment gekommen, ein neues Kapitel aufzuschlagen“, wird er in der Presseinformation zitiert. Die spricht auch von „zehn erfolgreichen Jahren als Vorstandsvorsitzender“.

Das dürften manche Kunden, Mitarbeiter und auch Aktionäre anders sehen, hat er doch durch seine kostspielige Akquisitionsstrategie einen enormen Schuldenberg aufgetürmt, viele altgediente SAPler vergrault oder entlassen – und durch seine Lizenzpolitik, die hohen Preise und vor allem den Zwang zur Migration in Richtung S/4 Hana die Kunden verärgert.

Vielsagend ist die Überschrift der Presseinformation, dass auf dem Weg in die von McDermott angesprochene „fantastische Zukunft“ das verjüngte Führungsteam offenbar erstmal einige Weichen anders stellen muss. Das dürfte Kunden, Mitarbeiter, Aktionäre und auch Partner erfreuen. Bei diesem Team handelt es sich um die Vorstandsmitglieder Jennifer Morgan (geb. 1971) und Christian Klein (geb. 1980), die mit sofortiger Wirkung und mit Zustimmung des Aufsichtsrats als seine Nachfolger und Co-CEOs ernannt worden sind. Das habe die „langfristige Nachfolgeplanung des Aufsichtsrats“ so vorgesehen, heißt es.

Die nächste Wachstums- und Innovationsphase

Prof. Dr. Hasso Plattner, Vorsitzender des Aufsichtsrats, dankte McDermott und gratulierte Jennifer Morgan und Christian Klein zu ihrer Beförderung. Bereits vor einem Jahr hätte er mit McDermott beschlossen, „die Aufgabenbereiche der beiden zu erweitern und sie somit gründlich auf eine Führungsrolle an der Unternehmensspitze vorzubereiten. Wir sind davon überzeugt, dass sie über die Fähigkeiten und die Vorstellungskraft verfügen, um SAP gemeinsam mit uns in die nächste Wachstums- und Innovationsphase zu führen.“

McDermott äußerte sich in der Presseinformation „zuversichtlich, dass Jennifer und Christian hervorragende Arbeit leisten werden“. Er freue sich „darauf, sie in den verbleibenden Wochen des Jahres 2019 zu unterstützen und ihnen dabei zu helfen, den Grundstein für 2020 und die folgenden Jahre zu legen. Jedem Kunden, Partner, Aktionär und Kollegen, der SAP sein Vertrauen geschenkt hat, kann ich nur meinen herzlichen Dank und meinen anhaltenden Respekt aussprechen.“

Mit der formellen Zustimmung des Aufsichtsrats aktiviert das Unternehmen seinen Nachfolgeplan für Führungskräfte, der auf Kontinuität und die Stärkung des Führungsnachwuchses setzt und formal 2020 starten wird. „Jennifer Morgan und Christian Klein ergänzen sich perfekt und werden starke Co-CEOs sein. Dieses Führungsmodell hat sich bei SAP bereits bewährt, dies belegen mehrere Beispiele in der Vergangenheit“, ergänzt Plattner.

Stärkung des Heimatmarkts der SAP?

Seit 2004 bei SAP, gehört Morgan dem SAP-Vorstand seit 2017 an. Zuletzt war sie Präsidentin der „Cloud Business Group“ und leitete die Bereiche Qualtrics, Success Factors, Ariba, Fieldglass, Customer Experience und Concur. Klein, der vor zwanzig Jahren seine Karriere als Student bei SAP begann, ist heute Chief Operating Officer des Unternehmens. Darüber hinaus leitet er die Produktentwicklung von S/4 Hana. Zuvor war er Chief Financial Officer von Success Factors und Chief Controlling Officer von SAP. Er ist seit 2018 Mitglied des SAP-Vorstandes. „SAP verfügt über das umfassendste Lösungsportfolio der gesamten Branche“, sagte Klein. „Uns eröffnet sich die beispiellose Chance, den Kreis zu schließen und unseren Kunden das intelligente Unternehmen zu liefern.“ Man darf gespannt sein, ob das gelingt – oder ob das nur ein Zirkelschluss ist.

Vielsagend ist auch das DSAG-Statement zum neuen SAP-Führungsteam. Für Marco Lenck, Vorstandsvorsitzender der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe, kam der Rücktritt des CEO überraschend. „Wir wünschen ihm alles Gute für seine kommenden Aufgaben und danken ihm für den gemeinsamen Weg“, so Lenck, der gleichzeitig Klein zu seiner neuen Rolle als Co-CEO beglückwünscht. „In seiner Ernennung sehen wir eine Stärkung des Heimatmarkts der SAP. Wir haben Christian Klein in der bisherigen Zusammenarbeit als dialogbereiten, kundennahen Gesprächspartner erlebt und freuen uns darauf, die Zusammenarbeit im Sinne der SAP-Anwender im deutschsprachigen Raum weiter zu intensivieren."

Bildquelle: SAP

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Berthold Wesseler DV-Dialog Leute IT-Director
news-24138 Thu, 10 Oct 2019 12:57:03 +0200 Verstärkung aus Japan http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/verstaerkung-aus-japan-24138/ Viele Wege führen in die digitale Zukunft. Der japanische Konzern SMC will die spannende Reise in Richtung Industrie 4.0 jetzt gemeinsam mit Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen fortsetzen. Um die Industrie der Zukunft aktiv gestalten zu können, ist der Hersteller elektrischer und pneumatischer Automatisierungslösungen der auf der letzten Hannover Messe Industrie von sieben europäischen Firmen gegründeten Open Industry 4.0 Alliance beigetreten. Der im April formierten industrieweiten OI4.0 Alliance gehören neben Automatisierungsexperten wie SMC Deutschland auch Softwareentwickler, Messgerätehersteller und Robotik-Produzenten an.

„Daten und Informationen sind das Lebenselixier der Industrie 4.0. Mit ihrer Hilfe wird die Produktion künftig noch sparsamer und effektiver“, sagt Christian Ziegler, Manager Digital Business Development bei SMC. „Deshalb wollen wir künftig gemeinsam mit den Mitgliedern der Allianz Lösungen für eine digitalisierte Industrie entwickeln und so große Potenziale bei der Effizienz und Produktivität erschließen.“

Eine Allianz für die Digitalisierung

Die OI4.0 Alliance setzt sich bewusst divers zusammen. „Die Digitalisierung betrifft alle Bereiche der Industrie, von der Softwareentwicklung bis zum Maschinenbauer“, sagt Ziegler. „Wir erhalten immer mehr Anfragen nach aufeinander abgestimmten Angeboten. Die Kunden wollen sich nicht in einem immer unübersichtlicheren Markt verlieren, sondern ein systematisches, klares Konzept erhalten.“

  • Deshalb arbeiten bei der OI4.0 Alliance Unternehmen aus verschiedenen Branchen zusammen und lernen voneinander. Das Ziel: ein ganzheitliches Konzept für Industrie 4.0-Anwendungen. Christian Ziegler: „Oft fehlt bisher noch die Durchgängigkeit vom ERP-System zur Shop-Floor-Ebene. Diese wollen wir mit den vorhandenen Technologien herstellen.“ Konkret arbeite die Allianz daran, folgende Themen zu realisieren und zu verbessern:

  • Digitale Inbetriebnahme mit automatischem Onboarding

  • Datenmanagement mit durchgehender Semantik

  • Technologie-Durchgängigkeit und APIs

  • Kosteneffektivität.

„Wir bei SMC wollen unsere große Erfahrung in die OI4.0 Alliance einbringen, von unseren Partnern lernen und so neue Erkenntnisse in unsere Produktentwicklung einfließen lassen“, betont Christian Ziegler. „Davon profitieren unsere Kunden, denen wir als Verband neue, ganzheitlich kompatible Lösungen für die digitalisierte Industrie anbieten können.“

Die Open Industrie 4.0 Alliance strebt an, dass bis zu 80 Prozent der Maschinen in einer Smart Factory die „gleiche Sprache sprechen“. Der offene und interoperable Lösungsansatz in vier Teilen plus zugehörigem Dienstleistungsangebot soll für Unternehmen jeder Größe interessant sein, versprechen die Gründungsmitglieder Beckhoff, Endress+Hauser, Hilscher, ifm, Kuka, Multivac und SAP.

Proprietäre Insellösungen überwinden

Die Allianz steht grundsätzlich jedem Unternehmen offen, so dass beispielsweise Balluff, Gebhardt, Pepperl+Fuchs, Schmidtsche Schack, Samson oder Wika bereits Mitglieder geworden sind. Die Mitglieder wollen erklärtermaßen ein standardisiertes und offenes Ökosystems für den Betrieb hochautomatisierter Fabriken und Anlagen schaffen – und zwar unter Einbindung von Logistik und Services.

Damit will die Allianz proprietäre Insellösungen überwinden und der Digitalen Transformation der europäischen Industrie den entscheidenden Schub geben. Die Firmen planen – zusammen mit den zukünftigen Mitgliedern – auf Basis existierender Standards wie I/O Link, OPC UA und RAMI – ein sogenanntes „Open Industry 4.0 Framework“.

Die SMC Deutschland GmbH bietet ein Produktspektrum vom Ventil bis zum Temperiergerät mit mehr als 12.000 Basismodellen und über 700.000 Varianten. Zielmärkte des Unternehmens mit Sitz in Egelsbach bei Frankfurt am Main finden sich unter anderem in der Automobil-, Elektro- und Photovoltaik-, Medizin-, Verpackungs- und Lebensmittelindustrie sowie im Werkzeugmaschinenbau, der Robotik und der Automation. SMC erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018/19 einen Umsatz von 170 Mio. Euro und beschäftigt bundesweit mehr als 740 Mitarbeiter.

Die deutsche Tochter gehört zur SMC Corporation mit Sitz in Tokio, die in 83 Ländern weltweit mit über 31 Produktionsstätten vertreten ist. Der Weltmarktführer für pneumatische Automatisierungstechnik mit einem Marktanteil von 36 Prozent erzielte im Geschäftsjahr 2018/2019 rund 4,5 Mrd. Euro Umsatz und beschäftigt global gut 19.750 Mitarbeiter.

Bildquelle: Gregor Schuster / SMC Deutschland

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Berthold Wesseler DV-Dialog Industrie 4.0 / MES
news-24137 Thu, 10 Oct 2019 11:37:39 +0200 „Freistilregeln“ an Exit-Points http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/freistilregeln-an-exit-points-24137/ Um mit dem Umfang und der Vielfalt der am IBM-i-Server anfallenden Protokoll- und Logdaten Schritt zu halten, hat Raz-Lee Security jetzt ein umfangreiches Software-Upgrade für die iSecurity Firewall angekündigt. Interessant sind zum Beispiel die neuen „Was-wäre-wenn“-Funktionen, um die das Exit-Point-Management für IBM i erweitert wurde. „Der technologische Fortschritt im Laufe der Jahre hat IBM dazu gezwungen, IBM i für Netzwerke zu öffnen. Diese Vielzahl von Schnittstellen und Protokollen führt zu neuen Bedrohungen“, wird Shmuel Zailer, CEO von Raz-Lee Security, in einer Pressemitteilung zitiert. Man habe es sich zur Aufgabe gemacht, Sicherheitslösungen für IBM i bereitzustellen, die Unternehmen vor den sich ständig ändernden Bedrohungen schützen. „Wir verbessern unser Produkt signifikant“, so Zailer weiter, „um eine neue Dimension von Komfort und Flexibilität zu erreichen.“

Die Firewall ist in der neuen Version 18.08 und kann bei Raz-Lee Security Deutschland und über die Geschäftspartner erworben werden. Das umfangreiche Software-Upgrade enthält u.a. die folgenden Verbesserungen:

  • Ein komplettes Was-wäre-wenn-System: Jetzt können Systemadministratoren die vorliegenden Aktivitätsprotokolle anhand geänderter Regeln überprüfen und feststellen, wie sich diese Änderungen auf die Ergebnisse auswirken. Geänderte Ergebnisse werden hervorgehoben. Dies erfordert keine Vorbereitung und ist auf alle Protokolle früherer Ereignisse anwendbar.
  • Simulation der Firewall-Ereignisse: Jetzt lässt sich das Verhalten der Firewall für jedes mögliche Ereignis testen. Der Systemadministrator gibt einen beliebigen Satz von Ereignisparametern ein – und sieht direkt, wie die Firewall darauf reagieren würde. Mit dieser Funktion muss er keine realen Ereignisse mehr vorbereiten, um die Regeln der Firewall zu testen.
  • Erweiterte Socket-Exit-Points: Die Kontrollmöglichkeiten der Firewall wurden um die drei Socket-Exit-Points „Accept“, „Connect“ und „Listen“ erweitert. Mithilfe dieser drei Exit-Points können Aktivitäten wie E-Mail, TCP, UDP (Versand von Datagrammen in IP-basierten Rechnernetzen), Ports und auch IP in geeigneter Weise kontrolliert werden.
  • Freistilregeln“ für alle Exit-Points vereinfachen die Steuerung und Kontrolle des Systemzugriffs. Diese Regeln werden für Exit-Points aktiviert; falls sie ein Ergebnis liefern, überschreibt das die Ergebnisse aller anderen Regeln. Diese zusätzliche Art von Regel ergänzt das mehrschichtige Firewall-Regelsystem, das für die meisten Situationen gut geeignet ist. Doch es gibt auch einige Situationen, die ohne eine vordefinierte Hierarchie von Überprüfungen besser zu schützen sind. Mit den neuen „Freestyle-Regeln“ kann nun jedes Attribut des Ereignisses mit einem vorgegebenen Wert verglichen werden. Vergleiche können z.B. auf Generic*, LIKE, LIST testen und prüfen, ob der aktuelle Wert als Element in einer extern frei definierbaren Gruppe enthalten ist. Diese Tests können mit „Und“ sowie „Oder“ zu logischen Ausdrücken kombiniert werden.
  • Arbeiten mit SQL Server-Datenbanken: Wenn es um Java- oder Windows-Zugriffe auf die Datenbank geht, kommen QZDASOINIT-Jobs zum Einsatz. Nach dem Update lassen sich mit der Firewall jetzt auch die Aktivitäten von QZDASOINT-Aufträgen konsequent überprüfen und steuern.
  • Server-Unterbefehle überspringen: Jeder Server arbeitet normalerweise auch mit „Unterbefehlen“, von denen einige nicht sicherheitskritisch sind. Solche Unterbefehlen können jetzt von der Prüfung durch die Firewall ausgeschlossen werden. Dies hilft, die Menge der Protokolldaten zu reduzieren – und so die Nadel schneller im Heuhaufen zu finden.

Auch in Deutschland sind die Updates ab sofort verfügbar, erklärte Robert Engel, Geschäftsführer der Raz-Lee Security GmbH in Rödental. „In der Pressemitteilung finden sich übrigens nur die Highlights der Neuerungen bei unserer Firewall“, betont Engel. „Wir arbeiten ständig und konsequent an Erweiterungen all unserer Module und bringen so im Jahr für jedes Modul oft mehrere Versionen auf den Markt.“ Der Preis für die Firewall richtet sich nach der Prozessorklasse des Servers. Der Einstiegspreis liegt für IBM i Systeme (P05) bei 5.000 Euro.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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Berthold Wesseler DV-Dialog Sicherheit
news-24133 Wed, 09 Oct 2019 15:16:59 +0200 Sechs Mythen über die Intralogistik http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/sechs-mythen-ueber-die-intralogistik-24133/ Dimitry Ellin, Head of Pre-Sales und Experte in Sachen Automation bei SSI Schäfer, schildert gängige Mythen der Automatisierung und erklärt, warum sie nicht immer der Realität entsprechen – und was es mit der Automatisierung wirklich auf sich hat. Eine Lagerautomatisierung hat viele Vorteile: Einerseits erhöht sie Effizienz und Geschwindigkeit in der Auftragsabwicklung, andererseits trägt sie verglichen mit rein manuellen Prozessen zur Kostensenkung bei und reduziert die Fehleranfälligkeit. Dennoch gibt es auch Bedenken, ob eine Automatisierung im konkreten Anwendungsfall die beste Lösung ist. Und es gibt einige Mythen, die sich leicht widerlegen lassen, wie man bei SSI Schäfer aus langjähriger weiß.

Mythos 1: Jeder braucht automatisierte Prozesse. Es mag für zukunftsorientierte Unternehmen den Anschein erwecken, dass die Implementierung vollumfänglich automatisierter Systeme für ausnahmslos alle Logistikzentren notwendig ist. Aber das trifft nicht immer zu. Bei einem kleinen Sortiment, einer geringen Anzahl von Waren oder einer geringen Lagerkapazität ist eine manuelle oder mitwachsende, teilautomatisierte Lösung in manchen Fällen die bessere Wahl. Gerade wenn eine zukünftige Expansion nicht geplant ist, kann es für Unternehmen oftmals effizienter sein, kleine Auftragsmengen teilautomatisiert oder manuell zu bearbeiten und abzuwickeln.

Mythos 2: Die Automatisierung aller Prozesse nimmt viel Zeit in Anspruch. Auf den ersten Blick erscheint eine vollständige Lagerautomatisierung recht zeitaufwändig – aufgrund von mehreren Gründen: Zuerst muss die benötigte Ausrüstung definiert, das erste Designkonzept entwickelt und die Lösung den Erwartungen und dem Budget des Kunden entsprechend ausgewählt werden. Erst anschließend können die Installations- und Inbetriebnahmeprozesse gestartet werden. Eine Automatisierung während des laufenden Anlagenbetriebs stellt eine besondere Herausforderung dar. Um sicherzustellen, dass ein reibungsloser Übergang erfolgt, ist eine sorgfältige Planung nötig. Dann können die Vorteile von automatisierten Systemen wie z.B. optimierter Lagerplatz, Skalierbarkeit und Ergonomie, bereits in der Bauphase ausgespielt werden. Eine Teil- oder Vollautomatisierung bestehender Logistikzentren ist natürlich zeitaufwändiger verglichen mit Greenfield-Projekten, sie kann aber bei laufendem Anlagenbetrieb durchgeführt werden. Daher empfiehlt es sich, die strategischen Unternehmenspläne und -erwartungen mit der Logistik bereits in der Projektplanungsphase mit dem Kunden abzugleichen, um nachhaltig zwischen einer Modernisierung der Bestandsanlage und einem Neubau abzuwägen.

Mythos 3: Automatisierung führt zum Kontrollverlust im Prozess. Im Gegenteil, Automatisierung führt mithilfe von Software zu mehr Kontrolle. Die eingesetzte Logistiksoftware überwacht die Prozesse und visualisiert detaillierte Informationen der verfügbaren Artikel. Sie visualisiert nicht nur die Anlage, sondern auch den Materialfluss, stellt Leistungskennzahlen dar und gibt umfangreiche Kontrollmöglichkeiten.

Mythos 4: Automatisierung erfordert personelle Änderungen. Eine Automatisierung oder Modernisierung des Lagers bedeutet nicht zwangsläufig zusätzliche Kosten oder hohen Zeitaufwand für die Schulung von Mitarbeitern oder gar deren Austausch. Automatisierte Logistikprozesse sind einfach zu bedienen dank benutzerfreundlicher Schnittstellen, sodass das Personal seine Handlungsanweisungen ohne umfassende Erfahrung oder Trainings ausführen kann und künftig mit verantwortungsvolleren Tätigkeiten betraut ist. Verglichen mit manuellen Prozessen ohne automatisierte Qualitätskontrolle sinkt die Fehlerwahrscheinlichkeit auf ein Minimum. Ein weiterer wichtiger Vorteil der Automatisierung ist das erhöhte Sicherheitsniveau – besonders wichtig z. B. bei Arbeiten im Hochregallager. Zudem ermöglicht das Ware-zur-Person-Prinzip höchste Kommissionierqualität, indem die Ware direkt an den Kommissionier-Arbeitsplatz geliefert wird.

Mythos 5: Die Integration aller Prozesse in ein einziges System ist zu schwierig. Was bei der Systemumstellung oftmals vernachlässigt wird, ist die Datenmigration bei der Einführung oder Umstellung auf ein hochautomatisiertes Lagersystem. Setzt ein Unternehmen bereits manuelle und teilautomatische Systeme zur Verwaltung von Lageraktivitäten ein, liegen wertvolle Informationen und Daten vor. Deren Migration muss mit einer fundierten Analyse gut vorbereitet werden – und ist umfangreich aber zielführend. Wenn ein Unternehmen bereits ein Warehouse Management System einsetzt, verläuft die Integration deutlich reibungsloser und schneller.

Mythos 6: Automatisierung ist immer zu teuer. Auf den ersten Blick erscheinen die Anschaffungskosten automatisierter Lösungen höher als der finanzielle Aufwand manueller Systeme. Ihr Einsatz bringt aber einen schnellen Return on Invest (ROI) mit sich. Je nach Umfang amortisieren sich die Kosten schon innerhalb von drei bis fünf Jahren vollständig. Es handelt sich um eine Investition in die Zukunft und daher ist Qualität ein entscheidender Faktor: Minderwertige Qualität kann langfristig zu kostspieligen Ausfallzeiten oder weiteren Ausgaben führen. Je nach Unternehmensstrategie und -entwicklung empfiehlt sich beispielsweise eine schrittweise Integration automatisierter Systeme. Investitionen und Prozessmodernisierungen werden dann stufenweise vorgenommen und die Leistung langsam gesteigert.

Um all diese Mythen weiß man bei SSI Schäfer. Der weltweit aktive Anbieter modularer Lager- und Logistiksysteme beschäftigt am Hauptsitz in Neunkirchen sowie weltweit in rund 70 operativ tätigen Gesellschaften und an acht Produktionsstätten im In- und Ausland rund 10.500 Mitarbeiter. Mehr als 1.100 IT-Experten entwickeln entsprechende Anwendungen und stehen den Kunden für Lösungen zur Verknüpfung von Software- und Hardwarekomponenten beratend zur Seite.

Bildquelle: SSI Schäfer / Knud Dobberke

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DV-Dialog Lager und Logistik
news-24115 Mon, 07 Oct 2019 18:10:31 +0200 Retailsolutions expandiert in UK http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/retailsolutions-expandiert-in-uk-24115/ Die Retailsolutions AG, ein auch in Deutschland aktives SAP-Beratungshaus mit Fokus auf den Einzelhandel und Hauptsitz in Zug/Schweiz, hat zum 1. Oktober im England den SAP-Bereich des IBM-Partners PCMS Group übernommen, der sich wieder auf seine Point-of-Sale Lösung Vision Commerce fokussiert. Damit wächst die Belegschaft von Retailsolutions auf der Insel auf 40 Mitarbeiter. Retailsolutions baut mit der Übernahme die Präsenz auf der Insel deutlich aus und erweitert die Belegschaft an den mittlerweile fünf Standorten auf insgesamt 150 Köpfe. Entstanden 2005 durch einen Spin-off aus der saarländischen SAP-Niederlassung St. Ingbert, baut Retailsolutions nun eben dort auch neue Büroräume, die Platz für rund 100 Mitarbeiter bieten sollen.

„Mit dem Wechsel des SAP-Teams der PCMS Group zu Retailsolutions erhöhen wir den adressierbaren Markt für unsere Dienstleistungen und für SAP-Software im Vereinigten Königreich“, wird Philipp Rohe, geschäftsführender Gesellschafter der Schweizer Softwerker, in einer Pressemitteilung zitiert. „Darüber hinaus profitieren unsere bestehenden Kunden von den Möglichkeiten bei der Bereitstellung von Anwendungs- und Wartungsservices, die wir zuvor nicht anbieten konnten.“ Mit dem PCMS-Team will er sicherstellen, dass auch in UK Dienstleistungen über die gesamte Wertschöpfungskette angeboten werden können, von der Beratung über die Lizenzierung, Architektur und Projektabwicklung bis hin zu Support.

Retailsolutions will auch in Zukunft mit PCMS zusammenzuarbeiten, um gemeinsam „End-to-End“-Einzelhandelsprojekte zu realisieren. Darüber hinaus hat retailsolutions mit dem Partner PCMS Group Zugriff auf eine Template-Lösung für SAP S/4 Hana, die eine schnelle Implementierung von SAP-Systemen in Einzelhandels- und Modegeschäften erlaubt.

Bildquelle: Retailsolutions AG

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Berthold Wesseler DV-Dialog Unternehmen
news-24101 Sun, 06 Oct 2019 14:38:20 +0200 Renovierung der Konzernplanung http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/renovierung-der-konzernplanung-24101/ Um den Vertrieb der Produkte europaweit in über 1.000 Filialen, über Depots im Lebensmittelhandel und online zu steuern, suchte Tchibo ein Konzernplanungs-Tool, das zum einen fertige Module bietet und mit dem vorhandenen SAP Data Warehouse harmoniert, aber auch so flexibel ist, dass sich damit die individuellen Tchibo-Geschäftsmodelle abbilden und modellieren lassen. Nach eingehendem Marktscreening, unterstützt durch das Forschungs- und Beratungsinstitut Barc, fiel die Wahl die Software des Münchner BI-Herstellers Unit4 Prevero. Das Go-Live für die einzelnen Plan-Bereiche soll phasenweise erfolgen, außerdem stehen noch Konsolidierung, Bilanz und Cashflow auf dem Programm.

Abbildung komplexer Strukturen

„Wir waren auf der Suche nach einem Planungstool, wo wir einerseits verfügbare Module nutzen konnten, mit dem wir andererseits aber auch unsere hochkomplexen und sehr individuellen Strukturen abbilden können“, beschreibt Helge Sagadin, Director Group Controlling bei Tchibo, den Auswahlprozess. Ausschlaggebend für die Entscheidung sei die Flexibilität der Software und die Datensicherheit und -verlässlichkeit gewesen, „die unseren Single Point of Truth Ansatz in Verbindung mit unserem SAP Backoffice und Data Warehouse gewährleistet.“

Bislang wurden laut Sagadin rund 80 Prozent der Planzahlen mit Excel bearbeitet, das falle künftig natürlich weg. „Innerhalb des Planungsprozesses rechnen wir mit einer Einsparung von mehreren Wochen; wir gehen davon aus, dass wir mit Erreichen der Endausbaustufe rund 25 Prozent der Zeit während der Planungsphase durch den Wegfall aufwendiger Datenabstimmungsprozesse einsparen und für qualitative Aspekte nutzen werden können“, schätzt Sagadin. „Ein weiterer Vorteil wird zukünftig in der einfacheren Erstellung unternehmensweiter Szenarien und Hochrechnungen liegen.“

Ziemlich große Erleichterungen, wenn man davon ausgeht, dass zu diesem Zeitpunkt rund 500 User und 15 Power-User mit der BI-Software arbeiten werden.

Bildquelle: Tchibo GmbH

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DV-Dialog Business Intelligence / Big Data
news-24100 Sat, 05 Oct 2019 22:02:28 +0200 Mit Rest4i auf zu Microservices http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/mit-rest4i-auf-zu-microservices-24100/ Das auf Change-Management für IBM i spezialisierte Schweizer Softwarehaus Midrange Dynamics gab Anfang September die Übernehme der britischen Firma Rest4i bekannt. Finanzielle Details wurden bisher nicht bekannt. Das native IBM i-Framework von Rest4i dient zur Rest-basierten Integration von RPG- und SQL-Anwendungen. Midrange Dynamics will es als Player in der sich schnell entwickelnden Welt der Microservices nutzen, um mit dem neuen Produkt MDRest4i auch Ressourcen auf der Plattform IBM i mithilfe von Standard-Rest-APIs und RPG-Kenntnissen schnell und sicher in die weitere IT-Welt zu integrieren.

Auch die Schweizer Midrange-Experten unterstützen schon länger mit ihrem Flaggschiff-Produkt, dem Change-Management-System MDCMS, moderne Webservices. Mit der Version 8.2 wurde dort im April des Jahres zusätzlich eine neue Funktion zur API-Generierung ergänzt, die automatisch aus einem RPG-Programm, das mit MDCMS verwaltet wird, ein Rest-API erstellt. „Representational State Transfer“ (abgekürzt Rest) bezeichnet ein Programmierparadigma für verteilte Systeme, insbesondere für Webservices.

Hier soll jetzt Rest4i anknüpfen. Diese Firma wurde von Stuart Milligan gegründet, der das Datenbankmodernisierungsunternehmen Databorough leitete, bevor er es mit seinem Tool X-Analysis im Jahr 2013 an die kanadische Firma Fresche Solutions verkaufte. Milligan sah damals die kommende Welle von Microservices voraus und entwickelte Software, um „IBM i zu verwandeln“ – und zwar in einen vollständigen Rest-API-Server. Sein wichtigstes Produkt war LXR (ausgesprochen „Lexer“), eine Sammlung von Software, die die Entwicklung von Rest-basierten APIs aus vorhandenen IBM-i-Ressourcen automatisiert und vereinfacht. Die Software schirmt einen Großteil der Komplexität der Erstellung von Rest-Webservices ab.

Bereits im vergangenen Jahr hatte eine Entwicklungspartnerschaft der beiden Firmen begonnen, die im August zur ersten Firmenübernahme in der 21-jährigen Firmengeschichte von Midrange Dynamics führte. LXR heißt jetzt MDRest4i – und Stuart Milligan gehört als „Solutions Architect" zum Führungsteam von Midrange Dynamics.

Mit MDRest4i geht Michael Morgan, CEO von Midrange Dynamics, einen entscheidenden Schritt weiter als mit der API-Generierung. „IBM-i-Programmier müssen Rest gar nicht wirklich verstehen, weil wir uns um das gesamte Framework kümmern – einschließlich der Token-Authentifizierung und des Umgangs mit den Apache-Diensten", heißt es in der Pressemitteilung. „Sie müssen nur verstehen, wie man den RPG-Code schreibt.“ Also Business as usual – und dennoch mit dem Ergebnis moderner Software.

MDRest4i unterstützt den Benutzer aber nicht nur beim Generieren des Codes und der Integration in neue Welten, sondern auch beim Dokumentieren der APIs, beim Erstellen der Entwicklerportale und beim Generieren interaktiver Dokumentation auf den Atlassian Confluence-Seiten. MDRest4i versetzt IBM-i-Entwicklungsteams so in die Lage, mit überschaubarem Aufwand die „Reichweite“ von Anwendungen und Daten innerhalb und außerhalb ihrer eigenen Organisationen deutlich zu erhöhen, eine bessere Usability mit mobilen Apps zu kreieren und die Daten mithilfe von Branchenstandards und -richtlinien zu sichern.

RPG-Entwickler können damit den Daten- und Logikfluss zwischen den unterschiedlichsten IT-Umgebungen reibungslos gestalten – und auf diese Weise IBM i sowohl technisch up to date als auch als zuverlässiges „system of record“ im Zentrum der IT-Welt ihres Unternehmen halten.

Bildquelle: Rest4i, Gerd Altmann / Pixabay

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Berthold Wesseler DV-Dialog Software-Entwicklung
news-24099 Sat, 05 Oct 2019 15:31:47 +0200 Powermax mit persistenten SSDs http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/powermax-mit-persistenten-ssds-24099/ Dell Technologies stellte Mitte September signifikante Updates für ihre 2018 lancierte Speicherfamilie Powermax vor, die zu EMC-Zeiten noch unter dem Namen Vmax vermarktet worden war. Dank eines Lizenzabkommens mit IBM können Block-, Datei-, Mainframe- und IBM-i-Workloads sowie moderne Echtzeitanalyseanwendungen auf einem einzigen Storage-Array arbeiten – und das mit geringer Latenz und großer Resilienz. Das System bietet Scale-out-Design, End-to-End-NVMe und persistenten Speicher in Form von Dual-Port-Optane-SSDs von Intel. Powermax ist das erste Enterprise-Storage-System, das mit Solid-State-Disks in der Ausprägung als persistentem (nichtflüchtigem) Speicher arbeitet; diese sehr speziellen SSDs sind das Ergebnis einer gemeinsamen Entwicklung mit Intel. Das System ist speziell dafür konzipiert, die Performance zu maximieren und Flaschenhälse auszuschließen. Außerdem ist NVMe over Fabric (NVMe-oF) ab sofort dafür verfügbar.

Integration von Vmware, Ansible und Kubernetes

Eine neue Integration von Vmware, Ansible und Kubernetes adressiert den immer stärker werdenden Bedarf nach Automatisierung. Unternehmen sollen dank dieser Integration komplexe Infrastrukturen einfacher managen und Dev-Ops-Zyklen mit „Infrastructure as Code“ unterstützen können. Für die Cloud optimierte „Validated Designs helfen beim Aufbau hybrider Cloud-Umgebungen. Über die Schnittstelle D910 kann auch das Power-System i mit Powermax arbeiten.

Brick-Bausteine ermöglichen die Skalierung des kleineren Modells 2000 von 13 Terabyte  Basiskapazität auf bis zu 1 Petabyte – und zwar in 13-TB-Schritten. Das größere Modell 8000 kann von 54 TB mit 54-TB-Bricks auf bis zu 4 Petabyte skaliert werden.

Mit dem überarbeiteten Storage-System will Dell neue Maßstäbe für die Datenspeicherung setzen. Im Design ist eine Multi-Controller-Aktiv-Aktiv-Scale-out-Architektur und End-to-End-NVMe vorgesehen. Inline- und globale Deduplizierung sowie Komprimierung erhöhen die Effizienz im Rechenzentrum enorm – auch wenn der Speicher skaliert wird. Die Engine für maschinelles Lernen in Echtzeit optimiert die Leistung automatisch ohne Overhead. Darüber hinaus bietet Powermax auch SRDF/Metro-Replikation, eine Verfügbarkeit von 99,9999 Prozent und eine FIPS 140-2-validierte Data-at-Rest-Verschlüsselung.

Sofortige Verfügbarkeit von NVMe-oF

Mit der sofortigen Verfügbarkeit von der im Juni 2016 vorgestellten Technologie NVMe-oF (Nonvolatile Memory Express over Fabrics) für alle Powermax-Arrays werden sowohl die Performance als auch die Latenzzeiten optimiert. Erreicht wird das durch neue 32Gb-FC-I/O-Module, 32Gb-Connectrix-Switches, Directors im Storage Controller und 32Gb-NVMe-Host-Adapter mit der Multipathing-Software Power Path. Die Upgrades sollen gegenüber den Vorgängermodellen die Spitzenbandbreite auf 350 GB/s verdoppeln, die Anzahl der I/O-Operationen/Sekunde um 50 Prozent auf 15 Mio. IOPS verbessern und die Latenzzeit halbieren.

Die integrierte „Machine Learning“-Engine nutzt „Predictive Analytics“ und Mustererkennung, um Daten automatisch, in Abhängigkeit von ihrem Input/Output-Profil, auf den korrekten Speichermedien (Disk oder Flash) abzulegen. Powermax analysiert und prognostiziert 40 Mio. Datensätze in Echtzeit und fällt 6 Mrd. Entscheidungen pro Tag, was einerseits Zeit und Kosten spart, andererseits aber gleichzeitig auch die Performance verbessert.

Konfigurations-Management und Anwendungs-Entwicklung

Eingebaut sind auch Funktionen für Konfigurations-Management und Anwendungs-Entwicklung, auch für Container-Workloads. Mit folgenden neuen Features lassen sich die Bereitstellung und Verwaltung der Infrastruktur weiter automatisieren, was den Aufbau agiler Infrastruktur-Operationen erleichtert:

  • Das Plug-in Vmware vRealize Orchestrator (vRO) ist ab sofort erhältlich auf der Online-Vermarktungsplattform Vmware Solutions Exchange. Es erlaubt Unternehmen, End-to-end-Automatisierungsroutinen zu entwickeln – inklusive Provisionierung, Datenschutz und Host-Operationen. Kunden können diese Automatisierungs-Routinen als Artikel im Self-Service-Katalog auf der V,ware-Plattform vRealize Automation anbieten.
  • Mit fertigen, vorkonfigurierten Ansible-Modulen können IT-Abteilungen sogenannte „Playbooks“ für die Provisionierung von Speicher, für Snapshots und für Datenmanagement-Workflows entwickeln, um die Konsistenz und den Automatisierungsgrad von Betriebsabläufen zu erhöhen. Diese Module stehen ab sofort auf GitHub zur Verfügung. Ansible ist ein Open-Source-basierte Automatisierungs-Werkzeug zur Konfiguration und Administration von Computern; es kombiniert dazu Softwareverteilung, Ad-hoc-Kommando-Ausführung und Konfigurationsmanagement.
  • Das neue Plug-in „Container Storage Interface“ (CSI) provisioniert und verwaltet Workloads, die auf Kubernetes laufen, der ursprünglich von Google entwickelten Open-Source-Plattform zur Orchestrierung von Containern. Das Plug-in CSI, das ebenfalls ab sofort auf Github erhältlich ist, macht die Performance und die Datendienste der Powermax auch für Applikationen zugänglich, die in Form von Microservices entwickelt worden sind.

Cloud Validated Designs

Die neuen „Cloud Validated Designs“ für Powermax helfen dem IT-Chef, seine eigenen hybriden Cloud-Infrastrukturen aufzusetzen und auch solche Workloads schnell in Betrieb zu nehmen, die besondere Anforderungen an externen Speicher stellen – inklusive unabhängig skalierender Kapazitäten und Datenschutz. Powermax und der Dell-Speicher Unity XT sind die ersten Produkte, die auf Vmware Cloud Foundation mit Fibre Vchannel als primärem Speicher validiert werden, innerhalb von Workload Domains, unterstützt vom Network-File-System-Protokoll (NFS).

Bildquelle: Dell Technologies

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Berthold Wesseler DV-Dialog Storage
news-24098 Fri, 04 Oct 2019 12:04:10 +0200 HP muss sich neu erfinden http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/hp-muss-sich-neu-erfinden-24098/ Der renommierte IT-Konzern Hewlett Packard kommt nicht zur Ruhe. Nach der Abspaltung des Server- und Service-Geschäftes in Form von Hewlett Packard Enterprise (HPE) im Jahr 2015, dem im Oktober 2016 begonnenen Konzernumbau mit dem Verlust von rund 5.000 Arbeitsplätzen und dem überraschend bekannt gegebenen Rücktritt von CEO Dion Weisler Anfang November wurde gestern die nächste Entlassungswelle angekündigt. Bis zu 9.000 Mitarbeiter verlieren bis 2022 ihren Job; einigen wird Frühruhestand angeboten, andere werden entlassen. HP muss sich neu erfinden, denn das Traditionsunternehmen hat einerseits schwer mit der Digitalisierung, sprich dem grundlegenden Wandel der IT-Branche, zu kämpfen, andererseits aber auch mit den schrumpfenden PC- und Drucker-Märkten. In diesem Kampf setzt Weislers Nachfolger, der bisherige Chef der Druckersparte und designierte HP-CEO Enrique Lores, offenbar auf Kostensenkungen. Er plant, dass 7.000 bis 9.000 Arbeitsplätze „durch eine Kombination aus Ausscheiden und freiwilliger Frühverrentung" abgebaut werden sollen. Es wird erwartet, dass diese Entlassungswelle im Geschäftsjahr 2022 abgeschlossen sein wird. Dann wird fast jeder sechste Arbeitsplatz gestrichen sein.

Entlassungen wegen Konzernumbau

„Wir müssen unser Geschäftsmodell optimieren und die installierte Basis von 150 Millionen Druckern ausbauen“, sagte Tuan Tran, der das Druckergeschäft leiten wird, sobald Enrique Lores im nächsten Monat das Ruder als neuer CEO des Unternehmens übernimmt. Lores selbst sagte am Donnerstag in einem Interview, dass HP „mutige und entschlossene Maßnahmen ergreifen wird, weil wir ein neues Kapitel der Firmengeschichte beginnen. Wir haben viel Zeit damit verbracht, diesen Plan zu erstellen. Wir werden die Veränderungen, die wir auf dem Markt sehen, aufnehmen und so das Unternehmen für die Zukunft positionieren.“ Es geht beispielsweise darum, das Geschäftsmodell im Druckerverkauf zu verbessern und sich künftig mehr auf Services zu konzentrieren.

Dazu muss man wissen: Im Herbst 2015 beschäftige HP etwa 49.000 Menschen. Der im Oktober 2016 vorgestellte Plan zum Konzernumbau hatte ursprünglich die Streichung von bis zu 4.000 Stellen in drei Jahren vorgesehen; daraus wurden dann bis zu 5.000. Allerdings hat HP seither auch zugekauft, etwa die Druckersparte von Samsung. Im Jahr 2018 beschäftigte das Unternehmen nach eigenen Angaben weltweit 55.000 Menschen; aktuelle Zahlen gibt es nicht.

Der angekündigte Personalabbau könnte daher bis zu 16 Prozent der Belegschaft betreffen und dürfte nach ersten Berechnungen insgesamt etwa 1 Mrd. Dollar kosten. Lores will damit und mit anderen Maßnahmen aber auch jährlich eine Milliarde Dollar einsparen.

Shareholder Value“ im Fokus

Lores konzentriert sich bei seiner Strategie auf die Börse und den Aktienkurs. Er sieht viele Chancen, mehr „Shareholder Value“ zu schaffen, indem „wir unsere Führung ausbauen, viele Branchen disruptiv verändern und die Art und Weise, wie wir arbeiten, aggressiv transformieren".

Letzteres bedeutet z.B. Änderungen im Druckergeschäft, beispielsweise die Bereitstellung weiterer Dienstleistungen. Außerdem werden die Preise für Drucker erhöht, die dafür dann aber auch mit Tintenpatronen anderer Hersteller verwendet werden können. Derzeit werden die Drucker unter Wert verkauft – und die Gewinne anschließend beim Verkauf der Tinte gemacht. Doch die langjährige Cash-Cow „Tinte“ fällt immer mehr in Ungnade – bei Kunden, Partnern und jetzt auch beim Hersteller selbst.

Es soll dennoch weiter einige billige Drucker geben, jedoch mit neuen Technologien, die sicherzustellen, dass diese Geräte einzig und allein mit HP-Tinte funktionieren. Außerdem will man die zugrunde liegende Technologie des Tintenstrahldrucks, die so genannte Mikrofluidik, an Branchen die Gesundheits- und Kosmetikindustrie zu verkaufen. „Wir blicken daher wirklich sehr zuversichtlich in die Zukunft unseres Unternehmens“, sagte Lores. Insgesamt will er HP durch die geplanten Vorhaben „kundenzentrierter“ und „digitally enabled“ machen. Das sind interessante Ideen, von deren gelungenen Umsetzung es abhängt, dass HP am Ende keine Marktanteile verliert. Die mutigen Pläne von HP werden die Veränderungen auf dem Markt nicht aufhalten.

Übrigens: Dion Weisler, der erste und bislang einzige Präsident und CEO von HP Inc. seit seiner Abspaltung von der früheren Hewlett-Packard, wird wie erwähnt zu Beginn des neuen Geschäftsjahres des Unternehmens am 1. November von dieser Position zurücktreten. Als Grund nannte er einen Krankheitsfall in der Familie.

Bildquelle: HP

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Berthold Wesseler DV-Dialog Unternehmen
news-24087 Tue, 01 Oct 2019 12:14:43 +0200 Equinix mit neuem Geschäftsführer http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/equinix-mit-neuem-geschaeftsfuehrer-24087/ Equinix, weltweit aktiver Anbieter von Interconnection- und RZ-Dienstleistungen, hat mit Jens-Peter Feidner seit heute einen neuen Geschäftsführer in Deutschland. Der neue Managing-Director kommt aus den eigenen Reihen. Feidner folgt auf Donald Badoux, der das Amt seit Anfang 2014 inne hatte. Equinix betreibt in Deutschland zurzeit neun Rechenzentren und ist an drei Standorten – Frankfurt, München und Düsseldorf – vertreten. Unter Feidners Leitung will man schon bald weiter expandieren: Ende 2019 eröffnet Equinix sein erstes Rechenzentrum in Hamburg unter der Bezeichnung HH1 und erweitert seine Präsenz in Deutschland damit auf insgesamt vier Märkte.

Feidner gilt als Experte in Sachen RZ-Betrieb, der auf eine lange Karriere – unter anderem mit zahlreichen Stationen bei Equinix – zurückblickt. Dort begann seine Laufbahn 2014, zunächst als Finanzdirektor/Kaufmännischer Leiter für Deutschland, ab 2017 dann als Senior Director in der Unternehmensentwicklung. Damals war er in der gesamten EMEA-Region tätig und leitete die Planung sowie die Expansion des Unternehmens in den europäischen Kernmärkten.

Vor seiner Zeit bei Equinix, hatte Feidner Führungspositionen im Finanzwesen inne, darunter etwa beim Maschinenbauunternehmen SPX Flow, bei Bosch Automotive Service Solutions sowie bei Ernst and Young. Es ist laut Eugene Bergen, President EMEA bei Equinix, „ein enormer Vorteil“, dass der neue Managing Director aus den eigenen Reihen komme. „Dank seiner Arbeit für Equinix auf nationaler und internationaler Ebene […] wird er dafür sorgen, dass sich Equinix in Deutschland auch künftig auf Wachstumskurs befindet.“

Bei Equinix kommen Unternehmen in 52 Märkten auf fünf Kontinenten zusammen, um ihre IT- und Cloud-Strategien auszubauen. In einer digitalen Wirtschaft, in welcher Geschäftsmodelle von Unternehmen zunehmend miteinander verflochten sind, sieht der neue Equinix-Chef Feidner in der Interkonnektivität den Schlüssel zum Erfolg. Man betreibe weltweit die einzige Interconnection-Plattform und schafft somit neue Möglichkeiten für Unternehmen, die zusammenarbeiten wollen.

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Berthold Wesseler DV-Dialog Infrastruktur
news-24074 Sat, 28 Sep 2019 22:05:49 +0200 Thermodrucker auch für RFID-Tags http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/thermodrucker-auch-fuer-rfid-tags-24074/ Ein halbes Jahr, nachdem Printronix Auto ID den schnellen Industriedrucker T4000 eingeführt hat, stellte der Druckerhersteller jetzt auch die RFID-Version seines neuesten Thermodruckers vor. Neben dem T4000 können auch der Industriedrucker T6000 sowie der Desktopdrucker T800 mit RFID ausgestattet werden. Alle RFID-Drucker von Printronix sind laut Vertriebspartner TSC Auto ID Technology, Zorneding, für das Bedrucken und die Kodierung von Standard-RFID-Papieretiketten geeignet, wie sie häufig für die Kennzeichnung auf Karton oder Paletten eingesetzt werden; der T4000-RFID könne aber auch On-Metal-Tags kodieren, wie sie zum Beispiel in der Fertigung, im Gesundheitswesen, in der IT oder in Servicewerkstätten eingesetzt werden – und zwar problemlos bis zu 5.000 Etiketten pro Tag.

Da Genauigkeit für jede Anwendung im Unternehmen eine entscheidende Rolle spielt, validiert der T4000 den Kodierungsvorgang, eliminiert alle mangelhaft kodierten RFID-Etiketten und kodiert bzw. druckt sie neu. Damit kommen laut Alexander Koch-Mehrin, Sales Manager D-A-CH (Nord) bei TSC, mit dem T4000 ausschließlich perfekte RFID-Etiketten in Umlauf. Außerdem generiere der Drucker einen detaillierten Bericht zu jedem Druckvorgang, der in einer Datenbank gespeichert werde. Damit lasse sich die Tagesproduktion an Etiketten exakt dokumentieren, um Konventionalstrafen vorzubeugen.

Der Medienwechsel erfolgt über eine faltbare Seitenabdeckung am Metallgehäuse, die sich laut Koch-Mehrin „platzsparend öffnen“ lässt. Um häufiges Wechseln zu vermeiden, können 8-Zoll-Etikettenrollen und -Farbbänder in einer Länge von 450 m verwendet werden.

Bildquelle: Printronix Auto ID

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DV-Dialog Infrastruktur
news-24073 Sat, 28 Sep 2019 16:59:28 +0200 Itris nun auch in Leipzig http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/itris-nun-auch-in-leipzig-24073/ Zum 1. Juli hat die Wiesbadener Itris GmbH eine Niederlassung in Leipzig eröffnet. Damit setzt der herstellerunabhängige Hardware-Wartungs- und Support-Dienstleister seine Expansionsstrategie der letzten Jahre weiter fort. Von Leipzig aus soll Niederlassungsleiter Carsten Haustein, der im Juni von der Technogroup geholt wurde, mit seinem Team den ostdeutschen Markt erschließen – durch einen bis zu 40 Prozent kostengünstigere Alternativen zu Service-, Care-Packs oder Garantieverlängerungen der jeweiligen Hersteller verspricht.

Itris verfolgt einen ganzheitlichen Wartungsansatz, bei dem die Multivendor-geschulten Techniker den Kunden 24 Stunden an 365 Tagen zur Verfügung stehen – für Server, PC's und Peripheriegeräte aller namhaften Hersteller, darunter u.a. auch IBM.

Die Itris-Gruppe mit Hauptsitz in Spreitenbach/Schweiz entwickelt das klassische Wartungsgeschäft rund um IT-Hardware weiter – nicht nur in Richtung „Managed Services“, sondern auch in Richtung Systemintegration und IT-Service in der Medizinbranche. Auch durch diverse Übernahmen ist der Umsatz der Gruppe in den vergangenen sechs Jahren von 148 Mio. Schweizer Franken (2010) auf über 262 Mio. Franken (2016) gestiegen. Der größte Umsatzanteil entfällt auf Dienstleistungen sowie auf den Hardware- und Lösungsverkauf. In Deutschland zählt die Belegschaft 55 Köpfe, insgesamt über 500.

Bildquelle: Itris GmbH

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Berthold Wesseler DV-Dialog Unternehmen
news-24072 Sat, 28 Sep 2019 15:28:01 +0200 Nur noch 12.000 IBMer an Bord http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/nur-noch-12000-ibmer-an-bord-24072/ In der aktuellen Tarifrunde bei IBM ruft Verdi am kommenden Dienstag, dem 1. Oktober, in Böblingen zu einer Protestaktion für die insgesamt rund 12.000 Beschäftigten des Konzerns auf. Das wäre keine Meldung für IT-Zoom, wenn die sicherlich gut informierten Gewerkschaftler nicht auch die Größe der Belegschaft von IBM Deutschland erwähnt hätten, denn diese Zahl ist schon seit vielen Jahren ein gut gehütetes Geheimnis des US-Konzerns. Schon seit Jahren kommuniziert IBM die Größe der Belegschaft bei nationalen Tochterfirmen nicht mehr, sondern nur noch die Zahl der beschäftigten Köpfe weltweit; im letzten Geschäftsbericht steht hier nach etlichen Entlassungswellen die Zahl 350.600. Ein Grund für die Zurückhaltung dürfte sein: Seit dem Jahr 2012 ist die Belegschaft (damals weltweit 434.250 Personen) kontinuierlich geschrumpft.

Remixing the workforce“

Im Jargon der IBM USA ist immer wieder von einem „Remix of the workforce“ oder „rebalancing“ die Rede. Nicht mehr benötigte Experten werden entlassen statt umgeschult; dafür werden dann günstigere, junge Kräfte eingestellt, die natürlich noch unerfahren sind.

Genau das gilt auch für Deutschland, wo IBM-Chef Matthias Hartmann im Sommer 2018 dem Handelsblatt sagte, dass er nach Jahren des massiven Stellenabbaus in Deutschland, Österreich und der Schweiz bis 2021 bis zu neue 2.200 Stellen einrichten wolle. Gesucht werde vorwiegend im Bereich der Dienstleistungen, vor allem Berater. „Hier spielen die neuen Technologien eine wichtige Rolle wie Künstliche Intelligenz, die Blockchain, bei der Datenbanken sicher und transparent verwaltet werden, und die Mietmodelle im Internet – also die Cloud-Architektur“, ließ Hartmann noch im Dezember verlauten – ohne die Größe seiner Belegschaft zu nennen.

Laut Verdi wurde aber die 2012 aus USA vorgegebene Zielzahl mittlerweile offenbar erreicht. Im Frühjahr 2012 kursierte ja das später von der damaligen IBM-Chefin Martina Koederitz höchstpersönlich dementierte Gerücht, dass in Deutschland 8.000 der insgesamt 20.000 Arbeitsplätze wegfallen sollen. Das war 2012. Nach den Restrukturierungsmaßnahmen von 2005 waren 2006 noch etwa 22.000 Mitarbeiter in Deutschland beschäftigt, zuvor waren es noch etwa 25.000 gewesen – also mehr als doppelt so viele wie heute.

Kontinuierlicher Abbau von Arbeitsplätzen

Anfang 2016 wurden erneut Pläne zum Abbau von Arbeitsplätzen in Deutschland bekannt; die Zahl der wegfallenden Arbeitsplätze wurde damals mit etwa 1.000 angegeben. Und auch 2017 ging es mit den Entlassungen weltweit und auch in Deutschland weiter, wobei in einer juristischen Einschätzung die Gewerkschaft Verdi den Umgang der IBM mit ihren Beschäftigten „skandalös“ nannte. Allein schon deshalb war Hartmann Statement im Sommer 2018 bemerkenswert.

Die Frage ist: Sind die schlechten Zeiten für IBM Deutschland vorbei, weil Hartmann 2.200 Mitarbeiter für Zukunftsprojekte einstellen will? Denn inwieweit zum Beispiel nach der rund 34 Mrd. Dollar schweren Übernahme von Red Hat, mit der am 9. Juli ungefähr 13.400 Beschäftigte weltweit zur IBM stießen, weitere Entlassungen vorgenommen werden, ist noch nicht bekannt.

Bildquelle: Gerd Altmann / Pixabay

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DV-Dialog Berthold Wesseler Unternehmen
news-24071 Sat, 28 Sep 2019 11:58:29 +0200 Schwerwiegende Sicherheitsfehler http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/schwerwiegende-sicherheitsfehler-24071/ Schwerwiegende Sicherheitsfehler in der HTTP/2-Implementierung der serverseitigen Softwareentwicklungs-Plattform Node.js, können auch IBM-i-Systeme durch Datenpuffer-Overflows anfällig für Denial-of-Service-Angriffe machen. Laut IBM wurden diese Fehler am 26. September behoben. Die DoS-Angriffe können IBM-Angaben zufolge übermäßig viel Arbeitsspeicher, CPU oder beides beanspruchen. Betroffen sind die aktuellen Versionen 7.2, 7.3 und 7.4 des Betriebssystems IBM i. Laut Hersteller wird das Problem behoben, indem ein auf der Version von Node.js basierendes RPM-Update installiert wird.

Bildquelle: Pete Linforth / Pixabay

 

 

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Berthold Wesseler DV-Dialog Sicherheit