DV-Dialog https://www.it-zoom.de/dv-dialog/news/ DV-Dialog – Fachzeitung für IBM Business Systems, System i, AS 400 de ©2016 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH Thu, 18 Oct 2018 17:00:00 +0200 Thu, 18 Oct 2018 17:00:00 +0200 TYPO3 EXT:news news-21030 Thu, 18 Oct 2018 15:42:00 +0200 Begleiter in Richtung Digitalisierung http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/begleiter-in-richtung-digitalisierung-21030/ Digitalisierung ist das Schlagwort der Stunde, gerade auch im Mittel­stand. Und selbst wenn von vielen Seiten gern geunkt und geätzt wird über die betulichen Deutschen, sind wir auf einem guten Weg. Darüber und über die Aufgaben auf diesem Weg sprachen wir mit Dirk Müller, CIO bei K&P Computer. Vier von zehn Unternehmen sehen die deutsche Wirtschaft bei der Digitalisierung international sogar vorne, so dass überraschende Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Branchenverbandes Bitkom unter 505 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern. Ebenso viele erwarten, dass Arbeitsplätze dank der Digitalisierung wieder zurück nach Deutschland kommen.

Auch wenn deutsche Unternehmer ihre Digitalisierungsstrategie mit der gebotenen Vorsicht behutsam umsetzen, hält praktisch niemand sie für abgeschlagen. Nur 13 Prozent geben an, dass die deutsche Wirtschaft zu den digitalen Nachzüglern gehört. 44 Prozent sehen sie im Mittelfeld.

Viele Unternehmer gehen diese Herausforderungen selbstbewusst an, beobachtet Bitkom-Präsident Achim Berg. „Ob KI, autonomes Fahren, Blockchain oder IoT und Industrie 4.0 – deutsche Unternehmen und Forschungseinrichtungen haben einen exzellenten Ruf und sind bei der Technologie-Entwicklung weltweit spitze. Zu selten aber werden aus digitalen Innovationen marktgängige Produkte und neue Geschäftsmodelle. Und wir müssen mehr dafür tun, dass auch all die Unternehmen mitgenommen werden, die sich mit der Digitalisierung noch schwer tun.“

Ureigene Digitalisierungsstrategie ausarbeiten

Denn Digitalisierung ist leichter gesagt als getan. Der Grund ist einfach: Jedes Unternehmen braucht seine ureigene Digitalisierungsstrategie – und muss diese Strategie dann Zug um Zug unternehmensspezifisch umsetzen. Genau dabei wollen die IT-Experten der K&P Computer Service- und Vertriebs-GmbH unterstützen, sagt Dirk Müller im Interview mit DV-Dialog. Der CIO des Wies­badener IT-Systemhauses hat den Trend bereits sehr früh erkannt und die Service-­Organisation auf Digitalisierungsprojekte vorbereitet. „Außerdem haben wir uns nach mög­lichen Partnern umgesehen, mit denen wir unser Leistungsportfolio sinnvoll ergänzen, um unsere Kunden federführend auf ihrem Digitalisierungsweg begleiten zu können und ihnen auch Innovations­impulse zu geben.“

Einer dieser neuen Partner ist der 300 Mitarbeiter starke IT-Dienstleister Logicalis aus Neu-Isenburg, mit dem bereits erste Projekte umgesetzt werden. „Im Technologie-Dschungel ist es für Kunden oftmals schwierig Orientierung zu finden“, begründet Murat Peker, Director Sales Central der Logicalis GmbH die neue Zusammenarbeit. „Wir freuen uns daher, gemeinsam mit K&P Computer das Thema Digitalisierung voranzubringen und für Unternehmen ein Ansprechpartner rund um Best-Practices und Anwendungsszenarien zu sein.“

Als Experte für IT-Wartung im Jahr 1985 gegründet, bietet K&P ­Computer heute als herstellerunabhängiges IT-Systemhaus weit mehr. Mit den Full-Service-Leistungen innerhalb der drei Geschäftsbereiche IT-Wartung, IT-Projekte und Managed Services deckt das Unternehmen die komplette Wertschöpfungskette einer funk­tionierenden IT-Infrastruktur ab. Mehr als 150 Mitarbeiter betreuen von bundesweit fünf Niederlassungen und 20 technischen Stützpunkten aus über 3.000 Kunden aller Branchen auf nationaler und internationaler Ebene.

Herr Müller, in diesem Jahr blicken wir auf 30 Jahre AS/400 zurück. Nun ist K&P Computer ja mit IBM i – wie man heute sagt – groß geworden. Wie haben sich die Anforderungen der IT-Chefs an ihren IT-Dienstleister seither gewandelt?
Dirk Müller
: Die IT-Chefs sind heutzutage viel mehr in strategische Aufgaben eingebunden – und ihre Aufgaben sind komplexer geworden, aber vor allem auch vielfältiger und zeitkritischer. Gerade im Zuge der Digitalisierung sind die IT-Abteilungen mehr denn je gefragt, Innovationen voranzutreiben.

Da der IT-Chef seine Abteilung aber seit Jahren auf Effizienz getrimmt hat, bedeutet das in der Praxis oft: Für operative Aufgaben bleibt kaum noch Zeit. Erschwerend kommt der sich auf Sicht weiter verstärkende Fachkräftemangel hinzu, denn gerade im Umfeld von IBM i gibt es heutzutage nur noch wenig jüngere Mitarbeiter, die das System beherrschen. Hier leisten wir Hilfe­stellung mit der K&P Tech Academy, die auch technische IBM-i-Schulungen anbietet.
Hinzu kommt ein weiterer Trend: Die Zeiten, als sämtliche Anwendungen eines Unternehmens auf der AS/400 gut geschützt im Rechen­zentrum betrieben wurden, sind längst passé. Die IT-Landschaften in Unternehmen sind sehr heterogen geworden und über das gesamte Unternehmen verteilt – mobile Apps im Außendienst und IoT-Szenarien in den Werken sind längst die Regel und nicht mehr die Ausnahme. Hier dafür zu sorgen, dass alle Rädchen im IT-Getriebe ineinandergreifen, ist eine wahre Herkules­aufgabe geworden.

Dabei steckt der Teufel im Detail. Den Überblick zu behalten, und sei es nur die unterschiedlichen Wartungsverträge, Lizenzen oder Updates im Blick zu behalten, wird für den IT-Chef immer zeitaufwendiger und daher notgedrungen manchmal vernachlässigt. Das kann aber verheerende Folgen haben, beispielsweise wenn im Fall einer unerwarteten Störung der Servicevertrag ausgelaufen ist.

Da kann ein IT-Dienstleister wertvolle Hilfe leisten, indem er bestimmte operative Aufgaben übernimmt und so die IT-Abteilung entlastet. Was macht heute einen guten IT-Dienstleister aus?
Müller
: Ein zukunftsfähiger IT-Dienstleister muss den IT-Abteilungen beim Kunden Freiraum schaffen, sodass sich diese stärker auf ihre strategischen Aufgaben konzentrieren können. Das heißt vor allem: Er sollte alle Leistungen aus einer Hand bieten. SPOC heißt das Zauberwort – „Single Point of Contact“, was der IT-Abteilung letztlich Zeit und Kosten spart.

Ein guter Dienstleister sollte aber auch über einen zertifizierten Partnerstatus bei den relevanten Herstellern verfügen. Das garantiert dem Kunden Expertenwissen, eine gute Be­ziehung zum Hersteller, gute Konditionen und vor allem schnellere Reaktionen. Das heißt im Umkehrschluss: 24/7-Erreichbarkeit und hohe Qualitäts­standards, am besten nachgewiesen durch entsprechende DIN- und ISO-Zertifikate.

Natürlich sollte ein guter Dienstleister über hersteller­zertifizierte Mitarbeiter mit Markt­erfahrung verfügen. K&P Computer etwa ist seit 1985 am Markt – und viele Mitarbeiter sind lange Jahre im Unternehmen. Andererseits haben wir viele junge Mitarbeiter mit Know-how, denn wir bilden ganz bewusst auch aus.

Angesichts der heterogenen IT-Landschaften reichen Partnerschaften mit den wichtigen Herstellern aber vermutlich nicht aus?
Müller
: Stimmt. Herstellerunabhängige, transparente Beratungsqualität ist gefragt. IT-Insellösungen, wie früher die AS/400, werden heute immer seltener. Heute finden wir auf IBM Power i auch viele Open-Source-Lösungen und natürlich auch Schnittstellen in andere Systeme. Das heißt für uns: Wir müssen dem IT-Chef beratend und zukunftsorientiert zur Seite stehen, über den Tellerrand blicken und so z.B. auch Einspar­potenziale für den Kunden aufdecken.

Durch flexible Verträge, die zum Kunden passen, können wir auch manche „Eigenheiten“ der Hersteller abfedern und durch maßgeschneiderte Managed-Services den IT-Betrieb kleiner Unternehmen wie Anwaltskanzleien oder Arztpraxen, aber auch internationaler Großkonzerne wirkungsvoll unterstützen. Zudem schließen wir gezielt Partnerschaften mit anderen Systemhäusern, um auf weiteres Spezialwissen zurückgreifen zu können.

Glaubt man den Marktforschern, ist heute „Digitalisierung“ das Gebot der Stunde. Wieviel Digitalisierung ist heute schon für Mittelständler notwendig und sinnvoll? Ist das branchenabhängig?
Müller
: Digitalisierung betrifft uns alle. Daran kommt kein Unternehmen mehr vorbei. Aus diesem Grund hatte auch unsere Hausmesse, die am 26. September unter dem Motto „Zukunftschance Digitalisierung“ in Wiesbaden stattfand, so viel Resonanz.

Allerdings fällt es sicherlich großen Unternehmen leichter, mit der Entwicklung Schritt zu halten. Kleineren Unternehmen fehlt es oft an den finanziellen Mitteln, an den personellen Ressourcen und am nötigen Know-how. Dabei sehe ich durchaus Unterschiede in den Branchen: Eher gut aufgestellt im Bereich Digitalisierung sind Transport und Verkehr sowie der Handel, eher weniger gut die Bereiche Bau oder Chemie.

Wie sollte ein mittelständisches Unternehmen Digitalisierung-Projekte angehen? Gibt es „Best Practices“, die Sie empfehlen können? Oder typische Stolpersteine, die es aus dem Weg zu räumen gilt?
Müller
: Ein typischer Stolperstein ist sicherlich das fehlende Fachpersonal. Neue Aufgaben erfordern neue Skills – und IT-Fachkräfte sind rar. Wir haben das Glück, dass wir durch zahlreiche Ausbildungsplätze für Fach-Nachwuchs sorgen und zudem aus unserem erfahrenen Mitarbeiterstamm schöpfen können.

Digitalisierung bedeutet aber auch, aus ein­gefahrenen Geschäftsprozessen und bewährten Mustern auszubrechen. Das fällt uns Deutschen nicht immer leicht. Deshalb macht es für Mittelständler gerade bei Digitalisierungsprojekten Sinn, einen erfahrenen Dienstleister zu Rate zu ziehen, der das nötige Know-how und ent­sprechende Ressourcen mitbringt.

Inwieweit ist K&P Computer als IT-Dienstleister auch selbst von der Digitalisierung betroffen? Haben Sie schon darauf reagiert – und neue Prozesse oder neue Services eingeführt?
Müller
: Wir haben den Trend früh erkannt und uns nach möglichen Partnern umgesehen. Ziel ist es, unser Leistungsportfolio sinnvoll zu ergänzen, um unsere Kunden federführend auf ihrem Digitalisierungsweg begleiten zu können und ihnen auch Innovationsimpulse zu geben.

Mit dem IT-Dienstleister Logicalis haben wir einen solchen Partner gefunden und setzen bereits erste Projekte um. Gemeinsam decken wir ein breites Spektrum an Digitalisierungsleistungen ab und fungieren auch hier für den Kunden als SPOC.
Unsere Service-Organisation ist schon seit ­vielen Jahren etabliert und bestens für Digitalisierungsprojekte gerüstet. Prozesstechnisch sind wir intern bestens vorbereitet und so könnten wir schon morgen beispielsweise auch den Service für Sensoren übernehmen und so IoT-Projekte ganzheitlich unterstützen. Eine große Baumarktkette beispielsweise baut mit uns die IT in Richtung digitale Welt aus. Themen sind hier unter anderem der Online-Einkauf sowie die Indoor-Navigation im Baumarkt.

Wenn wir auf IBM i zurückkommen: Wie gut oder schlecht ist der Midrange-Klassiker als Plattform für das digitale Unternehmen geeignet?
Müller
: Oftmals wird fälschlicherweise auf den ersten Blick die IBM i nicht als Plattform für digitale Unternehmen und als Plattform für die digitale Transformation in Betracht ge­zogen. Bei einem etwas genaueren Blick auf das System fallen aber schnell die Wettbewerbsvorteile gegenüber Intel-basierenden Servern auf, wie die Performance der Power-CPU, die Systemstabilität und Skalierbarkeit, aber auch die branchenweit einzigartige, virenresistente und objektbasierte Architektur. All dies sind Eigenschaften, die unseren Kunden helfen, die Vorteile der digitalen Transformation in ihrem Unternehmen erfolgreich zu nutzen.

Wie ist es um die Eignung von IBM i für das immer populärer werdende Cloud Computing bestellt?
Müller
: Power i ist wie für die Cloud gemacht! Aufgrund der Virtualisierungsmöglichkeiten und der damit verbundenen Flexibilität, können Provider die Systeme effizienter auslasten – was sich positiv auf den Preis auswirkt. Dabei ist es egal, ob wir von kernübergreifenden und rechenintensiven Workloads in der Cloud ­sprechen oder von der Integration der On-Premises-Anwendungen in die Cloud, bei der nur Teile der Anwendungen in Cloud laufen.

Können auch altbewährte Anwendungen aus den Tagen der AS/400 fit gemacht werden für Cloud Computing und E-Commerce?
Müller
: Sicherlich ist es nicht immer sinnvoll zu versuchen, Applikationen Cloud- oder e-Commerce-fähig zu machen – und damit viel Geld zu investieren. Manchmal ist ein Anwendungswechsel aus kaufmännischer Sicht sicherlich sinnvoller – dies muss aber im Einzelfall betrachtet werden. Das hängt vom Zustand der Applikation ab, von der Verfügbarkeit von Alternativen und vom Aufwand für eine Modernisierung.

Wer hier an klassische AS/400-Anwendungen denkt, dem fallen sicher die oft trägen Java-Alternativen ein, die spezialisierte Software­häuser nach vorheriger Analyse auf flexiblere http-basierende Anwendungen modellieren können. Gemeinsam mit unseren Partnern können wir aber auch bewährte RPG-Programme in die Moderne hieven – oder aber auch durch aktuelle Standardsoftware ersetzen.

Große Stärken von Power i sind Zuverlässigkeit und Sicherheit. Worauf ist zu achten, damit sich durch Internet, Apps, Virtualisierung und Cloud keine Sicherheitslücken auftun?
Müller
: Wir empfehlen jedem Kunden die permanente Überwachung aller Systemzugriffe sowie regelmäßige Security-Checks all der­jenigen Anwendungen, die mit externen Systemen interagieren. Oft lassen sie sich durch eine Anpassung der Sicherheitsstufe sowie die Reglementierung der Zugriffe auf registrierte Einträge ohne viel Zeitaufwand schützen.

Darüber hinaus erachten wir es als sinnvoll, bereits bei der Implementierung zusammen mit dem Softwarehaus sowie mit dem verantwort­lichen Security- oder Firewall-Administrator ein zonenbasierendes Zugriffsmodell zu entwickeln.

Governance und Compliance sind aktuell große Herausforderungen für viele IT-Chefs, z.B. mit Blick auf die DSGVO. Welche Tipps haben Sie, um diese Herausforderungen zu meistern?
Müller
: Die Vorschriften bezüglich Daten-Governance sind strenger geworden – und die Strafen bei Verstößen höher. Das heißt: Die IT-Chefs müssen den Umgang mit personenbezogenen Daten sorgfältig überdenken. Aber Datenschutz muss keine Belastung sein. Ein vertrauens­würdiger IT-Dienstleister kann auch hier helfen, die Herausforderungen zu meistern.

Unsere Erfahrung ist, dass Kunden auch schon vor Inkrafttreten der DSGVO im Mai ihre Unternehmens­daten eher ungern an externe Provider auslagerten. Bevorzugt wurde die private Cloud beim IT-Dienstleister. Aus diesem Grund bieten wir mit unserem neuen Service „KPC Cloud-Backup for IBM i + AIX“ auch die Auslagerung der Daten in unser Rechenzentrum nach Wiesbaden an.

Nicht zuletzt sollten auch Themen wie die Nachweispflicht bei der Datenlöschung bzw. -vernichtung bedacht werden, die oft noch vernachlässigt werden. Mit unserem Service „KPC Secure“ garantieren wir dem IT-Chef einen lückenlos dokumentierten Prozess – von der Abholung bis zur datenschutzkonformen Vernichtung gemäß DSGVO und DIN 66399.

Stichwort Risikomanagement: Wie lassen sich die Gefahren im Bereich Cyber-Security reduzieren, z.B. durch Hacker oder Wirtschaftsspione, aber auch durch Attacken mit Ransomware?
Müller
: Zuerst einmal muss der IT-Chef sich seiner konkreten Gefahrensituation durch ein Risikomanagement und eine kritische Selbstreflexion bewusst werden – und dann entsprechende Maßnahmen definieren. Der gern zitierte und leider noch immer von ­vielen gelebte Ansatz, sich durch Firewall und Virenscanner zu schützen, ist leider schon seit Jahren überholt. Das genügt nicht. Zum heutigen IT-Security-Standard gehören längst erprobte Recovery-Pläne und Backup-­Szenarien, die beispielsweise versehentlich gelöschte oder durch einen Verschlüsselungstrojaner beschädigte Daten innerhalb weniger Minuten, höchstens einiger Stunden, wiederherstellen können.

Des Weiteren ist es angebracht, die Mitarbeiter für das Thema IT-Sicherheit und Datenschutz zu sensibilisieren und mögliche Gefahrenquellen und deren Folgen darzustellen.

Der Servicegedanke rückt auch bei der Wartung immer mehr in den Vordergrund, reine Standard-Wartung ist längst „Commodity“. Welche Service-Angebote sind heute, welche in Zukunft gefragt?
Müller
: Proaktive Serviceleistungen sind gewünscht, reine Störungsbeseitigung bei unerwarteten Ausfällen ist längst Schnee von gestern. Allein das effiziente Management der unterschiedlichen Wartungsverträge, Lizenzen oder Firmware-Updates einer etwas umfangreicheren IT-Infrastruktur bedeuten erheblichen Aufwand für die IT-Abteilung. Wenn wir solche Arbeiten ganz oder teilweise übernehmen, sparen unsere Kunden enorm viel Zeit und Kosten.

Darüber hinaus kann die herstellerunabhängige Beratung und Optimierung der bestehenden Verträge oftmals erhebliche Einsparungen bringen.

Wenn wir in die Zukunft blicken: Was wird sich bei K&P Computer ändern, damit der Servicegedanke auch in Zukunft Basis für ein tragfähiges Geschäftsmodell bleiben kann?
Müller
: Wir werden uns zukünftig noch stärker auf die Beratungsleistung und den Service-Aspekt für den Kunden konzentrieren. Wir wissen um den erheblichen Mehrwert, den wir unseren Kunden damit bieten.

Selbstverständlich werden wir auch unser ­Leistungsportfolio weiterhin an den Bedürfnissen unserer Kunden ausrichten, weiterhin ein Ausbildungsbetrieb bleiben und mit dem Schulungsangebot unserer K&P Tech Academy unseren Beitrag zum Know-how-Transfer leisten.

Sie sprechen vom ‚Single Point of Contact‘. Wie können Sie den SPOC auch in Zukunft wirtschaftlich anbieten – für so unterschiedliche Bereiche wie hauseigenes RZ, Cloud-Backup oder herstellerübergreifenden Software- und Betriebssystemsupport?
Müller
: Wir sind nach wie vor auf einem sehr gesunden Wachstumskurs und mit unseren drei Geschäftsbereichen IT-Wartung, IT-­Projekte und Managed Services sehr gut aufgestellt. Als inhaber­geführtes Unternehmen sind wir ­wirtschaftlich unabhängig aufgestellt und ­profitabel.

Deutschland ist Exportweltmeister – und dementsprechend international sind deutsche Unternehmen aufgestellt. Wie kann K&P Computer als Mittelständler die SPOC-Idee weltweit umsetzen?
Müller
: Wir haben in den über 30 Jahren ein sehr gutes Hersteller- und Partnernetzwerk auf­gebaut, auf das wir auch bei der Internationalisierung unseres Service-Angebotes zurück­greifen. So bieten wir unseren Kunden auch auf globaler Ebene eine 24/7-Erreichbarkeit und qualitativ hochwertige Support-Leistungen, die etablierten Prozessen unterliegen und den deutschen Standards entsprechen.
Unsere Kunden können diesen Support wahlweise als Vor-Ort- oder auch als Remote-­Service abrufen. Abgedeckt werden damit beispielsweise Systeme und Peripherie-Einheiten von IBM, Hewlett Packard Enterprise, Fujitsu, Netapp, Dell, EMC² und Cisco. Die internationale Expansion weiter vorantreiben wird Thomas Wolff, der uns seit Beginn des Jahres als Director Sales & Partnermanagement Global unterstützt.

Herr Müller, vielen Dank für das Interview!

Fotos: Dirk Beichert

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Berthold Wesseler DV-Dialog Cloud
news-21066 Thu, 18 Oct 2018 10:28:00 +0200 Neue Chefin für das DFKI http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/neue-chefin-fuer-das-dfki-21066/ Im Zuge der Feierlichkeiten zur Gründung des DFKI vor 30 Jahren stellten Aufsichtsratsvorsitzender Prof. Hans-Albert Aukes und CEO Prof. Wolfgang Wahlster gestern in Berlin Prof. Jana Koehler der Öffentlichkeit vor. Sie soll den Vorsitz der Geschäftsführung des DFKI zum 1. Februar 2019 übernehmen und den Gründungsdirektor und „Spiritus Rector“ Wahlster (65) ablösen, der seinen Lebensmittelpunkt aus dem Saarland nach Berlin verlagern will. Das „Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz“ verbindet seit 30 Jahren wissenschaftliche Spitzenleistung und wirtschaftsnahe Entwicklung mit gesellschaftlicher Wertschöpfung. Mittlerweile über 900 Mitarbeiter forschen in einer Public-Private-Partnership an KI. Nach über 20 intensiven Jahren will Prof. Wahlster zum 1. Februar 2019 den Vorsitz der DFKI-Geschäftsführung übergeben.

Designierte Nachfolgerin

Die Berufung von Prof. Koehler zu seiner designierten Nachfolgerin ist das Ergebnis einer internationalen Ausschreibung und eines zwei Jahre langen Verfahrens, erklärte Prof. Aukes: „30 Jahre bemessen in etwa eine Generation. Und so steht nun zwangsläufig in der Führung des DFKI ein Generationenwechsel bevor. Keine ganz einfache Aufgabe, gerade bei einem Forschungsunternehmen wie dem DFKI, mit seinen vielfältigen Verknüpfungen zu Universitäten und Forschungsinstituten national wie international, zu den öffentlichen und industriellen Auftraggebern, zu Meinungsbildnern und globalen Forschungsgremien in der KI und zu den Gesellschaftern, um nur einige Beispiele zu nennen.“

Prof. Koehler ist Spezialistin für KI und Kognitive Robotik, für Software-Architektur und Optimierung von Geschäftsprozessen. Sie hat Erfahrung in Forschung und Industrie, bei der Entwicklung von Produkten, bei der Beratung von Unternehmen, in der Lehre, bei der Führung von Teams und bei der Beantragung von Projekten. Prof. Wahlster ist „glücklich, dass nun ein Generationswechsel vollzogen werden kann und dazu erstmals eine Frau das weltweit größte KI-Forschungszentrum führen wird. Frau Koehler kennt das DFKI gut, denn sie war vom Januar 1990 bis Dezember 1993 wissenschaftliche DFKI-Mitarbeiterin in meinem Projekt PHI (Planbasierte Hilfesysteme) und hat bei mir promoviert. Das Thema ihrer Doktorarbeit im Jahr 1994 war ‚Wiederverwendung von Plänen in deduktiven Planungssystemen‘. Als Doktorvater bin ich stolz, dass ich nun den Staffelstab an eine ehemalige Doktorandin übergeben kann, die zudem noch bei Prof. Nebel in Freiburg habilitierte, dessen Doktorvater ich ebenfalls war.“

Prof. Wahlster wird am Jahresende an der Universität des Saarlandes in den Ruhestand treten und am 1.2.2019 die Position des CEO, also des technisch-wissenschaftlichen Geschäftsführers und Vorsitzenden der Geschäftsführung, nach 20 Jahren abgeben. Er bleibt dem DFKI als Chefberater verbunden.

Chancen und Aussichten der KI

Zu den Chancen und Aussichten der KI in den nächsten Jahren sagte Prof. Koehler gestern auf der Pressekonferenz im DFKI-Projektbüro Berlin: „Solver und Learner – die beiden großen Erfolge der symbolischen und subsymbolischen KI-Forschung – ermöglichen es, dass intelligente Systeme Muster erkennen, Entscheidungen zielgerichtet treffen und Prozesse optimieren. So können Ressourcen besser genutzt und technische Lösungen flexibler und effizienter arbeiten.“

„Zukünftige Herausforderungen liegen in der Integration unterschiedlichster Formalismen, Modelle und Algorithmen, um die großen ungelösten Probleme der KI wie das Frameproblem, die Frage, ob Intelligenz eine physische Verkörperung zwingend erfordert, oder auch die 4 großen A: Alltagswissen, Abstraktion, Analogie, Argumentation angehen zu können. Da liegen noch viele spannende und komplexe Forschungsaufgaben vor uns,“ so Koehler weiter.

Prof. Dr. Jana Koehler ist Professorin für Informatik an der Hochschule Luzern/Schweiz. Methoden der KI und das Thema Geschäftsprozessmanagement sind dort ihr Schwerpunkt in Lehre und Forschung. Von 1990 bis Dezember 1993 war sie bereits am DFKI in Saarbrücken. Weitere berufliche Stationen waren die Universitäten Linköping (Schweden), Maryland und Berkeley (USA), Freiburg, die Firma Schindler und das IBM Forschungslabor in Rüschlikon/Schweiz. Sie ist Ko-Autorin des Standards BPMN 2.0 für das „Business Process Management“, der 2011 von der OMG verabschiedet wurde. Ihre aktuelle Forschung fokussiert auf dynamische Prozesse und Case Management sowie die Verbindung von Prozessen, Geschäftsregeln und Geschäftsobjekten.

Open House mit Präsentation von KI-Prototypen

Beim anläßlich des Jubiläums „30 Jahre DFKI“ veranstalteten Open-House-Event im Projektbüro Berlin wurden 16 KI-Prototypen aus elf Forschungsbereichen gezeigt – zu Themen wie: Intelligente Assistenz- und Wissensdienste in der medizinischen Notaufnahme, On-the-fly Optimierung und Planung von Produktionssystemen in Echtzeit, Roboter für die autonome Erkundung planetarer Krater und Höhlen, „Smart Textiles“, Eye-Tracking oder Augmented-Reality für „Immersive Quantified Learning“. Weitere Details finden sich hier.

Bildquelle: DFKI

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DV-Dialog Leute
news-21046 Tue, 16 Oct 2018 20:51:15 +0200 Kein Königsweg in Sicht http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/kein-koenigsweg-in-sicht-21046/ Seit Jahrzehnten gehört es zu den Grundaufgaben der IT-Abteilung sicherzustellen, dass der Zugriff auf Daten und Ressourcen nur durch berechtigte Mitarbeiter erfolgt. Eine effektive Zugriffskontrolle ist heute aufgrund der Menge an kritischen Unternehmensdaten wichtiger denn je. Allerdings haben die wenigsten Unternehmen ihre Praktiken mit der bestehenden Infrastruktur weiterentwickelt. Zum einen, da aufgrund noch nicht aufgetretener Sicherheitsprobleme keine Notwendigkeit gesehen wurde, zum anderen weil sich die Technik so schnell weiterentwickelt hat, dass andere Bereiche den Vorrang hatten, wenn es um Innovationen und Modernisierungen ging. Administratoren stehen dadurch vor einigen Hürden, die sie zu meistern haben, um zeitgemäße Lösungen und Prozesse aufsetzen zu können. Dazu gehören ausufernde Kosten und Aufwände.

Die Ursache: Über die Jahre gewachsene IT-Umgebungen setzen sich aus zahlreichen Anwendungen zusammen, deren Datensilos Zugriffsberechtigungen für verschiedene Mitarbeiter und Rollen verlangen. Je größer das Unternehmen, desto heterogener gestaltet sich die IT-Landschaft. Aufgaben wie Passwort-Resets bei Verlust von Login-Daten, das Anlegen verschiedener Konten für neue oder temporäre, oder die Entfernung ehemaliger Mitarbeiter führt zu einem enormen Administrationsaufwand und hohen Kosten. Abhilfe schafft hier die Konsolidierung von fragmentierten Einzellösungen und die Integration einer zentralen Verwaltung. Diese gilt es allerdings zunächst aufwändig übergreifend zu integrieren.

Neuer „User-Lifecycle“

Außerdem hat sich der „User-Lifecycle“ geändert. Mitarbeiter bewegen sich heute wesentlich dynamischer im Unternehmen als früher. Statt auf linearen Karrierewegen arbeiten sie zunehmend auch projektbezogen in anderen Abteilungen oder wechseln in anderer Funktion innerhalb des Unternehmens. Außerdem sind zunehmend auch externe Berater oder Partner eingebunden, sodass die Vergabe von Zugriffsrechten in deutlich kürzeren Intervallen erfolgt als früher.

Erschwerend kommt hinzu: Die Authentifizierung ist oft antiquiert. Nutzername und Passwort stellen seit Jahrzehnten die standardmäßige Form der Authentifizierung für Unternehmensanwendungen dar. Sicherheitsexperten predigen allerdings seit Jahren, dass diese Form längst nicht mehr mit den heutigen Anforderungen mithalten kann. Den Beweis liefern ironischerweise die Vorreiter der Tech-Branche selbst: Twitter, Apple, Uber und das Urgestein Yahoo gehören zu den prominenten Namen, die bereits durch Passwort-Pannen Schlagzeilen machten.

Halbherzige Versuche

Auch der halbherzige Versuch, komplexe Passwörter mit Sonderzeichen und Zahlen zu verwenden, stellt für Cyber-Kriminelle nur ein geringes Hindernis dar. Mit einfachen Tools sind sie in der Lage, unzählige Kombinationen in kürzester Zeit durchzurechnen. Zeitgemäßer und deutlich sicherer ist der Einsatz von Multi-Faktor- oder biometrischer Authentifizierung.

Last not least gilt es, „digitale Einbrüche“ schnell zu erkennen und rasch darauf zu reagieren. Denn eines ist klar: Auch die besten Sicherheitspraktiken können heute keinen vollständigen Schutz bieten. Daher müssen die geeigneten Lösungen im Einsatz sein, um möglichst schnell zu bemerken, wenn sich Unbefugte Zugriff auf das System verschaffen.

Weil Mitarbeiter nicht zu jedem Zeitpunkt sämtliche Login-Versuche verfolgen können, müssen sie auf die Hilfe von Analyse-Tools und Automatismen zurückgreifen. Ein effektiver Ansatz ist die Dokumentation der Zugriffe in Echtzeit und die Analyse von abweichendem Nutzerverhalten. Erfolgt ein Zugriff innerhalb kurzer Zeit mehrmals von verschiedenen Lokationen oder werden ungewöhnlich große Datenmengen von einem Mitarbeiter heruntergeladen – weicht ein Verhalten also vom Standard ab – kann das bedeuten, dass ein Benutzerkonto übernommen wurde. Es gibt nun zwei Möglichkeiten, wie das System darauf reagiert: entweder wird das Konto gesperrt oder ein Alarm ausgelöst.

Viele Wege, knifflige Entscheidungen

All das macht klar: Der Weg zu einer modernen Access-Control-Strategie ist vielfältig – und einen Königsweg zu definieren ist schwer. Gerade in der heutigen Zeit müssen Unternehmen entscheiden, welche technologischen Maßnahmen und internen Abläufe sie wählen, um den individuellen Anforderungen ihrer Systeme gerecht zu werden. Sicherheit muss schließlich nicht perfekt, aber für die unternehmenseigenen Anforderungen ausreichend sein.

Bildquelle: Citrix Systems GmbH

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DV-Dialog Sicherheit
news-21043 Tue, 16 Oct 2018 16:29:55 +0200 SAP-Anwender fordern einheitliche Datenmodelle http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/sap-anwender-fordern-einheitliche-datenmodelle-21043/ Mehr als ein Drittel aller Mitglieder der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) glaubt, bei der digitalen Transformation weit oder sehr weit zu sein (2017: +3 Prozentpunkte). Wichtigstes Thema ist der Aufbau digitaler Mitarbeiter-Skills gefolgt von künstlicher Intelligenz/Machine Learning und Vorhaben rund um das Internet of Things. Wie SAP-Anwender den Herausforderungen der Digitalisierung mit klassischen und neuen Ansätzen in Unternehmensnetzwerken begegnen und welche Anforderungen sie an SAP haben, wird ab heute in Leipzig auf dem 19. DSAG-Jahreskongress unter dem Motto „Business ohne Grenzen – Architektur der Zukunft“ drei Tage lang thematisiert. Erneut gibt es einen Teilnehmerrekord zu verzeichnen: Rund 5.000 Besucher werden bei dem Anwendertreffen erwartet.

Digitalisierte Geschäftsprozesse sind vor allem unternehmensübergreifend vernetzt und laufen in Echtzeit ab. Eine Grundvoraussetzung dafür sind einheitliche Datenmodelle. Herkömmliche heterogene Standardlösungen reichen daher nicht mehr aus. Daher soll die Architektur der Zukunft durch einfache und klar definierte Funktionen geprägt sein. „SAP ist hier gefordert, uns Lösungen anzubieten, die auf einheitlichen Datenmodellen mit weitreichenden Integrationsmöglichkeiten basieren. Nur so lassen sich End-to-End-Prozesse realisieren“, beschreibt der DSAG-Vorstandsvorsitzende Marco Lenck die Aufgabe – und sicherlich auch Herausforderung – der SAP.

ERP-Systeme spielen in der Architektur der Zukunft eine wichtige Rolle. 73 Prozent der CIOs, die an einer Online-Befragung im Sommer teilnahmen, sehen ERP-Systeme als relevant an, bilden sie doch auch weiterhin die Wertschöpfung innerhalb der Unternehmen ab, wobei die Prozessintegration zwischen Unternehmen einen Mehrwert außerhalb der ERP-Systeme schafft.

Weniger Cloud-only-Entwicklungen

Befragt hat die DSAG im Sommer CIOs und Vertreter von DSAG-Mitgliedsunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Rund die Hälfte der Teilnehmer kommt aus Unternehmen mit einer Größe zwischen 500 bis 5.000 Mitarbeitern. Ihre Meinung: Die Architektur der Zukunft ist und braucht aber noch mehr als nur ERP-Systeme; speziell Marketing- und Vertriebsprozesse werden dabei von DSAG-Mitgliedern heute schon ausgelagert, denn 48 Prozent der Befragten nutzen diese aus der Cloud.

Wesentlich ist auch ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Kernprozesse verbleiben zum Großteil On-Premise im ERP, lediglich 10 Prozent der Befragten verlagern sie in die Cloud. Daraus ergibt sich eine weitere Forderung der DSAG. „Wir brauchen weniger Cloud-only-Entwicklungen und erwarten funktionale Weiterentwicklungen im Rahmen der Wartung und keine neue Cloud-Subskription“, mahnt Lenck. „Funktionen innerhalb von Kernanwendungen müssen integriert bleiben“. Nur so lassen sich Geschäftsprozesse effizient abbilden.

Grundvoraussetzung dafür sind einheitliche Datenmodelle, insbesondere wenn es um den Datenaustausch in Echtzeit zwischen Unternehmen geht. „Das ist leichter gefordert als umgesetzt“, weiß Marco Lenck. Heute kommt ja jedes ERP-System mit seinem eigenen Datenmodell daher – und Standards sind hier noch nicht in Sicht. „Das ist Gift für die Digitalisierung – und Gift für den Realtime-Zugriff“, so Lenck weiter. „Hier sind SAP und die anderen ERP-Hersteller gefragt dafür zu sorgen, dass sich die Datenmodelle in den Systemen angleichen und keine Transformation mehr notwendig ist, weil die ERP-Systeme unterschiedliche Daten für eine Rechnung oder eine Bestellung verlangen. Das wird die Architektur der Zukunft sein.“ Die jüngst von SAP gemeinsam mit Microsoft und Adobe begründete Open-Data-Initiative beispielsweise sei ein Schritt in die richtige Richtung. Lenck hat durchaus die Hoffnung, dass sich Adobe und Microsoft mit SAP auf gemeinsame Datenmodelle, „auf welchem Level auch immer“, einigen, so dass man dann zumindest in diesem Anbieterkreis von Echtzeit-Integration der Systeme sprechen kann.

 

Offen gestaltete SAP-Plattformen

Zu den fundamentalen Bestandteilen der Architektur der Zukunft zählen außerdem vielfältige Plattformen, um übergreifende Geschäftsprozesse zu realisieren. Die Verteilung der digitalen Prozesse macht eine plattformübergreifende Vernetzung notwendig. Weil diese Servicenetzwerke nicht mit einem Anbieter realisiert werden, folgt daraus laut Lenck für die SAP, dass sie ihre Plattformen offen gestalten muss, um sich mit anderen Plattformen einfach integrieren zu lassen. „Digitale Prozesse brauchen unabhängige, interoperable Standards“, erläutert Lenck. „Konvertierungsprozesse und aufwändige Schnittstellen wirken sich auf die Geschwindigkeit und damit den Erfolg von Digitalisierungsvorhaben der Unternehmen aus“.

In Sachen Plattformen sieht die Realität in DSAG-Mitgliedsunternehmen vielfältig aus: 55 Prozent der Umfrageteilnehmer bescheinigen der SAP Cloud Platform eine hohe Relevanz für die Digitalisierung. Es folgen Microsoft Azure mit 50 Prozent und Amazon Web Services mit 31 Prozent. Google liegt mit 15 Prozent etwas abgeschlagen, anderer Provider wie IBM oder die Deutsche Telekom spielen kaum eine Rolle.

Architektur der Zukunft

Bei der Online-Umfrage wurden CIOs und Unternehmensvertreter auch zur Relevanz von SAP-Produkten für die digitale Transformation befragt. S/4 Hana hat für über drei Viertel der Befragten eine hohe Relevanz. Die SAP Cloud Plattform ist mit 47 Prozent im Rennen. Leonardo mit 30 Prozent. Mit der Business Suite als zentralem System plant über die Hälfte ihre Transformation. Lenck folgert daraus: Die Weiterentwicklung der Business Suite muss daher gewährleistet bleiben und darf nicht zugunsten der Cloud reduziert oder gar aufgegeben werden.

Auch in diesem Jahr lohnt ein Blick auf den Umstellungsprozess auf S/4 Hana in den Unternehmen. 41 Prozent schätzen, dass sie bis 2025 ihre Systeme komplett umgestellt haben, weitere 28 Prozent zumindest teilweise. „Allerdings sind aktuell bei einer Umstellung noch nicht alle abgekündigten Funktionen des alten ERP ersetzt. Wenn sich das nicht ändert, brauchen wir Alternativen für die ERP-Transformation“, blickt Marco Lenck in die Zukunft. Daraus folgt, Unternehmen wollen und müssen sich vermehrt der komplexen Aufgabe stellen und ihre Architektur der Zukunft aufbauen. Sie benötigen aber verschiedenste Hilfestellungen. Diese fordert die DSAG von SAP für ihre Mitglieder ein, zum Beispiel:

- „Bewährtes und Erkämpftes“ aus der On-Premise-Welt muss ohne großen Aufwand mit in die künftigen hybriden Szenarien übernommen werden können.

- Die Rahmenbedingungen für die Implementierung von S/4 Hana müssen weiter verbessert und optimiert werden.

- Um zu der homogenen CRM-Suite C/4 Hana zu gelangen, die sich alle Anwender wünschen, muss konsequent nachgearbeitet werden.

- Die Adaption der heutigen SAP-Preislogik auf die neue Welt muss dringend schneller vorankommen. Es braucht ein atmendes, an den Kennzahlen des Geschäfts orientiertes Modell, das wir seit Jahren fordern.

- Es braucht Zukunftsarchitekturen für Unternehmen jeder Größe, die bestehende Geschäftsmodelle abbilden und sich darüber hinaus alle denkbaren und undenkbaren Möglichkeiten offenhalten.
 
Bildquelle: DSAG

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DV-Dialog ERP
news-21017 Mon, 15 Oct 2018 10:40:27 +0200 Wachstumssprung für Software One http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/wachstumssprung-fuer-software-one-21017/ Software One, ein seit 1985 aktiver Anbieter im Bereich Software‐ und Cloud‐Portfolio‐Management im Privatbesitz mit mehr als 3.000 Mitarbeitern, kauft den IT-Dienstleister Comparex. Eine entsprechende Vereinbarung mit dem bisherigen Comparex-Eigentümer, der Wiener Raiffeisen Informatik GmbH, wurde vergangene Woche unterzeichnet. Über die Bedingungen der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart; der Vollzug der Transaktion ist bis Juli 2019 zu erwarten, falls die notwendigen Genehmigungen erteilt werden. Es entsteht ein Unternehmen mit mehr als 5.500 Experten und eigenen Niederlassungen in 88 Ländern und Serviceeinheiten in 150 Ländern. Laut Daniel von Stockar, Firmengründer und Aufsichtsratsvorsitzender von Software One, werde man gemeinsam mit rund 200 Standorten weltweit Kunden bei der Optimierung und Verwaltung von Softwarekäufen im Wert von über 10 Mrd. Euro unterstützen. Comparex-CEO Thomas Reich und Vertriebsvorstand Marc Betgem bleiben Manager bei Software One.

„Als Privatunternehmen prüfen wir mögliche Übernahmen sehr sorgfältig, um sicherzustellen, dass wir unser Kapital bestmöglich einsetzen. Zusammen mit unserem Investor KKR haben wir viel Zeit auf die Suche nach dem richtigen Partner verwendet. […] Die Gründer von Software One bleiben Mehrheitsaktionäre des zusammengeführten Unternehmens“, sagte von Stockar. Er sieht die Übernahme von Comparex als wichtigem Schritt auf diesem Weg der Software- und Dienstleistungsbranche zu einem Abonnementgeschäftsmodell. Der Hauptsitz soll in Stans, Schweiz, bleiben – aber auch der Comparex-Campus Leipzig soll weiterhin eine wichtige Rolle bei der Betreuung Kunden spielen, heißt es in der Pressemitteilung.

Software- und Cloud-Portfolio-Management

Software One versteht sich als Experte im Bereich Software- und Cloud-Portfolio-Management, der dem IT-Chef eine neue Art und Weise der Budgetierung und Optimierung seiner IT-Kosten ermöglicht, sowohl On-Premises als auch in der Cloud. Die Plattform Pyra Cloud beispielsweise erlaubt das digitale Supply-Chain-Management für Software-Produkte und Maximierung von Software-Investitionen. Zusammen bieten unsere Dienstleistungen im Bereich Software Portfolio Management (SPM) und Software Asset Management (SAM) die Methodik und die Rahmenbedingungen zur Optimierung der zugrundeliegenden IT‐Infrastruktur, zur Beschleunigung der Cloud‐Einführung und zur Minimierung von Compliance‐Risiken. Der Jahresumsatz wurde zuletzt mit 7 Mrd. Dollar beziffert.

Die Comparex-Gruppe, die auf eine wechselvolle Geschichte zurückblickt, beschäftigt nach Firmenangaben 2.450 Mitarbeiter an mehr als 80 Standorten in 36 Ländern in Europa, Asien und Amerika. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2017/18 betrug 2,533 Mrd. Euro. Das Unternehmen wurde wurde 1990 als PC-Ware vom Leipziger Unternehmer Knut Löschke gegründet, der sein Unternehmen im Jahr 2000 an die Börse brachte und 2009 an Raiffeisen Informatik verkaufte und damit das Unternehmen verließ.

Wechselvolle Comparex-Geschichte

Raiffeisen nahm PC-Ware von der Börse – und änderte den Namen 2011 in Comparex, ein 2009 übernommenes Systemhaus, dessen Wurzeln sogar bis ins Jahr 1986 zurückreichen. Damals wurde Comparex als Joint-Venture von BASF und Siemens zur Vermarktung ihrer Hitachi- bzw. Fujitsu- Mainframes gegründet. Nachdem sich beide Konzerne zurückgezogen, gehörte das Unternehmen seit 1999 dem IT-Konzern Persetel (heute BCX) aus Südafrika.

Nach einem Management-Buy-out in Europa im Jahre 2002, bildete sich rund um Comparex die Systemhaus-Gruppe TDMI. Nach deren Insolvenz 2009 hat PC-Ware im Zuge der Übernahme durch Raiffeisen Informatik Teile der ehemaligen Comparex übernommen und den Firmennamen geändert. Die Zentrale blieb aber in Leipzig und wurde seither weiter ausgebaut.

Allerdings hielten sich bereits seit dem Jahr 2015 hartnäckig die Gerüchte, dass Raiffeisen nach einem Käufer für Comparex suche, der dafür 350 Mio. Euro zahlen wolle. Jetzt wurde endlich ein Käufer gefunden. Was der gezahlt hat, ist bisher nicht bekannt. Erst Ende 2017 war bei Comparex der Vorstand neu besetzt und mit Dr. Reich ein Nachfolger des Vorstandsvorsitzenden Wilfried Pruschak bestellt worden. Pruschak hatte das Amt im April 2014 angetreten.

Auch in der Schweiz hat Comparex übrigens bereits eine wechselvolle Geschichte, die sogar die Gerichte beschäftigt hat.

Bildquelle: Gerd Altmann/Pixelio.de

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Berthold Wesseler Unternehmen DV-Dialog
news-21008 Thu, 11 Oct 2018 19:28:17 +0200 Bechtle erwirbt BT Stemmer http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/bechtle-erwirbt-bt-stemmer-21008/ Mit der Übernahme der BT Stemmer GmbH, München, kommen 160 weitere Mitarbeiter zu Bechtle. Der Umsatz des aufgekauften Spezialisten für Netzwerklösungen, Unified Communications, IT-Security und Managed Services lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei rund 60 Mio. Euro. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Wie Bechtle betreut BT Stemmer mittelständische Unternehmen, Konzerne und öffentliche Auftraggeber. Seit 2008 gehört der Netzwerkspezialist zu BT (British Telecom). Innerhalb der Bechtle-Gruppe firmiert der Cisco- und Netapp-Partner künftig wieder unter dem Namen Stemmer. Als Geschäftsführer bleiben Henning Heimann und Oliver Herrmann in gleicher Funktion verantwortlich.

Mit Stemmer holt sich Michael Guschlbauer, Vorstand IT-Systemhaus & Managed Services der Bechtle AG, Verstärkung „in einem zukunftsträchtigen Geschäftsfeld. Netzwerkkompetenz gewinnt für hybride Cloud-Architekturen zunehmend an Bedeutung.“ Stemmer betreue aktuell rund 850 Kunden bei der Realisierung von nationalen und internationalen IT-Projekten.

„Das sind sehr gute Nachrichten sowohl für die Kunden als auch die Mitarbeiter von BT Stemmer“, sagt Bas Burger, CEO von Global Services, der Geschäftskundensparte von BT. „Der Zusammenschluss mit Bechtle wird für Kontinuität sorgen und neue Wachstumschancen eröffnen. Auch für BT ist dies ein wichtiger Schritt im Rahmen unserer Strategie, uns auf 800 multinationale Unternehmen zu konzentrieren und sie mit Netzwerk-, Cloud- und Security-Lösungen zu versorgen. BT wird weiterhin stark in Deutschland vertreten sein, wo wir einige der bekanntesten internationalen Unternehmen zu unseren Kunden zählen und ein umfangreiches Netzwerk sowie ein modernes Security Operations Centre betreiben.“

Die Bechtle AG ist mit rund 70 IT-Systemhäusern in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktiv und zählt mit E-Commerce-Gesellschaften in 14 Ländern zu den führenden IT-Handelsunternehmen in Europa. Gegründet 1983, bedient der Konzern mit Hauptsitz in Neckarsulm mit rund 9.000 Mitarbeitern etwa 70.000 Kunden.

Bildquelle: Bechtle AG

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DV-Dialog Unternehmen
news-20990 Wed, 10 Oct 2018 16:23:05 +0200 Kapitalspritze – auch für IBM-i-Produkte http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/kapitalspritze-auch-fuer-ibm-i-produkte-20990/ Die Investmentgesellschaft Bain Capital Private Equity will den amerikanischen IBM-Partner Rocket Software für 2 Mrd. Dollar übernehmen. Im Jahr 1990 gegründet und in Privatbesitz befindlich, arbeiten mehr als 10 Millionen User mit Produkten des Unternehmen Rocket Software, das sich traditionell auf Mainframe- und Midrange-Systeme der IBM fokussiert. Rocket, etwa 1.500 Mitarbeiter und rund 450 Mio. Dollar Umsatz stark, ist derzeit im Besitz von Court Square Capital Partners in New York, einem Spin-off der Citigroup. Schon seit Monaten gab es Gerüchte, dass Rocket auf dem Markt angeboten wurde, sei es um das gesamte Unternehmen oder aber einige seiner Produkte zu verkaufen. Ungefähr ein Drittel der Rocket-Angestellten arbeitet in der Firmenzentrale in Waltham/Massachusetts, die übrigen an Standorten in Amerika, Europa, Asien und Australien.

Offenbar hat Court Square Capital Partners sich jetzt mit der Private-Equity-Firma Bain Capital geeinigt, die sich bisher – anders als z.B. Apax Partners, HIG Capital oder Golden Gate – nicht groß auf dem IBM-i-Markt engagiert hatte. Bain, 1984 vom ehemaligen Präsidentschaftskandidaten und Massachusetts-Gouverneur Mitt Romney mitbegründet, betreut Vermögenswerte in Höhe von 105 Mrd. Dollar und hat durchaus etliche IT-Firmen gekauft, darunter BMC Software, Sunguard Data Systems und Symantec.

Das Wachstum beschleunigen

„Rocket Software wird von Kunden und Partnern, die auf ihre zuverlässige Technologie und ihr geschäftskritisches Produktportfolio angewiesen sind, als vertrauenswürdige Ressource angesehen", erklärte David Humphrey, Managing Director bei Bain Capital, freut sich auf die Zusammenarbeit mit Rocket in einer Pressemitteilung. Das Unternehmen habe seine Lösungen kontinuierlich verbessert sowie Akquisitionen integriert. „Wir freuen uns darauf, mit Andy und seinem Team zusammenzuarbeiten, um das Wachstum weiter zu beschleunigen, indem wir die Plattform erweitern“, ergänzte Ian Loring, Managing Director bei Bain Capital Private Equity.

Auch nach der Transaktion, die voraussichtlich bis zum Jahresende abgeschlossen sein wird, soll das Rocket-Management rund um CEO und Präsident Andy Youniss an Bord bleiben. „Diese neue Partnerschaft wird es uns ermöglichen, unserer neuen globalen F&E-Organisation erhebliche Ressourcen zu widmen und noch mehr Lösungen zu entwickeln und bereitzustellen, die unseren Kunden helfen, ihre Anwendungen, Daten und Sicherheitsinfrastruktur auf den Anwendungsplattformen IBM z, IBM i und Multivalue zu optimieren und zu modernisieren“, sagte Youniss in einer Pressemitteilung. Rocket entwickelte auch im Auftrag von Big Blue die Cloud Storage Solutions, die IBM als eigenes Produkt an IBM-i-Kunden verkauft.

Viele Tools für IBM i

Rocket Software, das 43 der Fortune-50-Unternehmen zu seinen Kunden zählt, bietet nach verschiedenen Übernahmen im Laufe der Jahre mehrere IBM-i-Produktlinien an, darunter die mit Aldon, Seagull, Bluetone und Trubiquity übernommenen Produkte ebenso wie Hochverfügbarkeitslösung iCluster, die 2012 von IBM gekauft wurde. Mit diesen Produkten bietet Rocket auch für IBM-i-Anwender Tools für IT-Disziplinen wie „Application Lifecycle Management“, DevOps, Anwendungsmodernisierung, mobile Entwicklung, Terminalemulation, EDI/B2B-Kommunikation, Hochverfügbarkeit und „Disaster Recovery“. Dank der von IBM erworbenen Multivalue-Datenbank spielt Rocket auch eine Rolle im Big Data Analytics-Markt. In Deutschland ist das Unternehmen über die Rocket Software Deutschland GmbH mit Sitzen in Berlin, Bonn und Mannheim sowie über Partner aktiv.

„Wir freuen uns auf die Partnerschaft mit Bain Capital, während wir uns auf das vierte Jahrzehnt des Wachstums vorbereiten“, sagte Youniss. „Rocket-Lösungen helfen Unternehmen, ihre Daten optimal zu nutzen und durch Modernisierung ‚digitale Kompetenz“ aufzubauen, die sie benötigen, um im digitalen Zeitalter effektiver zu konkurrieren.“ Die Lösungen von Rocket erleichtern die Modernisierung der Geschäftslogik und die Nutzung der Daten in Host-basierten Systemen – und können so digitale Transformationsprojekte beschleunigen. IT-Abteilungen rationalisieren ihre täglichen Abläufe mithilfe der von Rocket Software angebotenen Automatisierungs- und Optimierungsfunktionen.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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Berthold Wesseler DV-Dialog Unternehmen
news-20987 Wed, 10 Oct 2018 15:53:08 +0200 Firmenfusion in Wien http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/firmenfusion-in-wien-20987/ Anfang Oktober übernahm Axians ICT Austria den IT-Anbieter Roha von Wolfgang M. Roser und verstärkt damit das Portfolio rund um IBM i (vormals AS/400) und Business Intelligence (BI). Vor der Akquisition waren zunächst die beiden anderen Unternehmen von Roser in die Roha Software Support GmbH integriert worden – die Wolfgang M. Roser Software-Support GmbH (WMR) und die Standard IT Solutions GmbH. „Mit dieser Akquisition verstärken wir unser Angebot als digitaler Komplettanbieter für Enterprise-IT. Wir vertiefen gerade im Midrange-Segment unsere Lösungen, wo wir bereits bisher über eine Expertise wie kaum ein anderer Anbieter verfügen. Unsere auf hohe Autonomie ausgerichtete Unternehmenskultur garantiert dabei, dass das Unternehmen in bewährter Weise weitergeführt wird“, erläutert Peter Werzer, CEO von Axians ICT Austria.

Das Engagement im Bereich IBM i hatte Werzer schon zu Jahresbeginn mit der Übernahme von Wallak Informatics gestärkt. Dieser Innsbrucker IBM-Partner, der seit 1983 IT-Lösungen auch von Herstellern wie Lenovo, Zebra oder Dell/EMC anbietet, verstärkt nicht nur die Präsenz von Axians ICT Austria in Westösterreich, sondern auch deren Kapazitäten im Infrastruktur- und RZ-Umfeld.

Axians ICT Austria will erklärtermaßen die Roha Software Support GmbH als eigenständiges Unternehmen mit dem gesamten Portfolio fortführen und übernimmt sämtliche Mitarbeiter sowie die beiden Standorte in Wien und Bad Honnef bei Bonn in Deutschland. Auch nach der Verschmelzung der drei Roser-Firmen sind die Mitarbeiter von WMR und Standard IT bei Roha wie gewohnt erreichbar. Die Ansprechpartner, die Telefonnummern und Mail-Adressen bleiben unverändert.

„Was wir seit 1986 aufgebaut haben, sollte mit der Übergabe an einen neuen Eigentümer in unserem Sinn weiterentwickelt werden. Mit Axians haben wir dazu ein zukunftsorientiertes Unternehmen gefunden, das unsere hohe Service-Orientierung teilt. Wenn ein Kunde ein Problem hat, wird das bei uns gelöst, und zwar umgehend“, betont der bisherige Eigentümer Wolfgang M. Roser.

Spezialist für IBM-i-Applikationen

Roha bietet auch weiterhin zahlreiche Lösungen für IBM i an: Alleine die eigenentwickelte Software Spoolmaster ist in mehr als 700 Unternehmen im Einsatz und damit die führende Outputmanagement-Lösung für IBM i im deutschsprachigen Raum. Darüber hinaus werden mit dem Entwicklungswerkzeug NAB/400 unterschiedlichste Applikationen für IBM i realisiert – vom Rechnungswesen bis zur Warenwirtschaft. Außerdem bleibt Roha Business-Partner der IBM.

Rohas zweites Standbein sind BI-Anwendungen auf der Basis von Qlik Technology. Als einer der größten Qliktech-Partner in Österreich realisiert Roha eine große Bandbreite an Lösungen – von Insellösungen wie Einzel-Reports für das Quality Management bis hin zur vollständigen Integration des Rechnungswesens und übersichtlich aufbereiteten Dashboards für das Management.

Wie die deutsche Schwester ist auch Axians ICT Austria Teil des französischen Konzerns Vinci Energies – und mit sechs Geschäftsstellen in Österreich sowie zwei Auslandsniederlassungen (in Deutschland und Frankreich) mit 400 Mitarbeitern einer der führenden Anbieter für Enterprise-IT in Österreich. Das Portfolio reicht von Infrastrukturlösungen mit Komponenten von führenden Herstellern bis zu Anwendungs-Know-how und -Lösungen in den Bereichen SAP, Logistik und Retail. Cloud-Services in sicheren, österreichischen Rechenzentren ermöglichen alternative Bezugsmodelle und die Auslagerung des IT-Betriebs – ganz oder auch teilweise.

Bildquelle: Axians ICT Austria

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DV-Dialog Unternehmen
news-20972 Tue, 09 Oct 2018 14:59:56 +0200 Outsourcing groß geschrieben http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/outsourcing-gross-geschrieben-20972/ Bei Digitalprojekten kommen in deutschen Unternehmen häufig externe Dienstleister zum Zuge, weil es an internen Fachleuten und der eigenen Expertise fehlt. So geben in einer repräsentativen Umfrage des Verbandes Bitkom zwei von drei IT-Dienstleistern (66 Prozent) an, dass sie für IT-Projekte engagiert werden, weil der Auftraggeber selbst kein geeignetes Personal hat. Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Spezialversicherers Hiscox unter IT-Dienstleistern durchgeführt hat. Dabei wurden 304 für den IT-Bereich verantwortliche Personen, u.a. (Haupt-)Abteilungsleiter oder Fachbereichsleiter Informationstechnik (IT), IT-Vorstände, CIOs, Geschäftsführer von IT-Dienstleistungs-Unternehmen bis 499 Mitarbeiter bzw. 50 Mio. Euro Umsatz in Deutschland befragt.

Rund jeder Zweite nannte als Gründe, dass es entweder keine freien Kapazitäten beim Auftraggeber gibt (53 Prozent) oder dass es an der internen Expertise fehlt (46 Prozent). Nur jeder vierte Dienstleister (26 Prozent) sagt, dass sein Auftraggeber Kosten sparen möchte, aber 41 Prozent erleben, dass dieser Verantwortung abgeben will.

Zugleich gehen sieben von zehn Befragten (72 Prozent) davon aus, dass sie mit ihrer Arbeit maßgeblich zum Geschäftserfolg ihres Auftraggebers beitragen. „IT-Dienstleister sind unerlässlich dafür, dass die Digitalisierung in Deutschland erfolgreich gestaltet werden kann. Während die neuen digitalen Geschäftsmodelle in den Unternehmen entwickelt werden müssen, kann die Umsetzung durchaus erfolgreich mit externer Hilfe erfolgen“, sagt Dr. Axel Pols, Geschäftsführer bei Bitkom Research.

Cyber-Versicherungen gefragt

Kaum überraschend angesichts des Auftraggebers der Umfrage sind weitere Ergebnisse. So geben 82 Prozent der befragten IT-Dienstleister an, dass mindestens ein Auftraggeber von ihnen bereits den Nachweis über eine IT-Betriebshaftpflicht verlangt hat. 72 Prozent mussten eine IT-Berufshaftplicht nachweisen, 44 Prozent eine Versicherung von Elektronik und Büroinhalt. Bereits jeder Dritte (34 Prozent) wurde nach einer Versicherung gegen Cyber- und Datenrisiken gefragt.

„Wenn Fehler passieren, können sie für IT-Dienstleister existenzbedrohend werden. Es ist eine Aufgabe der Versicherungsbranche, an dieser Stelle geeignete Angebote zu entwickeln, die zu Unternehmen der Digitalwirtschaft passen und mit Zusatzleistungen im täglichen Geschäft unterstützen“, sagt Marc Thamm, Underwriting Manager Technology, Media & Communications bei Hiscox.

Ungenügende Absprachen

Da IT-Projekte häufig eine Schlüsselrolle in Unternehmen innehaben, stehen IT-Dienstleister unter hohem Erfolgsdruck. Das größte Hindernis, dass den Erfolg von IT-Projekten bedroht, sehen die Dienstleister in ungenügenden oder nicht eindeutigen Absprachen (80 Prozent). 60 Prozent nennen eine unsichere Vertragslage. Gleichzeitig passen jeweils nur drei von fünf IT-Dienstleistern ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen an (62 Prozent) bzw. dokumentieren ihren Arbeitsfortschritt genau (61 Prozent), um diesen Problemen entgegenzuwirken.

Gerade einmal jeder zweite IT-Dienstleister hält Absprachen mit dem Auftraggeber vertraglich fest (49 Prozent) oder verlässt sich auf eine spezielle Versicherung (51 Prozent). „Gerade kleinere IT-Dienstleister stehen vor der Herausforderung, dass sie nicht die Kapazitäten haben, sich neben dem Kerngeschäft mit der Absicherung aller Projektrisiken zu beschäftigen. An dieser Stelle bietet neben den richtigen Verträgen und geprüften AGB auch die passende Versicherung Schutz, so dass sich die IT-Dienstleister auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren können“, sagt Thamm. Der Ergebnisbericht ist hier kostenfrei erhältlich.

Bildquelle: Thinkstock / iStock, Bitkom / Hiscox

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DV-Dialog IT-Dienstleistung / Outsourcing
news-20970 Tue, 09 Oct 2018 13:56:41 +0200 Digitalisierung in der Stahlindustrie http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/digitalisierung-in-der-stahlindustrie-20970/ Thyssenkrupp Steel beauftragte Rittal mit der Lieferung modularer Rechenzentren, die bei dem Stahlhersteller produktionsnah aufgestellt werden sollen. Die Container-Rechenzentren sind mit vorkonfigurierten Komponenten für Kühlung oder Stromversorgung ausgestattet, um einen möglichst risikofreien und raschen Aufbau der Infrastruktur zu erlauben. Ziel von Thyssenkrupp Steel ist es, die Digitalisierung zahlreicher Unternehmensabläufe zu beschleunigen. Dies ist für die Duisburger ein wichtiger Baustein im Rahmen ihre ganzheitlichen Digitalisierungsoffensive. Erste Container, die dann kontinuierlich den Bedürfnissen von Thyssenkrupp Steel angepasst wurden, lieferte Rittal bereits im Jahr 2017. Die Installation der neuen Container soll bis Ende 2019 erfolgen.

Bei Thyssenkrupp Steel ist die Digitalisierung ein wesentlicher Teil der Unternehmensstrategie. Heute bereits gestaltet das Unternehmen seine Abläufe bereichsübergreifend in Ende-zu-Ende-Prozessen, die anfallenden Daten bilden die Grundlage für Entscheidungsfindung, Analytik und Vorhersage. Folglich nimmt die Menge der zu verarbeitenden Daten kontinuierlich zu, sodass das Unternehmen seine IT-Infrastruktur entsprechend anpassen muss.

IT-Infrastruktur anpassen

Für die Fertigungsprozesse der über 2.000 Stahlprodukte sind nicht nur leistungsfähige IT-Systeme in unmittelbarer Nähe der Produktionsstandorte notwendig, da immer mehr Abläufe durch Sensoren und Roboter gesteuert werden. Zu den übergeordneten Zielen gehören auch weitere Standardisierungsschritte, eine anforderungsgerechte Sicherheitsarchitektur und eine neue und innovative Vernetzung von Informationen.

Die IT-Container werden bei Thyssenkrupp Steel direkt auf dem Firmengelände installiert und arbeiten als Edge-Rechenzentren inklusive einer Cloud-Anbindung. Denn: Mit der Digitalisierung steigt die Nachfrage nach schnell verfügbaren Daten nahe dem Entstehungsort und dies erfordert zusätzliche Rechenleistung, kurze Latenzzeiten bei der Datenbereitstellung sowie eine unterbrechungsfreie Datenverfügbarkeit und systemweite Sicherheit.

Neue Rechenzentren für deutsche Standorte

Thyssenkrupp Steel Europe gehört zu den führenden Anbietern von Qualitätsflachstahl. Das Unternehmen produziert mit rund 27.000 Mitarbeitern Stahlprodukte für anspruchsvolle Anwendungen in verschiedensten Industriezweigen. Kundenspezifische Werkstofflösungen und Dienstleistungen rund um den Werkstoff Stahl komplettieren das Leistungsspektrum.

„Die Rittal Data Center Container sind ein wesentlicher Baustein in unserem ganzheitlichen Sicherheitskonzept und erfüllen unsere Anforderungen nach höchsten Sicherheitsstandards“, wird Dr. Michael Kranz, CIO bei Thyssenkrupp Steel, in einer Pressemitteilung zitiert. „Die im Rahmen der Partnerschaft mit Rittal entstandenen Edge-Rechenzentren stellen wir direkt an unseren Produktionsstandorten auf und können damit zusätzlich auch IoT-Szenarien effizient und sicher unterstützen.“ Die Edge-Systeme sind in stabilen Stahlcontainern aufgebaut, mit Sicherheitstüren versehen und verfügen über ein detailliertes Monitoring für viele relevante Parameter, inklusive Zugangskontrolle, Brandschutz und Ausfallsicherheit

Daten transformieren die Stahlindustrie

Daten sind zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden – diese Aussage gilt auch für die Stahlindustrie. Aufbauend auf einer weit fortgeschrittenen Prozessautomatisierung und viel Erfahrung in der digitalen Überwachung und automatisierten Steuerung von Industrieanlagen, verschmelzen IT und Fertigung immer weiter.

Die Kombination modernster Technologien aus dem Umfeld „IoT“ und „Big Data“ mit den Daten hunderttausender, bereits in den Anlagen verbauter Sensoren, erlaubt es heute, Produktqualität, Prozesseffizienz sowie Anlagenverfügbarkeit auf Basis hochauflösender Daten und nahezu in Echtzeit direkt vor Ort zu überwachen und zu analysieren.

Gleichzeitig bieten sich auf dieser Basis viele neue Möglichkeiten, sich mit Kunden, Lieferanten und Dienstleistern entlang der Wertschöpfungskette zu vernetzen. Den gestiegenen Bedarf an IT-Systemen realisiert Thyssenkrupp Steel, indem das Unternehmen in der Nähe der Datenentstehung neue Edge-Rechenzentren von Rittal installiert.

Bildquelle: Rittal

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DV-Dialog Cloud
news-20938 Fri, 05 Oct 2018 11:50:25 +0200 Herausforderung Wachstum http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/herausforderung-wachstum-20938/ Als Tool-Suite für Modernisierung ihres Warenwirtschaftssystems auf Basis von IBM i hat die Wernsing Food Family im August iNow UI von ML-Software ausgewählt. Ein modernes, CI-konformes „User-Interface“ soll Bedienkomfort und wertvolle Zusatzfunktionen bringen, während die bewährte Warenwirtschaft auf Basis des ERP-Systems Charisma von der Kölner Gus Group weiterhin wie gewohnt die Businesslogik abbildet. Die Geschichte des Unternehmens Wernsing beginnt 1962 im niedersächsischen Addrup, als der 28jährige Heinrich Wernsing in die Produktion von Pommes Frites einsteigt. Aus dem kleinen Familienbetrieb wurde ein moderner, dynamischer und verantwortungsvoll handelnder Konzern – die Unternehmensgruppe Wernsing Food Family. Sie bietet zahlreiche Lebensmittelmarken in nahezu allen Ländern Europas an, vom feinen Kartoffelsalat über knackige Rohkostsalate bis zu einer umfangreichen Palette von Feinkostgerichten.

Durch den Erwerb nationaler und internationaler Firmen und Produktionsstandorte ist Wernsing schnell gewachsen und verfügt inzwischen über 18 Produktionsstandorte sowie diverse Handelsgesellschaften in sieben europäischen Ländern. Im Jahr 2017 erwirtschafteten die 3.850 Mitarbeiter rund 1,2 Mrd. Euro Umsatz, Tendenz weiter steigend.

Integration verbessert

Dieses Wachstum stellt die Wernsing Food Family vor ganz besondere Herausforderungen. Die IT-seitige Eingliederung der neu erworbenen Firmen und Produktionsstätten nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein. Das auf der Plattform IBM i aufbauende Warenwirtschaftssystem hat sich dabei als stabiles und flexibles Fundament bewährt. So wurde in den letzten acht Jahren im Schnitt ein Neuerwerb pro Jahr in dieses Kernsystem integriert, die Software dort in Betrieb genommen und die neuen Mitarbeiter eingearbeitet.

Mit jeder neuen Firmenintegration wurde aber auch deutlicher, dass die Anwender grafische Bedienoberflächen erwarten - insbesondere bei Firmen, deren vorherige Warenwirtschaft bereits ein graphisches „User Interface“ hatte. In diesen Fällen galt die Einführung von Wernsings Warenwirtschaft nicht als innovativer Schritt, denn die Abkehr von der Bedienung mit der Maus und der fehlende Komfort einer grafischen Oberfläche stellten die Benutzer vor Eingewöhnungsprobleme und brachten zusätzliche Hürden in der Bedienung.

Um hier in Zukunft mehr Akzeptanz zu erreichen, wurden Möglichkeiten gesucht, die Oberfläche der Warenwirtschaft einer Modernisierung zu unterziehen. IT-Bereichsleiter René Sanders wandte sich dazu an die ML-Software GmbH aus Ettlingen – seit 20 Jahren Spezialistin auf diesem Gebiet.

Pluspunkte im Proof-of-Concept

Die Modernisierungsexperten von ML präsentierten in einer Websession ihr neues iNow UI. Im Designer zeigten sie, wie IBM-i-Masken in „smarte“ UIs verwandelt und mit Zusatzfunktionen aufgewertet werden können. Danach nutzte das Team um Sanders die 30-Tage-Testversion des Tools für ein Proof-of-Concept anhand der eigenen IBM-i-Lösung. Schnell kristallisierten sich als Pluspunkte heraus:

1. Einfache Bedienung sowohl im Designer als auch in den gestalteten UIs

2. Funktionsverbesserte Benutzeroberflächen mit einheitlicher CI

3. Effiziente Umsetzung der Mehrsprachigkeit auf Frontendebene

4. Businesslogik bleibt auf IBM i

5. Individuelle Skalierbarkeit bei der Modernisierung

6. Flexible Einsetzbarkeit und Ausweitung auf zunehmend mehr Firmen und Fachbereiche.

Pilotprojekt gestartet

Im August 2018 fiel dann die Entscheidung für iNow UI. In einem Pilotprojekt wird nun die Warenwirtschaft für ein schwedisches Tochterunternehmen, das zum 1. Januar 2019 mit Wernsings Warenwirtschaft ausgestattet werden soll, modernisiert und mehrsprachig gemacht. Drei Mitarbeiter arbeiten an jeweils unterschiedlichen Aufgaben für dieses Teilprojekt der Modernisierung:

1. Identifikation, welche Module der Warenwirtschaft mit welchen Funktionen eingesetzt werden sollen

2. Graphische Umsetzung der einzusetzenden Module durch den UI Designer

3. Erstellen des funktionalen Mehrwertes durch einen Softwareentwickler (u.a. durch SQL-basierte Subfiles und Suchfunktionen).

Der September stand im Zeichen einer intensiven Forschungs- und Testphase, um die besten Vorgehensweisen für die Projektumsetzung zu finden.

Ein Projekt, vier Ziele

Bis November 2018 soll die Modernisierung einschließlich Mehrsprachigkeit zu mindestens 80 Prozent fertiggestellt sein. Ihr erster Prüfstein wird die anschließende Schulung der Mitarbeiter. Diese wird Ideen und Verbesserungsvorschläge der Anwender liefern, die dann bis zum Go-Live am Jahreswechsel noch eingearbeitet werden können. Ist diese Bewährungsprobe bestanden, wird der Einsatz auf weitere schwedische und dänische Firmen der Wernsing Food Family ausgeweitet, mit den Zielen:

1. Mehr Bedienkomfort, Funktionalität und Akzeptanz

2. Verringerung des Einarbeitungsaufwand

3. Stärkung der IBM i im Backend durch leistungsstarke Frontends

4. Gewohnte Stabilität, Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit erhalten.

Mit iNow UI will Wernsing den Aufwand für die Integration neuerworbener Firmen und die Einarbeitung von Mitarbeitern senken. Gleichzeitig bringt der erweiterte Technologiepool mehr Flexibilität in der Software- und Personalentwicklung.

Abschied vom Greenscreen

Weil die Einarbeitung von neuem Personal wegen der klassischen „Greenscreens“ auf Akzeptanzschwierigkeiten stieß und vergleichsweise viel Aufwand erforderte, will Wernsing hier durch die modernen Bedienoberflächen, nützliche Subfile- und Suchfunktionen sowie weitere, bedarfsorientierte Optimierungen deutliche Verbesserungen erreichen. Dazu wird neben RPG auch Microsoft .Net eingesetzt.

Diese breitere Technologieauswahl erhöht die Flexibilität in der IT – sowohl in der Software- als auch Personalentwicklung. Qualifizierte RPG-Entwickler sind deutlich schwerer zu finden als .Net-Entwickler. Selbst wenn eigenes Personal ausbildet werden soll, ist es leichter den Nachwuchs für .Net zu begeistern anstatt für RPG. IT-Leiter Sanders freut sich auch, „dass einige unserer Ideen in die Produktentwicklung von iNow UI eingeflossen sind.“ Und er ist „extrem optimistisch“, das Projekt pünktlich abzuschließen, „denn bei besonderen Herausforderungen können wir auf das Know-how der ML-Experten zurückgreifen. Die schnellen Reaktionszeiten und überzeugenden Lösungsansätze haben uns sehr beeindruckt.“

„iNow UI ist als Bindeglied zwischen IBM i und .Net konzipiert“, betont ML-Geschäftsführer Torsten Klinge. „Wenn IBM-i- und .Net-Leute Hand in Hand zusammenarbeiten, dann kreieren sie gemeinsam mit höchster Effizienz die besten, individuellen Softwarelösungen für ihr Unternehmen.“

Bildquelle: Wernsing Food Family, ML-Software GmbH

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DV-Dialog ERP
news-20930 Thu, 04 Oct 2018 17:32:33 +0200 Datenmigration als Service http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/datenmigration-als-service-20930/ Accur8 Software, ein auf Datenintegration, -migration und -analytik spezialisiertes Softwarehaus aus Brattleboro/USA, hat Ende September seine schlüsselfertige Lösung „Datenmigration as a Service“ (kurz DMaaS) um Migrationsdienste für IBM-i- bzw. AS/400-Umgebungen erweitert. Ziel ist es, das Mittelständler Daten aus der db2-Datenbank in ihren Rechenzentren einfach und zuverlässig in Clouds wie Amazon AWS oder Microsoft Azure migrieren können. Das ist interessant für Unternehmen, die ihre IBM-i-Umgebung nur zum Speichern von archivierten Datensätzen unterhalten, weil sie keine einfache und kostengünstige Möglichkeit gefunden haben, ihre Daten auf eine moderne Plattform zu verschieben.

Accur8 positioniert DMaaS für IBM i als schlüsselfertige Lösung für die Migration von IBM-i-Daten zu Open-Source-Datenbanken in der Cloud. Der Service kann aber auch für das Migrieren von Daten zu lokalen Plattformen oder Hybridumgebungen verwendet werden. Basis ist die Accur8 Integration Engine , die laut Hersteller auch „viele Nuancen in DB2-Datenstrukturen berücksichtigt“, z. B. die korrekte Handhabung von DDS-Tabellen.

Bestandteil des Service ist auch ein Berichts- und Analysesystem; bei Bedarf lässt sich DMaas für IBM i mit bereits vorhandenen Berichtstools verbinden. Accur8 bietet außerdem eine kontinuierliche Pflege und Wartung für das Cloud-Data-Warehouse, einschließlich Fehlerkorrekturen, Datenvalidierung und Backups.

Bildquelle: Pixabay

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Berthold Wesseler DV-Dialog Cloud
news-20917 Tue, 02 Oct 2018 19:28:33 +0200 Voice bemüht das Kartellamt http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/voice-bemueht-das-kartellamt-20917/ Die im April lancierten Lizenzbestimmungen der SAP in Bezug auf indirekte Nutzung/Digital Access erachtet Voice, der Bundesverband der IT-Anwender, aufgrund zweier juristischer Gutachten der Rechtsanwaltskanzlei Osborne Clarke als rechtswidrig. Auf dieser Grundlage hat der Verein, der nach wie vor das Gespräch mit SAP sucht, auch das Kartellamt eingeschaltet. Es soll prüfen, ob der Softwarehersteller seine starke Marktposition ausnutzt. Fordert SAP eine deftige Nachzahlung von einem großen deutschen Kunden? Was immer auch der Auslöser für die aktuelle Beschwerde durch den Anwenderverein war – die Lizenzpolitik der SAP hat sie geradezu herausgefordert. Auch die erst im April im Zusammenspiel mit der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe DSAG vorgestellten Anpassungen galten allgemein maximal als Beruhigungspille, wenn nicht gar als Placebo oder Ablenkungsmanöver. Denn SAP ist nicht zimperlich bei Nachforderungen, wie nicht nur das drastische Beispiel des britischen Getränkekonzerns Diageo deutlich macht.

Indirekte Nutzung weder fair noch transparent

Laut Voice jedenfalls verunsichern jedenfalls die zusätzlichen Gebühren für den indirekten Zugriff von Devices und Fremdprogrammen die SAP-Nutzer, erhöhen ihr Kostenrisiko erheblich und widersprechen dem Grundsatz der Interoperabilität. Es gebe nicht nur viele Risiken bei der Nutzung des indirekten Zugriffs; außerdem seien sie schlicht und ergreifend „unrechtmäßig“.

Diese Behauptung wird durch die beiden juristischen Gutachten zu indirekter Nutzung und Digital Access untermauert. Sie kommen laut Voice zu dem Schluss, dass die Lizenzbestimmungen der SAP „rechtswidrig sind und der Softwarehersteller seine starke Stellung im Markt für Business-Software gegenüber seinen Kunden missbraucht“.

Das Motiv für die Gutachten begründet der Vereinsvorsitzende Dr. Thomas Endres so: „Als Interessensvertreter der IT-Anwender setzen wir uns für transparente und faire Lizenzbedingungen ein. Die von SAP nach wie vor nicht eindeutig definierte indirekte Nutzung/digital Access ist weder fair noch transparent.“

Endres findet es zwar absolut verständlich, dass sich Softwareanbieter auf die veränderte Nutzung ihrer Produkte in einer immer stärker digitalisierten Welt vorbereiten. „Aber es darf nicht einseitig zu Lasten der Anwender gehen.“ Außerdem habe ein Anwenderverband ein natürliches Interesse an einem offenen Softwaremarkt, in dem kein dominanter Anbieter die Bedingungen diktiert. „Gerade in Bezug auf die laufende Digitale Transformation ist die Interoperabilität der Systeme essentiell. Wenn diese Interoperabilität durch ungerechtfertigte Gebühren eingeschränkt wird, wäre das für alle Marktteilnehmer fatal“, betont Endres.

Gefahr für die digitale Transformation

„Wir sehen die indirekte Nutzung als Gefahr für die digitale Transformation“, ergänzt Patrick Quellmalz, Geschäftsführer der Voice CIO-Service GmbH. Dafür führt er zwei Gründe an: „Anwender setzen sich lizenzrechtlichen Risiken aus, wenn sie zukunftsgerichtete Technologien einsetzen, wie APIs, Container oder nur eine moderne E-Commerce-Lösung, die auch SAP-Daten nutzt. Außerdem schädigt die SAP mit ihrem Lizenzverhalten den Markt für Third-Party-Applikationen ganz massiv. Dem Geschäftsmodell von Drittanbietern schiebt die SAP jetzt einen Riegel vor.“

Das ist aus Voice-Sicht innovations- und wettbewerbsfeindlich. Denn im Third-Party-Markt entstehen zusätzliche und vielleicht auch günstigere Lösungen für das SAP-Ökosystem, aber eben nicht unter vollständiger Kontrolle der SAP. Wenn mit dem SAP-Lizenzfall „indirekte Nutzung“ der Datenaustausch über Schnittstellen durch zusätzliche Kosten erschwert oder verhindert wird, kann man sich den negativen Einfluss auf die Innovationstätigkeit leicht vorstellen. Die Kosten für die Nutzung von Third-Party Applikationen werden laut Quellmalz „durch SAP künstlich in die Höhe getrieben und deren Einsatz daher erschwert.“

Umstrittene Auditpraxis

Voice fordert die SAP daher „dringend auf, ihre Lizenzbestimmungen bezüglich indirekter Nutzung/Digital Access anwenderfreundlicher und transparenter zu gestalten, um die Anwender in Zeiten der digitalen Transformation nicht über Gebühr zu belasten und unkalkulierbaren Kostenrisiken auszusetzen“. Diese Forderung inkludiert ausdrücklich auch die Auditpraxis der SAP. Der Markt für Third-Party Applikationen muss zwingend offen gehalten werden.

Voice fordert eine rechtliche Verbindlichkeit der Audits – und keine in die Vergangenheit reichende Wirkung, wie das einige Anwender zurzeit bei der „indirekten Nutzung“ erleben. Auch das deutet auf den eingangs erwähnten konkreten Fall hin. „Es darf einfach nicht sein, dass Anwender durch neue Lizenzbestimmungen der SAP rückwirkend ins Unrecht gesetzt werden. Das ist für niemanden nachvollziehbar und lässt die Lizenzpolitik der SAP willkürlich erscheinen“, sagt Quellmalz. Man werde weiter das direkte Gespräch mit SAP suchen, behalte „sich aber auch alle in Frage kommenden juristischen Schritte vor“. Nach Recherchen der Wirtschaftswoche wurde bereits eine Kartellbeschwerde gegen SAP eingereicht. Und eines ist auch gewiß: Leichter wurde das ohnehin komplexe Lizenzmanagement durch die neuen SAP-Bestimmungen nicht.

Update: SAP beantwortet Anfragen durch dieses vorbereitete Statement: Nach unseren Informationen liegt dem Bundeskartellamt offenbar eine Beschwerde vor, wir wissen jedoch nicht, ob und in welcher Form das Bundeskartellamt der Beschwerde nachgehen wird. In jedem Fall stehen die Lizenzbedingungen der SAP zu indirekter Nutzung und Digital Access sowohl mit den urheberrechtlichen als auch mit den kartellrechtlichen Vorschriften im Einklang. Da es sich um einen laufenden Vorgang handelt, möchten wir derzeit nicht weiter kommentieren.

Bildquelle: Pixabay

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DV-Dialog Asset- und Lizenzmanagement Berthold Wesseler
news-20886 Fri, 28 Sep 2018 16:35:04 +0200 Der Data Intelligence Hub http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/der-data-intelligence-hub-20886/ Die Deutsche Telekom lanciert mit dem „Data Intelligence Hub“ einen virtuellen Marktplatz zum Austausch von Daten. Ziel ist es, mit Hilfe von speziellen Analyse-Tools und „Künstlicher Intelligenz“ aus Daten Wissen zu generieren. Als erster Partner der Telekom nutzt die Stadt Bonn den Hub als neue Datenplattform. Angekündigt wurde das Produkt bereits auf der Hannover-Messe. Daten gelten als „Rohstoff des 21. Jahrhunderts“. Insbesondere durch das „Internet der Dinge“ erhöht sich der Datenbestand und damit das Angebot an Daten kontinuierlich. Diese Daten sind das Futter für „Künstliche Intelligenz“ (KI) und andere neue Anwendungen. Aber wie bringt man Angebot und Nachfrage sicher und rechtskonform zusammen? Als Antwort auf diese Frage lanciert die Telekom den Data Intelligence Hub (DIH) als gesicherten, verlässlichen Marktplatz für den Datenhandel.

Marktplatz für den Datenhandel

Der Hub bildet eine Schnittstelle, die bisher im Datenmanagement fehlte. Als zentrale Plattform bietet er Marktübersicht über all die Daten, die frei oder zum Kauf zur Verfügung stehen. Zugleich stellt er verschiedene Analyse-Tools zur Verfügung, um diese Daten beispielsweise mit „Machine Learning“ oder anderen KI-Methoden zu verarbeiten. So können Unternehmen eigene Prozesse mit am Markt verfügbaren Daten verbessern, indem sie etwa Produktionsverzögerungen, Wartezeiten oder überflüssige Lagerhaltung vermeiden.

  • Beispiel Logistik: Weltweit treffen circa ein Drittel aller Lieferungen später ein als ursprünglich geplant. Zwar ist bekannt, wann die Sendung verladen wurde und wo sie sich aktuell ungefähr befinden müsste. Unbekannt ist, ob, wann, warum und wo sich eine Lieferung verzögert. Solche Daten fehlen in der Prozesskette. Genau sie jedoch würden es ermöglichen, in Echtzeit gegenzusteuern. Und weil diese Daten an unterschiedlichen Stellen durchaus vorliegen, könnten Wartezeiten und Lagerkosten reduziert und die Planung verlässlicher gestaltet werden. Über den DIH lassen sich diese Daten beziehen, analysieren und mit den eigenen Daten zusammenbringen. Auf der Hannover-Messe wurde ein gemeinsam mit der Salzgitter AG erarbeitetes Anwendungsbeispiel gezeigt. Dabei nutzt der Stahlkonzern die Schnittstellen des Hub, um mit einem Vormaterial-Lieferanten automatisiert Daten zum Bestellprozess auszutauschen.
  • Beispiel Smart City: Bereits vor dem offiziellen Start des DIH gewann die Telekom die Stadt Bonn als ersten Partner. Diese erprobt die Datenplattform und will hierüber in Form eines Bürgerportals künftig frei nutzbare Datenbestände mit Infos rund um die Stadt anbieten, etwa zu Sehenswürdigkeiten, zu Standorten von WLAN-Hotspots und Taxiständen oder zu den Terminen der Müllabfuhr. Weitere mögliche Anwendungen sind intelligentes Parken, eine bessere Straßenbeleuchtung oder die optimierte Müllentsorgung. Planer können Daten aus verschiedenen frei verfügbaren Datenquellen („Open Data“) zusammenführen und diese für konkrete Prognosen nutzen.

Als cloudbasierte Lösung ist der DIH rund um die Uhr und unabhängig von Endgerät und System verfügbar. Der Datentransfer läuft verschlüsselt und ausschließlich zwischen den gewählten Partnern ab, wie zum Beispiel zwischen einem Unternehmen und seinem Lieferanten. Eine externe oder zentrale Speicherung ist nicht nötig. Die Telekom will nach eigenen Angaben „in der Rolle des neutralen Treuhänders die Souveränität der Daten sicherstellen“ - das liefernde Unternehmen behält jederzeit die volle Kontrolle über seine Daten und kann frei steuern, wer welche Daten empfängt.

Initiative für sicheren Datenaustausch

Der DIH entstand in enger Abstimmung mit der „International Data Spaces Association“ (IDSA), deren Mitglied die Deutsche Telekom ist. Unter Führung des Fraunhofer-Instituts für Software- und Systemtechnik (ISST) sollen virtuelle Datenräume für einen sicheren Austausch von Daten auch über internationale Grenzen hinweg entstehen.

Die Telekom nutzt für den Data Intelligence Hub als erstes Unternehmen die in der IDSA erarbeitete sichere Referenzarchitektur. „Die IDSA-Initiative steht für Datensouveränität, also die Fähigkeit, die Nutzungsregeln der eigenen Daten zu bestimmen und den Daten selbst auch mitzugeben - eine zwingende Voraussetzung für das Funktionieren von Datenmarktplätzen“, sagt Boris Otto, Leiter des Fraunhofer-ISST und Projektleiter des dortigen Forschungsprojekts.

Als Daten-Marktplatz lebt der Hub von der Vielfalt der Teilnehmer. Daher sind nicht nur öffentliche Daten (Open Data) enthalten; weitere Daten liefern Partner wie IBM mit weather.com (Wetterdaten) oder Motionlogic (Analysen von Verkehrs- und Bewegungsströmen). KPMG, Detecon oder T-Systems Multimedia Solutions beraten Kunden bei der Umsetzung ihrer Projekte auf dem DIH..

Bildquelle: Deutsche Telekom

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DV-Dialog Cloud
news-20873 Thu, 27 Sep 2018 18:25:03 +0200 Mobile Sicherheit „as a Service“ http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/mobile-sicherheit-as-a-service-20873/ Die Münchener Virtual Solution AG erweitert ihr vor einem Jahr vorgestelltes Partnermodell für Managed-Services im Bereich Sicherheit. Dienstleister können die Container-Lösung SecurePIM nun in vollem Umfang über eine multimandanten-fähige Plattform bereitstellen und mit einem Abo-Modell abrechnen. Nach dem Aufbau des entsprechenden „Ökosystems“ können die Partner nun laut Günter Junk, CEO der Virtual Solution AG, das SecurePIM-Management-Portal in vollem Umfang nutzen. Das heißt: Sie können ihren Kunden die Applikation SecurePIM über eine multimandanten-fähige Plattform als Dienstleistung flexibel zur Verfügung stellen. Außerdem lassen sich die Lizenzen jetzt durchgängig auf monatlicher Basis und im Rahmen der Inanspruchnahme abrechnen.

Die Partner können dabei SecurePIM zusammen mit anderen Services anbieten, beispielsweise mit Office365 oder mit Firewalls, so für den Kunden passende Angebote zusammenstellen und durch unterstützende Services zusätzliche Umsätze generieren.

„IT-Sicherheit ist so komplex geworden, dass Unternehmen ohne spezialisierte Fachkräfte hier kaum erfolgreich agieren können“, erklärt Junk. „Managed-Services werden im Bereich Sicherheit daher über kurz oder lang zum Standard werden. Unser Partnermodell bietet Dienstleistern die Möglichkeit, sich rechtzeitig zu positionieren und entsprechende Umsätze zu generieren.“

Bildquelle: Virtual Solution AG

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DV-Dialog Sicherheit
news-20863 Thu, 27 Sep 2018 13:50:06 +0200 Anonym speichern statt persönlich haften http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/anonym-speichern-statt-persoenlich-haften-20863/ Vor vier Monaten trat die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft. Nach hundert Tagen zogen die Berater der Mayato GmbH Bilanz und stellten fest, dass die Herausforderungen in vielen Bereichen noch nicht bewältigt sind. Insbesondere geht es um die Entfernung personenbezogener Informationen aus Datensätzen, Akten und anderen unstrukturierten Daten, um diese für die weitere Nutzung im Unternehmen vorzubereiten. Das Beratungsunternehmen Mayato, spezialisiert auf die Bereiche Business Intelligence, Data Science und Analytics, wird immer wieder mit der Frage konfrontiert, ob sich Unternehmensdaten trotz DSGVO weiterhin zur Qualitätssicherung, Trendanalyse oder Forschung nutzen lassen.

Im medizinischen Umfeld etwa liefern analytische Verfahren ja entscheidende Hinweise auf Behandlungsmöglichkeiten, erkennen Zusammenhänge oder entdecken riskante Nebenwirkungen, wobei hier die Auswertungen von Patientendaten als Basis dienen. Das wird durch die neue Verordnung schwierig, da die Verarbeitung persönlicher Daten stark reglementiert ist. Einen Ausweg aus diesem Dilemma bietet die Anonymisierung der Daten mittels Künstlicher Intelligenz.

Eine effiziente Möglichkeit, um personenbezogene Informationen aus Datensätzen, Akten und anderen unstrukturierten Daten zu entfernen, eröffnen sogenannte „Named Entity Recognition“-Verfahren: Das sind computerlinguistische Methoden, die automatisch in Texten Eigennamen erkennen. Mit diesen Verfahren können beispielsweise im medizinischen Umfeld Patientennamen, behandelnde Ärzte, Krankenhäuser usw. ausfindig gemacht und automatisch aus den Texten herausgelöscht werden.

Zwei Ansätze in der Praxis

Dabei existieren zwei Ansätze: Im einfachsten Fall sind Listen hinterlegt, nach denen vorhandene Dokumente durchsucht und die entsprechenden Begriffe ersetzt werden. In der Praxis erweist sich dies jedoch als schwierig, da beispielsweise für Personennamen kaum eine vollständige Liste erstellt werden kann!

Der zweite Ansatz geht weiter. Tiefergehende Verfahren analysieren den Kontext und die grammatikalische Struktur der Texte. Die Verfahren werden auf einer Menge bereits bekannter, gängiger Namen trainiert. Sie lernen typische Muster, in denen Eigennamen auftreten, und können somit auch vorher unbekannte Namen zielsicher erkennen. Die so bereinigten Daten können nun z.B. in die Cloud geladen oder für Analysen auch an jeweilige Fachbereiche weitergegeben werden.

KI rettet das „Data Mining“

Die Computerlinguistin und Leiterin Künstliche Intelligenz bei Mayato, Dr. Cäcilia Zirn, erklärt dazu: „Der Schutz personenbezogener Daten muss nicht gleich das Ende von ‚Data Mining‘ bedeuten. Genau die Verfahren, die von vielen Datenschützern als gefährlich eingestuft werden, erweisen sich hier als Rettungsanker. Denn auf die zahlreichen Erkenntnisse, die wir dank künstlicher Intelligenz erhalten, wollen die meisten von uns am Ende doch nicht verzichten.“

 

Bildquelle: Mayato

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DV-Dialog Business Intelligence / Big Data
news-20860 Thu, 27 Sep 2018 12:45:33 +0200 Upgrade des biz²Scan-Servers http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/upgrade-des-biz2scan-servers-20860/ Die neue Version 2.6.72 des Inpuncto-Servers für die Dokumentenverarbeitung in SAP lässt sich flexibler konfigurieren. Außerdem werden eingehende Dokumente jetzt schneller verarbeitet, denn auch wenn das jetzt auch unicode-fähige Produkt funktional auf der alten Version aufbaut, wurde die Softwarearchitektur neu gestaltet. Der biz²Scan-Server ist ein Programm, das im Hintergrund als Windows-Service läuft und Arbeitsaufträge für unterschiedliche Unternehmensbereiche bearbeiten kann. Die klassischen Einsatzbereiche sind die Verarbeitung von Dokumenten, z. B. von Rechnungen oder Personaldokumenten und das Transferieren der Ergebnisse nach SAP.

Die Eingangsdaten können direkt aus SAP stammen, aber auch aus Dateisystem-Verzeichnissen oder aus E-Mail-Anhängen, die z. B. durch Scanner/Multifunktionsgeräte erzeugt werden oder in Formaten wie Zugferd oder XRechnung eintreffen.

Anpassungen konfigurieren – nicht programmieren

Anpassungen müssen nicht mehr direkt im Programmcode vorgenommen werden, sondern können oft konfiguriert werden, sodass Kundenwünsche schneller umgesetzt werden können. Bei Anforderungen, die über die Konfigurationsmöglichkeiten hinausgehen, lassen sich laut Firmensprecherin Mojca Hengst wegen eines höheren Modularisierungsgrades „neue Dinge einfacher und kostengünstiger implementieren“.

Der E-Mail-Eingang des neuen biz²Scan-Servers lässt sich so konfigurieren, dass mehrere Rechnungen in einer E-Mail gleichzeitig bearbeitet oder dass von bestimmten E-Mail-Eingängen bestimmte Rechnungsformate verarbeitet werden können. Der Server kann z.B. so konfiguriert werden, dass ein E-Mail-Eingang Formate wie Zugferd oder XRechnung verarbeitet und ein anderer Rechnungen, die z.B. AGB enthalten.

Neue Verbindungskomponente

Die neue Verbindungskomponente zwischen Microsoft und SAP unterstützt zum Beispiel das Infrastrukturwerkzeug Landscape der SAP: Hier ist festgelegt, an welchen Servern sich die Nutzer und somit auch der biz²Scan-Server anmeldet. Bisher wurden diese Anweisungen in Dateien auf den jeweiligen Rechnern gespeichert; nun lässt sich das zentral festlegen.

Die 1997 gegründete Inpuncto GmbH, Esslingen, entwickelt Lösungen für das Enterprise-Content-Management (ECM) in SAP-Umgebungen zur Automatisierung dokumentbasierter Geschäftsprozesse. Das Portfolio wird als Full Service angeboten: Add-ons, produktnahe Beratung, abgestimmte Hardware und Support. Nach Firmenangaben nutzen inzwischen über 100.000 Anwender im In- und Ausland bei mehr als 600 Kunden die Add-on-Produkte.

Bildquelle: Pixabay

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Berthold Wesseler DV-Dialog Dokumentenmanagement und ECM
news-20857 Thu, 27 Sep 2018 11:06:00 +0200 Erleichterungen für den Mittelstand gefordert http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/erleichterungen-fuer-den-mittelstand-gefordert-20857/ Vier Monate nach Fristablauf hapert es weiterhin bei der Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO). Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter mehr als 500 Unternehmen aus Deutschland, die der Branchenverband Bitkom im Rahmen seiner „Privacy Conference“ vorgestellt hat. Erst ein Viertel (24 Prozent) der Unternehmen in Deutschland hat die DS-GVO vollständig umgesetzt, ergab die Umfrage. Weitere 40 Prozent haben demnach die Regeln „größtenteils“ umgesetzt, drei von zehn (30 Prozent) teilweise. Gerade erst begonnen mit den Anpassungen haben 5 Prozent der Unternehmen. Telefonisch befragt wurden bei der repräsentativen Umfrage 502 für den Datenschutz verantwortliche Personen (Betriebliche Datenschutzbeauftragte, Geschäftsführer, IT-Leiter) von Unternehmen aller Branchen ab 20 Mitarbeitern in Deutschland.

Bei einer früheren Bitkom-Befragung im Mai 2018 hatten bereits 24 Prozent der Unternehmen die Selbsteinschätzung gegeben, bis zum Ende der Umsetzungsfrist am 25. Mai vollständig DS-GVO-konform zu sein. „Die Bilanz ist ernüchternd. Bei der Umsetzung der DS-GVO haben sich viele Unternehmen klar verschätzt. Für andere ist die komplette Umsetzung wohl kein zeitliches Problem, sondern ein Ideal, das gar nicht zu erreichen ist“, sagte Susanne Dehmel, Geschäftsleiterin Recht & Sicherheit beim Bitkom. „Vielen ist offenbar auch erst im Laufe der Prüfung und Anpassung ihrer Prozesse bewusst geworden, was für einen Nachholbedarf sie beim Datenschutz haben.“

Mehraufwand für Dokumentations- und Informationspflichten

Die große Mehrheit der Unternehmen beklagt höhere Aufwände durch die DS-GVO im laufenden Betrieb. Acht von zehn Unternehmen (78 Prozent) geben dies an, davon 45 Prozent einen deutlichen Mehraufwand. Im Mai kamen nur 58 Prozent der Unternehmen zu dieser Einschätzung.

Nur jedes fünfte befragte Unternehmen (19 Prozent) rechnet mit gleichbleibendem Aufwand im laufenden Betrieb, vier Monate zuvor waren es noch 34 Prozent. Vor allem die erweiterten Dokumentations- und Informationspflichten machen den allermeisten zu schaffen. So hat für 96 Prozent der Aufwand für die Erfüllung der Dokumentationspflichten zugenommen, 87 Prozent bestätigen dies für die Erfüllung der Informationspflichten. Ebenso haben Unternehmen Mühe damit, das eigene Personal zu den neuen Datenschutzregeln zu schulen. Acht von zehn (78 Prozent) geben dies an. „Für die Unternehmen bleibt die DS-GVO auch langfristig ein Kraftakt“, so Dehmel.

Nachbesserungen gefordert

Fast alle Befragten fordern deshalb weiterhin, dass die neuen Regeln nachgebessert werden. 96 Prozent sind dieser Meinung. Sechs von zehn (61 Prozent) sagen sogar: Die DS-GVO muss auf jeden Fall vereinfacht werden. An erster Stelle stehen dabei grundsätzliche Erleichterungen für kleinere Betriebe. 90 Prozent derer, die Nachbesserungen fordern, geben dies an.

83 Prozent fordern, die Informationspflichten der DS-GVO praxisnäher zu gestalten. Gut ein Drittel (37 Prozent) wünscht sich, dass die Pflicht zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten eingeschränkt wird. Dehmel: „Gänzlich neue Datenschutzpflichten sind gerade für kleine Unternehmen nur schwer zu stemmen.“

Bei der allgemeinen Bewertung der Datenschutz-Grundverordnung hat sich das Stimmungsbild innerhalb eines Jahres deutlich verschlechtert. Fast zwei Drittel der Unternehmen (63 Prozent) sagen derzeit: Die DS-GVO macht unsere Geschäftsprozesse komplizierter. Im September 2017 sagten dies nur 42 Prozent. Nur noch 30 Prozent sind der Meinung, dass ihnen die DS-GVO Vorteile bringt. Ein Jahr zuvor waren es noch 39 Prozent. Jedes achte Unternehmen (12 Prozent) konstatiert: Die DS-GVO stellt eine Gefahr für unser Geschäft dar. Dennoch sehen viele Befragte auch positive Effekte der DS-GVO. 62 Prozent meinen, die neuen Datenschutzregeln werden zu einheitlicheren Wettbewerbsbedingungen in der EU führen. 46 Prozent sehen in der DS-GVO einen Wettbewerbsvorteil für europäische Unternehmen.

ePrivacy-Verordnung ist ein Begriff

Neben der Datenschutz-Grundverordnung müssen sich Unternehmen demnächst auf ein weiteres Regelwerk für den Datenschutz einstellen, die sogenannte ePrivacy-Verordnung. Diese Verordnung soll die DS-GVO im Bereich der elektronischen Kommunikation ergänzen und wird derzeit auf EU-Ebene verhandelt.

Den meisten Befragten ist diese Verordnung ein Begriff. So haben 86 Prozent bereits von der ePrivacy-Verordnung gehört, davon haben sich wiederum drei Viertel (75 Prozent) schon mit der Thematik auseinandergesetzt.

Doch insgesamt steht die Wirtschaft der ePrivacy-Verordnung gespalten gegenüber. Drei Viertel (79 Prozent) derer, die sich bereits inhaltlich damit auseinandergesetzt haben, sagen: Die ePrivacy-Verordnung schafft einheitliche Wettbewerbsbedingungen für unterschiedliche Kommunikationsanbieter. Vier von zehn (40 Prozent) meinen, dass dadurch der Online-Werbemarkt in Europa einbrechen könnte.

Immerhin 8 Prozent geben bereits jetzt an, dass die ePrivacy-Verordnung Innovationen verhindere. Dehmel: „Mit ihren zahlreichen Sonderregelungen gefährdet der bisherige Entwurf der ePrivacy-Verordnung neue Geschäftsmodelle im Bereich Internet der Dinge sowie Künstliche Intelligenz. Aber auch Softwareupdates und werbebasierte Webseiten können dadurch eingeschränkt werden.“

Zur Privacy Conference veröffentlicht Bitkom zwei Datenschutz-Leitfäden, die zum Download verfügbar sind. Der Leitfaden „Machine Learning und die Transparenzanforderungen der DS-GVO“ analysiert Machine-Learning-Verfahren und die Kompatibilität mit den Transparenzpflichten der DS-GVO und vor allem auch die Rechtsgrundlage, auf deren Basis Machine Learning aus datenschutzrechtlicher Sicht funktionieren kann. Der Leitfaden „ePrivacy und Digital Analytics & Optimiziation“ beschäftigt sich mit den Auswirkungen der DS-GVO und der ePrivacy-Verordnung auf Analyseverfahren im Bereich Online-Werbung und -Marketing.

Bildquelle: Bitkom

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DV-Dialog Sicherheit
news-20837 Tue, 25 Sep 2018 14:09:26 +0200 Zusammenschluss zweier IBM-Partner http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/zusammenschluss-zweier-ibm-partner-20837/ Der Stuttgarter IT Spezialist IT Total AG hat sich zum 1. August mit 66 Prozent an der Inlis GmbH Innovative Lösungen – Informationssysteme – Service beteiligt. Ziel ist die Kombination von Projektgeschäft mit Betreuungs- und Managed-Service-Konzepten für den Mittelstand. Die 1994 als Systemhaus gegründete Inlis GmbH mit Sitz in Rottweil hat sich inzwischen auch auf die Entwicklung von Managed-Services und Betreuung der IT-Systeme ihrer mittelständischen Kunden aus Industrie, Behörden und Organisationen spezialisiert. Mit der Beteiligung an dem Rottweiler IT-Systemhaus unterstreicht der Stuttgarter Spezialist für individuelle IT-Infrastrukturen das Potenzial, das sich aus einer engen Verzahnung von kurzfristigem Projektgeschäft und langfristig ausgelegten Betreuungskonzepten ergibt. Außerdem sichert sich IT Total mit der Beteiligung den Zugang zu einem starken, anspruchsvollen Kundenstamm aus der Region Schwarzwald, Alb und Bodensee.

Beide Häuser waren von Beginn an stark auf Lösungen mit IBM-Systemen fokussiert. Die ersten Inlis-Projekte wurden auf IBM-Hosts unter VM/VSE und auf AS/400-Systemen realisiert. 1999 als GmbH gegründet, betreut IT Total seit 2017 als AG mehr als 200 Unternehmen, öffentliche Organisationen und gemeinnützige Einrichtungen und hat sich auf die Konzeption und Realisation von maßgeschneiderten IT Lösungen mit Storage und Servern, Cloud- und Security-Lösungen nicht mehr nur in der IBM-Welt spezialisiert und bietet auch Beratung in den Bereichen Microsoft Data Center, Exchange/Sharepoint, Azure und Office 365. Beide Häuser sind auch Partner der Hersteller Huawei, Lenovo, Vmware, Microsoft, Kaspersky, Veeam, Sophos und Watch Guard.

Klaus Zehnder bleibt Geschäftsführer der Inlis GmbH und soll mit seinem Team das Geschäftsmodell in Richtung System und Security Operation Center (SSOC) weiterentwickeln. Der Vertrieb wird zentral aus Stuttgart gesteuert, wobei Michael Hammer in der Doppelfunktion als Geschäftsführer der Inlis GmbH und Vorstand der IT Total AG diesen Bereich leitet.

Umbruch im IT-Markt

Hammer begründet den Zusammenschluss mit dem Umbruch im IT-Markt. IT-Verantwortliche setzen sich zunehmend mit Virtualisierung, „Composable Infrastructure“ und Cloud-Computing auseinander. Weiterhin besteht zudem der Bedarf an IT-Systemen und Beratung in Form von Projekten. Eingehend damit entwickelt sich zunehmend der Bedarf an Betreuung und Managed Services. Die Beteiligung an dem auf Managed-Services und laufende Betriebsunterstützung spezialisierten IT-Dienstleister aus Rottweil ziele darauf ab, im Verbund mit einem Fullfillment-Service die ganze Palette der IT abbilden zu können.

Im Verbund mit Inlis will IT Total den Kunden nun einen Rundum-Service bieten: von der initialen Implementierung bis hin zum Management des kompletten Lebenszyklus. „Mit der Beteiligung habe man laut Michael Hammer „eine Größe und organisatorische Aufstellung erreicht, mit der sie auch bei sehr großen und überregionalen Kunden als leistungsstarker Partner ins Blickfeld rückt“.

Bildquelle: Pixabay

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DV-Dialog Unternehmen
news-20836 Tue, 25 Sep 2018 13:16:02 +0200 IoT fordert RZ-Leiter http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/iot-fordert-rz-leiter-20836/ Unternehmen, Geschäftsmodelle und komplette Branchen durchlaufen die Digitale Transformation. Die vernetzte Industrie 4.0, Machine-to-Machine-Kommunikation und das Internet der Dinge (IoT) setzen auch Rechenzentren unter höheren Druck. „Die Anforderungen an Skalierbarkeit und Effizienz in Rechenzentren steigen rasant. Es darf keine Ausfälle geben, aber die Budgets dürfen auch nicht enorm ansteigen. Damit wird Instandhaltung zu einem relevanten Thema für beide Aspekte – Kosten und Ausfallsicherheit“, sagt Dr. Ralf Dingeldein, CEO der Technogroup. Das Unternehmen aus dem Rhein-Main-Gebiet arbeitet im Auftrag zahlreicher Unternehmen und setzt herstellerunabhängige Servicekonzepte für Rechenzentren und Serverinfrastrukturen um.

Rechenzentren auf dem Prüfstand

Die technische Infrastruktur in den Rechenzentren wird laut Dingeldein noch häufig vernachlässigt und entspricht nicht den Anforderungen, um tatsächlich die höchste Sicherheit gegen Ausfälle zu gewährleisten. Energiesysteme, USV, Löschsysteme, Klimatisierung oder Festplatten: Bei Ausfällen vor allem älterer Komponenten ist die Zeitspanne kritisch, ehe Ersatz eintrifft und in Betrieb genommen werden kann.

„Unternehmen arbeiten häufig mit Serviceverträgen, die noch auf den Neuzustand von Hardware ausgerichtet sind, aber weder dem Zeitwert noch -zustand gerecht werden“, warnt Technogroup-Chef Dingeldein. Hardware-Hersteller halten nach einigen Jahren allerdings nur noch beschränkt Ersatzteile für ältere Generationen vor – ein Problem, wenn die digitale Leistungsfähigkeit an dieser Hardware hängt.

Mit seinem Serviceportfolio für alle Hersteller will der Drittwartungsanbieter schneller und flexibler reagieren und eine hardwaregerechte Lebensdauer der Komponenten in einem RZ gewährleisten. „Am ehesten trifft der Vergleich mit einem Auto-Pannendienst zu: Wir kommen zu jedem Server in kürzester Zeit, und sorgen für schnellste Problembehebung“, sagt Dingeldein. Hinzu komme die einfache Abwicklung für Unternehmen, bei dem ein einzelner Partner die komplette Wartung übernimmt. Das reduziere die Zahl der Serviceverträge und mache Budget frei für eine Weiterentwicklung des Rechenzentrums. „Neben der Instandhaltung ist eine angemessene Modernisierung wichtig, um auch mit den zukünftigen Ansprüchen der Digitalisierung Schritt halten zu können. Effizienz, Betriebssicherheit und Zukunftssicherheit sind die entscheidenden Aspekte in der Wartung und dem Betrieb von Data Centern“, so Dingeldein weiter.

Bildquelle: Technogroup

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DV-Dialog Rechenzentrum / Server
news-20832 Tue, 25 Sep 2018 11:33:27 +0200 Mehr EDI für die Supply Chain http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/mehr-edi-fuer-die-supply-chain-20832/ Die Markant AG, mit einem Brutto-Außenumsatz von rund 109 Mrd. Euro Europas größte Handels- und Dienstleistungskooperation im Lebensmittelhandel und Nonfood-Bereich, will auch international stark expandieren. Dafür wird bei dem langjährigen AS/400-Anwender auch die IT-Infrastruktur entsprechend ausgebaut. Im Bereich des Elektronischen Datenaustauschs (Electronic Data Interchange, kurz EDI) erfolgt das mit dem Wiener Hersteller Editel, mit dem Markant schon seit vielen Jahren kooperiert. Europaweit arbeitet Markant mit über 14.000 Industrie- und rund 150 Handelsunternehmen zusammen. Die Handelspartner generierten 2017 im Einzel- und Grosshandel international eine Umsatzsumme von 109,1 Mrd. Euro, von denen Markant rund 51 Mrd. Euro verrechnete.

Die Unternehmensgruppe ist heute schon international aufgestellt, um die Partner aus Industrie und Handel europaweit zu unterstützen. International befinden sich bereits Standorte in der Schweiz, Österreich, Tschechien, Polen, Rumänien, der Slowakei, Spanien und China. Weitere Standorte sind in Planung und sollen in den kommenden Jahren aufgebaut werden. Darüber hinaus werden auch die Zielmärkte Dänemark, Ungarn, Kroatien und Slowenien von den Landesgesellschaften in Deutschland und Österreich bearbeitet.

Die Markant Gruppe bietet ihren Partnern vielfältige Dienstleistungen und Lösungen, um Supply-Chain-Prozesse im operativen Tagesgeschäft zu unterstützen und zu optimieren – national wie international. Weil die Expansionspläne vorsehen, dass Markant bis 2025 in mehr als 20 Ländern im CEE-Raum vertreten ist, wurde die Kooperation mit Editel nun insbesondere auf internationaler Ebene ausgebaut, u.a. um nationale Marktgegebenheiten besser abzudecken, um das Onboarding von Geschäftspartnern schneller und reibungsloser abzuwickeln und um die bestehende EDI-Community signifikant auszuweiten.

EDI-Abdeckung im CEE-Raum

Jürgen Vögele, Projektleiter EDI / Europäische Zentralregulierung International bei Markant, will gemeinsam mit Editel die „EDI-Abdeckung im CEE-Raum maßgeblich erhöhen und damit Warenbeschaffungsprozesse für unsere Kunden noch effizienter und transparenter gestalten“. Und Gerd Marlovits, Geschäftsführer der Editel Austria GmbH, will die Landesgesellschaften der Markant „mit lokaler Präsenz in vielen Ländern Zentral- und Osteuropas noch intensiver zu unterstützen“.

Editel ist spezialisiert auf die Optimierung der Supply Chain unterschiedlichster Unternehmen und Branchen. Das Unternehmen verfügt über Niederlassungen in Österreich (Headquarter), der Tschechischen Republik, Slowakei, Ungarn, Kroatien und baut diese überregionale Reichweite durch zahlreiche Franchisepartner aus. Mit dem EDI-Service Exite wird ein Serviceportfolio angeboten, das von EDI-Kommunikation über EDI-Integration und Web-EDI für KMU bis hin zu E-Invoice-Lösungen, Digitaler Archivierung und Business-Monitoring reicht.

Bildquelle: Markant

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Berthold Wesseler DV-Dialog Infrastruktur
news-20823 Mon, 24 Sep 2018 16:04:00 +0200 Xerox künftig einziger Bahn-Partner beim Druck http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/xerox-kuenftig-einziger-bahn-partner-beim-druck-20823/ Im Zuge einer neuen Partnerschaft beliefert Xerox die Deutsche Bahn mit Multifunktionsdruckern und kleinformatigen Produktionsdruckern. Xerox stellt damit in den kommenden vier Jahren konzernweit für alle DB-Büroarbeitsplätze multifunktionale Etagenkopierer bereit. Xerox ist nun nach knapp zehnjähriger Partnerschaft mit der DB alleiniger Zulieferer von Multifunktionsdruckern. Bereits seit 2011 nutzt die Deutsche Bahn Multifunktionsdrucker von Xerox als Etagenkopierer. Mit zwei großen Projekten in den Bereichen Produktionsdruck und Multifunktionsdrucker/Etagenkopierer wird diese Partnerschaft nun stark ausgebaut, denn Xerox konnte sich im Rahmen von zwei EU-Ausschreibungen durchsetzen.

Der Hersteller beliefert nun die Tochterfirma DB Kommunikationstechnik, über Medien- und Kommunikationsdienste (MuK) Druckdienstleister des Bahn-Konzerns, in den kommenden Jahren sowohl mit Multifunktionsdruckern des Typs Altalink C8030 als auch mit kleinformatigen Produktionsdruckern der Gerätetypen D125 und Versant 180.

Mithilfe der kleinformatigen Produktionsdrucker versorgen zukünftig 15 Druck- und Repro-Center der MuK bundesweit konzerninterne und -externe Kunden mit qualitativ hochwertigen Druckprodukten. Durch die Standardisierung der Produktionssysteme soll deutschlandweit eine einheitlich hohe Qualität als Druckdienstleister gewährleistet werden.

Xerox-Chefin Jacqueline Fechner will die Deutsche Bahn mit voller Kraft unterstützen, „damit die Medien- und Kommunikationsdienste auch zukünftig qualitativ hochwertige und preiswerte Druckdienstleistungen und -produkte anbieten können.“

Strategiewechsel Richtung „Single Source“

Der Entscheidung für diese erweiterte Partnerschaft ist ein europaweiter Ausschreibungsprozess vorausgegangen. Xerox ist nun nach knapp zehnjähriger Partnerschaft mit der DB alleiniger Zulieferer von Multifunktionsdruckern. In Zukunft wird die Zusammenarbeit ausgeweitet, um gemeinsam innovative Drucklösungen zu schaffen und den Büroarbeitsplatz der Zukunft im Konzern mitzugestalten.

Aktuell wird ein Follow-Me-Konzept ausgearbeitet, das es den Mitarbeitern der DB ermöglichen wird, Druckjobs konzernweit an allen Altalinks C8030 mithilfe des Mitarbeiterausweises zu erledigen. Dieser Drucker wird in den kommenden Jahren ein zentraler Baustein für das konzernweite Druckkonzept werden. Dies umfasst unter anderem den Rückbau von Einzelplatzdruckern und die Konsolidierung der Druckerlandschaft, um die Umweltfreundlichkeit zu verbessern und die Druckkosten der DB zu reduzieren.

Verbund der Dienstleister

Lothar Filipczak, bei MuK zuständig für die Sparte Digitaldruck bei den Medien- und Kommunikationsdiensten, erklärte: „Neben der Herstellung hochwertiger und preiswerter Druckprodukte war uns wichtig, einen zuverlässigen Lieferanten zu gewinnen, der gemeinsam mit uns neue Ideen und Innovationen entwickelt und umsetzt. So haben wir mit Xerox bereits das neue Schulungsvideo für die Altalink C8030 abgedreht, im Intranet der DB AG bereitgestellt und damit einen weiteren Beitrag zur Digitalisierung des DB-Konzerns geleistet.“

Aus dem Verbund der Dienstleister der Deutschen Bahn heraus bietet die DB Kommunikationstechnik, Medien- und Kommunikationsdienste (MuK) ihren Kunden Lösungen in den Bereichen Offset- und Digitaldruck, Reprografie, „Large Format Printing“, Etagendruckservice und Lagerlogistik. Hierzu zählen nicht nur die Fertigung von hochwertigen Print-Produkten aller Art, sondern auch Dienstleistungen rund um die eigentliche Druckproduktion sowie die Bereitstellung von Inhalten in digitalen Medien.

Bildquelle: Deutsche Bahn, Xerox/Shutterstock

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DV-Dialog Infrastruktur
news-20816 Sat, 22 Sep 2018 11:09:34 +0200 Aus eins mach zwei http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/aus-eins-mach-zwei-20816/ Die Digitalisierung der Produktionsprozesse schreitet stetig voran. Simulationswerkzeuge wie der „Digital Twin“ nehmen dabei eine entscheidende Rolle ein. Als wesentlicher Bestandteil der „Smart Factory“ und des „Internet-of-Things“ (IoT) kommen sie in der Industrie immer mehr zu Einsatz. Digitale Zwillinge ermöglichen eine detailgetreue 3D-Abbildung eines realen Objekts wie Roboter oder Maschinen. Digital Twins werden auch zum Thema auf der Fachmesse Fachpack, die vom 25. bis 27. September unter ihrem neuen Markenauftritt „Morgen entsteht beim Machen“ in Nürnberg das Fachangebot rund um die Prozesskette Verpackung für Industrie- und Konsumgüter präsentiert.

Anhand realitätsnaher Simulationen können mit Digital Twins Technologien und ganze Prozesse getestet, überprüft und optimiert werden – und dies deutlich schneller und kostengünstiger als in der physischen Welt. Die Simulationsmodelle ermöglichen effizientere Entwicklungs- und Planungsphasen sowie eine schnellere Inbetriebnahme. Ebenso lassen sich die Modelle einsetzen, um einen reibungslosen Betrieb von Anlagen sicherzustellen. Industrieunternehmen, die bereits jetzt auf diese Technologien setzen, sichern sich somit entscheidende Wettbewerbsvorteile.

Die Revolution hat bereits begonnen

In den nächsten Jahren sehen Marktforschungsunternehmen ein großes Potenzial für Projekte mit vernetzten Geräten, Maschinen und Anlagen. 48 Prozent der Unternehmen, die bereits IoT-Anwendungen nutzen, gaben bei einer Umfrage des IT-Analyse- und Marktforschungsinstitut Gartner aus dem Jahr 2018 an, bereits digitale Zwillinge einzusetzen, oder dies fest planten.

Ein starkes Wachstum sagt auch TechSci Research dem Markt für digitale Zwillinge voraus: Bis 2020 soll dieser Kategorie einen Wert von 13,9 Milliarden Dollar aufweisen. Zu führenden Mitspielern in diesem Segment zählen Unternehmen wie General Electric, IBM, Microsoft, Oracle, PTC, Ansys, Dassault Systèmes, Siemens, Bosch oder SAP, deren Lösungen auch bei vielen Ausstellern auf der Fachpack eine bedeutende Rolle spielen werden.

Digitale Zwillinge im Einsatz

Im Maschinen- und Anlagenbau werden digitale Zwillinge zukünftig für die gesamte Lebensdauer eingesetzt – dies beginnt in der Entwicklungsphase und reicht bis zum laufenden Betrieb sowie zur Anpassung der Maschinen an neue Anforderungen.

Schon während der Design- und Entwicklungsphase lassen sich die Eigenschaften und Funktionen des Produkts simulieren und optimieren. Denn bei der Programmierung digitaler Zwillinge im Maschinen- und Anlagenbau werden alle relevanten Komponenten in einer Software erfasst.

Nicht nur einzelne Maschinen können simuliert werden, auch kann der digitale Zwilling ganze Produktionsprozesse inklusive der Steuerungen, Maschinen und Anlagen oder sogar ganze Smart-Factories abbilden und virtuell in Betrieb nehmen. Durch die vollfunktionsfähige Simulation auf einer Softwareplattform sparen Unternehmen Zeit und Kosten, da Konstruktionsfehler schon erkannt werden, bevor ein realer Prototyp bzw. die Maschine gebaut wird.

Optimierte Wartung und Instandhaltung

Der digitale Zwilling bietet auch neue Möglichkeiten der Wartung und der Instandhaltung – und leistet damit einen entscheidenden Beitrag dafür, die Maschinen- und Anlageneffizienz kontinuierlich auf einem optimalen Niveau sicherzustellen. Stillstandzeiten und der damit verbundene Produktionsausfall kosten Geld. Deshalb müssen Reparaturmaßnahmen schnell erfolgen.

Mit dem digitalen Zwilling können die Daten verschlüsselt in einer Cloud angebunden werden, sodass beispielsweise Servicetechniker auf Maschineninformationen einfach zugreifen und per Fernwartung Probleme erkennen und lösen können. Mit dem digitalen Abbild können dabei sämtliche Prozesse am Computer, einem Tablet oder sogar auf Virtual-Reality-Brillen dargestellt werden.

Anhand der angezeigten Informationen der Maschine erkennt der Techniker sofort, welches Teil den Defekt verursacht hat, kann direkt eine Lösung vornehmen oder ein entsprechendes Ersatzteil versenden. Somit ist im besten Fall kein Wartungseinsatz vor Ort nötig. Auch Upgrades und Umrüstungen können simuliert werden, ohne den laufenden Betrieb zu stören.

Übergreifende Zusammenarbeit notwendig

Voraussetzungen der absoluten Vernetzung für eine optimale Nutzung von Digital Twins sind jedoch standardisierte Schnittstellen, Datenformate und Infrastrukturen. Als wesentliche Faktoren nennt Deloitte in diesem Zusammenhang Datencontainer sowie eine übergreifende Datenmanagement-Ebene, die als Supra-Plattform fungiert und den End-to-End-Datenaustausch ermöglichen solle.

Die Marktforscher sehen die Grundvoraussetzung für die Implementierung von digitalen Zwillingen, dass alle beteiligten Akteure bereit sind, ihre Datensilos dieser übergeordneten Ebene unterzuordnen. Dies sei gleichzeitig auch die größte Hürde und könne nur überwunden werden, wenn ein möglichst neutraler Partner das Datenmanagement leitet und koordiniert. Das erfordert Kompromisse bei den Anbietern und eine breite Akzeptanz aller Akteure.

Diese Anstrengungen werden sich für alle Industrieunternehmen auszahlen: Die permanente Überwachung der Maschinen ermöglicht es, optimale Betriebsparameter einzuhalten und sorgt damit für eine höhere Effizienz. Außerdem resultiert die umfassende und kontinuierliche Qualitätssicherung in einer höheren Produktqualität.

Als weiterer Vorteil wird die Verringerung von Risiken mithilfe präventiver Wartung genannt. Die hohe Datenverfügbarkeit gekoppelt mit Analysefunktionen unterstützt die Unternehmen dabei, Wachstumspotenziale zu erkennen und für sich zu nutzen. Anwender können flexibler reagieren und für eine höhere Transparenz ihrer Produktion sorgen.

Bildquelle: Shutterstock

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DV-Dialog Industrie 4.0 / MES
news-20789 Thu, 20 Sep 2018 10:27:20 +0200 Fokus auf Internationalisierung http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/fokus-auf-internationalisierung-20789/ Der Aufsichtsrat des Dortmunder IT-Dienstleisters Adesso AG beruft Dirk Pothen in den Vorstand. Der Diplom-Betriebswirt und IT-Manager kommt von der SQS Software Quality Systems AG in Köln und wird ab dem 1. Oktober für zwei Geschäftsbereiche und die Tochterfirma Arithnea verantwortlich sein. Das neue Vorstandsmitglied ist für drei Jahre bestellt. Dirk Pothen (51) wird ab Oktober den Vorstand der Adesso AG verstärken, der bisher aus den drei Mitgliedern Michael Kenfenheuer, Christoph Junge und Andreas Prenneis besteht. Die zusätzliche Vorstandsposition trägt dem starken Wachstum des international agierenden Unternehmens Rechnung. Mittlerweile beschäftigt Adesso an insgesamt 26 Standorten rund 3.000 Menschen und hat damit die Anzahl der Beschäftigten allein in den letzten drei Jahren verdoppelt.

Pothen wird bei Adesso für den Geschäftsbereich Automotive und ab kommendem Jahr zusätzlich für den neuen Bereich Manufacturing verantwortlich zeichnen. Darüber hinaus wird er auch die Verantwortung für die auf „Digital Business“ spezialisierte Tochter Arithnea GmbH übernehmen.

Dirk Pothen fungierte zuletzt als Managing Director DACH bei der SQS Software Quality Systems AG in Köln. Davor war der studierte Betriebswirt und gelernte Bankkaufmann fünfzehn Jahre lang in verschiedenen Management-Positionen tätig – bei Atos, T-Systems und Deutsche Telekom.

Im deutschsprachigen Raum sieht der Aufsichtsratsvorsitzende und Mitbegründer Prof. Dr. Volker Gruhn sein Unternehmen heute unter den führenden IT-Beratungs- und Softwareentwicklungsunternehmen. Mit zusätzlichen Landesgesellschaften in Europa will er seine Wachstumsstrategie fortführen und künftig auch international zu einem renommierten Player im Dienstleistungsgeschäft werden. Die Bestellung eines zusätzlichen Vorstandsmitglieds soll diese Strategie unterstützen. Zu den Kunden zählen Allianz, Daimler, Commerzbank, Münchener Rück, Bosch, Westdeutsche Lotterie, Zurich Versicherung, DEVK, DAK, TÜV Rheinland und das Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern.

Bildquelle: Adesso / privat

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DV-Dialog Leute
news-20785 Wed, 19 Sep 2018 15:46:17 +0200 Bechtle holt erfahrenen HP-Manager http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/bechtle-holt-erfahrenen-hp-manager-20785/ Die Bechtle AG ergänzt ihr Führungsteam mit Thomas Jensen (44 ). Der gebürtige Däne übernimmt zum 1. Oktober die neu geschaffene Stelle als Bereichsvorstand IT-E-Commerce Region Mittelmeer. Der erfahrene IT-Manager kommt von HP Inc., wo er zuletzt als „Head of Worldwide Channel Sales Strategy“ tätig war. Der Betriebswirt Jensen soll vom Hauptsitz in Neckarsulm und vom Bechtle-Standort Barcelona aus das IT-E-Commerce-Geschäft in Frankreich, Spanien, Italien und Portugal verantworten. Darüber hinaus soll er strategische Aufgaben im Rahmen der internationalen Entwicklung von Bechtle übernehmen.

„Ich kenne und schätze Thomas Jensen durch unsere jahrelange, sehr erfolgreiche Partnerschaft mit HP als kompetente, überzeugende und kommunikative Führungspersönlichkeit, die ideal zu unserer Unternehmenskultur passt“, sagte Bechtle-Vorstand IT-E-Commerce Jürgen Schäfer. Jensen bringt Erfahrung in Vertrieb und Management sowie bei der Internationalisierung und Unternehmensplanung mit. Im Zuge der Aufspaltung von Hewlett Packard in HPE und HP Inc. verantwortete er die strategische Ausrichtung für den Bereich Printing und Personal Systems.

Ehe Thomas Jensen ab 2013 für HP in der Unternehmenszentrale im kalifornischen Palo Alto arbeitete, fungierte er innerhalb des Konzerns als Director & General Manager Printing und Personal Systems Channel in Dänemark. In dieser Funktion leitete er das Change-Management nach der Zusammenlegung der Drucker- und PC-Sparte des Unternehmens. Zuvor hatte Jensen unter anderem bei Vestas Wind Systems und A.P. Moller-Maersk in Dänemark Führungspositionen inne.

Bildquelle: Bechtle

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DV-Dialog Leute