DV-Dialog https://www.it-zoom.de/dv-dialog/news/ DV-Dialog – Fachzeitung für IBM Business Systems, System i, AS 400 de ©2019 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH Wed, 24 Apr 2019 17:17:40 +0200 Wed, 24 Apr 2019 17:17:40 +0200 TYPO3 EXT:news news-22693 Wed, 24 Apr 2019 11:11:42 +0200 Was ist los mit C/4 Hana? http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/was-ist-los-mit-c4-hana-22693/ Die Zahl der S/4-Hana-Kunden ist laut SAP im 1. Quartal 2019 gegenüber der Vorjahresperiode um 30 Prozent auf über 10.900 gestiegen. Dabei hätten über 40 Prozent der gewonnenen S/4-Hana-Kunden nicht von SAP-Produkten gewechselt, sondern seien Neukunden gewesen. Ende 2018 hatte SAP noch 10.500 Kunden für S/4 Hana gemeldet. Insgesamt bedient SAP nach eigenen Angaben mehr als 437.000 Kunden; Zahlen zur Customer Experience-Suite C/4 Hana wurden nicht mehr genannt. Explizit aufgeführt wurden bei der Vorlage der Bilanz für das 1. Quartal 2019 S/4-Hana-Einführungsprojekte bei Levi’s, CVS Health und Schaeffler Technologies. Puma und die Bausparkasse Schwäbisch Hall hätten jetzt den Produktivbetrieb mit der neuen Software aufgenommen, hieß es.

Vor drei Monaten waren Verizon Wireless, Cargill, Infosys und Nestlé als Unternehmen genannt worden, die sich für das Anfang 2015 vorgestellte S/4 Hana entschieden haben. Damals lag der Kundenzuwachs noch bei 33 Prozent. Hilti und Haribo gingen live mit S/4 Hana, die Bonner Lakritzfabrikanten bekanntermaßen mit großen Problemen. Für S/4 Hana in der Cloud hatte sich Sonos entschieden – und Hitachi High Technologies nahm den Live-Betrieb damit auf.

Eine zunehmende Anzahl von Unternehmen, darunter ESL/Turtle Entertainment und AEG, hätten sich für S/4 Hana in der Cloud entschieden, Computacenter hätte den Produktivbetrieb mit dieser Cloud-Lösung bereits aufgenommen.

Keine Details von SAP zu C/4 Hana

Anders sieht es bei der im vergangenen Jahr vorgestellten Customer Experience-Suite C/4 Hana aus. Zur integrierten Lösung für Marketing, Vertrieb, Handel, Service und Kundendaten-Cloud hält sich SAP – anders als bei den letzten Bilanzpressekonferenzen – auffällig zurück und nannte keine Zahlen. Nur soviel wurde bekannt: Isuzu Motors South Africa, PSA Brazil und Amerisource Bergen hätten sich dafür entschieden.

Das war vor drei Monaten noch völlig anders, denn da geizte SAP nicht mit Zahlen. Wie zuletzt gab es auch damals ein kurzes Name-Dropping: McLaren, National Geographic, Prada, Rubbermaid und Dyson hätten sich im 4. Quartal 2018 für C/4 Hana entschieden.

Damals hieß es aber auch: „Im vierten Quartal erzielten die C/4 Hana Customer Experience-Lösungen von SAP im Vergleich zum Vorjahr ein dreistelliges Wachstum beim Cloud-Abonnement. Der Segmentumsatz im Bereich Customer Experience stieg im Jahresvergleich um 52 Prozent auf 349 Mio. Euro (währungsbereinigt um 50 Prozent).“ Die 2,4 Mrd. Dollar teure Akquisition von Callidus, die im Januar 2018 angekündigt und drei Monate später abgeschlossen war, spiegele sich in diesen Zahlen bereits wider; danach kam aber noch die im Dezember angekündigte, 8 Mrd. Dollar teure Übernahme von Qualtrics hinzu.

Neue Schweigsamkeit der SAP

Angesichts der neuen Schweigsamkeit der SAP stellt sich die Frage: Was ist los mit C/4 Hana? Muss die gerade erst angekündigte Suite bereits wieder grundlegend renoviert werden? Wird die Nachfrage den hoch gesteckten Erwartungen der SAP nicht gerecht? Kann man allen Anstrengungen zum Trotz nicht mit den CRM-Angeboten der Rivalen Salesforce, Oracle und Microsoft mithalten? Ist C/4 Hana wirklich ein Produkt für alle Fälle?

Die nächsten Wochen und Monate werden hoffentlich Antworten bringen, die im Sinne der Kunden, Partner und Mitarbeiter der Walldorfer sind. Die Frage aller Fragen ist aktueller denn je: Wohin drifted SAP? Die Personalpolitik in Vorstand und Belegschaft liefert allenfalls Anhaltspunkte dafür, dass die Cloud-Fraktion innerhalb des Unternehmens die On-Premise-Traditionalisten auszuboten scheint. Die umstrittene Lizenzpolitik, die vagen Produktankündigungen rund um Leonardo und C/4 Hana sowie die kostspieligen Firmenübernahmen deuten in die gleiche Richtung. Für valide Antworten dürfte es aber noch zu früh sein. Und ob C/4 Hana wirklich schon tot ist, wie manche Marktkenner behaupten, wird sich erst noch zeigen.

Bildquelle: Pixabay

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Berthold Wesseler DV-Dialog ERP
news-22687 Tue, 23 Apr 2019 21:29:47 +0200 Widerstand gegen Balaton http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/widerstand-gegen-balaton-22687/ Vorstand und Aufsichtsrat sowie Arbeitnehmervertreter der Easy Software AG empfehlen, das Mitte März lancierte Übernahmeangebot der Beteiligungsgesellschaft Deutsche Balaton AG nicht anzunehmen. Sie bietet 4,90 pro Aktie des 1990 als „Elektronische Archiv SYsteme GmbH“ gegründeten Herstellers, der nach eigenen Angaben mit mehr als 375 Beschäftigten über 12.800 branchenübergreifende Installationen in 60 Ländern betreut. Als „finanziell nicht angemessen“ wird das Angebot der Beteiligungsgesellschaft mit Hauptsitz in Heidelberg in einer Stellungnahme von Easy regelrecht abgeschmettert. Grundsätzlich begrüße man ja das Interesse von Investoren an der Gesellschaft, aber das Angebot reflektiere weder die aktuelle Marktposition der Mülheimer Easy Software AG noch ihr Potenzial.

Allerdings könnte man meinen, dass die Deutsche Balaton AG als Großaktionär (der immerhin mehr als 21 Prozent der Aktien hält) durchaus um die Stärken und Schwächen des Unternehmens weiß, das in den letzten Jahren nicht durch Erfolgsmeldungen in den Schlagzeilen war, sondern wegen Betrugsaffären, gescheiterten Übernahmen und häufigen Managementwechseln. Die WAZ titelte 2012 im Zusammenhang mit Easy gar von einem „Wirtschaftskrimi“.

Spannende Geschichte, langweilige Zukunft?

Für das Geschäftsjahr 2018 wird Easy voraussichtlich 45 bis 47 Mio. Euro Umsatz melden, nach 42,7 Mio. Euro Umsatz im Jahr zuvor. Das EBITDA wird 2018 aufgrund der Umstrukturierung negativ ausfallen. Der Aktienkurs, der im Jahr 2000 (vor dem Ausscheiden der beiden Firmengründer Dirk Vollmering und Markus Hanisch) noch bei über 46 Euro gelegen hatte, dümpelt seit Jahren zwischen 3 und 9 Euro; aktuell liegt der Kurs bei gut 5 Euro, leicht über dem Angebot. Das deutet darauf hin, dass die Aktionäre mit einer Nachbesserung des Angebotes rechnen.

Der Investor will mit seiner Management-Expertise das Wachstum des Softwarehauses ankurbeln, die Kosteneffizienz steigern und die Reorganisation unterstützen. Zudem bringt der Investor auch eine Zusammenarbeit mit anderen Konzerngesellschaften ins Spiel.

Das Easy-Management sieht aber keinerlei Synergieeffekte mit den Portfoliounternehmen der Deutschen Balaton AG (wie z.B. Beta Systems, GK Software oder Infoniqa) – und weist auf die Erfolge der 2018 eingeleiteten Reorganisation, das neu bestellte Management-Team und die Wachstumsstrategie Easy 21 hin. Außerdem habe man gerade erst die Prognose für das Geschäftsjahr 2019 mit einem zweistelligen Umsatzwachstum und einem EBITDA von 2,8 bis 3,8 Mio. Euro untermauert und durch die Akquisition der Apinauten GmbH das Portfolio im Cloud-Umfeld ergänzt.

Dabei muss man wissen: CEO Dieter Weißhaar ist erst seit Juni 2018 im Unternehmen und hat seither sein Management-Team neu formiert.

Bildquelle: Pixabay

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Berthold Wesseler DV-Dialog Dokumentenmanagement und ECM
news-22674 Sat, 20 Apr 2019 16:31:48 +0200 ERP für Tee http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/erp-fuer-tee-22674/ Die Bad Heilbrunner Naturheilmittel GmbH startete am 1. November mit Infor M3 in den Livebetrieb, nachdem die Mutterfirma Hermes Arzneimittel bereits 2014 diese ERP-Software implementiert hat. Seit mehr als 50 Jahren produziert und vermarktet die im oberbayrischen Bad Heilbrunn ansässige Unternehmen Arznei- und Wohlfühltees sowie natürliche Kräuterteemischungen. Für die Tochter der Pullacher Hermes Arzneimittel GmbH,

die bereits 2012 im Projekt „Nesy“ (Neues ERP-System) mit der Umstellung auf Infor M3 begonnen hatte, war es nur eine Frage der Zeit, bis das eigene, in die Jahre gekommene ERP-System abgelöst werden sollte. Für die Wahl der neuen Lösung sprache außerdem die Vereinheitlichung der Datenstruktur mit dem Mutterkonzern und die einfache Wartbarkeit durch die IT-Abteilung.

„Wegen der professionellen Zusammenarbeit, dem großen Prozess-Know-how der Berater und letztendlich auch des vertrauensvollen Umgangs miteinander konnten wir nach dem in 2014 bereits erfolgreich durchgeführten M3-Go-Live für unsere Firmen Hermes Arzneimittel GmbH (Deutschland) und Hermes Pharma Ges.m.b.H. (Österreich) nun auch noch unser Unternehmen Bad Heilbrunner GmbH auf M3 umstellen“, begründet Anne Reinhardt, Projektleiterin bei Hermes Arzneimittel, die Entscheidung für den Projektpartner BE-Terna.

Das neue ERP-System musste aufgrund der branchenspezifischen Ausrichtung nur geringfügig an die Prozesse von Bad Heilbrunner angepasst werden. Die einzigen Herausforderungen waren dabei das Anbinden von Fremdsystemen externer Partner und die zeitgleiche Implementierung der Lagerverwaltungssoftware. Somit konnte die neue Software in den Fachbereichen Einkauf, Produktion, Logistik, Verkauf, Versand, Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung in kurzer Zeit eingeführt werden. Mit dem Abschluss der Implementierung nutzen nun mehr als 500 User diese ERP-Software in der Unternehmensgruppe Hermes.

Bildquelle: Bad Heilbrunner Naturheilmittel GmbH

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DV-Dialog ERP
news-22673 Sat, 20 Apr 2019 14:25:40 +0200 Polynt nutzt Turbo für die WAN-Performance http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/polynt-nutzt-turbo-fuer-die-wan-performance-22673/ Polynt, ein weltweit aktiver Anbieter von chemischen Verbundwerkstoffen für die Herstellung von Kunststoffen, Farben, Tinten und Klebstoffen, hat mit Orange Business Services (OBS) einen Fünfjahresvertrag über ein globales „Wide Area Network“ (WAN) unterzeichnet. Nach der Fusion im Mai 2017 ist die neue Polynt-Reichhold-Gruppe ein globales Unternehmen in den Bereichen Intermediate, Beschichtungs- und Verbundharze, Duroplaste, Gelcoats und Nischenspezialitäten. Als globales, vertikal integriertes Spezialchemieunternehmen mit einer signifikanten globalen Präsenz in Europa, Nordamerika und Asien setzt Polynt auf eine Strategie, die mit der Integration von PCCR und CCP in den letzten Jahren eingeleitet wurde und nun durch die globale Reichweite, das umfangreiche Produktportfolio und die F&E-Kompetenzen von Reichhold weiter gestärkt wird.

Auf Basis eines neuen Firmennetzes sollen jetzt – nach der Fusion von Polynt mit dem US-Chemieunternehmen Reichhold vor zwei Jahren – globale End-to-End-Kommunikationslösungen geschaffen werden. Das WAN soll den Ausbau der internationalen Aktivitäten des Erzeugers von Harzen und Zwischenprodukten für den Composites-Einsatz unterstützen und als Plattform für künftige Unified-Communications-Technologien dienen.

Die neue Infrastruktur wird den Hauptsitz von Polynt in Bergamo/Italien mit 43 weiteren Standorten in 15 Ländern auf vier Kontinenten verbinden und soll durch Redundanzen das Netz ausfallsicherer und performanter machen. Außerdem soll die Konsolidierung von Netzdesign und -wartung bei einem einzigen Anbieter die Komplexität reduzieren und die Anwendungsperformance und -flexibilität weiter verbessern.

Unternehmensweites Applikations-Management

Polynt nutzt im neuen WAN die Tools für das „Enterprise Application Management“ von Riverbed für Anwendungsbeschleunigung und WAN-Optimierung, um die IT-Anwendungen durch eine deutliche Verkürzung der Reaktionszeiten benutzerfreundlicher zu machen. Weitere Ziele: Mehr Transparenz bei Netz und Anwendungen und effektivere Nutzung der Rechenzentren.

„Wir freuen uns, dass Polynt Orange Business Services als Partner für ihre digitale Transformation ausgewählt hat. […] Durch die Kombination von hochbelastbaren und redundanten globalen Diensten mit unserer Fähigkeit, weltweit konsistente Lösungen mit einem lokalen Touch zu liefern, freuen wir uns, das globale Wachstum von Polynt in den kommenden Jahren zu unterstützen", sagte OBS-Manager Fabrice de Windt.

Annamaria Codari, Global IT Director bei Polynt, will durch Entwicklung eines globalen WAN „die zentrale Kontrolle über unsere globale IT-Infrastruktur erlangen und das Vertragsmanagement vereinfachen, was eine beschleunigte Integration von Neuakquisitionen zur Unterstützung unserer globalen Expansion erleichtert“. Künftig an jedem Standort eine einheitliche Technologie einsetzen zu können sei der erste Schritt, „um unsere Unternehmenskultur überall auf der Welt auszurichten“.

OBS als Netzbetreiber und Integrator

Als B2B-Sparte des weltweit aktiven Telekommunikationskonzerns Orange konzentriert sich OBS als als Netzbetreiber und Integrator digitaler Services ausschließlich auf die Betreuung von Unternehmenskunden in den Bereichen IoT, Cloud, Big Data und KI, Anwendungsentwicklung und Cybersicherheit.

Orange erzielte im Jahr 2018 einen Umsatz von 41 Mrd. Euro und stellt für OBS ein kollaboratives Ökosystems bereit. Dazu gehören die 25.000 Mitarbeiter, die Vermögenswerte und das Know-how der Orange Gruppe, seine Technologie- und Geschäftspartner sowie ein Pool von sorgfältig Start-ups. Mehr als 3.000 multinationale Unternehmen sowie zwei Millionen Fachleute, Unternehmen und Kommunen in Frankreich werden von Orange Business Services betreut.

Gemeinsam mit dem Partner Riverbed Technology bietet OBS seit 2017 auch hybride Netze in der Technologie „Software-defined Wide Area Network“ (SD-WAN) an, wobei eine „Virtuelle Netzwerkfunktion“ (VNF) auf Basis der Riverbed-Technologie Steelconnect das Management vereinfacht. Mit VNF können die Kunden weltweit universelle Netzendgeräte bei sich vor Ort implementieren (universal customer premise equipment = uCPE). Die volle Kompatibilität mit existierenden Diensten soll auch dann gewährleistet bleiben, wenn der Kunde Applikationen aus dem Rechenzentrum in die Cloud verlagert.

Dynamische Pfadwahl in Echtzeit

Steelconnect dient dabei als intelligenter und unkomplizierter Ansatz für Entwicklung, Einsatz und Verwaltung hybrider Netze. Die Leistung der Anwendungen wird damit durch dynamische Pfadwahl in Echtzeit verbessert, denn so werden verfügbaren Verbindungen zwischen unterschiedlichen Netzwerken besser genutzt. Steelconnect erlaubt auch die vollständig automatisierte Bereitstellung von öffentlichen und privaten Netzwerkverbindungen; so können Unternehmen schnell weltweite Netzwerke mit einfacher Verwaltung aufsetzen.

Die ersten Pilotkunden von Orange wurden bereits 2017 über gemanagte Steelconnect-Geräte angeschlossen; heute ist die vollständige Virtualisierung und Orchestrierung über ein einfach zu bedienendes Selbstbedienungs-Portal möglich, über das auch die Administration und Priorisierung der Anwendungen gesteuert wird.

Bildquelle: Polynt / Businesswire.com

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DV-Dialog Unified Communication + Collaboration
news-22686 Sat, 20 Apr 2019 10:55:00 +0200 Mehr Schutz für Produktionsdateien http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/mehr-schutz-fuer-produktionsdateien-22686/ Das israelische Softwarehaus Raz-Lee erweitert seine Suite iSecurity um das Modul „Safe-Update“, das die Verwendung von nicht autorisierten Programmen (wie zum Beispiel Datei-Editoren) in IBM-i-Produktionsumgebungen regelt. Das neue Modul schützt Produktionsumgebungen auch vor solchen Updates, die durch den interaktiven Befehl „Start SQL“ (STRSQL) durchgeführt werden. „Die Verwendung von Datei-Editoren oder STRSQL für geschäftskritische Daten in Produktionsumgebungen ist gängige Praxis, aber äußerst riskant“, sagt Raz-Lee-Geschäftsführer Robert Engel. „Der Sarbanes Oxley Act und andere Compliance-Vorschriften verlangen, dass Updates nur von zugelassenen Programmen durchgeführt werden dürfen.“

Mehr Sicherheit, mehr Compliance

Im Vorfeld der Common-Konferenz Power Up 2019, die vom 19. bis 22, Mai im Disneyland von Anaheim/Kalifornien stattfindet, wird die Suite von Sicherheits- und Compliance-Lösungen für IBM-i-Anwender ergänzt. „Wir sprechen über den Schutz geschäftskritischer Daten vor Datei-Editoren, verwenden aber am Ende das bestehende Berechtigungssystem, um zu verhindern, dass Programmierer auf die Dateien zugreifen“, erläutert Engel die Produktidee. „Das ist nicht das, was wir wollten. Mit der zusätzlichen Sicherheitsebene, die Safe Update bietet, können wir endlich sicherstellen, dass Datei-Updates nur von zugelassenen Programmen durchgeführt werden, es sei denn, es wurde eine spezielle temporäre Berechtigung festgelegt.“

Mit Safe-Update können Administratoren eine Sicherheitsschicht in die Dateien selbst einbauen. Diese Schicht verhindert unautorisierte Updates selbst dann, wenn diese von „Super-Usern“ mit der Berechtigung *ALLOBJ ausgeführt werden. Die Sicherheitsschicht wird implementiert, indem Whitelists von Programmen zugelassen werden oder eine bereitgestellte (veränderbare) Blacklist von Programmen abgelehnt wird, die bekannte Dateieditoren, die Data File Utility (DFU) und den Befehl „Start SQL“ enthält.

Sobald Daten mit Tools aktualisiert werden müssen, die normalerweise nicht zulässig sind, implementiert Safe-Update einen Workflow, der aus vom Management erstellten Arbeitsaufträgen (sogenannten „Tickets“) besteht, die angeben, wer mit den Daten arbeiten darf, den Grund für diese Arbeit und den Zeitraum, für den dieser Arbeitsauftrag gültig ist. Basierend auf seinem Auftrag kann der berechtigte Programmierer dann das Ticket öffnen und die angeforderten Aktualisierungen interaktiv oder im Batch durchführen. Alle Arbeiten unter den Tickets werden protokolliert, selbst wenn die Dateien selbst nicht journalisiert werden.

Blacklist und Whitelist im Einsatz

Somit sind Updates laut Engel nur noch durch solche Programme möglich, die vorab in einer Liste eingetragen wurden; Updates durch Datei-Editoren könnten aber auch generell verhindert werden, so dass diese nur solange verwendet werden können, wie sie keine Updates durchführen, sondern einzig und allein zur Anzeige von Daten dienen. Sollte es aber notwendig sein, Updates durch einen (oder mehrere) der Datei-Editoren zuzulassen, so kann dies explizit durch das Berechtigungssystem von „Safe-Update“ gestattet werden.

Soll ein unberechtigtes Update eingeleitet werden, öffnet sich ein Fenster, das ein Ticket anfordert. Dieses Ticket kann die Genehmigung des Vorgesetzten erfordern. Auch Batch-Aktivitäten können so geschützt werden. Vorgesetzte können für spezielle Zwecke eine Zulassung der Arbeit mit Dateieditoren erstellen. Diese Zulassungs-Tickets können neben der Berechtigung selbst auch eine zeitliche Begrenzung beinhalten.

Berechtigte Anwender können Tickets in Verbindung mit ihren Aufträgen verwenden. Während ein Ticket aktiv ist, können diese Anwender auch die Editoren benutzen, um die aktuell anstehenden Änderungen abzuarbeiten; sie wissen dabei, dass alle Updates vollständig dokumentiert werden.

Weniger stark sicherheitsabhängige Unternehmen können es Anwendern ermöglichen, direkt Ad-hoc-Tickets zu öffnen und dabei den Grund für den Änderungswunsch anzugeben. Tickets können auf Dateien, zeitliche Begrenzung und Anzahl der Änderungsoperationen eingeschränkt werden. Ein Ticket wird automatisch geschlossen, wenn der Programmierer es nicht mehr verwendet.

Bildquelle: Pixabay, Raz‐Lee Security GmbH

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Berthold Wesseler DV-Dialog Sicherheit
news-22670 Thu, 18 Apr 2019 15:00:14 +0200 „Auf die Sprache kommt es an!“ http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/auf-die-sprache-kommt-es-an-22670/ Modernisierung bewährter Anwendungssysteme ist und bleibt naturgemäß ein sehr von Technologien dominiertes Thema. Doch es geht auch um Organisation – Stichwort Change-Management – und vor allem um Kommunikation. Das wissen auch die Modernisierungsexperten der PKS Software GmbH aus Ravensburg (siehe DV-Dialog 1-2/2019, Seite 1). Kommunikation ist deshalb so wichtig, weil auch die technisch nicht so beschlagenen User und ­Manager von Modernisierungsprojekten erst einmal überzeugt und dann „mit­genommen“ werden müssen.

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Im Interview mit DV-Dialog erläutern Heidi Schmidt und Roland Zurawka die neue Methode LKM, mit der das gelingen kann. Das Credo der beiden: „Auf die Sprache kommt es an!“ Und damit ist in diesem Fall nicht die Programmiersprache gemeint.

Der Trend zu Web- und Microservices erinnert stark an die Ansätze der Objektorientierten Programmierung, die vor 20 Jahren en vogue waren. IBM-Stichwort: SAA. Ziel war es, wie bei Lego-Spielzeug sozusagen einen Vorrat mit Funktions- und Datenbausteinen bereitzustellen, mit dem sich dann schnell und einfach neue Anwendungen zusammenstecken lassen. Wo sehen sie die Gemeinsamkeiten – und wo die Unterschiede?
Roland Zurawka: Das Grundprinzip ist dasselbe! Heute haben wir aber den Vorteil, dass es wesentlich mehr Technologie gibt, die die Kommunikation zwischen den Services auch über Anwendungsgrenzen hinweg standardisiert (Stichwort Rest-APIs, XML).
Was aber damals wie heute die echte Herausforderung bildet, ist die ­„Katalogisierung und Monetarisierung“ der Services. Gemeint ist die Antwort auf die Frage: Wie schaffe ich es, dass die vorhandenen Services auch wiederverwendet werden? Wie stelle ich eine Plattform bereit, die die Entwickler das finden lässt, was sie gerade an Funktionalität brauchen?

Sowohl die Entwicklung als auch der Betrieb von Microservice-Architekturen kann sehr schnell sehr komplex werden. Gibt es Tricks und Kniffe, diese Komplexität zu beherrschen?
Heidi Schmidt: „Zaubertricks“ gibt es nicht – nur gute Lösungen am Markt, auch von IBM, die das API-­Management unterstützen. Auf jeden Fall bleibt für die Anwender eine Herausforderung, da es hier ja eigentlich um Wissensmanagement im Unternehmen geht. Das ist bisher für viele schon eine große Herausforderung,  thematisiert durch das IBM-i-Paradoxon rund um das Kopfwissen der erfahrenen Entwickler – und das wird nun beim API-Aspekt erneut eine Anforderung.
Es gibt nicht wirklich „gute und schlechte Technologien“ oder „moderne und alte“ – aus unserer Erfahrung heraus hat meist jede Technologie, jedes Verfahren und jedes Konzept seine Stärken und Schwächen. Und ein einzelner Entwickler oder Architekt kann sich in aller Regel nur mit einer bestimmten Menge davon beschäftigen und diese beherrschen.
Daher ist es heute unabdingbar, dass Software-Entwicklung in Teams stattfindet, mit Knowhow-Trägern verschiedener Schwerpunkte, die kommunikations- und diskussionsfähig sind. Hier liegt leider oft noch der Hase im Pfeffer: bei der Kommunikation hapert es nämlich leider oft noch gewaltig. Viele scheitern an den drei unbewussten Irrtümern über Kommunikation.

Welche Irrtümer meinen Sie?
Zurawka: Lassen Sie mich dazu ein wenig ausholen: In wenigen Sätzen, weil immer alles schneller gehen muss, müssen die Entwickler heute den „Ich-bin-überzeugt-Button“ im Kopf ihres Zuhörers treffen. Egal, ob im Gespräch mit dem Fachbereich, mit den Kollegen im Team oder mit dem Management. Jedes Wort, jedes Bild, jede Geste sollte tunlichst haargenau treffen, oder die Botschaft verschwindet in den Weiten des Sprachuniversums. Welches ist das richtige Wort oder Argument, wenn es darum geht den Chef zu überzeugen, die Mitarbeiter zu motivieren, den Kunden zu gewinnen oder eine Idee durchzusetzen?

Schmidt: Bisher stehen uns zwei eher schlechte als rechte Möglichkeiten zur Verfügung:

  1. Möglichkeit: Wir nehmen das erstbeste Wort, das uns intuitiv, also ­unbewusst einfällt. Es gefällt uns, es überzeugt uns selbst – aber ob es die Kraft hat unser Gegenüber zu bewegen ­wissen wir nicht wirklich.
  2. Möglichkeit: Wir nehmen das Wort, von dem wir glauben, es kommt gut an. Wir sitzen vor unserem Text und grübeln lange, ob dieses Argument unseren Kollegen, unseren Chef oder Kunden vom Hocker haut, kalt lässt oder sogar Widerstand provoziert. Über Versuch und Irrtum probieren wir aus. Mal trifft unsere Argumentation und wir feiern Erfolge – mal trifft sie nicht, und wir fragen uns, warum es diesmal nicht funktioniert hat. Das Fatale an dieser Situation ist, dass wir unseren Erfolg nicht automatisch wiederholen können, weil wir nicht wissen, woran er genau lag.

Beide Möglichkeiten haben negative Konsequenzen für uns: Entweder findet unsere Botschaft kein Gehör oder sie führt trotz zeitaufwendiger Anstrengung zu Einwänden oder gar Angriffen – und diese zu Konflikten, Demotivation, Fluktuation.

Lassen sich diese negativen Konsequenzen vermeiden?
Zurawka: Es gibt bisher kein Kommunikationsmodell, das uns präzise erklären kann, wie Kommunikation verlässlich funktioniert. Es gibt hunderte von Ratgebern, Experten, Tools, Tipps, Büchern, Blogs, Youtube-Videos über Kommunikation. Jedoch können alle nicht mit Präzision vorhersagen, wie wir ­sicher und mühelos die richtigen Worte ­finden. Keiner kann uns vorhersagen, welches das treffende Wort, das unwiderstehliche Argument oder die überzeugende Logik in unserer morgigen Präsentation sein wird.
Diese Unbestimmtheit in den bisherigen Kommunikationsmodellen führt zu drei unbewussten Irrtümern über Kommunikation

  1. Irrtum: Ich suche den Fehler bei mir: „Ach, ich habe einfach zu wenig ­Ahnung und Fachwissen!“ Dieses Denkmuster ist leider gerade bei den erfahrenen Entwicklern gängig.
  2. Irrtum: Ich suche dem Fehler beim anderen: „Ach, der versteht das sowieso nicht!“ Das ist sehr beliebt, z.B. bei Berufsanfängern gegenüber den ­„alten Hasen“ aus der RPG-Entwicklung.
  3. Irrtum: Ich suche den Fehler in meiner Idee: „Ach, das Konzept/Produkt ist doch nicht so gut.“

Gibt es denn inzwischen ein Kommunikationsmodell, das mit hoher Wahrscheinlichkeit den Erfolg unserer Kommunikation sicherstellt? Ein Modell, das uns mit hoher Treffsicherheit vorhersagt, welches das richtige Wort, das überzeugende Argument, die unwiderstehliche Logik Ihrer Präsentation ist?

Schmidt: Dieses Modell gibt es inzwischen und es heißt „Limbische Kommunikationsmodell“ – kurz LKM. Das Limbische Kommunikationsmodell erklärt sehr genau, mit welchen Worten, Bilder und Gesten wir die unterschiedlichsten Menschen mühelos und verlässlich erreichen.

Frau Schmidt, Herr Zurawka, vielen Dank für das Interview! 

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Berthold Wesseler DV-Dialog Software-Entwicklung
news-22666 Thu, 18 Apr 2019 12:03:09 +0200 Automation von der Beschaffung bis zur Zahlung http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/automation-von-der-beschaffung-bis-zur-zahlung-22666/ Die DAConsulting GmbH, Darmstadt, ist ein Business-Partner der IBM mit langjähriger Erfahrung in Anwendungsentwicklung und Kunden­projekten im Supply-Chain-­Management. Im Zuge der Projekt­arbeiten ergab sich immer wieder die Forderung der Kunden, diese SCM-­Prozesse im Sinne von „Purchase to Pay“ zu realisieren, d.h. in einem integrierten und durchgängigen Gesamtprozess von der Beschaffung bis zur Zahlung. „Geprägt sind diese Prozesse durch eine Flut von aus- und eingehenden Dokumenten und von erheblichem organisatorischen, manuellen und nicht zuletzt personellen Aufwand“, sagt Geschäftsführer Dieter Ackermann.

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„Mit der Nutzung von Dokumenten-Managementsystemen und der ­IT-Unterstützung von Teilprozessen können zwar partielle Verbesserungen erzielt werden“, ­konzediert Ackermann, „die eigent­liche ­Herausforderung ist aber die Einbindung der Dokumente und ihrer Metadaten in einen integrierten IT-Gesamtprozess, insbesondere in Verbindung mit den bestehenden ERP- und Finanzsystemen.“

Grundlage für Prüfen und Entscheiden

Unter dieser Prämisse haben die IT-­Experten eine umfassende Anwendungsreihe entwickelt, welche diese Prozesse laut Ackermann in Web- und Workflow-basierter Form vollständig und integriert abbildet; die Produkte werden unter der Überschrift „Business-Process-Automation“ (BPA) vermarktet. Über die reinen Software-Funktionen hinaus stehen Schwerpunkte wie Automation, Transparenz, Controlling und Compliance im Vordergrund – und die Anwendungen sind als Web-Implementierung global nutzbar.

„Das grundsätzlich branchenneutrale Design der Anwendungen in Verbindung mit der hohen Adaptionsfähigkeit an unternehmensspezifische Anforderungen gibt die Flexibilität und Sicherheit, auch neue und zukünftige Prozesse zu realisieren“, sagt Dieter Ackermann. Alle Anwendungen laufen auf dem IBM-System i und nutzen dessen bewährte, unkomplizierte und integrierte Infrastruktur in Datenbank, Anwendungen und Webservices.

Ein weiteres wesentliches Merkmal dieser IT-Lösungen ist die Unterstützung und Dokumentation von Geschäftsprozessen mit hoher Relevanz für Prüfen, Entscheiden und Genehmigen.

Basis einer automatisierten Rechnungsprüfung

Unterstützt werden diese Prozesse durch die Integration aller relevanten Dokumente (Bestellungen, Rechnungen, Lieferscheine u.a.) in Form eines integrierten Dokumenten­management-Systems, wobei die Meta-Daten der eingehenden Dokumente (Papier, PDF als E-Mail Anhang) über das OCR-Data-Capturing gewonnen und in die nachfolgenden Bearbeitungsprozess integriert werden.

Eine wesentlich effizientere Methode dafür – und laut Ackermann von den Kunden mit wachsender Präferenz genutzt – sind EDI-Verfahren (Standards oder individueller Art), bei denen die Meta-Daten der Dokumente sofort in digitaler Form vorliegen. Mit diesen Daten wird auch – soweit die ERP-Systeme es ermöglichen – ein Bezug der Rechnungs- zu den Bestelldaten hergestellt, womit Mengen-/Preisabweichungen automatisch ermittelt und detailliert dargestellt werden. ­DAConsulting bietet diese Interfaces, z.B. zu Infors ERP-System XPPS/Xpert, als Teil der Gesamtlösung an.

Erweiterter Gesamtprozess „Purchase-to-Pay“

Über die erwähnte Bedarfsanforderung und Rechnungsbearbeitung ­hinaus beinhaltet das BPA-System von DAConsulting die integrierten Sub-Anwendungen Anfrage- und Angebots­management, ein Vertragsmanagement-System für Verwaltung und Controlling von Verträgen jeglicher Art sowie ein Informations- und Reporting-System.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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Berthold Wesseler DV-Dialog FIBU REWE Controlling
news-22648 Tue, 16 Apr 2019 22:03:17 +0200 Acando schlüpft bei CGI unter http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/acando-schluepft-bei-cgi-unter-22648/ Die Acando Group, mit mehr als 2.100 Beschäftigten in Schweden, Norwegen, Finnland, Lettland und Deutschland ein führendes IT-Beratungsunternehmen in Nordeuropa, hat das öffentliche Übernahmeangebot des kanadischen IT-Konzerns CGI angenommen, der nun rund 93,7% der Aktien von Acando besitzt. Der jährliche Acando-Umsatz wird mit etwa 240 Mio. Euro beziffert. „Die für den Abschluss des Angebots erforderlichen behördlichen Genehmigungen wurden eingeholt, weitere Bedingungen des Angebots wurden ebenfalls erfüllt“, heißt es heute in einer Pressemitteilung. Durch die Übernahme von Acando gewinne man nicht nur mehr als 2.100 Berater aus fünf Ländern Europas mehr als 500 Mitarbeiter davon in Deutschland. Hierzulande unterhält Acando neben dem Hamburger Hauptsitz Geschäftsstellen in Braunschweig, Düsseldorf, Koblenz, Frankfurt, Stuttgart und München.

„Wir freuen uns darauf, die Mitarbeiter von Acando als CGI-Member willkommen zu heißen“, sagte George Schindler, Präsident und Chief Executive Officer von CGI. „Der Geschäftsansatz von Acando in den Bereichen Business Consulting und digitale Innovation wird unsere End-to-End-Dienstleistungen zum Vorteil unserer Kunden stärken.“ In Branchen wie Manufacturing, Retail und Behörden ergänze Acando die globale Präsenz und die Expertise von CGI durch Beratung und Systemintegration.

Mit dem Zusammenschluss verfüge die 1976 gegründete CGI Group nun über 4.000 Berater in Deutschland und mehr als 10.000 Berater in Nordeuropa, sagte Torsten Straß, der für Zentral- und Osteuropa verantwortliche CGI-Manager. Man agiere hier als einer der Marktführer für End-to-End IT und Business Consulting, Solutions und Outsourcing-Dienstleistungen. Weltweit gehöre CGI mit rund 74.000 Beschäftigten zu den größten unabhängigen Anbietern von IT- und Geschäftsprozessdienstleistungen. Der Jahresumsatz wird mit über 11.5 Mrd. Kanadische Dollar beziffert.

Bildquelle: CGI

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DV-Dialog IT-Markt
news-22627 Mon, 15 Apr 2019 10:37:20 +0200 Sportliches Lagerprojekt bei Epiroc http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/sportliches-lagerprojekt-bei-epiroc-22627/ Der Dortmunder SAP-Spezialist Uniorg begleitete die Einführung der SAP-Software für das Lagermanagements bei dem schwedischen Industrieunternehmen Epiroc. Im Zuge des Konzernsplits bei Atlas Copco gehört seit Anfang des Jahres die Construction Tools GmbH zu Epiroc. Das ist das aus dem Geschäftsbereich Bergbautechnik und der Abteilung für hydraulische Anbaugeräte gebildeten neuen Unternehmen, das hydraulische Anbaugeräte fertigt. Die werden nun nicht mehr von dem Atlas-Copco-eigenen Distribution Center im belgischen Hoeselt, sondern von Essen aus weltweit vertrieben.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 3-4/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

„Die veränderte Struktur mit Produktion und Vertrieb inklusive internem Distribution Center als neuem Geschäftsfeld ‚unter einem Dach’ hatte zur Folge, dass innerhalb der komplexen Konzernstruktur zahlreiche neue Prozesse aufgesetzt und im SAP abgebildet werden mussten“, erinnert sich Jeremy Banon, Projektleiter von Uniorg. „Zu berücksichtigen war dabei, dass Produktion und Distribution aus Konzernsicht getrennte Organisationseinheiten sind, die separat berichten, steuerlich aber als Einheit gelten. Bestellvorgänge zur Lagerlieferung oder zum Fertigungsauftrag änderten sich komplett. Waren früher die Lagerprozesse nur geringfügig ausgeprägt, da nur Teile in Verbindung mit der eigenen Produktion vorgehalten werden mussten, wird das neue Lager jetzt intensiv mit mehreren Lagerbahnen betrieben. Daher war die Einführung des SAP Warehouse Managements notwendig.“

Komplexes Projekt, nur drei Monate Zeit

Was den großen Logistikdienstleistern unmöglich erschien, nahm der Dortmunder SAP-Partner Uniorg als Herausforderung an: die Integration des neuen Essener Distributionszentrums in das vorhandene SAP-System inklusive „Warehouse Management“ und EDI innerhalb von drei Monaten. Es galt ein anspruchsvolles Change-Management zu bewältigen, wobei man weitestgehend auf Standardlösungen setzte.

Start des Projektes war September 2017, der Go-Live für Januar 2018 geplant, wobei bereits Mitte Oktober geliefert werden sollte. „Die sehr ‚sportlichen’ Zeitvorgaben für dieses Projekt konnten eingehalten werden“, kommentiert Epiroc-Manager Dr. Claus Thiel.

Bildquelle: Thinkstock/iStock, Epiroc

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DV-Dialog Lager und Logistik
news-22610 Mon, 15 Apr 2019 07:36:00 +0200 Nadelöhr Datenintegration http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/nadeloehr-datenintegration-22610/ Datenintegration und Konnektivität sind bei der digitalen Transformation die absoluten Schlüsselthemen, die gerade auch der Mittelstand zu den größten Herausforderungen zählen. Der Grund ist einfach, sagt Dr. Martin Fischer, Geschäftsführer der Lobster GmbH: „Die fortschreitende Digitalisierung erfordert ein reibungsloses Zusammenspiel unterschiedlichster Softwaresysteme“. Und zwar auch über Firmengrenzen hinweg. Unternehmer sind in der Einschätzung des eigenen Fortschritts bei der digitalen Transformation skeptischer geworden. Aktuell bewerten beispielsweise 62 Prozent der  „Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe“ (DSAG) befragten Unternehmer ihren Status bei der digitalen Transformation mit „nicht weit“.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 3-4/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Im Vergleich zum Investitionsreport 2018 ist dies eine Verschlechterung um 10 ­Prozent. Und nur noch zwei statt zuvor fünf Prozent sehen ihr Unternehmen als sehr weit fortgeschritten bei der Digitalisierung. Eine Erklärung kann sein, dass Unternehmen heute eine realistischere Einschätzung abgeben können, welche Projekte sie in diesem Zusammenhang zu stemmen haben und wie komplex diese sind.

Die Digitalisierung hat beim „Electronic Data Interchange“ (EDI), aber auch bei der „Enterprise Application Integration“ (EAI) ganz neue Herausforderungen zur Folge. Dazu gehören in diesem Bereich die steigende Komplexität der Softwaresysteme, wesentlich höhere Anforderungen an Flexibilität und Agilität, die immer größere Heterogenität der eingesetzten Softwareprodukte und Endgeräte, die kürzere Umsetzungsdauer von Software­projekten und die Anforderungen an Ressourcen­effizienz.

„Nur Softwarelösungen, die mit Konventionen brechen und ein Umdenken ­fördern, können Unternehmen dabei ­helfen, zukunftsweisende Antworten auf die genannten Herausforderungen zu ent­wickeln und erfolgreich zu implementieren“, meint Dr. Martin Fischer, Geschäftsführer der Lobster GmbH.

Mit dieser Überzeugung entwickelt Lobster seit 2002 Software, insbesondere Lobster_data für die Daten- und Systemintegration. Mit dieser umfassenden Standardsoftware für Datenintegration ohne Programmierung strebt Fischer Ziele wie Komplexitätsreduktion, Effizienz, Flexibilität, Usability und Performance an – und das unabhängig davon, welche Integration Kunden ­meistern wollen.

Aktuell betreut das Lobster-Team mit über 120 Beschäftigten am Firmensitz in Pöcking am Starnberger See und an 14 weiteren Standorten mehr als 1.000 nationale und internationale Unternehmen verschiedenster Größen. Laut Fischer wächst Lobster mit über 100 Neukunden pro Jahr, weil IT-Chefs erkennen, wie sie mit Lobster ihre Prozesse optimieren und die Wertschöpfung erhöhen können.

Herr Fischer, Stichworte wie Industrie 4.0, E-Commerce, Workflows und mobile Apps für die Büroarbeit machen deutlich: Digitalisierung findet heute aller Orten statt, gerade auch im Mittelstand. Welche Rolle spielt bei der Umsetzung der aktuellen Digitalisierungsstrategien die Integration der beteiligten IT-Systeme?
Dr. Martin Fischer
: Datenintegration und Konnektivität sind die absoluten Schlüssel­themen. Wir erleben eine Potenzierung der Anbindungsmöglichkeiten. Das gilt in der Produktion etwa für immer mehr Sensoren, die eine unendliche Fülle an Maschinen- und Produktionsdaten ­liefern. Das gilt ebenso auf Unternehmens­ebene, wo immer mehr ­Systeme mi­teinander verknüpft werden. Produktionsplanung, E-­Procurement, Personalwirtschaft, ­Management-­Informations-Systeme, Workflow-Management, Rechnungswesen und Buch­haltung, Marketing- und ­Vertriebs-Tools, schließlich Logistik und Supply-Chain-Management – die Liste ist lang und Unternehmen gehen hier Schritt für Schritt in Richtung einer möglichst umfassenden unternehmensweiten Integration ihrer Geschäfts­anwendungen, also in Richtung EAI. Natürlich werden dabei auch immer mehr Daten zwischen der operativen Ebene und der in der Regel betriebswirtschaftlich ausgerichteten IT-Infrastruktur hin und her bewegt. Bevor Sie auswerten, weiterverarbeiten oder analysieren können, müssen die Daten erst einmal von A nach B gebracht werden. Integration ist dabei das absolute Nadelöhr.

Die seit den 80iger Jahren propagierten ERP-Konzepte, die ein betriebswirtschaftliches Anwendungssystem aus einem Guss versprachen und Schnittstellen überflüssig machen sollten, scheinen ausgereizt. Der Best-of-Breed-Ansatz von einst gewinnt neuen Charme. Was sind die Konsequenzen für die angesprochene Schnittstellen-Thematik?
Dr. Fischer: Bei den modular erweiterbaren „All in one“-Produkten der großen Softwarehäuser spielt besonders im Mittelstand viel Un­sicherheit mit. Wenn ich nicht weiß, was ich be­nötige und mir der Verkäufer sagt, wir haben das Modul xy ebenfalls im Programm, das löst alle akuten Probleme, dann kaufe ich es wahrscheinlich.
Und dann fehlt mir doch genau die Funktion, die ich dringend benötige – und ich muss mein Unternehmen nach der Software ausrichten, statt mir eine Lösung zu suchen, die meinem Geschäft folgt. Mit den Möglichkeiten, die die leichtgewichtige Virtualisierung etwa mit der Container-Technologie bietet, kann ich – ohne auf meinem eigenen Server irgendetwas zu ­installieren – hochkomplexe Software-­Produkte aus der Cloud an mein System andocken, ­konfigurieren, in kürzester Zeit ausprobieren und mir dann eine Meinung bilden. Mit einer modernen Integrationssoftware wie unserem Lobster_data werden auch die Daten schnell und problemlos von einem System und einem Format in ein anderes ­System und anderes Format gebracht. Hier gilt: Schnittstelle ja, ­programmieren nein. Das Anbinden neuer Software­systeme – egal ob aus der Cloud oder on premise – erledigt im besten Fall ganz einfach ein Mitarbeiter aus der Fachabteilung. Damit ist dann Best-of-Breed problemlos umsetzbar. Das bedeutet vor allem: Unternehmen sind jetzt in der Lage, sich kurzfristig auch auf veränderte Herausforderungen einzustellen und diese mit einer passenden Softwarelösung zu begleiten.

Verschärfend kommt hinzu, dass viele Anwendungen heute unternehmensübergreifend reibungslos funktionieren müssen, weil auch Lieferanten, Kunden oder Dienstleister in die Beschaffung, Warenwirtschaft oder Logistik miteinbezogen werden, deren IT-Systeme normalerweise sehr verschieden sind. Wie lassen sich auf dieser Basis Anwendungen realisieren, die für den Nutzer intuitiv und völlig ohne Systembrüche bedienbar sind?
Dr. Fischer: Interne Daten hier und externe Daten dort – das sind heute eigentlich keine Kategorien mehr. Ob wir die nach innen gerichtete „Enterprise Application Integration“ oder den nach außen gerichteten „Electronic Data Interchange“ nehmen – es geht immer um dasselbe Thema. Wer benötigt wann, von wem, welche Daten, in welchem Format? Irgendwer muss die Daten abholen und zu einem oder mehreren Zielen bringen und sicherstellen, dass der Datenaustausch funktioniert. Auch wenn es rund 10.000 Industriestandards gibt – eine gute Integrations-Software hat all diese Vor­lagen hinterlegt und ist auf solche Anforderungen bestens vorbereitet. Sie erkennt das verwendete Ausgangsformat. Sie brauchen dann nur noch zu sagen, wo die Reise hingeht. Systembruch war gestern. Genau dafür steht Lobster.

Sie sprechen von „Konfigurieren statt Programmieren“. Was genau ist der Vorteil?
Dr. Fischer: Konfigurieren heißt: Sie haben ein komfortables Frontend mit einem Menü, das Ihnen in wenigen Schritten die notwendigen Auswahlmöglichkeiten bietet, indem Sie die jeweiligen Parameter eingeben. Das beginnt mit dem Ausgangsformat, etwa CSV oder ­Edifact, vielleicht mit der branchenspezifischen Spezifizierung Edifice. Die erkennt eine gute Software automatisch. Dann wählen Sie das gewünschte Übertragungsprotokoll aus, zum Beispiel OFTP, SFTP, SMTP oder einen komplexeren Standard wie AS2.
Nun erstellen Sie das Mapping der Eingangsdaten auf die gewünschte Zielstruktur und natürlich das Ausgabeformat der im Mapping erstellten Datenstruktur. Und schon können Sie versenden – einmalig und eventgesteuert oder auch regelmäßig in bestimmten Abständen. Sie wählen also Schritt für Schritt Ihre individuellen Parameter aus, konfigurieren Ihren Prozess und los gehts. Sie benötigen dafür keinen Programmierer, der spezifische APIs schreibt, die bei der nächsten Aufgabe nicht funktionieren.
Die Vorteile: Eine Standardsoftware ist stets up to date, Anwender sind jederzeit flexibel, wenn sich beim Sender oder Empfänger etwas ändert, sie schließen kurzfristig und selbständig neue Kunden oder Partner an und müssen nicht auf freie Kapazitäten der IT-Abteilung oder des Dienstleisters warten. Außerdem benötigen Sie zur Anwendung kein IT-Studium. Sondern nur ein wenig Anwendungserfahrung. Kurz: Sie sparen Geld, Zeit und Nerven. Und bieten Service.

Welche Rolle spielt die Cloud bei der Bewältigung dieser Schnittstellen-Problematik?
Dr. Fischer: Aus unserer Sicht ist die Schnitt­stellen-Problematik längst gelöst. Für uns ist es vollkommen egal, ob die Daten, die Lobster_data abholen oder verteilen soll, auf Ihrem Server in Bangalore liegen, in Ihrer Firmenzentrale in Hamburg, in Ihrem Werk in Prag oder in der Cloud auf einem Server in Magdeburg.
Bei vielen unserer Kunden heißt es übrigens nicht Entweder-oder, sondern Sowohl-als-auch. Wir holen also in Bangalore und in Prag ab und liefern in Magdeburg und Hamburg aus. Oder anders herum. Oder am Morgen so und am Abend so. ‚Wir‘ heißt übrigens: Lobster stellt die Software. Und nach zwei Tagen Schulung konfigurieren unsere Kunden ihre Anforderungen dann auch schon selbst und passen ihre Datenströme flexibel ihren Bedürfnissen an.

Um die mit hybriden Systemlandschaften einhergehende Komplexität zu beherrschen, sind neben der Integration auch Automatisierung und Qualität entscheidend. Worauf kommt es dabei an?
Dr. Fischer: Automatisierung ist gut, wenn Sie einen Prozess einmal einrichten und er dann geräuschlos läuft. Und Automatisierung ist gut, wenn Ihr System Sie mit ins Boot holt, sobald etwas Ungewöhnliches passiert. Also wenn Ihr Server in Bangalore down ist oder über die vorgegebene Verbindung kein Datentransfer zustande kommt. Dann freuen Sie sich als IT-Leiter über eine Mail oder SMS, die Sie darauf hinweist, dass Sie mal auf den Prozess schauen sollten.
Vielleicht haben Sie ja sogar Alternativszenarien für die Datenübermittlung eingegeben. Dann nutzt das System automatisch einen anderen Weg für die Übertragung und Sie brauchen gar nichts zu tun, außer sich zu freuen.
Automatisierung bei Schnittstellen bedeutet aber auch: Bloß keine ‚Black Box‘ mit selbst programmiertem Schnickschnack! Wenn dann etwas hakt oder Sie etwas ändern wollen, kommen Sie nicht dran. Und Programmierer sind gerade am Markt nicht wirklich verfügbar. Wenn Sie heute in der IT automatisieren, dann doch lieber so, dass Sie jederzeit und selbst etwas ändern können. Neuer Kunde, neuer Partner, neues Format – kein ­Problem. Und damit kein Ärger entsteht, sollte das System zudem alles automatisch dokumentieren. Nur vorsorglich für alle Fälle. Ach ja: Und ein neues Release sollte natürlich auch immer automatisch zur Verfügung stehen.
Was die Qualität angeht: Da gibt es viele Aspekte, die man berücksichtigen kann. Qualität bedeutet: Das System arbeitet ausfallfrei im Hintergrund. Es deckt einfach alle Industrie­standards ab. Es lastet auch bei hohen Datenmengen Ihre ­Kapazitäten nicht aus. Sie müssen kein Hieroglyphen-­Studium absolviert haben, um zu verstehen, wie es funktioniert. Denn ein modernes Frontend ist i.d.R. selbsterklärend. Und die wenigen Schritte von der Einstellung der Quelle übers Mapping bis zur Übergabe ans Zielsystem können Sie logisch nachvollziehen.
Qualität bedeutet außerdem: Dank HTML5 funktioniert das System genauso gut auf Ihrem Tablet wie auf Ihrem Smartphone. Sie können es ganz nach Wunsch auf eigenem Server – on premise – oder aus der Cloud heraus betreiben. Außerdem gibt es ein Service-Center mit Mitarbeitern, die zur Verfügung stehen, wenn Sie sie brauchen, und die zuhören, mitdenken und die richtigen Tipps geben, weil sie sich mit dem System auskennen.

Wie sollten die Schnittstellen definiert werden: Über ein gemeinsames Datenmodell aller beteiligten Anwendungen und einen Datenaustausch – oder über anwendungsorientierte Programmschnittstellen, mit denen sich die Semantik der Daten besser transportieren lässt?
Dr. Fischer: Ein gemeinsames Datenmodell wirft in der Regel weitere (Pflege-)Probleme auf, da man hierzu eine so genannte Persistenz-Schicht benötigt. Konkret: Das SAP-System kann mit einem Produktabbild nichts anfangen, der eShop benötigt dies aber zusätzlich zum aktuellen Preis oder Lagerbestand aus dem ERP-System.
Würde man diese Informationen in einem gemeinsamen Datenmodell ablegen, wären die Daten schnell veraltet und bei Zuschaltung eines weiteren Software-Systems oder bei einem Update/Upgrade müsste man das Datenmodell wieder ändern. Hier empfiehlt sich eher der Ansatz der direkten Anbindung mittels API mit einem Tool, das dies schnell und ohne Programmierung umsetzen kann.

Analog gibt es EDI als Klassiker für den elektronischen Datenaustausch zwischen Unternehmen, mit gut etablierten Standards wie Edifact oder X.12. Bleibt EDI wichtig – oder verliert dieser Integrationsansatz angesichts der Cloud an Bedeutung?
Dr. Fischer: Nach meinem Verständnis ist die Cloud eine Technologie, die das schnelle Aufsetzen von neuen Schnittstellen ermöglicht. Sie ersetzt aber keine Formate. Somit bleibt der EDI-Ansatz nach wie vor wichtig. Er wird durch Cloud-Ansätze allerdings angereichert und ermöglicht vermehrt den Datenaustausch in Richtung ‚real time‘.
Hinzu kommt: Gewisse Schnittstellen würde man aus Sicherheitsgründen niemals in eine Public Cloud legen. Damit bleibt die klassische DFÜ – wenn auch modernisiert durch z.B. AS2 – vorerst bestehen.

Die Cloud kann dann integrierend wirken, wenn sie z.B. im Einkauf über Marktplätze oder in der Supply Chain zur Collaboration genutzt wird. Worauf kommt es an, damit das in der Praxis klappt?
Dr. Fischer: Bei der Plattform-Technologie geht der Trend immer stärker zu offenen und neutralen Systemen, die es allen Parteien durch eine perfekt standardisierte und automatisierte Datenintegration erlauben, mit ihren unterschiedlichen Systemen anzudocken.
Der Vorteil solcher Plattformen ist, dass sie grundsätzlich anbieterunabhängig für jeden offen sind und alle Teilnehmer die Dienste, die über eine Plattform angeboten werden, mit Unterstützung einer modernen Datenintegration ohne hohe Investitionen von ihren ­eigenen Systemen aus nutzen können.
Konkret: Einer unserer Kunden kauft zum Beispiel europaweit Logistik-Leistungen bei großen Transportunternehmen ein. Für seine mittelständischen Kunden konfektioniert er daraus sehr individuelle Logistikleistungen, die sie sich aus den Angeboten verschiedener Anbieter inklusive seiner eigenen Kompetenzen zusammen­stellen können.
Die Plattform erlaubt es also den großen An­­bietern, dort Geschäfte zu machen, wo ihre Stärken liegen und optimiert die Leistungen für die Nachfrager, die sich aus den unterschied­lichen Angeboten jeweils das zusammenzu­stellen, was sie individuell benötigen. Das individuelle Bundle über die Plattform ist für den Käufer dabei billiger, als wenn er sich die Einzelleistungen bei diversen Anbietern selbst zusammen­suchen müsste. Und es geht schneller.
Da das System, das am Frontend Lobster_scm und bei der Datenintegration Lobster_data nutzt, flexibel an die Systeme und Standards der Anbieter wie der Nachfrager angepasst werden kann, ist die neue Dienstleistung zudem leicht zu skalieren – ein Vorteil für alle.

Können Sie das bitte am Beispiel der „Supply Chain“ erläutern?
Dr. Fischer: Bei Supply-Chain-Management-Systemen wird damit erstmals eine komplette Integration aller Teilnehmer erreicht. Efreight in der Schweiz ist dafür ein gutes Beispiel.
Efreight ist eine neutrale und unabhängige, von Logistik-Branchenverbänden getragene Firma, die Transparenz in globalen Supply Chains ermöglicht. Alle Sendungsdaten der Supply Chain werden also in einer Datenbank gesammelt und gespeichert. Vom Shipper über LKW-, Bahn- und Luftfrachtspediteure bis hin zum Kunden haben alle Beteiligten auf die jeweils für sie relevanten Daten in Echtzeit Zugriff, ganz gleich, welche eigenen Systeme sie nutzen.
So können Verlader, also Industrieunternehmen, ihre Sendungsdaten elektronisch einstellen und dem selektierten Spediteur zur Ver­arbeitung freigeben. Die Spediteure nutzen diese Daten, führen Buchungen der Flüge durch und organisieren Transport sowie Verzollung. Der jeweilige Shipper bekommt direkten Zugriff auf korrekte Sendungsdaten und kann damit eigene Prozesse wie etwa Routen, Zeiten und Frachtraumauslastung optimieren.
Shipper, Spediteur und Kunde haben ohne Verzögerung jederzeit Transparenz über den ­aktuellen Status der Ladung. Zusatzinformationen, wie Bilder der Ladungssicherung, Auswertung von Stillstandzeiten oder etwa Temperatur­daten, können problemlos eingebunden werden. Unsere Supply-Chain-Management-Software Lobster_scm übernimmt auf solchen Plattformen bereits Management und Integration unterschiedlichster Datenformate.

Nicht nur die Technik, auch organisatorische und menschliche Aspekte können für den Erfolg von Integrationsprojekten entscheidend sein. Was sind hier nach Ihrer Erfahrung die dicksten Stolpersteine?
Dr. Fischer: Auch wenn die Welt das gerne anders sieht: Die wenigsten Kollegen aus der IT, die ich kenne, sind kommunikationsunfähige Nerds. Wir beschäftigten bei Lobster 120 Menschen, die Teil unseres Unternehmens sind, weil sie am Arbeitsplatz auch Spaß haben.
Dazu gehört eine ordentliche Ausstattung. Wir haben einen italienischen Koch, eine Sonnenterrasse, auf der an Sommerabenden der Grill läuft und wir haben moderne und anwendungsfreundliche Software auf unseren Rechnern. Und solche Produkte stellen wir auch her. Unsere Software gibt es als Cloud-Lösung auf Container-Basis. Man tippt das Icon an und der Lobster_data ploppt auf. Keine stundenlangen Wartezeiten bis das System hochgeladen ist.
Wir haben ein Frontend mit HTML5 realisiert, das auf dem Tablet genauso funktioniert wie auf dem Smartphone oder auf dem großen Desktop im Büro. Natürlich mit Drag and Drop und Copy and Paste. Und auf dem Touchscreen mal schnell die Daten von A nach B ziehen. Homeoffice ist mit unseren Lösungen kein Problem. Und ein schneller Kontrollblick aufs Handy, wenn man am Samstagabend auf dem Weg ins Restaurant ist, funktioniert ebenfalls. Kurz: Ich glaube, IT muss funktionieren. Sie muss Spaß machen. Und sie muss das Leben einfacher machen. Dafür arbeiten wir.

Herr Dr. Fischer, vielen Dank für das Interview!

Bildquelle: Lobster

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DV-Dialog Berthold Wesseler Middleware Datenbanken
news-22623 Mon, 15 Apr 2019 07:25:00 +0200  ERP-Projekte sind keine IT-Projekte http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/erp-projekte-sind-keine-it-projekte-22623/  ERP-Projekte sind Geschäfts- und keine IT-Projekte. Dieser Satz wird oft gesagt und selten ernst genommen. Die Realität von ERP-Projekten sieht auch heute noch vielfach so aus, dass sie von einem IT-Spezialisten oder gar vom IT-Chef selbst geleitet werden, mit Fachkräften aus der IT an den verantwortlichen Positionen besetzt sind und mit ein paar Key-Usern „garniert“ werden, die dann neben ihrem Tagesgeschäft, von dem sie in keiner Weise entlastet sind, den Input für die Gestaltung der Prozesse liefern sollen. Am Schluss wundern sich die Verantwortlichen, warum ihr ERP-Projekt gescheitert ist oder keinerlei Effizienz­steigerung gebracht hat. Und wieder scheint sich die Fehleinschätzung zu bewahrheiten, dass IT nur Geld kostet.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 3-4/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Sollen ERP-Projekte Nutzen stiften, dann müssen qualifizierte Menschen aus den operativen Fachbereichen daran mitwirken. Ihnen gehört sogar die maßgebliche Verantwortung übertragen. Es müssen Menschen sein, die nicht nur ihre eigenen Prozesse kennen, sondern über den Tellerrand im Sinne des Unternehmens hinausblicken. Sie zählen zu den Besten ihres Fachs.

Diese Fachleute vom Tages­geschäft „freizuschaufeln“ ist notwendige Voraussetzung für den Erfolg von ERP-­Projekten. Denn Verantwortung in einem ERP-Projekt ist nicht nur für den Projektleiter eine Kernaufgabe, sondern auch für die Prozessverantwortlichen – und diese Kernaufgabe erledigt sich nicht nebenher.
Nur wenn die operativen Bereiche mit zugkräftigen Menschen an ihrer Spitze ­stehen, werden die ERP-Projekte erfolgreich und nutzbringend sein.

Der IT kommt dabei die Rolle des Unterstützers zu, der dafür sorgt, dass die meist komplexe Softwarelandschaft und die IT-Infrastruktur auch das leisten, was sie leisten sollen.

Bildquelle: Catalyso

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DV-Dialog ERP
news-22625 Sun, 14 Apr 2019 18:03:18 +0200 Roadmap für Domino http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/roadmap-fuer-domino-22625/ Als Partner von IBM und HCL bietet der Eschborner IT-Dienstleister Proservia spezielle Services zur Weiterentwicklung bewährter Domino- und Notes-Anwendungen – und berücksichtigt in seiner Roadmap bereits die für den Spätherbst avisierten Neuheiten von Domino V11. Die Groupware-Lösungen Notes & Domino werden 2019 von IBM an den indischen Konzern HCL verkauft, der im Dezember mit IBM einen Kaufvertrag für die Lotus-Familie rund um Domino, Notes und Sametime unterschrieben hat. Die Transaktion soll bis Mitte 2019 abgeschlossen werden. Zwar hat der indische IT-Konzern HCL bei weitem nicht den Bekanntheitsgrad der IBM, ist aber schon lange im deutschsprachigen Raum etabliert und pflegt beispielsweise bereits seit zehn Jahren eine strategische Partnerschaft zur Deutschen Bank. 600 Angestellte von HCL arbeiten aus Büros in Eschborn, München und Zürich.

HCL hat bereits unter Beweis gestellt, dass es das Thema Lotus Notes und Domino gezielt vorantreiben wird. So wurden im Herbst die selbstentwickelten neuen Versionen Notes V10, Domino V10, Verse on Premises 1.0.5 und Verse Mobile 9.5.1 fertig gestellt, die schneller, leistungsfähiger und kostengünstiger sind als ihre Vorgängerversionen. Mit dem Language Pack 1 für Domino 10.0.1 bietet HCL nicht nur die Unterstützung u.a. für Deutsch und etliche Bugfixes, sondern vor allem auch für das IBM-System i.

Proservia, der unbekannte Service-Faktor

Vor diesem Hintergrund unterstützt Proservia, im August 2016 im Zuge der Fusion der Servicesparte von HPE mit dem US-Konzern CSC per „Carve-out“ aus der ehemaligen HPE Enterprise Services entstanden, auf Basis einer maßgeschneiderten Roadmap Betrieb und Migration von Notes und Domino. Die relativ unbekannte Tochter des Manpower-Konzerns agiert weiterhin Delivery Partner für viele deutsche und internationale Kunden des mittlerweile unter DXC Technology firmierenden Unternehmens.

Mit mehr als 24.000 Mitarbeitern zählt die Manpower Group zu den drei größten Personaldienstleistern in Deutschland. Unter dem Dach der Unternehmensgruppe agieren an bundesweit 300 Standorten die Gesellschaften Manpower, Stegmann, Experis, Manpower Group Solutions, Proservia, Right Management sowie spezialisierte Einzelmarken.

Mit über 1.000 IT-Experten alleine in Deutschland, verteilt auf über 14 Standorte, liefert Proservia als IT-Services-Marke des Personaldienstleisters Manpower Group den Kunden in einem ausgetüftelten Service-Modell individuelle Lösungen, die sowohl IT- als auch Personalthemen adressieren. Das gilt auch für die Modernisierung von Notes- und Domino-Anwendungen, wo es bei den Kunden oft an Ressourcen, aber auch an Skills mangelt.

Außerdem ist laut Wolfgang Dillmann, Portfolio-Manager bei Proservia, in einer Übergangsphase, wie sie derzeit zwischen HCL und IBM stattfindet, die Unterstützung unabhängiger und kompetenter Berater wichtiger als je zuvor. Hier bringe man langjährige Erfahrung in Sachen Notes und Domino ebenso ein wie „ausgezeichnete Kontakte zu beiden Herstellern“.

Den Faktor Mensch mit der IT verbinden

„Wir verbinden auch bei solchen augenscheinlich rein technischen Themen bei Bedarf [...] den Faktor Mensch mit der IT“, sagt Dillmann. Veränderungen bei der Unternehmens-IT – unabhängig der technischen oder organisatorischen Natur – würden stets unter Beachtung und gegebenenfalls Fortbildung der Mitarbeiter und der Erweiterung der Wissensstände durchgeführt. Der Aspekt Mensch stehe dabei besonders im Blickpunk; beispielsweise würden auch Umstiegsschulungen oder Zusatzqualifikationen für Mitarbeiter angeboten.

Dieses Vorgehen fördert laut Dillmann die Akzeptanz neuer Lösungen und trage mitunter erheblich zum Gelingen eines Migrationsprojektes bei. Außerdem stehe ein Kompetenzteam mit mehr als 20 Notes/Domino-Beratern und -Ingenieuren den Kunden mit Rat und Tat zur Seite. Die Teammitglieder verfügten über durchschnittlich mehr als 15 Jahre Praxiserfahrung und habe auch schon große internationale Projekte durchgeführt.

Viele Neuerungen in der Version 10

Dillmann weist auch auf die vielen Neuerungen der Version 10 von Notes und Domino hin, die mittlerweile in deutsch und auch nativ auf IBM i verfügbar ist. Zu den wichtigsten der von HCL in Notes V10 vorgestellten neuen Funktionen zählt er den neuen iPad-Client namens Nomad und neue Entwicklungswerkzeuge für Web-Designer und Amateur-Entwickler (Citizen Designer). Allgemein sei der Bedienkomfort stark verbessert worden; die Performance von Client und Datenbank sei laut Hersteller in der Praxis gegenüber der Vorgängerversion verdoppelt worden. Notes kann außerdem wesentlich größere Datenmengen verarbeiten, weil die Speicherbegrenzung einer nsf-Datei von 64 GB in v9 auf 256 GB in v10 vervierfacht wurde.

In Domino V10 eröffnet der Appdev-Pack den Entwicklern Zugriff auf die Welt von Javascript und Node.js. Das hält Dillmann für sehr wichtig, weil damit eine völlig neue Entwickler-Community für Notes und Domino programmieren kann – und so frisches Blut in die oftmals altgediente Lotus-Welt fließen kann. Mobile Apps verbessern die Unterstützung von Smartphone & Co. Drittanwendungen können über die standardisierte Programmierschnittstelle Rest.API eingebunden werden.

Auch eine „gute Nachricht für den Geldbeutel“ hat Dillmann parat: Die Total Cost of Ownership habe HCL „erheblich gesenkt“ – und die Integration in das Microsoft-Ökosystem vereinfacht. Eine feste Roadmap bis 2025 mit weiteren regelmäßigen Updates für die Lotus-Produkte hat HCL bereits präsentiert. Diese geplanten Versionsupgrades beweisen laut Dillmann den Anspruch auf Zukunftsfähigkeit und ernten großen Zuspruch der Anwenderunternehmen. Für den Spätherbst dieses Jahres sind bereits Notes V11 und Domino V11 angekündigt. So scheint mit HCL die lange stagnierende Entwicklung der Collaborations-Plattform Lotus wieder Fahrt aufzunehmen.

Bildquelle: Proservia

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Berthold Wesseler Infrastruktur DV-Dialog
news-22624 Sun, 14 Apr 2019 09:42:25 +0200 iFuture Day geplant http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/ifuture-day-geplant-22624/ Auf dem ersten „Common Community Day“, der am 22. und 23. März im Kloster Eberbach stattfand, drehte sich alles um Networking und fachlichen Austausch rund um die Zukunfts-Strategien der IBM und ganz speziell für IBM i. Insgesamt 21 Teilnehmer waren der Einladung von Heidi Schmidt gefolgt. Die Vorstandsvorsitzende des Anwendervereins Common Deutschland wertete den „Community Day“ auf Eberbach als vollen Erfolg – und kündigte für den 12. September den ersten iFuture Day an. Von Dr. Wolfgang Rother (IBM Technical Specialist Power Systems) erhielten die Teilnehmer beim Anwenderverein Common aus erster Hand einen fundierten Überblick über die wichtigsten News der IBM. Rother machte deutlich, dass Power – ursprünglich ein Backronym für „Performance optimized with enhanced RISC“ – heute viel mehr ist als „nur“ IBM i; dazu kommen mit AIX, Linux und SAP Hana, Watson oder Open Power ganz andere Einsatzfelder, so dass ein regelrechtes Ökosystems mit wesentlich mehr Kunden und Partnern wie Google oder Nvidia entstanden ist.

Dieses Ökosystem stellt auch IBM i auf eine breitere Basis und trägt so wesentlich zur Stabilität und Weiterentwicklung der Plattform bei, die auch heute noch als das bestgehütete Geheimnis von IBM bezeichnet wird. Um diese Basis zu verbreitern, verfolgt IBM auch eine konsequente Open-Source-Strategie für Power i: PASE gibt es schon seit 1998/99, Linux wurde im Jahr 2000 auf Power4 bereitgestellt und PowerVM (ursprünglich „Advanced Power Virtualization“, APV) folgte bereits mit Power5.

Heute schlägt „Open Source“ laut Rother die Brücke zwischen der schnelllebigen Welt der Apps im Internet und den robusten Anwendungssystemen auf Power i; Node.js, Python, GCC, Chroot, Git oder Orion sind längst keine Fremdwörter mehr auf IBM i. Bereitgestellt wurden all diese Open-Source-Lösungen zunächst durch das IBM-Lizenzprogramm 5733-OPS. Mittlerweile gilt dieses Vorgehen als veraltet; IBM empfiehlt mit dem in der Open-Source-Welt populären Package-Manager Yum eine modernere Option für die Installation.

Natürlich ging es nicht nur um IBM i, sondern auch um die für 2019 geplanten Common-Aktivitäten. In ihrem Überblick wies Heidi Schmidt nicht nur auf die bewährten Kongresse und regelmäßigen Treffen der regionalen Anwenderkreise in ganz Deutschland hin, sondern auch zwei Highlights unter allen Events, die insbesondere das Networking unterstützen: Der Common Europe Congress 2019 (CEC), der nach zwanzig Jahren erstmals wieder in Deutschland stattfindet (vom 16. bis zum 19. Juni in Berlin) – und die Premiere des iFuture Days am 12. September in Kelsterbach.

Premiere für den iFuture Day

„Ein komplett neues Format wird der iFuture Day am 12. September in Kelsterbach sein, den wir mit unserer Mitglieder-Versammlung kombinieren“, betont Heidi Schmidt. „Er wird unter dem Motto: ‚Erfolgreich entscheiden rund um IBM Power‘ stehen. Wir halten Sie dazu auf dem Laufenden.“

Zum Abschluss des Community Days stellte sich gemeinsam mit dem Vorstands-Beirat Marco Breier die Idee des iFuture-Kits vor, das dann in seiner konkreten Ausprägung am iFuture vorgestellt werden soll. Damit will Common seinen Mitgliedern ein Instrument an die Hand zu geben, mit dem sie das gut gehütete Geheimnis IBM i im Unternehmen, bei Vorgesetzten und Entscheidern positionieren können. „Das Feedback auf unsere iFuture-Kit-Idee hat Marco und mich fast ein wenig überwältigt“, freute sich Heidi Schmidt. Wir sind sehr froh darüber, dass wir mit dem Fokus auf Strategie-Unterstützung unserer Mitglieder den ‚Nagel auf den Kopf‘ treffen“.

Common Europe Advisory Council neu besetzt

Außerdem verkündete Heidi Schmidt stolz, dass es zwei neue deutsche Mitglieder im „Common Europe Advisory Council“ (CEAC) gibt: Holger Scherer (RZKH GmbH) und Stefan Pelzer (Profi Engineering System AG). Common Deutschland könne dadurch unmittelbar die Interessen und Wünsche der Mitglieder in die Strategie- und Produktentwicklung der IBM einbringen. CEAC repräsentiert als ausgewählte Gruppe europäischer Common-Mitgliedsunternehmen auf internationaler Ebene die Interessen der Power-Anwender gegenüber dem Hersteller.

Bildquelle: Common Deutschland/IBM, Pixabay

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Berthold Wesseler DV-Dialog Betriebssystem IBM i
news-22620 Fri, 12 Apr 2019 15:16:19 +0200 Die digitalisierte Welt sicher machen http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/die-digitalisierte-welt-sicher-machen-22620/ Beim Tüv Nord blickt man auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 zurück. Der Umsatz erhöhte sich um knapp 45 Mio. auf gut 1,2 Mrd. Euro, das Ebit stieg auf 80,2 Mio. Euro. „Mit der digitalen Vernetzung aller Lebensbereiche rückt die IT-Sicherheit immer weiter in den Fokus unserer Tätigkeiten“, sagte Dirk Stenkamp, Vorsitzender des Vorstands, auf der Bilanzpressekonferenz in Hannover. Stenkamp will dafür sorgen, dass Industrieroboter, selbstfahrende Autos und die Stromversorgung „sicher funktionieren und gegen Cyberangriffe gehärtet sind.“ Im IT-Bereich wird daher das Stammgeschäft, die Prüfung und Zertifizierung von Hardware, IT-Infrastruktur und Anwendungssystemen, ausgebaut. Die 2018 neu gegründete Tochter Tüv Nord IT Secure Communications mit Sitz in Berlin hat bereits im ersten Jahr einen behördlichen Großauftrag im Bereich digitale Telekommunikations- und IT-Netze erhalten.

KI ergänzt das Wissen der Gutachter

Alle Geschäftsbereiche des Tüv Nord nutzen laut Stenkamp die digitale Transformation zur Entwicklung innovativer Kundenlösungen. Als Beispiel führt er das „Digital Monitoring System“ (DMS) an: Digital vernetzte Sensoren zeigen in Echtzeit an, wie hoch die mechanische Belastung stark beanspruchter Anlagen, wie zum Beispiel Kränen, ist.

Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt an einem Containerterminal im Hamburger Hafen kann die Technologie auch für die Windenergie oder an Straßenbrücken zum Einsatz kommen. „Mit DMS erkennen wir Materialermüdungen, bevor sie zu Schäden führen. Risiken zu minimieren heißt für uns, immer einen Schritt voraus zu sein und die Zukunft bereits heute sicher zu machen. Denn Sicherheit und Vertrauen bleiben auch in Zukunft die Basis allen Handelns“, sagte Stenkamp.

Mit innovativen Dienstleistungen will der Tüv Nord die Akzeptanz für die digitale Vernetzung der Industrie, Energieversorgung und Mobilität weltweit fördern:

  • gemeinsam mit dem Tüv-Verband wurde ein Trust-Center-Konzept zum Schutz digitaler Nutzer- und Fahrdaten beim (teil-)automatisierten Fahren vorgelegt.
  • Tüv IT, eine Tochter des Tüv Nord, hat in einem aufwändigen Prüfprozess maßgeblich zur bundesweit ersten Zertifizierung von „Smart Meter Gateways“ (das sind digitale Stromverbrauchszähler) durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beigetragen. Dabei geht es auch um den Schutz von Verbraucherdaten.
  • In der additiven Fertigung hat der Tüv Nord erstmals die physikalischen Eigenschaften der metallischen Ausgangsstoffe für den 3D-Druck messtechnisch charakterisiert und führt die gesetzlich geforderten Materialprüfungen durch.

Auch Künstliche Intelligenz (KI) soll künftig „elementarer Bestandteil“ der Services des Tüv Nord werden. „KI-Algorithmen nutzen das Wissen unserer Experten. In Verbindung mit dem gerichtsfesten Live-Expert-Video-Streaming wird der Einsatz von Tüv-Nord-Kompetenzen über Tausende von Kilometern hinweg möglich, so dass ein Gutachter nicht mehr zwingend physisch vor Ort sein muss“, kündigte Stenkamp an. Das bereits bei Fahrzeugen bewährte Live-Expert-System kommt künftig auch in der Industrie zum Einsatz.

Neue Dienste für 5G

Nach der Versteigerung der 5G-Frequenzen können Industrieunternehmen bei der Bundesnetzagentur in den kommenden Monaten eigene, lokale 5G-Frequenzen beantragen.

„Deutschland muss diese Schlüsseltechnologie schnellstmöglich einführen“ betont Dirk Stenkamp. „Nur mit einem leistungsstarken, flächendeckenden 5G-Netz bleiben wir beim Internet der Dinge, der vernetzten Produktion, in der Medizintechnik und beim autonomen Fahren international auf Augenhöhe.“

Die neu gegründete Gesellschaft Tüv Nord IT Secure Communications, die auf die Beratung für Telekommunikations- und IT-Netze spezialisiert ist, unterstütze daher auch Unternehmen, die sich für ein eigenes, lokales 5G-Netz entscheiden.

Die Digital Academy

„Mit unserer selbst entwickelten Methodik der Digital Academy treiben wir den Wandel im Unternehmen aktiv voran“, sagte Personalvorstand Harald Reutter. Aus diesem Befähigungsprogramm für Mitarbeitende seien bereits zwanzig Digitalisierungs-Projekte hervorgegangen. „Wir bilden Kolleginnen und Kollegen aus allen Geschäftsbereichen zu ‚Digital Experts‘ aus. Diese kehren anschließend in ihre operativen Gebiete zurück und entwickeln innovative Dienstleistungen und Prozesse. Das Programm stößt auch außerhalb des Konzerns auf hohes Interesse. Wir bieten es Unternehmen, Behörden und Organisationen mit maßgeschneiderten Inhalten an.“

Nachhaltigkeit stärken

Der Tüv Nord, 1869 von Fabrikbesitzer und Reeder als norddeutscher Dampfkessel-Überwachungsverein gründet, bekennt sich seit jeher zur Verantwortung für Menschen und Umwelt. Ab sofort gibt sie detailliert Auskunft über die ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit und erläutert, wie Corporate Responsibility (CR) in die Unternehmensprozesse integriert wird.

In diesem Jahr feiert das Unternehmen folglich sein 150 jähriges Bestehen. Zu den Aktivitäten gehören eine zentrale Veranstaltung am 9. Mai in Hamburg und eine Roadshow an die bundesweit 25 größten Tüv-Nord-Standorte. „Was die ersten Ingenieure damals angetrieben hat, gilt bis heute für uns alle: ‚Wir leben Sicherheit!‘“, sagt Firmenchef Dirk Stenkamp. „Mit diesem Leitsatz ist Tüv Nord zu einem weltweit anerkannten Technologiedienstleister geworden. Im digitalen Zeitalter mit Hackerangriffen auf sensible und private Daten, mit Maschinen, die eigenständig lernen und selbstfahrenden Autos sind Vertrauen und Sicherheit durch neutrale Prüfer noch unverzichtbarer als in den vergangenen, bewegten 150 Jahren.“

Bildquelle: Frauke Schumann/Tüv Nord AG, Xiansheng Chen

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DV-Dialog IT-Markt
news-22614 Fri, 12 Apr 2019 11:07:44 +0200 Digitalisierung als Motor für Nachhaltigkeit http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/digitalisierung-als-motor-fuer-nachhaltigkeit-22614/ Das Verständnis von menschlicher Entwicklung muss im Zeitalter der Digitalisierung grundlegend neu bestimmt werden. Zu diesem Ergebnis kommt der WBGU in seinem Hauptgutachten „Unsere gemeinsame digitale Zukunft“, das die Zusammenhänge zwischen Digitalisierung und Nachhaltigkeit thematisiert. Der „Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen“ (WBGU) übergab gestern sein Gutachten „Unsere gemeinsame digitale Zukunft“ an die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, und an die Bundesumweltministerin, Svenja Schulze. Die Autoren fordern darin nicht weniger als eine Trendwende – denn sie sehen die Menschheit an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter, dem „digitalen Anthropozän“.

Digitalisierung unterstützt Umweltschutz

Karliczek bezeichnete Digitalisierung als zentralen Schlüssel und wichtigen Impulsgeber für den Schutz von Umwelt und Klima. „Fortschrittliche Umwelttechnologien werden weltweit in den nächsten Jahren immer gefragter werden“, sagte sie. Generell müssten „Ökologie und Ökonomie noch stärker miteinander versöhnt werden.“

Schulze erklärte, dass kein Selbstzweck Digitalisierung sei; sie solle als Motor für mehr Nachhaltigkeit dienen. „Die Digitalisierung birgt ein riesiges Potenzial für den Umweltschutz. Um dieses auszuschöpfen, braucht sie die richtigen Leitplanken: für den Zugang und den Schutz von Daten, für den Umgang mit Rohstoffen, für das Schließen von Stoffkreisläufen.“

Neue Mobilitätsideen gefragt

Das Gutachten „Unsere gemeinsame digitale Zukunft“ kommt zu dem Schluss: Dort, wo die Digitalisierung bereits Einzug gehalten hat, verstetigt sich bislang der Trend zu steigenden Emissionen und Ressourcenverbrauch - dabei berge sie jede Menge Potenzial für mehr Nachhaltigkeit. So könnten etwa neue Technologien eingesetzt werden, um den Verbrauch von Umweltgütern besser zu bepreisen. Intelligente Energienetze und neue Mobilitätsideen könnten die Energiewende weiter vorantreiben.

Dafür ist laut Gutachten in Ministerien, Parlamenten, Stadtverwaltungen, Nichtregierungsorganisationen und Forschungsinstituten dringend mehr digitales Know-how erforderlich. „Gelingt dies nicht, werden sich technologie- und kurzfristig orientierte Eigendynamiken durchsetzen“, warnen die Gutachter.

Umbrüche durch KI

Politik, Unternehmen und Gesellschaft seien gefragt, vorauszudenken, „etwa über den absehbaren radikalen Strukturwandel auf den Arbeitsmärkten oder die ethischen Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz“. Es brauche mehr belastbares Wissen über die Wirkungen digitaler Technologien.

Gestaltet würden die Umbrüche bislang durch „mächtige, insbesondere private, aber auch staatliche Akteure“. Die Folgen seien Fake News oder eine Erosion von Glaubwürdigkeit, schreiben die Experten.

Europäisches Digitalisierungsmodell

Der WBGU fordert die Bundesregierung auf, sich während ihrer EU-Ratspräsidentschaft im Jahr 2020 für ein eigenes europäisches Digitalisierungsmodell einzusetzen. Nachhaltigkeit, faire Produktionsbedingungen, Privatheit und Cybersicherheit müssten dabei im Mittelpunkt stehen.

„Ich werde das Umweltministerium zum Treiber einer nachhaltigen Gestaltung der Digitalisierung machen", versprach Ministerin Schulze. „Derzeit entwickeln wir eine umweltpolitische Digitalagenda, und ein Förderprogramm für KI-Anwendungen für Umwelt- und Klimaschutz.“ Sie kündigte an, sie werde das Thema Digitalisierung und Nachhaltigkeit außerdem zu einem Schwerpunkt der deutschen EU-Ratspräsidenschaft im Jahr 2020 machen.

Das Bundesforschungsministerium fördert die Nachhaltigkeitsforschung seit 2015 mit zwei Milliarden Euro. Zentrales Instrument ist dabei die Digitalisierung.

Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen wurde 1992 im Vorfeld der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung („Erdgipfel von Rio“) von der Bundesregierung als unabhängiges wissenschaftliches Beratergremium eingerichtet. Der WBGU wird gemeinsam von BMBF und BMU betreut und finanziert.

Das BMU ist dieses Jahr Hauptpartner der re:publica 2019, einer Messe zur digitalen Gesellschaft. Diese findet vom 6. bis 8. Mai in Berlin statt. Das BMU will dort ein erstes Eckpunktpapier für eine umweltpolitische Digitalagenda vorstellen und über den gesamten weiteren Verlauf der Messe Feedback und Ideen einsammeln.

Bildqelle: BMBF/Sascha Hilgers, WBGU

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DV-Dialog IT-Markt
news-22609 Thu, 11 Apr 2019 20:11:44 +0200 Mailstore V12 lanciert http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/mailstore-v12-lanciert-22609/ Die Mailstore Software GmbH, ein Spezialist für rechtssichere E-Mail-Archivierung mit Sitz in Viersen, verspricht mit der neuen Version 12 seiner Software mehr Sicherheit und leichtere Handhabung. Außerdem soll es einfacher werden, Journal-E-Mails von Cloud-Diensten, wie zum Beispiel Microsoft Office 365, mit Hilfe des Mailstore-Gateways zu archivieren. „Unsere Kunden verlassen sich darauf, dass ihre archivierten E-Mails sicher sind,“ sagt Björn Meyn, Produktmanager bei Mailstore. „Deshalb ist es für uns selbstverständlich, dass wir die Sicherheitseinstellungen in unserer Software beständig verbessern und den zunehmenden Herausforderungen an die E-Mail-Security anpassen. Wichtig dabei ist, die für unsere Software typische einfache Bedienung und die positive Nutzererfahrung beizubehalten.“

Security by Design

Unter Neuerungen der Version 12 hebt Meyn die automatisierte Unterstützung digitaler Zertifikate der unabhängigen Zertifizierungsstelle Let‘s Encrypt durch die Serversoftware hervor, die kostenlose digitale Zertifikate für die Transport-Layer-Security-Verschlüsselung (TLS-Verschlüsselung) anbietet. So eröffne Mailstore die Möglichkeit, auf einfache Weise offizielle, vertrauenswürdige Zertifikate sowohl automatisiert zu erhalten als auch automatisiert zu erneuern und damit eine sichere Umgebung aufzusetzen.

Mailstore-Server hilft dem Administrator dabei, sofern er dies wünscht auch sofort bei der Installation, Let‘s-Encrypt-Zertifikate anzufordern und zu installieren. Damit der Archivserver immer ein valides Zertifikat vorweisen kann, kümmert sich die Software eigenständig um die Verlängerung der Zertifikate. Alternativ erhält der Administrator die Möglichkeit, im Installer selbst-signierte Zertifikate zu erstellen oder auf bereits vorhandene Zertifikate zurückzugreifen.

Das Mailstore-Gateway

Das Mailstore-Gateway ist ein kostenloses Zusatzprogramm auch für die Mailstore Service Provider Edition (SPE), eine Lösung speziell für Service Provider, die auf dieser Basis ihren Kunden E-Mail-Archivierung als Managed-Service anbieten wollen. Das Gateway stellt außer der SMTP- und POP3-Proxy-Funktionalität auch einen einfachen E-Mail-Server bereit, um E-Mails von Cloud-Services wie Microsoft Office 365 und Googles G-Suite oder von anderen E-Mail-Servern zu archivieren; eine Schnittstelle zu IBM Notes gibt es auch. Vorrangig wurde das Mailstore-Gateway für folgende Szenarien konzipiert:

- Um als Ziel einer Journal- oder Archivierungsregel für andere E-Mail-Server zu dienen, die selbständig Kopien von ein- und ausgehenden Nachrichten anfertigen können

- Um als SMTP- und POP3-Proxy zu dienen, das Kopien aller zwischen E-Mail-Clients und E-Mail-Server ausgetauschten E-Mails anfertigt.

Alle E-Mails, die in den Postfächern des Mailstore-Gateways abgelegt werden, sind durch starke, hybride Verschlüsselung geschützt: Zusätzlich erlaubt es das Gateway grundsätzlich nicht, Benutzernamen oder Kennwörter über eine unverschlüsselte Verbindung zu übertragen. Daher müssen Server, zu zu denen über die Proxy-Funktionalität Verbindungen aufgebaut werden, Verschlüsselung implizit (SMTPS, POP3S) oder explizit (SMTP+STARTTLS, POP3+STARTTLS) unterstützen.

Die Management-Konsole

Der Zugriff auf die Management-Konsole des Mailstore-Gateways ist mit gängigen Browsern, wie Microsoft Edge, Microsoft IE 10 und höher sowie Google Chrome und Mozilla Firefox möglich. Sowohl Mailstore-Server als auch Mailstore SPE unterstützen ab Version 12, die fast genau ein Jahr nach dem Release der Version 11 verfügbar wurde, auch den Windows Server 2019. Die Software wird über Partner vertrieben, von denen sich manche, wie z.B. die VSB GmbH (Lichtenfels) oder die Schweizer Levantis AG, auch gut mit IBM i auskennen.

Der Hersteller Mailstore Software GmbH ist eine deutsche Tochterfirma des US-Unternehmens Carbonite, einem weltweit tätigen Anbieter von Datenschutz- und Backup-Lösungen. Mailstore bedient nach eigenen Angaben über 60.000 Unternehmen, öffentliche Institutionen und Bildungseinrichtungen in mehr als 100 Ländern. Durch das regelbasierte Löschen von E-Mails nach der Archivierung kann das E-Mail-Volumen auf dem E-Mail-Server gleichbleibend gering gehalten werden. Beispielsweise können täglich alle E-Mails, die älter sind als 18 Monate, aus den Postfächern gelöscht werden (nach ihrer erfolgreichen Archivierung)

Außerdem gibt es mit Mailstore Home ein weiteres Produkt, das Einzelanwendern die kostenlose Archivierung ihrer privaten E-Mails ermöglicht. Das Produkt wird nach Firmenangaben derzeit weltweit von über 1.000.000 Anwendern genutzt.

Bildquelle: Mailstore Software GmbH

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DV-Dialog Infrastruktur
news-22581 Thu, 11 Apr 2019 16:56:00 +0200 Digitalisierungstrends im Mittelstand http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/digitalisierungstrends-im-mittelstand-22581/ Eine Nutzerstudie zu den „Digitalisierungstrends 2019“ im deutschen Mittelstand hat Capterra, eine Tochter des Marktforschungsunternehmens Gartner Group mit Niederlassung in München, jetzt veröffentlicht. Zu den wichtigsten Erkenntnissen des Anbieters eines Online-Katologs für Unternehmenssoftware-Käufer gehören: 63 Prozent der Deutschen geben an, keine Smartphone-Apps für die Arbeit zu nutzen. Wer das aber macht, nutzt meistens auch Whatsapp – laut Studie trotz Datensicherheitsbedenken die meistgenutzte Smartphone-App im deutschen Mittelstand. Und: Office, SAP, Adobe Cloud, Skype und Datev sind die meistgenutzten Softwareanwendungen. 35 Prozent der Beschäftigten im deutschen Mittelstand würden ihr Unternehmen als nicht bzw. nicht wirklich digitalisiert bezeichnen.

Diese vergleichsweise niedrige Digitalisierungsquote verwundert besonders vor dem Hintergrund, dass 96 Prozent der Befragten die Arbeit mit Software in ihrem Betrieb positiv bewerten. Knapp die Hälfte der Befragten Personen gab aber auch an, nicht oder nicht ausreichend für die genutzten Programme geschult worden zu sein.

Trotz zahlreicher Vorteile, gerade auch im Bezug auf betriebsinterne Koordination, muss sich die Cloud-Software häufig noch hinter der installierten Software anstellen. 34 Prozent der Befragten arbeiten ausschließlich mit installierter Software, wohingegen nur fünf Prozent ausschließlich mit Cloud-basierter Software arbeiten.

Bildquelle: Capterra

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DV-Dialog Berthold Wesseler IT-Markt
news-22608 Thu, 11 Apr 2019 16:49:27 +0200 Neuer Standort im Bodenseekreis http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/neuer-standort-im-bodenseekreis-22608/ Die Bonner Orbit Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH baut ihre Beratungspräsenz weiter aus und eröffnet einen Standort in Tettnang in der Region Bodensee. Mit dem neuen Standort in Tettnang stoßen erfahrene Mitarbeiter aus den Bereichen Consulting, Entwicklung und Vertrieb zu Orbit. Mit dem dortigen Team stärkt die Telekom-Tochter ihre Kompetenz im Bereich Geschäftsanwendungen und dessen wichtigen Baustein „Customer Relationship Management“ (CRM).

Das elfköpfige Team in Tettnang arbeitet im Kern schon seit über zehn Jahren zusammen und hat weit über hundert CRM-Projekte in diversen Branchen erfolgreich umgesetzt. Leiter des neuen „Competence Centers“ in Tettnang ist Gerd Kuchelmeister, der frühere Bereichsleiter CRM beim Microsoft-Partner Kumavision AG. „In bewegten Zeiten sind moderne CRM-Systeme unverzichtbar“, weiß Kuchelmeister. „Um belastbare, strategische und operative Entscheidungen zu treffen, muss ein CRM-System mehr als nur ein Instrument zur Leadverwaltung und Verkaufschancen-Steuerung sein. Deshalb beraten wir unsere Kunden ganzheitlich, branchenspezifisch und individuell.“

Orbit-CEO Andreas Baumann erweitert mit dem neuen Expertenteam nicht nur das Angebot im CRM-Bereich; Orbit könne nun „überregional besser agieren und schneller auf Kundenanfragen reagieren“. Der in Bonn ansässige IT-Dienstleister bietet seit 1985 individuelle System- und Softwarelösungen für große und mittelständische Unternehmen. Weitere Niederlassungen gibt es in Darmstadt und Nürnberg.

Bildquelle: Pixabay

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Berthold Wesseler DV-Dialog
news-22584 Tue, 09 Apr 2019 16:26:26 +0200 Datagroup übernimmt UBL http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/datagroup-uebernimmt-ubl-22584/ Die Datagroup, mit über 2.000 Beschäftigten einer führenden deutschen IT-Dienstleister, gab heute die vollständige Übernahme der UBL Informationssysteme GmbH bekannt. Mit diesem IBM-Partner stärkt das Systemhaus aus Pliezhausen seine Präsenz im Rhein-Main-Gebiet und erweitert zusätzlich die Kompetenzen im Bereich Infrastruktur, Plattform- und Software. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. UBL mit Sitz in Neu-Isenburg bei Frankfurt/Main erwirtschaftete 2018 nach eigenen Angaben mit über 70 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von über 20 Mio. Euro und eine zweistellige Ebitda-Marge. Das Unternehmen, das der Familie Ibrügger sowie die beiden Geschäftsführer Nils Wulf und Uwe Schneider gehörte, wird voraussichtlich rückwirkend zum 1. April in den Datagroup-Konzern konsolidiert. Die beiden UBL-Geschäftsführer sollen das Unternehmen auch unter dem neuen Konzerndach leiten und die Betreuung der Kunden weiterführen.

Der Multi-Cloud- und Managed-Service-Provider UBL entwickelt und betreibt IT-Infrastrukturen und -Plattformen für größere mittelständische Unternehmen, kundenindividuell von der Architektur bis zum Betriebskonzept in der Cloud, on premise, privat oder hybrid.

1986 als Unternehmensberatung Lentzen in Darmstadt gegründet und seit 1990 IBM-Partner, hat sich UBL auf das Bereitstellen kundenindividueller Dienstleistungen von der Architektur bis zum Betriebskonzept in der Cloud spezialisiert. Ein besonderer Fokus liegt hier auf IBM-Infrastrukturen, insbesondere auch auf IBM i. Außerdem betreibt UBL zwei Rechenzentren mit direkter redundanter Anbindung an das Hochgeschwindigkeits-Glasfasernetz Rhein-Main.

Individuelle Software

UBL entwickelt darüber hinaus individuelle Software, von container-fähigen Business-Anwendungen über Schnittstellen und Portalen bis hin zu Apps. Datagroup-CEO Max H.-H. Schaber hält UBL für „eine perfekte Ergänzung“ seines Unternehmens, angefangen beim komplementären Kundenportfolio über den Standort in einer der wirtschaftlich wichtigsten Regionen in Deutschland, bis hin zu den Kompetenzen im Bereich Plattformen für containerisierte Software-Lösungen.“ Darüber hinaus passe das Unternehmen wegen „der Service-Philosophie, der strategischen Ausrichtung sowie der nachhaltigen, wertschätzenden Unternehmenskultur“ zur Datagroup.

„Wir freuen uns sehr, künftig Teil einer sehr dynamischsten IT-Dienstleistungsgruppen in Deutschland zu sein und den Erfolgsweg beider Unternehmen künftig gemeinsam fortführen zu können", wird Wulf in der Pressemitteilung zitiert.

„Das Zusammengehen beider Gesellschaften heißt, dass wir unseren Kunden ab sofort ein noch umfassenderes Leistungsportfolio mit hohem Qualitäts- und Zuverlässigkeitsanspruch bieten können. Gleichzeitig bietet die Zugehörigkeit zur Datagroup für unsere Mitarbeiter ein vielversprechendes Entwicklungspotenzial“, ergänzt Schneider.

Managed-Services im Fokus

Ähnlich wie die Datagroup hat UBL mit Managed-Services den Fokus auf das Angebot von IT-Outsourcing-Dienstleistungen mit langfristigen Vertragslaufzeiten gelegt; schon im Jahr 2005 war dieser Geschäftsbereich gegründet worden. Die Mitarbeiter haben dem entsprechend viel Erfahrung aus zahlreichen RZ- und Cloud-Projekten sowie beim Erstellen und Umsetzen von Migrationskonzepten für den reibungslosen Übergang vom Eigenbetrieb zur Nutzung von Managed-Services.

Angestrebt ist nun eine schnelle Eingliederung der UBL in den IT-Konzern. Zusätzlich zu ihrem bisherigen Dienstleistungsportfolio kann die UBL auch auf das standardisierte und zertifizierte Dienstleistungskonzept der Datagroup - die Corbox - zugreifen.

„Die Kompetenz in der Container-Technologie ergänzt zudem das Spektrum unserer zentralen Liefereinheiten im Bereich IT-Solutions und bildet damit ein neues Know-how-Zentrum", so Datagroup-CPO Andreas Baresel. Mit Corbox betreue man als Full-Service-Provider bei mittelständischen und großen Unternehmen sowie öffentlichen Auftraggeber über 600.000 IT-Arbeitsplätze. Das Unternehmen wachse organisch und durch Zukäufe; durch eine „buy and turn around“ - bzw. „buy and build“-Strategie nehme man aktiv am Konsolidierungsprozess des IT-Service-Marktes teil.

Bildquelle: John Ibrügger, Klaus Mellenthin

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DV-Dialog Berthold Wesseler Unternehmen
news-22579 Tue, 09 Apr 2019 11:39:33 +0200 Den Vertrieb über Handelspartner aktiv fördern http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/den-vertrieb-ueber-handelspartner-aktiv-foerdern-22579/ Philips, einer der größten Elektronikkonzerne der Welt, hat mit Comarch einen Vertrag über die Implementierung einer innovativen Kommunikations- und Reporting-Plattform geschlossen, durch deren Einsatz die Zusammenarbeit mit Einzelhandelsketten und Distributoren verbessert werden soll. Die von Philips gewählte Lösung aus dem Bereich Dokumentenaustausch – Comarch Online Distribution – wird dem Konzern nicht nur zuverlässige Marktdaten liefern, sondern es ihm außerdem ermöglichen, den Vertrieb durch seine Handelspartner aktiv zu fördern.

Zusammenarbeit ausgebaut

Nach langjähriger Zusammenarbeit mit Comarch bei der Implementierung und Pflege eines eigenen mobilen Systems sowie beim Austausch elektronischer Dokumente mit Einzelhändlern hat sich Philips entschieden, jetzt die Zusammenarbeit auszubauen und Comarch Online Distribution einzuführen. Mit dieser Kommunikations- und Reporting-Plattform will der Hersteller die Kooperation mit seinen Distributoren verbessern.

Die Software ermöglicht die tägliche, automatisierte Erstellung von Big-Data-Auswertungen und liefert damit Zugang zu aktuellen Informationen über den Einzelhandelsmarkt. Lukasz Mieten, Leiter für Geschäftstransformation und IT in Mittel- und Osteuropa bei Philips, hat sich aber nicht allein wegen der Optimierung der Vertriebs- und Bestandsdaten durch die neue Software für Comarch entschieden: „Wir haben nach einem verlässlichen Partner gesucht; einem Unternehmen, das nicht nur das nötige Fachwissen mitbringt, sondern auch über weitreichende Erfahrung verfügt.“

Integration groß geschrieben

Die Integration der Plattform Comarch Online Distribution mit den ERP- und Vertriebssystemen, die bei ihren Geschäftspartnern im Einsatz sind, eröffnet Philips unmittelbaren Zugriff auf eine große, in Echtzeit aktualisierte Datenbank. Durch die Verbindung der Comarch-Plattform mit einer Business-Intelligence-Lösung erhalten die Mitarbeiter durch mehrdimensionale Daten aus allen Vertriebskanälen einen besseren Einblick in die laufenden Geschäfte. Diese fundierten Marktdaten wiederum, die insbesondere die Bestände bei Einzelhändlern und Distributoren betreffen, ermöglichen es Philips, die Vertriebsstrategie effizienter zu gestalten.

Laut Alexander Klötzke, EDI-Experte bei Comarch, lassen sich so die Vertriebsprozesse zwischen Philips und seinen Distributoren verbessern – sowohl im klassischen Vertriebskanal als auch in Bezug auf alle kommerziellen Netzwerke des E-Commerce. „Im Rahmen des Projekts für Philips werden die Partner des Herstellers – Einzelhandelsketten, E-Commerce-Unternehmen und Distributoren an sechs Knotenpunkten in Europa – an das System angebunden“, sagt Klötzke. Ziel sei es, „die Qualität der erhobenen Daten zu verbessern und ihre Auswertung zu vereinfachen [...]“

Philips ist ein niederländisches Unternehmen mit globaler Ausrichtung, das aktuell ca. 74.000 Mitarbeiter in 100 Ländern beschäftigt. Derzeit gehört es zu den größten Elektronikkonzernen weltweit und konzentriert sich auf Innovationen in den Bereichen Gesundheitstechnologie und Haushaltsgeräte.

Bildquelle: Ronald Tilleman / The-Edge / OVG Real Estate

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E-Commerce / Marketing DV-Dialog
news-22578 Tue, 09 Apr 2019 10:59:20 +0200 Migrationsprojekt „Notes to Exchange“ http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/migrationsprojekt-notes-to-exchange-22578/ Die Münchener Hyp arbeitet an der Ablösung der bestehenden IBM Notes/Domino Landschaft und an der vollständigen Migration auf das Microsoft-Produktportfolio – inklusive Exchange/Outlook und Sharepoint 2016. Projektpartner ist die Valantic IBS GmbH aus Sankt Augustin. Mit dem Projekt verfolgt die über 500 Mitarbeiter starke Bank als SAP-Anwender eine konsequent Microsoft-orientierte IT-Strategie und gewinnt ein massives Einsparpotenzial durch den Wegfall von Lizenz- und Betriebskosten für die IBM-Software. In diesem Kontext wurde Valantic als strategischer und operativer Projektpartner gewählt, auch wegen des Erfahrungsschatzes und der Erfolge in vergleichbaren Referenzprojekten.

Das Projekt bei der genossenschaftlichen Bank wurde unter der Vorgabe einer ganzheitlichen Betrachtung initiiert. Die Domino-basierten Mail-Server wurden durch Microsoft Exchange 2016 ersetzt; auf der Anwenderseite wird künftig der E-Mail-Client Microsoft Outlook 2016 eingesetzt. Im Rahmen einer vorangegangenen Applikationsanalyse wurden etwa ein halbes Dutzend Anwendungen für die Etablierung unter Sharepoint 2016 identifiziert und konzipiert.

Der bisherige Projektverlauf skizziert laut Valantic-Sprecherin Heike Hunsmann „ein kontrolliertes und erfolgreiches Bild“, sodass man die vollständige Ablösung von Notes/Domino (Mail und Applikationen) bis Mitte des Jahres antizipiere.

Die Münchener Hypothekenbank eG ist seit über 120 Jahren eine der führenden Adressen für die langfristige Finanzierung von Wohn- und Gewerbeimmobilien. Sie arbeitet als Mitglied der Genossenschaftlichen Finanz-Gruppe und als Emittent von Hypotheken- und Öffentlichen Pfandbriefen zudem eng mit den deutschen Genossenschaftsbanken zusammen. Im Jahr 2018 erzielte die Bank im Neugeschäft mit der Immobilienfinanzierung erneut ein Rekordergebnis; sie steigerte das Zusagevolumen an neu vergebenen Hypothekendarlehen um 12 Prozent auf 5,6 Mrd. Euro.

Bildquelle: Münchener Hyp

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Berthold Wesseler DV-Dialog Infrastruktur
news-22577 Tue, 09 Apr 2019 10:25:04 +0200 Neue App für „Areal Pilot 360°“ http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/neue-app-fuer-areal-pilot-360-22577/ Die auf IT-Lösungen für die Transport- und Logistikbranche spezialisierte Arealcontrol GmbH bietet eine neue App an: Areal Pilot für Android kommt mit individuell anpassbaren Prozessen pro Auftrag und Tätigkeit sowie mit Funktionen für die Auftragsabwicklung mit Bildern, Zeiterfassung, Lademitteltausch und Unterschriften. Über das Arealcontrol-Portal der Speditionssoftware „Areal Pilot 360°“ für der Transport- und Auftragsmanagement sind die Aufträge im sogenannten Planboard per Plan-/Ist-Vergleich in Echtzeit verfügbar. Schrittweise wird das Fahrpersonal per Touch-Button in Landessprache durch die Tagesplanung geführt. Der Auftrags- und Tätigkeitsstatus ist jederzeit und in Echtzeit im Online-Portal des im Jahr 2003 gegründeten Logistikexperten verfügbar und kann für dispositive Aufgaben verwendet werden.

Das Arealcontrol Planboard

Hierfür ist das Arealcontrol Planboard gedacht, das dem Disponenten vier Quadranten für Aufträge, Ressourcen, Kartenansichten und kritische Grenzwerte bietet. In der modernen Dispositions-Maske, die zum Transportmanagement-Modul von Areal Pilot gehört, können Aufträge per Drag & Drop auf die im daneben liegenden Quadranten aufgeführten Fahrzeuge verteilt werden.

Die daraus resultierenden Touren werden im darüberstehenden Quadranten grafisch auf einer Karte dargestellt. Der erste Quadrant zeigt in Form von Balkendiagrammen die pro Tour zur Verfügung stehenden Lenkzeit- und Nutzlast-Ressourcen sowie weitere kritische Grenzwerte. Farbliche Differenzierungen warnen den Disponenten auf einen Blick, sobald ein Tourenplan gesetzliche Vorgaben verletzt.

Die Speditionssoftware, die inzwischen bei einer zweistelligen Anzahl mittelständischer Transportunternehmen im Einsatz kann in Microsoft Office 365 mit Intranet und Dokumenten-Verwaltung integriert werden und den gesamten betrieblichen Prozess- und Arbeitsablauf in einem System abbilden. Dazu bietet sie eine Adressen-, Fahrzeug- und Personalverwaltung sowie ein durchgängiges Auftragsmanagement mit Tarifierung, Disposition, Faktura, Mahnwesen, Dokumenten-Management und Buchhaltungs- sowie Datev-Anbindung. Schnittstellen zu Logistik-Netzwerken wie Timocom, ILN und Palletways/Imperial sind optional verfügbar.

Bildquelle: Arealcontrol

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DV-Dialog Logistik
news-22556 Mon, 08 Apr 2019 10:18:33 +0200 Multi-Cloud-Umgebung für Fressnapf http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/multi-cloud-umgebung-fuer-fressnapf-22556/ Die Fressnapf-Gruppe, Europas führende Fachhandelskette für Tiernahrung und -zubehör, hat die Kölner QSC AG mit der Migration ihrer SAP-Systeme sowie weiterer IT-Lösungen in die Cloud beauftragt. Bei diesem Großauftrag geht es im Rahmen einer Vertragsverlängerung und -erweiterung bis 2023 um die Einführung einer SAP-Multi-Cloud-Umgebung, wobei SAP-Management und Cloud-Betrieb aus einer Hand kommen. Künftig soll die SAP-Umgebung in der „Hana Enterprise Cloud“ des Walldorfer Software-Konzerns betrieben werden. Der langjährige Fressnapf-Partner QSC ist hierbei Generalunternehmer für den SAP-Betrieb sowie das Applikations-Management. Zudem könnte die QSC AG in Zukunft aus ihrer eigenen Cloud-Umgebung auch die Kassenlösung der Fressnapf-Gruppe sowie weitere Systeme bereitstellen. Mit der Einführung von SAP hatte Fressnapf im Jahr 2011 begonnen und damit eine IT-Infrastruktur mit IBM-basierten Anwendungen wie SoftM oder Bison abgelöst.

Next-Level-IT für die Kernsysteme

„Unsere Expansion on- wie offline ist einer der wichtigsten Treiber unseres Unternehmens“, sagt Benjamin Beinroth, Senior Vice President IT & Processes der Fressnapf-Gruppe. „Heute sind wir mit über 1.500 Märkten in elf Ländern Europas vertreten und haben insgesamt vier Länder an unseren Online-Shop angeschlossen, zuletzt Österreich. In diesem Jahr werden wir außerdem in Polen den Webshop an den Start bringen, ein weiteres Land soll noch folgen.“

Die IT denkt Beinroth aus der Sicht der Kunden und ihrer Ansprüche für einen reibungslosen und servicebasierten Cross-Channel-Einkauf. „Eine maßgeschneiderte, flexible, schnell erweiterbare IT-Infrastruktur ist daher für diesen Schritt essenziell [...]“, sagt der IT-Chef mit Blick auf die Next-Level-IT für die Kernsysteme. Neben deren Einführung wird QSC zudem die SAP-Lösungen für ERP und CRM auf die Echtzeit-Datenbank Hana überführen. Hierdurch will Beinroth Auswertungen wie etwa Finanz-Reportings erheblich schneller bereitstellen.

Technologie-Mix aus einer Hand

Die SAP-Systeme „Business Intelligence“ (BI) sowie „Customer Activity Repository“ (CAR) hat QSC bereits erfolgreich für die Fressnapf-Gruppe auf Hana migriert. Außerdem betreibt die QSC-Tochter Plusnet das europaweite MPLS-Netz für Fressnaof, über das die einzelnen Standorte mit den zentralen Geschäftssystemen verbunden sind. Im Zuge der weiteren „Cloudifizierung“ der IT und der Digitalisierung der Märkte ist hier eine schrittweise Erweiterung der Bandbreiten mit der jeweils am besten geeigneten Technologie geplant – per Glasfaser, DSL, LTE oder WLL (Richtfunk).

Transitions-Modell für weitere Cloud-Projekte

Mit dem vorliegenden Transitions- und Operationsmodell für die Überführung der SAP-Systeme in die Hana Enterprise Cloud, SAP als liefernden Partner und dem gleichzeitigen Application Management als Generalunternehmer hat QSC laut Vorstands-Chef Jürgen Hermann eine Blaupause für die Transformation weiterer Kundensysteme geschaffen. Von SAP erhielt QSC hierfür den Status als „Enterprise Gold Partner“. Zudem haben die Kölner ein internes Kompetenzzentrum für die Weiterentwicklung der Services rund um die Hana Enterprise Cloud etabliert.

Bildquelle: Fressnapf

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DV-Dialog Cloud
news-22553 Sat, 06 Apr 2019 18:57:55 +0200 Feilen am Konzept der Hannover Messe http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/feilen-am-konzept-der-hannover-messe-22553/ Die Hannover Messe hatte in diesem Jahr bei konstantem Ausstellerinteresse einen leichten Besucherrückgang zu verkraften. Folgerichtig feilen die Messemacher weiter am Konzept. Die Folge: Nach der Cebit verschwindet auch die Cemat. Digitalisierung, lernende Maschinen sowie die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter: Das waren die Schwerpunkte der Hannover Messe, die vom 1. bis zum 5. April ihre Tore öffnete. Rund 6.500 Aussteller lockten 215.000 Besucher auf die Industrie­schau. Während die Aussteller­zahl also konstant zum direkten Vergleichsjahr 2017 blieb, ist beim Besuch zwar mit 210. 000 Gästen ein leichtes Plus gegenüber 2018 mit 210. 000 Gästen zu konstatieren, aber ein ­Besucherrückgang zu 2017, als die Messegesellschaft noch 225.000 Gäste gemeldet hatte.

„Die Hannover Messe 2019 hat gezeigt, dass sie die international wichtigste Plattform für alle Technologien rund um die industrielle Transformation ist“, sagte Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Messe AG, sehr gekonnt das populäre Lehnwort ­„Digitalisierung“ vermeidend. „[...] Nur Hannover bietet den umfassenden Blick auf Anwendungsszenarien, Potenziale und das Zusammenspiel von Industrie 4.0, Künstlicher Intelligenz, 5G und Energielösungen.“

Der Grund für Klöcklers Formulierungskünste: Die Industriemesse fand erstmals seit 1986 ohne eine vorgeschaltete  Computermesse statt, nachdem die damals ausgegliederte Cebit im Spätherbst Knall auf Fall abgeschafft wurde.

Digitaler als zuletzt

Folgerichtig wird die Hannover Messe digitaler als zuletzt: Global Player wie Amazon, IBM, Microsoft oder SAP sind vor Ort. Das Motto der Industrieschau lautete „Integrated Industry - Industrial Intelligence“, um den Trend zur „Industrie 4.0“ aufzugreifen. Dabei geht es um das Zusammenspiel von Automatisierungs- und Energietechnik, Intralogistik, IT-Plattformen und die zunehmende Bedeutung des maschinellen Lernens. Der Mensch nutzt künftig künstliche Intelligenz, damit Maschinen und Fabriken sich selber steuern. Dabei geht es nicht nur um Prozessoptimierung oder Energieeffizienz, sondern auch um Schnittstellen, Protokolle und Sicherheit.

Zu sehen waren laut Köckler über 500 Beispiele für den Einsatz von KI in der industriellen Fertigung, 5G-Anwendungen sowie von Lösungen für die Energie- und Mobilitätswende. Auch die Robotik habe im Fokus des Besucherinteresses gestanden. Zur industriellen Transformation gehören aber mehr als nur vernetzte und intelligente Produktionsanlagen und Produkte. Eine ebenso große Rolle spielen aber auch neue Geschäftsmodelle, die vorhandene Marktstrukturen zum Teil radikal verändern.

„Es geht zum einen um die Frage, welche IoT-Lösung Mensch, Maschine und Prozesse am besten vernetzt“, sagte Arno Reich, Geschäftsbereichsleiter der Hannover Messe, „aber zum anderen auch ganz grundlegend darum, wer das ideale Betriebssystem für die Industrie 4.0 bieten kann.“

An solchen „Plattformen“ führt offen­bar kein Weg vorbei. Was im Consumer-Bereich längst etabliert ist, entwickelt sich für die produzierende Industrie mit etwas Verzögerung. Doch es steht außer Frage, dass die Plattformökonomie für den ­Maschinen- und Anlagenbau eine große Rolle spielen – etwa für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und digitaler Services. Wie das funktionieren kann, soll die Messe demonstrieren.

Infrastrukturen für neue Geschäftsmodelle

Wie sehr dabei die Bereiche IT und Auto­mation zusammenwachsen, zeigte sich an den zahlreichen Kooperationen zwischen Automatisierungs- und Softwareexperten, z.B. die Adamos-Allianz oder die vom ZVEI gegründeten Arbeitsgemeinschaft „5G Alliance for Connected Industries and Automation“.
Im Hinblick auf die Digitalisierung sind neue Software- und IT-Entwicklungen für Firmen im verarbeitenden Gewerbe besonders entscheidend. Deshalb waren neben den bereits genannten IT-Firmen mehr als 600 Aussteller vor Ort, darunter Atos, Dassault Systems, Huawei, Konica Minolta, Oracle, Siemens und die Software AG.

Zu den Knallerthemen der Messe zählte der superschnelle neue Mobilfunkstandard 5G. Hier dockte die Messegesellschat an und will Hannover zum ersten 5G-Messegelände der Welt machen. Deshalb war mit Unterstützung der Technikpartner Nokia und Qualcomm bereits ein 5G-Testfeld aufgebaut worden, um die Potenziale des neuen Mobilfunkstandards für die industrielle Nutzung aufzuzeigen.

Weil Digitalisierung Firmen angreifbarer macht, sollte der Sicherheitsaspekt bei Industrie 4.0 von Anfang an berücksichtigt werden: Der überlegte Umgang mit externen Schnittstellen an den Computern und der Einsatz von Verschlüsselung ­ge­hören ebenso dazu wie ein vernünftiges Zugriffsmanagement oder ein Logging und Monitoring der Zugriffe auf besonders sensitive Datenbestände.

Die nächste Hannover Messe wird übrigens vom 20. bis 24. April 2020 ausgerichtet; Partnerland ist Indonesien.

HMI 2020 mit neuer Struktur

Dann wird die Messe neu gliedert – in sieben Ausstellungsbereiche. Dabei ereilt die Intralogistik-Messe Cemat das Cebit-Schicksal - sie verschwindet ganz. In letzten Jahr noch als Sonderschau eingegliedert, werden ihre Themen „unter der Dachmarke integriert, da Produktion und Logistik näher zusammenrücken“.

Einer der sieben Bereiche, die „Digital Ecosystems“, rückt 2020 in das Zentrum des Messegeländes (die Hallen 14 bis 17). Dort drehe sich alles um digitale Vernetzung mit den Themen Anwendungsoftware, MES, Logistik-IT, Plattformen und Cloud, IT-Security, Virtual-Reality, KI sowie 5G, sagte Köckler: „Die digitalen Ökosysteme stehen im Zentrum der industriellen Transformation. Sie strahlen auf alle anderen Bereiche der Messe aus und rücken daher ab 2020 in die Mitte des Messegeländes.“ Auch wenn ihr Name nicht fällt, heißt das: Cebit reloaded! Nur dieses Mal mit dem Fokus auf die Industrie – und in drei Hallen statt wie seinerzeit in der Halle 1...

Bildquelle: Deutsche Messe AG

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Berthold Wesseler DV-Dialog IT-Markt
news-22552 Sat, 06 Apr 2019 11:12:24 +0200 SAP verkleinert den Vorstand http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/sap-verkleinert-den-vorstand-22552/ Robert Enslin, bereits seit 1992 bei SAP und zuletzt als Präsident der „Cloud Business Group“ Mitglied des SAP-Vorstandes, verlässt den Softwarekonzern genauso überraschend wie zuvor bereits Vorstandskollege Bernd Leukert. Enslin „übernimmt künftig neue Aufgaben außerhalb des Unternehmens“, teilte SAP am Freitagabend mit. „Dieser Wechsel ist der nächste Schritt zur Vereinfachung des Unternehmens“, sagte CEO Bill McDermott. Der Vorstand besteht damit aus acht statt wie zu Jahresbeginn zehn Personen. Kurz vor dem Start des größten und teuersten Restrukturierungsprogramms in der Geschichte der Walldorfer, das für das Ausscheiden von 4.400 Beschäftigten bis zu 950 Millionen Euro – vor allem für Abfindungen – vorsieht, wird der SAP-Vorstand weiter verkleinert.

Wie schon Bernd Leukert, der Ende Februar Knall auf Fall den Hut nahm, wird auch „Rob“ Enslin (Jahrgang 1962) nicht ersetzt. Während Michael Kleinemeier jetzt Leukerts Arbeit mit erledigt, sollen mit sofortiger Wirkung zwei Frauen dafür sorgen, dass Enslin nicht vermisst wird: Jennifer Morgan folgt ihm als Präsidentin der „Cloud Business Group“. Adaire Fox-Martin verantwortet den SAP-Vertrieb künftig alleine als Präsidentin der „Global Customer Operations“.

Beide Managerinnen gehören seit April 2017 dem Vorstand an; sie leiteten seither gemeinsam den SAP-Vertrieb. Die Amerikanerin Morgan leitet ihren neuen Bereich weiterhin aus den USA, die Irin Fox-Martin behält ihren Sitz in der Firmenzentrale in Deutschland. Im April 2017 wurde gleizeitig der Verantwortungsbereich sowohl von Leukert als auch von Enslin noch erweitert, um „das Unternehmen zu stärken“. Jetzt sind beide Manager überflüssig geworden.

Kostspielige Qualtrics-Übernahme

Zuletzt war Cloud-Chef Enslin noch maßgeblich beteiligt an der Übernahme von Qualtrics für 8 Mrd. Dollar, die er als „einzigartige Chance“ bezeichnet hatte. Hatte der SAP-Vorstand zuvor noch gesagt, auf große Übernahmen zu verzichten, tätigte er dann die größte Akquisition der SAP-Geschichte.

Das für diese durchaus nicht unumstrittene Übernahme spendierte Geld fehlt jetzt natürlich für dringend nötige Investitionen in die Weiterentwicklung der Produkte – Stichworte „Digitalisierung“ und „Industrie 4.0“ – sowie in die Schaffung der schmerzlich vermissten Schnittstellen, über die dann die mehr als 425.000 Kunden zugekaufte Produkte wie Ariba, Fieldglass, Hybris, Sucessfactors oder Concur überhaupt vernünftig – sprich integriert – nutzen könnten.

Wären die 8 Mrd. Dollar beispielsweise in die Entwicklung des im vergangenen Jahr mit großem Tamtam angekündigten CRM-Systems C/4 Hana investiert worden, hätte SAP dieses Marketingversprechen wesentlich schneller in praxistaugliche Produkte umsetzen können. Jetzt heißt es für die Hybris-Kunden: Abwarten und Tee trinken; bei Salesforce und Microsoft wird wird man sich darüber freuen, dass SAP keine wirklich integrierten E-Commerce- und CRM-Lösungen zu bieten hat.

Urgestein Rob Enslin

Enslin, seit 1992 bei SAP, war 2012 als damaliger Vertriebschef der erste „Nicht-Vorstand“ im damals neuen „Global Managing Board“ der SAP und rückte dann 2014 als Präsident der Vertriebsorganisation in den Vorstand auf. „Während seiner zweijährigen Verantwortung als Präsident der Cloud Business Group hat er das Cloud-Portfolio der SAP deutlich ausgebaut“, würdigte SAP in der Presseinformation seine Verdienste. „Ein gutes Beispiel dafür ist die erst kürzlich abgeschlossene Übernahme des Marktführers für Experience Management, Qualtrics.“

Auch Firmengründer Hasso Plattner und CEO Bill McDermott werden mit lobenden Worten zitiert. McDermott hofft, dass Enslin „auch in seiner neuen Funktion immer ein Fürsprecher für SAP sein wird“ und ergänzt: „Für mich persönlich bleibt er ein Freund“.

SAP gelobt Besserung

„Dieser Wechsel ist der nächste Schritt zur Vereinfachung des Unternehmens“, sagt McDermott aber im gleichen Atemzug. Und er gelobte Besserung: SAP werde „Betriebsabläufe effizienter gestalten, neue Lösungen schneller an den Markt bringen, die Produktqualität verbessern, noch genauer auf Kundenwünsche eingehen und gleichzeitig die Marge deutlich verbessern“. Der Vorstand werde das Unternehmen „disziplinierter und fokussierter“ leiten.

Seit der seinerzeit ebenfalls überraschenden Abschaffung der Doppelspitze und dem Wechsel des damaligen Co-CEO Jim Hagemann Snabe im Mai 2014 aus dem Vorstand in den Aufsichtsrat setzen sich bei SAP damit die vielen Wechsel im Topmanagement fort. Der früher einmal ruhigen und konsequenten Personalpolitik an der Firmenspitze trauern viele Kunden und Partner schon lange nach.

Bereits nach Leukerts Ausscheiden hatte der DSAG-Vorstandsvorsitzende Marco Lenck mahnende Worte bei der Einordnung des Vorgangs gewählt: „Wir haben Verständnis für die Umstrukturierungen, die SAP aktuell vornimmt, legen aber Wert auf Kontinuität. Das Wissen um die bestehende Produktpalette muss unbedingt erhalten bleiben. Wir hoffen, dass dieses Know-how trotz des Weggangs von Mitarbeitern nicht verloren geht. Wir danken Bernd Leukert für die langjährige gute Zusammenarbeit. Er hatte immer ein offenes Ohr für die Belange der Kunden und damit für die DSAG.“ Für die Partner soll Karl Fahrbach ein Ohr haben, der im März den neu geschaffenen Job des „Chief Partner Officers“ übernommen hat. Allerdings ist er kein Vorstandsmitglied.

Bildquelle: SAP

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