DV-Dialog https://www.it-zoom.de/dv-dialog/news/ DV-Dialog – Fachzeitung für IBM Business Systems, System i, AS 400 de ©2016 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH Tue, 22 May 2018 21:27:33 +0200 Tue, 22 May 2018 21:27:33 +0200 TYPO3 EXT:news news-19810 Tue, 22 May 2018 21:17:07 +0200 Alle Finanzdaten in einem Repository http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/alle-finanzdaten-in-einem-repository-19810/ Perlen Packaging, eine Tochter der Schweizer Chemie + Papier Holding AG (CPH), hat die System-Umstellung von SAP ERP ECC 6.0 auf S/4 Hana Version 1709 in nur einem Schritt durchgeführt. Dieser One-Step-Ansatz ermöglichte eine deutliche Zeit- und Kostenersparnis – und es war nur eine Downtime nötig. Auch dank des strukturierten Vorgehens konnte das Projekt innerhalb von sieben Monaten abgeschlossen werden. „Ein Projekt von dieser Komplexität so schnell und reibungslos umzusetzen, verdient großen Respekt“, lobt René Kuhn, Head of IT bei Perlen Packaging, den langjährigen IT-Partner T.Con GmbH aus Plattling, der auch mit dieser Umstellung beauftragt worden war. Bevor Perlen auf SAP gewechselt war, kam dort das branchenspezifische PPS-System PP-Mate von Meinikat auf der AS/400 zum Einsatz.

Die Inbetriebnahme von S/4 Hana im April war für Perlen Packaging, einen international tätigen Hersteller pharmazeutischer Blisterfolien, ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum digitalen Unternehmen. Dazu bietet die ERP-Suite Funktionen für die Integration, die Verarbeitung und die Analyse von Massendaten – Stichwort Big Data – sowie für Prognosen und Simulationen.

Ein schlankes Datenmodell

Geschäftsfunktionen nach dem Principle-of-One-Konzept, ein schlankes Datenmodell und in den ERP-Kern zurückgeholte Funktionen, wie etwa aus der SAP-Industrielösung für „Discrete Industries & Mill Products“ (DIMP), vereinfachen die Prozesse. Intuitive SAP-Fiori-Oberflächen bieten eine zeitgemäße „User Experience“ und erlauben den Echtzeitzugriff auf Daten, Kennzahlen und Prozesse – am Desktop oder mobil per Smartphone oder Tablet.

Im Finanzwesen nutzt Perlen Packaging S/4 Hana. Die ERP-Suite hebt hier die Trennung zwischen Controlling und Rechnungslegung auf, da alle Finanzdaten in einem Repository zentral abgelegt sind und auf der Ebene von Einzelposten verarbeitet werden. Auch das Zusammenspiel von S/4 Hana mit dem 2011 eingeführten Manufacturing-Execution-System Cat Suite aus dem Hause T.Con klappt bereits. Das MES ist, jeweils lokal, auf eigenen Servern installiert.

Für die Umstellung nahmen die Experten von T.Con als Erstes eine Systemtrennung vor, da Perlen Packaging und die Perlen Papier AG, eine weitere CPH-Tochter, das vorhandene SAP-System gemeinsam nutzten. Parallel dazu bauten sie eine sichere Sandbox-Umgebung mit einer Systemkopie des bis dahin eingesetzten SAP-Systems auf.

Hier ließen sich abgekoppelt vom laufenden Betrieb die nötigen Vorarbeiten erledigen: der Abgleich der Systemeinstellungen gegen die „S/4 Hana Simplification List“, die Analyse zum Anpassungsbedarf der ABAP-Eigenentwicklungen, die Konzeption von S/4 Hana Finance oder die Migration von Debitoren und Kreditoren auf den Geschäftspartner.

Upgrade und Wechsel auf Hana in einem Rutsch

Dank des „Software Update Managers“ (SUM) erfolgten das Upgrade auf S/4 Hana 1709 und der Wechsel auf die Hana-Datenbank in einem Rutsch. Nach Abschluss der Sandbox-Phase führten die Berater dann Zug um Zug die Systemkonversion für das Entwicklungs-, das Qualitätssicherungs- und das Produktivsystem durch.

Nach dem Go-Live konnten die Anwender an den Standorten in der Schweiz, in Deutschland, in China und den USA direkt auf S/4 Hana weiterarbeiten. Dank der Offlinefähigkeit der MES Cat Suite gab es in der Produktion und in der Logistik keinen Stillstand. Kuhn zieht das Unternehmen nun gerüstet für weiteres Wachstum und die digitale Transformation mit ihren Herausforderungen: „Die Applikationssuite bildet einen wichtigen Baustein für eine Smart Factory nach dem Konzept von Industrie 4.0 und für Innovationsprojekte in Bezug auf digitale Geschäftsprozesse und -modelle.“

Über Perlen Packaging

Das 1954 gegründete Unternehmen Perlen Packaging stellt pro Jahr mehr als 30.000 Tonnen Blisterfolien her und erzielte 2017 mit 370 Beschäftigten einen Umsatz von 140 Millionen Schweizer Franken. Produziert wird an den Standorten in der Schweiz (Perlen Converting AG in Perlen), in Deutschland (ac-Folien GmbH in Müllheim), in den USA (Perlen Converting LLC in Whippany), in China (Perlen Packaging in Suzhou und in Wujiang) sowie in Brasilien (Perlen Packaging Ltda. in Anápolis).

Bildquelle: Perlen Packaging

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DV-Dialog ERP
news-19803 Thu, 17 May 2018 17:43:40 +0200 Weißhaar wird neuer Easy-Chef http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/weisshaar-wird-neuer-easy-chef-19803/ Dieter Weißhaar (53) wird zum 1. Juni als designierter Vorstandsvorsitzender zur Easy Software AG stoßen. Er soll Nachfolger von Willy Cremers werden, der den Anbieter von Dokumentenmanagement-Software durch eine schwierige Phase der Restrukturierung geführt hat. Der Aufsichtsrat dankt Cremers für seine „ausgezeichnete Arbeit und die gelungene Restrukturierung“. Um eine reibungslose Einarbeitung sicherzustellen, bleibt er als Sprecher des Vorstands bis zum 31. August an Bord. Sein Vertrag lief eigentlich nur bis Ende vergangenen Jahres. Der Aufsichtsrat hatte ihn aber gebeten, den Vertrag um ein halbes Jahr zu verlängern, um in Ruhe einen Nachfolger zu finden.

Als Nachfolger wurde heute Dieter Weißhaar vorgestellt. Er wird ab Juni im Vorstand die Unternehmensstrategie sowie die Geschäftsbereiche Vertrieb, Marketing und die Internationalisierung verantworten. Gemeinsam mit Finanzvorstand Thorsten Eska soll er das Unternehmenswachstum „entschlossen vorantreiben“, heißt es in der Pressemitteilung. „Mittelfristig“ werde jedes Jahr ein zweistelliges, profitables Wachstum erwartet.

Der Wirtschaftswissenschaftler Dieter Weißhaar bringt 20 Jahre internationale Führungserfahrung in der Technologiebranche mit, aus den Bereichen Vertrieb, Kundenservice, Produktmanagement und Marketing und Unternehmen wie IBM, Thyssen Krupp Information Services, Oracle, Transtec oder T-Systems. Kurze Zeit war er auch bei Firmen wie Xerox oder ASG Software Solutions.

Als Chief Commercial Officer der B2X Solutions GmbH, München, hat Weißhaar das Wachstumstempo erhöht und die Ertragskraft mehrere Jahre überproportional gesteigert. Einer seiner Erfolge war zum Beispiel ein umfangreicher Outsourcing-Dienstleistungsvertrag für Microsoft in 130 Ländern. Als Unternehmer und Gründer hat er außerdem die Softwareschmiede Swarm OS entwickelt. Weißhaar sieht vor dem Hintergrund der aktuellen Datenschutz-Grundverordnung im Dokumenten- und Workflow-Management „ein zukunftsweisendes Wachstumsfeld“. Easy entwickelt seit 1990 in Mülheim an der Ruhr Lösungen für elektronische Akten und Archivierung sowie für die Vorgangsautomatisierung und zählt nach eigenen Angaben über 12.800 Kundeninstallationen.

Bildquelle: Easy Software AG

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Berthold Wesseler DV-Dialog Leute
news-19782 Tue, 15 May 2018 17:35:21 +0200 E-Akte erweitert http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/e-akte-erweitert-19782/ Mobiler Zugriff, erhöhte Usability und eine schlanke Administration: Unter diesen Vorzeichen hat die Bielefelder Kyocera-Tochter Ceyoniq ihr Software-Portfolio für den öffentlichen Sektor erweitert. Nscale eGov, eine Lösung für E-Akte, ist ab sofort auch über einen Webclient nutzbar. „Die fortschreitende Digitalisierung konfrontiert die öffentliche Verwaltung mit weitreichenden Veränderungsprozessen“, weiß Oliver Kreth, Geschäftsführer der Ceyoniq Technology GmbH. Die Erfahrung aus der Praxis zeige: Bei Behörden dürfe die E-Akte keine Einstiegshürden bei Implementierung, Bedienung und Administration mit sich bringen, damit Digitalisierungsprojekte gelingen.

Daher kommt der neue Webclient mit vielen Vorkonfigurationen speziell für Sachbearbeiter in der öffentlichen Verwaltung, was weniger Customizing bei der Einführung bedeutet. Durch die Nutzung im Webbrowser wird zudem das mobile Arbeiten für Außendienstmitarbeiter spürbar erleichtert und der digitale Informationsaustausch beschleunigt. Für das Blättern in Vorgängen, Akten und Dokumenten ist ein Viewer in den Webclient integriert.

Bildquelle: Ceyoniq

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Berthold Wesseler DV-Dialog Dokumentenmanagement und ECM
news-19776 Tue, 15 May 2018 16:15:00 +0200 Performance-Verbesserungen inklusive http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/performance-verbesserungen-inklusive-19776/ Gerade als man dachte, der BI-Anbieter Microstrategy würde sich auf das Backend fokussieren, bringt der jetzt mit neuen Version 10.11 viele Verbesserungen für das Frontend, etwa neue Visualisierungen, Mapbox-Integration und Smartphone-Apps. Erst im Januar hatte Microstrategy für seine BI-Plattform Konnektoren zu gängigen Self-Service-Tools wie Tableau, Microsoft Power BI oder Qlik angekündigt. Das war aber kein Rückzug vom Frontend, denn bei Version 10.11 geht es um den Client, der jetzt auch mit Wasserfallvisualisierungen, Histogrammen und Boxplots aufwartet.

Wasserfall-Visualisierungen sind für die quantitative Analyse gedacht, das Histogramm hilft Datenwissenschaftlern und Box-Plots dienen der visuellen Darstellung möglicher Ausreißer. Microstrategy 10.11 erweitert außerdem die Funktionen für Geoanalytik und ergänzt intelligente Content-Empfehlungen. Die neue Version soll Self-Service Data Discovery ebenso ermöglichen wie Abteilungsanalysen und gleichzeitig die Grundlage für skalierbare Datenanalysen im gesamten Unternehmen schaffen.

Die neue Library-App für Android- und iOS-Geräte erlaubt es, mit Daten in Dossiers interagieren. Zudem wurden die Geospatial Services in Version 10.11 um eine native Integration von Mapbox erweitert, so dass neue Mapping-Funktionen wie intelligentes Clustering sowie dynamische Ebenen mit interaktivem Zoom möglich sind. Vektorbasierte Karten verbessern Präzision und Performance bei der Darstellung von Ortsdaten möglich.

Schon seit AS/400-Zeiten unterstützt Microstrategy über ODBC-Treiber den Datenzugriff auf diese Plattform. Zu den zahlreichen Datenkonnektoren des Backends hinzugekommen sind mit Version 10.11 solche für Anwendungssysteme wie Eloqua, Marketo, Paypal, Hubspot, Shopify oder Concur sowie Microsofts Azure-Datenquellen SQL Data Warehouse, Cosmos DB Now und HDInsight.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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Berthold Wesseler DV-Dialog Business Intelligence / Big Data
news-19780 Tue, 15 May 2018 16:04:14 +0200 SAP setzt auf EU-Standard http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/sap-setzt-auf-eu-standard-19780/ Als einer der ersten Anbieter von Geschäftssoftware schafft SAP die Grundlage zur elektronischen Rechnungsstellung an Behörden nach dem EU-Standard „Pan-European Public Procurement OnLine“ (PEPPOL). Das Walldorfer Unternehmen bietet dafür eine cloudbasierte Lösung, die sich einfach und ohne hohe Kosten in das bestehende SAP-System integrieren lassen soll. Unternehmen sollen so künftig – dank PEPPOL-Konformität – auch elektronische Rechnungen direkt aus ihrem SAP-System über das Verwaltungsportal des Bundes an die Empfängersysteme in der Bundesverwaltung senden können. Denn die elektronische Rechnung wird bald Pflicht für alle Geschäftspartner deutscher Behörden, wobei das Format nicht vorgeschrieben ist.

Das E-Rechnungsgesetz setzt die Vorgaben der EU-Richtlinie 2014/55/EU in nationales Recht um und regelt den Empfang und die Verarbeitung elektronischer Rechnungen durch öffentliche Auftraggeber. Ab dem 27. November 2018 sind alle Bundesministerien und Verfassungsorgane verpflichtet, den Eingang und die Verarbeitung elektronischer Rechnungen nach dem neuen Rechnungsdatenstandard XRechnung zu gewährleisten. Für die übrigen Behörden des Bundes gilt die Regelung entsprechend ab dem 27. November 2019.

Rechnungseingang im Verwaltungsportal des Bundes

SAP zitiert in einer Meldung mehrere Behördenvertreter. „Im Rahmen der neuen Gesetzgebung baut das BMI zusammen mit dem BMF einen zentralen Rechnungseingang im Verwaltungsportal des Bundes als zentralen Eingangspunkt für XRechnungen und auch für CEN-konforme Rechnungen an den Bund auf. Eine Nachnutzung durch Bundesländer und deren Kommunen ist möglich. Konkrete Verhandlungen mit einzelnen Bundesländer haben bereits begonnen“, sagt Dr. Stefan Werres, Projektleiter E-Rechnung Bund beim BMI. Fred Kellermann, der Co-Projektleiter E-Rechnung aus dem BMF fügt an: „Es freut uns zu sehen, dass die Umstellung auf Rechnungsstellerseite durch Lösungen von Unternehmen wie SAP frühzeitig für einen reibungslosen Übergang realisiert wird, so dass die gesetzlichen Fristen eingehalten werden können.“

„Als stetiger Innovationstreiber hat die SAP eine Lösung für ihre Kunden entwickelt, die bereits heute den PEPPOL-Standard erfüllen kann und die E-Rechnungsstandards unterstützt, die ab November 2020 für alle Rechnungssteller an öffentliche Auftraggeber des Bundes verpflichtend sein werden“, ergänzt Susanne Diehm, Mitglied der Geschäftsleitung von SAP Deutschland. „Der neue Standard kann diverse Vorteile bieten, von denen unsere Kunden somit schon heute profitieren können: Neben einem großen Einsparpotenzial durch gestraffte und effizientere Prozesse unterstützt die Lösung bei der Verringerung des manuellen Aufwands. Ebenso können sich Medienbrüche vermeiden lassen.“

XRechnung auf PEPPOL abbilden

Bereits im April hatte der IT Planungsrat des Bundes im Rahmen des eRechnung-Projektes beschlossen, PEPPOL als Kommunikations- und Transport-Standard für elektronische Rechnungen für die öffentliche Verwaltung in Deutschland einzuführen – und damit auch den Standard XRechnung abzubilden. Der soll durch ein deutsches Regelwerk auf den internationalen Standard PEPPOL BIS Billing 3.0 abgebildet werden.

PEPPOL ist ein bereits 2008 gestartetes EU-Projekt mit dem Ziel der Standardisierung grenzüberschreitender elektronisch unterstützter öffentlicher Vergabeverfahren. Die elektronische Rechnung ist dabei nur ein kleiner Baustein im Gesamtverfahren, das von der Ausschreibung bis zur Abnahme reicht.

In Deutschland wird im November 2019 die elektronische Rechnung im Geschäftsverkehr mit Behörden Pflicht. Dabei soll die Bremer Koordinierungsstelle für IT-Standards (KoSIT) als deutsche PEPPOL-Autorität reines XML-Datenformat wie die bereits etablierte XRechnung durchsetzen, die ja bereits nach EN 16931 konzipiert ist. XRechnung ist ein Subset der EU-Kernrechnung, wobei die Norm auch Anforderungen an die Beschreibung von Profilen - die sogenannten „Core Invoice Usage Specifications“ (CIUS, also „Anwendungsempfehlungen“) regelt. Im nächsten Schritt sollen nun die XRechnung CIUS in ein deutsches Regelwerk für PEPPOL BIS Billing 3.0 umgesetzt werden.

Außen vor scheint damit das hybride Format Zugferd, das zwar in der Wirtschaft populär, aber kein lupenrein strukturierter XML-Datensatz und damit wohl auch keine elektronische Rechnung im Sinne der KOSiT ist. Zugferd enthält ja neben dem XML-Datensatz ein inhaltsgleiches, für Menschen lesbares PDF-Dokument. Diese Redundanz ist zwar für das Handling gerade auch bei kleineren Betrieben ein enormer Vorteil, eröffnet aber auch neue Optionen beim Rechnungsbetrug.

Bildquelle: OpenPEPPOL

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Berthold Wesseler DV-Dialog FIBU REWE Controlling
news-19775 Mon, 14 May 2018 16:16:53 +0200 Wo digitale Ideen Laufen lernen http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/wo-digitale-ideen-laufen-lernen-19775/ Der Automatisierungsspezialist Lenze bündelt und erweitert seine Aktivitäten im Bereich der digitalen Lösungen und Technologie-Innovationen – mit der offiziellen Eröffnung des digitalen Innovationslabors Dock One in den Räumlichkeiten seiner Bremer Tochterfirma Encoway am 9. Mai. Das digitale Innovationslab dient der internen Entwicklungsarbeit der Hamelner Lenze-Gruppe, außerdem gemeinsamen Projekten mit Kunden, Partnern und Forschungseinrichtungen. Dock One fungiert als Denkfabrik mit der Zielsetzung, Digitalisierungsideen für Industrie-4.0-Projekte sowie digitale Geschäftsmodelle und Produkte erfolgreich umzusetzen.

Um neue Ideen und Lösungen zu fördern, wurde ein kreatives Ambiente geschaffen. In der lichtdurchfluteten Lounge können Teams außerhalb des gewohnten Arbeitsplatzes frei und flexibel agieren, ganz nach dem Vorbild von Startups. „Vor dem Hintergrund der massiv fortschreitenden Digitalisierung in der Industrie brauchen wir unkonventionelle Denkräume, in denen mit hoher Geschwindigkeit Prototypen entstehen sowie neue Ideen und Trends erprobt werden können“, erläutert Frank Maier, Vorstand bei Lenze SE.

Von den Vorteilen des Standorts Bremen für das Innovationslab ist nicht nur das Topmanagement von Lenze überzeugt, sondern die Geschäftsführung von Encoway – schließlich wurde die Lenze-Tochter vor 18 Jahren als Startup hier gegründet. Die IT-Experten vertreiben Software zur Produktkonfiguration, Preiskalkulation und Angebotserstellung – der Prozess wird als Configure Price Quote (CPQ) bezeichnet.

Dass die Lenze-Gruppe offensichtlich vom dynamischen Klima rund um den Technologiepark Bremen profitiert, zeigt auch die Ansiedlung eines Büros einer weiteren Tochter: Logicline, ein Spezialist für Cloud-Anwendungen, digitale Plattformen und Mobile Apps, ist seit Anfang dieses Jahres mit eigenem Büro in der Hansestadt vertreten. Aktuell beschäftigt die Lenze-Gruppe über 200 Mitarbeiter am Standort Bremen und geht davon aus, dass diese Zahl allein in den kommenden zwölf Monaten um weitere 40 Mitarbeiter ansteigen wird.

Zur Eröffnung konnten sich die Gäste selbst ein Bild von ersten Projekten machen, die den Stempel Dock One tragen. Völlig neue Blickwinkel eröffnen sich beispielsweise mit Hilfe einer Virtual-Reality-Brille, wenn es um die Konfiguration und Entwicklung von Produkten geht.

Ein anderes Exponat betraft die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Die Sprachanfrage „Hi Alexa, wie geht es dem Motor?“ könnte schon bald in vielen Bereichen Wirklichkeit sein. Wie Kreativtechniken zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle genutzt werden können, erfuhren die Teilnehmer im Arbeitsbereich Ideenbildung, Design Thinking & Co.

Lenzes Tochter Encoway bietet Software-Produkte für den Multi-Channel-Vertrieb von Variantenprodukten. Sie dienen zur Produktkonfiguration und Angebotserstellung und sollen die Effizienz in Vertrieb und Marketing des Maschinenbaus sowie verwandter Branchen steigern. Die Suite CPQ ermöglicht Variantenmanagement mit Blick zum Markt, eingebettet in IT-Infrastrukturen wie SAP ERP, Microsoft Dynamics CRM oder Salesforce CRM. Das Bremer Unternehmen wurde im Jahr 2000 gegründet und beschäftigt derzeit rund 160 Mitarbeiter.

Logicline entwickelt als IT-Berater und Systemintegrator maßgeschneiderte digitale Produkte. Im Fokus steht die Digitalisierung von Kundenbeziehungen, Produkten und Services in Form von Kundenportalen, mobilen Apps oder Cloud-Lösungen. Die Schlüsselkompetenz ist das Design, die Entwicklung, Orchestrierung und der Betrieb digitaler Plattformen. Der Hauptsitz befindet sich in Sindelfingen, Büros in Stuttgart und jetzt auch in Bremen.

Lenze ist ein Automatisierungsunternehmen für den Maschinenbau mit 70 Jahren Erfahrung, das mechatronische Produkte und Pakete anbietet, aber auch Systeme aus Hard- und Software für die Maschinenautomatisierung sowie Services für die Digitalisierung in Bereichen wie dem Big-Data-Management, Cloud- oder Mobile-Lösungen sowie Software im Kontext des „Internet of Things“ (IoT). Lenze beschäftigt weltweit rund 3.500 Mitarbeiter und ist in 60 Ländern vertreten. Im Rahmen der Wachstumsstrategie will Lenze in den Bereichen von Industrie 4.0 in den nächsten Jahren weiter verstärkt investieren - mit dem Ziel, Umsatz und Profitabilität zu steigern.

Bildquelle: Lenze

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DV-Dialog Industrie 4.0 / MES
news-19772 Mon, 14 May 2018 12:32:23 +0200 Thorsten Reuper wird Berater http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/thorsten-reuper-wird-berater-19772/ Der Kaufmann Thorsten Reuper (60) wird neuer „Senior Consultant“ für die Bereiche Produktion, Maschinen- und Anlagenbau bei der ERP-Beratung UBK GmbH. Mit seinem Fachwissen übernimmt er Projektmanagement, Prozessberatung sowie -optimierung bei Kunden. Reuper wechselt vom ERP-Asseco zu den Beratern. Reuper sammelte seinen Erfahrungsschatz über 30 Jahre in Führungspositionen bei den ERP-Softwarehäusern Asseco, Psi und Infor/Brain mit unterschiedlichen Produkterfahrungen. Seine Projekte erstreckten sich die Jahre hinweg über das nationale und internationale Umfeld. Als Mitglied diverser Lenkungsausschüsse kennt Reuper die Aufgaben bei sowie die Verantwortung für das Mammutprojekt „Einführung eines neues ERP-Systems“ aus dem Effeff. Seine Beratungstätigkeiten erstrecken sich über das klassische Projektmanagement hinaus.

Sein thematischer Fokus liegt auf den Bereichen Produktionsplanung und Steuerung. In den letzten Jahren beschäftige sich Thorsten Reuper zusätzlich verstärkt mit dem Thema Industrie 4.0 und dies in Kombination mit dem Bereich Service-Management und einer vorbeugenden Wartung.

Viel Erfahrung im Mittelstand - auch mit IBM i

Für das polnische Softwarehaus Asseco (u.a APplus) war er von November 2011 bis März 2018 tätig, lange als Chief Technology Officer (CTO) und zuletzt als Chef der internationalen Produktentwicklung. Davor hatte er mit Wirkung zum 1. Februar 2009 im PSI-Konzern die Leitung Produktentwicklung für den ERP-Standard Psipenta übernommen. Zu Psipenta kam er von der Infor Global Solution Deutschland AG, wo er zuletzt für die Entwicklung der ERP-Produkte Com und XPPS/Xpert mit den Branchenschwerpunkten Automotive, Diskrete Fertigung sowie Maschinen-, Anlagen- und Werkzeugbau verantwortlich zeichnete.

Zuvor war Thorsten Reuper langjähriger Geschäftsführer der Infor Global Solutions GmbH in Breisach, die aus der insolventen Brain International AG hervorgegangen war. Brain wiederum war 1998 aus der Fusion der Weinstätter BIW AG mit dem XPPS-Hersteller Rembold + Holzer entstanden. Reuper gehörte vor über 30 Jahren zu den Mitbegründern der Rembold & Holzer EDV-Beratung in Hannover und war dort als Geschäftsführer für den Bereich Technik verantwortlich.

Bedingt durch seine Erfahrungen in diesen ERP-Häusern, verfügt Reuper über ein profundes Wissen über „Muss-Funktionen“ für den ERP-Standard, die daraus folgenden Kriterien für die ERP-Auswahl und die Knackpunkte bei der späteren Einführung bis hin zur Abnahme. Externe Aufwandsabschätzungen, Lösungsansätze sowie auch Vorschläge zu Kundenanpassungen kann er kritisch und auf ihre Notwendigkeit hin einschätzen. Dabei ist es Reuper sehr wichtig, Schnittstellen zu anderen Systemen oder Datenübernahmen aus Altsystemen, nicht aus dem Auge zu verlieren.

Die 1989 gegründete UBK GmbH ist eine Unternehmensberatung Zentrale in Lauf bei Nürnberg und weiteren Standorten, deren Kernkompetenz die herstellerneutrale Software-Auswahl (ERP-Auswahl, ERP-Beratung, CRM-Auswahl, etc.) sowie die Analyse und Optimierung der Geschäftsprozesse vor der Softwareeinführung ist. Weiterhin ist das Unternehmen seit über 25 Jahren als Gutachter für Anwender beim Thema „Software“, sowie als Treuhänder des Auftraggebers bei umfangreichen und langwierigen IT Projekten als Projektleiter tätig. Bisher wurden über 700 nationale und internationale IT-Projekte durchgeführt, bei Kunden wie T-Systems, Mayer Maschinenbau. Serag Wiessner, Ringfoto oder Theo Förch.

Bildquelle: UBK GmbH

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Berthold Wesseler DV-Dialog Leute
news-19760 Thu, 10 May 2018 07:04:23 +0200 Trennung der EVU-Systeme in Wien http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/trennung-der-evu-systeme-in-wien-19760/ Fristgerecht zum Jahresbeginn wurde in Wien das größte IT-Projekt der letzten Jahre bei österreichischen Stadtwerken erfolgreich produktiv gesetzt. Dabei habe es sich um die größte SAP IS-U Systemtrennung Österreichs und eines der zehn größten SAP-Projekte bei einem Energieversorgungsunternehmen (EVU) in Europa gehandelt, so Daniela Lidl, Geschäftsführerin der WienIT. Neben der Neuausrichtung der IT habe dieses Projekt „auch die Zusammenarbeit innerhalb der Stadtwerke nachhaltig verbessert“. Die Wiener Stadtwerke versorgen die Stadt mit Energie und stellen einen leistungsfähigen Öffentlichen Personennahverkehr sicher. Zu 100 Prozent im Eigentum der Stadt Wien, erwirtschaften die über 16.000 Beschäftigten jährlich knapp über 3 Mrd. Euro Umsatz.

In einem sehr ambitionierten Zeitrahmen von gerade einmal 14 Monaten, haben die Wiener Stadtwerke das bestehende, bisher integrierte Lieferanten- und Netzbetreibersystem der beiden Töchter Wien Energie und Wiener Netze in eine neue, getrennte System- und Prozesslandschaft überführt. Wesentliche Ziele waren eine möglichst effizienten Prozessbearbeitung im SAP-Standard und die Vorbereitung der Systemlandschaft für den anstehenden Smart-Meter-Rollout.

Alle Netzdaten vollhistorisch
auf SAP ERP/IS-U überführt

Beteiligt waren an dem Projekt neben dem Team von WienIT die Berater der Quanto AG, Hameln, sowie die SAP-Experten der Walldorfer Natuvion GmbH, mit deren praxiserprobten Migrationsverfahren alle Netzdaten vollhistorisch in das neue SAP ERP/IS-U Netzsystem überführt wurden.

Das bestehende, integrierte System wurde zu einem reinen Lieferantensystem zurückgebaut. Zeitgleich wurde der komplette elektronische Datenaustausch mit dem SAP-Addon Idex-AT für die mehr als 2 Mio. Zählpunkte etabliert. Außerdem lief ein Schwesterprojekt, um die Workforce-/Geräteverwaltungsprozesse neu aufzustellen.

„Die erfolgreiche Produktivsetzung ist vor allem der tollen Teamleistung zu verdanken“, merkt Quanto-Vorstand Olaf Reiter, Gesamtprojektleiter des Projektes, an. „In einem Kraftakt und mit einem akribisch geplanten Cutover-Szenario wurde die Systemtrennung über den Jahreswechsel ohne relevante Marktauswirkungen erfolgreich gemeistert.“ Grundlage für die extrem kurze Projektlaufzeit sei die Fach-, Methoden- und Cutover-Kompetenz seines Unternehmens sowie die Verwendung des Natuvion-Migrationstools DCS gewesen.

Marktrollenspezifische Prozessabläufe

„Mit Blick nach vorne steht nun die weitere Stabilisierung und Optimierung der IT- und Prozesslandschaft im Fokus“, konkretisiert Holger Strotmann, der Lösungsarchitekt im Projekt und Geschäftsführer der Natuvion GmbH, die weiteren Schritte. „Marktrollenspezifische Prozessabläufe erhöhen punktuell bisher optimierte Arbeitsabläufe, bieten aber in der Zukunft Chancen für effizientere Prozessabläufe.“

Über die WienIT

Die WienIT EDV Dienstleistungsgesellschaft mbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Wiener Stadtwerke Holding AG, ist universeller IT-Dienstleister mit Schwerpunkt auf Energiewirtschaft und kommunaler Versorgung. Das Unternehmen ist im dritten Wiener Gemeindebezirk angesiedelt, beschäftigt rund 270 Personen und betreibt zwei Rechenzentren.

Bildquelle: Wiener Stadtwerke Holding AG

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DV-Dialog ERP
news-19758 Wed, 09 May 2018 16:51:51 +0200 Cybersecurity Trends 2018 http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/cybersecurity-trends-2018-19758/ Wie können sich Unternehmen besser vor der wachsenden Zahl und der Komplexität an Cyberattacken schützen und sich zugleich für die Chancen der Automatisierung und Digitalisierung der Wirtschaft rüsten? Diese Fragen beleuchtet TÜV Rheinland in seinen neuen Whitepaper „Cybersecurity Trends 2018”. „Unser Ziel ist, das Bewusstsein für die zunehmenden Cybersecurity-Risiken, die das Business und die Sicherheit unserer Kunden beeinflussen, weiter zu fördern”, sagt Björn Haan, Geschäftsführer im Geschäftsfeld Cybersecurity Deutschland bei Tüv Rheinland. „In diesem Jahr konzentrieren wir uns auf die Bereiche, wo wir die größten Gefahren und Chancen sehen und beleuchten die Auswirkungen auf unsere zunehmend vernetzte Welt.“

Das Whitepaper betrachtet die weltweiten Bemühungen hinsichtlich Bedarf und Regulierungen sowie das Vertrauen in Cybersicherheit, um diese weiter zu stärken. Des Weiteren werden Wege aufgezeigt, um sich vor ,intelligenten‘ Cyberattacken zu schützen. Außerdem geht es laut Haan darum „die Qualifikationslücke zu schließen, in einer Welt, die nach Cybersicherheits-Talenten hungert, aber gleichzeitig von riesigen Datenmengen überwältigt wird.“

Wie in den Vorjahren basiert der Report auf einer Umfrage unter den Experten für Cybersecurity des Tüv und auf dem Input von Kunden in Europa, Nordamerika und Asien. Nachfolgend die Highlights der insgesamt acht Cybersecurity-Trends, die in diesem Jahr identifiziert wurden:

TREND 1: Durch die wachsende Anzahl an globalen Regulierungen im Cyber-Umfeld steigt der Preis, um die Privatsphäre zu schützen

Datenschutz ist ein kritischer Aspekt in einer immer digitaler werdenden Welt. Der 25. Mai 2018 stellt einen entscheidenden Wendepunkt für den Datenschutz in Europa dar. Dieses Datum markiert das Ende des Übergangszeitraums für die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU, da diese ab diesem Tag rechtsverbindlich gilt. Sie bedeutet einen grundlegenden Wandel bei der Daten-Governance und der Art, wie Informationen von Unternehmen geschützt werden, die personenbezogene Daten von EU-Bürgern verarbeiten. Die Verordnung ist der Beginn einer wachsenden weltweiten Regulierung im Bereich Datenschutz. Verstöße gegen diese können mit Strafen in Höhe von bis zu 4 Prozent des globalen Umsatzes belegt werden – eine enorme Summe, die nicht außer Acht gelassen werden darf. Es ist davon auszugehen, dass die EU-Kommission Verstöße gegen die DSGVO durch große globale Unternehmen konsequent verfolgen wird.

TREND 2: Das Internet of Things treibt das Zusammenspiel von Sicherheit, Cybersecurity und Datenschutz voran

Im Jahr 2016 hat die Verwendung der Malware Mirai gezeigt, dass IoT-Geräte ein schlagkräftiges und gefährliches Botnet bilden können. Die Time-to-Market-Anforderungen bei der Produktentwicklung und die eingeschränkte technische Performance von IoT-Geräten sorgen heute dafür, dass diese Geräte kritische Schwachstellen aufweisen, die einfach ausgenutzt werden können. Die Auswirkungen von Datenverletzungen gehen heute weit über eine einfache Datenmonetarisierung hinaus und umfassen auch physische Bedrohungen für Gesundheit und Sicherheit, da Geräte und Systeme direkt mit offenen Netzwerken verbunden sind. Es ist ein offenes Geheimnis, dass es um die IoT-Sicherheit nicht gut bestellt ist. Schätzungen gehen davon aus, dass bis 2022 in privaten Wohnungen und Häusern über 500 solcher Geräte vorhanden sind. Damit wird klar, dass sich die Risiken für Sicherheit, Cybersecurity und Datenschutz stark erhöhen werden.

TREND 3: Operational Technology als Angriffspunkt für Cyber-Attacken

Das Industrial Internet sorgt bereits für eine Transformation der globalen Industrie und Infrastruktur und verspricht mehr Effizienz, Produktivität und Sicherheit. Um im Wettbewerb zu bestehen, werden Prozessleittechnikgeräte mit der Online-Welt verbunden, wodurch oftmals unbeabsichtigt Komponenten, die Schwachstellen aufweisen, Cyber-Angriffen ausgesetzt werden. Fertigungsanlagen sind ebenfalls ein Angriffsziel, um an geistiges Eigentum, Geschäftsgeheimnisse und technische Informationen zu gelangen. Hinter Angriffen auf die öffentliche Infrastruktur stehen dagegen finanzielle Gründe, Hacktivismus und die Unzufriedenheit mit staatlichen Stellen. Die Angst vor einem „Worst-Case-Szenario”, bei dem Angreifer einen Zusammenbruch von Systemen auslösen, die das Fundament der Gesellschaft bilden, war ein Thema beim diesjährigen Weltwirtschaftsforum. Industrielle Systeme sind besonders anfällig gegen Angriffe auf die Lieferkette. Das haben auch kriminelle Angreifer erkannt und begonnen, diese Systeme ins Visier zu nehmen.

TREND 4: Wenn Abwehrmechanismen für Cyber-Angriffe vorhanden sind, verlagert sich die Fokussierung auf die Erkennung von Bedrohungen und angemessene Reaktionen

Angriffe der letzten Zeit zeigen, dass im Kampf gegen erfahrene und beharrliche Cyber-Kriminelle Verhinderungsmechanismen allein nicht ausreichen. Heute dauert es im Schnitt 191 Tage, bis ein Unternehmen ein Datenleck erkennt. Und je länger es dauert, eine Bedrohung zu erkennen und darauf zu reagieren, umso größer sind der finanzielle Schaden und der Reputationsverlust, den das Unternehmen durch den Vorfall erleidet. Durch den enormen Anstieg erfasster sicherheitsrelevanter Daten, die Einschränkungen von aktuellen Technologien, die ineffiziente Nutzung von vorhandenen Bedrohungsinformationen (Threat Intelligence), die fehlende Überwachung von IoT-Geräten und den Fachkräftemangel an Cybersecurity-Experten entstehen in den Unternehmen teure Verweildauern.

TREND 5: Zunehmende Nutzung von Künstlicher Intelligenz für Cyber-Attacken und -Abwehr

Auf ihrem Weg der digitalen Transformation werden Unternehmen in steigendem Maße zum Ziel für komplexe und hartnäckige Cyber-Attacken. Malware wird immer smarter. Sie kann sich „intelligent” anpassen und traditionelle Erkennungs- und Beseitigungsroutinen umgehen. Angesichts des globalen Mangels an Cybersecurity-Spezialisten sind die Unternehmen dabei, das Cyber-Wettrüsten zu verlieren. Die Menge an Sicherheitsdaten überschreitet bei weitem die Kapazitäten für ihre effiziente Nutzung. Das führt zu einer steigenden Anzahl von KI-fähigen Cybersecurity-Anwendungsfällen: Beschleunigung der Erkennung und Bekämpfung von Sicherheitsvorfällen, bessere Identifizierung und Vermittlung von Risiken gegenüber den Fachabteilungen und die Bereitstellung einer einheitlichen Sicht auf den Sicherheitsstatus innerhalb der gesamten Organisation.

TREND 6: Zertifizierungen werden wichtig, um das Vertrauen in Cybersecurity zu stärken

Es herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass Cybersecurity und Datenschutz integrale Bestandteile einer digitalen und vernetzten Welt sind. Aber: Wie lässt sich das Schutzniveau eines Unternehmens objektiv einschätzen? Die Bedenken, ob und inwieweit Cybersecurity tatsächlich umgesetzt wird, nehmen zu. Dies führt dazu, dass bestehende und neue Standards, die Cybersecurity-Strategien international vergleichbar machen, immer stärker an Relevanz gewinnen. Für CISOs und Produkthersteller sind Zertifizierungen wichtig, um nachzuweisen, dass sie getan haben, was sie versprochen haben. Die Zertifizierungsverfahren für die Bestätigung der IT-Sicherheit von Produkten konzentrieren sich heute jedoch vor allem auf kritische Infrastrukturen und öffentliche Hand. Wo bleiben die Hersteller von Verbraucherprodukten?

TREND 7: Ablösung der Passwörter durch biometrische Authentifizierung

Das digitale Leben wird durch ein komplexes Netz aus Online-Apps bestimmt, die digitale Identität durch Benutzernamen und Passwörter geschützt. Um den Schutz hinter diesen Apps zu steigern, wird empfohlen, schwer zu erratende und komplexe Kennwörter zu verwenden und diese regelmäßig zu ändern. In der Praxis geschieht das aber nur selten. Mit der exponentiellen Zunahme der Rechenleistung und dem einfachen Zugang über die Cloud können Kennwörter in einer immer kürzeren Zeit geknackt werden. Was im Jahr 2000 noch fast vier Jahre gedauert hat, ist heute in zwei Monaten erledigt. Wenn man bedenkt, dass Kennwörter häufig gestohlen, gehackt und gehandelt werden, wird klar, dass sie noch nie offener verfügbar waren als heute. Aus diesem Grund begegnen wir heute bei Mobiltelefonen, Tablets und Laptops und auch bei physischen sowie Online-Services vermehrt der biometrischen Authentifizierung (Gesicht, Fingerabdruck, Iris und Sprache).

TREND 8: Ausgewählte Branchen im Visier der Angreifer: Gesundheitswesen, Finanzdienstleistungen und Energieversorgung

Der Großteil der Cyber-Angriffe wird von Kriminellen aus finanziellen Motiven begangen. Der Wert von Daten im Darknet richtet sich nach der Nachfrage, ihrer Verfügbarkeit, ihrer Vollständigkeit und den Möglichkeiten für deren Nutzung. Daher sind persönliche Informationen aus dem Gesundheits- und Finanzsektor besonders gefragt. Krankenakten kosten, je nachdem, wie vollständig sie sind, zwischen 1 bis 1.000 US-Dollar. Kreditkartendaten werden für 5 bis 30 US-Dollar verkauft, wenn die benötigten Informationen für ihre Nutzung mitgeliefert werden. Andere Cyber-Angriffe haben eher politische oder nationalstaatliche Motive. Im Jahr 2018 besteht hier ein erhöhtes Risiko für Störungen von kritischen Services durch Angriffe auf den Energiesektor. Beleg dafür sind die Berichte der jüngsten Zeit über die von Russland initiierten Cyber-Attacken auf das US-Stromnetz, die vermutlich bereits seit einem oder mehreren Jahren ausgeführt werden.

Diese Fragen beleuchtet Tüv Rheinland in dem neuen Whitepaper „Cybersecurity Trends 2018”, das jetzt kostenlos zum Download bereitsteht.

Bildquelle: Tüv Rheinland

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DV-Dialog Sicherheit
news-19757 Wed, 09 May 2018 16:22:57 +0200 Der Gini-Button http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/der-gini-button-19757/ Mit dem Gini-Button bringt die Ehrhardt + Partner-Gruppe (EPG) die Flexibilität eines frei konfigurierbaren Kanban-Systems in die Logistik. Das kleine Gerät digitalisiert und optimiert die Nachschubbeschaffung, z.B. von Verbrauchsmaterialien oder von nicht systemgeführten Artikeln. Es lässt sich in die logistischen Prozessketten integrieren und einfach an die bestehende Systeminfrastruktur anbinden. Mit Gini bringt die EPG einen eigenen „Dashbutton“ für die Logistik auf den Markt. Das Gerät arbeitet als digitalisiertes Kanban-System – und ist damit ein weiterer Baustein im Kontext von Vernetzung, Digitalisierung und Automatisierung in der Logistik. Der Button ist für den Anwender frei konfigurierbar und kann für jeden erdenklichen Prozess eingesetzt werden. Durch Betätigung des Buttons lösen Mitarbeiter ein vorher definiertes Ereignis bzw. eine Aktion aus und setzen damit einen Prozess, wie beispielsweise die Nachschubsteuerung, in Gang.

Der Gini-Button wird einfach per WLAN in eine bestehende IT-Infrastruktur integriert – und kann daher überall dort im Lager eingesetzt werden, wo er gerade prozessbezogen benötigt wird. Ändern sich die Bedingungen, wird er einfach an einer anderen Stelle platziert. Der Button sorgt nachweislich für mehr Effizienz und beschleunigte Abläufe von Lagerprozessen, indem er die Mitarbeiter mit dem Leitstand vernetzt und den Meldeprozess digitalisiert.

Anwender betätigen den Button bei Bedarf, um einen zuvor definierten Prozess im Lagerführungssystem LFS.wms der EPG (oder in einem anderen übergeordneten System) in Gang zu setzen. Wie der definierte Prozess aussieht – ob Nachschubsteuerung für Verbrauchsmaterialien, Torverwaltung, Qualitätsmanagement im Bereich temperaturgeführte Güter oder eine Aktion im Zusammenhang mit fahrerlosen Transportsystemen –, lässt sich flexibel definieren. Denkbare Einsatzbereiche des Gini-Buttons in der Logistik sind:

  • Nachschubsteuerung: Die Verfügbarkeit eines Produktes neigt sich dem Ende zu? Der Nachschub bspw. von Verbrauchsmaterialien oder von nicht systemgeführten Artikeln erfolgt per Knopfdruck direkt am benötigten Einsatzort. Dafür wird der Button einfach z. B. am Regalplatz in Greifnähe befestigt. Das spart Zeit im Logistikzentrum. Der Leitstand erhält eine Nachricht in Echtzeit, die Anwender einfach und automatisch via Button senden. So erfolgt die Nachschubversorgung immer rechtzeitig, bevor es zu Material- oder Artikelengpässen kommt. Ein Beispiel: Neigt sich die Etikettenrolle am Labeldrucker dem Ende zu, lässt sich mit Gini frühzeitig Nachschub ordern. Auch in der Produktion kann dieser Prozess zum Einsatz kommen. Und das gilt für Verbrauchsmaterialien jeglicher Art – auch solche, die nicht systemgeführt sind.
  • Qualitätsmanagement: Ein weiterer Einsatzbereich wäre das Qualitätsmanagement im Bereich temperaturgeführte Produkte. Ein mögliches Szenario: Durch Betätigung des Buttons, der direkt am Wareneingang platziert wird, bestätigt ein Lkw-Fahrer, dass er die sensiblen Güter ins Lager verlädt. Ist die Aktion abgeschlossen, betätigt er den Button erneut. So lässt sich auf einfache Art und Weise messen, wie lange die Kühlkette unterbrochen war.
  • Fahrerloses Transportsystem: Über den Gini-Button kann ein Mitarbeiter dem FTS signalisieren, dass ein Lademittel an einem Abholplatz zur Abholung bereitsteht. Anschaffung und Installation teurer IT-Infrastruktur und zusätzlicher Hardware entfallen; das spart Kosten und beschleunigt die Prozesse.

Bildquelle: Ehrhardt + Partner

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DV-Dialog Lager und Logistik
news-19755 Wed, 09 May 2018 10:37:11 +0200 Ungebremste Digitalisierung http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/ungebremste-digitalisierung-19755/ Die Digitalisierung hat wenig überraschend zur Folge, dass das Datenvolumen in Fest- und Mobilfunknetzen erneut rasant angestiegen ist. Das untermauert jetzt der Jahresbericht für 2017 statistisch, denn die Bundesnetzagentur gestern vorgestellt hat. Im Jahr 2017 wurden laut Bericht der Bundesnetzagentur etwa 33 Mrd. GB Daten über Festnetze übertragen. Das ist eine Steigerung von ca. 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Noch rascher wächst das übertragenen Datenvolumen in den Mobilfunknetzen: Im vergangenen Jahr wurden bereits 1,4 Mrd. GB übertragen, 2016 waren es noch 918 Mio. GB – eine Steigerung um 52 Prozent.

Gleichzeitig sinkt im Zuge der Verbreitung von Messenger-Diensten wie Whatsapp die Zahl der in Deutschland versendeten SMS. 2015 wurden etwa 16,6 Mrd. SMS versandt, 2017 waren es nur noch etwa 10,4 Mrd. SMS. Der Höhepunkt lag 2012 bei fast 60 Mrd. SMS.

Chatten und Mailen statt Telefonieren

Auch das Gesamtvolumen der abgehenden Gesprächsminuten ist sowohl im Festnetz (2017: 120 Mrd. Minuten; 2016: 131 Mrd. Minuten) als auch im Mobilfunk (2017: 115 Mrd. Minuten; 2016: 116 Mrd. Minuten) rückläufig. Bereits rund zwei Drittel aller Gesprächsminuten im Festnetz wurden bis Ende 2017 IP-basiert realisiert.

Das steigende Datenvolumen in Fest- und Mobilfunknetzen ist beileibe kein neuer Trend, das Maß aber laut Jochen Homann, Präsident der vor 20 Jahren gegründeten Bonner Regulierungsbehörde für alle wichtigen Netze in Deutschland (inklusive Energie, Eisenbahn und Post), durchaus erwähnenswert. Das Gesamtdatenvolumen im Festnetz von etwa 33 Mrd. GB entspräche ja immerhin einem durchschnittlichen Datenvolumen pro Breitbandanschluss und Monat von über 80 GB.

„Netze müssen ausgebaut werden!“

Die Zahlen des Jahresberichtes zeigen laut Homann, „dass die Digitalisierung ungebremst voranschreitet. Und sie machen ganz deutlich, dass die Netze, die diesen wachsenden Datenverkehr bewältigen sollen, ausgebaut werden müssen.“ Mitte 2017 stand Deutschland nach seinen Erkenntnissen bei der Abdeckung von Festnetz-Breitbandanschlüssen mit 50 MBit/s und mehr bei ca. 77 Prozent. Seitdem ist der Ausbau natürlich weiter vorangeschritten.

„Während es vor 20 Jahren darum ging, ein existierendes Monopol in den Wettbewerb zu überführen, geht es heute um Frage, wie unter wettbewerblichen Bedingungen ein Maximum an Investitionen in hochleistungsfähige Netze generiert werden kann“, konstatiert Homann. „Das zentrale Problem ist hier, dass die Entwicklung von Nachfrage und Zahlungsbereitschaft für Gigabit-Netze immer noch schwer absehbar ist. Der Amortisationszeitraum ist für die Unternehmen unklar. Gleichzeitig unterscheiden sich die Kosten für den Ausbau regional stark.“ Alle Marktteilnehmer seien sich „weitestgehend einig“, dass eine starre kostenorientierte Regulierung für den Aufbau eines Glasfasernetzes nicht geeignet wäre.

Bildquelle: Bundesnetzagentur / Laurence Chaperon

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Berthold Wesseler DV-Dialog Netzwerk
news-19748 Tue, 08 May 2018 15:52:54 +0200 Was geht beim Co-Working? http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/was-geht-beim-co-working-19748/ Die neue Cebit will in der Woche vom 11. bis 15. Juni in Hannover zeigen, wie der digitale Arbeitsplatz zum „Produktivitäts-Hotspot“ werden kann – durch Lösungen mit 360°-Output, die sämtliche Office-Tools in einem durchgängigen Prozess bereitstellen. Dabei gewinnt Social Collaboration massiv an Bedeutung: Moderne Messenger-Dienste vernetzen Mitarbeiter nach Bedarf. Der „Digital Workspace“ rückt für Unternehmen immer stärker in den Blickpunkt: Neun von zehn Entscheidern glauben, dass mobile Tools und Collaboration-Services die Produktivität verbessern. Eine aktuelle Studie von British Telecom nennt fünf maßgebliche Bausteine zur Steigerung der Performance: ein besser vernetzter Arbeitsplatz, komfortables Co-Working auch außerhalb des Büros, unternehmenseigene Apps, Instant-Messaging-Dienste sowie leistungsfähigere Endgeräte.

Definierte Rollenbeschreibung adé

Die massiven technologischen Veränderungen sind Chance und Herausforderung zugleich: Jedes dritte Unternehmen in Deutschland hat die Aufgaben von Mitarbeitern schon neu definiert. Fest definierte Rollenbeschreibungen gehören nach Einschätzung der Unternehmensberatung Accenture schon bald der Vergangenheit an, da die Arbeit viel stärker projektbasiert organisiert werden müsse. „In der Arbeitswelt der Zukunft wird die Maschine nicht den Menschen dominieren. Vielmehr sind intelligente Technologien der Schlüssel für produktivere Mitarbeiter, die sich der Routineaufgaben entledigen und sich solchen mit höherer Wertschöpfung widmen können“, erklärt Frank Riemensperger, Vorsitzender der Geschäftsführung von Accenture Deutschland.

Automatisierte Security-Maßnahmen

Ein wichtiges Thema ist auch in diesem Umfeld die Datensicherheit. Weil viele Angriffe von Mitarbeiter-Arbeitsplätzen ausgehen, setzen Unternehmen zunehmend auf automatisierte Security-Konzepte. Eine breite Palette solcher Lösungen wird auf der Messe vorgestellt. Die neuen Applikationen erfüllen die Vorgaben der EU-Datenschutzgrundverordnung: Diese verlangt, dass der Anwender die Kontrolle über personenbezogene Daten behält.

Eine Schlüsselrolle für den Workspace 4.0 spielt die künstliche Intelligenz. Assistenten wie Alexa oder Chatbots, die auf Spracheingaben reagieren, erleichtern die Bedienung vieler Programme. Die Plattform Watson Workspace von IBM vereint die Fähigkeiten des kognitiv arbeitenden Supercomputers mit einer Collaboration-Lösung, die Kommunikationsströme aus verschiedenen Quellen bündelt und nach Relevanz sortiert – von der E-Mail über den Firmenchat bis zur Social-Media-App.

Flexible Konzepte

Auch die Software-Schmiede Atlassian unterstützt Projektteams mit flexiblen Konzepten. Zahlreiche Unternehmen nutzen die Produkte um die Software Jira für die Kollaboration, Content-Erstellung, Echtzeitkommunikation oder das Service-Management. Mit Grün.Social von Grün Software beispielsweise können Mitarbeiter in Echtzeit kommunizieren, Dokumente zum Download bereitstellen oder Termine koordinieren. Das Programm ist im Intra- und Extranet einsetzbar.

Ferrari Electronic präsentiert sein Portfolio für Unified Communications, Unified Messaging und Call Recording. Im Fokus des Messeauftritts in Halle 13 (Stand C101) steht die Zukunft des Dokumentenaustauschs: Mit „Next Generation Document Exchange“ arbeitet man in Berlin an einem innovativen Dateiaustauschformat, das die Geschäftskommunikation auf eine neue Stufe heben soll.

Digitaler Erlebnisparcours

Für Steuerberater und deren Businesskunden bietet die Kollaboration ebenfalls neue Möglichkeiten, wie die Datev mit ihrem als digitaler Erlebnisparcours gestalteten Messestand deutlich machen will. Die verschiedenen Stationen sollen veranschaulichen, wie sich partnerschaftliche Zusammenarbeit gestalten lässt. Konkrete Themen sind unter anderem die digitale Buchführung, digitale Lohnabrechnungen, mobile Anwendungen und Cloud-Konzepte.

Die Systemmanagement-Experten von Matrix42 stellen ihren Messeauftritt unter das Motto „Simplify Digital Work“. Den inhaltlichen Schwerpunkt bilden drei Themen: Unified Endpoint Management, Lizenz-Compliance und IT-Security. Das Unternehmen präsentiert sich gemeinsam mit den Technologiepartnern Voquz, Makrofactory, Ensilo, Performance Guard und Egosecure. Gemeinsam wollen die Partner unter Beweis stellen, wie Geräte, Anwendungen, Prozesse und Services einfach, sicher und lizenzrechtlich konform verwaltet werden können.

App-basierte Lösung für Mittelständler

Mit dem German Design Award 2018 ausgezeichnet wurde kürzlich die Collaboration-Software Smart We von CAS. Die App-basierte Lösung für mittelständische Firmen unterstützt kundenzentrierte Prozesse und Kollaboration gleichermaßen.

Ephesoft präsentiert die Version 4.5 der Transact-Software für die Erfassung, Klassifizierung und Extraktion unstrukturierter Dokumentendaten. Als neues Feature werden Machine-Learning-basierte Web-Schnittstellen integriert, die es ermöglichen sollen, die Klassifizierung in vorhandene Applikationen zu integrieren.

KI eingebaut

M-Files stellt in Hannover eine Content-Service- und ECM-Plattform vor, mit der jeder Nutzer auf alle Datenbestände in seiner Arbeitsumgebung zugreifen kann – unabhängig von deren Speicherort. Die Dokumente müssen weder mit Schlagworten versehen noch verlinkt werden, weil künstliche Intelligenz die nötigen Metadaten erzeugt.

Ricoh zeigt beim Workstyle Innovation Summit am 13. Juni in der Technology Academy (Pavillon 36) die vielfältigen Möglichkeiten des „Digital Workplace“ - anhand von Lösungen für Security, Mobility, Collaboration, Intelligence sowie Innovation & Digital Transformation. Dazu kommen Keynotes von Experten für Digitalisierung, deren Folgen, Datenschutz und Innovation.

Business Collaboration Pavillon in Halle 15

Andere praxisnahe Lösungen gibt es im Business Collaboration Pavillon in Halle 15 zu sehen. Bei Sycor dreht sich alles um die Themen Hosting, Office D365, Cloud und Managed-Services. Lobosphere hilft dabei, Sharepoint-Projekte mit Templates im Team umzusetzen, etwa für das Vertrags- oder Projektmanagement. Portal Systems Consulting zeigt, wie Sharepoint mit Shareflex zur Plattform für Geschäftsanwendungen wird. Und Axon begleitet Firmen mit Beratung, Usability und Implementierung auf dem Weg in die Digitalisierung.

Natürlich spielen Workspace-Tools auch im d!talk-Konferenzprogramm der Messe eine Rolle. Wer zum Beispiel aus erster Hand erfahren will, wie KI die Arbeitswelt revolutioniert, darf nicht den Vortrag von Lukas Hebeisen am Dienstag, 12. Juni verpassen, Head of Technology & Digital Transformation beim Dokumentenmanagement-Anbieter Swiss Post Solutions.

Die Cebit 2018 startet am Montag, 11. Juni mit einem Konferenz- und Medientag, die Ausstellung beginnt am Dienstag, 12. Juni. Die Messehallen sind von Dienstag bis Donnerstag von 10 bis 19 Uhr geöffnet, der d!campus bis 23 Uhr. Der Messe-Freitag geht von 10 bis 17 Uhr. Mit den Cebit Events Worldwide bietet die Deutsche Messe AG als Veranstalter weitere Plattformen zur Geschäftsanbahnung in Zukunftsmärkten wie China, Australien, Thailand und Spanien.

Bildquelle: Deutsche Messe AG

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DV-Dialog IT-Markt
news-19736 Mon, 07 May 2018 21:05:00 +0200 Wettlauf zum Speichergipfel http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/wettlauf-zum-speichergipfel-19736/ Kurz nach dem Powermax-Announcement von Dell EMC hat heute auch Hewlett Packard Enterprise (HPE) die nächste Generation seiner Speicherplattform Nimble angekündigt. Sie ist mit maximal 1.185 TB nutzbarer Speicherkapazität ab sofort verfügbar und verspricht die dreifache Leistung zum gleichen Preis wie bisher. Genau wie Dells neue Powermax-Familie ist jetzt auch Nimble für die Technologien NVMe und Storage Class Memory (SCM) vorbereitet. HPE garantiert seinen Kunden, dass die neue Nimble-Generation die beste Speichereffizienz unter allen All-Flash-Arrays bietet. Das behauptet auch Dell EMC von Powermax, wobei hier zum Vergleich das IBM-Flashsystem A9000R herangezogen wurde, während HPE absolut argumentiert – und ja auch erst nach Dell angekündigt hat.

Die „Store-More-Garantie“

Durch die sogenannte „Store-More-Garantie“ will HPE auf jeden Fall gewährleisten, dass Kunden mit der neuen Speichergeneration mehr Daten pro Terabyte Rohkapazität speichern können als auf All-Flash-Arrays anderer Anbieter. Sollte man dazu mit dem System nicht in der Lage sein, werde HPE den zusätzlichen Speicher kostenlos bereitstellen. Erst im vergangenen Jahr hatte HPE den kalifornischen Speicherhersteller Nimble übernommen, ähnlich wie zuvor die Firma 3Par bereits im Jahr 2010 – übrigens nach einem Bieterwettstreit mit dem US-Konzern Dell, der dann 2015/2016 gleich den Storage-Marktführer EMC aufkaufte.

„Unsere Kunden legen viel Wert auf effiziente Speicherkapazität. Deshalb sind wir stolz, als erster Anbieter eine Garantie anzubieten“, sagte Milan Shetti, General Manager für Storage bei HPE. Diese Garantie sei ein weiteres Alleinstellungsmerkmal neben der Predictive-Analytics-Suite Infosight, die Infrastrukturproblemen vorbeugt bevor sie akut werden. Und der Einsatz von NVMe und SCM sei für die Kunden ohne aufwändige Aufrüstungen für diese neuen Technologien möglich.

Die Storage-Arrays der Produktfamilie 3Par Storeserv bieten dabei bis zu 6 Petabyte Rohkapazität und können maximal 1.920 Laufwerke und 24 bis 160 Ports unterstützen. In allen Hybrid-Modellen sind RAM, Flash-Cache und SSD sowie SAS-Festplatten verbaut. Laut Firmensprecher P neuen Storage All-Flash Arrays der Nimble-Familie bieten wie die vorherige Generation 99,9999 Prozent Verfügbarkeit und bis zu 220 Prozent mehr Leistung zum gleichen Preis.

Storage Class Memory

Die neue Speicherplattform Nimble sei für den Einsatz von „Storage Class Memory“ (SCM) und der treiberlosen Schnittstellentechnologie „Non-Volatile Memory Express“ (NVMe) zum Anschluss nichtflüchtiger Massenspeicher (Flash bzw. Solid State Disk, SSD) „vorbereitet“, heißt es in der Presseinformation, „um die Investitionen der Kunden langfristig zu schützen“.

Beides verbessert die Latenz, beispielsweise für Echtzeit-Analytics-Anwendungen. Erst kürzlich wurde SCM mit dem HPE-Speichersystem 3Par Storeserv demonstriert. Mit der heutigen Ankündigung haben sowohl 3PAR- als auch Nimble-Nutzer Zugriff darauf, was die Latenz im Vergleich zur klassischen Technologie laut HPE um den Faktor 10 senkt.

NVMe im Storage Array alles andere als neu

NVMe im Storage Array ist allerdings bei Leibe nichts Neues, denn Pure Storage, Netapp sowie kleinere Hersteller wie Excelero, E8 Storage, Pavilion Data Systems oder Apeiron Data System versprechen den Support für NVMe schon länger. IBM allerdings hat in Sachen NVMe noch nichts angekündigt; allerdings gab es im vergangenen Dezember auf dem AI Summit in New York eine Demonstration („Technology Preview“) mit einem Power9-Server, der über NVMe-over-Fabrics Infiniband mit einem IBM-Flashsystem 900 arbeitete.

Die neuen adaptiven Flash-Arrays der Marke Nimble Storage vereinen hybride und sekundäre Flash-Technologie in einem einzigen Array. Sie unterstützen nun die Inline-Deduplizierung mit variablen Datenblöcken und sind damit laut HPE-Sprecher Patrik Edlund „mit großem Abstand die effizientesten ‚Hybrid Arrays‘ in der Branche“. Das Speichersystem sei für gemischte primäre Workloads konzipiert, bei denen eine kosteneffiziente Flash-Leistung wichtig sei, fungiere aber auch als sekundäres Flash-Array für Backup und Disaster Recovery und ermögliche es Kunden außerdem, Workloads wie Qualitätssicherung, Testumgebungen und Reporting auszuführen.

Anders als Powermax (in Form eines Device-Typs D910-099) sind die Storage-Arrays 3Par und Nimble nicht direkt an das IBM Power System i anschließbar, sondern nur indirekt über den virtuellen I/O-Server (VIOS) oder den IBM SAN Volume Controller (SVC). Diese drei Wege sind erforderlich, um die vom Betriebssystem IBM i beim Plattenzugriff verwendeten 520 Byte großen Datenblöcke auf die bei Midrange-Speichern üblichen 512 Byte abzubilden. Das geschieht über das Protokoll „Virtual“ SCSI entweder im VIOS oder im SVC.

Bildquelle: HPE

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Berthold Wesseler DV-Dialog
news-19738 Mon, 07 May 2018 20:49:07 +0200 Konsequenzen der DS-GVO http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/konsequenzen-der-ds-gvo-19738/ Durch die neue Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO), die am 25. Mai europaweit anwendbares Recht wird, ergeben sich viele Änderungen für Unternehmen. Auch beim Thema „Auskunftsrechte“ hat sich für Kunden, Online-Nutzer und Patienten einiges getan. Die wichtigsten allgemeinen Informationen dazu hat der Tüv Süd in einem Whitepaper zusammengefasst. Der Tüv Süd weist in dem neuen Whitepaper darauf hin, dass mit der DS-GVO für Kunden, Online-Nutzer und Patienten ein erweitertes Auskunftsrecht für ihre Daten gilt. Das heißt, Firmen müssen über alle gespeicherten personenbezogenen Daten Auskünfte erteilen. Wenn gewünscht, sind Unternehmen sogar verpflichtet, Daten ganz zu löschen.

Dieses Auskunftsrecht untergliedert sich in zwei Stufen. Zunächst können betroffene Personen Informationen darüber verlangen, ob überhaupt personenbezogene Daten von ihnen verarbeitet werden. Wenn dies der Fall ist, besteht grundsätzlich ein Recht auf Auskunft über diese Daten. Betroffene können dann beispielsweise Informationen über den Zweck der Verarbeitung oder die bisherigen und geplanten Empfänger dieser Daten erfragen. Firmen müssen außerdem mitteilen, wie lange sie die personenbezogenen Daten speichern werden und welche Kriterien zur Festlegung dieser Zeitspanne geführt haben. Auch die Herkunft der Daten, soweit diese nicht bei der betroffenen Person selbst erhoben wurden, kann erfragt werden.

Berichtigung und Löschung der Daten

Hinzu kommt, dass Betroffene die Berichtigung oder Löschung ihrer Daten verlangen dürfen. Auch können sie verfügen, dass diese Daten nur eingeschränkt verarbeitet werden dürfen. Über dieses Widerspruchsrecht sowie ihr Beschwerderecht bei einer Aufsichtsbehörde müssen Betroffene ebenfalls informiert werden. Artikel 15 DS-GVO erweitert somit die bisher bekannten Regelungen des § 34 BDSG bei den Auskunftsrechten.

Nach Artikel 15 Absatz 3 DS-GVO muss der Verantwortliche der betroffenen Person auch eine Kopie derjenigen personenbezogenen Daten zur Verfügung stellen, die Gegenstand der Verarbeitung sind. Für diese erste Kopie dürfen dem Kunden keine Kosten entstehen. Falls der Antrag elektronisch gestellt wird, sind die notwendigen Informationen in einem gängigen elektronischen Format zu übermitteln.

Erweitertes Beschwerderecht

Durch das erweiterte Beschwerderecht für Betroffene ist damit zu rechnen, dass diese häufiger von ihrem Recht Gebrauch machen und beispielsweise auf Löschung ihrer Daten bestehen. Der Tüv Süd weist darauf hin, dass Verantwortliche – sofern noch nicht geschehen – konkrete Datenlöschprozesse implementieren müssen. Zudem sollten Verfahren eingebaut werden, die ein zeitnahes Reagieren auf weitergehende Rechte der Betroffenen möglich machen.

Allerdings gibt es auch Ausnahmen für die Erteilung von Auskünften an Betroffene. Kein Auskunftsrecht besteht, wenn die Daten nur deshalb gespeichert sind, weil sie aufgrund von Aufbewahrungsvorschriften nicht gelöscht werden dürfen. Beispielsweise müssen Patienten- oder Personalakten in der Regel meist zehn Jahre aufgehoben werden. Unternehmen können außerdem verlangen, dass die betroffene Person präzisiert, auf welche Information oder welche Verarbeitungsvorgänge sich ihr Auskunftsersuchen bezieht, bevor eine Auskunftserteilung erfolgen muss. Und: Wenn die Auskunftserteilung einen unverhältnismäßigen Aufwand für die Verantwortlichen darstellen würde, besteht kein Anrecht darauf.

Bildquelle: Tüv Süd

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DV-Dialog Sicherheit
news-19737 Mon, 07 May 2018 19:54:37 +0200 Mayato wird SAS-Reseller http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/mayato-wird-sas-reseller-19737/ Die Umsetzung von SAS-Projekten zählt schon seit Jahren zum Portfolio des Business-Analytics-Spezialisten Mayato GmbH. Ab sofort übernehmen die Berliner Berater als Reseller auch den Lizenzvertrieb. Die Kunden erhalten damit die komplette Beratung zu Architekturen und Lizenzen sowie Konzeption und Realisierung aus einer Hand – auf Wunsch auch den vollständigen Betrieb der SAS-Systeme. Die SAS-Plattform liefert die Softwarebasis, um Erkenntnisse aus Daten zu gewinnen. Längst beschränken sich die Ergebnisse nicht nur auf die Beurteilung zurückliegender oder aktueller Ereignisse. Ein Großteil der Analysen ist darauf ausgerichtet, künftige Entwicklungen vorherzusehen.

Mayato verfügt als Beratungsunternehmen mit den Schwerpunkten Business Intelligence, Data Science und Analytics in beiden Bereichen über Expertise. Eine hervorragende Ausgangsbasis, findet Simone Rech, Director Alliance und Channel Management DACH bei SAS und sieht in einem Beratungspartner „mit so vielfältigen Erfahrungen, gerade in den Bereichen Big Data und Data Science“ einen „echten Mehrwert“ für die Anwendern.

Konkrete Pläne, wie die Vertriebspartnerschaft mit Leben gefüllt werden soll, schmiedete das Team jetzt bei einem Treffen in Dublin mit Ute Greene, der DACH Inside Sales Team-Managerin bei SAS.

2007 gegründet, arbeitet heute von sechs Standorten in Deutschland und Österreich aus ein Team aus Prozess- und Technologieberatern an Lösungen in den Bereichen Business Intelligence, Big Data und Analytics für ein breites Spektrum an Anwendungsgebieten und Branchen. Seit 2018 Teil der Unternehmensgruppe Positive Thinking Company, verfügt Mayato jetzt auch über ein internationales Netzwerk und ein technologisch und inhaltlich vielfältiges Leistungsportfolio.

Bildquelle: Mayato GmbH

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DV-Dialog Business Intelligence / Big Data
news-19730 Sat, 05 May 2018 12:00:10 +0200 Die Schnittstelle D910 lebt weiter http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/die-schnittstelle-d910-lebt-weiter-19730/ Aus Vmax wird ab sofort Powermax: Dell Technologies hat diese Woche auf der Kunden- und Partnerkonferenz World 2018 vor rund 14.000 Teilnehmern in Las Vegas mehrere neue Storage-Lösungen seiner Tochter Dell EMC vorgestellt. Darunter ist mit Powermax der Nachfolger der bisher als Vmax bzw. Symmetrix vermarkteten Baureihe von Speichersystemen, die für den Einsatz mit anspruchsvollen Applikations-Workloads gedacht ist – und die über eine Schnittstelle zur AS/400 und ihren Nachfolgemodellen verfügt. „Ein modernes Rechenzentrum ist eine Voraussetzung dafür, dass unsere Kunden einen Wettbewerbsvorteil und bessere Geschäftsergebnisse erzielen können“, sagte Dinko Eror, Senior Vice President und Managing Director bei Dell EMC Deutschland. Man versetze die Kunden mit den „neuen Lösungen, die mit zukunftssicherer Technologie entwickelt wurden“, in die Lage, „die Herausforderungen von heute zu bewältigen und bereit zu sein für die Zukunft.“

Weiterentwicklung der bisherigen Vmax-Reihe

Dells neue Speichersysteme adressieren ein breites Spektrum traditioneller und neu entstehender Rechenzentrums-Workloads. Speziell die beiden neuen Powermax-Speicher, eine Weiterentwicklung der bisherigen Vmax-Reihe mit bis zu 4 Petabyte Kapazität bei 10 Millionen IOPS im Vollausbau, können auch als native externe Speichersysteme für das Power System i dienen, da EMC ein langjähriger Lizenznehmer der IBM für die Schnittstelle dazu namens D910 ist.

Dieser Lizenzvertrag war zuletzt 2012 um zwei weitere Jahre verlängert worden; auch wenn nach der Übernahme von EMC durch Dell im Jahr 2016 eine weitere Vertragsverlängerung nicht kommuniziert worden ist, ging die Zusammenarbeit in der Entwicklung offenbar reibungslos weiter. Das dokumentierte vor dieser Ankündigung nicht nur das vor knapp einem Jahr lancierte damalige Flaggschiffmodell Vmax 950F; auch das im September 2017 vereinbarte gemeinsame Angebot von Vmware-Lösungen in der IBM Cloud unterstreicht die Tatsache, dass beide Hersteller trotz all der natürlichen Rivalität auch konsequent an gemeinsamen Lösungen im Sinne der Kunden arbeiten.

Über die Schnittstelle D910 native ran an IBM i

Powermax wurde laut Hersteller auf Basis einer Architektur für „End-to-End“-NVMe entwickelt; damit sei das System bereit für „Storage Class Memory“ (SCM-Peripherie wird direkt am Memory-Bus des Hauptspeichers implementiert) und „NVMe over Fabrics“ (leitet das NVMe-Protokoll über Fabrics statt wie bisher über die Host-Schnittstelle PCI-Express). NVMe ist die Abkürzung für Nonvolatile Memory Express, eine im Jahr 2011 veröffentlichte Schnittstelle, um nichtflüchtige Massenspeicher (Flash bzw. Solid State Disk, SSD) mit Servern zu verbinden, ohne dass dafür herstellerspezifische Treiber nötig wären.

Das neue Storage-Array Powermax, das in den beiden Modellvarianten 2000 und 8000 mit bis zu 1 bzw. 4 PB Kapazität angeboten wird, ist mit einer in Echtzeit arbeitenden Engine für „Machine Learning“ ausgestattet. Das Modell 8000 besteht im Vollausbau aus zwei 19-Zoll-Racks mit acht sogenannten Engines und erreichte laut Hersteller in Tests die eingangs angeführten 10 Mio. I/O-Operationen pro Sekunde, das kleineres 2000er-Modell (maximal zwei Engines) immerhin rund 1,25 Mio. IOPS. Die Angaben zur Speicherkapazität beziehen sich dabei auf aktivierte Inline Kompression und Deduplikation, die laut Hersteller bis zu 50 Prozent Zugewinn bei der Speicherkapazität bringen. Die maximale Bandbreite bei der Datenübertragung wird mit 150 GB/s angegeben. Die NVMe-SSDs können mit 2, 4 oder 8 TB-Bricks bestückt werden

Der Hersteller spricht von „um 50 Prozent besseren Antwortzeiten“ des neuen 8000-Systems im Vergleich zum Modell Vmax 950F mit SAS-basierten Flash-Laufwerken. Es sei zudem „doppelt so schnell wie der nächste Wettbewerber“, habe ein Vergleich mit dem IBM Flashsystem A9000R vom März 2018 ergeben.

Machine-Learning-Engine eingebaut

Mit der Machine-Learning-Engine soll eine autonome Speicherung möglich werden, indem sie prädiktive Analysen und Mustererkennung verwendet, um die Leistung ohne zusätzlichen Verwaltungsaufwand zu maximieren. Integriertes maschinelles Lernen sei eine kosteneffiziente Möglichkeit, um Storage Class Memory zu nutzen, glaubt man bei Dell EMC. Man sei „aktuell das einzige Unternehmen, das diese Art von Speichersoftware-Intelligenz bieten kann – derzeit werden damit in der High-End-All-Flash-Kundenbasis 425 Mrd. Datensätze in Echtzeit analysiert. Darüber hinaus biete Powermax Inline-Deduplizierung und erweiterte Komprimierung mit einer Datenreduktionrate von bis zu 5:1. Das Storage-Array erreiche eine Verfügbarkeit von mehr als „sechs Neunen“, um die Ausfallzeit wichtiger Anwendungen zu minimieren.

Speicherlösungen werden zunehmend als Teil einer konvergenten Infrastruktur eingesetzt, beispielsweise mit dem VxBlock 1000, die mit Powermax mit End-to-End-NVMe unterstützen und auch die XtremIO X2 All-Flash Arrays nutzen können. Um die Implementierung von Powermax und VxBlock zu beschleunigen, können Unternehmen die Vorteile der Dell EMC Pro Deploy Plus Services nutzen; das beschleunigt die Bereitstellung laut Hersteller um bis zu 66 Prozent, senke die Zahl der Anrufe beim technischen Support bis zu 49 Prozent und liefere bis zu 75 Prozent schnellere Antwortzeiten bei Serviceanfragen.

Bildquelle: Dell EMC

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Berthold Wesseler DV-Dialog Storage
news-19706 Thu, 03 May 2018 11:07:51 +0200 Compliance noch ein Problem http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/compliance-noch-ein-problem-19706/ Wenn im Herbst die neue EU-Richtlinie zur elektronischen Rechnung in Kraft tritt, müssen einige Unternehmen nachbessern – auch in Deutschland. Das zeigt eine internationale Erhebung. Auch eine Studie zu E-Invoicing bei Deutschlands Top-700-Unternehmen von Comarch und Fraunhofer kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Deutschland gehört zu den Ländern, in denen Firmen beim Invoicing am häufigsten mit Compliance-Problemen kämpfen. Das belegt sowohl eine internationale Erhebung als auch eine Studie zu E-Invoicing bei Deutschlands Top-700-Unternehmen von Comarch und Fraunhofer, welche im Mai im Porsche Museum in Stuttgart im Detail vorgestellt wird.

Europäische Norm für die elektronische Rechnungsstellung

Hintergrund: Ab 27. November 2018 gilt die „Europäische Norm für die elektronische Rechnungsstellung“ auch in Deutschland für Bundesministerien und Verfassungsorgane. Ein Jahr später werden alle weiteren öffentlichen Auftraggeber des Bundes die elektronische Rechnung von ihren Geschäftspartnern verlangen. Die erwarteten Einsparungen werden auf vier bis neun Milliarden Euro pro Jahr beziffert.

Davon betroffen sind alle Unternehmen, die bereits jetzt mit dem Bund Rechnungen austauschen oder sich an zukünftigen Ausschreibungen beteiligen wollen. Damit erhält die Digitalisierung des Rechnungswesens EU-weit einen neuen Schub.

Angesichts dieser länderübergreifenden Entwicklung haben Comarch und Sharedserviceslink in einer Studie internationale Unternehmen nach den Ländern und Regionen gefragt, wo sie mit den größten Herausforderungen für das Rechnungswesen kämpfen. Neben den USA und China werden hier vor allem EU-Länder genannt, darunter auch Deutschland an vorderer Stelle. Alle teilnehmenden Unternehmen waren in der Regel sehr groß, rund 80 Prozent der Befragten gaben ein jährliches Volumen von über 100.000 Rechnungen an.

Herausforderungen und Chancen digitaler Rechnungsworkflows

Ziel der Studie war es, die größten Herausforderungen in den Bereichen Fakturierung, Inhalt, Archivierung und Schutz sensibler Daten zu ermitteln. 58 Prozent der Unternehmen waren in Europa, 31 Prozent in Nordamerika und der Rest in Afrika, Asien und Lateinamerika angesiedelt. Die Vielzahl geografischer Standorte, Branchen und die Menge der bearbeiteten Rechnungen zeigen länderübergreifend die Herausforderungen und Chancen digitaler Rechnungsworkflows. Befragt wurden P2P- und Finanzfachleute, die in den Bereichen Finanzen, Gesundheitswesen, Lebensmittelindustrie, Mode und Verkehr tätig sind.

Nach den vordringlichen Herausforderungen für die Rechnungsprozesse befragt, sehen die Finanzfachleute die Einhaltung von Steuer- und Umsatzsteuervorschriften bei 63 Prozent an erster Stelle, gefolgt von Problemen mit der Integrität von Rechnungsinhalten (54 Prozent). Schließlich kann die Nichteinhaltung dieser Formalitäten im schlimmsten Fall zusätzliche Kosten und ein erhöhtes Haftungsrisiko für das Unternehmen zur Folge haben. Jedes fünfte Unternehmen kämpft darum, Archivierungsregeln einzuhalten (22 Prozent) und sensible Daten zu schützen (21 Prozent). Im Falle von Sicherheitsverletzung, Datenverlust oder unzureichender Archivierung wichtiger Daten eines Unternehmens kann dies nicht nur Geldstrafen, sondern sogar einen ernsthaften Reputations- und Vertrauensverlusten nach sich ziehen.

Die Compliance verbessern

Folglich suchen 96 Prozent der Befragten nach Möglichkeiten, die Compliance in ihren Organisationen zu verbessern. Die meisten Unternehmen sehen die Lösung ihrer Probleme darin, aktuelle Prozesse und Richtlinien zu verbessern (72 Prozent) und die manuelle Rechnungsverarbeitung zu reduzieren (70 Prozent). Diese beiden Probleme haben einen großen Einfluss auf den Workflow in einem Unternehmen. Wenn Mitarbeiter alle Rechnungen manuell verwalten müssen, besteht eine viel höhere Wahrscheinlichkeit, dass menschliche Fehler auftreten. Zudem setzen die Firmen auf die Entwicklung der Qualität von Stammdaten (64 Prozent) und Investitionen in Rechnungsautomatisierungstechnologien (63 Prozent). Statt auf die Suche nach neuen Lösungen konzentrieren sich 44 Prozent der Befragten darauf, sicherzustellen, dass die aktuell von ihnen eingesetzte Technologie alle rechtlichen Anforderungen erfüllt.

80 Prozent der befragten Unternehmen bezifferten ihr Rechnungsvolumen zwischen 100.000 und über einer Million Rechnungen pro Jahr. Dennoch erhalten die meisten dieser Organisationen den Großteil ihrer Rechnungen im Papierformat / gescannt (77 Prozent, mittleres und hohes Volumen zusammen gezählt) oder als manuell eingegebene E-Mail / PDF (68 Prozent, mittleres und hohes Volumen zusammen gezählt). Berücksichtigt man die Anzahl der Rechnungen, bedeutet dies nicht nur eine massive Arbeitsbelastung für die verantwortlichen Mitarbeiter, sondern erhöht die Fehlerwahrscheinlichkeit erheblich. Weiterhin empfangen die Unternehmen Rechnungen via E-Invoicing-Netzwerk, Papier und EDI.

Gepflogenheiten in Deutschland

Interessante Einsichten bietet auch ein Vergleich dieser internationalen Zahlen mit den Gepflogenheiten bei Unternehmen aus Deutschland. Comarch hat zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation eine Marktstudie unter Deutschlands 700 größten Unternehmen durchgeführt. Die Studie „Papierloses Büro und E-Invoicing in Deutschlands Top-700-Unternehmen: Status Quo, Pain Points und Erfolgsfaktoren“ wird im Mai 2018 erstmals veröffentlicht.

Bildquelle: Comarch, Thinkstock / iStock

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DV-Dialog FIBU REWE Controlling
news-19699 Mon, 30 Apr 2018 14:39:37 +0200 Memory-Card schützt IoT-Geräte http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/memory-card-schuetzt-iot-geraete-19699/ Die Flash-Speicherhersteller Swissbit und Hagiwara Solutions kooperieren im Bereich Security. Die Schweizer Swissbit AG bietet Flash-Speicherkarten mit Sicherheitsfunktionen, die Hagiwara künftig in Japan vertreiben wird, um Lösungen für den Schutz vernetzter Industriesteuerungen und Geräte im Industrial Internet of Things (IoT/IIOT) bieten zu können. Zugriffe, Daten und Kommunikation im Internet of Things können mit den Swissbit-Produkten so abgesichert werden, dass die Maschinen vor Cyber-Attacken besser geschützt sind. Bei diesen Sicherheitsprodukten handelt es sich um SD- und microSD-Speicherkarten mit speziellen Firmware-Erweiterungen sowie um Modelle mit einer integrierten Smartcard als Secure Element.

Entwickler kämpfen mit Sicherheitsanforderungen

Hagiwara will mit den in Deutschland produzierten Industriespeicherkarten Lösungen für die drängenden Sicherheitsanforderungen japanischer Entwickler anbieten, denn Industriesteuerungen und im IoT vernetzte Geräte weisen sehr häufig keine Möglichkeit für sichere Verschlüsselung und Authentifizierung auf.

Die mit einem Sicherheits-Element ausgestatteten SD-Speicherkarten von Swissbit erlauben es Entwicklern von Embedded-Systemen, eine „Root of Trust“ einzuführen oder komfortabel ein Update der Sicherheit durchzuführen. „Dank mitgelieferter API ist die Implementierung von Sicherheitsroutinen entsprechend komfortabel“, verspricht der Hersteller. Die Kombination eines industriellen Standarddatenträgers mit Sicherheitsfunktionen erlaube Lösungen, die einfach nachgerüstet werden können. Auch ein Update der Sicherheitslösung sei damit „jederzeit einfach zu realisieren“.

Token, Identität oder Verschlüsselungsinstanz

Wird eine solche Secure-Flash-Card in ein Embedded-System integriert und als Token, Identität oder Verschlüsselungsinstanz genutzt, ergeben sich eine Reihe interessanter Anwendungsmöglichkeiten. So kann eine eindeutige Identifizierbarkeit beispielsweise als Echtheitszertifikat für „Trusted Boot“ dienen oder für die sichere Verschlüsselung von M2M-Kommunikation genutzt werden. Die integrierte Kryptographie kann für fälschungssichere geschützte Datenprotokolle genutzt werden.

Swissbit sieht sich als größter unabhängiger Hersteller für Flash-Speichern in Europa. Das Unternehmen wurde 2001 aus einem Management Buy-out der Siemens AG gegründet und verfügt über Niederlassungen in der Schweiz, Deutschland, den USA, Japan und Taiwan.

Swissbit produziert im Werk Berlin industrietaugliche Flash-Speicherprodukte und Speicherkarten mit Sicherheitsfunktionen für Embedded-Systeme in den Bereichen Industrie, Automotive und Telekommunikation. Mit sicheren Speicherlösungen adressiert Swissbit die steigenden Sicherheitsanforderungen in den Marktsegmenten Industrie, Behörden, Verteidigung, Medizintechnik, Telekommunikation, Maschine-zu-Maschine-Kommunikation und Finanzwesen.

Bildquelle: Swissbit

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DV-Dialog Sicherheit
news-19695 Mon, 30 Apr 2018 10:25:11 +0200 Ohne Klick auf einen Blick http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/ohne-klick-auf-einen-blick-19695/ Bei der Spedition Pabst werden die Fahrer bei der Bedienung ihrer Bordrechner oder Smartphone entlastet, denn jeder neue Status wird zumeist ohne manuelle Eingaben gemeldet, damit die Disponenten den perfekten Überblick über die laufenden Touren haben. Ankunft Kunde, Laden fertig: So oder ähnlich klingen typische Statusmeldungen, die von Telematiksystemen vorgegeben und vom Fahrer am jeweiligen Bordrechner oder Smartphone „nur noch“ angeklickt werden sollen. Wird jeder neue Status aktiv gemeldet, dann haben Disponenten den perfekten Überblick über die laufenden Touren.

Soweit die Theorie. In der Praxis tun sich Trucker jedoch schwer, jede Zustandsveränderung gewissenhaft per Touchscreen oder Mini-Tastatur zu dokumentieren.

Fahrerbelange ernst genommen

Diese Erfahrung machte man auch bei der Pabst Transport GmbH aus Gochsheim, die seit 2012 schon mehrere Telematiklösungen getestet hat. „Unsere Fahrer wollen sich auf das Fahren und weniger auf unsere internen Datensysteme konzentrieren“, berichtet Andreas Wagner, der bei Pabst den Bereich IT und Organisation verantwortet. Im Interesse eines guten Betriebsklimas nimmt der fränkische Logistikdienstleister die Belange seiner über 300 Fahrer sehr ernst und reagiert mit Verständnis auf die eher ablehnende Haltung gegenüber den zusätzlichen manuellen Eingaben.

Aktuelle Statusmeldungen ohne manuelle Eingaben

Dennoch wollte man bei Pabst nicht auf aktuelle Statusmeldungen verzichten und wandte sich an den langjährigen Softwarelieferanten Dr. Malek. So entstand die Idee einer vollautomatischen Lösung für das Übermitteln von Statusänderungen, die ohne Fahrereingriff funktioniert. Das neue System sollte sich nahtlos in die vorhandene Softwarelandschaft einfügen. Seit 2009 nutzt Pabst das Transportmanagementsystem M3 von Dr. Malek Software, das vor vier Jahren um eine Telematik-App für Android-Tablets oder -Smartphones ergänzt wurde – für die mobile Auftragsabwicklung.

„Wir wollten die App mit Automatik-Modus“, so Wagner. Die App verfügte zwar mit integrierter Navigation, Spurverfolgung und Geofencing schon von Haus aus über gute Voraussetzungen für die gewünschte Weiterentwicklung. Als Telematiklösung stellt sie dann auf Basis individueller Prozesse den Austausch aller relevanten Daten zwischen Auftraggeber, Disponent und Fahrer sicher. Im Sammelgut- und Kurierdienstbereich bietet sie eine packstückgenaue Vorholung und Zu­stellung, die wahlweise mit oder ohne Barcode-Scan funktioniert. Verwaltet werden die Apps zentral über die M3-Plattform.

Der neu entwickelte Automatik-­Modus für die App nutzt das im Tablet integrierte GPS-Modul, das kontinuierlich die Fahrzeugpositionen liefert und somit eine durchgängige Spurverfolgung ermöglicht. Die Positionsdaten werden mit den Tourdaten verknüpft, die aus dem Transportmanagementsystem M3 an die Fahrer-Tablets übertragen werden.

Status nach Farben

Nur das Eintreffen der Tourdaten auf dem Tablet muss jetzt noch manuell vom Fahrer bestätigt werden. Von da an funktioniert der Ablauf auto­matisch: Der Fahrer sieht am Display eine Liste aller Stationen mit der geplanten Reihenfolge und startet mit dem ersten Auftrag. „Auf die Navigationsfunktion der App haben wir verzichtet, weil unsere Fahrer ihre eigenen Systeme bevorzugen“, erklärt Wagner. Deshalb muss die Automatikfunktion der App auch völlig unabhängig von der Navigationslösung funktionieren.

Sobald der Lkw die erste Be- oder Entladestelle erreicht, wird dies durch die Geofencing-Funktion erkannt. Der Sendungsstatus wechselt dann automatisch auf „Ankunft“, was nicht nur dem Fahrer, sondern auch dem Disponenten unmittelbar angezeigt wird. Dieser verfügt über einen hochkant installierten 24-Zoll-Kontrollbildschirm, an dem er bis zu 60 Touren überblicken kann. Der grafische Fahrzeugeinsatzplan vom Transportmanagementsystem differenziert die verschiedenen Sendungsstati mit unterschiedlichen Farben.

Bewusst ausgeblendet

Parallel dazu berechnet und überwacht M3 die voraussichtliche Ankunftszeit (Estimated Arrival Time, ETA), indem die aktuelle Position mit den Tourdaten abgeglichen wird; zusätzlich wird die ETA dem Disponenten angezeigt.

Gerät der Plan durch ein Überschreiten der Fahr- oder Wartezeiten in Gefahr, generiert M3 automatisch einen Alarm. „Gemeldet werden ausschließlich die drohenden Verspätungen bei der unmittelbar folgenden Be- oder Entladestelle, damit sich die Disponenten auf die relevanten Vorkommnisse konzentrieren und frühzeitig reagieren können“, betont Wagner. Die weiteren möglichen Auswirkungen auf den späteren Tourverlauf werden bewusst ausgeblendet. Es komme schließlich immer wieder vor, dass Verspätungen im Laufe des Tages wieder aufgeholt werden können.

Sobald der Fahrer die aktuelle Be- oder Entladestelle verlässt, wird die je­weilige Tourposition zuverlässig und automatisch als „erledigt“ gekenn­zeichnet. Der Status wechselt dann ohne manuel­len Eingriff auf „Abfahrt“, so dass die gesamte Verweildauer bei der Be- oder Entladestelle erfasst und archiviert wird.

Somit dienen die Daten nicht nur der Disposition, sondern auch für spätere statistische Auswertungen. Und dank der zuverlässigen Arbeitsweise der Technik kann laut Wagner „auf viele telefonische Nachfragen verzichtet werden“. Dadurch hätten die Disponenten wieder mehr Zeit für die persönliche Kontaktpflege mit den Fahrern, was sich positiv auf das Betriebs­klima auswirke. Auf zusätzliche Statusmeldungen für Beginn und Ende der Be- oder Entladung verzichtet Pabst.

Über Pabst Transport

Das im Jahr 1953 gegründete Familien­unternehmen ist ein Logistik­dienstleister, der über rund 25.000 qm überdachte Lagerfläche und einen eigenen Fuhrpark mit aktuell rund 300 Lkw verfügt. Die Leistungen decken alle Teilbereiche der Logistik­kette ab, von der Beschaffungs­logistik über die Distribution bis hin zur Lagerung. Das Unternehmen mit Sitz im unterfränkischen Gochsheim beschäftigt 500 Menschen, die einen jährlichen Umsatz von rund 60 Mio. Euro erwirtschaften.

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DV-Dialog Logistik
news-19692 Mon, 30 Apr 2018 10:11:02 +0200 „Outstanding Research Award“ für Prof. Zeller http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/outstanding-research-award-fuer-prof-zeller-19692/ Andreas Zeller, Professor für Softwaretechnik am „Center for IT-Security, Privacy and Accountability“ (CISPA) in Saarbrücken, hat mehrere Techniken entwickelt, die das Testen von Software automatisieren. Dafür ist er nun als erster deutscher Informatiker mit dem Preis für herausragende Forschung auf dem Gebiet der Softwaretechnik der Association for Computing Machinery (ACM) ausgezeichnet worden. Bleiben Softwarefehler unentdeckt, stören sie die Abwicklung der Geschäftsprozesse und verringern eventuell sogar den Umsatz erheblich. Im schlimmsten Falle sterben sogar Menschen. Schon das Auffinden von Software-Fehlern kostet Unsummen, von ihrer Beseitigung ganz zu schweigen. Laut einer Studie der Universität Cambridge verbringt jeder Software-Entwickler gut die Hälfte seiner Programmier-Zeit damit, Fehler zu finden und zu reparieren.

Programmierfehler und ihre verheerenden Folgen

Die Liste verheerender Programmierfehler ist lang. Angefangen beim medizinischen Bestrahlungsgerät Therac-25, dass 1985 und 1987 durch falsche Programmierung Organe verstrahlte und drei Menschen tötete, über den Systemfehler, der 2005 die Börse in Tokio lahmlegte und 300 Millionen US-Dollar Schaden verursachte, bis hin zum mehrere 100 Mio. Euro teuren Weltraumteleskop Hitomi, das sich Ende März 2016 aufgrund diverser Software-Anomalien im All zu schnell drehte und schließlich zerbrach.

Andreas Zeller erforscht daher bereits seit rund 20 Jahren, wie man Softwarefehler mit Computer-Hilfe verhindern kann. Für seine Arbeiten wird er nun mit dem „Outstanding Research Award“ der „Special Interest Group on Software Engineering“, kurz Sigsoft, ausgezeichnet. Diese Gruppe ist Teil der Association for Computing Machinery (ACM), die als die erste internationale, wissenschaftliche Gesellschaft für Informatik gilt.

Die Auszeichnung beinhaltet eine Ehrenplakette und 1.000 Dollar Preisgeld. Zudem erhält Zeller den ehrenvollen Auftrag, auf der kommenden „Internationalen Konferenz für Software Engineering" (ab dem 27. Mai im schwedischen Göteborg) den Hauptvortrag zu halten. Das gibt Sigsoft auf der Website der Konferenz bekannt. Eine Liste der bisherigen Preisträger findet sich hier.

Delta Debugging

Das Preis-Komitee begründet die Wahl von Zeller insbesondere mit dem Hinweis auf die vom ihm erfundene Methode des „Delta Debugging“ und die von ihm entwickelten Techniken, Arbeitsarchive von Programmierern automatisch zu untersuchen, um so Hinweise auf mögliche Fehlerquellen zu erhalten. Delta Debugging dagegen grenzt automatisch Softwarefehler ein, indem es systematisch Eingaben weglässt und prüft, ob der Fehler noch vorhanden ist.

„Angewandt auf ein Klappern im Auto, würde man so etwa den Inhalt des Kofferraums, Fußmatten, Türen und Sitze entfernen, bis nur noch das übrig ist, was das Klappern verursacht", erklärt Zeller. Inzwischen richtet Zeller seinen Forscherblick auch auf Herausforderungen der IT-Sicherheit. Daher untersucht er am CISPA – Helmholtz-Zentrum in Gründung unter anderem, wie sich Autos gegen Hacker-Angriffe schützen lassen.

Es wird daher wohl auch nicht die letzte Auszeichnung sein, die Zeller erhält. Bereits 2011 zeichnete ihn der europäische Forschungsrat mit dem „Advanced Grant“ und dem dazugehörigen Preisgeld von 2,3 Mio. Euro aus. Bereits fünf seiner Forschungsprojekte erhielten eine Belobigung, weil sie nachweislich in den vergangenen zehn Jahren die Softwaretechnik vorangebracht hatten. Zeller, der unter Kollegen und Studenten als sehr guter Kommunikator gilt, ist auch als Unternehmer aktiv. 2013 hat das Start-up „Testfabrik“ gegründet. Es ermöglicht das automatische Testen komplexer Web-Anwendungen.

Das CISPA Helmholtz-Zentrum in Saarbrücken ist bereits offiziell eröffnet worden. Aus ihm soll in weiteren Schritten das neue „Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit CISPA“ im Saarbrücker Stadtwald entstehen. Nach Abschluss dieses Prozesses wird es das 19. Zentrum der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren sein – und das erste mit dem Schwerpunkt IT-Sicherheit. Bis 2026 soll das Zentrum im Vollausbau etwa 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben.

Bildquelle: CISPA

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DV-Dialog Leute
news-19681 Fri, 27 Apr 2018 12:12:24 +0200 Hannover Messe mit Besucherrückgang http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/hannover-messe-mit-besucherrueckgang-19681/ Heute schließen nach fünf Tagen die Pforten der Hannover Messe und der begleitenden Logistikmesse Cemat. Dort informierten sich nach Angaben des Veranstalters unter dem Leitthema „Integrated Industry – Connect & Collaborate“ 210.000 Menschen bei insgesamt 5.800 Ausstellern; im Vorjahr kamen noch 225.000 Menschen und rund 6.500 Aussteller. Die nächste HMI findet vom 1. bis 5. April 2019 statt; das Partnerland ist dann Schweden. Vernetzte Maschinen, das Internet of Things und Big Data: Die Hannover Messe zeigte in dieser Woche wieder, wie Industrie und Internet zusammenwachsen können. Rund 5.800 Aussteller aus mehr als 75 Ländern haben auf der weltweit größten Industrieschau fünf Tage lang den aktuellen Stand in Sachen Digitalisierung und Vernetzung von Produktionsabläufen präsentiert.

„Technologie ist Assistenz und nicht Konkurrenz für den Menschen. Das ist die Kernbotschaft dieser Messewoche, die einmal mehr gezeigt hat, dass Hannover der globale Hotspot für die digitale Transformation der Industrie ist“, sagte Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Messe AG, zum Abschluss der Messe. „Hierbei steht der Mensch im Mittelpunkt: Er ist Entscheider und Impulsgeber. Im Zusammenspiel mit der Maschine und der IT entsteht ein enormer Wettbewerbsvorteil in Produktion, Logistik und Energiewirtschaft.“

„Die Hannover Messe hat der Industrie 4.0 zusätzlichen Schwung gegeben. Der Begriff bestimmt schon seit einigen Jahren die Schlagzeilen. In Hannover wurde gezeigt, dass die Visionen der vernetzten Produktion jetzt Realität werden“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Wir befinden uns mitten in der vierten industriellen Revolution. Industrie und IT gehören mehr denn je zusammen – das wurde in Hannover greifbar.“

Die zweite Stufe zünden

Themen wie Machine Learning, Künstliche Intelligenz, industrielle IT-Plattformen, der Ausbau der Stromnetze für Elektromobilität, der Einsatz von Robotik und autonomen Systemen in Produktion und Intralogistik sowie die Rolle des Menschen in der vernetzten Fabrik wurden intensiv diskutiert und an den Ständen gezeigt. „Die Unternehmen haben die ersten Schritte auf dem Weg zur digitalisierten und vernetzten Produktion erfolgreich genommen und sind jetzt dabei, die zweite Stufe zu zünden“, meint Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des VDMA.

„Neue Geschäftsmodelle auf Plattformen, der Einsatz von ‚digital twins‘ oder erste Erfahrungen mit Machine Learning – all dies wird im Maschinenbau eine immer bedeutsamere Rolle spielen“, sagte Brodtmann. Er zeigte sich mit der Messe „sehr zufrieden“ und erwartet, dass das Zusammenwachsen von Automation, Software und Intralogistik die Hannover Messe „weiter prägen“ werde. Vom Erfolg der Premiere der neuen Cebit im Juni könnte es bereits abhängen, ob das 1986 aus der HMI ausgelagerte „Centrum der Büro- und Informationstechnik“ wieder zu ihren Wurzeln zurückkehrt.

Dass IT und Maschinenbau weiter zusammenwachsen, industrielle IT-Plattformen und andere neue Geschäftsmodelle entstehen, gehörte in Hannover in diesem Jahr ebenso zu den zentralen Trends wie der herannahende Einzug künstlicher Intelligenz in die Fabriken. In den Hallen der Automation zeigte sich, dass die Antriebs- und Fluidtechnik ein wesentlicher Treiber der digitalisierten und vernetzten Produktion ist.

Erweiterte Wertschöpfungsnetzwerke

Die Messe habe „einmal mehr gezeigt, dass die weltweite Industrie-4.0-Bewegung hier ihr Zuhause hat“, ergänzte Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der Geschäftsführung des ZVEI. „Erweiterte Wertschöpfungsnetzwerke, neue Formen der Mensch-Maschine-Kollaboration und die zunehmende Integration von Künstlicher Intelligenz in die Produktion sind Schlüsselmerkmale von Digitalisierung und Vernetzung, die in Hannover wieder einmal als erstes zu sehen waren.“ All das benötige künftig noch mehr Konnektivität, weshalb der ZVEI von Beginn an ein industriefähiges 5G-Netz fordert.

„Zwei weitere Botschaften versendete die Messe darüber hinaus: Nur Zusammenarbeit, nicht Abschottung, ermöglicht technologischen Fortschritt und gesellschaftlichen Wohlstand“, so Mittelbach weiter. „Und Schülerinnen und Schüler lassen sich begeistern, wenn sie – wie auf der Messe – mit Technik in Berührung kommen. Noch stärker müssen wir um sie werben: Sie sind die dringend benötigten Fachkräfte von morgen.“

Noch etwas Statistik liefert die Deutsche Messe AG: Von den 210.000 Besuchern kamen mehr als 70.000 aus dem Ausland. Damit lag der Anteil der internationalen Besucher bei 30 Prozent. Die meisten Besucher aus dem Ausland kamen übrigens aus China (6.500), vor den beiden Nachbarländern Niederlanden (5.300), Polen (2.700) sowie den USA (1.700).

Partnerland Mexiko

Aus dem Partnerland Mexiko kamen 1.400 Besucher – und mehr als 160 mexikanische Firmen präsentierten auf der Messe ihre Produkte und Innovationen. Bundeskanzlerin Merkel und Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto waren sich einig: Fortschritt und Wohlstand gibt es nur mit offenen Märkten. Die Beteiligung Mexikos stand somit auch im Zeichen des internationalen Freihandelsabkommens, auf das sich Mexiko und die Europäische Union am vergangenen Samstag geeinigt hatten. Künftig wollen die Länder 99 Prozent ihrer Waren zollfrei handeln.

Anwendungsbeispiele für vernetzte Produktionslösungen gab es auch am Bitkom-Gemeinschaftsstand zu sehen. „Ob etabliertes Unternehmen oder Start-up – unsere Aussteller haben mit ihren Exponaten die vierte industrielle Revolution erlebbar gemacht. Die Bitkom-Mitglieder sind mit dem Messerverlauf sehr zufrieden“, sagte Berg. Auch die Gesamtausstellerzahl im Bereich „Digital Factory“ der Hannover Messe stieg entsprechend: von 340 Ausstellern im Jahr 2017 um 59 Prozent auf 540 Aussteller in diesem Jahr. „Ein besonderes Interesse gab es in diesem Jahr neben dem Thema Industrie 4.0 außerdem an der Künstlichen Intelligenz im industriellen Einsatz“, sagt Berg.

IoT-Plattformen – aktuelle Trends und Herausforderungen

Aus Anlass der Hannover Messe hat der Verband außerdem zwei Papiere veröffentlicht. Unter der Überschrift „IoT-Plattformen – aktuelle Trends und Herausforderungen“ wird aufgezeigt, von welch zentraler Bedeutung IoT-Plattformen für die Industrie 4.0 und damit für die gesamte Zukunft der deutschen Wirtschaft sind. IoT-Plattformen sind Dreh- und Angelpunkt datenbasierter Geschäftsmodelle und treiben so die Digitalisierung des verarbeitenden Gewerbes maßgeblich voran. Die Publikation, die der Bitkom-Arbeitskreis „Industrie 4.0 – Markt und Strategie“ erarbeitet hat, kann hier kostenlos heruntergeladen werden. Eine weitere aktuelle Publikation beschäftigt sich mit der notwendigen domänenübergreifenden Kommunikation in der Industrie 4.0. Sie steht ebenfalls kostenlos zum Download bereit.

Bildquelle: Deutsche Messe AG / Bitkom

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Berthold Wesseler DV-Dialog IT-Markt
news-19679 Fri, 27 Apr 2018 10:06:38 +0200 D.velop schärft Fokus auf digitale Verwaltungen http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/dvelop-schaerft-fokus-auf-digitale-verwaltungen-19679/ Die langjährige Kooperation zwischen der Codia Software GmbH und der D.velop AG, Gescher, wird mit dem Erwerb von weiteren gut 52 Prozent der Codia-Anteile durch den ECM-Hersteller auf ein neues Fundament gestellt. Mit dieser Maßnahme konnte D.velop den Gesellschaftsanteil an dem auf öffentliche Auftraggeber fokussierten Systemhaus auf nun 77,6 Prozent erhöhen. Lange Jahre agierte der Meppener eGovernment-Spezialist Codia als „Competence Center“ der münsterländischen Software-Schmiede D.velop für Kommunen, Städte, Länder und Universitäten und damit als erster Ansprechpartner für diese Klientel, wenn es um die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse ging. Durch die Übernahme der Anteilsmehrheit will Christoph Pliete, der Vorstandsvorsitzende von D.velop, den Fokus auf digitale Verwaltungen weiter schärfen.

D.velop, zuvor im Besitz von 25,1 Prozent der Codia-Anteile, hält bereits seit der Vertragsunterzeichnung Ende März die Anteilsmehrheit. „Der Public Sektor ist seit langem ein strategischer Schwerpunkt unseres Geschäfts“, begründet Pliete die Investition. „Die profunde Marktkenntnis der Codia ist essenziell, um Kunden in diesem Bereich kompetent beraten und bei der Digitalisierung unterstützen zu können. Mit unserem Engagement untermauern wir die Bedeutung dieses Geschäftsbereichs und stellen unsere erfolgreiche Kooperation auch strategisch langfristig auf ein sicheres Fundament.“

Seit Gründung im Jahre 1999 wird Codia durch Laurenz Stecking als Geschäftsführer geführt. „Mit unseren Lösungen, die speziell auf die Digitalisierung von Verwaltungen ausgerichtet sind, bedienen wir schon seit Jahren den Markt der öffentlichen Auftraggeber“, erläutert Stecking. „Im Schulterschluss mit dem Hersteller D.velop, der über mehr als 25 Jahre ECM-Expertise verfügt und mehr als 7.900 Installationen aufweist, bieten wir unseren Kunden neben fachspezifischen Lösungen auch die Sicherheit und den Investitionsschutz, der in diesem sensiblen Bereich der Dokumentendigitalisierung notwendig ist.“

Codia betreut – direkt, aber auch indirekt – mehr als 200 Kunden und soll auch weiter wie bisher agieren, dabei aber „in noch engerer Abstimmung als zuvor“ neben ihren eigenen Lösungen auch auf das gesamte Portfolio der Dvelop AG zugreifen, „um zukünftig noch individueller auf spezifische Anforderungen der Kunden reagieren zu können“, wie es in der Presseinformation heißt. Der ECM-Spezialist macht seine Enterprise-Content-Services über Netzwerk aus rund 150 spezialisierten Partnern weltweit verfügbar. Die Produkte - on Premises auch bei IBM-i-Anwendern, in der Cloud oder im hybriden Betrieb – sind heute nach Firmenangaben branchenübergreifend bislang bei mehr als 7.900 Kunden mit über 1,8 Millionen Anwendern im Einsatz; etwa bei Tupperware, Eismann, Parker Hannifin, Nobilia, Schmitz Cargobull, Fingerhaus, DZ Bank oder das Universitätsklinikum des Saarlandes.

Bildquelle: D.velop

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Berthold Wesseler DV-Dialog Unternehmen
news-19677 Fri, 27 Apr 2018 07:44:45 +0200 Zufrieden mit dem Zuspruch http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/zufrieden-mit-dem-zuspruch-19677/ Die am Mittwoch in Stuttgart beendete Fachmesse Zukunft Personal Süd besuchten nach Angaben des Veranstalters 5.061 Entscheider und Praktiker sowie 327 Aussteller, die ihre Produkte für innovatives Personalmanagement zeigten. Die Veranstalter zeigten sich zufrieden mit dem Zuspruch. Die nächste Zukunft Personal Süd findet vom 9. bis 10. April 2019 statt. Der Fachkräftemangel verringert das Wirtschaftswachstum in Deutschland um jährlich ein Prozent - das hat das Institut der deutschen Wirtschaft in der letzten Woche in einer Studie nachgewiesen. Die Auswirkungen sind dramatisch und treiben insbesondere den Mittelstand um.

„Die Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft belegt, dass wir mit unserem Fokus auf den Mittelstand hier in Stuttgart genau die richtige Ausrichtung etabliert haben: Die einzigartige Verzahnung von Produkt- und Servicemarktplatz mit Plattform für Wissenstransfer und Networking ermöglicht eine fundierte 360-Grad-Betrachtung aller relevanten Themen der Arbeitswelt von morgen“, resümiert Ralf Hocke, CEO des Messeveranstalters Spring Messe Management.

Positives Feedback für neue Formate

Außerordentlich gut besucht waren laut Hocke die interaktiven und praxisorientierten Formate, in denen Experten Impulse gaben und mit Best-Practices zeigten, wie sich durch mitarbeiterorientierte Unternehmensführung und die effektive Einbindung von gesellschaftlichen Trends Wettbewerbsvorteile erzielen lassen.

Im Mittelpunkt standen dabei Methoden zur Etablierung von datengestütztem Personalmanagement, das vor allem im Bereich Recruiting Anwendung findet. Mit Hilfe von Algorithmen lassen sich die Fähigkeiten der Bewerber passgenau analysieren. Zudem bietet eine softwarebasierte Kandidatensuche meist schnellere und bessere Ergebnisse.

Datenschutz und menschliche Intuition werfen Fragen auf

Gleichwohl wurden in der Messehalle auch Herausforderungen von Data-Driven HR diskutiert. Einigkeit herrschte darüber, dass menschliche Intuition im Recruiting-Prozess und emphatische Authentizität beim Employer Branding unerlässlich sind. Im Bereich HR & Law war der Datenschutz das bestimmende Thema, insbesondere mit der bald in Kraft tretenden Europäischen Datenschutzgrundverordnung.

Auch das Für und Wider der Künstlichen Intelligenz für das Personalmanagement wurde diskutiert. Bei vielen Mitarbeitern löst die Vorstellung, dass Roboter oder Algorithmen weitreichende Aufgaben übernehmen, Unbehagen und Vorbehalte aus. Sven Semet, HR Thought Leader Watson Talent bei IBM, schlägt daher vor, von „erweiterter Intelligenz“ zu sprechen, wobei klar sei, dass der Mensch immer die finale Entscheidung trifft. So würde der Mensch den Algorithmus programmieren, wodurch im Recruitingprozess beispielsweise automatisch mehr Diversity sichergestellt werden könne.

Silicon Valley Spirit versprühten laut Hocke die 60 Start-ups aus dem Betrieblichen Gesundheits- und HR-Management. Zweimal erweiterte Messeveranstalter spring Messe Management die Ausstellungsfläche. Ralf Hocke dazu: „Der Zuwachs an Ausstellern aus der Gründerszene belegt, dass die Innovationskraft des „Peoples Business HR“ weiter zunimmt. Das muss sie auch, denn eine gut ausgebildete, motivierte Belegschaft ist und bleibt der entscheidende Garant für Unternehmenserfolg. Umso mehr sind die Entscheider aus dem HR-Bereich gefordert, eine aktive Gestaltungsrolle auf Augenhöhe mit der Geschäftsleitung wahrzunehmen. Dafür hat die Zukunft Personal Süd wichtige Impulse und konkrete Handlungsoptionen gegeben.“

Die nächsten Veranstaltungen

Hocke weist auch schon auf die nächste Veranstaltung hin: Die Zukunft Personal Nord in Hamburg deckt das gesamte Themenspektrum des HR-Managements ab – von Organisationsentwicklung und Führung über Employer Branding und Recruiting bis hin zu Weiterbildung und Arbeitsrecht.Mehr als 160 Vorträge in neun Foren und über 250 Aussteller – die Halle A1 des Hamburger Messegeländes ist vom 15. bis 16. Mai fest in der Hand der HR-Community.

Und vom 11. bis 13. September folgt in Köln die „Zukunft Personal Europe“, die im vergangenen Jahr mit über 770 Ausstellern und knapp 18.000 Besuchern neue Rekorde aufgestellt hatte. Bereits ein halbes Jahr vor Messebeginn waren die vier Hallen auf dem Kölner Messegelände nahezu ausgebucht, berichtete Christiane Nägler, Senior Director der Zukunft Personal Europe. „Vor allem für die Software- und die Recruiting-Halle verzeichnen wir eine erneut ungebrochen hohe Nachfrage der Aussteller“. Das Expo-Event in der Domstadt ist bereits seit 18 Jahren im Markt etabliert. Seit Jahresbeginn bündelt Veranstalter Spring Messe Management seine Personalfachmessen und Konferenzen unter der Marke „Zukunft Personal“. 

Bildquelle: Spring Messe Management

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DV-Dialog HR Personal
news-19665 Wed, 25 Apr 2018 17:12:08 +0200 Kein Grund zur Panik bei DS-GVO http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/kein-grund-zur-panik-bei-ds-gvo-19665/ Auch wenn selbsternannte Auguren und natürlich viele Berater und Security-Hersteller völlig anders behaupten: Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) sieht einen Monat vor dem Start der europaweiten Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) für Unternehmer keinen Grund zur Panik. „Bei vielen Unternehmen dominiert gerade die Furcht vor Kontrollen und Sanktionen nach dem Stichtag 25. Mai“, sagte BvD-Vorstand Thomas Spaeing am Mittwoch zur Eröffnung der BvD-Verbandstage 2018 in Berlin vor rund 200 Datenschutz-Experten. Zwar könne es vereinzelt vor allem bei Unternehmen, die sich noch nicht mit den neuen Anforderungen auseinandersetzten, zu Überprüfungen kommen.

Das Gros der Betriebe kann aber nach dem Wechsel die Datenschutz-Prozesse weiter ausbauen, denn auch für kleine Unternehmen und Vereine sei die DS-GVO „kein Hexenwerk“, sagte Spaeing bereits im Vorfeld der Tagung. Auch Aufsichtsbehörden, Ministerien und Verwaltungen „müssen ihre Systeme über den 25. Mai hinaus weiter anpassen“, weiß Spaeing. „Es gibt noch viele Baustellen – nicht nur bei Unternehmen“.

Unterstützung bei Rechtsunsicherheiten versprochen

Der BvD steht zur Vorbereitung der Umstellung mit Vertretern von Bundesministerien sowie den Aufsichtsbehörden von Bund und Ländern über den Stichtag 25. Mai hinaus in engem Austausch. Unter anderem nimmt der BvD-Vorstand im Juli an einem weiteren Treffen der Verbände auf Einladung des Bundesinnen- und Bundeswirtschaftsministeriums teil. Bei einer Reihe von Einzelaspekten sei derzeit nicht abzusehen, wie sich die Regelungen in der Praxis erwiesen, sagte Spaeing. Deshalb sei nach dem 25. Mai in einigen Punkten eine rechtliche und praxistaugliche Überprüfung zu erwarten.

Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Andrea Voßhoff, versprach in einem Video-Grußwort, die Aufsichtsbehörden würden „mit Augenmaß“ den Wechsel begleiten und Unterstützung bei Rechtsunsicherheiten geben. Die Leiterin Zentrales Rechtsreferat im Bundeswirtschaftsministerium, Dr. Nina Wunderlich, unterstrich in ihrer Rede, die aktuellen Übersichten notwendiger Maßnahmen führe bei vielen zu Unsicherheiten. Sie wollte aber im Gegenteil Unternehmer und IT-Chefs ermutigen, sich weiterhin mit der DS-GVO auseinanderzusetzen und sie Schritt für Schritt umzusetzen.

Laut Spaeing gibt es zwar noch Unternehmen, die nicht ausreichend auf den Start der DS-GVO vorbereitet sind. Der BvD empfiehlt für diese Firmen einen Fünf-Punkte-Notfallplan, der mit der Überarbeitung der Datenschutzerklärung beginnt, über das Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten mit Risikofolgeabschätzung sowie die Überprüfung der Verträge mit Dienstleistern und Informationspflichten führt und am Ende einen Automatismus zur Meldepflicht bei Datenschutzverstößen umfasst. Die einzelnen Schritte erläutert der BvD in „Handlungsempfehlungen für Unternehmen“ auf seiner Internetseite.

Der aktuelle Stand der ePrivacy-Verordnung.

Auf den BvD-Verbandstagen 2018 diskutieren die 200 Datenschutz-Experten noch bis Donnerstag über die letzten Vorbereitungen zur DS-GVO. Weitere Themen sind unter anderem der bislang nicht reformierte Beschäftigtendatenschutz unter der neuen DS-GVO, rechtliche Fragen zur IT-Sicherheit und der aktuelle Stand der ePrivacy-Verordnung.

Erstmals verleiht der BvD heute Abend den Datenschutz Medienpreis (Dame) an Bewegtbilder-Produktionen, die besonders anschaulich und verständlich Aspekte des Datenschutzes erklären. Für den Preis sind drei Video-Produktionen nominiert, die Gewinner werden am Abend bekannt gegeben. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und soll künftig jährlich vergeben werden.

Update:

Der Preis ging an die Video-Produktion „Social Engineering“ von Monica Oliveira, Natalia Rasstrigina und Leslie Iseli. In dem nur 1 Minute und 37 Sekunden kurzen Clip klären die Autoren ganz ohne Worte über die Gefahren einer unbedachten Smartphone-Nutzung auf. Ein Sonderpreis Jugend ging an Kevin Lehmann und den Verein Juuuport für ihr Musik-Video „Datenschutz unter Artenschutz“.

Bildquelle: Thinkstock / iStock

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DV-Dialog Sicherheit
news-19658 Wed, 25 Apr 2018 11:40:13 +0200 Umbau bei Inforsacom Logicalis http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/umbau-bei-inforsacom-logicalis-19658/ Die Inforsacom Logicalis GmbH beabsichtigt, noch vor Ablauf des ersten Halbjahrs zur Logicalis GmbH umzufirmieren. Der IT-Dienstleister aus Neu-Isenburg, eine Tochter der britischen Logicalis Group, bündelt außerdem ihre Kernkompetenzen fortan in drei „Practices“. Das sind die Themenfelder „Data Center“, „Networking, Collaboration & Security“ und „Application & Information Management“. „Mit der Practices-Struktur schärfen wir unsere Kernkompetenzen nach innen und außen gleichermaßen [...]. Wir haben uns dabei bewusst für eine Verjüngung des Managements entschieden“, sagt Christian Werner, CEO der Logicalis Group in Deutschland. „Die Pflege unserer strategischen Partnerschaften zu Marktführern wie Cisco, Oracle, Dell EMC und Netapp spielt dabei eine wichtige Rolle.“ Weitere Partner sind u.a. IBM, Vmware, Lenovo, Hitachi Vantara oder HPE.

Für die Practice „Data Center“ zeichnet Markus Kalkowsky (30) verantwortlich, der seit 2013 im Unternehmen ist und vorab im Consulting und Presales eines Kölner Systemhauses tätig war. Der langjährige Cisco-Spezialist Stefan Gutekunst (37) leitet die Practice „Networking, Collaboration & Security“. Gutekunst ist seit vier Jahren bei Inforsacom Logicalis beschäftigt und hat vorher für IBM gearbeitet. Die Practice „Application & Information Management“ wird von Dirk Franke (51) geführt, der bereits seit 16 Jahren im Unternehmen ist und jetzt das Portfolio in den Bereichen Datenbanken, Middleware & Analytics weiterentwickeln soll.

Beabsichtigt ist, noch vor Ablauf des ersten Halbjahrs zur Logicalis GmbH umzufirmieren und damit die Integration in die Unternehmensgruppe Logicalis Group vollständig abzuschließen. In Deutschland ist das Unternehmen mit über 300 Mitarbeitern an den Standorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Köln, München und Stuttgart vertreten. Weltweit beschäftigt Logicalis rund 4.000 Mitarbeiter in 24 Ländern. die einen weltweiten Jahresumsatz von ca. 1,5 Mrd. Dollar erwirtschaften. Zur Logicalis Group in Deutschland gehört neben Inforsacom Logicalis auch die Ituma GmbH.

Mit der Umfirmierung will Christan Werner, die Integration des Systemhauses in die Logicalis Group vollständig abschließen. „Als Teil der weltweiten Gruppe agieren wir schon lange nicht mehr ‚nur‘ als nationales IT-Systemhaus, sondern auch als Partner für international operierende Unternehmen, die einen zentralen Ansprechpartner für globale Roll-outs brauchen“, sagte Werner. „Mit dem neuen Unternehmensnamen und dem neuen Unternehmenslogo wird dies deutlich.“ 2016 war das mittelständische IT-Systemhaus Inforsacom Informationssysteme mit der deutschen Tochter der Logicalis Group zur Inforsacom Logicalis GmbH verschmolzen.

Bildquelle: Inforsacom Logicalis

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