DV-Dialog https://www.it-zoom.de/dv-dialog/news/ DV-Dialog – Fachzeitung für IBM Business Systems, System i, AS 400 de ©2019 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH Tue, 25 Jun 2019 15:44:48 +0200 Tue, 25 Jun 2019 15:44:48 +0200 TYPO3 EXT:news news-23219 Mon, 24 Jun 2019 19:50:49 +0200 Equinix erweitert Partnerschaft mit IBM http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/equinix-erweitert-partnerschaft-mit-ibm-23219/ Equinix erweitert die langjährige Partnerschaft mit IBM und ermöglicht globalen Unternehmen nun über die Equinix Cloud Exchange Fabric (ECX Fabric) private und skalierbare Konnektivität am sogenannten „Digital Edge“. Dahinter steht als Hardware der IBM Cloud Direct Link Exchange, der in den International-Business-Exchange-Rechenzentren des globalen Anbieters von Interconnection- und RZ-Services bereitgestellt wird.

Auch in Deutschland ermöglicht Equinix über seine Frankfurter IBX-Rechenzentren den privaten Zugang zur IBM Cloud; dieser private Zugang am Digital Edge beschleunigt hybride Cloud-Implementierungen. Es geht darum, große Datenmengen effektiver zu verteilen.

Bildquelle: Equinix

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DV-Dialog Cloud
news-23215 Mon, 24 Jun 2019 16:03:58 +0200 WMD startet xSuite Cloud Platform http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/wmd-startet-xsuite-cloud-platform-23215/ Der Ahrensburger Softwareentwickler WMD hat seine Informationsmanagement-Plattform xSuite jetzt technologisch um Dienste in der Cloud erweitert. Eine microservice-basierte, modulare Architektur gewährleistet laut Geschäftsführer Matthias Lemenkühler die Skalierfähigkeit für die neuen Anwendungen. In der unternehmenseigenen xSuite Cloud Platform des Spezialisten für ECM, Workflow und Archivierung können Unternehmen jetzt im ersten Schritt auf digitale, automatisierte Standardprozesse wie Posteingang, Beleglesung und Archivierung zugreifen. Das ist ein großer Schritt für das Softwarehaus WMD, denn eine digitalen Lösungen für dokumentenbasierte Geschäftsprozesse des gehobenen Mittelstandes waren bisher ganz klassisch für den On-premises-Einsatz im Rechenzentrum des Kunden entwickelt worden.

Jetzt erweitert das Unternehmen sein Portfolio um Cloud-Dienste, die auf der eigenen Cloud-Plattform gehostet und administriert werden. Die „xSuite Cloud Platform“ bildet dafür eine neue technische Basis. Die Anwendungen darauf sind für das Cloud-Computing konzipiert und entwickelt. Genutzt werden Technologien wie Microservices und Docker-Container. Der Betrieb der Lösung und die Weiterentwicklung folgen dabei Cloud-Ansätzen wie einem gemeinsamen Dev-Ops-Team, agiler Entwicklung und kontinuierlicher Bereitstellung. Auch die Oberflächen sind in dem Sinne cloud-optimiert, als das auf die Anwendungen über Browser oder App zugegriffen wird.

Automatisierung generischer, dokumentenbasierter Prozesse

Die ersten Lösungen, mit denen WMD jetzt startet, dienen der Automatisierung generischer, dokumentenbasierter Prozesse: Dokumentenklassifizierung, Beleglesung und Archivierung. Fachbereiche können sie als flexible Services für spezialisierte Teilprozesse nutzen – einzeln oder im Verbund – und über APIs schnell und flexibel in die eigene ERP-Landschaft integrieren. So entstehen hybride Szenarien, die eine Vielzahl von Vorteilen für Unternehmen bieten: geringere Einstiegs- bzw. Fixkosten für die Anwendungen, nutzungsabhängige Preismodelle, keine eigenen IT-Ressourcen für Wartung und Administration, automatische Software-Updates, schnelle Bereitstellung und Abfederung von Lastspitzen.

Mit der neuen xSuite Cloud Platform plant Lemenkühler künftig ein breites Portfolio an Diensten anzubieten. „Standalone-Lösungen haben sich überholt“. So Lemenkühler. „Unternehmen haben heute die Chance, leistungsstarke Dienste über eine zentrale, sichere und schnelle Cloud-Plattform – gehostet in Deutschland – zu beziehen. Neben unseren Lösungen für den Posteingang, die Beleglesung und Archivierung planen wir Folge-Services wie Aktenmanagement und Eingangsrechnungsverarbeitung in die xSuite Cloud Platform aufzunehmen.“

WMD wurde 1994 gegründet, erwirtschaftete 2018 einen Gesamtumsatz von über 31 Mio. Euro und betreut heute mit 190 Beschäftigten über 1.100 Installationen als Projektpartner, davon mehr als 700 im Bereich SAP ERP. Realisiert werden Projekte für Kunden aller Branchen unter Einbindung der jeweils im Einsatz befindlichen ERP-Systeme und unter Berücksichtigung von Themen wie GoBD und Verfahrensdokumentation.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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Cloud Dokumentenmanagement und ECM DV-Dialog
news-23204 Mon, 24 Jun 2019 11:24:14 +0200 Greenfield-Einführung in drei Schritten http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/greenfield-einfuehrung-in-drei-schritten-23204/ Mit der Implementierung der SAP-Software S/4 Hana in der Finanzabteilung, für die die NTT-Tochter Itelligence verantwortlich zeichnete, legt Arbonia die Basis für weitere SAP-Einführungen. Der Schweizer Gebäudezulieferer, mit 8.200 Beschäftigten in über 70 Ländern rund um den Globus aktiv, startete das Projekt Anfang 2017. Arbonia hat den Hauptsitz in Arbon (Kanton Thurgau/Schweiz) und ist in den Bereichen Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik, Sanitär, Fenster sowie Außen- und Innentüren tätig. Die wichtigsten Werke befinden sich in der Schweiz, Deutschland, Italien, Belgien, den Niederlanden, Tschechien, Polen und der Slowakei.

„Mit der Greenfield-Einführung von S/4 Hana in der Finanzabteilung […] am Hauptsitz in Arbon haben wir […] die Grundlage für weitere S/4-Hana-Einführungen bei der Division Türen gelegt“, berichtet Patrick Langenegger, Group CIO und CIO Division Türen bei Arbonia. Der SAP-Dienstleister Itelligence habe „nicht zuletzt durch die professionelle und serviceorientierte Projektumsetzung überzeugen“ können. Jetzt packe man motiviert gemeinsam die nächste S/4-Hana-Umsetzung in der Division Türen an.

Zusammenarbeit seit Anfang 2017

Die Zusammenarbeit mit dem SAP-Dienstleister startete Anfang 2017. In einer ersten Stufe führte Itelligence für Arbonia Corporate eine Machbarkeitsstudie durch, in der überprüft wurde, ob und wie S/4 Hana gewinnbringend eingesetzt werden kann. Nach dem Entschluss für diese ERP-Plattform und für Itelligence als den bevorzugten Partner startete die zweite Stufe mit der Implementierung von S/4 Hana in den Corporate-Bereichen der Arbonia Dachgesellschaft.

Der Go-Live erfolgte in-time und in-budget am 1. Januar 2019. Parallel wurde bereits eine zweite Vorstudie, dieses Mal für die Division Türen der Arbonia, durchgeführt – mit einem besonderen Fokus auf die Anforderungen weiterer Bereiche wie Einkauf, Vertrieb und Produktion in den vier Gesellschaften. Auch hier gab es einen positiven Entscheid, so dass die dritte, momentan aktuelle Phase, am 1. April gestartet werden konnte.

Die Roadmap klar vor Augen

„Die gemeinsame Erfolgsstory geht in die nächste Runde“, zieht Projektmanager Patrick Tillein ein Zwischenfazit. „Im Fokus steht nun die Einführung von S/4 Hana in der Division Türen. Bis 2024 wird so die Türen-Division in drei Ländern und vier Werken mit SAP arbeiten.“

Laut Claude Flükiger, Geschäftsführer bei der Itelligence Schweiz AG, haben die Beratung zu S/4 Hana sowie die Erfahrung bei Implementierung, Managed-Cloud-Lösungen und Application-Management zum erfolgreichen Go-Live bei Arbonia beigetragen. Kunden profitieren laut Flükiger „vom Prozessverständnis mit applikatorischer Umsetzung mit SAP-Lösungen, von der technologischen Expertise, den kundenorientierten Kooperationsmodellen und den weltweiten Ressourcen“.

Bildquelle: Arbonia AG

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DV-Dialog ERP
news-23198 Fri, 21 Jun 2019 15:41:31 +0200 Mehr Automation im Lager http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/mehr-automation-im-lager-23198/ Rund 87 Prozent der Unternehmen wollen ihre Lagerfläche in den nächsten fünf Jahren erweitern, ermittelte der Hersteller Zebra Technologies in seiner diesjährigen „Warehousing Vision Study 2024“. Geplant werden für die nächsten fünf Jahre sowohl Automatisierungslösungen als auch neue Technologien zur Unterstützung der Angestellten. Laut Mark Wheeler, Direktor „Supply Chain Solutions“ bei Zebra werden im Lager datenbasierte Umgebungen geschaffen, „dank denen die menschliche Arbeit und Automatisierung im Warenlager in Einklang gebracht und letztendlich den Mitarbeitern im täglichen Arbeitseinsatz ein Leistungsvorsprung verschafft wird.“ Bis 2024 werde die Automatisierung die Leistung der Mitarbeiter verbessern, jedoch keine Mitarbeiter ersetzen.

Drei Viertel der Befragten glauben, dass menschliche Interaktion für den optimalen Betrieb des Lagers wichtig ist, während 39 Prozent Teilautomatisierung (teilweise menschliche Beteiligung) und 34 Prozent Unterstützung (Ausrüstung der Mitarbeiter mit Mobilgeräten) als ihre Präferenz nennen. Die Entscheider gehen davon aus, dass sie bis 2024 Robotik/Roboter für die Wareneingangsverwaltung (24 Prozent), die Ausgangsverpackung (22 Prozent) und den Wareneingang (20 Prozent) einsetzen werden.

Mit der Erweiterung der Lagerfläche (und damit der Lagerbestände) erhöhen sich sowohl das Volumen der Artikelpositionen („Stock Keeping Units“, SKU) als auch die Geschwindigkeit, mit der die Artikel verschickt werden müssen. Deshalb wird versucht, die Transparenz und Produktivität zu erhöhen – durch robustere Retourenmanagementprozesse (81 Prozent), Aufgabenverzahnung (80 Prozent), Services (80 Prozent) und Drittanbieterlogistik (83 Prozent).

Mobile Lösungen zunehmend im Einsatz

73 Prozent der Unternehmen modernisieren derzeit ihre Lager, indem sie Mobilcomputer, Tablets und Barcodescanner einführen oder erneuern. Bis 2024 wird die Modernisierung durch Android-basiertes Mobile-Computing (83 Prozent), Echtzeit-Ortungssysteme (RTLS) (55 Prozent) und moderne Lagerverwaltungssysteme (54 Prozent) vorangetrieben. 60 Prozent der Befragten nannten mobile Barcode-Etiketten- oder Thermodrucker als einen Schwerpunkt der Investitionen in den kommenden drei Jahren.

In Europa wird laut Studie die Quadratmeterzahl eines durchschnittlichen Warenlagers in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich um 26 Prozent steigen – mehr als in jeder anderen Region. Und bis 2024 wird erwartet, dass der Einsatz von RFID und Ortungstechnologie bei ausgehenden Vorgängen in Europa zunimmt, wobei mehr als jeder Fünfte plant, sie für Verpackung (25 Prozent), Bestandsmanagement (20 Prozent) und Kommissionierung (19 Prozent) zu nutzen.

Für die „Warehouse Vision Study 2024“ wurden 1.403 IT- und Business-Manager in Nord- und Lateinamerika, Asien-Pazifik sowie Europa im Auftrag von Zebra durch Qualtrics.

Bildquelle: Zebra Technologies

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DV-Dialog Lager und Logistik
news-23190 Fri, 21 Jun 2019 10:46:39 +0200 Teamviewer auf Expansionskurs http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/teamviewer-auf-expansionskurs-23190/ Die Göppinger Firma Teamviewer hat die Unterstützung für den „Remote Control Event Injection“-Service von Zebra Technologies für Android-basierte Geräte angekündigt. Außerdem gab der weltweit aktive Anbieter bekannt, dass sich die Zahl der Installationen seiner Fernzugriffs- und Fernsteuerungslösungen seit Oktober 2015 auf zwei Milliarden verdoppelt hat. Dank der Ausweitung des Supports auf Android-basierte Zebra-Geräte können diese nun über alle von Teamviewer unterstützten Plattformen für Mobile-Device- und Enterprise-Mobility-Management ferngesteuert werden. Folglich können Administratoren über die von ihnen gewählte Endpunkt-Verwaltungsplattform auch auf ihre Zebra-Geräte zugreifen. So kann laut Teamviewer-Manager Alfredo Patron Fernzugriff und -support vereinheitlicht und gleichzeitig ein hohes Maß an Sicherheit und Auditierbarkeit der Zugriffe gewährleistet werden.

Remote Control Event Injection Service

Zebra-Geräte kommen in Einzelhandel, Gesundheitswesen, Transport und Logistik, Fertigung und anderen Branchen zum Einsatz. Laut Patron nun ausgewählte Android-basierte Zebra-Handheld-Computer, Tablets, tragbare und fahrzeugmontierte Computer, interaktive Kioske und POS-Geräte (Point of Sale) unterstützt, die Zebra Mobility Extensions (Mx) 8.3 oder höher verwenden.

Diese Integration mit der kürzlich eingeführten Anwendungsprogrammschnittstelle (API) von Zebra - den sogenannten „Remote Control Event Injection Service“ - kann nun in vielen Plattformen für „Mobile Device Management“ (MDM), „Unified Endpoint Management“ (UEM) und „Enterprise Mobility Management“ (EMM) genutzt werden, darunter IBM MaaS360, Mobileiron, Microsoft Intune, Sophos, Blackberry, Apptec360 und Boss.

Konnektivitätsplattform für alle Fälle

Heute beschäftigt das Unternehmen rund 800 Mitarbeiter in Niederlassungen in Europa, den USA und im asiatisch-pazifischen Raum. Seit der Gründung im Jahr 2005 wurde dieSoftware auf mehr als zwei Milliarden Geräten weltweit installiert – und ebenso viele eindeutige IDs wurden generiert. Eine Teamviewer-ID ist für jedes Gerät eindeutig und kann verwendet werden, um dieses Gerät mit jeder anderen Teamviewer-Instanz zu verbinden. Die ID wird generiert, wenn Teamviewer installiert und auf dem jeweiligen Gerät zum ersten Mal aktiviert wird.

Von der Unterstützung eines Kollegen in einem weit entfernten Büro über die Fernsteuerung von IoT-Geräten in unterschiedlichen Branchen bis hin zur Wartung von Servern und IT-Infrastruktur, auf die Unternehmen angewiesen sind – für Teamviewer gibt es unterschiedlichste Anwendungen. Während Geschäftskunden ein Abonnement erwerben müssen, ist die Software für Privatnutzer kostenlos und hilft diesen, Freunde und Familie in Echtzeit bei ihren alltäglichen technischen Anliegen zu unterstützen. Dies hat die virale Verbreitung von Teamviewer gefördert und eine loyale Nutzerbasis geschaffen, die nicht nur jederzeit die aktuellste Version der Software herunterlädt, sondern auch bereitwillig wertvolles Feedback gibt.

„Mit unserer Konnektivitätsplattform und den vielfältigen Lösungen für Fernzugriff, -Support, -Monitoring und -Management sowie Online-Kollaboration sind wir für das Zeitalter der Hyperkonnektivität bestens aufgestellt", glaubt Firmenchef Oliver Steil, zumal das Software-Portfolio auch Bereiche wie das „Internet der Dinge“ sowie „Augmented Reality“ abdecke. „Die möglichen Anwendungsfälle werden sich mit der Vorstellungskraft unserer Benutzer weiterentwickeln."

Bildquelle: Zebra Technologies

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Berthold Wesseler DV-Dialog Netz- und Systemmanagement
news-23185 Wed, 19 Jun 2019 20:49:24 +0200 Cloud-Plattform Arrowsphere erweitert http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/cloud-plattform-arrowsphere-erweitert-23185/ Der IT-Distributor Arrow hat seine 2012 lancierte Cloud-Plattform Arrowsphere um eine Reihe neuer Funktionen erweitert. Darüber erhalten Systemhäuser und Value-Added-Reseller die Möglichkeit, Cloud-Lösungen bereitzustellen, zu verwalten, zu analysieren und abzurechnen. Arrows Cloud-Plattform vernetzt Cloud-Anbieter mit dem Channel und Endkunden. Nach denn Distributoren Ingram Micro und Tech Data baut auch Arrow das Cloud-Angebot aus – um weitere Anbieter, Cloud-Dienste, Tools und Programmierschnittstellen (APIs). Mehr als 50 Cloud-Anbieter sind laut Alexis Brabant, Leiter des Geschäftsbereiches Enterprise Computing Solutions bei Arrow, stand heute auf der Cloud-Plattform vertreten. Zu den zusätzlichen Funktionen zählen eine neue Benutzeroberfläche mit dem Endkundenportal My Cloud Portal sowie Fin-Ops- und Dev-Ops-Tools:

  • My Cloud Portal: Dieses Web-Portal erweitert die Einsatzmöglichkeiten von Arrowsphere für Endkunden mit einer Website, über die sie ohne großen Aufwand Cloud-Dienste erwerben, ihre Cloud-Abonnements verwalten und ihre Nutzung der Dienste analysieren sowie Budgets und gegebenenfalls Obergrenzen festlegen können. Reseller und Managed-Service-Provider haben die Möglichkeit, damit auch Logos, Farben und Schriftarten individuell anzupassen. Sie können ihre eigenen Produkte und Services mit Artikelnummer in das Portal einstellen, die dann wiederum von deren Endkunden als „as-a-Service“ Cloud-Dienste bestellt werden können.
  • Fin-Ops: Arrowsphere bietet ein integriertes Dashboard zur Überwachung des Cloud-Business in Echtzeit. Anwender können die monatlichen IaaS-Trends der einzelnen Kunden abrufen, Benachrichtigungen aktivieren und den voraussichtlichen Verbrauch ermitteln, oder eine Analyse der Entwicklung der SaaS-Produkte durchführen. Die Fin-Ops-Tools sind laut Brabant ein intuitiv einsetzbares Steuerungsinstrument für Vertriebsteams, um Kundenaktivitäten zu verfolgen, Geschäftstrends zu verstehen und geeignete Maßnahmen durchzuführen.
  • Dev-Ops: Neue Dev-Ops-Tools bieten den Nutzern die Möglichkeit, ihr IaaS- und PaaS-Angebot über Arrowsphere zu koordinieren und zu verwalten. Zur Bereitstellung der nötigen Ressourcen sind Microsoft ARM- und AWS Cloud-Formation-Vorlagen verfügbar. Nutzer können aus bestehenden Bibliotheken auswählen und diese anpassen oder gegebenenfalls Lösungen von Drittanbietern hinzufügen.

Arrowsphere bietet Cloud-Pakete sowohl für den Channel als auch für Endkunden, mit unterschiedlichen Optionen für Angebote und Bestellungen, für die Verwaltung von Cloud-Diensten sowie für Analysen und Abrechnung. Ein spezialisiertes Team unterstützt die Anwender der Plattform bei der Verwaltung des gesamten Workflows. Mit einer vereinfachten Benutzeroberfläche bietet Arrowsphere nun laut Brabant mehr Flexibilität bei der Erstellung und Anpassung von Dashboards.

Der Arrow-Geschäftsbereich Enterprise Computing Solutions hat sich auf die Bereitstellung von Produkten führender Technologieanbieter für den unternehmensweiten Einsatz in den Bereichen Enterprise- und Midrange-Computing fokussiert. Mit über 25 Jahre Erfahrung im IT-Umfeld – auch mit IBM und Power-Systemen – werden Fachhändler bei der Realisierung maßgeschneiderter Lösungen für deren Endkunden unterstützt, vom Pre-Sales über Konzeption und Planung eines Projekts bis hin zu Installations- und Support-Services.

Bildquelle: Maximo Garcia de la Paz

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Berthold Wesseler DV-Dialog Cloud
news-23172 Wed, 19 Jun 2019 11:21:37 +0200 Übernahme durch Oaktree abgeschlossen http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/uebernahme-durch-oaktree-abgeschlossen-23172/ Nach dem Abschluss der Übernahme durch die Investmentgesellschaft Oaktree Capital Management wurde Sevenval Technologies, ein deutscher Frontend-Entwickler und Experte für digitale Transformation, jetzt neues Mitglied der IT Services Competence Platform. Das ist eine weltweit aktive Firmengruppe, die 2017 von Oaktree und Cornerstone Partners gegründet wurde. Die 1999 gegründete Digitalagentur Sevenval mit Stammsitz in Köln und einem großen Standort in Berlin entwickelt mit fast 200 Mitarbeitern Lösungen für die agile Entwicklung oder die automatische Optimierung von Web-Performance und Sicherheit. Ihr Erwerb ist für Oaktree ein weiterer Schritt auf dem Weg des Investors, eine IT- und Software-getriebene Unternehmensgruppe aufzustellen und deren Präsenz in Europa auszubauen. Der Gründer und Geschäftsführer der Sevenval Technologies, Jan Webering, bleibt an dem Unternehmen beteiligt.

Seit dem Jahr 2013 war Sevenval im Besitz des Managements und eines Investorenkonsortiums unter der Führung von Berlin Technologie Holding GmbH, das das Unternehmen jetzt zu einem nicht genannten Preis verkauft hat. Die Übernahme wurde am 2. Mai vom Kartellamt genehmigt.

Sevenval ist das vierte Unternehmen, das nach dem Outsourcing- und Managed-Service-Provider IT Kontrakt (Polen), Solidbrain (Polen) und Core Value (USA, Ukraine, Polen) der im Juni 2017 ins Leben gerufenen Firmengruppe beitritt. Das gemeinsame Ziel aller beteiligten Unternehmen und Investoren ist es, eine führende IT-Dienstleistungsorganisation aufzubauen, die den gesamten digitalen Entwicklungszyklus bedient – von der Beratung über die Programmierung bis zur Implementierung.

Expansion in Westeuropa und Skandinavien geplant

Neben der Unterstützung des Wachstums der einzelnen Mitgliedsunternehmen plant die gemeinsame Leitung der Firmengruppe auch die Aufnahme weiterer Mitglieder, mit Fokus auf die nächsten Zielmärkte in Westeuropa und Skandinavien. „Der Beitritt von Sevenval zu unserer Plattform ist für uns transformativ und wertvoll, da wir mit einem starken Partner, der über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der digitalen Beratung verfügt, in den DACH-Markt eintreten“, sagt Tomasz Pyrak, Global CEO der IT Services Competence Platform und Co-CEO der IT Kontrakt Group.

Webering will seinen Kunden nun gemeinsam mit den Partnern „und in gewohnter Qualität mehr Leistungen anbieten als jemals zuvor“. Das gemeinsame Angebot als Plattform werde weit über Frontend-Lösungen hinausgehen. „Wir wollen uns darauf konzentrieren, die digitale Transformation auf Seiten unserer Kunden auf allen Ebenen gleichzeitig voranzutreiben“, wird Sevenval-Gründer in der Presseinformation zitiert.

Jan Webering, weiterhin Mitinhaber und CEO von Sevenval, wird zusätzlich als „Global Chief Marketing Officer“ in der IT Services Competence Platform die Marken- und Kommunikationsstrategien entwickeln. Dabei geht es auch um die Integration neuer Unternehmen in die Plattform, denn das Konsortium um Oaktree plant bis Ende 2020 weitere sechs oder sieben Beitritte und den Ausbau der Plattform auf 5.000 bis 6.000 hoch spezialisierte Mitarbeiter.

Ehrgeizige Pläne

Mit dem Beitritt des Teams von Sevenval, das aus Managern, Entwicklern, UX/ UI-Designern und Fachkräften für „Development Operations“ besteht, erhöht sich die Anzahl der Entwickler in der Firmengruppe auf aktuell rund 2.700. Webering positioniert sein Unternehmen mit einer eigenen Abteilung für Forschung und Entwicklung als Frontend-Experte mit fundiertem Technologie-Knowhow und dient seinen Kunden als „One- Stop-Shop“.

Mit eigenem Forschungsteam und fundiertem technischen Knowhow entwickelt man branchenspezifische Lösungen für Produktivsysteme und verbindet moderne Frontend-Technologien mit bestehender Infrastruktur. Zu den Kunden zählen Postbank, Allianz, Alnatura, Mercedes Benz, Opel, Stepstone, FAZ, Douglas, Bosch, HDI oder Mazda.

Bildquelle: Berlin Holding

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Berthold Wesseler DV-Dialog IT-Dienstleistung / Outsourcing
news-23167 Tue, 18 Jun 2019 19:32:26 +0200 20 Jahre Sivis http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/20-jahre-sivis-23167/ Im Jahr 1999 gründete Kai Bounin in einem Karlsruher Wohnzimmer sein Softwareunternehmen Sivis. Damals waren viele Unternehmen noch mit der Einführung von SAP beschäftigt. In diesen Tagen feiert er das zwanzigjährige Firmenjubiläum. Eine der großen Herausforderungen für IT-Leiter war zu Zeiten des Jahrtausendwechsels der sogenannte „Rollenbau“, erinnert sich der Firmengründer. „Durch meine Beratertätigkeit habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Unterschiede der Rollen hauptsächlich in den organisatorischen Strukturen begründet sind. Ein Anlagenbuchhalter macht in Firma A dasselbe wie in Firma B.“ Dieses Wissen war der Grundstein für die Sivis-Suite, heute eine komplette Suite mit inzwischen 22 Manager-Lösungen rund um SAP-Berechtigungen, -Benutzer und -Compliance.

Und der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten: Mit T-Systems wird 2001 der erste Großkunde gewonnen, 3.000 SAP-User in 26 Ländern können in 80 Tagen ausgerollt werden, ein Bruchteil der Zeit, der mit dem SAP-Standard benötigt worden wäre. 2007 werden bei Bayer in Brasilien 750 SAP-User in nur 40 Tagen ausgerollt. Nach mehreren Standortwechseln, die wegen der wachsenden Belegschaft erforderlich waren, erfolgte 2016 der Neubau der neuen Hauptniederlassung am Standort Karlsruhe.

Und mit dem Erfolg wuchs das Unternehmen, auf heute rund 50 Mitarbeiter an fünf Standorten und etwa vier Mio. Euro Jahresumsatz 2018. Im vergangenen Jahr wurde auch die Internationalisierung mit den Partnern Voquz aus Ismaning sowie Telia Cygate aus Finnland intensiviert. Dabei ist Internationalisierung für die Karlsruher nichts Neues, denn 2007 startete ein Großprojekt bei T-Systems in Südafrika – bis heute unterhält Sivis eine Dependance in Kapstadt. Auch in der Schweiz gab es immer mehr für Bounins Leute zu tun, weshalb er dort 2008 die Sivis Professional Services AG gründete.

Bei einer großen Zahl von Mitarbeitern verliert man in der IT-Abteilung schnell den Überblick darüber, wer auf welche Daten Zugriff hat - und dazu überhaupt berechtigt ist. Sivis sorgt dafür, dass Server- und Daten-Strukturen in die richtigen Bahnen gelenkt und effizient verwaltet werden. Und: In den 20 Jahren hat Sivis den Rollenbau weiterentwickelt und konzipiert heute sowohl ein Risk-Management als auch ein Compliance-System für seine Kunden: Einerseits, um gesetzlichen Anforderungen zu genügen, andererseits um unternehmens-spezifischen Risiken zu begegnen.

Bildquelle: Sivis

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DV-Dialog Unternehmen
news-23166 Tue, 18 Jun 2019 17:03:29 +0200 HR im Kampf mit Zeitdruck und Kosten http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/hr-im-kampf-mit-zeitdruck-und-kosten-23166/ Eine Studie von Techconsult im Auftrag der Softwarehäuser Peopledoc (Stuttgart) und SD Worx (Dreieich) untersucht den Zugewinn in Personalabteilungen durch digitales HR-Dokumentenmanagement. Das Fazit: Personalleiter in Großunternehmen sehen sich noch immer nicht in der Lage, digitalen Veränderungen zu begegnen. Personalmangel und Zeitdruck sind die größten Herausforderungen der Personalabteilung. Doch viele Unternehmen sehen sich noch nicht in der Lage, ihnen mit digitalen Veränderungen zu begegnen. Durch die digitale Transformation werden administrative Routinetätigkeiten und repetitive Abläufe im Personalmanagement nicht nur standardisiert und automatisiert. Digitalisierung ist darüber hinaus auch Grundlage dafür, den Mitarbeitern bedarfsgerechte und individuelle Services in Personalangelegenheiten bereitzustellen.

Das klingt gut, klappt aber noch nicht, denn Personalverantwortliche stehen offenbar immer noch vor vielen Herausforderungen: 50 Prozent sehen sich in der Pflicht, Druck- und Archivierungskosten einzusparen. 37 Prozent der Personalabteilungen sind mit Personalproblemen konfrontiert. Jeder Dritte sieht sich einem wachsenden Zeitdruck ausgesetzt. Zeitmangel geht in der Regel häufig zu Lasten der Qualität. Werden Aufgaben unter Zeitdruck bearbeitet, steigt meist die Fehleranfälligkeit. Korrekturen und Doppelarbeiten sind die Folge. Schnittstellen zu anderen HR-relevanten Prozessen – wie beispielsweise Lohn & Gehalt, Controlling oder Talentmanagement – werden von einem Drittel der Befragten vermisst. Jedes vierte Unternehmen beklagt zu lange Durchlaufzeiten von Dokumenten.

Keine Fata Morgana: Räume voller Aktenschränke

Das digitale Erfassen von Personaldaten hat sich zwar in Unternehmen ab 1.000 Mitarbeiter weitgehend etabliert. Ganz anders sieht es bei der Digitalisierung der Dokumente aus. Räume voller Aktenschränke scheinen dort noch immer keine Seltenheit zu sein. 61 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, die Personaldaten elektronisch zu verwalten. Doch erst 33 Prozent verwalten sowohl die Personaldaten als auch Personaldokumente digital.

Mit moderner HR-Software lassen sich Dokumente schon länger aktiv managen: Von der Dokumentenerzeugung, dem Zugriff, der Verteilung, der Archivierung bis hin zur automatischen Überwachung von Aufbewahrungsfristen oder zum Löschen einer Personalakte. Das spart Kosten, Raum und Zeit. Kein Drucken von Dokumenten mehr, kein Ablegen und Archivieren in dicken Aktenordnern.

Die Studienergebnisse zeigen: Etwa jedes zweite Unternehmen sieht sich aktuell noch nicht in der Lage, die Herausforderungen durch digitale Veränderungen erfolgreich anzugehen. Die Chancen, die sich aus digitalen Veränderungen ergeben, werden noch nicht ausreichend und zufriedenstellend genutzt.

In der Zwickmühle

Dennoch kennen Personalverantwortliche durchaus die Vorteile und den Mehrwert, den die Digitalisierung für ihre Abteilung bringt: 63 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass sie durch digitale Technologien effektiver sein können. Darüber hinaus lassen sich Routineaufgaben effizienter gestalten. Dies führt zu Zeit- und Kosteneinsparungen.

52 Prozent der Befragten schätzen die Transparenz zu den Personaldaten und den Zuständigkeiten der Mitarbeiter. Über 40 Prozent vermeiden Doppelarbeiten und reduzieren die Liege- bzw. Durchlaufzeiten der Dokumente. Hinzu kommt der Nutzen von Analyse- und Reporting-Tools, die das HR-Team bei der strategischen Planung unterstützen.

Die digitale Wissensdatenbank

Durch die Digitalisierung werden nicht nur administrative Prozesse automatisiert. Sie ist auch eine wichtige Voraussetzung, den Mitarbeitern bedarfsgerechte und individuelle Services bereitzustellen. Ein Beispiel hierfür ist die digitale Wissensdatenbank. Sie macht Informationen und Formulare für alle Mitarbeiter leicht zugänglich und bringt für Mitarbeiter und HR-Abteilung Vorteile.

85 Prozent der Befragten halten eine digitale Wissensdatenbank für sehr nützlich bis nützlich. 55 Prozent aller Befragten sind der Meinung, dass dieser Service zur Zufriedenheit der Mitarbeiter beiträgt. Fragen können darüber eingereicht und ohne lange Wartezeiten automatisiert beantwortet werden. Dokumente lassen sich schnell und einfach anfordern und Formulare bereitstellen.

Persönliche Dokumente, sicher und jederzeit griffbereit

Ein elektronisches Schließfach, in denen alle personalrelevanten Dokumente hinterlegt sind, ermöglicht Mitarbeitern den schnellen und einfachen Zugriff auf die für sie wichtigen Dokumente – jederzeit, überall und von jedem Gerät. Während eine E-Mail leicht an die falsche Person geschickt werden oder bedrucktes Papier verlorengehen kann, gewährleistet ein elektronisches Schließfach das sichere Aufbewahren von Mitarbeiterdokumenten.

Ein weiterer Vorteil ist das Teilen der Dokumente mit vertrauenswürdigen Personen, wie beispielsweise Steuerberatern. Über zwei Drittel der Personalverantwortlichen halten elektronische Schließfächer für sinnvoll bis sehr sinnvoll. 52 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass ein persönliches elektronisches Schließfach zur Mitarbeiterzufriedenheit beiträgt.

Mit cloud-basierten HR-Lösungen sind beide Services standortübergreifend und weltweit nutzbar – ein großer Vorteil insbesondere auch für global aufgestellte Unternehmen. Mitarbeiter können auf Dokumente und Formulare für Personalangelegenheiten zugreifen, wann immer und wo sie wollen.

Über die Studie

Die Studie „Digitales Dokumentenmanagement – ein Zugewinn an Effizienz in Personalabteilungen“ wurde vom Research- und Analystenhaus Techconsult GmbH im Auftrag von Peopledoc und SD Worx konzipiert und durchgeführt. Im Februar 2019 wurden 150 Unternehmen zum Thema Digitalisierung im Personalmanagement befragt. Die Befragung erfolgte über einen Online-Fragebogen. Die Stichprobe umfasste größere Unternehmen ab 1.000 Mitarbeiter aller Branchen. Ansprechpartner waren Personalverantwortliche, in erster Linie Personalleiter und HR-Manager. Die komplette Studie steht hier kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Bildquelle: Techconsult

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DV-Dialog HR Personal
news-23164 Tue, 18 Jun 2019 14:45:15 +0200 Cloud-Nutzung nimmt zu http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/cloud-nutzung-nimmt-zu-23164/ Im Jahr 2018 nutzten bereits drei von vier Unternehmen (73 Prozent) Rechenleistungen aus der Cloud, so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Bitkom Research im Auftrag der Unternehmensberatung KPMG unter 553 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern in Deutschland. Im Vorjahr waren es erst zwei Drittel. Weitere 19 Prozent planen oder diskutieren den Cloud-Einsatz. Nur für 8 Prozent der Unternehmen ist die Cloud immer noch kein Thema. „Die meisten Unternehmen können und wollen auf Cloud-Computing nicht mehr verzichten“, sagt Dr. Axel Pols, Geschäftsführer von Bitkom Research. „Cloud-Anwendungen sind nicht nur kosteneffizienter, sondern auch die Basis für zukunftsfähige Geschäftsmodelle.

Pols meint damit die aus Sicht der Anwender bedarfsgerechte Nutzung von IT-Leistungen, wie beispielsweise Software, Speicherplatz oder Rechenleistung über Datennetze. Das kann ein firmenintern über ein Intranet (Private Cloud) oder über das öffentliche Internet und im Rechenzentrum eines Providers (Public Cloud) erfolgen. So nutzte im vergangenen Jahr mehr als die Hälfte der Unternehmen (55 Prozent) die Private Cloud, gut ein Drittel (35 Prozent) setzte auf Public-Cloud-Lösungen.

Sicherheitsbedenken häufigstes Hemmnis

„Die digitale Transformation eines Unternehmens startet häufig mit Cloud-Lösungen“, beobachtet Peter Heidkamp, Head of Technology bei KPMG. „In der Praxis sind sie der Motor der Digitalisierung“. Wer die Cloud nutze oder das plane, für den seien Datenschutz und IT-Sicherheit die Top-Kriterien, wenn es um die Auswahl eines Cloud-Dienstleisters gehe.

Fast alle Unternehmen (90 Prozent) geben laut „Cloud-Monitor 2019“ an, dass für sie die Konformität mit der Datenschutz-Grundverordnung bei Cloud-Lösungen unverzichtbar ist. Für acht von zehn (79 Prozent) ist eine transparente Sicherheitsarchitektur essentiell, drei Viertel (76 Prozent) sehen die Integrationsfähigkeit der Lösungen als „Must-have“.

Auch die Standortfrage beschäftigt die Cloud-Nutzer und -Planer. Für jeweils zwei Drittel müssen der Hauptsitz des Cloud-Anbieters (67 Prozent) sowie das RZ im Rechtsgebiet der EU liegen (66 Prozent). „Wer den Datenschutz vernachlässigt, ist für Cloud-Anwender sofort aus dem Rennen. Anbieter müssen den Spagat zwischen hohen Sicherheitsanforderungen und einfacher Systemintegration meistern“, so Pols.

Auffällig sei allerdings, dass rund ein Drittel der Cloud-Nutzer 2018 Ausfälle zu beklagen hatten, mehr als zwei Drittel jedoch keine Konsequenzen gezogen haben. Als Option zur Aufrechterhaltung des IT-Betriebs ist demnach eine Multi-Cloud-Strategie, bei der das Ausfallrisiko auf die Schultern mehrerer Provider verteilt wird, bisher noch absolut die Ausnahmen (3 Prozent). Den Cloud-Provider gewechselt haben nach einer Störung kaum ein IT-Chef.

Schnelle Skalierbarkeit gefragt

Zwar ist die Public Cloud im Vergleich noch nicht so weit verbreitet, die Public-Cloud-Anwender machen jedoch größtenteils positive Erfahrungen. Acht von zehn (80 Prozent) sehen dadurch eine schnellere Skalierbarkeit ihrer IT-Leistungen. Drei Viertel (76 Prozent) bestätigen eine Verbesserung beim ortsunabhängigen Zugriff auf ihre IT. Für mehr als die Hälfte (54 Prozent) hat die Public Cloud die eigene Datensicherheit verbessert. J

Wer die Public Cloud noch nicht nutzt, sorgt sich vor allem um die Sicherheit seiner Daten. Fast drei Viertel der Nichtnutzer (73 Prozent) fürchten einen unberechtigten Zugriff auf sensible Unternehmensdaten, im Vorjahr nannten dies nur 63 Prozent als Grund. Zwei Drittel (64 Prozent) haben Angst vor Datenverlusten, jeder zweite Nichtnutzer (51 Prozent) vermutet eine unklare Rechtslage. Für zwei von fünf (43 Prozent) bestehen Zweifel an der Integrationsfähigkeit der Public-Cloud-Lösungen mit der internen IT.

Vorsprung durch Sicherheit

Allerdings lässt die grundsätzliche Skepsis gegenüber der Public Cloud in den Unternehmen weiter nach: Nur noch jeder fünfte Nichtnutzer (22 Prozent) berichtet von internem Widerstand (2017: 35 Prozent). „Sicherheitsbedenken sollten die Digitalisierung im Unternehmen nicht ausbremsen. Deshalb muss das Thema Sicherheit beim Cloud-Einsatz in allen Prozessschritten zentraler Bestandteil sein – angefangen bei der Planung“, erklärt KPMG-Experte Marko Vogel.

Sicherheitsaspekte sind Dreh- und Angelpunkte sind laut Vogel für die weitere Entwicklung des Cloud-Marktes. Allerdings sei die Absicherung der Cloud-Lösungen bei weitem kein Selbstläufer: Für Datensicherheit in der Cloud sei genauso akribisch zu sorgen wie für Datensicherheit im eigenen RZ. Und das erfordere sowohl von Nutzern als auch Anbietern größere Anstrengungen und intensivere Zusammenarbeit.

Bildquelle: Bitkom / KPMG, Thinkstock / iStockphoto 

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DV-Dialog Cloud
news-23144 Fri, 14 Jun 2019 19:10:18 +0200 Galexis mitten im Umstieg auf SAP http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/galexis-mitten-im-umstieg-auf-sap-23144/ Der Schweizer Pharmagroßhändler Galenica wächst kontinuierlich. Damit wachsen auch die Herausforderungen für seine Logistiktöchter Galexis und Alloga. Deshalb hat sich der langjährige AS/400-Anwender Galexis entschieden, seine ERP- und Lagersoftware bis 2021 durch die SAP-Systeme S/4 und EWM – kurz für „Extended Warehouse Management“ – auf der In-Memory-Plattform Hana abzulösen. Mit SAP, der Hana-Basis Linux und den bewährten Power-Systemen sollen die Geschäfts- und IT-Vorgänge besser in Einklang gebracht werden. 1927 von 16 Westschweizer Apothekern als Einkaufszentrale für Pharmaprodukte gegründet, erzielte Galenica im Jahr 2018 mit einer 6.580 Köpfe starken Belegschaft 3,165 Mrd. Schweizer Franken Umsatz. Die Tochter Galexis AG übernimmt die Distribution von Pharmaprodukten und Medizinaltechnik und erbringt IT-Dienstleistungen für ihre Schwesterfirma Alloga, einen der führenden Logistikdienstleister auf dem Schweizer Gesundheitsmarkt.

Der Großhändler Galexis mit dem Hauptsitz in Niederbipp versorgt Apotheken, Arztpraxen, Drogerien, Pflegeheime und Krankenhäuser in der Schweiz mit einer breiten Palette an Produkten. Das Unternehmen betreibt zwei Lager zur Verteilung von über 100.000 Produkten. Der dem Großhandel vorgelagerte Geschäftsbereich der Gruppe wird von Alloga abgedeckt und stellt für Galexis und andere Lieferanten im Gesundheitswesen Lieferkettenlösungen bereit.

Das laufende Migrationsprojekt „Modulo“

Galexis hat sich 2016 für eine Umstellung der ERP-Systeme von Iptor (früher IBS) auf die neueste Generation der SAP-Software entschieden. Diese Transformation kann nur schrittweise erfolgen und muss den Support der Altsysteme gewährleisten; deshalb wird die bereits 2017 begonnene Umstellung der Systeme auch erst im Jahr 2021 abgeschlossen, wenn alles planmäßig läuft. Im Geschäftsbericht 2018 heißt es: „Das laufende Projekt ‚Modulo‘ zur Umstellung auf ein neues ERP-System (Enterprise Resource Planning) von SAP wurde im Berichtsjahr ebenfalls weiter vorangetrieben.“

Bisher sind zwei ERP-Systeme von Iptor (früher IBS) auf Power-Systemen mit dem Betriebssystem IBM i im Einsatz. Dabei handelt es sich für Galexis um das Pharma-Release 5.0 mit vielen Anpassungen und für Alloga um ASW. Abgelöst werden diese Systeme und zugehörige Kommunikations- und Logistikanwendungen durch SAP-Software, die gemeinsam mit dem Technologiepartner ITpoint Systems und dem SAP-Spezialisten Teamwork Implementiert wird. Diese Anwendungen sind für die fristgerechte Lieferung von mehr als 400.000 Artikeln (ca. 130.000 Auftragspositionen) pro Tag sowie für die Optimierung der Verwaltung und Wartung von Workflows verantwortlich.

 Linux und Power als gemeinsamer Nenner

Ziel des Migrationsprojektes sind modernisierte IT-Landschaften zur Abwicklung der hochspezialisierten Pre-Wholesale- und Wholesale-Distributionsservices für eine „digitale“ Logistik bis zum Kunden. Die Modernisierung der moderne IT lässt sich Galexis einiges kosten; allein im ersten Halbjahr 2017 summierten sich die Investitionen auf 11,1 Mio. Franken, die insbesondere für die neue ERP-Software eingesetzt wurden. Im gesamten Jahr 2017 summierten sich die Investitionen auf 27,0 Mio. Franken (Vorjahr: 20,2 Mio. Franken), wobei die Zusatzinvestitionen gegen über dem Vorjahr vor allem für die neue ERP-Software eingesetzt wurden. Im vergangenen Jahr beliefen sich Galenicas Investitionen in Sach- und immaterielle Anlagen auf 50,0 Mio. Franken, die u.a. für das neue ERP-System im Geschäftsbereich Services und für den Um- und Neubau von Apotheken eingesetzt wurden.

In der IT soll ab 2021 das Anfang Februar 2015 angekündigte SAP S/4 Hana auf dem Suse Linux Enterprise Server (SLES) for SAP Applications und auf Power-Systemen der IBM zum Einsatz kommen, während die IBS-Systeme dann abgeschaltet werden. Diese Umstellung muss auf Gedeih und Verderb gelingen. Das macht Reto Wyss, Teamleiter Core Services bei Galexis, in einem Referenzbericht deutlich: „Wir versenden dreimal täglich an 6.800 Kunden und liefern dabei mehr als 400.000 Artikel – ca. 130.000 Auftragspositionen – aus. Wir können unsere Kunden nur dann zuverlässig versorgen, wenn unsere ERP- und Logistiksysteme laufen. Eine Ausfallzeit von mehr als 30 Minuten bedeutet Verzögerungen und verlorene Umsätze.“ Galexis benötige außer der Zuverlässigkeit der Systeme aber auch die nötige Flexibilität und Performance, um neben dem Tagesgeschäft saisonale Spitzen reibungslos abwickeln zu können.

SAP EWM standardisiert den Logistikbetrieb

Mit SAP EWM soll der Logistikbetrieb standardisiert und modernisiert werden. Außerdem geht es um bessere Verfügbarkeit: Auf Basis von SLES for SAP Applications und einer vollautomatisierten Konfiguration für Hana sollen die Failover-Zeiten um mehr als 50 Prozent auf ungefähr 15 Minuten reduziert werden. Zur Unterstützung des zuverlässigen Betriebs der wichtigsten Systeme vertraut Galexis auf den Priority-Support der drei Hersteller SAP, Suse und IBM. ITpoint betreut als einziger Ansprechpartner von Galexis die IT-Infrastruktur und koordiniert die Anpassung von Anwendungen in Zusammenarbeit mit dem SAP-Implementierungspartner Teamwork.

Zwei gespiegelte Rechenzentren

Bisher wurden die Power-Modelle E880C und E850C – für Produktions bzw. Sandbox-Workloads – in Verbindung mit einem SAN Volume Controller und der Software Spectrum Virtualize installiert und schnelle All-Flash-Arrays als Speicher angeschlossen. Das Team hat bereits etwa 50 LPARs mit SLES für SAP eingerichtet; insgesamt sollen es 66 werden. „Wir haben unsere SAP-Lösungen, Anwendungsserver und Datenbanken auf SLES for SAP Applications konsolidiert, sofern dies auf Basis von Versionsabhängigkeiten von SAP und Suse möglich war“, erklärt Wyss die Vorgehensweise. Man ziehe nun die Bereitstellung von Suse-Manager in Betracht, um all die SLES/SAP-Instanzen und bis zu 180 andere Linux-Systeme auf aktuellem Stand zu halten, die Systemadministration zu standardisieren und den Wartungsaufwand zu reduzieren.

Insgesamt betreibt Galexis mit etwa 85 Mitarbeitern in der IT-Abteilung (Stand Mitte 2018) zwei Rechenzentren mit weitestgehend identischer Bestückung und etwa 1.000 Servern (Stand 2018); RZ1 ist das Produktions-RZ für Galexis und der Spiegel für das Alloga RZ2 – und umgekehrt. Die Hardware-Spiegelung erfolgt synchron mit Metro Mirror (DS8870 PPRC). Die Partitionen sind für eine bessere Ausbalancierung jeweils auf die beiden Rechenzentren verteilt. Das wird sich ändern, weil die Hardware-Bedürfnisse für den SAP-Betrieb mit den aktuellen Anforderungen nicht vergleichbar sind, denn die Struktur der neuen Anwendungen ist völlig anders. Das erfordert nicht nur eine andere Hardware-Infrastruktur, sondern auch eine neue Aufteilung der System-Betreuung auf anderer Basis.

Bildquelle: Galenica / Galexis

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Berthold Wesseler DV-Dialog
news-23137 Fri, 14 Jun 2019 11:49:56 +0200 SAP on IBM i Summit 2019 http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/sap-on-ibm-i-summit-2019-23137/ SAP auf IBM i ist eine bewährte und vielfach in aller Welt genutzte ERP-Infrastruktur, bekannt für ihre Stabilität und Zuverlässigkeit, den geringen Administrationsaufwand und die Unanfälligkeit für Viren des Betriebssystems IBM i in der SAP-Landschaft. Die digitale Transformation, die SAP-Strategie mit Fokus auf die eigene Datenbank Hana und das neue IBM i 7.4 werfen aber Fragen auf, die der „SAP on IBM i Summit 2019“ in Ehningen am 25. und 26. Juni beantworten soll. In Ehningen werden Experten aus der IBM-Entwicklung in Rochester und von deutschen Experte Informationen zur Strategie von IBM i und zu den Neuerungen in IBM i 7.4 aus erster Hand liefern. Daneben sind auch Erfahrungsberichte von SAP-Kunden mit IBM i und praktische Informationen zur Handhabung der Hardware- und Software-Neuerungen für den Betrieb von SAP auf IBM i vorgesehen.

Db2 Mirror for i vorgestellt

Frank Förster (IBM-Manager „SAP on IBM Power Systems“) wird einen Überblick über IBM i in der „Kognitiven Ära“ geben, während Alison Butterill (Programm-Direktorin „Offering Management for IBM i“) erläutert, wie der Hersteller IBM i in die IT-Landschaften der Zukunft „einpassen“ wird, die von mehr KI, IoT und kognitivem Computing stärker geprägt sein wird. Dafür sei IBM i mit seiner integrierten Datenbank, dem hohen Sicherheitsniveau, mehreren Programmiersprachen und guten Verbindungen zu den aktuellsten kognitiven Anwendungen „perfekt positioniert“.

Die IBM-Experten Scott Forstie, Eric Kass und Ron Schmerbauch stellen dann im Detail die Neuerungen in IBM i 7.4 und insbesondere die Hochverfügbarkeitslösung Db2 Mirror for i vor, auch im Zusammenspiel mit den High-Availability-Konzepten der SAP.

Power Enterprise Pools 2.0

Sabine Jordan geht auf die aktuellen Neuerungen bei der Power-Hardware ein – und verspricht auch einen „Deep Dive“ in die Technologien Power Enterprise Pools 2.0. Darüber hinaus vermittelt Christian Bartels einen Überblick über den aktuellen Stand der SAP & IBM i Release-Support-Matrix und die jüngsten Entwicklungen bei SAP@Db2 for i, inklusive des Status der SAP-Zertifikation für IBM i 7.4, das ab dem 21. Juni – kurz vor Beginn des Summit – erhältlich sein soll. IBM-Experte Bartels geht in einem zweiten Vortrag auch darauf ein, was S/4 Hana für SAP@IBM i bedeutet.

Die Veranstaltungssprache ist Englisch; die Teilnahme ist kostenlos. Die komplette Agenda mit allen geplanten Vorträgen finden Sie hier.

Bildquelle: Vlad Fara/Unsplash

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DV-Dialog ERP Betriebssystem IBM i Berthold Wesseler
news-23122 Thu, 13 Jun 2019 12:31:11 +0200 Serviceware kauft Cubus http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/serviceware-kauft-cubus-23122/ Die Firma Serviceware SE, Bad Camberg, investiert die aus dem Börsengang im April 2018 erlösten 60 Mio. Euro weiter in ihre Wachstumsstrategie – und meldet heute die vollständige Übernahme des OLAP-Experten Cubus AG. Dieser IBM-Partner mit Hauptsitz in Herrenberg ist seit über 25 Jahren am Markt und betreut mit rund 40 Mitarbeitern Kunden wie Ritter Sport, DHL, Mastercard und Uvex. Hatte Serviceware vor gut einem Jahr noch 285 Menschen angestellt, sollen es Ende 2019 schon rund 500 sein. Bereits im vergangenen Jahr hatte Serviceware sein Angebot mit dem Erwerb des Knowledge-Management-Spezialisten Sabio ausgebaut. Jetzt kommt Cubus hinzu, ein Anbieter von Software im Bereich Corporate-Performance-Management und Business-Intelligence (CPM/ BI). Die Software-Schmiede erzielt nach Firmenangaben einen profitablen Umsatz im mittleren Millionen-Euro-Bereich, davon bereits mehr als 40 Prozent außerhalb Deutschlands. Mittlerweile setzen mehr als 160 Unternehmen weltweit die Cubus-Software ein – darunter auch Kunden in Nordamerika.

Finanzmanagement im Fokus

Die Cubus-Softwareprodukte, die u.a. auf den IBM-Produkten der Cognos-Familie oder auf Oracles Essbase aufsetzen, ermöglichen es Unternehmen und einzelnen Profit-Centern, ihre finanziellen KPIs zu analysieren und auf dieser Basis Planungen, Prognosen und Simulationen für die künftige Entwicklung von Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Kapitalflussrechnung zu erstellen.

Serviceware will die Cubus-Software mit der eigenen Software-Plattform für das Enterprise-Service-Management (ESM) inklusive der Finanzmanagementsoftware Anafee verbinden – mit Blick auf den Corporate-Finance-Bereich von Unternehmen. Diese Software-Kombination ist insbesondere für große und mittelständische Unternehmen attraktiv, die ihre „Shared Services“ in Tochtergesellschaften oder als Profit-Center betreiben.

„Wir können mit dieser Plattformlösung aus einer Hand künftig auch große Kunden noch wirkungsvoller adressieren und sehen zudem erhebliche Cross-Selling-Potenziale zwischen unserer bisherigen Kundenbasis und den Kunden von Cubus“, erklärt Dirk Martin, CEO und Gründer von Serviceware. „Unsere Strategie mit den drei Säulen – Ausbau unserer ESM-Plattform, verstärkte Adressierung von Großkunden und forcierte Internationalisierung – setzen wir weiter unbeirrt um.“

„Mit der Serviceware haben wir den perfekten Partner, um unser Wachstum weiter zu beschleunigen“, sagt Harald Matzke, Mitgründer und Vorstand der Cubus AG. „Die Produkte und Kompetenzen ergänzen sich ideal. Für Kunden ergeben sich deutliche Mehrwerte aus dem integrierten Produktportfolio.“

Wer ist Serviceware?

Serviceware, ein Anbieter von Software zur Automatisierung von Serviceprozessen mit aktuell mehr als 400 Mitarbeitern, steigerte den Umsatz im Geschäftsjahr 2017/2018, das am 30. November endete, um 24,4 Prozent auf 55,2 Mio. Euro. Die modulare ESM-Plattform besteht aus den Software-Modulen Helpline (Servicemanagement), Anafee (Finanzmanagement), Careware (Außen- und Kundendienstmanagement), Sabio (Wissensmanagement) und jetzt auch Cubus (Corporate Performance Management / Business Intelligence). Das Unternehmen bedient nach eigenen Angaben mehr als 800 Kunden aus verschiedensten Branchen.

Die beiden Gründer und Geschäftsführer Dirk K. Martin und Harald Popp brachten ihre Firmengruppe PMCS Helpline Software am 20. April 2018 an die Börse; seitdem firmiert sie als „Serviceware SE“ (mit dem Beinamen „We live Service“ – Wir leben Service).

Die Anfänge liegen Mitte der 1990er-Jahre im Projektgeschäft des IT-Dienstleisters Comma Soft AG – und einem Ticketing-System zur strukturierten und teamübergreifenden Bearbeitung von Anwenderbeschwerden bei Störungen in IT-Systemen entwickelt. 2003 übernahmen dannMartin und Popp die Rechte an der Software Helpline und entwickelten daraus eine integrierte Servicemanagement-Software mit Unterstützung für die Prozesse im Incident-Management, Problemmanagement sowie Asset- und Konfigurations-Management weiter.

Bildquelle: Serviceware

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Berthold Wesseler DV-Dialog Servicemanagement und Helpdesk
news-23120 Thu, 13 Jun 2019 11:18:00 +0200 Erster 5G-Anruf Deutschlands bei Vodafone http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/erster-5g-anruf-deutschlands-bei-vodafone-23120/ Kaum war die 5G-Auktion beendet, führte Vodafones CEO Hannes Ametsreiter all seiner Kritik zum Trotz bereits Deutschlands erstes 5G-Videotelefonat. Öffentlichkeitswirksam im echten 5G-Netz. An der ersten echten 5G-Station, die Vodafone in Betrieb genommen hat. Mit dem ersten echten 5G-Smartphone, einem Galaxy S10 5G von Samsung. Die notwendige Netztechnologie wurde gemeinsam mit Ericsson realisiert. 5G ist jetzt. Vom Planen und Bieten geht es jetzt endlich ans Machen“, so Ametsreiter beim symbolischen Startschuss. Am anderen Ende der Leitung: Vodafones Technik-Chef Gerhard Mack. Sein Team hat den ersten 5G-Masten in Rekordzeit aktiviert. „Dafür haben wir hart gearbeitet. Ich bin stolz, dass wir bei 5G ganz vorne dabei sind“, so Mack. In Kürze solle der weitere 5G-Ausbau beginnen.

5G zunächst vor allem für die Industrie

„Wir glauben daran, dass Deutschland schnell eine starke Infrastruktur braucht. Zu Beginn bringen wir 5G vor allem in die Industrie. Also dorthin, wo bereits die ersten 5G-Innovationen bereitstehen. Außerdem bringen wir 5G als Ersatz für langsames DSL aufs Land“, so Ametsreiter weiter. „Bis 2021 wollen wir 5G mit den dafür nötigen Frequenzen für bis zu 20 Millionen Menschen in Deutschland verfügbar machen. Zugleich bringen wir LTE und unser Maschinennetz Narrowband IoT weiter in die Fläche. All das zu stemmen, wird eine immense Herausforderung. Deshalb brauchen wir in Deutschland endlich investitionsfreundliche Rahmenbedingungen.“

Damit der Mobilfunk-Ausbau in Deutschland schnell gelingt, fordert Ametsreiter jetzt eine investitionsfreundliche Politik. „Bei der Frequenz-Auktion wurden Milliarden investiert, die wir lieber in echte Mobilfunkmasten investiert hätten“, so Ametsreiter. „Noch können wir den entstandenen Schaden gemeinsam reparieren.“

Man habe offenbar nicht aus den Fehlern der sündhaft teuren UMTS-Auktion gelernt, konstatierte Ametsreiter. Nötig sei ein „echtes Reinvestitions-Programm, das die Branche gemeinsam mit der Politik ausarbeitet. Zum Beispiel ein 5G-Bündnis, bei dem die Netzbetreiber die Gelder, die in 5G-Frequenzen geflossen sind, in neue Mobilfunk-Stationen investieren können. Das wäre ein riesiger zusätzlicher Schub für den Netzausbau.“ Für die knapp 6,6 Mrd. Euro, die in die Lizenzen geflossen sind, könnten mehr als 50.000 neue Mobilfunk-Stationen gebaut werden. „Mit diesen Mitteln könnten wir die Funkloch-Debatte in Deutschland ein für alle Mal beenden“, so Ametsreiter.

Erste 5G-Projekte mit der Industrie starten

Vodafone startet im Live-Netz schon in Kürze erste 5G-Projekte mit der Industrie. Zu den ersten 5G-Partnern zählen unter anderem die Ego Mobile AG und Continental. „Industriehallen werden effizienter. Produktionsprozesse digitaler. Und Autos sicherer“, so Hannes Ametsreiter.

5G schneidert die verfügbaren Kapazitäten entsprechend der lokalen und individuellen Anforderungen auf Maß. Bandbreite und Volumen variieren zwischen den 5G-Masten. So können beispielsweise lokale Campus-Netze in der Industrie spezifisch angepasst werden. An ersten Standorten will Vodafone mit 5G noch in diesem Jahr Gigabit-Geschwindigkeiten nach Deutschland bringen. Die Reaktionszeiten (Latenz) an den 5G-Standorten verringern sich in der Spitze auf weniger als 10 Millisekunden.

Bildquelle: Vodafone

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DV-Dialog Netzwerk
news-23111 Wed, 12 Jun 2019 16:17:48 +0200 Genesys AI http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/genesys-ai-23111/ Der kalifornische Contact-Center-Hersteller Genesys stellt neue Orchestrierungsfunktionen mit eingebauter KI vor. Genesys AI verbindet bereits vorhandene und Drittanbieter-Technologien und soll auch für Mittelständler das Management der sogenannten „Customer Journey“ vereinfachen. Derzeit setzen Unternehmen mehr und mehr unterschiedlichste KI-Lösungen ein, um spezifische Herausforderungen zu lösen. Dadurch bleiben die Daten allerdings fragmentiert, so dass die KI bei der Kunden- und Mitarbeiterinteraktion nicht ihr volles Potenzial entfalten kann. Entsprechend halten sich auch die positiven KI-Effekte auf die Geschäftsergebnisse in Grenzen.

Dem will Genesys mit den neuen Orchestrierungsfunktionen entgegenwirken, die für eine Zusammenarbeit zahlreicher KI-Anwendungen für Marketing, Vertrieb und Service in Echtzeit sorgen sollen. Durch die Einbeziehung aller relevanten Daten der gesamten Kundenreise lassen sich laut Genesys-Manager Peter Graf KI-Prozesse „an jedem Berührungspunkt orchestrieren, messen und optimieren. Auf diese Weise können Unternehmen Automatisierung, Kommunikationskanäle sowie Marketing- und Verkaufsangebote individuell auf Kunden zuschneiden und so eine neue Ebene der Personalisierung erreichen.“

KI-Silos aufbrechen

Laut Graf werden über Sprach- und Digital-Kanäle hinweg native und Drittanbieter-KI-Technologien auf einfache Weise nahtlos verbunden und verwaltet. Dank zentralisierter Orchestrierung lassen sich komplexe Zusammenhänge abbilden, zahlreiche Systemintegrationen im Backend durchführen und KI-Anbieter wechseln. Integriert werden zum Beispiel Kate, die virtuelle Kunden- und Mitarbeiterassistentin, sowie KI-Lösungen von Drittanbietern wie Amazon Lex, Google Cloud Contact Center AI, Nuance und IBM Watson.

Der Ansatz, einmalig zu entwickeln und dies dann auf alle Kanäle anzuwenden, verkürzt die Einführungszeiten der KI-Technologien: Mikroanwendungen reduzieren die Entwicklungszeit laut Graf um 90 Prozent. Daneben sollen verbesserte Analysefunktionen dazu beitragen, die Time-to-Value, also die Zeit vom Projektstart bis zur tatsächlichen Verfügbarkeit eines Services für Kunden, um 40 bis 60 Prozent zu verkürzen.

Kundenvorteile durch KI

So konnte Entel, ein goßes Telekommunikationsunternehmen in Chile, in nur sechs Monaten seinen Gewinn um fünf Prozent steigern, indem Genesys AI alle Kundeninteraktionen mit Technologien von Google Cloud und IBM Watson orchestrierte. Und Genesys-Kunde DNB, Norwegens größter Finanzdienstleister, erzielte zum Beispiel eine höhere Genauigkeit, was zu präziseren Vorhersagen und schnellerer Beantwortung von Kundenanfragen führt.

„Unternehmen setzen KI heute in unterschiedlichen Anwendungen zur Optimierung ihres Kundenservices ein: Von dem automatisierten Self-Service mit Voicebots, zu Chatbots beim Instant-Messaging oder Interactive-Voice-Response", sagt Peter Graf, Chief Product Officer von Genesys. Diese Technologien könne man nun gekonnt verknüpfen und die Daten- und Ereignisströme synchronisiert. „Diese KI-Funktionen stellt Genesys Cloud, unsere Innovationsplattform, bereit, um neue Wege zur Optimierung von Kunden- und Mitarbeiterabläufen zu ermöglichen.“

Kunden- und Mitarbeiterinteraktionen orchestrieren

Genesys AI stellt das gemeinsame Daten-Rahmenwerk für alle KI-Integrationen bereit, so dass die Systeme nicht in Silos arbeiten. Es erfasst, verarbeitet und analysiert Daten von Drittanbietern auf die gleiche Weise wie die seiner eigenen KI-Anwendungen, etwa Genesys Predictive Routing, Altocloud Predictive Engagement oder den Lösungen für automatisierte Prognosen und Personalplanung. Neben der Orchestrierung ermöglicht Genesys AI unter anderem Echtzeit-Prognosen, Sprach- und Textanalysen und die Automatisierung von Self-Service-Angeboten.

Ein Beispiel ist die Koordination zwischen Genesys AI und Voice- und Chatbots: Beginnt ein Kunde eine Interaktion mit einem Bot, erkennt Genesys AI, ob eine Eskalation erforderlich ist. Per Predictive-Routing identifiziert das System den passenden Mitarbeiter und übergibt diesem die Anfrage – mit allen Informationen. Darüber hinaus stellt Genesys ein neues Analyse-Dashboard vor, mit dem Unternehmen Kundenabsichten besser verstehen, die Eindämmungsraten visualisieren und die Bot-Nutzung optimieren können – und das auf einen Blick.

Genesys und IBM

Das 1990 in Kalifornien gegründete Unternehmen Genesys zählt mittlerweile nach eigenen Angaben über 11.000 Firmen in mehr als 100 Ländern zu den Anwendern seiner „Customer Experience Platform“, die alljährlich mehr als 25 Milliarden Kundenkontakte managt. Ende 1999 von Alcatel akquiriert, agiert Genesys seit der Übernahme durch die Investoren Permira und Technologie Crossover Ventures im Februar 2012 wieder eigenständig.

Speziell mit IBM gibt es eine langjährige Zusammenarbeit, nicht nur bei Watson. So erwarb Genesys 2001das IBM-Produkt Callpath zur Computer-Telephonie-Integration (CTI) und begründete im März 2002 eine strategische Allianz zur Verknüpfung seiner Contact-Center-Systeme mit Websphere, Db2 und den IBM-Servern dahinter. Schon damals betreuten beide Hersteller bereits mehr als 400 Kunden weltweit gemeinsam – und Genesys erweiterte die Integrationsmöglichkeiten mit den IBM-Produkten Websphere Voice Response und Websphere Voice Server sowie insbesondere auch die iSeries – wie seinerzeit der Vorläufer von IBM Power i noch genannt wurde.

Bildquelle: Pixabay

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CRM Berthold Wesseler DV-Dialog
news-23100 Tue, 11 Jun 2019 18:28:03 +0200 Was wird aus dem Support für A9000/R und XIV? http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/was-wird-aus-dem-support-fuer-a9000r-und-xiv-23100/ Infinidat, israelischer Anbieter von Multi-Petabyte-Datenspeichern mit Niederlassung in München, stellte jetzt sein Datenrettungsprogramm für IBM-Kunden vor, die wegen der Reorganisation des „Storage Innovation Centers“ in Tel Aviv besorgt sind. Im Zuge dieser Reorganisation wurden auch lange Jahre für IBM tätige Experten entlassen, die den Kundensupport für Speichersysteme wie A9000/R oder XIV sichergestellt haben. Im Rahmen der neuerlichen Entlassungswelle feuert IBM auch Dutzende von Mitarbeitern im Forschungs- und Entwicklungszentrum Tel Aviv. Diese Entlassungen sind Berichten aus Israel zufolge eine Konsequenz der IBM-Pläne, den Support für Speicherprodukte wie XIV Gen3 im Oktober 2019 einzustellen. Infinidat entwickelte das Programm laut Vertriebsleiter Berthold Höflich deshalb „als Reaktion auf eine Vielzahl von Anfragen von IBM-Kunden hinsichtlich des wachsenden Drucks, von High-End- zu Low-End-Storage überzugehen.“

Viele IBM-Kunden vor dem Absprung?

Mit einer kostenfreien und risikolosen Migration auf das eigene Produkt Infinibox will Infinidat der Unsicherheit begegnen. „Derzeit sind viele IBM-Storage-Kunden auf die Suche nach einer Exit-Strategie“, beobachtet Höflich – und verspricht einen „schnellen und zuverlässigen Storage im Petabyte-Bereich zu fairen Kosten. Wir hoffen, künftig auch Storage-Kunden von IBM damit unterstützen zu können.“

Im Rahmen des Programms hat jeder IBM-Kunde weltweit mit einem laufenden Support-Vertrag für A9000/R, XIV oder andere IBM-Speichersysteme Anspruch auf eine kostenlose Datenmigration auf die Infinibox. Das Infinibox-FLX-Programm umfasst auch Pay-as-you-go-Preismodelle, eine hundertprozentige Verfügbarkeitsgarantie und eine kostenlose Aktualisierung der Hardware alle drei Jahre – und das auf Lebenszeit.

Auch ein Cap-Ex-Modell mit Capacity-on-Demand

Für Kunden, die Storage-System erwerben möchten, bietet Infinidat auch ein Cap-Ex-Modell mit Capacity-on-Demand an. Kunden können damit je nach Bedarf sofort Kapazität nutzen und erst später dafür bezahlen. Um Risiken weiter zu minimieren, stellt Infinidat auch die Datenmigrationsdienste für die InfiniBox oder die InfiniBox FLX für die meisten Installationen ohne Aufpreis zur Verfügung.

Das Unternehmen Infinidat wurde 2011 vom IBM-Fellow Moshe Yanai gegründet, kurz nachdem er sein Unternehmen XIV im Jahr 2008 für schätzungsweise 300 Mio. Dollar an IBM verkauft hatte. Zuvor war Yanai einer der geistigen Väter der Speicherfamilie Symmetrix von EMC. Mit Infididat vermarktet er jetzt Software-orientierte Speicherarchitektur, um eine Revolution im Daten-Management einzuläuten.

Erklärtes Ziel ist es, den den Konflikt aus widersprüchlichen Anforderungen an Speicherlösungen – größer, schneller und kostengünstiger – aufzulösen. Mit seiner Technologie verspricht Yanai nicht nur eine Latenzzeit von weniger als einer Millisekunde, sondern auch eine fast hundertprozentige Zuverlässigkeit („von sieben Neunen“) und eine Hyperscale-Kapazität bei deutlich geringeren Gesamtbetriebskosten im Vergleich zu herkömmlichen Storage-Technologien.

Bildquelle: Infinidat

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Berthold Wesseler DV-Dialog Storage
news-23097 Tue, 11 Jun 2019 16:16:42 +0200 Bison wird schlanker http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/bison-wird-schlanker-23097/ Die Bison Schweiz AG, eine im IBM-i-Markt aktive Geschäftseinheit der Schweizer Genossenschaft Fenaco, veräußert ihre Tochter Europa3000. „Der Verkauf resultiert aus einer Strategieüberprüfung seitens der Bison sowie einer konkreten Anfrage aus dem Partnerumfeld“, heißt es heute in der Pressemitteilung. Wie geht es mit Europa3000 weiter? Diese Frage stellte sich bereits im Jahr 2015, nachdem der Agrarkonzern Fenaco die volle Kontrolle über seine in Schieflage geratene IT-Tochter Bison übernommen hatte. Beantwortet hat der damalige Europa3000-CEO Pascal Broye diese Frage seinerzeit noch damit, dass eine engere Kooperation mit Bison angestrebt werde.

Heute heißt es dagegen in der Presseinformation: „Die Fenaco Bison, eine Geschäftseinheit der Genossenschaft mit 300 Mitarbeitenden an verschiedenen Standorten in der Schweiz und in Deutschland, hat entschieden, dass das auf alle Branchen ausgerichtete KMU-Produktportfolio der Europa3000 AG nicht ihrer strategischen Ausrichtung entspricht, da sich Bison auf IT-Lösungen für mittlere und größere Unternehmen des Handels fokussiert.“ Hinzu kam, dass die Geschäfte von Europa3000 offenbar nicht rund laufen: Wurden im Jahr 2015 noch 35 Menschen beschäftigt, sind es heute noch 20 am Standort Aarau.

Der Markenname bleibt Europa3000 bestehen

Infolge einer konkreten Anfrage aus dem Partnerumfeld wurden laut Séverine Leutwiler, Leiterin Back Office bei Fenaco, die Verkaufsverhandlungen mit den Interessenten aufgenommen und jetzt erfolgreich abgeschlossen. Käufer sind die beiden Partner Computerfuchs AG in Brienz (bei Bern) – mit Geschäftsführer Markus Fuchs – sowie Mathys Informatik AG in Unterentfelden (im Aargau) – mit Geschäftsführer Beat Mathys. Der Verkauf erfolgt am 1. Juli 2019 rückwirkend zum 1. Januar 2019. Gemeinsam erwerben beide Partner 100 Prozent aller Aktien der Europa3000 AG. Zum Kaufpreis wurde nichts gesagt.

Gesagt wurde allerdings, dass die komplette Belegschaft von Europa3000 übernommen werden soll. „Der Standort in Aarau sowie der Markenname Europa3000 AG bleiben bestehen“, betont Florian Bernauer, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Bison. Er sei überzeugt, dass die Übernahme Europa3000 „nachhaltig stärkt und sich dies positiv auf den Kundenstamm sowie die Mitarbeitenden auswirkt“, denn die beiden Käufer seien seit 30 Jahren Partner von Europa3000 und würden deren Lösung erfolgreich im Schweizer Markt vertreiben bzw. projektieren.

Die Bison Schweiz AG hat sich spezialisiert auf die Entwicklung und Einführung von Business-Software für den gehobenen Mittelstand. In Sursee wird das ERP-System Bison Process speziell für Fenaco, aber auch auf der Plattform IBM i für verschiedene Branchen entwickelt; erst jüngst wurde ein Großprojekt bei Rutronik gestartet. Am Standort Kaiserslautern wird das auf den Gross- und Einzelhandel spezialisierte Warenwirtschaftssystem Bison Process Retail (x-trade) mit einer integrierten Lager- und Filialverwaltung vertrieben. Bison bietet seinen Kunden auf Basis der Branchenpakete auch die Möglichkeit der individuellen Ausprägung. Des Weiteren wird am Standort Hamburg die ERP-Standard-Lösung Bison Process Trading vertrieben, die spezifisch ausgelegt ist für den internationalen Rohstoff- und Partiehandel (Commodities) sowie den Import von Textilien, Schuhen und Fertigwaren.

Bildquelle: Pixabay

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Berthold Wesseler DV-Dialog ERP
news-23090 Tue, 11 Jun 2019 10:18:21 +0200 Kostspielige SAP-Einführung bei V-Zug http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/kostspielige-sap-einfuehrung-bei-v-zug-23090/ Die Metall Zug Gruppe, ein Industriekonzern aus der Schweiz, meldete am Freitag gravierende Probleme ihrer Tochter V-Zug mit dem im vergangenen Sommer neu eingeführten ERP-System. Dabei hatte der SAP-Partner Oneresource am 4. Juli 2018 gemeldet: „V-Zug konnte heute Morgen erfolgreich ihren digitalen Kern mit SAP S/4 Hana 1709 live schalten.“ Und weiter: „Wir gratulieren V-Zug und ihren Mitarbeitenden zu diesem großartigen Erfolg.“ Doch Erfolg sieht anders aus, denn die Muttergesellschaft Metall Zug meldete am Freitag: „Kosten und Ertragsausfälle als Folge der SAP-Einführung bei der Tochter V-Zug und Rückstellungen für Bodensanierungen am Standort Zug im Umfang von rund 14 Mio. Schweizer Franken belasten das Betriebsergebnis 2019.“

Metall Zug, eine konzernmäßig geführte Gruppe von Industrieunternehmen mit Hauptsitz in Zug, umfasst vier Geschäftsbereiche mit insgesamt rund 5.000 Beschäftigten. Zum Geschäftsbereich Haushaltapparate gehören die Schweizer V-Zug AG mit ihren ausländischen Töchtern sowie die V-Zug Kühltechnik AG, Sibir und Gehrig.

Weil bei V-Zug außer den Rückstellungen für Bodensanierungen am Standort Zug in Höhe von rund 14 Mio. Schweizer Franken auch SAP-bedingte Kosten das Ergebnis belasten, erwartet die Gruppe für das erste Halbjahr 2019 ein Betriebsergebnis in der Größenordnung von 0 Mio. Franken gegenüber 36.4 Mio. Franken in der Vergleichsperiode im Vorjahr.

Bereits bei der Publikation des Jahresergebnisses 2018 vom 21. März 2019 ging Metall Zug von einem schwierigen und unsicheren Umfeld aus und hatte u.a. aufgrund „dieser Einschätzung sowie der Belastungen im Zusammenhang mit den sich überlagernden und vielfältigen strategischen Zukunftsprojekten wie Digitalisierung, Transformation der Produktionsstandorte der V-Zug“ auf eine Aussage zum Betriebsergebnis 2019 verzichtet. Jetzt werde der Rückschlag ausgeprägter, was eine Senkung der Gewinnschätzung für 2019 von 130 auf 70 Franken nötig mache.

Probleme nach der Ablösung des IFS-Systems

V-Zug hat noch immer mit ungelösten Probleme nach der Ablösung des IFS-Systems zu kämpfen. Diese Probleme haben 2018, aber auch in den zurückliegenden gut fünf Monaten wiederholt dazu geführt, dass Kundenaufträge nicht oder nicht rechtzeitig abgewickelt werden konnten. Weiter heißt es: „Obwohl die Metall Zug Gruppe im zweiten Halbjahr im Vergleich zum ersten Halbjahr traditionell ein höheres Betriebsergebnis erarbeitet, muss davon ausgegangen werden, dass der Rückstand zum Vorjahresergebnis nicht mehr aufgeholt werden kann.“

Dabei hatte im vergangenen Sommer noch alles nach einer erfolgreichen Umstellung geklungen. Das 2012 gegründete Unternehmen Oneresource mit Sitz in Wil begleitete das Projekt mit über 1.500 Usern und zahlreichen Umsystemen nach eigenen Angaben „inhaltlich in der Konzeptionsphase, unterstützte die Projektleitung während der Implementierung und leistete mit dem Cutover-Management einen wesentlichen Beitrag zum erfolgreichen Go-Live.“

Die Kunst, Schnittstellen zu bauen

Abgelöst hat V-Zug ein bewährtes ERP-System des Herstellers IFS. Das historisch gewachsene, im Laufe der Zeit zu rund 80 Prozent hochindividualisierte ERP-System habe das Lebensende erreicht, begründete CEO Dirk Hofmann im Jahr 2017 in der Handelszeitung die Ablösung. SAP solle das „digitale Rückgrat und Stammdatensystem“ bilden, an das die Kernelemente des Unternehmens „angehängt“ werden. Von den ursprünglich 65 Teilsystemen sollten eigentlich nur noch 20 bis 30 übrig bleiben. Zentral sei dabei, das wichtige Kernprozesse wie beispielsweise das hauseigene, V-Zug von der Konkurrenz durch seine Ausgereiftheit unterscheidende Service-Management, nahtlos in das SAP-System eingebunden würde. „Schnittstellen zu bauen, das ist die große Kunst“, so Hofmann damals.

Ziel der jetzt von S/4 unterstützten Innovationsprojekte bei V-Zug ist es, die Produktion der Haushaltsgeräte vernetzt und „intelligent“ gemäß Industrie 4.0 und die Logistik bzw. Supply-Chain effizienter zu gestalten. T-Systems zeichnet als Outsourcer für den Basis-Betrieb der Systeme von V-Zug verantwortlich. Die eigentlichen Applikationen dagegen werden von V-Zug weiterhin selbst betrieben.

Kein Projekt für Kostensenkung

„Es ist kein IT-Outsourcing-Projekt aus Kostengründen“, erklärte IT-Leiter Michael Fell das Outsourcing noch im Oktober gegenüber den Kollegen vom Inside-IT. „Wir brauchen freie Kapazität für die Digitalisierung.“ Außerdem wolle man vom Knowhow der T-Systems bei IoT-Projekten und im Industrieumfeld profitieren, denn bei V-Zug gebe es Maschinen, die 20 oder 25 Jahre alt sind und deren Steuerung noch mit Windows 3.11 laufen. Diese Maschinen wolle und könne man nicht ersetzen, sondern werde sie modernisieren. T-Systems werde also einerseits die Basis-Infrastruktur von V-Zug betreiben und solle andererseits als Co-Creator helfen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Übrigens hat Michael Fell das Unternehmen verlassen; Jean-Claude Flury stieg zu Jahresbeginn bei V-Zug zum Head of IT auf.

 

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Berthold Wesseler DV-Dialog ERP
news-23078 Mon, 10 Jun 2019 17:25:42 +0200 Outsourcing der SAP-Sicherheit http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/outsourcing-der-sap-sicherheit-23078/ Auch SAP-Systeme werden als Einfalltor von Hackern, Wirtschaftsspionen und Insidern genutzt, um Zugriff auf Informationen zu bekommen, die sich gut verkaufen oder missbräuchlich nutzen lassen. Eine Gegenmaßnahme kann die Sicherheitslösung SAP Enterprise Threat Detection sein. Die im Herbst 2014 von SAP eingeführte Sicherheitslösung SAP ETD hilft die Angriffsversuche in Echtzeit zu erkennen und beschleunigt damit die Einleitung gezielter Gegenmaßnahmen. Weil aber für Einrichtung, Inbetriebnahme und Betrieb von ETD tiefes SAP- und Sicherheits-Knowhow nötig ist, bieten die Experten der 1979 gegründeten IBS Schreiber GmbH einen entsprechenden Managed-Service für SAP-Kunden an. Vorteil des Outsourcings: Die interne IT-Abteilung muss nur noch dann aktiv werden, wenn sie kritische Vorfälle gemeldet bekommt — den Rest erledigen die Hamburger Sicherheitsexperten.

Direkte Reaktion auf kritische Vorfälle

Das ist ein entscheidender Vorteil, denn gemäß Untersuchungen des Ponemon Institutes (2015) kann es bis zu 197 Tagen dauern, bis Unternehmen überhaupt von bereits stattgefundenen Cyberangriffen erfahren. Nutzt man hingegen ETD, kann man Angriffe sofort erkennen, eventuell sogar noch den Schaden reduzieren oder zumindest forensische Untersuchungen einleiten, solange die Spuren noch frisch sind.

Leider gibt es wie gesagt einen Haken: Die Einrichtung und Wartung dieser Sicherheitslösung und die korrekte Interpretation der Warnmeldungen erfordern tiefes SAP- und Sicherheitswissen, das in einer IT-Abteilung in der Regel nicht in ausreichendem Maße vorhanden ist. Wenn sich SAP-Kunden trotzdem absichern möchten, können sie die IBS-Dienstleistung „Managed Security Service für SAP ETD“ nutzen, bei dem die externen Sicherheitsexperten das ETD-System beim Kunden konfigurieren, managen, aktualisieren und überwachen.

Damit wird laut IBS-Geschäftsführer Thomas Tiede eine kontinuierliche Sicherheitsüberwachung der SAP-Systeme im Rahmen des Service-Level-Agreements (SLA) gewährleistet. Betrieben wird der Managed-Security-Service in einem ISO 27001 zertifiziertes Rechenzentrum mit höchsten Sicherheitsstandards – also in einer DMZ, mit abgesicherter Infrastruktur und doppelten Firewalls.

Initiale Analyse

Nach einer initialen Analyse der zu überwachenden SAP-Systeme und Datenbanken erfolgt die individuelle ETD-Konfiguration, passend zum jeweiligen Schutzbedarf der kritischen Daten. In den ersten drei Monaten nach Produktivstart wird das Sicherheitssystem optimiert. Da in der Regel sehr viele falschpositive Alarme anfallen, ist diese Phase arbeitsintensiv, aber erfolgsentscheidend. Danach überführt IBS Schreiber das ETD-System in den Regelbetrieb, wobei es kontinuierlich gegen aktuell genutzte Angriffsmuster gehärtet wird.

Die IT-, SAP- und Sicherheitsabteilungen in den Unternehmen dürften laut Tiede in vielerlei Hinsicht profitieren: Sie brauchen kein zusätzliches Personal aufbauen und dessen Knowhow aktuell halten. Um die regelmäßig notwendigen Aktualisierungen des ETD kümmert sich der Dienstleister. Bei sicherheitsrelevantem Handlungsbedarf erfolgt ein Alarm auf vorher festgelegten Eskalationswegen und im vertraglich definierten SLA-Umfang. Der SAP-Absicherungsgrad wird sich in der Regel sprunghaft verbessern. Dank der Kombination von technischem, organisatorischem und fachlichem Knowhow kann IBS dabei alle Aspekte von Governance, Risk & Compliance-Strategie (GRC) sowie IT-Sicherheitskonzeption aus einer Hand planen, prüfen und umsetzen.

„Da die Komplexität der IT-Systeme, die Bedrohungslage, der Expertenmangel und das notwendige Fachwissen zur Abwehr von Cyberangriffen kontinuierlich zunehmen, dürften Managed-Security-Services zukünftig an Relevanz für Sicherheitsverantwortliche gewinnen“, meint Thomas Tiede.

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DV-Dialog ERP
news-23077 Sat, 08 Jun 2019 19:03:37 +0200 Schon wieder Stellenabbau bei IBM http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/schon-wieder-stellenabbau-bei-ibm-23077/ Nach 2016 und 2017 entlässt IBM auch in diesem Jahr wieder viele Beschäftigte. Von der aktuellen Welle sind weltweit wohl 1.700 Menschen betroffen, also 0,5 Prozent der Gesamtbelegschaft (rund 340.000 Personen). Auch in Deutschland gibt es Entlassungen; Hintergrund ist ein Umgang der IBM mit seinen Beschäftigten, der in einer juristischen Einschätzung der Gewerkschaft Verdi „skandalös“ genannt wird.

Aktuell gibt es bei IBM aber auch über 7.000 offene Stellen – und mit der geplanten Übernahme des Linux-Hauses Red Hat wird IBM in der zweiten Jahreshälfte die Belegschaft um rund 13.000 Köpfe verstärken.

Es wird daher spekuliert, dass dieses Jahr mehr als 17.500 IBMer gehen müssen, um den berühmten „Headcount“ im angestrebten Rahmen zu halten. Mehr Details zu den Entlassungen bei IBM finden sich auf der Website „The Layoff“.

Ob angesichts dieses Umgangs mit den Mitarbeitern die offenen Stellen besetzt werden können, scheint fraglich. Durch interne Lösungen könnte die drohende nächste Entlassungswelle allenfalls etwas gemildert werden.

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Berthold Wesseler DV-Dialog IT-Markt
news-23076 Sat, 08 Jun 2019 18:06:36 +0200 DNUG mit neuem Vorstand http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/dnug-mit-neuem-vorstand-23076/ Auf der 46. Jahreskonferenz der DNUG in Essen trafen sich am 4. und 5. Juni über 300 Teilnehmer, um sich über die Collaboration-Anwendungen der IBM zu informieren. Das bestimmende Thema: Wie geht es mit Domino, Notes, Connections & Co. weiter? Wann übernimmt HCL das Anwendungs-Portfolio von IBM? Außerdem wählte der ehemalige Lotus-Anwendervereins DNUG e.V. im 25sten Jahr des Bestehens einen neuen Vorstand. Unter der Überschrift „A new Beginning!“ setzte Richard Jefts, General Manager bei HCL für den Bereich „Digital Solutions“, auf der Essener Konferenz mit seiner Keynote den ersten Akzent. Allerdings war leider weder von ihm und seinen HCL-Kollegen noch von IBM endgültiger Klartext zur künftigen Produkt- und Vermarktungsstrategie zu hören, weil die allseits vor der Veranstaltung erwartete Zustimmung der US-Behörden zu dem Ende 2018 angekündigten Verkauf der ehemaligen Lotus-Produktfamilie an den indischen Konzern sich weiter verzögert und jetzt erst Anfang Juli erhofft wird.

HCL darf also immer noch nicht über Produkte sprechen, die heute noch rechtlich der IBM gehören, wie z.B. Connections. Das gilt aufgrund der schon seit 2017 bestehenden Entwicklungspartnerschaft nicht für die Produkte der Domino-Familie und erst recht nicht für Produkte, die HCL bereits zuvor erworben hatte, wie zum Beispiel für den „Forms Experience Builder“, der nun HCL Leap heißt, oder für das in HCL Safelinx umgetaufte VPN-Produkt „Mobile Connect“.

Zentralisierung der Produktentwicklung

Klar machte Jefts vor allem eines: Anders als IBM will HCL alle Produkte der Digital-Solutions-Familie in einem Labor entwickeln, um ein engeres Zusammenwirken der Software-Produkte zu ermöglichen. Geplant ist mittelfristig eine Veränderung der Architektur, die dieses Zusammenwirken zwischen den Tools unterstützt. Ziel ist eine Sammlung von Microservices, aus denen der Kunde sich dann nach Bedarf seine Anwendungen zusammenstellen kann.

Dazu gehören zwingend flexible Schnittstellen, die auch das Einbetten in vorhandene Infrastrukturen und Systeme anderer Hersteller vereinfachen soll. In dem Sinne sollen die Produkte „offen“ werden für den Einsatz mit SAP, Oracle, Microsoft, SAP oder Salesforce.com. Erste Ansätze dafür gibt es ja bereits in der im Oktober lancierten Version 10 von Domino, die seit kurzem auch auf IBM i lauffähig ist.

Mehr Client-Optionen für Domino Apps

Anders als viele Branchengrößen will HCL die Kunden nicht in die Cloud zwingen, wie das Commitment für on Premises beweisen soll – natürlich bei gleichzeitiger Unterstützung von hybriden und lupenreinen Cloud-Lösungen, die so auch von IBM übernommen werden sollen. „Wichtig ist auch der Ausbau der Client-Optionen für Domino Apps“, schreibt IBM-Manager Tom Zeizel in seinem Blog, der auch noch mehr Details aufführt. Zukünftig werden auch für klassische Domino-Apps mobile Geräte, wie iPad (heute verfügbar), iPhones und Android-Tablets unterstützt werden – Stichwort „Nomad“. Das wurde in Essen für alle – teilweise noch in Alpha-Versionen – live gezeigt.

Das 2015 von IBM lancierte E-Mail-Browser-Frontend Verse soll mit V11 bis Ende des Jahres komplettiert werden und mittels der Technologie „Web Assembly“ (WA) mit Nomad auf den Browsern zu einem ganz neuen „Thin Client“ kombiniert werden. Der wird von Zeizel als „äußerst performant“ tituliert, lässt sich über einen Appstore verteilen und mit CSS optisch verändern. Als moderne Alternative zum Notes-Client könnte Verse einen Umstieg auf z.B. Outlook wie einen Weg in eine Vergangenheit erscheinen lassen. Doch auch den Notes-Client will weiterentwickeln und für die neue V11, deren erste Designmuster auf der DNUG gezeigt wurden, bereits im Juli eine limitierte und später auch eine offene Beta-Version veröffentlichen.

Vier Vorstände, ein Ziel

Im 25sten Jahr des Bestehens des DNUG e.V. wurde ein neuer Vorstand gewählt. Vier Personen standen zur Wahl, die schon seit Jahren in der DNUG aktiv und mit der Vorstandsarbeit vertraut sind: Verena Hausmann (Universität Koblenz-Landau), Daniel Reichelt (Syncotec), Matthias Weichhold (Fiducia & GAD IT AG) und Jürgen Kringe (Softwerk).

Zwei verdiente Vorstände – Stefan Gebhardt und Jörg Rafflenbeul – traten nicht mehr an, weil sie in ihren eigenen Jobs gebraucht werden. „Die DNUG hat ihnen sehr viel zu verdanken“, schreibt der im Amt bestätigte DNUG-Sprecher Weichhold. „Aufgrund ihres Einsatzes konnte sich unser Verein in den letzten fünf Jahren neu aufstellen. Ohne sie wären wir nicht da, wo wir heute sind!“ Da mit Kringe nur ein neues Vorstandsmitglied gewählt wurde, wurde das Führungs-Quintett durch das Ausscheiden von Gebhardt und Rafflenbeul zum Quartett.

Dem frisch gewählten Vierer-Team wird offenbar viel Vertrauen entgegengebracht, denn alle vier wurden ohne jede Gegenstimme oder Enthaltung in den Vorstand berufen. „Es ist gut zu wissen, dass der DNUG-Vorstand beim Produktwechsel von IBM zu HCL die volle Unterstützung der Mitglieder hat“, betont Weichhold. „Als Vorstände machen wir uns dafür stark, dass die Ideen der DNUG-Mitglieder beim neuen Management Gehör finden.“ Und Daniel Reichelt fügt an: „Wir haben bereits einen sehr guten Draht zum neuen Eigentümer. Der Übergabeprozess von IBM zu HCL scheint gut zu laufen. Für uns ist das ein vielversprechendes Signal: Die Neuerungen, die HCL anstößt, sorgen auch dafür, dass wir als Usergroup mehr Aufmerksamkeit erhalten.“

Der Termin für die 47. DNUG-Tagung steht auch schon fest. Sie findet im nächsten Jaht wieder in Berlin statt – und zwar am 15. und 16. Juni 2020.

Bildquelle: DNUG/Christopher Gorke

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Berthold Wesseler DV-Dialog Unified Communication + Collaboration
news-23075 Sat, 08 Jun 2019 10:15:11 +0200 Projekt Match gecancelt http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/projekt-match-gecancelt-23075/ IBM wird die Mainframe-Sparte von T-Systems nicht kaufen. Beide Firmen hatten sich im Projekt Match bereits auf einen Kaufpreis von 860 Mio. Euro geeinigt und den Erwerb Ende 2018 beim Kartellamt angemeldet. Diese Anmeldung wurde jetzt wegen wettbewerblicher Bedenken zurückgezogen, was sich in Form vieler Verzögerungen im Genehmigungsverfahren längst angedeutet hatte. IBM Deutschland hat die Anmeldung des Erwerbs von wesentlicher Hard- und Software-Ressourcen sowie von Personal aus dem Geschäftsbereich des Mainframe-Betriebs der T-Systems zurückgenommen, meldete das Bundeskartellamt gestern in einer Pressemitteilung.

Zuvor hatte das Bundeskartellamt den Unternehmen deutlich gemacht, dass vorläufig gegen die Übernahme und die geplante darauf basierende Outsourcing-Kooperation wettbewerbliche Bedenken bestehen. Das Aus für die geplante Übernahme hatte sich bereits lange angedeutet, denn schon Ende Januar war die Anmeldung erstmals zurückgezogen worden, um dann am 26. Februar mit nachgereichten Unterlagen unter dem Aktenzeichen B7-50/19 neu aufgelegt zu werden. Bis zum 25. Juni sollte die Entscheidung fallen; dann meldete die Behörde Ende Mai überraschend eine Fristverlängerung bis zum 9. Juli. Jetzt steht fest: Der Zusammenschluss darf damit nicht vollzogen werden.

Mainframe-Betrieb ein Milliardenmarkt

Aufschlussreich ist das Statement von Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Obwohl immer mehr Unternehmen dazu übergehen, ihre Daten von Mainframe-Hochleistungsrechnern hin zu moderneren Technologien, wie der Cloud, zu migrieren, handelt es sich bei Dienstleistungen für den Mainframe-Betrieb nach wie vor um einen Milliardenmarkt. IBM hat hier im Europäischen Wirtschaftsraum nach unserer vorläufigen Einschätzung eine marktbeherrschende Stellung inne, die durch die Übernahme von Personal und wesentlicher Infrastruktur des Wettbewerbers T-Systems weiter verstärkt worden wäre.“

Mainframes werden insbesondere von Großunternehmen und staatlichen Einrichtungen weltweit zur Speicherung und Verarbeitung von großen Informationsmengen mit sehr hoher Geschwindigkeit eingesetzt. Angesichts ihrer hohen Zuverlässigkeit, Betriebsbereitschaft und Wartungsfreundlichkeit werden Mainframes eingesetzt, um unternehmenskritische Geschäftsprozesse abzuwickeln. Bei den hier relevanten Mainframes handelt es sich um proprietäre Systeme, die IBM seit 1964 produziert und vertreibt. Viele Unternehmen führen den Betrieb dieser Rechner jedoch nicht mehr selbst durch, sondern lassen diese Dienstleistung durch Outsourcing-Anbieter wie IBM und T-Systems erbringen.

IBM und das Mainframe-Monopol

Die jetzt gescheiterte Übernahme sollte wesentliche Hard- und Software von T-Systems sowie europaweit rund 400 Fachkräfte für den Mainframe-Betrieb, nicht aber die bestehenden Endkundenverträge von T-Systems umfassen. Darüber hinaus war geplant, eine langjährige Kooperationsvereinbarung einzugehen, nach der IBM die Endkunden von T-Systems als Subunternehmer betreuen sollte.

Diese Übernahme hätte nach Einschätzung des Kartellamtes Auswirkungen auf den europaweiten Markt für Dienstleistungen für den Mainframe-Betrieb. Auf diesem Markt ist IBM ebenfalls tätig – und nach den vorläufigen Ermittlungen des Bundeskartellamtes mit weitem Abstand Marktführer vor Wettbewerbern wie T-Systems, Atos, DXC, Finanz Informatik, Fiducia & GAD IT u.a.

Die bereits heute starke Marktposition von IBM beim Mainframe-Betrieb wird laut Kartellamt auch dadurch abgesichert, dass alle Wettbewerber beim Betrieb von IBM-Vorleistungen abhängig sind, weil de facto nur dieses Unternehmen die Mainframes herstellt. Darüber hinaus war zu berücksichtigen, dass theoretisch mögliche Wechsel der Kunden zu anderen Großrechner-Systemen oder Cloud-Lösungen mit sehr hohen Investitionen verbunden sind.

Fachkräftemangel ein Faktor

Das Vorhaben hätte insbesondere wegen der Personalübernahme - Fachkräfte für diesen Spezialbereich sind auf dem Markt knapp und gesucht - sowie der vorgesehenen Outsourcing-Kooperation nach der vorläufigen Einschätzung des Bundeskartellamtes zu einer Verstärkung der marktbeherrschenden Stellung von IBM geführt. Durch die Kooperation wäre zudem der Zugang von IBM zu den Absatzmärkten verbessert worden. T-Systems wäre aufgrund der Transaktion nicht mehr selbständig und bei weitem nicht mehr im selben Umfang auf dem Markt aktiv gewesen wie zuvor, was wiederum vor allem IBM zugutegekommen wäre. Es war nicht davon auszugehen, dass die im Markt verbleibenden kleineren Wettbewerber diese Effekte kompensiert hätten.

Das Vorhaben wurde im Rahmen eines fusionskontrollrechtlichen Hauptprüfverfahrens vertieft untersucht, wobei umfangreiche Ermittlungen durchgeführt wurden. Das Verfahren ist aufgrund der Rücknahme der Anmeldung ohne eine förmliche Entscheidung des Bundeskartellamtes zu Ende gegangen. Der Zusammenschluss darf damit nicht vollzogen werden.

Bildquelle: Bundeskartellamt

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Berthold Wesseler DV-Dialog Rechenzentrum / Server
news-23074 Fri, 07 Jun 2019 19:30:35 +0200 Zäher Start für Syntax http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/zaeher-start-fuer-syntax-23074/ Gut Ding will Weile haben! Das weiß schon der Volksmund. Das gilt speziell auch für die Übernahme des SAP-Partners Freudenberg IT durch den kanadischen Investor Novacap und seine ERP-Tochter Syntax. Sie wurde zwar bereits Ende Februar vollzogen, doch die Homepage ist immer noch ganz die alte – selbst wenn sich der Firmenname des Weinheimer IT-Dienstleisters bereits in „FIT a Syntax company“ geändert hat. Im Impressum lautet der Name bereits Syntax Systems GmbH. Der Automobilzulieferer Freudenberg hat im vergangenen Jahr zusammen mit dem Management der Tochter Freudenberg IT (FIT) verschiedene strategische Optionen zu deren bestmöglicher Entwicklung geprüft.

„Als Ergebnis dieses Prozesses hat Freudenberg die FIT mit Wirkung Ende Februar 2019 an die kanadische Syntax-Gruppe übergeben“, heißt es im Geschäftsbericht. Dahinter steht der Investor Novacap, der kurz darauf auch noch den amerikanischen Oracle-Partner Emerald Cube übernahm und jetzt seine drei Software-Töchter unter dem Dach von Syntax zu einem global agierenden IT-Full-Service-Provider mit einem klaren IT-Wachstumskurs zusammenführen will. Zum erlösten Kaufpreis wird nichts gesagt; allerdings steht FIT noch mit einem Wert von rund 104 Mio. Euro in der Bilanz für das Jahr 2018.

Diese langwierigen Verhandlungen haben offenbar zu einer Verunsicherung der FIT-Kunden geführt, denn der Umsatz sank 2018 um gut 4,7 Prozent, von 173,0 Mio. auf 164,8 Mio. Euro. Auch die Mitarbeiterzahl schrumpfte leicht, von 886 auf 870. Bereits im Jahr 2016 hatte der Umsatz mit 165,0 Mio. Euro auf dem aktuellen Niveau gelegen; 2015 waren es 152,8 Mio. Euro. Laut Geschäftsbericht bedient FIT über 34.000 SAP-Anwender weltweit.

Neue Geschäftsführung

Die Geschäftsführung in Weinheim ist mittlerweile völlig neu formiert, denn die beiden langjährigen FIT-Chefs Horst Reichardt (CEO) und Wolfgang Schneider (CFO) haben das Unternehmen verlassen. An ihre Stelle getreten sind Syntax-CEO Christian Primeau und Novacap-Partner Thadeus Mocarski.

Weitere Geschäftsführer der Syntax Systems GmbH (ehemals Freudenberg IT GmbH) sind Europa-Chef Ralf Sürken, der seit Juli 2016 an Bord ist, und die FIT-Managerin Dawn McNabb, die von der amerikanischen Tochter nach Deutschland gewechselt ist und ihren Job mit dem bisherigen Geschäftsführer Markus Stotz getauscht hat und nun als CFO Europe amtet. Stotz ist nun CFO Americas.

Service-Angebot noch im Aufbau

Sürken allein sorgt also für die nötige Konstanz im hiesigen Management. Inwieweit sich das Service-Angebot in Deutschland durch die Eingliederung in den amerikanischen Oracle-Partner Syntax ändert, bleibt abzuwarten. Das ERP-System JD Edwards, dessen Anwendern Syntax in Amerika Service anbietet, soll jedenfalls in Deutschland nicht aktiv vermarktet werden, sagte Marketing-Chef Peter Schütte auf Anfrage von DV-Dialog. „Wenn aber ein Kunde kommt und nach Support für JD Edwards fragt, werden wir nicht Nein sagen“, so Schütte weiter. Das Know-how sei im Hause schließlich vorhanden; es wurde mit der Übernahme des Oracle Partners Emerald Cube am Jahresbeginn sogar noch erweitert.

Mit Emerald Cube hat sich Syntax außerdem Know-how für die Amazon-Cloud eingekauft, erklärt Schütte – wenn auch Emerald Cube bisher auf JD Edwards fokussiert war. FIT dagegen war bislang einzig und allein auf Microsoft Azure fokussiert; Unterstützung für die Google Cloud Plattform, dritte Option im neuen Embrace-Programm der SAP, sei aktuell nicht angedacht. Auf keinen Fall werde man mit deutschen SAP-Kunden über einen Umstieg auf Oracle-Produkte sprechen.

„Die drei Unternehmen ergänzen sich perfekt“, erklärte CEO Christian Primeau am 11. April auf dem Customer Innovation Day 2019 vor über 500 Teilnehmern. „Wir teilen die gleichen Werte hinsichtlich unserer Fokussierung etwa auf Kundennutzen und Respekt gegenüber den Mitarbeitern – gleichzeitig fügen sich unsere Angebote ohne große Überschneidungen optimal ineinander. Gemeinsam werden wir zum größten unabhängigen Multi-ERP-Anbieter in der Cloud.“ Um das wirklich zu werden, müsste Syntax neben JD Edwards und SAP auch noch weitere ERP-Systeme anbieten, wie zum Beispiel Microsoft Dynamics, IFS oder die Infor Cloud-Suite.

Unabhängiger Multi-ERP-Anbieter

„Ich bin sehr glücklich über die vielen guten Gespräche, die ich hier in Frankfurt mit Kunden auch zum Thema Syntax führen konnte“, sagte Europa-Chef Sürken. „Unterm Strich habe ich gespürt, dass unsere Kunden wissen und Vertrauen darin haben, dass das, was wir tun, immer in ihrem Sinne und zu ihrem Nutzen geschieht.“ Syntax, der bislang in Kanada und Nordamerika agierende ERP-Spezialist, werde derzeit zu einem neuen globalen IT-Service-Unternehmen umgebaut. Die endgültige Zusammenlegung der ehemaligen FIT mit der Marke Syntax werde in den kommenden Monaten erfolgen.

FIT a Syntax company versteht sich als globaler Cloud-Anbieter und IT-Dienstleister für den gehobenen Mittelstand. Beheimatet in der Automobil- und Fertigungsindustrie, will man nahezu alle Facetten der SAP-Landschaft abdecken, von Managed-Services im Bereich des Applikationsmanagements über SAP-Lizenzen und Anwendungen im Bereich „Industrie 4.0“ bis hin zur Beratung rund um die Implementierung von S/4 Hana. Eine ergänzende Partnerschaft mit Microsoft ermöglicht zudem die gezielte Unterstützung von Kunden bei der Digitalisierung moderner Arbeitsplatzumgebungen.

Update: „Wir hadern ehrlich gesagt ein kleines bisschen mit dem gewählten Titel Ihrer Meldung", meldete sich Marketing-Leiter Peter Schütte heute aus seinem Urlaub zu unserer am Freitagabend veröffentlichten Meldung. „Die aktuell laufende Brand-Transition (von 'Freudenberg IT / FIT' über 'FIT - a Syntax Company' bis final dann 'Syntax') erfolgt plangemäß schrittweise und wurde auch genau so am 11. April - anlässlich unserer Konferenz in Frankfurt - angekündigt/vorgestellt. Die Formulierung 'zäher Start' wirft deshalb aus unserer Sicht - im Zusammenhang mit dem einleitenden Verweis auf den Status der bisherigen Freudenberg IT-Website - ein doch sehr negatives Licht auf einen Prozess, der wie beschrieben planmäßig erfolgt. Aus unserer Sicht machen schnelle 'kosmetische' Maßnahmen im Brand-Kontext keinen Sinn, deshalb räumen wir der Transition die dafür nötige Zeit ein.“

Schütte schreibt auch: „Die Zahlen zu 2018 stimmen selbstverständlich so, wie durch die Freudenberg-Gruppe veröffentlicht. Und natürlich hat sich eine einjährige M&A-Phase auch – wie in unserem Telefonat besprochen – auf das letztjährige Ergebnis ausgewirkt. An der Stelle ist uns nur nochmal sehr wichtig zu betonen, dass diese prozessgeschuldete Entwicklung in keinem Zusammenhang mit Syntax oder dem 'Start der neuen Syntax' steht. Es sind die gleichen Startvoraussetzungen, mit denen jeder potentielle Käufer hätte umgehen müssen – und es ist auch aus M&A-Perspektive eine durchaus übliche Situation.“

Bildquelle: Syntax

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DV-Dialog ERP Berthold Wesseler
news-23059 Thu, 06 Jun 2019 11:22:32 +0200 Langwierige SAP-Baustelle bei Revlon http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/langwierige-sap-baustelle-bei-revlon-23059/ Revlon hat nach dem Umstieg auf das neue SAP-System S/4-Hana im Februar 2017 das vergangene Geschäftsjahr mit so massiven Verlusten und einem Umsatzrückgang um 4,5 Prozent auf 2,56 Mrd. Dollar abgeschlossen, dass jetzt diverse Aktionäre den Kosmetikkonzern auf Schadenersatz verklagt haben. Vielleicht erfolgte der Umstieg auf das erst 2015 vorgestellte S/4 Hana einfach zu früh; schon im Geschäftsbericht 2017 war von den ERP-Problemen und den mit der Umstellung verbundenen Risiken die Rede.

2018 störten die SAP-Probleme den Betrieb der wichtigsten Fabrik in Oxford/USA aber so massiv, dass es zu gravierenden Lieferschwierigkeiten kam. Allein die Behebung dieser Probleme kostete laut Geschäftsbericht 54 Mio. Dollar; seit Dezember läuft der Betrieb in Oxford laut Revlon wieder auf dem Niveau vor den SAP-Problemen. Außerdem wurden „wesentliche Schwachstellen im Finanzreporting und -controlling“ aufgrund der SAP-Implementierung gefunden. All das führte jetzt zu den Klagen der Aktionäre.

Revlon steht mit seinen SAP-Problemen nicht allein auf weiter Flur. Lidl und Haribo sind nur zwei von vielen Beispielen. Allerdings gibt es auch durchaus viele erfolgreiche Umstellungen auf S/4 Hana. Daher gilt es für die IT-Leiter, die allzu gut bekannten Stolpersteine solcher Migrationen im Vorfeld aus dem Weg zu räumen. Die Fälle Haribo und Revlon ähneln sich deshalb, weil beide Unternehmen wohl zu viele Änderungen auf einmal umsetzen wollten.

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DV-Dialog Berthold Wesseler ERP
news-23057 Thu, 06 Jun 2019 10:34:36 +0200 Die Cloud im Fokus http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/die-cloud-im-fokus-23057/ Eigene Cloud-Dienste, Vernetzung von IT-Services und vertiefte Beratungsleistungen: Active Logistics will mit neuer Strategie und umstrukturiertem Leistungsportfolio die digitale Transformation des eigenen Unternehmens fortsetzen. Dreh- und Angelpunkt sind die eigenen Rechenzentren in Niederaula, in denen die eigenen Cloud-Dienste bereitgestellt werden. Die Logistik-Kompetenz bietet Active Logistics künftig vor allem in Form von Cloud-Diensten und der Vernetzung verschiedener Cloud-Services an. Für dieses Vorgehen hat das Unternehmen die eigenen Entwicklungsressourcen gebündelt, ein gemeinsames Produktmanagement aufgebaut, die bestehenden Transportmanagement-Systeme (TMS) webservice-fähig gemacht und ein unternehmensinternes Datenformat definiert.

So aufgestellt, können die Spezialisten für Logistik-IT neue Lösungen nun deutlich schneller umsetzen, verspricht Hermann Schmidt, Prokurist der Active Logistics Nürnberg AG. Darüber hinaus modernisieren sie auf diesem Weg sukzessive ihre TMS-Anwendungen – ein Vorgehen, das den Kunden tiefe Einschnitte in ihre IT-Landschaft erspart.

„Mit unserer neuen Herangehensweise haben wir aktuelle Entwicklungstrends umgesetzt und können unsere Services in modernste Systemarchitekturen integrieren“, erklärt Schmidt. Passend dazu habe man das Leistungsportfolio neu strukturiert. „Kunden und Interessenten können sich nun schneller dazu orientieren, wie wir ihnen weiterhelfen können“, so Schmidt. Produkte und Dienstleistungen seien ab sofort in die Kategorien Software, Consulting, IT-Outsourcing und Cloud eingeteilt. Zu jeder der Kategorien gebe es Untersegmente, in die Lösungen und Services eingeteilt sind, beispielsweise Unternehmenssteuerung (mit CRM- und BI-Lösungen), Transport und Lager in der Kategorie Software.

IBM i in einer dedizierten Private Cloud

Den Dreh- und Angelpunkt des neuen Produktportfolios bildet das Rechenzentrum in Niederaula. Hier werden einerseits die Services der Active Cloud betrieben. Andererseits integriert Active Logistics diese auch mit Plattformen sowie weiteren Public und Private Clouds.

„So schaffen wir unseren Kunden die Möglichkeit, entlang ihrer Lieferkette jeweils die Lösungen einzusetzen, die ihren individuellen Bedarf am besten abbilden“, betont Michael Hofmann, Vertriebsleiter im „Solution Center“ Niederaula. Mit dem Angebot einer Organisationsberatung unterstütze man die Kunden dabei, diesen Bedarf möglichst exakt zu ermitteln.

Darüber hinaus bietet der Standort Niederaula in der Kategorie IT-Outsourcing auch branchenübergreifend eine Leistung, die sich vom Wettbewerb abhebt: Unter dem Produktnamen Active IBM-i-Hosting betreiben die RZ-Spezialisten die Power-Server mit dem Betriebssystem IBM i in einer dedizierten Private Cloud.

„Solche Systeme mit modernen SaaS-Angeboten zu verknüpfen, unterstreicht den Grundgedanken der intelligenten Transformation, nämlich den schrittweisen Übergang in die Digitalisierung“, sagt Hofmann. Mit dem Angebot hilft Active Logistics außerdem allen Unternehmen, die mit IBM-i-Servern arbeiten, auch beim Kampf gegen den Fachkräftemangel. Denn Spezialisten, die sich mit diesen Systemen auskennen, sind am Arbeitsmarkt rar geworden.

Avisierung: Sprachcomputer als Telefonist

Wie groß die Spannbreite der vom Unternehmen eingesetzten Technologien ist, demonstriert Hofmann am Beispiel des neuen Cloud-Service Active Avis. Der automatisiert die für Speditionen aufwendige „Avisierung“, also die Ankündigung einer Zustellung verbunden mit der Vereinbarung des Zustelltermins. Dabei übernimmt die Software diese Aufgaben von den kaufmännischen Mitarbeitern der Speditionen und beschleunigt obendrein den Prozess.

Konnte bislang ein Avis erst dann erfolgen, wenn die entsprechende Sendung im Zustell-Depot eingetroffen war, ist die automatische Avisierung bereits ab der Erfassung der Sendungsinformationen im Ausgangsdepot möglich. Dann gehen Nachrichten über die bevorstehende Zustellung automatisch per E-Mail und SMS an die im Auftrag hinterlegten Kontaktdaten des Empfängers. Dieser hat anschließend die Gelegenheit, über ein Webportal oder telefonisch den gewünschten Zustell-Termin samt vom Dienstleister angebotenem Zeitfenster zu vereinbaren.

Besonderheit von Active Avis dabei: Empfänger, die ihren Termin lieber telefonisch vereinbaren wollen, werden von einem Sprachcomputer schnell, effizient und für den Dienstleister kostengünstig durch den Vorgang gesteuert. „Das entlastet die Speditionsmitarbeiter und senkt die Prozesskosten nachhaltig“, verdeutlicht Hermann Schmidt. Zusätzlich lasse sich das Tool für die Abstimmung von Abholterminen im Nahverkehr einsetzen. „Mit Active Avis vereinfachen wir einen der aufwendigsten speditionellen Prozesse erheblich“, verspricht Schmidt.

Die Rechenzentren in Niederaula

In den Rechenzentren der Active Logistics AG wird die firmeneigene Software ebenso betrieben wie die von Drittanbietern und Partnern. Dazu gehören u.a. Transportmanagementsysteme, Lagersysteme, Software für Buchhaltung, CRM, Rechnungswesen sowie Lösungen für Business Intelligence, Predictive Analytics, Archivierung („document store“), Zollabwicklung, Compliance-Prüfung, Clearing, Track & Trace und die bewährte EDI-Cloud („Enterprise Application Integration“, automatisierte Rechnungsverarbeitung mit Zugferd).

Weitere Leistungen umfassen Standortvernetzung und Leitungsmanagement, Installation und Monitoring, Hosting- und Cloud-Angebote, Beratung und Projektleitung. Zwanzig Mitarbeiter sind in den Bereichen Systembetrieb, Überwachung, Sicherheit, Archivierung und Datenbanken tätig. Mehr als 300 aktive Kundenunternehmen nutzen permanente Verbindungen über WAN und VPN in das redundante, gespiegelte Rechenzentrum.

Bildquelle: Active Logistics

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Berthold Wesseler DV-Dialog Betriebssystem IBM i