Unified Communications in der Industrie

DECT-Telefone für Lager und Produktion

Die Freudenberg Sealing Technologies setzt unternehmensweit auf mobile Kommunikationslösungen des Anbieters Spectralink. Durch die native Integration in die Unified-Communications-Lösung (UC) Microsoft Lync konnte man dabei die Administrationskosten deutlich reduzieren.

Mitarbeiter in der Industrie und Produktion sind häufig unterwegs, über mobile Endgeräte bleiben sie trotzdem erreichbar.

Die Freudenberg Sealing Technologies (FST) mit Sitz in Weinheim ist das größte Tochterunternehmen der traditionsreichen Freudenberg-Gruppe. Früher unter dem Namen Freudenberg Dichtungs- und Schwingungstechnik bekannt, ist die FST heute ein international gefragter Lieferant und Entwicklungspartner für viele Bereiche wie die Automobilindustrie, den Maschinenbau, die Verfahrens- und Medizintechnik, die Lebensmittel- und Pharmaindustrie sowie die Landwirtschaft. Die FST beschäftigt weltweit etwa 12.000 Mitarbeiter in über 50 Standorten und über 22 Fertigungsstätten in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Spanien, Tschechien, der Türkei und Ungarn.

Moderne Kommunikation und Erreichbarkeit wird bei dem Unternehmen groß geschrieben. Seit 2007 setzt man in Sachen Kommunikation und Collaboration auf die Unified-Communications-Plattform Microsoft Lync (damals noch OCS). Ziel war es, den Reiseaufwand zu reduzieren und den Mitarbeitern eine einheitliche Plattform für die firmeninterne und -externe Zusammenarbeit zu bieten.

Steffan Haas, Leiter IT-Infrastruktur bei der FST, berichtet: „Nachdem wir Lync nahezu flächendeckend im Unternehmen eingesetzt haben, kam vor allem von der Anwenderseite die Anregung, die Lösung auch für die klassische Telefonie zu nutzen. An einigen Standorten waren die Telefonanlagen bereits veraltet. Zwei Gesellschaften sind zudem umgezogen und konnten das bestehende System nicht mitnehmen. So haben wir uns dazu entschieden, auch für die normale Telefonie auf die UC-Lösung zu setzen.“

Mobile Lösung für den Industrieeinsatz

Schon bald sahen sich die Verantwortlichen mit der Aufgabe konfrontiert, auch die vielen mobilen Mitarbeiter an die bestehende Struktur anzubinden. „Dort, wo die Mitarbeiter sehr flexibel agieren müssen, sich klassische Schnurlostelefone aber aufgrund der Umgebungsbedingungen nicht eignen, wollten wir DECT-Telefonie einsetzen“, erklärt Haas. „Ein Mitarbeiter in der Produktion ist zu zwei Dritteln unterwegs, in den Lagern noch mehr. Diese Mitarbeiter sind kaum am Schreibtisch. Natürlich müssen sie trotzdem erreichbar sein. Außerdem wechseln an produzierenden Standorten auch Büromitarbeiter und Assistenten viel zwischen Produktion und Office hin- und her.“

Gesucht war daher eine mobile Lösung, die für den Einsatz in der Industrie geeignet ist. Die schnurlosen Telefone sollten beispielsweise dem Kontakt mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten problemlos standhalten können. Zudem wichtig: Das Ganze sollte sich ohne zusätzlichen administrativen Aufwand und ohne einen Drittpartner und zugeschaltete Gateways an Lync anbinden lassen. Die Marktrecherche ergab schnell, dass zu diesem Zeitpunkt kein Anbieter ein derartiges Produkt im Portfolio hatte. Über den Distributionspartner stieß man auf Spectralink. Das Unternehmen war spezialisiert auf kabellose Telefonie im Industriebereich und arbeitete an einer nativen Integration in Lync.

„Noch war die gesuchte Lösung nicht offiziell auf dem Markt, Spectralink konnte jedoch bereits genau das anbieten, was wir wollten. Obwohl das Projekt noch in den Kinderschuhen steckte, ging es rasch voran. Also wurden wir mit Beta-Versionen der DECT-Lösung ausgestattet. Zwei Entwickler kamen zu uns vor Ort und standen während der Einführungsphase kontinuierlich zur Verfügung. Auf technische Anfragen unsererseits reagierte der Support per Fernzugriff spätestens innerhalb von ein bis zwei Tagen“, so Haas. Letztlich konnte FST so mit der DECT-Lösung und speziell für den Industriebereich entwickelten Handsets mehr als 400 Mitarbeiter an sechs Standorten an das Kommunikationssystem anbinden.

Robuste mobile DECT-Geräte

Folgende Geräte kommen derzeit bei dem Anwenderunternehmen zum Einsatz: Spectralink 7540 ist ein Bluetooth-Gerät, das mit entsprechenden Headsets verbunden werden kann und sich besonders für Assistenten und Sekretärinnen an produzierenden Standorten eignet. Gerade in den Lagern und Produktionsstätten sind robustere Geräte, die sich einfach reinigen lassen oder durchaus einmal zu Boden fallen können unerlässlich. Mitarbeiter, die direkt in der Produktion arbeiten, wurden deshalb mit dem Typ 7620 des Anbieters ausgestattet. Das Gerät hält den Kontakt mit Spritzwasser und Staub aus und ist sturzfest.

„Durch die neue Lösung sind unsere Mitarbeiter in den Lagern und Produktionsstätten problemlos und ohne zusätzlichen administrativen Aufwand erreichbar geworden“, erklärt Haas. Neue User werden einfach über Lync angemeldet und bekommen automatisch ihre Rufnummer zugewiesen – kein zusätzliches Gateway, keine weitere administrative Arbeit.

Dank dieser nativen Integration in die bestehende Unified-Communications-Lösung konnte der zeitliche Aufwand minimiert werden. Die Geräte sind zudem zuverlässig, robust und haben eine hohe Reichweite. Auch der Servicegedanke des Herstellers hat überzeugt. „Es funktionierte nicht nur die Zusammenarbeit seit der Einführungsphase gut, sondern der Anbieter macht auch Funktionsvorschläge der FST innerhalb der nächsten Updates verfügbar“, fasst Haas abschließend zusammen.

www.fst.com/de

www.spectralink.com

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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