Keine Patentlösung

3 Tipps zur Verwaltung hybrider IT

Hybride IT wird für die meisten Unternehmen in absehbarer Zukunft die Realität darstellen. Studien von McKinsey zeigen, dass viele Unternehmen die Absicht haben, ihre Workloads in lokalen Umgebungen zu reduzieren und stattdessen zahlreich an Software-as-a-Service- (SaaS) und Cloud-Anbieter zu übertragen. Dies sollte nicht ohne Strategie geschehen.

IT-Experten sollten Anwendungen nicht zwangsweise mit viel Aufwand einem bestimmten Bereitstellungsmodell unterordnen.

Der Hype um die Cloud wächst, allerdings landen Unternehmen häufig mitten in der Welt der hybriden IT, ohne mit einem strategischen Konzept darauf vorbereitet zu sein. Doch welche Workloads sind am besten für welche Umgebung geeignet? IT-Experten sollten dabei Anwendungen nicht zwangsweise mit viel Aufwand einem bestimmten Bereitstellungsmodell unterordnen, sofern sie gut funktionieren.

Ein weiterer Faktor, der berücksichtigt werden sollte, ist die Frage nach der Eigenständigkeit bzw. Abhängigkeit eines Workloads. Der Blog eines Unternehmens kann beispielsweise als eigenständiger Workload betrachtet werden, der problemlos in die Cloud migriert werden kann. Ein internes Customer-Relationship-Management-System (CRM) sollte hingegen weiterhin mit dem Enterprise-Resource-Planning-System (ERP) verbunden sein, da mehrere Integrationspunkte vorhanden sind. Dies bedeutet, dass eine Migration in die Cloud das Risiko höherer Latenzen und Übertragungsfehler birgt.

Außerdem muss festgestellt werden, ob es sich um einen kundenseitigen oder einen Workload mit einer Webschnittstelle handelt, dessen Benutzerlast vermutlich stark schwanken wird. In diesem Fall ist es sinnvoller, diesen in der Cloud zu hosten, um sicherzustellen, dass Endbenutzer von einer maximalen Betriebszeit, Leistung und Verfügbarkeit profitieren.

Nicht unnötig in Hardware investieren


Nur weil bestimmte Anwendungen oder andere Workloads derzeit nicht optimal für die Cloud geeignet sind (oder umgekehrt), heißt das nicht, dass sich das in der Zukunft nicht ändern könnte. IT-Administratoren sollten erst dann über eine Verschiebung nachdenken, wenn sich die Anforderungen an eine Anwendung ändern. Das könnte z.B. der Fall sein, wenn in ihrer physischen Infrastruktur nicht genügend Speicherplatz und Ressourcen für die Anwendung vorhanden sind: Möglicherweise ist es ökonomischer, die Skalierbarkeit der Cloud zu nutzen, anstatt in zusätzliche lokale Hardware zu investieren.

IT-Experten müssen beginnen, die Verwaltung und Überwachung in einem hybriden Kontext zu betrachten. Die folgenden Best Practices sollen laut Solarwinds dabei helfen, hybride IT-Umgebungen jetzt oder in Zukunft besser zu verwalten.

1. Eine hybride Cloud-Mentalität übernehmen


Auch wenn die Cloud immer wichtiger wird, bedeutet das nicht, dass lokale IT-Infrastrukturen bald von der Bildfläche verschwinden werden. Um die beiden IT-Methoden – traditionelle IT-Infrastrukturen und Cloud-Dienste – miteinander zu verbinden und sich auf die Zukunft der hybriden IT besser vorzubereiten, sollten sich Unternehmen die grundlegenden Prinzipien beider Methoden zu eigen machen. Unabhängig von der Anwendungsarchitektur ist es wichtig, die eigene Denkweise der Cloud anzupassen. Durch DevOps und die „Wolke“ sind neue Konzepte, Methoden, Tools und Prozesse entstanden, die der Entwicklung und dem allgemeinen IT-Betrieb einige Vorteile bieten.

2. Überwachung für das hybride Zeitalter


IT-Experten müssen über die nötigen Tools verfügen, um ihre gesamte hybride IT-Umgebung genau überblicken zu können. Mithilfe der generierten Daten einer hybriden Überwachungsplattform können IT-Profis fundierte Entscheidungen darüber treffen, welche Workloads sich besser für die lokale Infrastruktur oder für die Cloud eignen, Vorteile identifizieren und die richtigen Entscheidungen zur Ressourcenbereitstellung treffen.

3. Einen Zeitplan entwerfen


Es gibt keine Patentlösung dafür, Elemente des Cloud Computing zu übernehmen und die hybride IT im Unternehmen einzuführen. Für jedes Unternehmen bieten sich andere Methoden an, und nicht selten geht es um einen Prozess, der mehrere Jahre in Anspruch nehmen kann. Idealerweise sollte jede IT-Abteilung, die eine Migration in die Cloud ins Auge fasst, einen genauen Zeitplan erstellen.

In den nächsten Jahren müssen IT-Abteilungen ihre wachsende Verantwortung als technologisches Bindeglied für das Unternehmensmanagement wahrnehmen, informiert bleiben und wohlüberlegte Entscheidungen zur Cloud treffen. Ein entscheidender Faktor ist das Entwerfen eines Zeitplans für die hybride IT, der darlegt, wie bei der Integration in die „Wolke“ mit jedem einzelnen Workload und jeder einzelnen Anwendung verfahren werden soll. So sind Unternehmen auf dem besten Weg zu einem agileren, effizienteren sowie besser verfügbaren und skalierbaren Rechenzentrum.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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