Reibungslose DevOps-Einführung

5 Tipps wie man mit DevOps Kosten spart

5 Tipps zeigen auf, wie Unternehmen mit dem Konzept DevOps, sprich der engen Verzahnung von Software-Entwicklung und Systemadministration, Kosten sparen können.

Sparen mit DevOps

Mit DevOps lassen sich viele Kosten sparen.

Immer mehr Unternehmensverantwortliche erkennen, dass sich Produktlieferzyklen durch DevOps von Monaten auf Tage oder sogar Stunden verkürzen lassen. Laut einer aktuellen PAC-Studie sehen 70 Prozent der Befragten DevOps als unerlässlich für ihr Unternehmen an. Die tatsächliche Umsetzung stößt jedoch häufig aufgrund mangelnder relevanter Fachkenntnisse (69 Prozent) sowie fehlender Zeit und Ressourcen (67 Prozent) auf Schwierigkeiten. Im folgenden gibt Andreas Golze, Vice President bei Cognizant, einige Tipps für die reibungslose Implementierung, damit DevOps von Anfang an korrekt umgesetzt wird:

1. Auf Grundlagen achten

Bevor Unternehmen dank des DevOps-Einsatzes komplexere Chancen nutzen können, ist es zunächst wichtig, dafür zu sorgen, dass einige grundlegende Schritte bei der Umsetzung befolgt werden:

  • Die genaue Kontrolle über Umfang und Zeitbedarf jedes einzelnen Code-Updates behalten. Eine Begrenzung der Größe und Komplexität der Iterationen hilft, die Balance zwischen Innovationen und Kostenkontrolle zu halten.
  • Klein anfangen: Durch die Identifikation eines Problems, das sowohl die Entwicklung als auch den operativen Betrieb betrifft, kann Unterstützung für DevOps gesammelt werden. Wird DevOps zunächst dazu eingesetzt, um ein eng umrissenes Problem zu lösen – beispielsweise Verzögerungen beim Transfer von Code von der Entwicklung in die Produktion –, kann Misstrauen überwunden und Rückhalt für breitere DevOps-Einsätze aufgebaut werden.
  • DevOps-Kompetenzen von Entwicklern oder Administratoren durch die Zusammenarbeit in funktionsübergreifenden Teams optimal nutzen, um so ein spezifisches Produkt oder einen ganz bestimmten Service zu unterstützen. Auf diesem Weg entstehen bereichsübergreifende Trainings und ein Vorbild für Erfolg und optimale Verfahren für andere.
  • Erfolge analysieren und publik machen. Hierzu können Messgrößen wie Testzykluszeiten, Deployment-Raten und -Zeiten, Change Lead Times, Fehlerquoten in der Produktion, Ausfallraten bei Änderungen und Helpdesk-Ticketzahlen genutzt werden, um zu zeigen, wie Qualität und Agilität durch DevOps steigen.

2. Informationssilos beseitigen

Obwohl sich ein Großteil des Diskurses über DevOps auf den schnellen und sogar kontinuierlichen Einsatz von Anwendungen konzentriert, sind die Informationen, die durch diese Methode über die Infrastruktur und Kunden einer Organisation aufgedeckt werden, ebenso bedeutsam. Durch die Kombination zweier traditionell isolierter Informationsquellen – strukturierter und unstrukturierter Daten – bringt DevOps derartige Einblicke zu Tage. DevOps trägt dazu bei, dass sich Maschinendaten – in Form von Logfiles mit strukturierten Daten – nicht nur mit CRM-, ERP- und Business-Intelligence-Daten, sondern auch mit Website-, Produkt- und Transaktionstabellen korrelieren lassen. Die Aggregierung und Analyse verschiedener Daten sind primäre Unternehmenswerte, die DevOps liefert.

Wenn solche Daten mit Informationen korreliert werden, die von DevOps erschlossen werden und die Protokolle umfassen, die Ausführungsfehler im Code oder einen vollständigen Anfrage-Antwort-Prüfpfad über einen bestimmten Zeitraum aufzeichnen, sind die Erkenntnisse häufig faszinierend. Diese können nicht nur neue Produktfunktionen vorantreiben, sondern es lassen sich auch Fehler aufdecken, die zu Maßnahmen zur Korrektur unterbrochener Produktströme führen.

3. Nicht Infrastruktur, sondern Expertise aufbauen

Organisationen brauchen und wollen sogar häufig keine eigene DevOps-Infrastruktur aufbauen. Die Werkzeuge und Prozesse, die DevOps ermöglichen, erzeugen für sich genommen weder Ertrag noch Wettbewerbsdifferenzierung. Was unternehmerischen Wert schafft, ist vielmehr das, was eine Organisation mit DevOps macht. Organisationen erzielen den größten Wert für ihr Unternehmen, indem sie DevOps dazu einsetzen, beste Produkte und Dienstleistungen bereitzustellen – und nicht dadurch, dass sie die beste DevOps-Infrastruktur aufbauen.

Um die eigenen Mitarbeiter für Aufgaben mit höherem Mehrwert verfügbar zu machen, sollten Organisationen auch über Partnerorganisationen mit DevOps-Kompetenzen nachdenken. Diese können, wo immer möglich, bereits bestehende Werkzeuge nutzen, um Data-Warehousing-/Business-Intelligence-Infrastruktur zu beobachten, zu kontrollieren und zu überwachen und bei Bedarf externe Werkzeuge und Boutique-Services wie etwa Nutzen schaffende Beratung bereitstellen. Ein Beispiel sind die Tools: Ein erfahrener DevOps-Partner kann Organisationen auch dabei helfen, die richtigen DevOps-Tools auszuwählen und bewährte Frameworks für Prozesse und Deployment bereitzustellen.

4. Weiterentwicklung von bereits Vorhandenem

Der erste Schritt besteht darin, bereits bestehende Maschinen-Log-Daten in einer umfassenden, erweiterbaren Datenplattform zu sammeln, die ein Analyse-Framework implementieren und unstrukturierte Daten analysieren kann. Dies ist ein Bereich, in dem die Werkzeuge und Kompetenzen in bereits vorhandenen Data-Warehousing- oder Business-Intelligence-Teams den Prozess beschleunigen können.

Anstatt solche Plattformen von Grund auf neu aufzubauen, kann eine Organisation möglicherweise seine vorhandenen Plattformen für das technische Prozessmanagement, die Produktplanung und -steuerung, das Build- und Release-Engineering, Data Warehousing oder Business Intelligence ausbauen, um diese Daten zu speichern und zu analysieren. Die betriebsinternen Teams können möglicherweise die bestehenden Workflows, Standards, Prozesse und Messgrößen anpassen, um die Analyse dieser Daten zu steuern. Außerdem können sie gegebenenfalls helfen, die verschiedenen für diese Sammlung und Analyse benötigten Werkzeuge mit der Workflowautomatisierung zu integrieren, die für die kontinuierliche Identifizierung und Korrektur von Problemen erforderlich ist.

Durch den Einsatz allgemein verfügbarer – oder auch schnell entwickelter – Drag-and-Drop-Reportgeneratoren können Geschäftsanwender ihre eigenen Übersichten über solche Daten erzeugen und müssen nicht mehr auf die Berichte der Analysten warten. Bei DevOps geht es ganz darum, Werkzeugketten zu schaffen, diese zu integrieren, eine Automatisierung der Workflows zu ermöglichen und die individuelle Bedienung durch Geschäftsanwender zu fördern, indem sämtliche Berichte und Informationen in Echtzeit auf Abruf verfügbar gemacht werden. Durch solche pragmatischen, geschäftsorientierten Bemühungen können Unternehmen die Dynamik von DevOps nutzen, um sich von kleinen Erfolgen zu größeren, komplexeren Problemen zu bewegen.

5. Chancen nicht verpassen

Ein Unternehmen, das sich nicht in Richtung einer DevOps-Strategie bewegt, lässt wertvolle Unternehmensinformationen und Nutzerdaten brachliegen. Darüber hinaus verliert es den unmittelbaren geschäftlichen Wert der Optimierung seiner Infrastruktur, seines Kundenerlebnisses sowie seines Produkt- und Serviceangebots, mit denen sich operative Kosten minimieren und der Ertrag maximieren lassen.

All diese Vorteile sind ohne einen störenden „großen Knall“ zu erreichen. Es ist zudem weder der Kauf noch die Installation eines teuren Werkzeugkastens erforderlich. Die für DevOps erforderlichen Werkzeuge und Kompetenzen lassen sich „as-a-Service“ erwerben, wodurch vorhandene Mitarbeiter die Freiheit bekommen, sich darauf zu konzentrieren, die von DevOps in Echtzeit erzeugten Unternehmensinformationen zu analysieren und entsprechend zu handeln.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

©2019Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok