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5 Tipps zur Auswahl des Colocation-Partners

Lagern IT-Verantwortliche heutzutage Rechenzentrumsressourcen an einen Colocation-Anbieter aus, sollten sie bei der Auswahl besonders fünf Tipps beachten:

Colocation-Rechenzentren sollten klar definierte Notfallpläne besitzen.

Colocation-Rechenzentren sollten klar definierte Notfallpläne besitzen.

1. Mangelhafte physische Absicherung

Es mag banal klingen, aber die IT-Verantwortlichen müssen sich darauf verlassen können, dass ein hohes Niveau physischer Sicherheit ihre sensiblen Daten schützt. Ein professioneller Wachschutz, ein integriertes Alarmsystem sowie eine Videoüberwachung rund um die Uhr sind hier ebenso wichtig wie ein Zutrittskontrollsystem auf neuestem Stand. Es muss sichergestellt sein, dass ausschließlich autorisiertes Personal physischen Zugang zum Rechenzentrum erhält.

2. Cyber-Terrorismus

Nicht nur die physische Sicherheit bereitet IT-Chefs Sorgen, sondern die stark steigende Cyberkriminalität. Moderne Rechenzentren sind in der Lage, den Zugriff auf deren Kundendaten durch eine Reihe von Maßnahmen zu beschränken, zum Beispiel rollenbasierte Zugriffskontrolle oder Multifaktor-Authentifizierung. Sinnvoll ist auch, die Zahl der eigenen Mitarbeiter mit ständigem Zugriff oder Zutritt auf eine möglichst geringe Zahl zu reduzieren. Die Verschlüsselung der Daten sollte ebenso zum Einsatz kommen, gerade weil Daten über Netzwerke zwischen Anwendergeräten und Rechenzentrum hin- und herfließen.

3. Kein Zugriff auf die Daten

Die IT-Chefs können keine Kompromisse beim Zugriff auf ihre Daten eingehen. Sie tolerieren insbesondere keinerlei Verzögerungen und werden sich schnell von einem Rechenzentrum verabschieden, das ihnen nicht umfassenden Zugriff – einschließlich etwa Back-up –  auf schnelle und bequeme Weise gewährt.

4. Korrektes Umweltverhalten

IT-Verantwortliche sind heute angehalten, auch in ihrem Fachbereich das Engagement ihres Unternehmens für eine saubere Umwelt zu zeigen. Vor diesem Hintergrund sollten sie nach einem Rechenzentrumspartner suchen, der sich für ähnliche oder gar ambitioniertere Umweltziele einsetzt als das eigene Unternehmen. Diese Ziele können beispielsweise die Reduzierung von Emissionen, die Gewährleistung von Nachhaltigkeit und (wo möglich) die Nutzung erneuerbarer Energien sein. Eine Verbindung zu einem Rechenzentrum, das diese Ziele nicht verfolgt, kann Unternehmen Vorwürfen widersprüchlicher Umweltpolitik aussetzen.

5. Strom- und Kühlungsausfall

Server produzieren Hitze. Für IT-Systeme ist eine Unterbrechung der Kühlung deshalb fast genauso schädlich wie ein Stromausfall. CIOs müssen sicherstellen, dass jedes von ihnen gewählte Rechenzentrum über klar definierte Notfallpläne verfügt, etwa im Falle eines Kühlungs- oder Stromausfalls oder anderer technischer Probleme. Business Continuity lautet das Schlagwort, das bei der Wahl des Rechenzentrumspartners berücksichtigt werden muss.

Von diesen potentiellen Problemen ist die Gefahr eines Stromausfalls am schwerwiegendsten. Erst im April 2018 bremste ein Stromausfall in einem großen Frankfurter Rechenzentrum den Internet-Datenverkehr in ganz Deutschland aus. Pikanterweise versagten sowohl die Notstromaggregate als auch die Batterien des Betreibers. Für Unternehmen kann eine solche Situation, in der Services über Stunden nicht zur Verfügung stehen, hohe Umsatzeinbußen oder Imageschäden verursachen. Für IT-Chefs ist eine solche Situation schlicht inakzeptabel. Stromausfälle sind auch in Deutschland nie ganz auszuschließen. Laut Bundesnetzagentur erlebt jeder Deutsche im Schnitt jährlich rund 13 Minuten Stromausfall. Bei der Auswahl geeigneter Partner sollte daher die Prüfung der tatsächlichen Leistungsfähigkeit und Expertise, abseits von Werbeversprechen, genau unter die Lupe genommen werden.

* Der Autor Adam Tamburini ist Senior Vice President International bei E-Shelter.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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