Große neue Herausforderungen

5 Trends prägen die Automobilindustrie

Vom Aufstieg Asiens zur weltweiten Nummer eins, über neue Spezialgebiete für Zulieferer bis hin zur wachsenden Dynamisierung des Marktes: Der ERP-Spezialist IFS nennt die wesentlichen aktuellen Entwicklungen der Automotive-Branche.

Automobile

Die Automobilbranche steht vor großen neuen Herausforderungen. Um diese erfolgreich bewältigen zu können, benötigen die Unternehmen eine leistungsfähige Business-Software.

Die Automobilindustrie unterliegt einem nachhaltigen Wandel. Fünf Trends sollen diesen Wandel prägen. Doch welche Anforderungen ergeben sich daraus für die Business-Software, die Automotive-Unternehmen einsetzen?

1. Asien steigt zum größten Automobilhersteller auf


In den letzten zehn Jahren haben bereits zahlreiche europäische und US-amerikanische Automobilhersteller Fertigungsbetriebe in China errichtet. Dieser Trend setzt sich fort, gleichzeitig gewinnt aber auch Indien eine immer größere Bedeutung als Produktionsstandort. Das führt dazu, dass Asien in den nächsten Jahren zum größten Automobilhersteller auf dem Globus aufsteigen und mehr als die Hälfte aller weltweiten Fahrzeuge produzieren wird. Bei der Entwicklung neuer Autos bleiben aber weiterhin Europa und die USA federführend.

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2. Die Komplexität für die Zulieferer wächst


Es genügt immer seltener, wenn Zulieferer einfach nur Standardkomponenten entwickeln. Ihre Abnehmer erwarten von ihnen stattdessen zunehmend komplette Module und Systeme, die gezielt für ihre konkreten Anforderungen entwickelt sind. Das zwingt die Zulieferer dazu, auch komplexe Engineering-Prozesse abzudecken. Gleichzeitig werden die Lebenszyklen der Fahrzeugmodelle ständig kürzer, weshalb sie immer schneller auf geänderte Prozesse und Anforderungen reagieren müssen.

3. Energieeffiziente Autos lassen neue Zuliefererbetriebe und Infrastrukturen entstehen


Der Trend geht zu immer energieeffizienteren Fahrzeugen. Um die Autos leichter und damit energiesparender zu gestalten, wird immer weniger Stahl verbaut; stattdessen kommen verstärkt Plastik und Karbon zum Einsatz. So wiegt beispielsweise der aktuelle Range Rover rund 40 Prozent weniger als sein Vorgängermodell. Diese Entwicklungen werden zur Entstehung neuer spezialisierter Zuliefererbetriebe führen. Durch den Zuwachs bei Elektro-Autos gewinnen außerdem die Hersteller von Batterien an Bedeutung und die Infrastruktur für Ladestationen wird weiter ausgebaut.

4. „Low Cost Vehicles“ erhöhen den Druck auf das Qualitätsmanagement


Immer häufiger basieren mehrere Modellreihen eines Automobilherstellers auf ein- und derselben Plattform. Diese Vorgehensweise wird sich weiter durchsetzen, da sie ein effektiver Weg ist, die Kosten im globalen Wettbewerb zu senken. Dadurch entsteht aber auch eine neue Gefahr. Hat eine verbaute Komponente einen technischen Defekt, sind alle Modellreihen betroffen, in denen diese verbaut wurde. Das ist einer der Hauptgründe dafür, dass die Zahl der Rückrufe in den letzten Jahren immer stärker angestiegen ist.

5. Der Markt wird immer dynamischer


Die Endkunden werden auch in der Automobilindustrie immer anspruchsvoller. Die Hersteller müssen deshalb sehr schnell auf neue Wünsche reagieren können und die bislang teilweise langwierigen Entwicklungen beschleunigen. Weitere Triebfedern für eine zunehmende Dynamik im Markt sind demografische Veränderungen, die Urbanisierung und natürlich technische Fortschritte wie selbstfahrende Autos und mit dem Internet vernetzte Smart Cars.

„Die Automobilbranche steht vor großen neuen Herausforderungen. Um diese erfolgreich bewältigen zu können, benötigen die Unternehmen eine leistungsfähige Business-Software“, betont Stefan Issing, Global Automotive Industry Director von IFS. „Die zunehmende Verlagerung der Fertigung nach Asien erfordert Systeme, die einen optimalen Informationsaustausch entlang der internationalen Lieferkette gewährleisten. Zulieferer benötigen außerdem Lösungen, die bei Bedarf auch komplexe Konstruktionsprozesse unterstützen können. Die wachsende Dynamik verlangt nach einer Software, die sich durch Konfiguration flexibel an neue Anforderungen anpassen lässt und über operative Intelligenz verfügt. Dann kann sie eventuelle Fehlentwicklungen nicht nur aufzeigen, sondern auch gleich automatisch Lösungsvorschläge anbieten. Nicht zuletzt muss die Software die Unternehmen dabei unterstützen, dass die immer kürzer werdenden Reaktionszeiten und der Kostendruck der Branche nicht zu Lasten der Qualität gehen.“

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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