Studie: Projektmanagement in Großunternehmen

Agilität ist gefragt

Eine aktuelle Befragung zeigt, dass Unternehmen Projekte, die agil durchgeführt werden, für erfolgreicher halten.

Agilität ist gefragt

Eine aktuelle UBefragung zeigt, dass ein Großteil der Unternehmen vom Erfolg des agilen Projektmanagements überzeugt ist.

Der Einsatz agiler Methoden im Projektmanagement nimmt Jahr für Jahr zu. Und das aus gutem Grund: Die Mehrheit der deutschen Unternehmen (65 Prozent) hält Projekte, die agil durchgeführt werden, für erfolgreicher. Sie erlauben demnach eine einfachere Zusammenarbeit mit freiberuflichen Spezialisten, die heute bereits rund ein Viertel des gesamten Arbeitsvolumens in IT-Projekten übernehmen. Das geht aus einer repräsentativen Befragung von mehr als 300 Unternehmen ab 500 Mitarbeitern hervor, die von Bitkom Research im Auftrag des Personaldienstleisters Etengo AG durchgeführt wurde.

Entsprechend weit ist agiles Projektmanagement in der Praxis verbreitet: Jedes zweite Unternehmen ist im IT-Bereich bereits auf agiles Projektmanagement umgestiegen. Bei den Unternehmen mit 2.000 Beschäftigten und mehr sind es bereits 56 Prozent. Weitere 15 Prozent aller Unternehmen planen den Einsatz in den kommenden 12 Monaten, 18 Prozent diskutieren ihn. Lediglich für knapp jedes siebte Unternehmen sind agile Methoden im Projektmanagement derzeit kein Thema. Im direkten Vergleich der agilen Methoden zeigt sich: Die beliebteste Methode des agilen Projektmanagements ist Scrum. Insbesondere im Handel ist Scrum klarer Spitzenreiter: 9 von 10 Unternehmen die agile Methoden anwenden, setzen auf Scrum.

Unternehmen, die agile Methoden bereits anwenden, sehen vor allem qualitativ bessere Projektergebnisse sowie die einfachere Zusammenarbeit mit IT-Freelancern als entscheidende Vorteile. Auch die schnellere Umsetzung von Projekten, das schnellere Erkennen und Reagieren auf auftretende Probleme sowie die höhere Flexibilität im Projekt sind Argumente, die für deutsche Unternehmen klar für den Einsatz agiler Methoden sprechen. 38 Prozent der Unternehmen, die agiles Projektmanagement betreiben, meinen außerdem, dass die Mitarbeitermotivation durch mehr Verantwortung und selbstständiges Arbeiten steigt.

Für den reibungslosen Ablauf und die effiziente Umsetzung von IT-Projekten kommt es nicht nur auf das richtige Projektmanagement an, es braucht auch die richtige Manpower. Heute sind dafür häufig nicht mehr nur festangestellte Mitarbeiter gefragt, sondern auch eine Vielzahl externer Wissensträger – oftmals Freelancer. Die aktuelle Befragung zeigt, dass IT-Freelancer für Unternehmen immer wichtiger werden. Sechs von zehn Unternehmen sagen, dass die Bedeutung der Freiberufler in den kommenden sechs Monaten weiter zunehmen wird. Jedes fünfte Unternehmen schätzt gar, dass die Bedeutung der Freelancer für die eigene Firma sehr stark zunehmen wird.

Auch heute schon stehen IT-Freelancer hoch im Kurs. Knapp sieben von zehn Unternehmen messen ihnen eine große Bedeutung bei. So leisteten Freiberufler in den vergangenen sechs Monaten bereits mehr als jede fünfte Arbeitsstunde bei IT-Projekten im Unternehmen. Bei großen Unternehmen mit 2.000 Beschäftigten und mehr war es bereits jede vierte Stunde.

„Die Nachfrage im IT-Bereich ist momentan sehr hoch, denn die Digitalisierung tangiert nahezu alle Bereiche und Branchen und erstreckt sich natürlich auch auf das private Umfeld. Die Freiberuflichkeit hat sich für IT-Spezialisten längst zu einer sehr interessanten Karriereoption entwickelt“, betont Nikolaus Reuter, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Etengo.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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