Die Feuerwehr fürs Rechenzentrum

All-Flash sorgt bei Rosenbauer für Geschwindigkeitsschub

Beim österreichischen Feuerwehrtechnikhersteller Rosenbauer verschafft ein neues All-Flash-Speichersystem dem eingesetzten Enterprise-Resource-Planning-System (ERP) einen dringend nötigen Geschwindigkeitsschub und macht das Rechenzentrum fit für die Zukunft.

Feuerwehrmänner

Mittlerweile beschäftigt der Feuerwehrtechnikhersteller weltweit über 3.000 Mitarbeiter.

Rosenbauer ist Hersteller für Feuerwehrtechnik und entwickelt und produziert Fahrzeuge, Löschtechnik, Ausrüstung und Telematiklösungen für Berufs-, Betriebs-, Werks- und freiwillige Feuerwehren sowie Anlagen für den vorbeugenden Brandschutz. Der Konzern ist mit seinem Service- und Vertriebsnetzwerk in über 100 Ländern aktiv. Von der Firmenzentrale in Leonding, Österreich, aus stellt das IT-Team die virtualisierte IT-Infrastruktur auch internationalen Standorten zur Verfügung. Unter anderem greifen fast alle europäischen Niederlassungen auf das ERP-System sowie verschiedene Produktivlösungen, wie beispielsweise Microsoft Exchange Server, Sharepoint oder SQL Server, zu. Eine stabile und performante Umgebung mit kurzen Zugriffszeiten ist deshalb ein absolutes Muss.

Aber genau das konnte die IT-Infrastruktur des Unternehmens, das sich seit einigen Jahren auf starkem Wachstumskurs befindet, immer seltener gewährleisten. Unter anderem zwangen die steigende Zahl der Nutzer und der internen Dienstleistungen das Speichersystem immer häufiger in die Knie. Auch die Anbindung neuer Standorte gestaltete sich schwieriger, da kaum noch Leistungsreserven vorhanden waren. Nicht nur die Anwender im Unternehmen litten unter zunehmend langsamer und instabiler laufenden Applikationen. Auch das IT-Team spürte die Auswirkungen. Denn der Aufwand für das System- und vor allem das Speichermanagement wurde immer größer.

Die Entdeckung der Langsamkeit


Als das Ende des Wartungsvertrags der bisherigen Storage-Lösung immer näher rückte, suchten die Verantwortlichen nach einer Alternative, die sowohl die Anbindung weiterer Standorte und Mitarbeiter erleichterte als auch hohe Stabilität und Leistung für die Zukunft bot. Ein festplattenbasiertes System kam nicht länger in Frage. Sowohl im Hinblick auf die Leistung als auch die Zukunftsfähigkeit führte aus Sicht der Verantwortlichen nichts mehr am Einsatz von Flash-Speicher vorbei. Auf Empfehlung eines befreundeten Unternehmens entschied sich Rosenbauer für eine All-Flash-Speicherlösung von Pure Storage.

Die zwei neu verbauten Flash-Arrays zeigten sich allen Anforderungen als gewachsen. So konnte das IT-Team, das von bisherigen Storage-Migrationen anderes gewohnt war, das System innerhalb kurzer Zeit einrichten und den Anwendern bereitstellen. Die Mitarbeiter waren von der Umstellung des Storage-Systems zu keinem Zeitpunkt in ihrer Arbeit beeinträchtigt. Der Übergang war so nahtlos, dass einzig der plötzliche Geschwindigkeitszuwachs bei der Business-Intelligence-Cubeware auffiel. „Positives Feedback von den Nutzern ist selten, aber umso willkommener. Das hat uns gezeigt, wie groß die Leistungssteigerung, die uns die neue Storage-Lösung liefern konnte, tatsächlich war“, erklärt Marinko Kvesic, Leitung technische Informationssysteme bei Rosenbauer.

Gleichzeitig sorgen die redundanten Systeme, die über zwei Rechenzentren verteilt sind, für Ausfallsicherheit und wurden von Beginn an als Hauptspeichersystem für die virtualisierte Infrastruktur und Applikationen eingesetzt. Das Vorgängersystem wird weiterverwendet – allerdings lediglich für das interne Filesharing.

Daten mit Blaulicht auf der Überholspur


Die Flash-Lösung überzeugte nicht nur durch einfache Installation, sondern auch durch hohe Leistung und geringen Administrationsaufwand im laufenden Betrieb. Projekte wie die Migration der Oracle-Datenbank, die im Rahmen des Release-Wechsels beim PLM-System durchgeführt werden musste, lassen sich heute schneller umsetzen. Bei früheren Migrationen benötigte das IT-Team acht bis neun Stunden, heute sind es nur noch zwei Stunden. Das IT-Team ist längst nicht mehr so sehr mit der Wartung und Verwaltung beschäftigt und hat nun auch mehr Zeit für andere Projekte. War ein Mitarbeiter vorher fast ausschließlich mit der Administration des Speichersystems beschäftigt, muss er jetzt nur noch maximal ein Drittel seiner Arbeitszeit investieren.

Auch in Sachen Leistung sind die Unterschiede deutlich. Im Vergleich zum bisher eingesetzten HDD-System ist das neue System so leistungsfähig, dass nicht nur eine Latenz von weniger als einer Millisekunde erreicht wird, sondern auch ein Datendurchsatz, der bis zu fünfmal höher ist. „Wenn es heute Anwendungsprobleme gibt, wissen wir, dass das Problem bei der Applikation liegen muss und nicht länger beim Speichersystem“, erklärt Kvesic den Unterschied in der Praxis. Da das Storage-System nicht mehr länger durch permanente Überlastung nur mit sich selbst beschäftigt ist, gibt es heute beim ERP-System von Rosenbauer keine Ausfälle oder Leistungsengpässe mehr. Das IT-Team kann heute einen reibungslosen Betrieb in der Zentrale und den Niederlassungen gewährleisten und damit dem weiteren Wachstum des Unternehmens entgegenblicken.


Rosenbauer ...

... ist Hersteller für Feuerwehrtechnik im abwehrenden Brand- und Katastrophenschutz. Das Unternehmen entwickelt und produziert Fahrzeuge, Löschtechnik, Ausrüstung und Telematiklösungen für Berufs-, Betriebs-, Werk- und freiwillige Feuerwehren sowie Anlagen für den vorbeugenden Brandschutz. Mit Produkten aus europäischer, US-amerikanischer und asiatischer Fertigung werden alle wichtigen Normenwelten abgedeckt. In über 100 Ländern ist der Konzern mit seinem Service- und Vertriebsnetzwerk aktiv. Das börsenotierte Familienunternehmen besteht in der sechsten Generation und ist seit 150 Jahren im Dienste der Feuerwehren tätig. Rosenbauer beschäftigt mittlerweile weltweit über 3.000 Mitarbeiter.


Bildquelle: Rosenbauer

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